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Full text of "Monatliche Correspondenz zur Beförderung der Erd- und Himmels- Kunde"

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tOUNDATIONS  j 

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ASTOR,  1 
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ASTOR,  LENOX  ."•")      J 
TILDSN  JfOUNDATIONS  j 


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lOHANJV  CARL  BURCJKHARDT, 

.MJIlIlSrCT  J  )EK  COMISSIQN  FÜR  D.  MEERE^lJVNGK 
Oebohrcji  in  Leipzio"  c[.  so.  April. 177.^ . 


MONATLICHE 

CORRESPONDENZ 


ZUE  B£FORDERUNO 


DEA 


ERD-  UND  HIMMELS- KÜNDE, 

hetaadgegeben 

vom 

Freyherrti  vom  ZACH/ 

tu  B*  Obtfft*  Lieutenant  und  Ditec^ot  der  8tei:nwältt 

— hm  Mf     II  nmiiJ-T    ij-  -r  11   iini.  i  i 


GOTHA, 
im  Verlage  der  fiec|c;erirclie&  Virxchhi^nAlnni 


2n::^:.i'  ;.?:o:^ 


\-      '."      ■>"-.     ^     i       '/•     « 


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MONATt.ICH.B:        .      .  i 

C  O  R  R  ESP  O  N  Ö  E  N  % 

ZUR   BEFÖRDERUNG  -zil 

ERD-  UND  HIMMELS-ltüNDK.  ; 

' rr—. r^-r^         i..„, 

yVLIVS,    i8pi.  ..-^ 

■■      !■ I       '      •  II  I   ■     ■  .   ■    ..1 


I. 

über  die  > 

Überbleibfel  der  St^it'EttithVat  ' 

in   T  he  b  a  i«/  , -^ 

und  '  ^v/ 

tiber  den   Zuftarid  des  Ackerbaues   und  einiger 

andern  Künfte  der    erften  Nothwendigkeit   bey 

den  alten  Aegyptiern ;    gelefen  im  Aegyptifchea 

National -Infiitut  den  21  Frimaire  an  9    .'^ 

(i2Dec.  1799)  von©))!«.  ' 

CAni  i«r  a  Liefiiniiig  iet  3  Theilt  ißt  piet^  ^gyp^,  ., 
S.  xio  —  1280 


-•/ 


Vv  ir  haben  während  'der  Reife  in  Ohet^Aeg^ptik 
Gelegenheit  gehabt  t  cKe  Überbleibfol  einer  alten  Stadt 
lu  nnteirfachen» .  w»khef  die  Eingebbrfcieki.  im  l^Mat 


4    ^  ■  Momätrcsfrejp:  iTofrgvuvs. 

meix  el  Kahe  geben ,  und  welche  anf  der  Seite  Ara- 
biens liegt  in  ujigefähr  -f^  der  Entfernong,  welche 
man  dilrchläoh/imin  man  den  'Sil 'vow  Jpolluiopo- 
i^  (jetzt,  £.jfypyifn  ]?i^  Lßto^plis  (jeut  Esnih)  he- 
Vrfbßeigt:' "'i5vmt;i?fe  glaubte  nach*  P.  Sicard,  dafs  dfe 
Lage  von  ^iKithß.\vtt  die  Stadit /Lz4eyi^;  pafste,  wel- 
che Ptolemaeus  in  die.  Thebaifche  Präfectnr  fetzt, 
und  von  welcher  Strabo  weiter  nichts  fast,  als  dafs 
mÄÖe  ^ach-iöÄ^/a/n  findet.  Diere  Stadt  iß  mehr 
unter  deifirNamcn  EleitMas  bekannt ,  als  unter 
dem  von  Lucina:  dieuvk  fie  war  der  Göttinn  gehei- 
ligt ^  w^cfae^  die  Frauen  in  den  Geburttfchmerzea 
anrufen»  die  von  den  Römern  Lucina ^  von  denGrie- 
d^Bn  Eüethya  {K\Xit6i^tat 9  Xliihyia')  genannt  wurde. 

Der  Name  Eleithias  hat  fidk  bey  el  Kahe  im  Na« 
me|:^  eine^  ^ojrfAS. erhalten,  welches  die  Einwohner 
Eleitz  nennen.  Diefe  mündliche  Überlieferung  beftä- 
tigt  fvollkommenvdie  Richtigkeit  der  Critik  ,  nach 
welcher  die  Lage  diefer  Stadt  beflimmt  worden  iß. 

Es  fcheint  ficher,  dafs  maa  Menfchen  auf  den 
jÜLltären  Aer  Ilithyia  opferte.  Ich  weifs,  dafs  Heroäot 
\iirä  Üdrus  behauptet  haben  ,  dafs  diefd  abfcheuliche 
Sitte  iiietQafaljB  bej'den'Aegyptiem  exißirt  hat.  Sie 
fagen,^  dafa  dies*  Volk«  weit  entfernt,  Menfchen  zu 
opfern,  kauxpv'Ffaiere  zu  opfern  wagte,  und  dafs  die 
Anzahl  der  Thiere  fehr  befchränkt  war,  welche  zu 
opferti  erlaubt  waren*  Diefs  beweiß  ^aber  nic&its; 
Widerfpruch  und  Abfurdität  finden  fich  im  Aberglaur 
ben  lehr  häufig*  Haben  wir  nicht  in  Indien  das 
B^lpiel  dei^.  Bramen,  weicht  vor  dem  Mord  einer 
&nh  Abfchea*- haben  und  dock  täglich  die  Frauett 
swlngeo  »i^fichiöbfindig  zu  xtAmmwip  weil  die.  H» 
ij'«.*i  .  ligion 


Iigion  nicht  vefßattet,  .dars  fie  HiteiiGWttdb-  überlei» 
ben  ?  Die  Schlufsart  diefer  bey den  SchwAAeiler  'Ar 
alfo  nicht  gründlich )  die  Beweifer  des  OcgenthdUt! 
ßnd  iberzeugeuder.  :j.'  :   -.  v.; 

Platarch  Tagt  ausdrücklich  nach  Manatkon'eZeog^r 
nifs,  (welcher  als  Aegyptifcher  PHefterim  Stande^ 
ulFar ,  genau  von  diefen  Dingen  untctriditet  zn  teyjn'yi 
dab  man  zu  EUdthias  TyphomfcheMaa^Aen  {homf'* 
-mes  tiphoTÜeru  )  lebendig  rerbraante , .  und  dafi  man/ 
ihre  Ai'che  id  die  Luft  zerllreute.  Man  nahnte>  Zy* 
p}u>nifche  Men  Gehen  diejenigen  /  4«ren  Haare 'Jtotht 
waten,'  weil  die  Aegyptier  glaubten ^  dafs >  2y/f%ani. 
Haare  Ten  dieCei  Farbe  hatten     .        '•  .,»\  i:/ 

'  Eäne  andere  Stelle  Manethon'a^  deren- Inhalt  unif 
TonParphyr  erhallen  worden  id,  berichtet,  dabman^ 
auch  zu  HcliopoUs  Meufchen.  opferte :  man  opferte, 
täglich  drey,  nnd  diefs  dauerte- bis  zur  -  Regieroagi 
Amöfis*).  Diefer  Fürß  fchaffte  dieEe  Abfcheulichkeh^ 
ab,  indem  er  befahl,  dafs  man  liatt  der  dreyMm«)' 
Cchen,  drey  Figui^ti  in  Wachs  von  natürlicher  CrftÜsel 
Israiichen  foUte.  Vor  diefer  Verordnung' fucbten  die» 
Priefter  Torgfättig die  Unglücklichen;  weklie.dre  bejK 
den  Schlachtopfern  geforderten  Eigenfdi^fciii  hatteii'^''^ 
uüd  ^eJBu  lie  fie  gefunden  hatten«  folieMaöhneteili: 
fie  fie  mit  denfelhen' Feyerlichkeiten-r  Welche  «aatf 
bey  den  zum  opfern  beftimmten  Kälbern- beobach- 
tete. ..  :  .--»fi  .  '■  1 

Es  gibt  wenig  hißorifche  Fragen, -Wieiclie-cNirch 
fo  klare  und  nmltändUehe  Zeugnille^iitfGhiedeaL'f^»^ 

A'j'"  ■    ■  •■•   d*ri^ 

*3  Die  chronologifchdi^  T'feln  lMngtintfttfriin6y'sli)&i:ttL 
die  Aegiemog  di^fet  FÄrftea  35s«  l«bril^'>t^di}ä  Aiftfi^^ 
'    der  gemeioofl  Zeitreohnaof^. 


&  JÜTonart.  Cörre/p.  igou  $VLIVS. 

deö:    dierfe'Smlgniffe  find  iimiier  angeführt  worden/, 
yienn*' dieferrlSegeitftaiid  von    den  Gelehrten  tinter« 
fttditwiirdd,  und  fie  haben  &ß  isDmer  Überzeogang.  ^ 
bewirkt.  ^  Es  gibt  jedoch  einige,  welche  nocfakräf«. 
tiger  gegen  di^'Oderaegyptier  zengen,  nämlich  die* 
Jenigen »' welche  diela  Volk  (elbft  in  Stein  gegraben. 
hfitimsLU.  findet  fiift  in  allen  Teifaen  Dänkaälern  did 
Dttrßellang  von  Oebräadien »  wo  Menfchen  geopfert 
werden,      .  .;. 

-     Das  Gonälde  anf  der  weßlichen  Seite  einea  det; 
nknädnThüTiObjQmoles^   des  grofsen    Tempels    za 
JPMe  Hellt'  nricpr  adf  dem  Baoch  liegende  Mepfchen 
vor;    ihre  Hände  lind  auf  den  Rücken  und  mit  des: 
FüGieti  znlammecDgebandenp  welche  man  zu  diefem 
Zweck 'gegen  die* Nieren  gezogen  hat;  der  opfetnde* 
SriefierfiiBht: aufgerichtet  gegen  eine  fitzende  und  mit 
'49^  geiwöhnlichen  Attributen  der  Gottheit  gezierte. 
Beflbii.gekehi^t  und  hat  mit  einer  Lanze  diefe  vier^ 
Körper  duTchbohrt.      Geht  itian  in  den  Tempel,  fo,/ 
fiekt.man  anfeiner  Säule  einen  Unglücklichen,  wel« 
qhem-ein  Prtefier  eine  Lanze  in  den  Scheitel  fiöbt «. 
Vribtend  ein  anderejr  feinen  Körper  durchbohrt:  di#: 
l^den  Schürfricbter  find  eben  b  gekleidet,  und  tra- 
gen  diefelbe  Mitra».  wie  die  Priefier  in  den  A^gjpti- 
fehen  BasreliefB,  welche  Priefter  Gaben  der  Gottheit 
darbringen,      Mahac  befitzt  in   feinem  VonefeuüU 
Zeichnungen  diefer  beyden  Stücke. 

:  Zo  2ÜWft«ff  bemerkt  man  unter  den  Bildhauerar- 
heiten  des  Ichdnen  Thora,  vor  welche^  der  Baum*, 
jWtgder  fVidder  iavenue  des  beliers)  iß,  weichet  von 
CarnakndidiLuocor  führt,  einen  Opfernden  ,  delTen 
I0Ü  ein<ir  Keiil^  bewaffnete  Rechtj»  au%ehoben  ift, 

um 


lfm  etaeo:  MisnC^hett  b»  «rrcblagM  «>  wtlchw  nan  nKl 
Gmralt  vor  OfiriB  niici  Ifis  gebeugt  bav  Man  %Amei 
net  im  Schlacb^opfer  die  Kieidongipnd  deo^Bari»  Vrdk 
ifäü  4ia  in  den  Treffen  überw^ndeneo  Völker  ooter« 
Jckeidmirlo  wi^fie  au£ deif «K>rdUcbeo Seke  dea  grof 
fsen  Pkdlaftes  vvoigeßellt  worden.  :  Xnieinemraadenl 
GemildtfjBvird  einer  dierer  MenCchea-Yor  einer  ttiitev> 
XM  Mitra  gesierten  Schlange  geopfert,  Diere  be^diW 
Baareliefa  heiligei»  die  Anlopferuog  d^r  Gefangenen 
ab  Religionagebranck 

Auf  der  5filicben  Srtte  dea  Tempele  zn  Denderah 
werden  Tier  Scblacktopfer  dem  Ifia-nnd  Oiiris  geop^ 
ftrf.  Sie  li^en  anf  ,den  Knic^n  and  find  mit  Ketten 
beladen  :  iderOpfernde  ftöfat  dem  einen  eine  Pike  in 
den  Scheitel.  Noch  ein  Ccbrecklicherea  Scha^fpiet 
findet  man  aof  dem  einzeln  fiebenden  Thor,  weiches 
einem  andern  Denkmahl  angehört  s^n  haben  fcheiia» 
Zwey  .an  den  EUbcrgen  znfammengekettete  Menfchen 
liegen  vor  einem  Götaen  auf  denKnieea:  der 
Opfernde  hält  ^^  in  diefer  Lage »  indenv  er  leinen 
FuGi  auf  ihre  Beine  ßütu;  er  ftöfst  za  gleicher  Zeit 
eine  Fihe  in  den  Kopf  eines  diefer  beyden  Schlacht* 
Opfer.  £^in  Löwe  zwifchen  den  Beinen  des  Opferudeii 
ifi  bereit,  die  Schlachtopfer  zn  verfchliugen ;  feinRa* 
eben  hat  fchon  einen  diefer  Unglücklichen  am  Arm 
gefafst. 

'  DieCe  Scalptnren  nnd  viele  andere,  weldie  icH 
nicht  anführe  ,  beweifen  ,  dafs  man  nicht  blofa  zu 
EhiMas  nnd  HeliopoUs  Menfehenopfer  brachte,  und 
£e  widerlegen  die  Behauptung  des  Horus  ^  nach  wel- 
chem die  Aegjptiec  erft  nach  Einfuhfung  dea  Serafßis* 
Dien/les  unter  der  Regierung  jderP^/tfma^^r  Men* 

A4.  fchen 


8  MmaÜ.4kfrtSp.iSot  ffVLlVS.s 

fchenttir  Ehmder  Götter  zaerwIlTireti'tjbfiogwr  Di» 
Dmlunäler  dev  The^is  fifld  in  dllr  Tbat  weit  früher; 
ri«  dia  Nlederlaffong  der  Maeedonier  i&  Ajt^j)pl%tii  f 
"  ''  JäbloHski  hat  die  fleligion  der  Aeg^ptier  diidisreli 
sn  rechtfertigen  geglaubt,  dafs  tfr  behauptete;  dieCi 
GranGaukeiteti  xvären  gegen  den  Willen  der  AieAeir 
von  den  Königen,  welche  Hirten  v^aren  ,  tsingiAhfrt 
worden;  eaid  aber  atigenfchetBlioh,  dafa did  PHeAer% 
wenn  dem  fo'wäre^  nicht  geduldet  haben  würden  f^ 
dafs  man  diefe  Gewohnheit  heiligte,  indem  man  ihre 
Wirkangen  neben  den  geehrteßen  Yeligiöfeii'Hand* 
l«ngen  darßellte ,  nud  wenn  die  T3nrannie  der  Köni- 
ge, welche  Hirten  waren ,  fie  hierta  gexwofngen  ■faik'* 
te,  fo  wdrden  fie  nicht  ermangelt  haben,  bejm  Aof- 
h5i;en  diefer  Tyrann^j,  diete  Denkmäler  der  Schrve- 
Vey  ihrer  Corporation  und  der  Entheiligang  Hirer  Temt« 
pel  zu  zerfiören,  •         ^ 

Es  ift  alfo  durch  die  Denkmäler  bewiefen,  dala 
die  Keligion  der  Aegyptier  Menfchenopfer  verftattete. 
Da  keiner  der  mir  bekannten  Schriftßeller  ,  welche 
über  diefe  Frage  handelten ,  diefe  Gattung  von  Be- 
-weifen  betrachtet  haben ,  fo  habe  ich  glauben  muf- 
fen, dab  die  Reifenden  ,  unfere  Vorgänger,  fie  nicht  ^ 
-  beksTnnt  gemacht  haben;  diefs  hat  mich  Teranlafdt,  fie 
hier  aufzuzeichnen.  Ich  kehre  tu  den  Überbleibfeln 
von  Eleithias  zurück. 

Der  Ort,  wo  diefe  Stadt  vorhanden  war,  wird 
durch  einta  faß  viereckigen,  aus  rohen  Ziegelfiei- 
*iien  erbauten  Einichlufa  angedeutet.  '  Die  Mauern  ha« 
ben  II  bis  iz  Afe^^j  Dicke,  und  die  Seit^  des  Qua- 
drats  hat  ohngäföhr  800  Schritte :  isine  deifelben  ift 
dem  Nil  parallel «  welcher  an  diefer  Stelle  nach  Nor- 
den 


c ". :  •  V  Gbw*AegyptäL         W  9 

deo'Uttft«  faif^info  kleiQeii  i&läfweidiang  gi^($0tt*^W.^ 
flen.  Mm  iuit  nicht %vc  l)efurdittii ,  fict^.  zk  tänfcheoi 
weon-aaD  *diereiii'  Werk  einen  Cohr  frühes  Ucfpiaog 
beilegt«  fWiiftinAückficht  aoCMateriitiilii  ittidBaii* 
avt.  gante  ^n\aiiäeni  EinCchläbmaaeni  äh]dlich^>\wel^ 
che  oAeäbar  v<m  dtn  alten  Jegjptiem  erbaut  worden^ 
4iiki  «ineis  V^hof' aiff  ihre  faUäOe.  nnd  T#»pel  zu 
hildeb.i. .  Diefe  'Mioera  beßeben  noch^^zu  Ombos^ 
^anüuj  X.  Oäniak  )  ,  Medmet  Hhabou  .  (  AUdinoi 
ThahnyjwckiL  zu  Denderah%  Hat.  fchlierseirfichi.an  die 
Seiten  der  Haoptthore  an«  und  haben  eine  parallele 
Richtung  mit  den  grobo»  .MalTen  der.DenkmUer. 
DiefeUiüßände  beweifen^  dafs  dieEinfchlalemaueru 
und  die  Gebäud'e  nach  .einem  gemeinfchaftlidien  Plan 
und  von  den  reiben  Menfchen  erbaut  wo  jden  lind. 

InnWhalb  des  £in£6hluflea  in  der  nordölUlchen 
Ecke  bemerkt  man  einige  Brachfiücke' Granit »  auf 
welchen  weder  Hierogljphen  tloch  irgend  eif\e  ande- 
le Figur  exilHren ;  in  der  fiidwefilichenficke  befinden 
fich  Trümmerh  von  Töpferarbeiten  und  von  ans  Er* 
de  «rbüBten  Wohnungen;-  (iidlich  ^von-^dieüoii  IVftm» 
mern  todet  auin  die  Kninea  einea  AegypiiCchen  Teni* 
pels;  nahe  dab^  ift  ein  Becken,  wafaffcheinlich  he« 
fiimmt,  um  das  zum  Dif!vi&  desTempelainöthigeWar- 
Uft  zu  viirfchaffen..  In  feinem  g^enwirti^n  Zufian^ 
de  enthält  es  ziemlich  viel ,  aber  fehr  (alzigea  -  Wailer« 
In  deipifintfemong  vonritbia  i^  MinnteiD  Weges  ge; 
gen  Norden«  bey  dem  Berge,  Endet  fich  eine  kleine 
Kapelle»  welche ,^  Xo  wie  alle  Aegjptifche  Qebäude; 
mit  Hieroglyphen  nndrScnlpturen  der  religiöfen  Gor 
brauche  geziert  ift..  Derziembch  hohe  Berg  hat  ei^ 
ne  grofse  Menge  Qrotten,  .W6lche«aber  meÜleos  fehr 

A  }  weoigi 


ro  Monaa..€ofrefp^.igiit  j^VLIVS. 

Aig-'ifltmefEuite  Aotfa^niigeDfiiML  Ziv«y.dtarftlbeft 
find  aber  rekrmerkwdrdig^  nicbt  durch  ikre  Gr&bei 
denvia «diefer  Hückficht  kana  man  fie-  wedei^  WAt  de» 
nen  vtm  ShMn^  noch  mit  eimgetLvou  i^outibyttit^, 
l^fAchmh ; '  fie  erhalten .  ihr .  InterelFe.diurch  die^GealJllt 
de  9  weiche  ihre  Oberfläche  bediecken.».  und  welche 
faft  anafc^ebeod  hänsUche  Befchäftigaagea  pd«r  die 
Arbeiten  der  KdnBe  für  die  erflxm  BedOrfnifle  dar^ 
fiellen.  Dieler  Character  ift.dicren  Grettep  gan»  ei- 
gen: in  allen  andern,  welche  ich  befncht  habe,  ma« 
dien  religiöfe  oder  phantaftifche  Bilder  den  HanptgOt 
genfiand  ans«  Die  gewöhnlichen  Handlungen  des 
Lebena  kommen  dann  nur  beiläufig  vor  und  find  imit 
in  kleinen  Scenen  gemalt  und  getrennt  ron  allen » 
was  ihnen  analog  iß« 

Die  Grotten  ron  EleUhias  haben  den  Vovtheil,' 
der  Neugierde  eine  Folge  Ton  Gemälden  darzubieten: 
man  fleht  daJelbfi;  daa  Ver&hrea  beym  Ackern»  SäeQ% 
Erndten,  DreTchen  und  Sichten  (^vannagey^  eineErnd^ 
€e  von  Lein»  eine  Weinlere,  einen  Fifchfang,  Jagd 
anit  Netsen»  daa  Innere  dea  Ladens  eines  Kanfmanna; 
die  Manouoires  der  Schiffahrt,-  eine  JEinbalfamiTung » 
und  die  Gebräuche  der  Beerdigung; 
-  Die  Anaahl  der  Werkzeuge  dea  FeUbanea  ift  nicht 
beträchtlifii^  iea  flnd  ihrer  nur.  zwey,  nämlich- eine 
Hacke,  welche  man  mit  der  Hand  regiert, 'und  der 
Pflug.  Die  Hacke  belieht  aus  zwey  ungleich- grolsen 
Stücken,  welche  an  dem  einen  Ende  fo  vereinigt 
find,  daTs  fie  einen  fpitzen  Winkel  machen»  deflen 
k&rzefte  Seite  ala  Stiel  dient;  die  andere  ift  die  Spit- 
«•  ibec)  dea  Werkzengea,  und  dieilt  in  die  Erde  «n 
hauen.  '  Dami^  die  Erfchütternng  nicht  zu  fehr  die  ' 

Verei- 


Vereiiügiu^g  der  beyden  Theilo  der  Hacke  «ingT^UiB^ 
to  hat  ipan  fie  durch  ein  Qaerband  verßärkt »  wel- 
chae  bqrde  Theile  mit.eioaoder  vereinigt;  fo  dafa  ea 
io  diafefli  Zußande  nicht  übel  einem  A  gleicht,  deflen, 
»chte  Seite; verlängert  worden  wäre.  Piefe  Hacket 
war  daa  erfie  Werkieng  xnm  Bearbeiten  der  Erde:. 
die  Rel^op«  welche. ij(i  Ae^ypten  eben  fo  alt»  ala  das  . 
Ackern  zu  feyn  tcheint,  macl^  diefe  Hacke  zum  Synu 
bol^ea  Feldbaues.  Um  diefer  nützlichen  Kunft  Tei- 
se  Hochachtung  zu  bezeugen»  hat  man  die  Geßalt  die- 
fer Hacke  häufig  auf  Denkmäler  gegraben  und  fie  oft 
den  Aegyptifchen  Gottheiten  und  Statuen  in  die  Hän* 
de  gegeben. 

Kircher  fand  fie  fehr  häufig  auf  den  Obeliakea 
und  andern  Aegyptifchen  Denkmälern  zu  Rom «  und 
bildete  fich  ein,  dab  ea  das  Monogramm  von  Jgathos 
JDaemon  wäre Man  darf  fich  nicht  verwun- 
dern ,  dab  ein  Mann»  der  fich  dergleichen  Einbildnn* 
gen  erlaubte»  alles  errathen»  und  nichts  erkläi;t  hat. 

Der  Pflug  der  alten  Aegyptier  hatte  keine  Räder» 
und  er  hat  diets  mit  dem  Pfluge  der. neuen  Aegyptier 
gemein :  im  übrigen  nähert  er  fich  fehr  den  Fprmea 
des  FranzöC  Pfluges;  er  hat»  wie  diefer»  zwey  von 
einander  entfernte  und  rückwärts  gebogene  (flrquies) 
Hörner  (^cornes).  Man  kann  nicht  beurtheilen»  ob 
das  PBugeifen  wirklich  mit  Elifen  verfehen  war;  we- 
der die  Zeichnung  noch  die  Farbengebuiig  geben  hier  • 
über  etwas '  zu  erkennen.  Die  Ochfen  zogen  vermit* 
telft  ihrer  Hörner:  bisweilen  wurden  fie  von  derfel* 
ben  Perfon  getrieben»  welche  den  Pflug. hielt»  und 
deren  eine  Hand  hierzu  mit  einer  Peitfche  von  dop« 
pelten  Riemen  bewaffnet  war :  in  einem  andern  Ge« 

fpann 


ti  MonaÜ.  Carrrfp.  igöU    ^VLIVS. 

ip^ii  filsht  Vnao  aber  eifien  Jäbgen  MenrchtfnV  weK 
eher  allein  hiermit  beßhäFtigt  iß.  Es  gibt  noö^^i- 
i^n  Pflug»  welcber  einen  mittlem  Ztiftan^  des  Acker-' 
Baues  zwirchen  dem  von  Thieren  gesogeneÄ  Pfltige 
nnd  zwifch'en  der  Epoche,  wo  die  Hacke  allein  im 
Gebrauch  wai;,  xa  erkennen  gibt:  der  Pflug  ,  von 
welchem  ich  reden  will»  wird  von  4  paarweife  ange- 
fpannten  Merifchen  gezogen.* 

'Die  mit  dem  Säen  befchäftigten  Männer  nahmen 
das  Getreide  in  eine  Tafche  ,  welche  fie  mit  einer 
Hand  hielten ,  während  fie  mit  der  andern  das  Ge« 
treide  auswarfen.  Der  Maler  hat  mit  vieler  Sorg- 
falt d^.Korn  behandelt,  welches  aus  der  Hand  detf 
Säers  geht;  ich  habe  erkannt,  dafs  es  Gerde  iß:  es 
ift' folglich  lieber »  dafs  der  Bau  der  Gerße  feit  diefen 
frühen  Zelten  bey  den  Jegyptiem  vorhanden  war. 
Es  ift  wahrfcheinlich ,  dafs  m^n  de  zur  Nahrung  der 
Pferde  brauchte,  weilHerodot  uns  berichtet ,  dats  man 
fie  nicbt  zum  Brod  anwendete.  Ich  habe  mit  vieler 
Sorgfalt  Weitzen  (froment)  gefucht ,  aber  nirgends 
welchen  gefunden:  dies  flimmt  mit  den  hißorifchen 
Zen^niflen  überein  ,  welche  die  Einführung  diefes 
Getraides'im  Aegyptifchen  Feldbau  dem  erßen  Ftole- 
maeus  beylegen. 

Man  findet  in  den  Gemälden  des  Ackerns  nnd 
Säens  kein  unferer  Egge  ähnliches, Werkzeug:  man 
(iodet  eben  fo  wenig  die  Schweine,  welche  man  nach 
Herodpt  in  die  Felder  lobliers,  damit  fie  durch  dea 
Tritt  ihrer  Füfse  das  Getraide  in  die  Erde  eindrücken 
nnd  Co  die  Wirkung  des  Eggens  hervorbringen  möch- 
ten.    Übtigens  mnfs  man  billig  bemerken ,  dab  die 

Be(chrei- 


Bet<hr4kbvLtig9  wo  mtak  vQn  dietem  Gebrauch  lyncht» 
»ux  iie,  Gegenden  nti^0rhsi\h  MentpUs  htttiSK 

Der  Maler  hätte  in  einem  Laude ,  Vo.  aller  Feld> 
bao  auf  4enl^  BewäiT^cia dfit Felder  beruht ^  dleDar^ 
AcUaiTg  der.  zum  Heben  iles  Waifera  9Pg^wen4eten 
Mtttel  flicht .vergelTenXbtlen,:  man  findet; jedoch  nichte 
in  IViickficht  auf  djefen  6egeD(bnd:  ich  habe  in  kei* 
si^m  endern  Denkmab)  «l^vaa  geliehen  •  vora|]^  man 
mtothiaalaen'  könnte,  welche  Mittet  fie  hierzu ge» 
brauchten.  Dürfen  wir  hierana  fchliefaen  ,.  dafa^ef 
etne.£pacbe  gab ,  t^o  .die  Vollkommenheit  der  WaL 
Cerleitungen  den  Gebrauch  der  Marchioen «  der.  Thie^- 
re  oder  Menfcheu  zu  ihrer  Erhebung  er %arte?  In 
diefem  Fall  haben  die  Dinge  fich  fehr  gaäpdert :  denn 
felbft  zu  'Eleilhias  iftdsia  Ufer  des  Nils  von  F^Z/^äj' be- 
wohnt» welche  mit  diefer  Arbeit  befchä^tigt  find,  wel- 
ches vielleicht  dle.'mühramße  und  abßumpfendfie  ift^ 
zn  welcher  der  Menfch  v|;rdammt  werden  kann.. 

Die  Aegyptifchen  Schnitter  bedienten  fich  der  Si- 
cheln» welchen  unfere  Senfen  fehr  ähnlich  feyn  war« 
den,  wenn  man  ihnen  einen  fehr  kurzen  Stiel  gäbe; 
fie  verrichteten  ihre  Arbeit ,  ohne  fich  zh  bücken » 
indem  fie  fich  begnügten ,  die  Aehren  abznfchneiden » 
und  das  Stroh  itehei^  liefsen«  Weiber  und  Kinder  la* 
fen  die  Aehren  auf,  und  fammelten  fie  in  Tafchen. 

Am  Ende  des  Feides  fieht  mau  eine  Vorrichtung 
zum  Bereiten  des  Wallers»  welches  zum  Erfrifchen 
der  Schnitter  beßimmt  iß.  Diefs  WalTer  iß  in  Ki;ü- 
gen  enthalten,  die  a^f  Geßelle  von  vier  Füfsen  ge- 
fetzt und  denfenigen  ähnlich  find,  deren  man  fich 
noch  itzt  zu  demlelben  Zweck  in  Aegypten  bedient» 
Ein  Mann  bewegt  einen  Fücher  bey  ihnen;  durch 
,:  ..,  "  di^fe 


14  MofuUL  Correfp.  tSvV  ^VLIVS. 

dieie  beßändige'Erneiiehitie  der  Luft  berchfetaigt  er 
die  VerdänftÜDg  der  Feuchtigkeit ,  welche  die  Seiten 
des  Krugs  durchfchwitzea  hiTen,  und' vermelirt  fo 
^ie  abktihleode  Kraft  diefei^  GeföTse.  Dies  ift  ein  fehr 
gates  Mittel«  auf  welches  wir  noch  nicht  gefaUen 
lind,  ob  wir  fchon  die  Theorie  diefer  Abkühlangen 
v^abTrcheiniich  befler,  als  die  Aegyptier  kennen,  und 
eben  fo  viel  Gefchmack  als  Üe  für  kühle  Getränke  har. 
ben«  Der  Maler  hat  nns  über  die  Beßimmnng  die* 
fer  Vorrichtung  nicht  zweifelhaft  lauen  wollen  ;  er 
bat  einen  Schnitter,  welcher  trinkt,  vorgeftellt/  die* 
fer  Mann  hat  feine  Sichel  unter  den  Arm^  genommen 
und  bedient  ficb  feiner  Hände»  um  das  Gefäfs  dem 
Monde  zu  nähern. 

(^Der  Befchbifs  im  nächßcn  jEfe/itf.) 


U.  Gec 


II.  Geögr.  Oriiheftimm.  in  Bökm^n^  i^ 


Gefographifche  Ortebeftimmungen 
:  des 

Stiftes  Hohenftirt  und  Mühlhäufen, 
oder  der 

fiidlichen  Grenze  und   Gegend  Böhmeni 

von  Aloys    Davide 
|3.«g.  Kanonikoi  ^et  Stifts  Tepel,  eet. 

Kagt  ttiit  SIchriftexi  der  k.k.  {Normal- Schul «Bttch^ 
druckerey.  II  und  63  S.  in  4« 


Uer  VerF,  iß  dnrcli  mehrere  Schriften  als  ein  thiti* 
ger  und  gerchickter  Aflronom  bekannt.  (Vergl.  A* 
G.  E..B.  III  S.  59;).  Er  hat  fich  unlängbare  Verdien- 
ße  um  die  Geographie  von  Böhmen  erworben.  *  Die 
gegenwärtige  Abhandlung  enthält  die  Berichtigung 
der  füdlichen  Gränze  diefes  Königreichs ,  fo  dab  nun« 
mehr  die  Endpnilicte  deHelben  gegen  alle  Weltg^en- 
den  ficherbeßimmt  ßnd*  Wir  wünfchten,  dars  hier« 
mit  der  Verf.  nicht  Teine  Arbeit  befchlieben »  foudemi 
nunmehr»  nach  berichtigten  Gränzen  ,  recht  viele 
Puncte  im  Innern  von  Böhmen  aßronomifch  beßim- 
men  möge.  Auf  diele  Weife  hat  das  Publicum  Ho£F. 
nung,  dereinß  eine  gute  Karte  diefes  Reichs  zu  er- 
halten,  dehn  die  vorhandenen  bedürfen  fehr  erheb- 
liche Verbeflernngen.  Da  der  Can.  David  nicht  ge« 
wohnt  iß,  auf  halbem  Wege  ßehen  zu  bleiben,  fo 
rechnen  wir'.äiif  die'ErfÜUung^  unteres  Wunfehes« 

nn4 


l6  MMMÜ^Correfp.  ßpu 

und  reine  <7eC^€klicltk«it  und   Tfaätigkeit  erregen 
die  gröfsten  Erwartungen» 

Der  VerfalTer  reirele  in  der  Mitte  des  Julius 
1798  von  Prag  nach  Hohenfurr»  £r  führtO;  folgende 
Werkzeuge  bey  lieh:  i)  Einen  liebenzolligen  Had- 
lej'fchen  Spiegel -Sex  tauten,  ;)  eine  Pendeluhr  vojß 
MüHer'i'Y)  "ein  achromatifchea  Fernrohr  ,''  weichet 
ihm  V.  Schönau  geliehen*  hatte,  -4)  zwej  Reirebarome- 
ter,  |ifi4:  endlich  5)  den  der  königl.  BohmiTchen  Ge- 
fellfcbaftderWiff.  gehörigen  Chronometer  von  JEmeij. 
Da  diefer  bisher  ganz  unbenutzt  gebliebene  Chrono- 
meter zum  erßen  mahl  znaßronomifchen  Beßimmun* 
gen  gebraucht  worden,  fö  vermifsten  wfr  ungern  eh 
ne  Anzeige  feiner  Nummer,  inglöichen/ wo  derCelbe 
bisher  aufbewahrt  und  geprüft  worden.  Bey  Chrono, 
meternßijid  diefe  Umßäude  l^eineswegea  gleichgültige 
fie  dienen)  das  Vertrauen  auf  die  damit  gemachten  ße- 
ftimmungen  zu  erhöhen;  oder  zu  fchwächen.  Wir  wif- 
fen  aus  Erfahrung,  wie  grors  der  Einflufs  einer  immer 
gleichen  und  kundigen  Behandlung  diefer  Knnftwer- 
ke  iß,  und  wenn  wir  freymüthig  reden  foUeo ,  fo 
(ch,eint  der  Chronometer  ,  welchen  die  Gefellfchaft 
der  WilT.  dem  VerfalTer  anvertraute ,  vorhin  nicht  in ' 
guten  Händen  eewefen  zu  feyn.  Er  zeigt  folche  Un« 
gleichheiten  des  täglichen  Gangs,  wie  uns  noch  bey 
keinem  einzigen  regelmäfsig  abgeglichenen  JBmerj^Tchea 
Chronometer  vorgekommen  iß.  Der  Gang  lA  nie 
gleich,  und  es  zeigen  ßcU  Anomalien  zwifchen  dem 
17  Augufl  und  I  September  von  14,"^.  Am  ij  Att- 
guß  eiljte  nämlich  der  Chronometer  um  3^,'' 2  der  mite« 
lern  Zeil  vor«  und  vöm,i  a«f  den  ;  Sept.  verfpätete  er 
iich  um  ix,*c«     Man  braucht  nur  einen  flüchtigen 

BUck 


I{.   Gtogt.  Ortsieflimnuin  Böhmm.  %j 

Blick.  auF  den  in  dar  Abhandlang  angegebenen  Stapd 
des  CbronometerB  zu  werfen»  und  man  überzc^f 
lidi  leicbt»  d^b  lein  Gang  nie  gleich  blieb»  Tondem 
ji^h  ß^ta  verfinderte.  Der  Verf«  rcheiat.  es  lebhaff  ^7 
fi[iUt.  ^n  haben,  wie  wenig  er  Cch  anf  den  Chronc)p 
jaeter^yerlair^n  dürfe  ;  ea  läfst  fich  hieraus  zum  TheU 
dalien  Behandinng  erlüären  »  die  vfir  unter  andi^n^ 
Umßänden  umQpgjLich  billigen  könnten«  Dahin  rech» 
]|ien  wir«  djafs  der  Verf.  weder  vor  der  Abreife  voa 
Prag»,  noch  bey  der  Rückkunft  den  Chronometer au{ 
der  doyitigen  Sternwarte  prüfte  »  um  daraus  einen 
mittlem  .Gang  herzuleiten  ;  dafs  er  in  Kremsmünfler 
^e  ZeiH  holtet  ßatt  fie  mitzubringen  ^  und  dafs  er  über» 
ha.upt  den  Chrc(nomjeter  mit  einer  gewüTen  Angftllch«* 
l^eit  Jiandhabte»  die  ihm  eher  fchädlich  als  vortheil- 
haft^tpyn.mufste.  So%.  B.  war  nach  S.  54  der  Chro« 
DometjBr  gegen  Wärme  und  Kälte  i;iicht  unempfind* 
lieh »  oder  welches  einerley  ift »  feine  Compenratioa^ 
fcheipt  nicht  gehörig  in  Ordnung.  Nothwendig  mufs« 
te  es  alfo  den  gleichen  Gang  ßören»  urenn  der  Ver& 
nachS.  7  den  Chronometer  auf  der  Helfe  von  KremS'* 
münfter  nach  Linz  beftäudig  in  der  Hand  hielt«  und 
folglich  erwärmte.  Eben  fo  wenig  würden  wir  eineii 
Chronometer  durch  Botken  tragen  lalTen«  Wir  find  al« 
lerdings  der  Meinung«  dafs  man  Chronometer y^r^^ 
fällig  f  aber  keinesweges  anglich  behandeln  mülTe^" 
Alan  fehe  nur»  was  v^  Zach  (Af*  C  II  B«  S.  ;4'7)hier-t 
übet  lagt.  Chronometer»  die  gar  nichts  vertraget^ 
können  »  find  ganz  unbrauchbar«  Doch  man  fieht 
-wofa^  den  wahren  Bewegungsgrund »  der  den  Verf.  ItU 
tete»  und  es  wäre  deshalb  ungerecht»  ihm  einen  Vor«, 
wurf  an  machen;.  Tielmehr  mub  man  es  ihm  Dank 
Man,  Qarr.  IV.  B.  .180/,  B  WüTen 


i8  'J/Ionaä.  Carreff.  igoi.    gVlIVS; 

iHffen,  dah  er  ficU  auf  deo  Chronohieter  otcht  var^ 
lieTa;  fondero  ihn  fiets  durch  Vergleichong  mit  der 
Fesdel-Uhr  profte,  nird  gewbbülich  vor  tdkielr  AV^ 
tetfe  am  Mor^tfto,  und  ^eich  nach  der  Rückkuiift'aitf 
Xb'end.  Zu  bedanern  ift  es  aber ,  data  ein  fo  koMk- 
tes  Kanßwerk  nicht  einen  aaagebreite'tern  OebraaiJtt 
^ti^ährte/und  der  Verf.  To  fehr  gebunden  war. '  ifnjt 
getrauten  uns  mit  einem  Emery*[dlien  ChronometÜ 
jiach  ganz  andern  Grnndfätzen  zu  verfahren.  'DÖch^ 
wieder  zu  der  Abhandlung  zurück.  '  -  .'  : 

Gleich  nach  der  Ankunft  in  Hohenfurt  am  17  Jul' 
179S  ßellte  der  Verf.  die  Pendel «Ühr  auf,  und  prüf • 
te  fie  durth  correfpondirende  Sonnen  •  Höhen.  'Der 
Gang  der  Uhr  und  des  damit  verglichenen  Chröndni'il^ 
ters  find  nicht  angegeben ,  auch  feheu  wir  nicht  woh^ 
ein ,  wiß  und  warum  der  Verf.  erft  nach  S.  4  die  mAT« 
h  Sonnenüteit  fand»  und  daraus  die  mittlere  h^klel-' 
tete. 

Am  22  Julius  Abends  kam  der  VerfalTer  nach  Uns» 
'  konnte  aber  wegen  anhaltenden  Hegens  nicht  beob- 
achten. Et  reifete  daher  am  25  Julius  Nachmittagir 
mit  dem  Aßronom  Derfflinger  nach  KremsmünS^r. 
Die  am  249  25»  26»  27  Julius  angeftellten  Prüfon« 
gen  des  Chronometers  ergaben »  dafs  er  fich  täglich 
gegen  mittlere  Sonnenzeit  um  etwa  i  Secnnde  vef» 
fpäte,  und  hiermit  wurde  deflen  Verfpätong  für  Krems» 
münfter  am  28  Julius  gefchloITen  —  37»*s.  In  Lio£ 
fand  (ich  die  Verfpätung  aus  ttbereinßimmenden  <Son* 
nen- Höhen  =  i'  139*6;  das  gibt  Mittags  •  Unter- 
fchied  zwifchen  ■  iwiz  und  Kremsmün/Ier  —  36*  In 
Zeit,  u.  Länge  von  I-mt  zr  31*  $6'  30*;  oder  47'  46» 
in  Zeit  öOlich  von  Paris.    Sieben  Circum^erldanhÖ- 

heä 


n%  Giogr.  OFtsieflmm.  In  Aikmni.        .  ^9 

hengaben  die  Breite  Im  Mittel  48*  i^'.si'*  KepUr 
fetzt  fie  r;i:  48*  t6'.  TriesrtBcker  tnstilatet  verläDget^ 
ten  Seite  einet Crejecks  Aitt  Liefganig*tchen  Gradmef* 
foDg  =z  48*  18'  46'  und  det  Verf.  TchStire  üe  1793 
yermittelft  der  Breite  von  fVüUrmg  Mxkt  ^%*  19'  o'J. 
Am  29  Jftlfnt  kehrte  der  Verf.-  üach  Hohenfurt 
BBTÜck'),  uod  fand  die  Breite  diefes  Stifts  aus  Circem^ 
Meridiaa-  Höhen  im  Mittel  48*  37'  24'^. 
r'  '  Die  Lädgenbeftimmitng  gab  ihm  die  am  9  Aa<- 
fuft  wahrgenommene  Bedeckung  des  •  n  ▼om  Moti^ 
de.  Ans  Vergleichnng ,  mit  d^n  au  Dantig»  Leipaf]^ 
Qttd  Ofeti  aogeüellteii  BeobachmÄgM  ßndet  de^  Verf« 
im  Mittel  den  Mittags  ^UnterCdhied^wiCchen  HbkmK 
fart  und  /f%ii 'ans  den  Eintritteti  =i  8'  t5«'6,  atoe 
den  Aitttritten  =:  8'  I^''f.  Erzieht  die  letzte  B#i 
lUmittiliig  vor  9  nnd  es  iß  daher  Hohenfürt  von  Paris 
51Hidl  in  Zeitz:  4*;'  f  7*  oder  von  Ferro  31*  59'  15:% 
Die  üfälfer^fche  Karte  (etat  Hohenfutt  5'  25"  za  weil 
wefilich«  und  um  i*  zu  weit  nach  Süded; 

Aas  60  BJEitometer -Höhen  fand  d^r  Ver^«  tibhen^ 
fürt  nm  193  Parifer  oder  198«  3  Wiener  Klafter  hÖ' 
her,  als  die  V/ohnitng  des  Adjüficteu  der  StemVt^arte 
so  Prag.  Der  Ort,  wo  diefe  Beobachtnügen  ange» 
Seilt  worden,  war  13  Wiener-  Klafter  4  Schuh höhef 
als  die  WalTerflXche  det  irotbey  fliefsendeti  Moldaiu 
Daraus  folgt  das  6eßlUe  der  Moldau  ron  Hohenfati 
hie  Prag  zz  191  Wiener  Klafter  3  Schuh  ^  mithin  auf . 
(ikm  Meile  8  Klafter  4  Schtth^      - 

Am  7  Augoft  beohUchtete  dei'  Verf.  «a  Schiägi  im 
Robberg  ^  etwa  74  Klafter  von  der  Grande  Böhmene 
und  Ölbeichs,  nnd  fand  ans  10  Qr  cum -Meridian  Hö^ 
hu  die  Brake  =  48*  35 '  SS ^  Mittags.. UaiterCdiieA 

B  I  Hu 


mig  24  correrp.  Sonwuir Höhen  diii  Hohenfar t  =  3,  '64 
in  Zeit  ölUi€h;da|»#pift  die  Länget  VQDSe^i/^/  =:  32^ 
Ö'   10'  Od«r  48'  o»'6  in  Zeit  QOliek  imn  Pftris. 

Vergleicht  m^  die  Breite  Tön  Ilig^nan  dernprdL 
QräDte  von  B<)hmen  mit  Schki^l  an  .der.  Tüdl.,  fb  ift 
4ef  Bogen  am  ISfQitiel,  w^khelr  Böhmen  von  Nor« 
4en  gegen  Sü^en  eitircblie&t:  x:  0^1.^28'  46^  odei 
37  Deutfche  IVIeilen ,  23  Minuten«  •  .  ....  1 

*  Fünf.  Baronp^ter- Höhen  gaben  SchläglY^Sher  ala 
Eohenfurt  85  Wiener  Klafter.  ..  falic^  daher  28a 
Wiener  Klafter  höher  als  Frag.:    -  >  vr._  . 

Am  ( I  AugnA^  Ip^ftlmmte'  der  VmtL  Kapelbi  ^  und 
awrar  aius  9€ircuiD<>Meridianböben  die  Breite  im  Mit« 
U^  Z=:  46*  36'  x8%  den  Mittoge^Unterfchied  aber 
mit  Hohenfurt  ana  correrp.  Sonnen-^Höhen  1= '  19,^^ 
'  weßrich  in  Zeit.  Daher  ift  Länge  von  J^peU^  =r  3^1^ 
54'  22"  oder  47*  37,  "^  in  Zeit  öftUdit  von fBiriai 
Aua*  oerrefpodireipden,  zaHohenAmengeaelltenfia* 
rometer  -  Beobachtungen  folgt,  dab  JKapelln  191  Wie« 
ner  Klafter  höbet  als  HohenfuH^  mithin  389  Klafter 
höher  wie'  Prag  lieg|:.  \     -^ 

Am  IX  Augttft  Ab^ds  rßifete  der  Verf..  nach  Prix 
herg9  delTen  Bfelte  er  am  26  Septbr.  1793  durch  die 
Mittagshöhe  der  Sonne.  =  4g*  39'  58'',beaimmt  hat« 
*te.  Zwölf  correfp.  gftben  am  12  Aug.  den  Mittage«^ 
Unterfchied  von  Frihefg  mfit  Hohenfurt  ZZ  33' wefiL' 
kl  Zeit,  wQrao«  die  Länge  folgt  ZZ-  31*  51*  o'  odei^ 
47'  24"  in  Zeit  öftlich  von  Paria.  Ana  8  Gircum^IVIe^ 
xidian- Höben  fand  der  Verf.  am  ^3  Auguft  die  Brei- 
te von  Friherg  n  48*  39'  50*  nur  um  8"  kleinec 
wie  1793.  Das  Pfarügebäude  zu  Friherg  big  76  Wm^ 
aer  Klafter  höher  ida  dea  Verf.  Boobacbtungiplatzaii' 
.  Ho. 


Hobenfart^  9ä4  diriier  ix'  Klafur^Kb«?  dein  WalTer- 
A^i^el  der  Moldau  erb»beii]i.  ni4gibic.498  Oefäüe  der 
Moldßu  von  Fribefg^bis  ^Hobeiifart«  oder  etwa  in  ei^ 
ner  Weite  von.  3  StiimdaD  =  7S-ft)aCter.  • 
^j,- r|3ie :Bed0ckaQg.¥Pfi<P  H  a^;jf  Aognß  wurde 
nicht  beoba^ßhtet*  Dep  Eintritt  vereitekea  .Wolken » 
und  das  FemtitAr  .w4jr?  ziKr^?^<)Iiti;;den  Austritt  ge^ 
qau  zu  bemerkmi.  Def  Vter^  etbUckt^  den  Stec:^  eT& 
in  ziqutlicher  £mfeintt»g  vom  lichtfniMondsrapde.:. 

Am  23  Angjod  )re»M«  der  Verf.  Miach  Grazen^ 
Acht  Circum-JVIeridian- Höhen  gab^  in^  Mittel  di<B| 
Breite  48"*  47'  38'.  Der  Mittag«  r*Untexrcbi)6d  mit 
Hohenfurt  wurde  gehinden~  jV47*  in  Zelt  ötUlcb; 
fplglich  Länge  von:  Grazen  ^  311."  a6'  o";  oder  49'; 
44*  in  Zeit .  ößli^  yon  Paris.  Qleicbieitige ,  Tpwol 
in  Frag  als  Hohe^nfiirt  angeftellte  BaVooTeter-Beobach'i 
taogeii  ergeben,  dafa  Grazen  18$  *&^Fter:Jiöber.ala 
Trag^  hingegen.  13, 3  Wiener  RWte«  niedriger  licgi^ 
wie  ffohenfurd.  '  '  .  \ 

Am  24  mid%^  AHgoft -hielt  fich. der  Verf.  lüfBud' 
weU  auf;  die  Witterung  war  ihjn  aber  xungünßigii 
Durch  Interpolation  findet  er  die  Bc^itei  von  Budw^it 
n  48.*  59'  43'.  Im  Jahr  1793  hatte  er  (le.nm  ii*  klein 
ner  angegeben^  Allein  dabey  lag  die  um  lo*  zu  klein 
angenommene  Breite  von  HohenFu^t  zum  Grunde. 
VerbeiTert  man  Ce  damit,  fo  wird  fie  nur  um  i'  von 
der  obigen  Angabe  verfchieden.  Aus  Barometer-Hö- 
hen folgt  y  da(s  Budweis  100  Klafter  höher  wie  Prag  ^ 
und  98 1  Kl.  niedriger  wie  Hohenfurt^  und  83  |  nie* 
driger  wie  Grazen  liegt.  Die  Moldau  hat  Abfall  von 
Bad  weis  bia  Prag  100  Klafter  ,  von  Hohenfurt  bis 
Budweia  91  Klafter. 

ß    3  .  Be- 


Beßmmmm§^des.Stifu  MiMkäBifm. 

Der  Verf.  fi»d  in  Mittel  tot  ftoC-  tigfidkmCiiv 

emn-Mendianliöhaa'  folgende  Breite:  49^  27'  52»'6, 
Die  liäiige  folgerte  er  ao«  der  BededLimg  von  A  der 
Zwillinge  am  5  September  1Kn4  swar  ansVergleidliuig 
mit  der  zo  Wien  aageftdlten  Beobaditang.  Kegab^ 
den  Mittags -Ünterfclned  awifidMi  Wien  nnd  Mahl* 
fcaulen.r:  8'  8*  veftlicb  inZeit;  daker  iftLingevon 
Mühlhaufen  zz  ^z^  r'  45'  oder  48'  7,"  in  Zmtöftir 
Uch  von  Pari«.  Die  MälU?ltlb»  Karte  letzt  Mühlhan« 
fen  nm  4'  54*  zo  weit  nach  W^^n»  nnd  nm  2'  13* 
%a  weit  nach  Södeo. 

Am  9  Angoft  reifele  der  Verf.  nadi  Sechm.  Zwölf 
Circom^Meridlanhöhen  gaben  die  Breite,  im  Mittel 
49*  x8'  9*.  Der  Mittag« •UnterCchied  mit Mühlhan^ 
fen  wurde  gefunden  ^rr  25*  öfllidi,  daher  ift  Linge 
Ton  Bechbi  z:  32"*  8'  o'  oder  48'  32'  inZeit  ößHch 
▼on  Paria«  Ana  28 Barpmeter- Höhen  erhellet,  dafa 
fii^hüiaufen  127  Wiener  Klafter  höher  ab  Pr4^  li^ftt.' 
Wir  haben  mit  Vergnügen  TOn  des  VerE  Beftim* 
mnngen  eine  nmftSndliche  Nachricht  g^ben«  Wem 
foHte  aber  anch  nicht  des  Oan.  Damd  FlesGi  und  Gm* 
fbhicklichkmt  Frende  machen ,  zomahl  da  diefi^  E>f*B* 
fehlten  fparlamer  aazotreffen  lind^  wif  HMUH  ri^^ 
{eicht  T^rmothet. 


IQ.  Auih 


.     ....    ..:   uf, .  ■.,.:..•:  .   --.u;.. 

.      ...'.■»      ..'i'  ■  .:"      »•.«  4;-.>.  -*''>      ■•       »t"    ...^    l 

einem  aftronoiiiffchen   Tagebuche/ 

auf  «iner  Reife    . ..,  / 

aacK  Celle,  Bremen  und  JUiientiial    '      ^ 
im  September  xgoo^  ' 


(Fortfetz,  und  Berchlufs  za  S.  591  des  lü  B.). 


Auf   tteiner   Riickrf ife   von  Breineo    wurde    ickf 
sitht   Iboderlich   TOn  fcbÖDeni   Wetter  begünßiget» 
Dodi  aU  ich  den  29  September  um  die  Mittagsftandii 
in  Sondershaufen  anlangte»  und  die  Sonne  fichbli^keiir 
liebr  wurde  ich  begierig  zu  erfahren,  welche  vern 
fcbi^denePolhöhe  ich  für  diefe  Stadt  mit  gan«  and^ixi: 
Inftrumenten  und  mit  meinem  9  zoUigen  Traugi^qii' 
fcheo  Sextanten  finden  würde,  nachdem  ifh  fielchon 
Tor  Heben  Jahren  mit  kleinern  9  7  und  5  zoUigen  Sex- 
tanten von  Dollond  beobachtet  hatte,   wie  man  aus 
dem  I  Suppl.  Bande  zu  den  Borlioer  aftr.  Jahrbüchern 
(Berlin  nnd  Gotha  1793  S.  ^esiO.erfehen  kann.    In» 
J.  i-jgi  war  mein  Beobachtongsplatz  in  einem  Gafiho- 
fe  auf  dem  Schlofsplatz ,  zum  Schwan  genannt.    An 
demfelben  Orte  wünfchte  ich  auch  diesmahl  meine  Be* 
obachtungen  ^nfiellen  zn  können ;  allein  der  Gaflhof 
wikv  nicht  mehrt  und  in  demjenigen,  in  welchem  ich. 

B  4  un- 


unweit  davon  abgetreten  war«  wair  dnrcbans  k'rine 
Ausficfat  nach  Süden  zu  erhalten«  Man  geräth  in  un- 
bekannten Orten  nicht  Telten  in  grorse  Verlegenheit 
vegen  einet  fchickli^hen  Beobacbtangsorts ,  wo  man 
ungeßört,  nnd  ohne  Auffehen  zu  erregen«  beobach' 
ten^  kann«  ^^  Auf  Dö^f^rn  find  meift  die  abgelegenen 
hnA  einTamen  Kirchhöfe»  in  Städten  die  Thürmemein  ' 
letzter  Zoflucbteort.  Dies  ward  auch'diesmahlin  Son- 
dershaufen  mein  "Fall »  nnd  ich  beftie^  mit  meinen ,  be- 
quem fortzubringenden  Inftramenten  den  Thsrm  der 
Hauptkirche  St.  Trinitatis »  wo  ich  in  einem  der  Schall- 
löcher nach  Süden  meinen  künßlichen  Horizont  auf  der 
Hauptmaapr  fehr  feß  s^ufßellen ,  und  meine  Beobach- 
tungen fehr  gemächlich  und  unbemerkt  machen  konn* 
'  te:  ein  Vortheil,  den  ich  mit  andern  aßronomifchep 
Werkzeugen ,  als  einem  Spiegel  -  Sextanten  »  hätte 
•ntbehreoy  ja  die  ganze  Beobachtung  felbft 'aufgeben 
inüflen,  da  keine  Zeit  zu  verlieren  war »  und  der  Mit- 
tag herannahete.  Auf  diefer  hohen  Sutibn  beobach* 
tete  ich  zwölf  Gircuni  •  Meridianhöhen  der  Sonne  ; 
auf  diefelbe  Art»  wie  alle  vorige  berechnet»  kamen 
lür  die  Polhöhe  von  Sandershaufen  folgende  Refnltate: 

?o,  3 
«9»  5 

?7»  9 
21»  X 
Z2f   8 

Zlf  8 

25»  4 
zSf  5 

23»  9 
28.  8 

30'  7 

Mittel     51*  22'  a6.  ?  .  Im 


IHfteyi793liattiicKää*^  -'     *    '^ 

"*•     ltehetö8-^Gircam.*MeTidfen«*H5-^     -^ '     ' 

' ^1    Ireki  gefodden  :    . ^51*  ri*- jl* 

die  Rlitttga -* Höhe  feÄft  gab   - .    .    .    .    5 r ^it'  zi^ 

am  fil^döur  ;t'äge  den  i^iäty  erhielt^*'  ■  '*'■  *    •    ' 
icb  flni  8  Höhen  nahe  am  Mittag        ^i '  zt    37^ 
aäii^CT  Mi^fdianhöhe     .    ,-.    •    .    .    ^i'H   -4?* 
das  MiÄerarat  51*   zV   ii\    Nur  7»  '^  '   •    ^ 

▼OH    itiefaier  dermafiUgen  Beßim* 
miitog  Verrchieden«  'Man  kann  da»       -    •  ^        ' 
bet  init  isiemticher  Zuverläfligkeic  ' 

fnr   iie  Bteite  Vbib'  Sonde^shaufen  * 

fetzen:  './.    .......    51*  2/'  jb» 

Es  mnCs  in  der  That  die  gröfete  Be Wanderung  er* 
regen,  wenn  inan  erwäget^  wie  mit  fo  kleinen  Werk« 
zeugen  Pblhöhen  bis  auF 'wenige  einzelne  Secunden 
genau.beftijiimt  werden  können. ' 

.  Bey  dii^fer  Gelegenheit  wollen  wir  die  BeobacUter 
mit  HadleyTchen  Sextanten  mit  einem  kleinen  Vor* 
theil  bekanntmachen»  delTen  ße  iich  bey  Berechnung 
der  Circam*Meridianhöhen  der  Sonne  mit  Bequemlich- 
keit bedienen ,  nnd  wodurch  fie  viele  2^it  erfpahren 
können.  Rechnet  man,  wie  gewöhnlich  gefchieht, 
die  Höhen  •  Veränderung  für  jede  einzelne  Beobacb* 
tung,  Co  wird  Tchon  mehr  Arbeit  dazu  erfordert,  wel* 
che  abgekürzt  werden  kann,  wenn  man  diefe  Höhen- 
Veränderung  im  Mittel  berechnet.^  Man  darf  zu  diefem 
Ende  nur  das  Quadrat  des  Stunden- Winkels,  z.B.  aus 
Bohnenberger's  VI  TziA  (^  Anleit.  zur  geogr.  OrtS'Be* 
ßimmung.  Götting.  j'jgs  S^  5^3)  für  jede  einzelne 
Beobachtung  ausfchreibeo,  aus  allen  das  Mittel  neh» 

B  5  men, 


fi6  JUcmaa.  Cornfp.  ziou  ^V14VS. 

mea,  uod  für  eueres  die  Höbeii-Veränderiiiigtll^ 
berecbnen,  wird  dieCo  hinwieder  ao  das  MiU^aUec 
Circa^-Meridianhöhen  angebracht,  fo.  folgt  hifraas 
^e  mittlere  Meridianhoho  der  Sonne.  Eipe  ,lvirkU- 
che  Anwendung  auf  unfere  SondershäafiCcheii.^B^ea^-l 
taugen,  wird  dies  Ver&hren  ins  deutlichße  licht  fet- 
cep.  Wir  fetzen  die  urfprünglichen  Beol;^chtiu^gfm» 
fowol  der  Zeit  an  dem  Chronometer,  als  iii^Gh  der 
doppelten  Höhen  des  untern  SonnenrandlM»,i;fi«  fie 
von  dem  Sextanten  abgelefen  worden >  hierher^  not 
bemerken  wir  noch,  dals  dei;  wahre  Ml^^UI^Soa« 
dershaufen  war»  als  der  Chronometer  23 U  55:';  ^30' 
seigte«    Der  Ck>llimations«  Fehler  des  Sea(taoten  war 

Sondershaußn»  Montags  den  zpSept,  iSöit 


Abfttnd 

Quadrat 

Doppalts 

^eitdef 

▼om  Mitug 

des  Smn* 

Hehedes 

<^hronoina- 

oder  Stan- 

a^wu. 

oBCvrii  Son« 

ters 

a«iwinkel 

neii*IUiid«a 

23Ü39'  o* 

-  16'  3Q* 

272,25 

71*  48*  xo" 

^ 

41    0 

-  14    30 

210,25 

51     10 

43    0 

—  13    30 

156.25 

53    35 

46    0 

—    P    30 

5K>,25; 

56    5Q 

48  10 

—   7    20 

54  »02 

58  '2»o 

50    0 

-^    5    3Q 

30,25 

59    5$ 

54    0 

-     I     SO 

2,25 

72      X     10 

56    0 

-h     0     30 

•  0,25 

I     10 

57    0 

-H     I     30 

2,25 

0    55 

58    0 

-H    :>    30 

6,25 

0    50 

59    0 

H-    3    30 

12,25 

0    20 

000 

-t-    4    30 

20.25 

7'     59    5Q 

)üt(el 

l?3Ü$o'5V5 

-    4  34.2 

71. 4Q 

71    57    H 

Nhu 


NoD  ift.  cnir  BcfrechQiiBgrder  HöhtQ« VerSiideriiii|| 
DMtik  ttoftmnheieger  tu  «.O.  S.502 

Lt>g.Co^^  «ter  Breite      =:  51*  aa'  3^  =i  y,  ?9S33Si 
I«og.Col|ii..AttyriP^cli.0  r±   s   m   45   =r  9,999^185 

IA>S,  SW;rccim|il.  ar.    .    .   53   4«   34  =  A  0931789 
Bei^lldii(er  Loguritb»  ...'••   o,  2930x99 

o,  X8I1S54 
Log,  7140  Mittel,  «US  obigen  Qnndraten 

I      4es  SttiDdepwiniiels   •   •   .    .    .     x,  853698s 

'IT ■ 

L0g.derH5|ieii.AeiideroDg   .    ,    .    •   ==3,  0349530= i«8»"'38m' 48,*4 
i>M  Mittel  aller  Circum^Meridianböhen  war  oben 

f  cfundcn  ,,,,.., .   •  •  ♦  71^  57'  44*  - 

CoUlmatioiis-^hler  .....      -^43 

Verbefferttiopii^lte  Höhe  .    .    •   ?i   53,  41 
HUlfte     ....    ,    ,    ,   ,   .    ,.35  W  50,$ 

Strahlenbrechung ,      — >  1    18,  a 

Parallaxe    .,;,.,,-»;      .f-        6,9 
HalbmeSer  der  Sonne    •   .    ,    .      ^16     f,'i 

Wfibre  Sonnenhöhe  des  Mittelpm^ts        |6   11   41,  3 
-    '  Höhen •Aendernh^    '.    •'  •    .   ,    '-f.  i   49,4 

.-•;...         ■    -1  ■!  'i'i  ■       ".   '» 
"    wahre  Höhe  des  Mittelp.  für  obige  Momente  36  13   29,7 
Siuniobt  Abwefch.  der^fttir'jfeMbt  Seit  z:   1   14'    4,«    ' 

ci — 

*         Aequatöri-Höh^    •    <    •    t   •    •    38   37   33*  9 
Polhöbe     ..•••'...«  !^i'la  iri,  t 

fo  wie  dhsD  ans  dem  Mittel  der  cinteliien  Boreclw 
paugen  gefunden  worden. 

Zum  BefchluOi  unferee  Tagebachs  wollen  wir 
i|n(ere  Le^sr  mit  einer  noch  bequemem  und  kurzem 
ReductioM  -  Methode  der  Gircum  -.Meridianböhe» 
auf  die  wahre  MittagshlUie  bduuint  maeheii«  Sie  ift 
von  IDe  Ldmbre .  und  man  findet  fie  nmfiü^dlicli 
und  allgemein  für  alle  Fälle;  die  9uth  htj  Stern-Hö- 
)iep  Sttitt  finden  kSnnen»  io  CaineifEi  Werke;  Metho^ 

dex 


ridien.  Paris  Jn  ^^//S.  j^y'^iAwickelt:  Wirfttetäi 
ken  uns  hier  l>loCi  anf  ihren  <jebraach  htf.  Spiegel« 
Sexunteo ,  das  ift  bejr  Sdonen  •  Höhen  eio;  Ditfiblbefi 
BezeicbnaDgea  wie  in.  Bqhnenberger's  JnUku*zur\gßOK 
graph.  Ortsheßinnnung  S/ 2 2 4, 501  wollen  wfr  beybe- 
halten;  die  Polhöhe  =(p»  die  nördliche  oderfüdliche 
Abweichung  der  Sonne  rr  =!=  B »  and  den  Standen- 
Winkel  =  n  fetzen.  So  iß  nach  De  Lambre  die  Hö- 
hen •  Veränderung  fehr  nähe  um  den  Mittag  herum: 

Da9  diritte  Glied  dlefer  Gleichang  iß  anf  jeden 
Fall  üafaerft  nn)>edeutend^  das  zwejte Glied,  welches 
übrigens  leicht  zu  erhaltai^iß,  wenn  das  erfte.einmahl 
gerechnet  ift,  kann  ns^ii  gleichfalls  bey  der  Sonne 
▼ernachläfilgen» ,  wenn  man  die  Höhen  nicht  allzu- 
weit ^pmj. Mittage  nimmt«  Mm  k.ann  Heb  daher  im- 
mer mit  dem  erßen  GÜede    - 

(2  Sin  ^  §  p.  Cor  S  Cof  0\ 
""SäT^^f^Sini*     J 
begnügen ,    oder  wenn  man  Tafeln  mit  Sin,  Verf. , 
m.  B.  die  Skerwiiitchm ,  ßutton'tchen ,  oder  Mendo- 
Zd^fchen  Tafdn  zur  Hand  hat  9    fo  kann  man  noch 
Tiel  bequemer  fchreiben; 

A  .   _  .SinVorCn 


CTs»g h  $:  Ts0g(^  )  Sin  1* 

Um 


:  <.UiiBi^dicrgra(MAMilb^  Heduiildf  I  biql^ 

der  De  Z^Hq^l&Ii0»^otiiifl  recht  ßchtbtii;  BOijsei§^  * 
wollen   wir  hfenMch  df^e^he  Bejfpiel,  das  Bohnei> 
berger  in  feiner  AnUU4  zyr.,§eograpH.  Örhsheßimmung 
S.502  anfi|J^f|:,yl^e^bxi(Ui>.ipik4be74i&iVech&9figßarten 
gegen  einander  ßeHen«     }  .*.i  "  „*i~ 

E«rev$z;5i*i3«'  ISii^*  aö'  fqdVii=:£;  23': 
fodehet  di^  Rechnung  nachdcir  gewöhnlicheii  For- 
me, /^I»9634^?Caf»CofA  ^  ^Iß^..  ^:::  isii  «.M 
V       ,Sin  (^^S>    ,J^        -  ..  A  f. 

P=^t*3ä'    LoRCof  =  9»79383i7 

^v=^x«^^    4*^C^|  =  9*99^77        i.       .     i.        •        ..IT 
$ —  B  =  40  '  12C.  LogSin  =  0,i90X3M 

.,*        ,raijda^Coüft  =  0,4930199  '•     '7 


»       •   .    ^  -•-■  "  o;aÄ4a[i5=i;**5HtJhcn.VcTiftk'lfirÄ1te' 

Da8<^hadrät  von  n  Sft  !=:  28*9^  daher Hdheh«yer? 
inäetÄn^.=*ön  5'  23*'  Voi»-  oäet  mäihÜtig'^^ 
Mittagshöhe  i ,  *  855  X  28,96  ZT  si^ l^f^^^^^^^^i^i 
Lamhre^s  Formel    wird  die  Aechnang  auf  folgend« 
Art  geführt : 

Tang  <J>  =  1, 25»J?4? 
Tang  ^  =:  o,  2004248 


Log  Sin  1^^  =  4»  685;749 
4.  7101Ö33 
LogSinVerf  n  =  6.  4406748 

Log  A  »1  =  >.  7305*15  =  53. "7*5  diefelbe  Hö. 
hen*  Veränderung  wie  oben.      Diefe  Hechnung  kann 
noch    m^hr   abgekürzt    werden»    wenn    man    eine 
allgemeine  Tafel  berechnet  ,  deren  Argument 
(Tang  5  rp  i'ang  (p )  wäre. 

Bey  Berechnung  diefer  Höhen  -  Veränderungen 
bleibt  öfters  eine  kleine  Ungewifsheit  in  der  Breite, 
in  der  Abweichung  oder  im  Stunden winkel  übrig; 
diele  haben  bald  einen  gröfderui  bald  einen  kleinern 

-       .   Ein« 


so  Monad.  Coprkfp.tg^i.  $VUVS.    . 

EinOai^  Mf  die  flöhea  BiH^aitemii^.     Li^  dMdn  n 
-  be&iiiimen »  haben  wir  «ib  obiger  Gleichttfig' 

•      a  A  ^«  _  a^B  1  ü  06t' i  «.  C6f  s  cof  ^    ^ 

Tn^  —  Sin  C^=P«0'  "      • 

SuLfin  Cot  l«t:6(5Cor9         *   .    ^ 

Man  hat  alTo  aUgemein.ßlr  alle  Fälle: 

dAh  =  dn9tnAh  Ck>tg.  f  n. 

Man  kann  demnach  diefe  \  Fehlet  ▼enriodem 
wenn  man  Vor-  und  Nachmittag  eine  gle&die  Anzahl 
yp9i^  BilUtag  gleich  weit  entfernte  Hohen  nimmt,  denn 
nach  den^  Mittag  ändert  Cotg  |  n  das  Zeicliep«;a|id 
folglich ^auch  d  A  h»  daher  heben  lieh  daaCi^Fohlei 
gana  nnä  gar  aa£ 


lY.  Nach- 


'Iv.  NadaritfAin  mii  UngarfL^  31 


■  iffriir     i  — ib— tu 


■':■    IV.     ;  :  ^   \^  • 

•      •' Nachrichten  aus  üngarnv    •         ' 
Aas  einem  Schreiben  des  Prof.  Ludw.  v.  Schedms. 


Te/i,  den  $  Jpril  tQos^ 

•  •  »  .Oer  Sextant,  der  kÜnft1iciie=Hoficont  li.  C  w; 
alles  lAtk^tig^  liiid  ^d^h^kaheo  angekdiüiiieii''.  •  .  l 
BtiTonj0f:v:'PodrnAni»tkf^'4trtö  liereitwllllg  nocl 
edelmüthig  den  Betrag  für  dlef^  InftrameiiteTogleich* 
erlegt  hat,  freut  fich'tnltnüaufigemeid  darüber»  ei* 
MtA  tö  wefcfiitUchen  Dieoft  fbwol  der  von  Sr.  Maj. 
dem  Kaifer  und  von  nnfeTm  Ercherzog  Palatin  Co 
weite  begünftigten  geographirch-aftronomifchen  Un* 
temebmuDg«  als  auch  dem  Lande  und  den  WUTen« 
Cchaften  felbfty  dadurch  geleißet  in  haben.  Bagdad 
nieh  hat  nun  gleich  init  dem  Sextauten  obferTirt»  nitt 
fich  Geläufigkeit  in  der  Behandlung  deffelben  tu  er* 
werben.  Qegen  das  Ende  des  Monats  März  folite  er  - 
fchon  in  FeUrwardein  Csyn/  Aber  leider  1  ßnd  wir 
wieder  fa  unglücklich,  dafs  er  krank  wurde,  und 
noch  Immer  das  Zimmer,  und  meill  auch  das  Bett« 
hüten  murs.  Von  einer  Seite  iftes  mir  nun  lieb,  dafs 
Bogdanich  auf  den  Sextanten  hier  warten  mufste» 
weil  er  fonft  auf  dem  Wege  erkrankt  1  und  ohne  ge* 
hörige  Hülfe  fehr  übel  daran  gewefen  wäre.  Noch 
wiiTen  wir  nicht,  wenn  es  feine  Gefundheit  erlauben 
wird,  von  hier  abzureifen.  ' 


J2  MonaÜ.  Correjjfi.  ifoh^^VLiy:^. 

.JUßU TaMuin'Ohtooomcter»  deOen  lüi^uuaMbb*) 
erwähote,  haben  wir  der  Güte  des  Grafen  Szechhryi 
za  verdanken ,  welcher  ibQ  iTelbft  in  Ep^Iand  gekauft 
hat.  Er  ift  wirklich  voh  t>mery^  hält  nach  den  ge« 
naueftqn  B^pbachtüAgep,  ^  (Ue  Bo^i^^u^K  fchon  feit 
mehrern  Monaten  damit  angeftellt  hat ,  auch  jet^t 
nodh  Völlköitimen  Probö ,  and  ierfiillt  alle  die  Förde- 
rungen ,  die  Sie  im  Decemberßück  x^oo  Ihrer  M,  C. 
für  d^  beßeA  Chronometer  aufgehellt  haben.  Der 
für  die  Bef Order  Kng  der  WifTenfchaften  in  an  Ter  m, 
Vaterli^n^AcfBhr  eifrig  ^tige  Gr^f  SzSehinyi  \uX  die*. 
Ten  .Chranomeier 9  aufdae  fünprort.^es  Barop  Jlafepk 
fodmanit^ky^^  tax  die  fl^Qaeiii.  Reife  .aiifree  BQg4a^. 
jwcÄ ge£äUigft bergeliriien«  '  -i 

Vpn  dem  hiefig^n  Uhnnachei:  nnd.geGokiolifäi 
Künfiler  Seiffiier  «  deflen  Pendeluhr  BogäoHich  Bmi 
feiner  vorigen  Kerb  fo  gut  benutzen  konnte  ^*.1^  lub* 
bpn  wir  diefer  Tage  w^ieder  ein  fchönea  W#rk  ev 
halten;'  J&s  ift  «ine  Uhr»  die  nach  feiner  Srfiadimg 
mit  eiver.^lectrifcbep  i^mpft  fa  in  Vetbiadan^>fei 
lß!i^t^i&'^„rdsih  um  die  Muiotet  auf  welche  man  dea 
W^(^T  fteUl»  ein  Licht  angezilndet  wird»  jedo&  Ibgi 
cUG»  noran  auch  außerdem  zu  jeder  Zeit  nur  durdi.ei? 
i^en  getingen  Dtnck  an  einem  Knöpfcb«!»  iieh  glekki 
Licht  anzünden  kann.  .  Schon  vor  zwey  lahren.liAt 
er  diefe  Verbindung  einer  electrifchen  Lam^  min. 
einer  Uhr  zu  Stande  gebracht.  Nun  ^ber.wnrdei 
neuerdinga  eine  folche  b^  ihm  ans  England  befielltp^ 
und  der  Künfiler  hat  diefe  zweyte  zu  einer  folcheor 

YoU. 

♦)  M.ClmjL  8.309.    V.  z. 

* »3  A.G.E.  ma.  s. HO.  p.  z. 


IV.  Nachrichtfn  ßus  Ungarn.  .  .  33. 

Vollkomnienbeit  febracht/  daü  fie  gewib  ihm  itiid 
feinem  Vaterlande  £lhre  machen  wird.  Alle  ßefiandr 
theile  des  ganzen  Werkes,  bis  auf  die^Suhlfedern^ 
und  Inländifch.  Das  Käftchen ,  worin  das  Uhrwerk 
fiehet,  ift  von  ichönem Ungarifchen  TkeifrhohXVi^ 
Tuzafa)  welches  das  Mahagoniholz  an  Keinbeii  da; 
Farbe «  Dichtigkeit  und  Politur  bey  weiten  übet*, 
trifft*).  I 

Das  für  die  Geographie  von  ITiigarn  gewifs  wich« 
tige  Werk  dea  Prof.  Vülyi^  wovon  ich  fchon  in  ei^ 
nem  nieioer Briefe **)£r wähnung  gemacht  habe»  ift 
nun  erfchienen.  Es  i&  in  Ungarifcher  Sprache  gdt 
fchrieben ,  and  führt  den  Titel :  Magyar  Orszdgnak 
U4rdfa.  f  )  Dr ey-  Bände  mit  einer  Karte  von  Ungarri«  < 
Der  VerCL  ift  ProftHor  der  Ungarifchen  Sprache  und 
Litteratnr  afn  d^r  hiefigen  k.  Univerfität,  und  vof4 
züglich  dadurch  «or  Ausarbeitung  diefes  Werks  .b^t 
wogen  worden»  wie  erfelbft  in  der  Vorrede  geQehti 
W^  in  einem  Journale«   welches  unter   dem  Titel 

OrpheUi 

.  ^  Ift  eine  mir»  imd  alleu  NaturforCchern  und  BoUniktriii, 
die  ich  hierum  befragt ,  wenigfient  unter  diefer  Benennung 
gans  unbekannte  Holzart.  Sollte  ei  etw«fo(&let  Flu fabou 
.  leyn»  fo  wiö  man  s.  B.  fchwarseü  Eichebholt  in  der  £ib# 
findet  und  ausgrabt  ?  Merkwürdig  und-  von  Bebng  fÜSl 
Knnft  und  Handlang  könnte  diiea  Hols  ällerdinKt  %ia# 
•  wenn  es  die  oben  gerühmten  'vorsflglichen  Etgeafoluftta 
befint;      loh  htba  o^einen  Verehrnng^würdigen  CorceSf: 

'  pondedten  nm  eine  nähere  BeCcbreibnng«  «uoh  anf.fu^ 
Stück  diefes  Hobes  bereits  gebeten*    v.  Z« 

**)^.  G.  £.  niB.S.  109.    v.Z.  .     ^^ 

f  }  Das  ift :  Berchreibung  des  Königreiche  Üngarttt    v,  Z. 

Mok.  Cort.  IV.  B.  tdou  C 


36  MonaU.  Correfp.  igot.  ^VLIVS. 

Einen  andern  Beytrag  zur  Berichtigung  der  alten 
'^ographie  werden  wir  bald  von  Conftantinopel  ads 
erti^lteh.  v.  Hammer^  ein  junger  Mann  von  vielen 
Talenten  und  KenntnilTen ,  der  in  der  k.  k,  Academie 
,  cfer 'orien\äl.  Sprachen  in  Wien  erzogen  ,  nun  in  Con* 
&,ntinopel  bey  unterer  GefandTchaft  angefiellt  ift, 
ibält  lieh  feit  einiger  Zeit,  wegen  beßimmter  AuftrS- 
ge,  in  Smyriia  bey  utaferm  dafigeu  Conful  auF/vok 
woher  er  Gelegenheit  hat^  Excttrlionen  nach  denOia- 
genden  von  Troja  zu  machen ,  wo  er  die  Ebeäe  von  ' 
Troja  nach  den  Angaben  Homer's  und  Strabo's  aüE* 
zufuchen  »  und  die  Refultate  feiner  Unternehmungeu 
mit  Lechevalier^B  f  Akerhlad^B^  Hmvkins^sn.su  Behanp* 
'langen  zu  vergleichen ,  fich  beidühen  wird.  Wenn 
ich  nach  dem  Cbaracter  und  den  Kenntniflen  des  jun- 
gen Mannes »  delTen  Bekannttchaft  ich  zu  machen  Ge- 
legenheit hatte,  im  voraus  urthellen  darf ,  fo  glaube 
ich  9  dafs  feitie  Bemühungen  auch  für  den  Recenfen- 
ten  in  den  Götting.  gel.  Akz.^  der  bey  Gelegenheit 
der  Anieige  von  der  iL^Tzz'fchen  Über (etz.  der  Leekc" 
valier*tchen  Schrift  denWunfch  ätr&erte»  diefe  Unter« 
futhungen  über  die  Ebene  von  Troja  fchon  gefchlof- 
Fäo  zu  feheti,  doch  noch  einiges  Interefle  haben  wer- 
den. 

Der  RiftmeißAr  t?.  Lipszky  macht  mit  feiner  Kar- 
ika  von  Ungarn  immer  grbfsere  Förtfchritte ,  da  der 
feweckmäfsi^e  Gebfauch^der  vielen  Hülfsmittel,  die 
uns  zu  Gebote  flehen»  ihn  immer  auf  zu verläfiigere 
Kefultate  führt:;.  Aber  der  Schwierigkeitjßn ,  die  da- 
bey  zu  überwinden  li^d,  gibt  es  noch  eine'grofse  Men- 
ge. Eine  neue  zeigte  lieh  auch  wieder  bey  der  Be- 
richtigung der  nördi.  Gränzen  Ungarns,  und  Anein« 

an- 


IV.  Nachrichten  aus  ffngn^rß.  S7 

anderFugang mit  den  in  der  Li&sgemig* [AenKnrte von 
GalUzien  aog^gebenen  Gräozen  Pohlens. 

An  einer  allgeineinen  Geographie  in  Ungarirchet 
Sprache »  ungefähr  nach  dem  mittlern  Ljefarbiich  von 
Fahrig  wird  jetzt  hier  gearbeitet»  Es  iß  diefes  ei|i 
v^ahrea  Bedürfnifs  für  unfere  £*^ation ,  da  wir  bisher 
nur  eiD  fehr  feichtes  Werk  aufzav^eireii  hatten ,  das 
noch  dazu  nicht  mehr  zu  bekommen  iß.  Die  Bach* 
händler  WemgQnd  et  Comp,  haben  fich  znm  Verlag 
^eüelben  entfchloITen »  und  mich  erfucht,  die  Revi- 
fion  diefer  Arbeit  zu  übernehmen.  Ich  werde  alle 
HülFsmittel  benutzen ,  um  den  neueßen  Zußand  aller 
Keiche  darin  gehörig  anzugeben.  .  •  • 


f . 


C  3  :':.>[*::■         V^   J<^' 


38  JSoMatL  Correjf.  tgeu  $VUVS. 

\ 
>-      J       ■  '        -  .      — — —— — — ■i^'^— ^ 

Johann    Carl   Burekhardtj 

JLßronom,  Doctorder  Weltweishcit,  *)  Adjnnct  bey 

der  Commiffion  der  Meercs-Läuge  in  Paria  ♦  Mitglied 

der  Ruffifch  -  KaifeTl.  Academie   der  Wiflenfchafteb 

in  St.  Petersburg  9  der  K.  GroGsbritannirdien 

in  Göttingen  ,    der  Churfurfilich* 

Maynz.  in  Erfurt. 


In  der  Seele  des  jungen  Thucydides  entwickelte  (ich  der 
Keim  und  der  Beruf  zum  künftigen  Gefchichtlchrci- 
ber ,  als  er'  in  einer  feierlichen  Verlammlung  der  geift- 
reichClcn  Nation  des  Alterthuma ,  in  den  Olympifcheu 
Spielen ,  Zeuge  des  Beyfalls  war ,  den  Herodot  bey  Vor» 
lefung  eines  Stücks  feiner  Gefchichte  einerndtete. 

Als  der  berühmte    Patriarch   aller    Artrouomen 
La  Lande  ,    in  feinem  1 5  Jahre ,    einer  ö£Fentlichen 
und  glänzenden   Sitzung  der  Parifer  Academie  der 
WifTenfchaften  zum  erßenmahl  beywohnte,  und  eine 
Preis fchrift  krönen  Iah,  erwachte  eine  folche  heifse 
Begierde  in  feiner  Seefe ,  lieh  ganz  den  höhern  Wif« 
fenfchaften  za  ergeben  ,  dafs  er  auf  der  Stelle  den 
ernßUchen  Entfchlub  fafs^te, 'nicht  eher  zu  ruhen, 
als  bis  er  es  dahin  gebracht  haben  würde»  die  Anf- 
merkCirakeit  derfelben  Gelehrten  auf  fich  zir  ziehen ; 
er  kannte  von  diefem  Augenblicke  an  nichts  gröfse- 
res»  nichts  wünfchenswertheres  9  als  dereinft  ein  Mit- 
glied 

*3  Auch  Tormahlt,  H^rsogl.  S^cbren^Goburg-Mflinivgircher 
Higationt-Rath. 


:   V.    §f.  C  BurdtharJU.  39 

glied  dieCor  gelehrten  GerelKcbafc  zu  werden.  Er 
wollte  es  ernßlichy'ond  nach  vier  Jahren  Caft  er  mi^ 
ten  anter  ihnen. 

Calletf  der  VerfalTer  der  berühmten  Tafeln»  die 
feinen  Namen  führen ,  petit  Neveu  des  grofsen  Fhi^ 
lofophen  nnd  Mathematikers  ReiU  "Descartes ,  war 
in  feiner  Jugend  Dichter.  Zulällig  hörte  et  in  dor 
Aeaäimie  fran^aife  die  fchöne  Lobrede  von  Uiamas 
auf  JDescarles ;  diefe  wirkte  ivie  ein  electrifcher 
Schlag  auf  ihn.  Von  diefem  Augenblicke  an  wurde  er 
Mathematiker.*) 

Möchten  doch  gegenwärtige  kurze  biographifche 
Nachrichten  unferes  Bnrckhardt  ein  Gleiches  bewir* 
ken,  da  jQe  TOrzüglich  fo  befchaffen  und,  dab  lie 
manches  fchlnmmerndeVf und  wecken,  und  manchen 
Funken  eines  verborgenen  Talents  in  einem  oder 
andern  der  jüngeren  Lefer  unferer  2^itfchTift  hervor- 
locken  können. 

Man  ,hat  es«  weil  es  etwas  gewöhnliches  und  all^ 
tätliches  z/Z,  ganz  in  der  Ordnung  gefunden »  dab 
wir  von  Zeit  zu  Zeit  auch  in  unferer  aftronomiCöfai^ 
geographifehen  Zeitfchrift  dem  Beyfpiel  fo  vieler  an* 
dem  fblgten «  BildniHe  berühmter  Gelehrten  zu  ge- 
ben ,  allein  man  hat  es  auch  ,  weil  es  etwas  wige» 
wohnliches  iß^  fopderbar  finden  wollen  »  dafs  wir 
Lebensbefchreibungen  noch  lebender »  und  was  vie- 
len vollends  tadelnswürdig  fdiien»  junger  angehen- 
der Gelehrten  mittheilten »  die  üch  in  der  gelehrten 
Welt  erß  bekannt  machen.  Für  diejenigen ,  (ihre 
Zahl  ift  nicht  klein)  welche  ultCern  Zweck  und  den^ 
Ceift   unferes  Strebens  nicht  äbfehen  können  oder 

C  4  wol- 

*:^  A.C^E.  HIB.  S.9X. 


40  BHonaO.  Carrefju  liou  §VLIVS. 

v^oUen ,  rnüiTeii  wir,  bej  gegen wärd*er VeranlaflVtog^ 
#in  Wort  hierüber  zor  öffentlidieD  Knode  kommei^ 
laffen.       UDfere  Abficht  war  e«  nie /(and  ihre  volb— 
Icommeofie   Nicbterfäilang   beweill  es  am  heften, ^B 
Lebenabefchreibongen  von  Gelehrten  zu  geben.  AjVm^ 
wir  zn  den  Portraiten  hinzugefügt  haben,  welche  ii^ 
linfern  beyden  Zeitfchrifiten  erfchienen  find,  *^  di^  nac* 
dem  Namen,  nicht  dem  Geifie  und  der  Tendenz  nach^ 
rerfchieden  find ,    waren  nur  wenige    nnd    knrz^ 
biographifche   Nachrichten ,    mehr    Äufzählong   dar 
Verdienfiediefer  Männer  um  ihre  WifTenfchaft.  Lehr* 
reichea  and  willenrchaftliches  Intereffe  erhielten  diefe 
Biographien  dadurch,   dafs  wir  die  neueften,    meift 
»och  unbekannten,   wichtigen  Atbeiten  und  Preis* 
Ichriften  diefer  jongen  Gelehrten    auseinander  fetz- 
ten, dem  ausgebildeten  Gelehrten  zur  Kenntciifs,  den 
"  Jüngern  zur  Belehrong  und  Aufmunterung  brachten, 
fich  ähnliche  Verdienfie,  Belohnungen  nnd  Dank  ih* 
rar  Zeitgenolleu  zu  erwerben.    So  haben  wir  z.  B.  in 
dea  k.  k.  Adjuncten  Bürg's  **)  Biographie  feine  gan-  i 
ze,  noch  zur  Stande  nicht  öffentlich  bekannt  gemach- 
te  Preis fchrift   fchon   vor  13  Monaten   bekannt  ge* 
macht,  und  unfern  aßronomifchen  LeFern  die  fchö- 
nen  Früchte  feiner  mühfamen  Arbeit  dargeboten  ,'und 
ihnen  alle  neue  Refultatjs  und  Elemente  der  Monds- 
Theorie  in  einer   ganz  brauchbaren  Form  geliefert. 
So  wollen  wir  unfera  Lefer  gegenwärtig  mit  der  vor- 
trefflichen Abhandlaog   unferes  Burckhardt  bekannt 

machen, 

•)  Dan  AUgem,  geogr,  Ephemenden ,  welcho  wir  mit  dem 
IV  Bande  gefohloflen  haben ,  und  der  MonatU  Correfpon^ 
denz,  welche  üch  unniittelbac  daran  anCohlielit« 

^*^M.a  IB,  S,53Q-554. 


V.  $.  Ciawcihardt.  41 

loacbeD,  welcher  er(t  kürzlich  von  dem  Parifer  Na? 
i  tiooaMjDßitut,  *).dierem  böchfteo  Tribnoal t  da9  die 
gelehrte  Welt  f)är  Talente  und  Gelehrfamkeit  ^  fut< 
Tiefiion  uDd  Scharfliqo  kennt ,  der  Preis  über  den 
Coinetea  von  1770  ö£Fentllchy  einltimmig  und  nn- 
getfaellt  zuerkannt  worden  iÜL  Schon  dierea  Jconnte 
uns  bewegen «  Nachrichten  vQn  jungen  Qelehrten  ^a 
geben«  welche  fich  auf  folche  Art  auszeichnen;  allein 
wir  haben  noch  einen  /zzi^^reTz  wichtigen  Grund,  der 
ganz  in  dem  Zweck  unfererZeitfchrift  ilt,  die  zurEr« 
Weiterung  der  Afirouomie,  und  vorzüglich  der ^  auf 
diefe  fich  gründenden  Geographie  im  weiteft^n  Sinnö 
beCkimmt  ift»  dex)  wir  aber  hier  iuit  Stillfchweigen 
übergehen  mülTent  da  es  zu  anmafsend  für  unsXväre; 
uns  hierüber  zu  erklären»  der  aber  feine  beltimmte 
und  gehoffte  Wirkung  nie  verfehlen  kann ,  fo  lange 
uns  Wahrheit  und  ftrenge  Gerechtigkeitsliebe  leiten 
wird.  Man  erkläre  es  hieraus ,  warum  wir  junge  am 
gehende,  hoffnungsvolle,  talentreiche  Gelehrte,  weU 
che  fich  gezeigt  und  den  Bejfall  ganzer  Societäten  der 
berühmtefien  Männer ,  die  Europa  aufzuweiten  hat , 
eiugeerndtet  haben ,  in  unferer  Zeitfchrift  in  die  Ge* 
fellfchaft  der  ehrwürdigften  Veteranen  einführen,   ' 

Johann  Carl  Burkhardt  ward  in  Leipzig  den 
30  April  1772  geboren.  Dfer  Stand  feiner  Intern  war 
nichts  weniger,  als  fo  befchaffen,  ihm  einen  vortheil* 
haften  Eintritt  in  die  Welt  zu  bereiten,  oderfelbft 
ihm  zum  Studireu  eine  gewiile  Ausficht  zu  geben. 
Sein  vor  einem  Jahre  verßorbener  Vater  war  ein  nicht 
(ehr  bemittelter  Bürger  und  Hausbefitzer,  der  eine 

C  5  zabt, 


**'^)  M.C.  HIB.  S. 307. 


4i  Monali.  Correjp.' igou  §VLIVSJ 

zahlreiche  FaraiUe  hatte,  nnd  der  mehr  fein  kleines 
Gewerbe  auf  die  Seinigen  fortzopflanzeD ,  als  dlefe 
tfür  die  Gelehr ikn)ke\t  und  höhere  Auaiichten  erziehea 
koni^te.  Dock  erlebte  er  uoch  die  Anftellung  feines 
Sohues  in  Paris,,  uud  hatte  alfo  Gelegenheit,  die  ci* 
gene  Erfahrung  zu  machen ,  daCsEltem  immerhin  an« 
ladrordentlichen »  durch  keinen  Zwang  der  Umftän* 
de  zu  unterdrückenden  Neigungen  and  Trieben  ih<^ 
Ter  Kinder  für  nützliche  Wiirenfchaftcn  freyen  Lauf 
lallen  können,  in  der  gewiHen  HofFnung,  dafs  bejft 
aasgezeichneten  Tälenten  und  ihrer  wahren  Aasbil- 
dong  es  am  Ende  nie  an  der  Belohn ang  fehlen  kann. 
Unter  Burekkardt  zeichnete  Geh  früh  durch  eine  gro* 
&e' Liebe  zur  Lectüre  ans,  und  Bücher  waren  feino 
einzige,  feine  liebßeBeCchäftigung.  Sein  Vater,  im» 
iner  noch  ongewils  ,  ob  er  dielen  feinen  älteften 
Sohn  zum  Stadiren ,  oder  za  irgend  einem  andera 
Gewerbe  beftimmen  follte,  fchickteihn  auf  eine  der 
beyden  Lateinif  eben  Schalen  in  Leipzig.  Gerade  die» 
aufweiche  feine  Wahl  fiel,  hat  die  gute  Einrichtung, 
dafs  die  JEllementar- Geometrie  und  die  VorkenntniC» 
fe  von  einigen  andern  Theilen  der  Mathematik  da; 
gelehrt  werden  müHen. 

Ein  fchöner  und  wahrer  Spruch ,  den  uns  das  AI- 
terthum  aufbewahrt  hat ,  IG.  der«  den  Barrow  lebt 
fchicklich  feinen  Auegaben  des  Euclides  vorgefetzt 
hat ;  Die  mathematlfcken  PJ^iJfenJehaften  find  das  , 
idas  einer  fVahrheib  fuchenden  Seele  Reinheit  gibt. 
Dafs  das  Studium  der  Mathematik  den  Verltand  fchär- 
fe,  der  Vernunft  Geradheit  und  Gefundheit  gebe,  i(l 
längd  anerkannt.  Dafs  aber  diefes  Studium  auch  auf 
das  Herz  von  moraliCcher  Seite  wirke,  eine  Wahr- 
heit«^ 


V.    gP.  C.  Burciha^dt.     .  43 

hciiu*«  Gerecbitigkeits-  uod  Ordnungs  -Liebe  id  jun- 
ge Herzen  einpräge,  ift  weniger  gefagt,  aber  nicht 
weniger  wahr  befunde.n  worden.  £d  ift  eine  iichere 
Erfahrung  9  weiche  jedem  aafmerkramen  Lehrer  auf 
öffentlichen  Schulanilaiten  nicht  entgehen  kaon ,  dafs 
junge,  für  mathematirche  Willen fchaften  vorzüglich 
empfängliche  Leute  in  der  Regel  wohlorganifirteKO|>« 
fe  find ,  und  fo  fehr »  wenn  fie  hierin  gehörig  geleitet 
werden' ,  und  es  nur  zu  irgend  einem  glücklichen 
Fortgang  bringen  ,  'von  diefer  Würenfchai^c  gefeßelt 
werden ,  dafs  ße  gemeiniglich  die  fieibigClen ,  ordent- 
lichften  und  rittfamflen  Schüler  find.  Wir  haben  ei- 
nen gtofeen  und  angefehenen  Lehrer ,  auf  einer  Deut*  - 
fchen  hohen  Schule  ,  aus  einer  40  jährigen  Erfah- 
rung behaupten  hören ,  dafs  er  während  feines  gan- 
zen Lehramtes  nicht  einen  einzigen  liederlichen  Stu« 
denten  gekannt  habe ,  welcher  Mathematik  mit  irgend 
einem  ausgezeichneten  £rfolge  getrieben  hätte ,  da  es 
doch  in  andern  Fächern  gute  und  vortreffliche  Köpfe 
genug  gegeben,  welche  lieh  von  Seiten  ihrer  guten 
Sitten  nicht  fondcrlich  empfohlen  hätten. 

Möchte'doch  diefe  Wahrheit  Eltern,  Vorftehern, 
Nutritoren  und  Curatoren  öffentlicher  Erziehuugs«» 
AnAalten  in  ihrem  ganzen  Umfange,  in  ihrem  ganv 
xen  Werthe  einleuchten.  Ziimahl  bey  uns  in  Deutfeh- 
land  ,  wo  auf  manchen  grofsen  und  kleinen  ölFentli- 
chen  Schulen  diefes  Studium  gänzlich  vernachlädiget, 
oder  was  noch  fchlimmer  ift  ,  fo  betrieben  wird,  . 
dafs  junge  Gemüther  nur  mit  einer  unüberwindlichen 
Widerwärtigkeit  gegen  diefe  WiHenfchaft  erfüllt,  und 
ihnto  eine  unvertilgbare  Abneigung  dagegen  beyge« 
bracht  wird.     Zum  Theil  Cnd  nnfcre  Vei^falTaugen , 


44  MonatL  Correfp.  igtu    $VLIVS. 

und  unrere  bürgerlichen  VerhältojiTe  fo  berchaffen« 
däCs  bej  unferer  fogeDantiteD  höhern  Erziehung  und 
Erlernuugder  Brod- Wi^eofchaften ,  Mathematik  ge«' 
rade  den  uuwefentlichßen  Theil  des  Unterrichts  ans* 
macht.  Wie  anders  denkt  hierüber  einer  unfi^Ter 
gröfseßen  and  merkwärdigften  Männer  diefes  Jahrhun- 
derts *  )  !  Als  der  Ober  -  Conful  der  FranzöGfchea  . 
Republik  erft  kürzlich  verfchiedene  öffentliche  Schul« 
Anitaltißn  in  Paris  belachte,  drang  er  auf  nichts  fo 
fehr,  als  auf  den  mathematifchen  und  hißorifchen 
Unterricht;  er  examinirte  die  Zöglinge  felbß  in  bey* 
den  Wiffenfchaften ,  und  gab  ihnen  den  aogenfchein« 
liehen  Beweis«  wie  weit  diefe«  wenn  KenntnüTe  und 
Verdlenfte  gelten«  führen  können. 

Man  mifsverßehe  uns  nicht.    Unfere  Meinung  ift 
,nicht«  ßafs  aus  jedem  Studierenden  ein  Mathemati- 
ker ,   ein  Newton »    ein  Muler «   ein  La  Grwige  •  ein 
Im  Place  werden  folL     Aber  zu  was  immer  für  ei- 
nem 

^')  Wir  können  doch  jetit  ohne  Gefahr  einen  Mann  ron 
groffem^Geifte  einen  grofsen  Mann  nennen?  da  wir  ea  in 
unferer  glücViicben  Lage  su  jeder  Zeit«  ja  feibft  tu.  einer 
Zeit  durften ,  wo  anonyme  Briefe  um  deshdib  fefar  hart 
bedrohten ,  aber  doch  nicht  fchreckten.  Zu  einer  gevirif- 
^  fen  Zeit  erhielten  wir  mehrere  dergleichen  anonyme  Brie- 
fe« die,  man  kann  leicht  denken,  in  welcher  edlen  ,  kalt- 
blütigen, vernünftigen  ,  und  unpaitheyifchen  Sprache 
abgefiCit  waren!  Da  wir  diefe  Huhedörer  bis  auf  die 
leute  Spur  verfolgt  und  glacklich  entdeckt  haben,  fo 
wird  die  Zeit  noch  kommen,  wo  diefe  im  Finftern  fchlei- 
chenden  Aufwiegler,  die  ihre  Hetsereyen  treiben ,  um  lieh 
dnrch  Furchteinjagen  bey  Antorität  zu  erhalten ,  an  den 
Pianger  gebellt«  und  ihre  Briefe  cum  Conwientario  perpe^  « 
fuo  bekannt  gemacht  werden  (oUen« 


\ 


V.    ^.  C.  Burclüiardt.  45 

nem  Berufe  ein  janger  Mann  auch  beßimmt  wird ,  to. 
ift  doch  vor  allen  Dingen ,  und  vor  aller  Gelehrfam- 
keit,  eine  richtige  Aoabildnng  des  Verßandes  nöthig« 
und  gewib  ifk  keine  WiiTenfchaft  mehr  dazu  geeignet, 
als  die  matbematirche.  Wir  können  uns  daher  nicht 
entbr^chen»  .eine  fchdne,  hierher  palTende  Stelle  aiii 
La  Lande*%  Vorrede  zu  feiner  Afironomie  ganz  hier- 
her  zQ  fetzep. 

L*  Etüde  efl  un  prSfervatif  coiitrele  dis ordre  des 
pajjßojis  f  et  il  mejemhle  quiljaut  fpecialement  dißiri' 
guer  un  genre  d'etude  qui  eleve  Vejprit\  qid  Vappüque 
fortement^  et  lul  donne  par  confetjuent  des  armes  plujf 
ßres  contre  les  dangers  doht  je  parle,  1  .  .  .  Jene  con* 
nais  rien  qui  rSuiJJe  mieux  ä  cet  Sgard  qiie  Vappllcattoh 
aux  fcieiices  mathematiqües  ^  et  Jpicialement  aVaßro* 
nomie»  Les  merveilles  quon  y  deaouvr.e  captivent  l^a^ 
rne ,  et  Voccupent  d^une  mäniire  noble ,  delicieufe  et  eoo^ 
empte  de  dangers :  elles  Slevent  rimaginatiön  9  ellesper* 
'  Jectionnent  Vefprit ,  elles  rempUjfent  etjatisfont  le  coeur^ 
elles  Sloignent  les  dSjirs  dangereux  et  frivoles,  elles 
procurent  fans  cejfe  une  nouvelle  jouijjance. 

Schon  Ovidius  (Faß.  I,  301)  Tagt  von  den  erften 
Erfindern  der  Sternkunde : 

Non  Fenus  out   Plnum  fublunia  pectora  f regit. 

Die  Arithmetik  zog  unfern  Burckhardt  zuerft  an 
fichrer  fan(]  ein  grofses  Vergnügen  iin Rechnen,  und 
trieb  eä^  ohne  beßimmten  Zweck,  blöfs  als  Bedürf- 
nis eines  wiflenfchaftlichen' Kopfes;  68' fehlte  decA 
jungen  Menfchen  etwas»  das  fein  Geiß  fuchte,  ihn 
aber  noch  nicht  befriedigte;  er  fand  diefe  Befriedi- 
gung immer  mehr  und  mehr.  Je  weiter  er  in  der  öeo* 

^ :    ■■  i..  metria 


.  ^v\ 


4(5  moncLii:  Correfp.iioi.  ^VLIVS. 

foe^fic  fortrückte  ,  und  fo  wurde  äu  ihm  das  im 
Ernfte  wahrn,  was  KJiftner  einß  fcherz weife  in  das 
Stalnmbucli.  eines  Freundes  fcbrieb,  wo  er  eine  be« 
jLannte  Stelle  von  Haüer'n  fo  parodirte  r 

O  könnte  dich  ein  Schatten  rühren » 
^  Die  Wollüft,  die  die  Herzen  fpühren. 

Die  fich  die  Mefekunft  ^zugedacht! 

BurcJJiardt  machte  fehr  bald  beträchtliche  Fort- 
-  fchritte  in  der  Mathematik.  Einer  feiner  Lehrer  be- 
merkte, eind,  dafs  gerade  nach  den  matheroatifcbea 
Standen  die  Schüler  ihre  Schulftube,  wie  fonft  gewöhn- 
lich 9  nicht  verliefsen.  Anfmerkfam  darauf  genia<^tv 
überrafchte  er  fie,  und  fand  unfern  Burckharät^  det 
die  oben  vorgetragenen  Lehren  feinen  Mitschülern 
y^icderhoite  and  deutlicher  aus  einander  fetzte.  So 
fehr  war  Mathematik  ihm  fchon  zum  Bedürfnifs  ge« 
worden ,  dafs  er  ihren  Genuls  auch  andern  gern  vor« 
fcbaffen  wollte. 

.  Eine  Zeitlang  befcliäftigte  er  fleh ,  während  dem 
Studium  derHumamoren,  blofs  mit  reiner  Mathema- 
tik; aber  bald  führte  ihn  ein  Buch»  das  ihm  einer 
feiner  Lehrer  lieh,  feiner  Beltipimang  näher.  £3  war 
der  von  Scheibel  überfetzte  Auszug  aus  La  Landen 
Aßronohiid  *^.  Dies  Buch  machte  ihn  nur  mn  fo  be- 
gieriger nach  dem  grö&eren  Werke,  das  er  bi^ki  dar- 
auf, bey  der.  Verfteigerupg  der  Bücher £ajmmlaiig;eip 
aies  reichen  Liebhabers  dpr  A^athematik  erhielt,,  der 
zwar  nichts,  felbß  für  die  Wifienfchaft  that»  aber  Ihr 

dadurch 

*3  Ein    tbiermafaliger,    fchon    oft  wlederboher    Büdweit. 
dafs  La,Land6*$  Schriftim    viele  geweckt«   u&d  die  Leh^* 
., .     bficher  anlrer  meifleo  jeutlebeaden  Aftronomeii  und« 


V.  ^.  C.  BurckhardK  47 

JadtirGli  nützlich  ward«  dafs  er  den  fcbonften. Theil 
üeiner  Bücher  an  zwey  öfTendicbe  ßiblioiheken  ver- 
machte >  und  Stipendien  ausfetztet  deren  .eines  für 
einen  jungen  Menfchen ,  der  lieh  der  Matheoiatik 
widmen  will»  beßimmt  ill.  Vnter  BurcJJiardt  war 
felbft  einer  der  erfien  9  die  es  genollen  liaben.  Es  ift 
•ine  eigene  Erfcheinung,  dafs  Köpfe,  welche  fich 
üelbft  zu  den  'Wiirenfchaften  empor  arbeiten  »  felbß 
diejenigen»  welche  fern  von  aller  wilTenfchaftlichen 
Cnltur  fich  lo  zu  lagen  ihre  Wifrenfchaft  erft  erfinden 
püHSsn  •  gemeiniglich  auf  die  Agronomie  verfallen. 
.Wahr  ift  ea»  die  majeftätifche  Fracht  des  geßirnten 
Ilimmeliy  der,  in  der  tiefen  Stille  der  Nacht,  wo  er 
daa  oiiizige  Schaufpiel  der  Natur  ift,  das  Oemüth  mit 
.  jb  defbm  t  hehren  und  ahnungsvollen  Staunen  ev- 
/uUt»  trägt  natürlich  viel  dazu  bej,  die  Begierde 
vnd  den  Forfchungsgeift  zu  wecken ,  in  die  Geheim- 
rnlle  dieüer  wunderbaren  Ordnung  einzudringen ,  und 
die  Regelmäfaigkeit  dieler  unerklärbaren  Erfcbeinun« 
gen  xn  erfprfchen.  So  wie  überhaupt  faß  hej  jedem 
jungen  talentvollen  Kopfe  Dürft  nach  Wahrheit,  mit 
der  Vorliebe  für  Mathematik  aus fchliefsend  erwacht, 
wenn  ■  nicht  fremde  Impulüon  diefem  Streben  eine 
andere  Richtung  gibt;  fo  findet  mau  immer,  d^fs 
Afirpnomie  das  erfte  wilTenfchafiliche  Beftreben  von 
L^atea  war,  die  ihrex  Lage  nach  von  aller  Cultur 
des  Geißes  entfernt  «waren,  wie,  uoter  vielen  nur 
tia  Bej^piel  anzuführen»  der  im  Hirtenßande  erzor 
gene»  nachherige  kaiferl.'  Bibliothekar  Dui^al. 

In  feioer  Lage  konnte  unfer  Burckhardt  zwar 
durch  ,5«|lbßbeobachtnngen  feinen  Hang  zur  ATtro; 
DOBiie  nifi^t  befriedigen ;    denn  eiuige  Beobachtun- 

ben, 


48        •    MonaÜ.  Correfp.  igoh  §VLIVS. 

geD,  die  er  im  väterlicheD  Hanfe  mit  einem  5Fdrsi^ 
gen  nicht  achromatichfen  Fernrohr  anftellte,  zeigten 
Ihm  nardie  Unzulänglichkeit  feiner  Werkzeuge  and 
Mittel.    Allein  es  ging  ihm,  wie  fchon 02;/iai^  (agte: 

/dtp  mihi  jam  puero  coeleßia  facra  placehaiit 
Jnque  Juumßirtimniuja  trahebat  opus, 

CTria.IV,  lo.) 

Indeffen  gewährte  ihm  das  Studium  alles  deffen, 
Was  zTut  Sternknnde  gehört,  die  fürseßcn  Freuden. 
Er  drang  nicht  nur  in  die  GeheimniDe  des  geilirsten 
Hiitimels',  delTen  Anhlick  fo  viele  Beobachter  ib*ein 
dunkles  Staunen  ohne  Zweck  hinreifs't.  fondeni  er 
gründete  alle  feine  KenntnilTe  in  der  Äßroooinie  auf 
eine  tiefe  Kenntnifs  aller  übrigen  Theiie  der  Mathet 
matik.  Hierbey  kam  ihm  feine  ehemahlige  Liebhabe^ 
rey  für  das  Rechnen  fehr  zu  ßatten.  Es  war  nämlidk 
nicht  blofs  das  Vergnügen ,  Zahlen  Rechnungen  toI« 
lendetztE  haben,  was  ihn  belohnte,  londern  dienuil 
ihm  leichter  gewordene  Fertigkeit  im  aßronomifchea 
Caicul  war  der  gröfste  Gewinn. 

Es  möchte  vielleicht  manchem  eine  nnnütze  Ar« 
beit  fcheitien ,  dafs  er  vorhisr  fchon  das  Verhältnib 
des  DurchmeiTeTS  zum  Umkreife,  aus^  der  Forme!,  di« 
den  Bogen  durch  Potenzisn  feiner  Tangente  gibt,  aaf 
eine  grofse  Menge  von  Decimalßellen ,  als- nntan  biS/ 
jetzt  hätte',  zu  berechnen  unternommen  hat;  dafs  et 
einen  albonomifchen  Kialender  für  mehrere  Monatö 
eines  Jahres  aus  den  Tafeln  berechnete  ;  eine  Menga 
Monds  -  und  Sonnenßnßemiire  und  Stern  bedeck  nngen 
calcülirte.  Allein  ohne  diefe  Vorarbciteh  M^tinle  et 
nie  did  grofse  Fertigkeit,   die  er  im  afironoinifcheii  . 

Calcol 


.      y  V.  ^.  C.  Burckhardt.  49 

Calcnl befitzt,  erlangt  haben;  er  würde  nie  im  Stande 
gewefen  feyn ,  die  Vielen  und  muhfamen  Cometen» 
RechnuDgeo,  die  er  bisher  gemacht  hat ,  fo  glücklich 
md  fo  leicht  «IT  vollenden ;  fo  viele  Beobachtangen 
tu  redttcifen,  Hefuliate  daraus  x  für  die  Theorie  zu 
ziehen,  and  der  Afbronomie  überhaupt  fo  nützlicli 
«n  Teyn.  Der  Heransgeber  diefer  Blätter  hat  Telbft 
td  dem  Berliner  aftronom.  Jahrbache  für  179^  S.  174 
die  Berechnung  und  BellimmuDg  der  Länge  PPltteit' 
hergSt  die  nnler  Burckhardt  noch  als' Schüler  aus  äK> 
tern  Sonnenfinfterniilen  und  Stembedeckungen  ba- 
Tfchnet  hatte,  der  Mittheilviag  wertfa  gefanden ,  und 
%kklich  Ht  dieGdii  noch  zur  Stande  die  einzige  xaver- 
Ifffige'und  Mte^  Längenbellimmnng  diefer  Univer'- 
iiKCs^8lä4t)'^MA*^  Verdankt  folclhe  einem  15  jähri- 
gen Gymnafiaßen.  Schon  hattls  er  mehrere  ,  zum 
4llibU  TdiWisre  liiironöraifche  Rechnungen  gemacht , 
8Mi^-iin€«r'fiei* AüdeitdugTOii  Ißulet's  Werken  in  den 
llbifeered  "Cakaleinßudirt,  dieEHernung  einiger neno^« 
1^  Spta|chej|*r  Frant örifch''r  £nglifch ,  Spanifch^ 
Holländifch»  Schwedifch,  für  fich  betrieben,  als  et 
Itt  l^fühHng  a«i  JAres  1792^116^  Univerfitftt  bezog. 
^'  '  W«8  ite' bey  feinen  Arbetten  vorzüglich  fogluek^* 
IMia-nnd  fishkelle  Fortfchritte  machen  lieCs/  war  die 
HrockmSGrfge  Ordnung  ,  in  der  er  alle.Theile  der 
Math^ttätik.,' welche  die  AflYonomie  entweder  iiU 
Omnd  •  oder  ala  Hüifswiffenfichaft  braucht «  durch« 
fiüdirte ,  nad '  die-  Genam^eit »  mit  welche)*  er  aTld 
Htnptwerke.dM  denen  erleide  RetontnilFe fchöpftc, 
darchlas.  Selbß  feine  befchränkte  Lagte  kam  ihm  da* 
Hn  zu  ftatten ,  iridem  er  Och  ans  mehrern  koßbarea 
Haoptbücbern  i  w^lthe  ev '  üch  'nicht  anfichafiFen  konn- 
Wwi.  Cbrr.  IV-  B.  m8ox,  D  le  ^ 


§o        •    WonaO.  CorreSp.  igm.  gV-LIVS. 

te,  Corgföltige  AiMzüge  machte,  wpdoTch  er  fich  mit 
den  Gegenßäaden  Üine»  Nachdenkens  noch  m^k^x 
yertraut  machte. 

Er  wollte  fich  erft  der  Rechtsgelebrramkeit  wVJU 
men;  aber  im  ße^en  Kampfe  zwifcheu  Neigung  and 
Pflicht  9  zog  ihn  doch  immer  leine  I^eblingswilTenr 
fchaft,  die  Mathematik  an  fich.  .£be9  dieta  nifi^ 
fchon  zu  überwiegend  gewordene  Neigung  machte » 
daCs  er  nach  mehreren  fehr  ernfllich  angewandten  Be- 
mühungen, ßchin  dieMedicineinzuAudiren,  immer 
doch  lieber  spu  jener  WiiTeprchaft  znrückl^^te^  zwar 
mitdem  Vorfatze,  lie,  wenn  es  Ceynmübte,  der  IJtfr 
mis  oder,  der  Hjgiea  au&nopfern,  jedoch  imiiieiiiiiji^ 
dem  fo  füfeen  Wunfche,  es  nie  zu  durCip^  So  üjiff 
war  MathemaUk  feinem  wirkJameOiGeifierfichon  snii| 
BedürfniÜB  geworden.  .'../..-.       j^ 

Kein  Wunder  dah6r,  dalii  ihn  ein.  neuer ^RivÜ 
der  Mathematik  Co  fehr  anzog,  den  tr.rrbuijniyWf 
binem  Erfinder  und  Lehrer,  Vrof, :^ESßß4e9ii4ß^^ 
Leipzig,  ganz  eigen  za  machen  üiel^ipi  füo.conßibir 
natorif che  Analytik.  .  ,<   ,  •  .;...I 

Er  zeigte  den  Nutzen  derfell)^  ^'pkHnr.U^iniii 
Gelegenheitefchrift,  und  wandte  diefelbe  auf  ehr  vor- 
her noch  onaa^elöfttea  Problem  hej  d^n.  eoi^^ailiif 
liehen  Brüchen  an.  Man  weile»-  wel,fh<en  ^No^fiM 
dieCe  Brüche  nicht  blole  zu-einer  immer, gjröfcvreOjAlVir 
Bähernng  zum  wahren  Werthe  für  einen  Brupb-^^ 
ben,  wenn  man  ihn  in  einen  Kettenbrnch  auflöB;; 
fondern  welchen  weit  gröfsern  Nutzen  fie  bej  Rm 
hen  mit  abwechfelnd  pofitiven  und  negativen  Glie* 
dern  gewähren.  Die  Art ,  wie  man  durch  einen 
continnirlichen  ^ruch  immer   nähere    und ;  näherf 

Werthe 


V.  0.  CL  BfiurcUiwtU.  51 

Werthe  findet,  ift  bekannt :  abj^r  afach  eben  ro,'  dab 
auuB  inr  aiatn  fplga&d'en  Welrth  alle  vorherige  habeti 
nüffe.    DieGD  kleine^Schrifc  iznferea'.B^^A/kir^  IöGbI 
dieTa  Sdtwierigkeft-,   die  felbft  ^n  Eulor  ia-fSbineff 
BixüeitongsurAtialyfisdeeDneBdiidien'^)  nM&kleichi 
nennt,    and  gibt,  eine  Methode  ,    jeden  beliebigen 
Werthr  ohne  4Bitft  die  ▼origen^tu  iqchen  ,   tft  fin- 
den. ■•  '•■■  3'"  -  ■  *'     '  » 
-I.  ^  Ein  groiber  Vbttlieil,  den  er  fidh'Cehr  früh  eigen 
genasht  hatte»  wosn  Tielleichc  teine'bänsliche  Lag^ 
«ad  feine  zahlreichen  Oefchwißer  bejtrugen'i^<>niid  -. 
dyv  ilim  die  Leidiciglelt  verrchaffte,  teit  weichereit 
igiuiär  arbeitett^könute,  war^  dab^'er  fich  gewöhnt 
hätte; .  feinen  Oeift  gans  anf  feinen  Gegenftaad  atf 
rickton*;  fo  dale,  äin-oft  das  lärmendfte  Geränfch  nni 
ihn-ker  nicht  anai  feinen  Meditationen  bringen  konn^ 
te«    Iffan  wink '4iee  Vielleicht  fbrimerheblichy  odee 
i&r  «ina  Folge*ainer  glädclichen-.'-aber  nicht  fo  wiok» 
Itgcni'  Konft  Halten  ^  fich  ganz  in  feinen  Studien  zA 
veijgalFeu.     Aber  »ift  es  nicht  hoke'i^raft  des  Geiftes« 
die  iÄ  ftiller'  ;ALbgefchiedenheit  von  allem  Ruberen', 
Uola  auf  ihr  InnerOee  gekehrt  ift  ?  .  der  GewaU^der 
Sfaiia  SüliCchveigen^  gebietet ;  alle  Killfte  der  Seel6 
^ta  Üaem  Zweck  vereiniget,  die  TcrrhaBdenetf-iinnier 
kOkerTpannt,  und  felbft  die  tief  Teiborgenftengleielir 
fun>' zum,  Leben  weckt,    und  zu  neuen*Wifk»ngea 
MporhebcS^  Ift  ea  nicht  diefe  Geiftesknifr^>  die^^uM 
/ägantlick'iii   die  Tiefen  der  Wiffeftfehafiien    ekir 
fffhi^y.  "«>.  '  .■■   ...;..  .V..    .  ••■.  -vrvvs-.v*  ,'^-  •    •-;. 

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)^  MonatkrXi^feJf.tSoi.  ^§VLIVS. 

^^;  r.IJaa  Sti{lendi«9  <k&  Kregenchcnilßegäti^i  das  nkv 
j^l9m'  Bur^khufjdä't^t  Uorerftütsniig  btoer  Seh  dien 
f4l  Ttieil  gewQtdct»  tvar,  vefpflidoete  ihn«  DachisM 
«cmoPenuiTö  tt>nvdre^<I«hr€iii  ein^^flUeittaJltife^ziie 
l^tmi^r^uf^  f^iMT  KjßuumiSeLtrf''  jvAchan ^  nndiza« 
lfl(^f  tiiü.^ner  Schrift  eijae  Probe  d»f reiben  d^cAca« 
^ifif^^orzflltgen.  j  S«ia  leidfDftbaftlifhn.Haog,  fiob* 
in  der  Agronomie  za  vervollkommnen ,  und  .fi«h 
WJtWglioh  jii  )d0t:i(shr.  fcpabftK0ii  fravia  dteCBr.Wir- 
fcutcWt.hilA^J^^köüxitk,  vevmlaTstA  h07  ihm  6jb% 
ftduplipfaften  \V|i0r«h:,.^f inen  ZüHritI  b(»y.der  Seebec» 
,  gfPcßtetfiwAtt^  ^ii;JirbaUQo.  ..:P^£effQi  £B/zi0riizir^ 
VKfi^W  mit«  4§ni  Herau«ge)>eCijnebraahl  in^Leip« 
1^:.EQA  dei^^p«(gea)eijchneten.  niäiluDinatircheQo^^ 
lei^t^  eipes  feiner  fieiCfigftan  Znii0iMr^e%>föcli^tijlUI# 
tfiro^P^fahl. ibp.  nach  feinen  vollMdeten.  Sfesidiiea 
tfifß'  i^ßUB  f^briliHcb:  nnd  inide«>ftBtkften,  A^d^ä^ 
^^n,  nicht  nur;  wegfio  feinetrCshoo  enyorbentt  |^ 
Kfi  laufen  fohaf^chen  Vorkennti^ile«  ,slb]ldern  anqii« 
|^4iu£'lT^^beflSf> wir., nicht  weniger  eiooa  fehr.ibibf« 
JkV^rlh'.fj^tBenv)  wegen  feiber; Jbnftigeiir:  jtrefQii^ft 
inoraUCctien^EigeQfobafttfp.:  Pcofi  iHaäenhirg  drjißto 
^^.jftchio  einem  feioer  Briefe  über'.il»y>::ndtear;a«dflt0 
-fdfo.aii«:  .  A  m^<V:X)^ikey,i/l  drmfrßrß  hufiumimA  h^ 
foimOen  r  md^  in^  hohefn  ßrade-^ef^U^^i:  filimutJubHitM^ 
äßmiimdiUfm^iftsrH'äoch  dßs  wMß^  'g^hpm\iiw0^ 
fnir:fn^  liniffn  I^tv^  kpmaUii}    Weim  4(»i  ein  JFM^ij^ 

der  entgegengefetzte  der  Dreiftigkeit  und  Seibjtgf^^fif^  \ 
famkeit.^* 

Nach  einer  fo  grofsen ,   nnd  fo  vollgültigen  Für« 

fprache  ertheilte  der  Herausgeber  eifiem  ^fatyartreflF- 

'   l:  lieh 


Utt  .«mpfoUeoear  juD|;en'^taleiilVoUbb  MaBoe  fcf^M&dk 
äim  Erlaabüifs  ,  üch  aaf  feinet  Sternwarte  in  der 
pracdrchen  SferajKnilde^h5rig.aoBbildenTa  dürCon^i 
imfi'Burckhardu  Jum  im  Februar  1796  nach  Gothii^':' 

*■  (^bie  lortfetz^.  fol^t  imiiächfien St.^ 

.        r .         ■  J  ■   r , ^ ; 

Fortgefetete  Nachrichten 

Aber  den 

züirchen  Mars  -i^d  Jupi^r  längft  vermuttu^ten» 
an»  w«lir(choiiilich  entdadueB 

heu  eh  Haupt  plan  et  eh 

unkres  SonnooTSjU^ma. 


JJen  1 6  May  ff ^€|lt  ich  von  meinen  hocb^Cchitatoo 
Freunde  Dr.  Ü/^0r<r  aus  Bre^ien  ein  Schreiben  ^  wo- 
.rin  dieCer  über  die  anerwartet  grobf  ZeitunganKch* 
richtp  dab  nufn  eipen  gerade  amerßen  Tage  die£ea 
Jahrhunderta  entdeckten  ,  als  einen  gewöhnlichen 
^meteq  angekündigten  beweglichen  Stern»  ^^abi9r 
Jbier  Termifsten  ocA^tf/i  Hauptplanetcga  pnCereaSonnen- 
Srltema  erls;jupnt  h^e,  Nachfrage.häU,  «nd  ßcb^i^ 
Befriedigung.  leiner  Wifsbegierde^  einige  nAtM'O 
Nac^chten  über^diefe  grofse  aftronomifche  Begeben» 
.heit  erbittet.  Dr,  Olhers*^  Verlangen  war  ich.fcho|i 
zuvorgekommen  9  denn  ich  wufste  felbfi  zu  gut »  wel- 
eher  Gewinn  est  für  die  WüTenfch^ft  fey«  einem  fo 

D  3  gelehr- 


54  XonaA  Conejp.  iget.  gVLIVS. 

gelehrten  nbd  CciüirfllDiiig^n  Aßronomen  •  wi^  Pil 
Vlbets  ift,  dergleichen  Beobachmagen  bftld  möglilflkft 
;Kfikt>iniiien  za  laileB.  Undwirklldl  erhielt  ich  fclNl* 
nnterm  30  May  eine  Antwort  von- ihm' »  worin  er'ntfi 
aas  den  zwej  ihm  mitgetheilten  P/ocdTchen-Beob- 
ächtiiDgen  vom  i  and  23  Januar  neae  Elemente  ei* 
ner  Kreisbahn  drefiraPhlneten  berechnet  and  mitge»  . 
theilt  hatte. 

*'£8  war  leicht  9  fchreibt  Olbers,  hey  einem  kiel* 
y^nen,  Cch  der  Ekliptik  fo  nahe,  langTtm  bewegen- 
9,den  Stern  ohne  allen  Nebel ,  aoF  einen  Planeten  za 
„rathen.      IndeiTen  bleibt  Piazzi  das  Verdienft,  den    . 
f,neuen  Planeten  nicht  nur  entdeckt ,  '  Tondern  ibh 
»»fchon  als  folchefi'  felbft  ^ngekündiget  tn  haben.    So 
9,hätte   alfo  Fiazzi    nnferer   aufTprolTenden  Societät 
9,die  Ehre  der  £ntde(lkang  eines  neuen  Planeten  ge- 
y^raabt?  Denn  gewib  wärde  doch  diefe  ihn  gefondeo 
»,haben ,    wenn  fie  erft  nach  anferem  Plan  ganz  in 
,»Thätigkeit  gekommen  wäre,  da  ihr  nicht  leicht  ein 
Mbe^reglidier  Ster«  8  Gtörse  hätte  entgehen  können j*' 
Br.^Olbers  bisrecbnete  aas  den  beyddn  ihm  zu» 
jefchickten»  allein  bekannten  Beobacht^angeh ,  unter 
-der  Vorausretzung'eines  'Rrdfes  ,*>'f6Tgende£leimme 
einer  Bahn,  bemerkt  aber,  wie  natutlich,  dab  fol- 
che  mit  kelder  ZttTe^IätBgkeit  zu  bcfftimihen  find,  d^ 
die  Beöbachtulbgen  nur  22  Tage  von  (einandef  imt- . 
'fernt,  and  nnr  in  ganzen  Minuten'  angegeben  find. 
Auch  liegen  die  Gefichtslinien  nicht  ▼ortheilhaft.    Er 
fand  indeflen  unter  dieCen  allein  'möglichen  Voraus- 
fetzungeil  und  ans  bekanntgewordenen  Datle,  den 

'      Halb 

*3  Tn  To  femt  die  Batin  alt  Kreis  1)etraclitetwir^,  ift  folofit 
i        dnrch  zwey  Beobacbtungsn  röllig  gegeben. 


VI.    Veikr  dm  neuen  Hm^ftpUmeUn.  55 

HilbmelTer  der  Bahn  ••    •    .    21,94746^ 
Ltoge  des  anfteigiKnottD»    2^21''  59'  10" 
Nctignng  dar  Baho    .    .    .    .       7*  54'  38* 
lielioc.  Länge  dii  Jan.  iSor     2^    7*  40'  36* 
Iderifchen  Uttilattf  .  .  .  1841,24X856=  5,p4096Jah» 
tSgUche  helioc.  Bewegung     n*  45, '87 
jährliche  Be\Fegang   .    .    .    71*  24'  si»'^ 

*<Mit  dSefen  Elementea»  fetzt  Dr.  OS^ers  hin- 
mX«»  wird  mäü  den  PEineten  noch  rehwerlich  fa 
weit  im  voraus  berechnen  können,  rnn  ihn  bej  fei« 
„ner.Wiedererfeheiniing  dea  Morgens  im  Angnft  auf- 
f^fiuden  xn  können ,  wenn  er  fich  witkUch  nicht  voi» 
^einera  Stern  8  öröflie  auch  fehon  durch  den  blorsen^ 
»i Anblick  unterfcheidet.  Denn  wahrfcheinlicfa  hal  ev 
9,eine  nicht  unbeträchtliche  Excentricität.  In  der 
i,Oppofition  kann  er  vielleicht  aa  Lich^ärke  bis  zn 
Meinem  Steril  6  GrröTse  anwachfen.  Ich  zweiflekaum» 
»idafe  man  ihn  nicht  fehon  als  beobachtet  unter  den 
uLa  Laiide*tchen  Sternen  antreffen  wird.  Ich  bin 
„deswegen  fehr  begierig  auf  jede  fernere  Beobach- 
»itang/  die  Pz^zrr -etwa  bekannt  machen  möchte.** 

Vom  i6Ma7  erhielt  ich  vom  Prof.  Bode  eine  Ant« 
tFort,  worin  diefef  mir  meldet :  *^Sehr  angenehm 
^war  mir  ans  Ihrem  Schreiben  zu  erfehren»  daTs  Sie 
„in  Betreff  des  Ko^rfchen  Cometen  mit  mir  glei- 
;,dier.  Meinung  find,  und  dafs  auch  Oriani^  und 
;,felbft  Piazä  dafür  ftimmen.  Wie  oft  habe  ich  mir 
,,nicht:  gewünfcht,  auch  diefe  Entdeckung  noch  zu 
9,erleben ....  Ich  bin  mehrmalen  über  die  bewufate 
„harmonifehe  ProgrelBon  in  den  Abftänden  der  Pia- 

„neteuk  von  andern   ansgelacht  worden Den 

nAbftand  a»7;  angenommen  ,  finde  ich  den  helio- 

D  4  ,i^^ul- 


56  afofwH.  Cart'tfp.  i8oi.  §fVUVSi  r 

»»centrircbenLäDgeiirUiiteTrcbiedjiwifchQa  dem  i  hqjkI 
9,23  Jan.  gaoz  gut  der  Peobachtutig  jU9geaieiren>,  4es 
9,Planet  g6ht  zu  feiDein  Knoteu ,  den  ich  im  V^  btseS[ 
„Feine Neigung  müCBte  über  6*"  getien»  .und  auch  hfie^ 
y^rin  finde  ich  einen  Grand,  vertan  :01t  noch  nichi 
„aufgefunden  worden.  BeAädget  fich  in  der  Folge 
„durch  mehrere  Beobachtungen«  die  ich  von  Pia^mi 
»»mit  Ungeduld  erwarte ,  das  Dafeyn  diefea  neuen 
,,Planeten>  fo  werde  ich  nicht  ermangln,  fie  Il^a«q^ 
„Cogleich  mitzuteilen. "  ^  •'  •  .  ,  ^ 

Bis  gegen  Binde  des  Mays  erhielt  ^ch  keine  ferne:, 
ren  Nachrichten  van^dierem  Geftirn;  indeiTen  hatte  ich 
auf  alle  Fälle  meinen  Parifer  Freunden  Nachricht  da*. 
Ton  gegeben  9  nnd  ihnen  unFere  Elemente  d^r  Bahn, 
einßweilen  mitgetheilt ;  und  da  ich  ficher  vermuthe^, 
te,  dafs  La  Lcatde,  welcher  von  J^iazzi  die  oifte 
I^achricht  von  dem  Cometen  .erhalten  hafte,  4^6 
fortgefetzten  Beobacfitungen  erhalten ,  auch  ihm^ 
feine  Vermu^hu^ng  eines  Planeten  mi^etheilt  haben 
"Würde ,  fo  erbat  ich  mir  von  La  Lande  die  Beobach« 
tungen  diefes  Planeten ,  die  zu  feiner  WilTenfchaft 
gelangt  Teyn  würden. 

Allein  mi(  picht  geringem  Befremden  erhielt  ich 
zn  Anfang Jnnius  mehrere  Briefe  aus  Paris,  von  dem 
Senatenr  Lß  Place  vom.  29  May,  von  La  Landö  und 
Burckhardt  vom  26  May .  von  De  Lanihre  v,>  24 May  , 
■von  Mechain  vom  26  May  ,  von  Hetiry  vom  2 8  May; 
und  keiner  von  allen  diefen  fechs  Aßrouomen«  die 
uns  mehrere  wichtige  Beobachtungen  und  neue 
Entdeckungen  mitgetheilt  haben ,  erwähnen  des 
neuen  Planeten  auch  nur  mit  einet  Sylb^ !  Der 
einzige  Miohain  erwähnt  in    feinem  .  Schreiben  des 

Piazza 


VUkzzVScheu\Ck)meten 9i,:yf^lclBM  mit  ein  :J)t)ßioiOi-. 
ter  BeweiAwfur»  äars^maii  sa  Ende  Ma^'s  i&t  Paria 
TOD  dieTem  DeoeD  venputfietei:!  .  Planeren  .  jpocb, 
nichts  ;\pnbt;^,  da  wir  doch,  in  DeotCchlaod.  dorch 
ProfelTot  ^odfi  fchon  im  Monat  Mär^  davon  WiC-  - 
,  hafchaft  hatten.  Michain  rchreil;>t  blob  ;  **4veA 
vaus  vä  la  QomSte  «  qiie  Us  Jbumeaux  onl  eamoiici. 
mHKT  ^i.decouverte  a  PßL^me  en  Janvier  :dermer?, 
ferfonne  d^ici  ne  Va  rencmitrie^  Nos  JßronomßS  lien 
ont  point  troiwi  depuis  ceüc  de  Decembre  1799  *)• 
Quelifuefois  fcn  cherche^  mais  ^''eßfansfuc0is]\ 

Den  lo.Junius  erbalte  ich  abermahla  ^ia  Schrei- 
ben TomiProf,  Bode^  worin  diefer  die  Güte  hat;  mir 
%VL  meldeQ' :  **  Piazzi'a  erftes  Schreiben  erhielt  ich  ' 
nd.  2oMärz.^  und  de«  nächllen  Poßtag  darauf: den  23,' 
„beantwortete  ich  e$ ;  er  hat  aber  die  Antwort  nicht 
„abgewartet  9  fondern  Aellen  Sie  fich  meine  Freude; 
,,and  zugleich  meinen  Verdrura  vor:  Ich  erhielt  eii^ 
KSGhreU>en  von  Piazzi,  erbrach  es  yollsr  Erwartung, 
„und  £and  über  den  net|en  Stern  nur  folgendes,  wel- 
sches ich  Ihnen  getreulich  Quttheile:  Je  vom  ai  icrif 
„r/t  Jßnvier  9  vous  annon^ant.  une  Corrdte ,  ijßie  favais 
„decauvert  dans  le  Taureau »  et  que  fai  fuivi  jufqu*^^ 
^^j  Fgvrierfterns  ou  je  fus  atUiqui  d^une  mtüadie  ßf^ 
t^rieufe^  dont  je  i{en  fuis  encore.  entikrement  Ubre^  Si 
fje  pourrai  m6  ritahlir^  j'en  cuLciileraiUs  Edemens  ^  qi^ 
„jtf  vous  enverrai.  En  aUeitdant  j*ai  fait  part  de  me^ 
tfObfervations  ^ä  Mr.  La  Jjotide^    Et  meldet  aUb  nur, 

D  5  ndAfa 

*')  Mei^unn  wir  ei  felbft ,  4«t  dielen  ComMen  in  denk  fo 
fivengen  Winter,  Ib  wie  «neb  den  im  Auguft  delTelblMii 
Jahr^.  aa%efanden  hettf,  VargU  A^Q^E^  IVB.  8.r6g 
nad  M,  C  I B.  S,  191  und  II B.  S.  iii. 


58  MnMt.  Comjf.  tg9t:  ^VLlV£f 

9,daCs  er  den  Stern  ^  i^ü  ei^-'^och  einen ''  Comitim »  tme^ 
iiiin  eiißen  Schreiben    an  '»loh   nennt,    bir^aäi  ti 
y^Febr.  beobachtet ,  und  dttnti  kvanlc  geworde»  fe^* 
Mohne  die  Beobachtpi^eiy  felbft  mitsutheileb.^.  *.  w. 

Den  i&  Jnnius  erhalte  ich  ans  Paria  folgeodee 
Schreibe]^  des  Dr.  BuFekhardtA  **  Ich  eile,"1hnen  Was 
,)ich1)i^  fetzt  über  den  PiasziTchen  Cometen'gefan- 
„den  habe,  mitzntheilen  ,  To  nn vollkommen  et  andt 
9,noch  ift:  ich  habe  jedoch  Hoffnung,  Ihnen  die  Fort* 
fyfetzting  meiner  Unterfachuiigen  niit  nächfter'Poft 
„zu  fchiieken»  La  Lande  hat  Plfozzf  s  Beobachtangen 
,i^m  31 'May* Abends  erhalten;  ich  fing  foglelch  an», 
„mich  mit  der  Berechnung  feiner  Bahn  zu  beTchäf ti- 
lgen. ,  Zw^  Tage  fpäter  erhielten  wir  Ihren^  Brief 
„mit  ihren  und  OrianVs  Unterfachungeiiv  welche 
;ians  in  diefem  Körper  einen  Planeten  hoffen  lief seo. 
„Meine  Uuterfuchangen  hatten  mir  fchoü  gezeigt » 
„dafs  der  berchriebene  Bogen  nicht  beträchtlich  war ; 
„ich  gfonbte-dahet,  dals  man*  Ihnen  nothwendig  durch 
„eine  Parabel  müITeGnüge  thnn  können,  Dlege* 
„ringe  g^centrifche  und  heliocentrifche  Bewegutig 
jidiefes  Gameten  hat  mir  ungemein  viele  Möhe  in 
„der  Beßimmung  feiner  Bahn  gemacht."  Ich  hatte  zu* 
„erft  die  Betibachtangen  vom  14,  21  und  2g  Jana)» 
„gew&hlt  und  fand  mich  durch  diefen  Umftend  genö- 
„thigt,  die  entfernteßen  Beobachtungen  zu  wählen» 
i,nämlich  die  vom  i  und  21  Januar  und  li  Februar. 
„Während  diefer  42  Tage  hat  der  Comet  feine  geb» 
„centrifche  Länge  nur  um  3*  und  feine  heliocentri* 
^»fchennr  nmio"!  verändert^  üs  ich  die  durdi  mei- 
^ne  Methode  gefundene.  Parabel  verbeHern  wollte 
VfVerntitielft'der  La  Placc'telHin  Methode  fend*  ich. 


Vfdftb  dSefiedüignogs-GleichniigeiLgar  kein  Mittel  hier- 
mXii  &bffiui  Uefien«  Ich  verflicht«  iLa  Plaee*$  Anoäbe* 
^TiiBg8-JM[e<hode,  allein  nitebeo  (b wenig  Etfolg,  w«l« 
jp»dieeicbv6ratts  hftttefeh^könoen,  dadi^nnreriaeid* 
f,licheii.BeoblSQhtangsfehler  eihen  zu  grofaen.fiinHafi 
«Uinf  düe.Uafterrchiede  der  geocentr.  Längen. und  Brei* 
»ften  haben. . '  Ich  prüfte  nnn  8  Hypothelen  vermitr 
^tfi&'Zia  Pläe€^%  Verbeflerungi- Methode ,  ohne  midi 
»oedoch  4er  Wahrheit  etwas  mehr  zu  nähern.  Ich 
•»bervicfanete  dann  folgenden  Kreis  ^  welches  den  drejr  • 
'  ttBeobachlungen  bis  aaf  zS=  z^  Minnte^jOniige  thot: . 
üHalbitielfer  des  KreiCee.    «...«•      1*74 

tJSp9Ghei8ot 2^     8*  16'  20*  '. 

MftnfiBBigaider  Knoten  «    •    •    2^  2p''  15' 
»^Neigung  der  Bahn  •    .    .    •    .      11^  zi'  i. 

yyUmlanfszeiif .       4I  Jahr. 

,,So  mannichfaltig  auch  die  bisher  angeAellten 
»,Verroche  waren »  fo  bew^ifen  fie  doch  nicht»  dab 
„es.  keine  mdgliche  Parabel  für  diefe  Beöbachtungeii 
',^bt.  Ich  entrchloGi  mich,  hierzu  eine  Methode ' 
>,ai^dwenden  9  weiche  mir  fchou  öfters  geglöcktift^ 
^wenn  t  "aller  amdere  Interpolations  -  Methode»'  mich 
y,veiliefi(en;>  So  oft  nttmlich  die  Bedingungsgleichonr  ^ 
„genfa^faefdiaffen  find«  dafs  man  fi^ laicht gULiihfillill 
»«machen  ilkann,'  ohne  den  bejden  reilinderUdien 
^»»Gröfsen  höchft  nn war fcheinliche  Wertherz«  geben; 
„tb  llegttilge  uian  fich  blob,  eine  der  veränderlichen 
„Gi^bebTo  lange  z«  verändern,  bis  man.  eiqe  Hjr^* 
,»potMte  geftthden  hat »  wo  die  beyden  Fehler  gleicji 
y^ofs  ond  entgegen  gefetzt  find^  wekfaev  Fehl^ir 
»,dann  d^f^iAöglich  kieiitße  ift  ,  welchen  man  mit 
,»Bey behalt ang  'der  aU  veränderlich  aogenommeni^ 

«Grö 


66         .mmaa:'O^Sp.iig9K.^rLlVSL7 

[  ^,Gröf80  4Mrbälteo  kano;'  :  iVUii  TeräncUrb  niüii  dMCe 
^«letzte  Gfäfse  aod  belHiraia  /tob  neueä  diiTob<MBrCar 
,9€he  den  Werth  der  orffed  Gröffb«  wo  b^yUe'FeUer 
^igbkh  groA  aber  entgegeiigeletzt  find.  Die  ~iA«0dio» 
«yTüiig  des  abfolaten  Werthe«  det  mdgiich'  klcinfien 
„FehleiviD  beyden  Fttllen  gibt  zu  erkeiMeb,"iMlcb« 
^iVerMdemDgeo  mao  unbringea  mab,.' damit  der 
„Werth  des  kleinften  Fehlers  nall  wird,  .  Z«  Bw  b^ 
»»den  Ftazzi'fchen  Cometen  fetzte  ich^en'Lqiar:  dee 
»»Abßaodee  von  der  Sonne  gleich  0,438-;  deriUciafi» 
y^^bler^war  :!::  8' ;  ich  fetzte  dann  d^n  Lögai^-  4t^ 
MAbftandes  Ot  378 ;  der  Ueinße Fehler  wa'r.äbr'4'.:-  Ich 
«»fahe  alfo»  dafs  ich  den  Abßand  noch  AMha  'vermin' 
„dern  mabte;  nach  20  Hjpothefen  fandidt  ftlgende 
,fParahel:  i    .  -  ,   »;■:.;•  .. 

»«Ort  des  aüffteig. Knotens  .2^.  20**  50'       "?.:■. 
^«Neigung  der  Bahn  ^    .    ;      9**  41?.  .  «      f  .„    ^ 
„Ort  der  Sonnennähe  '  i    4^  8°'  ^8'  25''  o 
i^kleinßerAbftandv.derO  2,21883  (eitkLQg.:xu$46rt^o 
y^t^ogar.  der  tSgl»  Bewegung    9,4409408.   i.  * 
,,2MtdesDarchg.d.d, ONahei8or.  30 Jan.  19 Uhr  t'^ 
yyDiefe  Parabel  thnt  den  drey  beobachieIeD  (Ȋngctp 
^,6nüge;  es  iß  aber  nicht  möglich,  die  drej^' Bretten 
;,daroli.fi6därzaftellen.  DieFi^lef  io  der.Um^e  Ji^d 
V,ani  £4 und  28 Januar  —  i'  47*  nnd  -i-.|'8?>   ' 

,  Jcfa.glaube  verfichem  zu  könneat  däts  es  fcei^p 
-vPanibel  gibt ,  welche  dieCon  Beobachtaqg^n  aäH^r 
v^Gnüge  thut.    Piazzi  hat  gar  nichts  gefchriebaftr  vber 
„die  Genauigkeit ,    mit  welcher  er  dieEsia  -C^mete^i 
bhat  beobachten  können«  ::■.;; 

'      ,,Meine  Neigung  ift  Tehr  von  dat'Ibvlgen  «nd 
*^onOrianP$  Beßimmuog  verfcbiede^iidjjgfi».  rührt 

„von 


,{iwui5dtn;0t^&AlQbt«lU«M394i«r»  Wo  iMaihii0nii^4^ 

^jg9i|;liiti;iMJ«AaA>  Ddiiii/ wurd  fiGk'utigeii ,  Abrficl} 
f^ttvf  M  sbftMfliaitfireac^blBKi  di«^a.i  fioiidffybilvcb  £eßj|ri| 
»»finden  läCst^  welches  jedoch  immjititlt^n^nfHhtjf 
^Go^lSttdilo^ -der  äi^chkuifiBBiB,B€^giniLim<:tt),Grad 

iMiS(^  '^  'iih      ..      .■  :.u  ^i-  Kvivhf   II.;   fiii'i- ;.;fv(^.•'v  , 

^^■^s^jPfpmißt  JüB.  lum 44ftiMr{proQheno^ jMRiMbea 'di|9 
^•i^i^^^^ir^fi  folgm4eaiiilMdtu&  1  HlflifefctiiQke.i(Ue 
l^vexipl^^Q9^^FoTt^eUlaiig^nleiner  lMuiarr«chitngen 
y»üVi»r.^if4i|z(!ri;bft.^Akai.fjIcfaLhabe  qwidie  Mijf 
j^^x^o^ii^fidric^iaQ  laffeH,*.  oiii^  EJUpfibzMuGaches^^ 
,,obrcii^Y4«r:rdiVcbll»t£e«i0  Böge»  BR^^fiag  ift,  nm 
i»einc^|1^4^flO|i«j^|ifiitl^a<faQfflMiL  ^oiaUfiuHchjglatir 
h^^ « . 4^^fl&i^«Pfrdiefal.  Geßicns vgLadaatch; xa.toi^ 

„Or^jlfo.^|AiEeäLg«Qdte  tUic^ien«    j^    x^V.io^ii^s'  ^t^". 
„Neigung  der  Bahn    .    ..•  »    •  :«.  »  w^^id^'i  47      o« 
,,Ort  des  Apheliums  .    .    ^    .....     2      S  .  5.SI  .  }7 
„2äit^^cr^'uVchgang8  dü^^  ^^ 

UnmiSqj 'A^!^^   v^»  .  •    •     •    «^    >.^  1/33 28     • 
„ExceutrUltät .    :    kl.,./.    .    i.     o  9  0364 
„Logarith.  der  halben  großen  A^fi    '.    QvV4'I 015581$ 
•»Sideral  UmlaafiBzei^  •    •    -    •     •    ••    4»i3;lahre. 

9,Diere  fillipfe  ftillt  ^i0  Lyogen  und  Breiten  von 
„fünf  Beobai^ti|(ügen  bis  auf  wenige  Sefcüpden  dar,: 
„man  könnt^  leicht  eide  gröfsere  Genauigkeit  erhal- 
»»ten»  allein  yfieift  yöUig  iiberflüCfig,  da  der  durch« 
»»laafene  Bof^n^ip  ^ein  ift.   „Um.  eine  Idee^ou  den 


6i 


^Mmaik  Cörfefp.mti  ^^VLIVSiy 


ifAti^AmfUo^tu  zttfamtnfcp'.'g^Iiörender'  Stücke '  xtt  ar* 

(ihaltM»  Inbe  ich  ^*i  Ort  des  ^pbeliaiat^«ai  4$  *  vexw 

^.thigfliti,  tDder  die  \rah»e  Auomaliasni  f  Jn^'gMch 

r*45'*  'g4fe^E%i:,  4lana  <ift  ^ie  ExeentricitSt^csoJ^'f  'üiid 

j.-dfer liOg.  >äleT  Axe  0141 544*  *~  I>^  -  UmkufBiifit  4 » io 

l^itee.  *  Jch  habe  eiiii^e  Verräthe  femadirv  den  Ort 

S;d#s  iphetiatoa»  um  9d*)bia  100^  twvmtsAgem,  äh 

;',teiii'ofani6 ErFolg.  *  -;!  -^^  li.^^  .. 

,^iiC^i£kUpCt  iMK:  mir  fönende  BeOimliltliigeii 

,,gegebeQ :   andi  ich  wünfche  fehr ,   daCs  die  FreoMe 

^»dtid  iXtblMet  der  Steinkkunde  fich  mit  AftHnehaog 

V^6fes''6€ftt'Aid'berdiäfügeii  möchten»  ob  vrit^^bi 

i;iB.£aiif-iutibtii  veniachläfifigexi  werden;  'tim*}k'  ta 

^eAidikkW'  HUleia  dar  Gegeufiand  I&  'ii»4ritttt}g, 

,,iim  nicht:  da  i^ereinteD  Bemühimgen  all^f  kftröÄo- 

nmeo  za  verdienen.    BelFer  wäre  es  imüier  g^wefen; 

^ixvenD  J^MettfeJe«DeSeobacheati^d  frühem  "Mftgetfaeih 

)4iättt;.:jtehJ.wäcde  etf  dann  leichter «etttded^t»,- und 

pyweit,  länger  beobachtet,  haben  ;    eitte  &rVnkheit  hat 

^^nämüch' oPMJix»  genötbiget ,  4eine  Beobachtungen 

9»am  X ;.  Februar  aufzugeben«.     •  -  •  :  i  f *  \ ' . 

,        . . :     a  ^ .    ■     %         •  '    '     '■>*)•". 

Vetter  aes  von  Fiazzi  tieu  entdeckten  Xjefiimio 


I80I 

mittl.  Zeit 

oQjun. 
rX7  jnl. 

13  u 

4' 

I 

'43  • 

12  Aug. 
>  T«ept. 

10 
16 

54. 
19 

»3   — 

s% 

0 

■  IH-  ^  ' 

3 

0 

»3    — 

8 

0-. 

»»X- 

13 

6 

3  Oct. 

17 

41 

ts   — 

ai 

0 

14   ^ 

3 

0 

19   — 

7 

0 

24     — 

XI 

0 

«5f    — 

3  Novb. 

14 
18 

45 
0 

2* 

0    • 

geoc. 

Länge 

lOl» 

45' 

'113' 

3 

IV. 

^« 

135 

28 

m. 

40     , 

«39 

50 

.  ^i- 

5» 

144 

5 

146 

9 

148 

13 

150 

*a 

15a 

II 

^ 

3 

15: 

56 

1S9 

48 

^eopettUBr., 

■  •*  ■ 

3' 

•6'N,. 

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51 

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6 

53 

7 

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7 

22 

7 

3T 

7 

53 

8 

ä 

.J' 


Un 


V£     lieber  den  neuen  Hatiptplaneten.         63 

Um  den   Liebhabern  der  StenikuDde  das  AoFTn* 
eben  dl^Te«  kleinen  Gefüms  noch  mehr  za  erleid!- 
im«  Jiabeo  /«i^ir  towol  fiir  diejenigen  ,  welche  mk 
gvieiiien  lAftromenten ,    aaber  einem  Femrohrep 
mEdiea  und  »  als  auch  fflr  tblche,  welche  «in  Fem- 
nlirmf  em  parallactifchesStatiT  legen kBnnea,  hier 
(ioa  kleine  Aoweirung  entworfen.      ErAere  werden 
nf  beyfolgeDder ,  in  grübter  Eile  beym  Schlafii  de» 
BfiftM/entinrorfenen   Karte  den  ganzen  Lanf 'diefea 
fitfiros  vom  ■■  17  Jolios  bir  iS  September  -vorgeMich* 
aetfindtab '  .Schwerlich. dürfte  ein  fo  kleinier  fitera.^ 
«io  deK.vevmiithete  Planet  £ch  seigt,  firüher  aufge- 
hnden  larerden;  denn  den  17  Jaling  wird  er  in  nn- 
bm  nördliclieB  Gegenden  Den tfchiands  gegen  ^  Uhr 
talgüima^'  der  Anfang  der  Sonne  folgt  um  4.Uhx^. 
lol^icli^ird>  eüi  fo  Ideiner*  ond  unkenntlicher  Store, 
lenahram  Horizont,  nnd  bey  der  groben  Moqseö- 
.nimmtimtig»  nicht  wohl-^za  entdecken  teyn^'.  '  Vom 
,i7]al.  bia  12  Aug.  wird  diefes  Geftirn  das  StecnbiU 
^M/iKTebtiea-  dnrchlaafen.  l**)  ■  Bia  zum  isiAug^iWicd 
der  FlaoetCchbh  leichter  zu  optdecken  (eyn^^  »er  wirS 
vngefähr  eine  Stunde  vor  der  Sonne  aufgehen,  nnd 
anderthalb  Gtade  Qber  das  iiördUcheii  Efelein  (7  ^  ) 
la  fteben  konupen,  fad  wird  er  zwifchenden  bej* 
den  Sternen  x  ^  und  x  a  ins  Parallel  Tejn.'    Den  25 
and  26  Aug.  wird  er  fehr  nahe  bej  dem  Stern  z  ^ 
torbejkommen.    Den  7  Septemb.  kommt  er  ztvifchen 
y  $  nnd  y  «fl    iu8  Parallel »  und  wird  fchon  in  das 

Stern- 

*")  UDgifUur  denfetbeo  Littf  hätte  der  Uranus  in  den  Jabrea 
iTgp  bis  1793  nur  etwas  näher  dei*  £kliptik,  und  unter» 
kdb du  Krippe  C^ra^fip^')  vorbey. 


64         .^^Mtmji4'lCähefp^.fSo^.  §VLlVS.f 


j^VdriibikldelB  Löwen 'eir^etretenfoyb;    den  -^3  Sept. 
4u>iDiikt  exs2,\  *  onteF.)^^.i.nDd'den  ^5  Octob;  i\  *  toi- 
:tes  f.^l.^oBm  fteben.^     Bis  dahin  wird  «dklei-X^eftirn 
.waivfobeiiilich  läcigft  tatdeckt ,  und  Von  ii&mM>in«ii 
«aEitibaffbi»  Werkz«n^cii  .beobachtet  rWrden   feytf ; 
-jafidreamu^Qttober  g<Bit  der  SUnet  fcfapvinm  i^iJUr 
inh>-fiolgKck:^  Standen  rer  Aufgang  der^Soiib4;»My 
cBöchfiUüt^r  J)^Athii  4er.  stund :dab^r  bey.^eiii«ti(teb()eni 
iKe«»iGti»dfl[  Celhr   gut ^beobacliitet    werden^' jkiUinen. 
.MeltfriJ^ieriiber.ia%eiiw  wäre  liniiöihig,-  da  da^ifbl* 
4pn#  iAiigixfi*  Heft  ttufieiier  il£   C;    wabrftteSoIkh 
-np^mrliöittnaBm  ^nd<jäa<:*Mifti,]mtnretn:^?mTd:aneideto 
•kU^nea;'''  'l-:i"-  s.-.:;:;!  ^^i  n'3')  •;  »1  1  ;-»•!. ,riv;  1.     .a  1 
id  J  ^üsf^'eüigenlyi.wnilGlMLbejr  IhreüVbfnröbren 
«piiräAij^Qliijcb^'BewegQdgab  babeh  ^  faezej^n^r  :eor 
Jieqüjbmflriil  :niid:'  EahiteUet en  'Anländimg^Idet.  «etteb 
-fit^ijctei  «folgeode  4)mklincte.g8railn)^Au£fteigfittgeii 
imntf  Abweicbmigettiiieifccr:»'  2Ke|eni|^^Aiftn»iimieh 
Kbdc/fAri^lclire  ]nie"Mlttaj|;tirdrnvöhT«i]fc  Terte&en  und, 
ttiiifteqDiiAiefea.^kleiBer^GcijKai  febr  fcbbrea&lvOT.-£tiäe 
KcMr!taihi98a:ifax:Misrifliiin  beobacbteii  >kdoiien«  ■       •/> 

•  / 
CO  •/  ■ 
£••:;■> 


.Mittl.Zeit 

gerade'  AuT- 

höAf."Ab- 

-.    ..;  '^**'*   ,. 

■  .^eigung  , 

^^eich^m 

■.•...sjr  -i 

13Ü,    4' 

K>3'  6'     40" 

z6°    aa'    lo" 

•:i   !iia.v. 

«IS. 3«. '501 

A»"^3«   <iS 

^       la  Aug. 

»0    54 

127    5Ö      5 
139^   44^-40 

23     54     >o 

.  L     ;r  Sepf. 

I^     KP. 

*c     J»^f5' 

12     *-*• 

22         0 

m   »  ^0 

21          8      10 

/;    :^8:.>* 

3'i..'0    . 

*44    «7-    ö 

146     29      2Ü 

a^  37.  ^ 
so       6    as 

«3     — 

8       0 

,  .   ,'««  .  •*-  . 

-.  «34     0  ,  . 

T4d   HP    '0 

;fl.:d5r..o 

3  Octobr. 

17    41; 

150   47      0 

19  4  40 
»8  ,  33     i> .. 

.r  iXjlJ  .-., 

«2  .:  j  0     . 

i$%  5»    59 

14     — 

3       0' 

154    55    30    18       4-    40   " 
iS'i    56     20    17      34     so 

ra      19    — 

7       0 

04     ^ 

11       0 

«58    55      0    17       5     10 
löo    51     30    16     37      0 

«9    ,— . 

14     4d 

3  Novbr. 

^«  ■,.»■ 

id2    45     40    16       90 

\.;lf.     -         . 

164    3»  :5<> 

'^    .1f-5- 

•  A-    *■'   >-^- 


'  DaU  tnui'eiBdiii  nefaetjiMuiiieir'anch  lüeh^ei^ 
neue  NaiD«n  beilegen  würde  ^^  wav'zo  erwarten.  Im  ^ 
Leipziger  Atkgtm.  Literäf.  Ailz^^  Nr.  72' rchlä^ 
ein  ÜDgeoannterdeo Namen* f'i/IXt^vcnr.  Etgialeib^ 
eiTdürf t^  nichC  dnfohicklich  feyn^»  -  dem^  Ootte- ^  ^ef 
die  Waffen  dee  Achilles  rcteÖDiedete/  ttehen  denk 
Kn^sgottev''deid  Gemahl  der  V^müI  "neben  ilärem 
Liebhabelr«  einen  Platt  flfh^'Hii^iftM  aiizhweire^ 
:Aach  könnte  FiiÜam  fich  nicht  berehvreren,  daTstnan  ' 
4hin  Co  Tpät'  diere  Ehre  erwieCin;*  vtää  einen  fo  uof- 
^einbaren  Pianieten  nadi  Teinem  Namen  genannt  hai 
he-9  da  er  Telbft»  wegen  eines" -iäeAieh  Fehlers  am 
fWbe«  eben  aiehi  fchnellfäliiig,  tiodH'lbnft  vönglän» 
zender  Geßalt  ift.  Auch  gehöre  f^iitkanilßSohüidA 
liipiter  znT*Faknilie>  ^nd  hab6  alftl  anch  in  diefer 
Hinficht  ein^'  wahlgegründetetf^Atirpnrch  auf  dil 
Hinr  zogedädkte  EhireiT  -i^;.?'?:::        n       ;        ^> 

-'-^  Dedfo^  uttd' Pi-ef.  JÜiniarü^  ibHftinbur^'lft ■  der 
Meiunng,  er  mülTe  Cupida  hel^fh;^  "Weil  tS  dtic^ 
einmahl  fo.^ijagefailirt.  wäre,  /dievl^Jfiiijgfei^  \P^9if,  den 
Gottheiten  dest,J^}tei^iims  za  beMP(ie<i4  Xo;wäre  ja 
ein  ToUgültiger  Grund  zu  diefem  J^j^mea«  depn  er 
wäre  (von'def'y&us  abwärts 'gerechnet;^  dem  Mars» 
einem  Liel>jliabe'r  ^eir  Venua^t'  der  nac^'fte«  Andere 
glauben ,  däk'iicEi'^|[er  N^me  JCupido'iLi\€b>  defsvifesen 
gut  rchTckte*^  ''wäl  er  den  Öegri^  iex  filindheitj  nut 
ficb  führe.  Der  neue  Planet  erfcheint  nämllcli'  nqr 
wie  eiki  Stdiäi :>dtr. achten  GV^Usey  4bd  kann  Vdn  na* 
türlichen  Mefarclieäatigen  n  iiAt "^  eerefaibn  wetden. 
Doch  hierübÄi^  iWVd'woi;  we^^^  PlätiiJ^  he* 

fiätigen  folUe,  die  Mehrheit  der  Stimmen,  vielleicht 
auch  nur  HärZnftM  entrcbeiden;'  '  *£s  ift  auch  tndg- 
Mott.  Corr.  IV.  B.  ^801.  E  ■"  ''Üch, 


66         .  UMfitL.Q^iJp.  iSou  SfVLfVS^ 

J(i/ch»  dab;,  for  mi^'bVlB  üramu^  eine  «Ugemeisie 
Vereinigung -and^IimyeifländaUiB  nie  sit  Stande  koa- 
^e^    In, Italien  f¥ir4  fn  .etwa  den  ..Naaien  Ferdituai- 

'  äffm-^idiASt  ia ^i:^^reicl^  taFUuUte  Piaz^,^  ujbl  ü^cv 
l^ep  Eqjopa  u^gend  einen  m jthologifchen  Namen  b^ 
y^py^iien,  b.iB  Zei^,  :YerbältnUb  |ind.<Jmßände  voll- 
'^ommeti  totfchciUlenr  werden.  Zum  Glück  thot  dar 
lifamp  luchts  sufiSadie»  wenn  uns  niur  di^e  wichtige 
^roberiinglm  Weltall  bleibt »  welche»,  wie  einer  nfi» 
Cßrer  würdigftea-  upd  geißreichflen  Gelehrten  ficb 
ai^dTÜckt*)^,  x^i^^.-wte  die  Eroberungen  ^erPcUtik 
auf  dem  kleine^  Jg^rdpUmeten,  Blut  und  Thränen^ 
Ipndern  nur  i^^rqUicben  Fleib.,  Beobachtungsgeift 
und  Scharfj^n  koften.  ■ ,  _,    ..  £  .; 

.,  V  Man  hajt  rcbon  4n  dep  ältefteo  Zeiten,  um. die 
Ordnong  der^Flfgeteq  nach  ihren  Sntfer^nngeo.  ypf 
der  Sonne  zu  bezeichnen,  fie  iftLaieluircheGedä^hfr 
^ifiBT^fegebr^chtf  fo  hat  man  x»M%  den  «üten  bekann« 
^ten,  zwar  fqhlerbaf^en  Vers :      ..  ^^ 

•  "■  '  Satmmi  atqu&  Jbms  fiäus^  Mart,  Sol,   Venus  atma,      ' ''* 

*  jMhrcMfmSf  dkuäU  uUimm  Ijmm  efcdraiNb- 

Als  JBerJchel  den  neuen  Planeten '  über  Satarn 
'entdeckte,  vfoUttPoirifinet  Z)^jn^^\hfi  nach  der  Gp- 
inahlinn  des  Saturn  CybelU  gm9Lnut\viiS[en9  und  er 
pracbte  die  Ördi^iing  'der  £eben  F|ifineten  in  folgeiid^ 

VerKi/-       ■  '       ■  '  '■■'.' 

.  Amblt  Sclem  Htrnwt,'  Feruu  UrM.fiüoo!  JitrA^Diait«. 

Mars  feqmtwr.    PergU  Rex  Juf^iisr» .  Hmnc  Saturims» 
;   Onrnes  hos  Orbes  ampUctitur  aifnm  Ct^lU»- 

Einer 

-  *  3    Nattonal  •  Zeitung  «(w  Tantfcftm  ,<  35  S<Ad(.  - 1 8  Ja» 


vi,  üiber  den  neuen  Ebiugtftanttmu  ^y^ 

EiperiMiDer  Freaode  drüc^  dip  Or|^iiiui|f  der 
liiminehrigei;!  acki;  Qaaptplancte^ixi  fol^p^^^  ^fcj^t 
IfiTiglüclilij^eD  Vexfen  aas ,..  welcbe  gegpo  die,0Qwäluif 
^leit  d«T  ^ewöbplicben  MemorUl-V^rre  dQcl|,.qi||f|p 
GedaDkejQ  eiprchlierfien.  •     r       . 

-.  i^#rfiiiriA«  pruni»;    y^mu s  altera;    T^rrq  i^nif^i  \ 
'  Maf'i  p^thapi  giuntam  fßde.m ßbi  vindicat  Hera^,  *.  .^;^ 
Juppjteir  hfuic  ultra  eß*    Sö^iUtr  Saturnus)   attUim 
Uranus  egreditur,  non  aufan  dicers  fwnmus^ 

Oder : 

Msreurius  Solem  comitatur  proximus,    Hhim 
Infequitur  Venus »  hanc:  Tel'fufi  J^nna  comitante: 
Mars  poflhac,   Martern  prohibet  Jovis  ejfe  feqnacem 
"  Hera  latens  frufira,  et  melioribus  ohvia  vitrit. 
SatiiPM^um  extrema  .Proavi  ßajtiprw  locahanf^        ,  , 
Nos  i4itw^f.  Suprenuun  coßlt  nunc  Uranus  ^(M|M|  ^  . 
''UfurpaS  t  ppenas  auß  fintaffe  daturtte*  >  .v-  ^~  ^ 


:V  .11 


yy-z,  .,.:.\in;yy: .. , : 

^.  ,.     ........        «-r.'^.  II  ({0.7 

"'''Tön   La  iö?r^«,iii..Parii  ;  '^/^.'^ 
:  ''sii^'^  bixio  m  i  f  <?Ti  e  li;  P  r  e  !;«•'.;;  -^ 

a  liMiZfrbat^ifieoPTeU  Tofa -hondart  Laabibalen 

fer  den  AfliPMfVP  fii  ^?CÄ^wi««ii«^T^^^ 
%r  Steroknnde  ansgeretzt ,    wcMtev^biitfiaidtfJdcSoc 
einen  Cometen  entdeckt  hf(ben  würde«  der  mit  freyem 
Auge  m|(bt  zu.fehen  ift»  aber.ron. einem  der  Aßro« 


z(^ig^\ '  utiS  Von  ^i^efm  derMben  beobachtet  mid  bo^ 
iföigiS'rVOtden  ift.  '-"'Affronomlfche  BeöbdchtäDged 
weihäeil''BicKt  vWättgt;  -Miir  Anzeige  'des  Ojts  am 
Himmel»  wo  der  Comet  befindlich  ift.'  Ein'gemisiDel 
Fdtttröfarv  *oder  ein  GotoeteDfucher  iß  zu  diefer  Eut- 
decku&g  hinläiiglich.  Diefer  Preis  ift  in  Pftris  bej 
iOa^gTzS  Kotarius 9 '  ruä.äe  Ta  Harpe  Nro.  237  üiederge- 
legt,  und  da  zu  erheben." 


INH  ALT. 


.-.%•      T.        :    '.:.^^T-  ..■.,:,  ..-  .      S6U0 

h  Uabet  iio  ÜeheiblqbTel  Jw' Stadt  EleithiasIhThehM, 
nnd'WÄ  deh  ''^aftäti'd-  deif  Ackerbaoe»  und  einMr 
andern  Kflnfte  dtr.  Mafien  NothwAndttkait  b«Y-ae|i 
alten  Aegyptiern ;  geleren  im  Aegypt.  National- Tnftit« 
>  dl  91  Frim.  an  ^iM^i^Al99}  "^^NBLSußsi&t.^X.^^ 
d.  ^KLieter.  des  sTh.  der  Decade  Egypcj  3 

H«  Geograph*  OTiubeftimmaogf^  des  Stiftet  Hohenfurt 
und  MOhlhaufen,  oder.d£/adL  Grense  aad  Gegend 
Böhmens ,  von  Jloys  David,  .    15 

m.  Aussog  aas  einem  AArdnom«  Tägebnche,  geführt  auf 
einer  KeiCe  ns^  Celle,,  Bremen  und  Likenthal  im 
Sefftc  Igte. Xfieföhhils^*  -  - •  a    . :. •  v  ^z 

ly«  Nschrichten  aus  Ungarn.  Aus  einem  Schreib,  des  Prof. 

Ludw,  V.  Sckedius,   Iria  ff  "5  April  igoi  ,31 

y.  J.  aSßitctJufrdti  Aaronom«  D.^.  Weltvf.  A4juBCt  bey 
der'tommili:  de^M^^Ü^ge  in'PaVii]  Mt^i:  der 
Ruit  KaiL  Acad.^.WiiLan.St.  Petersburg  u.£w.        3t 

VI.  ^i^teefeute  Nachrichten  über  einen  zw.   Mars  und    -r 

o-r-  liipttei^.Ikngft^reciimtfaptei«^' AiibtwaiifroiMM       entw     -. 

.,«,:, df^flkten  Muei}, ßßiuj^lan§ten  pnferes Sonnen-Ss ^ms,      Sl 

yn.  Uebdr  iüiettr  ^if'iäi^XÄiid^f  ifi  'PÜUr'tttigMsttteil  '  ^ 

1  .-'AftllÖiDiÜfidheB^'IMi-^     .  •:  -y;.-;.  ;'  --.  ".    '.&i 

•-»      ,.»      ...1*  ^..ii // .I»/(j:.*j   .; /•  ■       ■   ♦•♦  cj*»»  'i.V  * 

Bciy  diefenä  Hefte  befindet  Ji^h'^as  Pöiftrijt  ifon'/öAAim  Gni 


MONATLICHE 

€  O  R  R  E  S  P  O  N  D  E  N  Z 

ZDR  BEFÖRDERUNG 

DEK 

ERD-UHD  HIMMELS. KÜNDE. 


AVGirsT,    180T. 
VIII. 

über  die 

Überbleibfei  der  Stadt  EUithias 

ia   T  he  ba  is. 


(BctcUaCi  sa  S.  Z4O 

I'JJm  Sinbriagca  dar  Erndte  geTchah  durch  Men» 
IjEhen  mid  mcfat  aof  Laßthiereo  oder  W'ageo.  Man 
lÜratiete  die  Aehrcn  in  grobe  Körbe  mit  zwej  Hen- 
a  Rande  9  durch  welche  man  einen  langen  He« 
lU  Aeckte ;  xwej  Mäqner  legten  die  Enden  diefes 
|Bebeb  anf  ihre  Schultern  und  trugen  den  Korb  an 
r  OiCf  wo  dae  Drefcfaen  vor  fich  ging»  Hatte  man 
F  der  Tenne  eine  hinreichende  Menge.  Aehren»  (p 
iiGbrr.iv.B.j8oj;  F  liefe 


7^  MonaiU  Qui^iff.  tSot.   ^JVGVST. 

dt$  t^ztomts  ntod  foi^clert  fidi  voiti  Stetigel  ofane'^dU^ 
fcnzubefchädigeü.*)  *;  r?-     ■     .-       ,": 

Die  BefchädigüDgen  «    welche  die  Getnälde  der 
WeiDlere  durch  die  Läoge  der  Zeit  evduldqt  haben^ 
-haben  diefen  Gegenßand    etwas    verwirrt  gemacht^' 
•  man  kalnni  jedoch  unmöglich  ihn  verkennen.  .  •  « 4 
Man  kann;  muthmarsen,  dab  die  Aegypiier  die  Weiop 
trauben  nicht  gähren  liefsen,  ehe  man  den  Wein  aa^ 
jvezögen  hatte»    and  daCs  ihr  Ver&hren  demjenigen 
ähnlich  war ,   Wtelches  wir  bi^  Verfertigung  der  wei- 
fsen  Weipe  befolgen.    Man  trägt  die  angefüllten  Kör- 
be  gegen  einen  platten  Trog,   in  welchen  mau  die 
gefammelten  Weintranten  fchüttet :   fechs  Menfchen 
fliehen  aufrecht  in  dem  Troge,  und  halten*  (ich  mit 
den  Händen  an  Seilen,  welcfae^an  einen  horixoma- 
len  Querftock  geknüpft  find,  den  zwej  gabelförmig 
hch  endigende  Balken  tragen.      Diefe  Männer  bewe- 
gen ihre  Füfse  fehr  häufig  und  fehr  lebhaft,  und  drO» 
cken  fo  den  Saft  det  Weintrauben  aus***)  { 

iZwölf  Krüge,  in  zwey  Gruppen  von  6  geordnet^ 
flehen  aiif  einer  entferntem  Ebene;  ein  Mann  giebt 
FlüFfiges  in  eine  derfelben;  diefs  ift-^wahrfcheialidi 
der  Wein,  welchen  man  gemaicht  hat. 

Einige  Reifende  haben  von  einer ,  den  Aegyj^iem 
eigenen  Art  zu  tragen  gefprochen  und  felbft^  eine 
Zeichnung  davon  gegeben ,  welche  wiy  täglich  von 

den 

*  )  Diefes  Yetfahren  ift  in  Frankreich  bekannt  and  in  Aas> 
Übung.  »     .     , 

**^  7tVi  Chiras  drfickt  man  noch  heut  su  Tag«  den  Saft d« 
VS^eintrauben  darch'  ein  ihnliches  Verfahren  aoa.    Q^'^ 
Foyetge-Je  Ftffi  jKwGhardin,  SbÄ.^  S.  X45   Edit^^in  4» 
AmR^rä.  1711.) 


.      VIIL  .  Ober-  Aügtjpt^; *  73 

dfaü  Weibern  des  gemeineir  Volle:«  autüben  bhea« 
Bidfe  Weiber. halteD*  den  Vor^rm  in  eiBer  renkrech^ 
ten  nicbtnog,  die  Hand  fo  nahe  bey  der  Schulter  alt 
ndglich ,  und  tragen  Gefäfse  voll  WaOer  im  Gleich* 
gewicht  auf  der  Fläche  der  Hand;  xwej  in  den  Orot* 
Im  ~  Tbn  EUitkiaSy  gemaltQ  Beyfpiele  ^i^fer  Art  dei 
Trdgens  beweifent^sdafs  fie  bey  den  Aegyptiem  feit 
den  frühfeßen  iZeiten  in  Gebrauch  war.  •  .  • 
i.  ..  Die  Aegypbifchcn  Fifcher  bedienten  fich  grofser 
den  nnfrigen  ähnlicher  t^etze«  Es  fcheint,  dafs  alle 
gefiingene  Fifcihe  nicht  fogleich  verzehrt  wtu^den»  und 
dafSi  man  ihnen  eine  fchickliche  Bereitung  gab»  um 
fie  M  erhalten.  •  Man  fieht  in  der  That  im  Gemälde 
des  Filchzuges  einen  fitzenden  Mann ,  welchem  man 
die  Fifche  bringt;  er  nimmt  fie.  einen  nach  dem  an- 
dern ab,  befeßigt  fie  gegen  ein  geneigteaBret,  fchnei« 
det  ihnen  den-Baudi  mit  einem  Xcharfen  Werkzeug 
VOif  upd  nimmt  die  Eingeweide  aus;  die  Fifche,  wel- 
äi0  {0  vorbereitet  find ,  find  auf  einer  entfernteren 
£bene  ausgebreitet »'  entweder  um  eingefalzen,  oder 
lim  an  der  Sonne  getrocknet  zu  werden. 

Der  Bau  und  das  Spiel  der  Schlingen  ,  deren 
$cfa  die  A^gyptier  zum  Vogelfang  bedienten  »  find 
picht  fehr  deutlich  angezeigt ;  man  efkennt  jedoch 
fiine  Jagd  init  Ketzen ,  wie  man  fie  poch  heut  zu  Ta- 
ge in  einigen  Gegenden  Frankreichs  gegen  die  wil« 
den  Enten  braucht,  ^s  find  in  der  That  Vögel,  wel. 
die  die  Fiüire  befuchen ;  das  Netz  {piege)  iß  im 
Waffer  ausgeßeckt;  die  Jäger  verbergen  fich  hinter 
Büfchel  von  WaHerpflanzen  ,  welche  durch  Lotus 
Torgeftellt  werden,  um  nicht  ihre  Beute  zu  verfcheu- 
chen.      Nachdem  mau  die  Vögel  in  einen  gewilTen 

•  F  3  Vi^XKOi 


74  Monatl.  Covrejf.  iSou  AVßTST. 

Ranno^gelotkt  hat,  läfst  man  zwey  Netze  inV^pbS» 

lexki  welche   man  vorher  in  der  Nlhe^'an^eftellt^iift 

tt.   "Die  Bewegung  diefer  bej^den  Netze  iftderBiewei 

§UDg  xwoyer  Fenfterladen   (  volets  )   ähnlich ,  weidw 

iBauL  plötzlich  und  2n- gleicher  Zelt  zufchHerst;  iiiaa 

bringt  diefe  ßewegsng  hervor,,  iudem  man  mitljBb^ 

^fc&Ftigkeit  ein  zu  diefem  Zweck    angeorddetes  :;.Seil 

zieht.     Diefer  letzte  Theil  der  Handlung  ift  tehr  gdt 

in  den  Gemälden   von  EUithlas  ausgedrückt«'..  Ein 

Mann,  welcher   wie  feine  Gefäfa^rten  im  Lotus' v«r> 

Jborgen,  aber  näher  bey  den  Netzen  ift,  um  dasw«! 

Vorgebt  heiler  fehen  zu  können»    gibt  mit  der  Hand 

daa  Zeichen ,  das  Seil  zu  ziehen  ;    die  andern  g^oü 

eben  ihm  fchuell:  ihre  belebten.  Stellnngea  ze^eiL^ 

-^afa  üe  eine  fchnelle  und  plötzliche  Bewegung  »tcM^« 

richtet  haben.    Das  Netz  ift  mit  wilden  Gänfen  ön^ 

igefuHt;  einige,  Vielehe  der  Schlinge  entgangen.find^ 

-fliegen  davon. 

'  >  Nachdem  man  den  Gänfen  die  Federn  ansgchrnpfit 
hat,  überliefert  man lie  einem  fitzenden  Mann»  wet» 
eher  vor  ßch  ein  geneigtes  Bret  hat^  auf  welches  m  • 
(fie  legt,  um  ihnen  den  Bauch  zu  öffnen  and  die  Ein* 
.^eweide  auszunehipen ;  dann  kommen  fie  in  die  Hänuk» 
de  eitles  andern  Mannes  ,  welcher  fie  zerfchneidet  , 
^nnd  die  Viörtheile  iü  Töpfe  legt,  wo  man  ^t  wahr»- 
fcheinlich  durch  Salz  oder  eine  andere  Snbfiänx  ge>> 
gen  Fäulnifs  fchützte. 

In  dem  Innern  des  Kaufladens  gibt  es  wenig  merl> 
^vürdiges;  er  enthält  blofs  einige  Gefä&e.    Man  ve»» 
kaufte  die  Thiere  lebendig  und  nach  dem  Gewicht;  : 
man  fieht  eins  in  der  Schale  einer  Wage,  weldia'dar  i 
Wägende  durch  Gewichte  in  der  andern  Schal«  ins  |^ 

Glcidi' 


VIII.  Obar'A$gifp^Bn.\,,     .':.  75 

Gleichgewicht  zu  Jiriugea  facht;  dlf fer  Wfliger  ill  in 
üne^n;  S.teilujQg  piedergekaiiert,  .welche  die  Aegypticg 
noch  beat  jtn  Tage  bey  demCslben  Gefchaft  nehmen^ 
I)leTing/tQxmigfi,^QX^9.  welche  inan  im  ganzen  neiif 
cTJtt  ,4egypten  den  Gewichten  gibt ,  mnb  fehr  alt  fejm ; 
denn,  wir,  haben  ße  bey  den-  Gewichten  gefanden; 
welche  der. Wäger  häJl^  ,... und  bey  den  Gewichten, 
welche  fich  in  fünf  Wagfcbalen  diefea  Ladens  fin* 
den."    -..._' 

Die  Nachen  der  alten  AegyptUr  hatten  in  ihrer 
MiUe  eine  Stube,  derjenigen  ähnlich,  welche  man 
in  dep  Djermes  fipd^t,  welche  Fahrzeuge  man  be|^ 
der  jetzigen  SchüFfahrt  des  Nils  braucht, 
,-.  Die  Bauart  des  Steaerruders  ift  aber  der  jetzigen 
nicht  ähnlich:  fein  Haoptflück  war  ein  Ruder,  we]r 
ches  iich  in  eine  breite PIoGsfeder  endigte,  welche  in 
einiger  Entfernang .  hipterm  Fahrzeug  ins  Walter 
tauchte.  Das  ganze  Huder  ruhte  auf  einer  Art  von 
Gabel  am  Hintertheil  des  Schiffes  nnd  auf  einom  ßSXr 
dem  Ruhepanct,  wo  es  mit  Stricken  befeftigt  war, 
To  dab  es  nur  um  feine  Axp  fich  drehen  konnte :  maa 
brachte  diefe  Umdrehungsbewegung  durch  eine  Stan- 
ge hervor,  welche. fehr  feil  mit  dem  Rudet  verbun- 
den war,  fo  dafs  der  Steuermann  durch  fchicklichee 
Drehen  der  FloCsfeder  jede  Wirkung  erhalten  konn- 
te,  welche  er  z«r  Abänderung  oder  Erhaltung  der 
Richtung  des  Schiffes  wünfchte«.  Die  Stange  hatte 
eine  faß  fenkrechte  Richtung;  ihr  Ende  war  zur  Er- 
leichterang  der  Bewegungen  mit  einem  Rade  verfe* 
hen,  welches  aaf  dem  Dach  der  Stube  rollte;  diefs 
Dach  war  die  Stelle  des  Steuermanns,  und  man  lieht 
ihn  mit  der  Ausuhuni;  feines  Amts  befchäftigt, 

r-4  Die 


j6  MonaiL  Cwrefp.  igof:  AVdVST. 

Die  S^g^el'^er  alten  Jtegjptunr  Waren  Tiereckig; 
nnä  wie  die  imfirigen  an  horizontalen  SegeTftan^en 
ffofg^hähgen.  Uih  die  Segel  lu  iiefelH'gen»  btadita 
tifjna' fotcbe  Löcher  xn  ihnen'an»  welche  man  Schnür^ 
löcher  (^oeillcts)  nennt;  ein  Seil  ging  von  ein'eni 
Loch  zum  ändern  und  wickelte^  fich  jedeamahl  jdm' 
die  Segelftange.  Wir  haben  fehf  oft  das  viereckige 
Segel  in  den  Basreliefs  der  Denkmäler  gefunden';  ibh 
y^he  niemahls  das  dreyecklge  Segel  gefehen ,  welctiW 
inan  jetzt  allein  auf  dem  Nil  kennt*).  "^     , . 

Ich  habe  mit  SorgMt  GemSidts  und  ScuIplareJA 
j^eRicht,  welche  Fahrzeuge  mit  verfchiedenen  Rei- 
hen Ruder  über  einander  vorftellten  ,  haha  aber  iH 
Keiirem  Denk  mahl  dergleichen  gefunden;  ich  bin  da- 
'her  g<?neigt  :tu  'glauben ,  dafs  die  alten  Aegyptier  dle^ 
Tä  Gattung  Fahrzeuge  nicht  gekannt  haben; 

Die  ErkläTung  der  Gebräuche  dea  Begrabena 
fetzt  die  Kenbtnifs  der  religiöfen  Einrichtnngan  vor- 
auf, welche  ein  dicker  Schleyer  bis  jetzt  bedeckt  hat 
Ich  will  lieber  das  Still fchweigen  beobachten  »  ab 
(  Wfichre  Müthm^fsungen  wagen.  Die  Neugierigeil 
köunen  die .  colorirte  Zeichnung  diefes  Theila  dtö 
Grotte  von  EUithias  confultiren ,  welche  CecÜe  an 
t>rt  und  Stelle  gemacht  hat. 

Man  mufs  ans  allem  dietbn  fchliersen ,  chfs  die 
Gebräuche  der  alten  Aegyptier  in  der  Ansübung  der 
ICünßö  der  erften  Nothvvendigkeit  nicht  fo  fehr  von 
den  nnfrigen  entfernt  waren  »  als  man  bejm  Lefen 

der 

*')  Boy  den  Mflnduiigen  xu  Rojette  und  Damiett»  hgela 
fehr  kleine  Fahizeuge  mit  vierec|^gem  Segel ;   diefer  Ga* 

.  .  brtnch  hört  aber  auf,  fobald  Aan  "l  öder  2  Myriametf 
im  Innere  kommt. 


,  VIII.  Gber' Aegyftm.       ■***^  ^j 

itlt  Gerchlchtrchmbfft  ^laab»  follte«  Dai^  Erfolg 
^äogt  in  dieCeii  Künften  von  natürlichen  Bedingnngei^ 
ab;  Weicht  überlill  j^aft  diefelbon  find;  e8'niii&  daher 
irof h vrandfg'  einige  •  yerwandfchaFt  geben  *  zwifchen 
den  Arteo ,  dlefen  Bedingung^  Gnüge  zu  thim  *  und 
folglich  zwifchen  dem  Verfahren»  ivelches  man  an«' 
wendet.  Diefs  ift  nicht  der  Fall  bey  den  Religionen; 
da  alle»  hier  willkührlich  ifir,  fo  hat  die'Einbildttriga» 
kraft  freyes  Spiel  und  kann  fotiderbare'Einrichtan* 
gen  erfchaBFen,  welche  zwifchen  den' V&tkerii  fehr 
gro&e  Unterichiede  und  fogat  Abneigungen"  hwrvor« 
bringen* 

Nachfchrijt : 

Ich  habe  nichts  vom  Verdienße  der  Gemälde  fal 
SleUkiaSf  als  Froducte  der  fchönen  Künße  betrach» 
tety  gefprochen;  ich  habe  auch  nicht  das  Coftdmtf 
der  handelnden  Per  fönen,  erwähnt.  Diefe  Art  von 
Betrachtungen  pafsten  nicht  zu  meinem  Plan;  da  fie 
jedoch  einigen  Lefern  angenehm  fejn  können  ,  fo 
hat  es  mir  fchicklich  gefchienen ,  bey  der  Bekannt- 
machung diefes  Memoires  die  folgendexi  Bemerkun» 
gen  beyzufögen  : 

Die  menfchlichen  Figuren  haben  die  Größe  von 
24  bis  25  Gentimetres  ;  die  Gegenßände,  welche  ich! 
befchrieben ,  ßnd  von  verfchiedenen  Mitgliedern  der 
beyden ,  vom  G.  Bonaparte  20x1  2'j  Thertnidor  an  7  zur 
Befuchnng  Ober  -  Aegyptens  ernannten  CommiQioi^a 
gezeichnet ,  einige  fogar  calqairt  worden ;  das  Publi« 
cum  wird  daher  felbß  urtheilen  können ,  was  lobens- 
oder  tadelnswürdig  in  de»  Zeichnung  der  Aegypti- 
[chen  Gemälde  zu  Eleithias  iß.      Ich  werde  dem  Ur- 

F  5  tbcU 


7&  ^(matlCBVY&Jp^iSQu4V<WST. 

fett».'-,»,*  .,'  'f».'(  :i  .,' »■'    '.^ti.i-?-.  .' .    -^    '  f  .  .    ••     ■         .   •     ■• 

-^    ;  Di0F^rb9Pgebttiig,(<(>ieM-M.>,^ilt  ißk  Jtioch^nQrade. 

m^bekjkBijBt;. ., ,  Man  fiadQt  feichD  Arten  voa  .Farbea, 
cpmhefij^.tQujours.en  uUUes.plaU.  Di«fe  Farbfn.fuid: 
l^latri^b ,  ;Ockergel^ ,  gniq »  blsiu »  woifa  .und  fchw^i^.^ 
lUq.F}.9»fchfi|ri3«  derMauuar,  die  Thiere'UQd 'Werk*, 
xauge  A>Q!4xr§^K»  die  FleiCQfafarbe  der  Weiber  ^^  ^4^. 
Cetra\i^.  imd*  der  ItieioXamap  Hod  gelb  ;    der  Ste^pgel. 

d99  MtÜcP^ji.^^ip^;-^^^  ^^4  W^?j^^^f?  .^^i^.f^i^^  fi?ü*. 
HC  Farbe;  dasWaHer  und  die  V/eintrauben  ßndbl^iiit; 
die  Kleider  fiud  weib ;  die  Haupthaare  der  Meulcbea 
find  fchwarz  und  kraus,  jedocb  nicht  fo  kurz  wie 
bej'den  I^egern.  Die  jetzigen  Rmviohumr  Aegyfteiis 
lair^n&ph  den  Kopf  fcheren;  es  fcheint,  daf»  diefer 
(jebr^u,ch. nicht  bey  den  alten  AegypUern  i^xifiirte. 
^  Jbabne  übrigens  oft  Gelegenheit  gehabt ,  Eingebor«* 
ne  mit  ihrem  Haupthaar  anzutreffen:  es  war  fchwarm 
und  wp|licht,  \yie  in  den  Gemälden  von  MJ^itJüas, 
.  ,  Ein  Stück  weibe  Leinwand  um  die.  Nieren,  ge- 
wickelt, macht  die  Kleidung  der  mit.dem  Feldbaa 
befchäftigten  Männer  aus;  diefe  Leinwand  reicht  bis 
an  ^ie  Knie,  und  bedeckt  überall  den  Theil  des  Kör- 
pers  zwifcben  den  Hüften  und  dem  untern  Theil  des 
Schenkel.  Diefs  iftnoch  jetzt  die  Kleidung  der  Aegyp» 
ufchen  Feldbebauer  ;  fie  haben  aber  auch  noch  jetf  t 
weifse  oder  gelbliche,  aus  grobem  Filz  verfertigte 
Wirbel  -  Käppchen  {^calotte')  ;  der  Gebrauch  diefer 
calotte  iünoth wendig  geworden,  feitdem  daan  den 
Kopf  gcfcho^en  hat;  ein  gefchorner  Kopf  kann  der 
,  4  tmmit« 


TU,  Pyramide  von  Metnphis.  - 


79 


mmittelbaren  Wiilumg  der  Sonnenhitze  nicht  wi- 
derßeheu. 

Die  Weiber iiod  in  den  Gemälden  von  EUithias 
mit -^er  langen  ^feiftien  Twiiea  bekleidet,  welche 
«Dterhalb  der.  Bru&  befeßigt  .und  bif  an  die  Beine 
leicht;  zwey' Tragbänder  gehen  über  die  Schultern 
«nd  halten  die  Tunica.  Das  Gelicht  der  Frauen  ift 
nicht. «erCdüeyett,  wie  es  jetzt  in  Ober-  Aeg^pten 
geCchieft«. 


IX. 

A»i!9ieffung    der    Pyramide 

.  !  von  Memphis, 

leffsD  geograph«Br.  29*  59'  49",  Lauge  28'  si'  ij" 

oder  6'  43'  öftl.  von  Cairo  beßiiumt  ift, 

Von  Nouet. 


JLoflg^^.  Bafii    ..••••«• 

Pii^BaU  d«K  Bafii 

[Ai|gedwg^(^wirtij;eaKaiita  (arrhte) 
LiBga  dar  ganman  Kanta  ••«•«• 

linga  dar  obem  Bafia 

tlaga  ihrar  Diagonala  ....•• 
Höha  der  abgekürzten  Pyramide  «  ,  . 
giiua  Höha  dar  gaHen  Pyramida  «  • 
Lisiga  daa  Vaipondikab  QapoUme') 
Winkel  dar  Kani^  mit  dex  Diagonale  • 
Winkel  dar  Kante  mit  der  Grundlinie  . 
NeiglOiig  d,  Saiten  geg.  die  Ebene  d.  Horjs. 
/       .  ■  


Metrei 

Fuft 

599 
98:? 
633 
662 

Zoll 

227,25 
321.32 
205,85 
2l5i23 

9.7 

8*Q 

li»i 

9.7 

9.90 

13.97 
136,95 

30 

43 
421 

6,0 
9.7 

143.17 
182,82 

440 
562 

11,6 
".7 

41*  42''    2o- 
58      8      40 

51    33 

44 

y 


8»  MmaA,  Corf^f.ig(a,  AVGllST. 

■     .....     ■      ,.    X, 

•  '  Stienn$yM'arehan(ts  l^e^e  um  die  W^lt '    ' 
-ij;  -*4n  den  J;i'i7$ö;  91  und^2^ 

JL'y  .Til.r-T^      '••     {.r\:'J     .,-1         .  '.  '  -♦  .      .     ; 

IJfli^Cer^^erfleBekafiatfo^aft  mit  der  pordweßlichen 
Küfte  von  Amerika  fchreibt  (ich  von  den  IMton  der 
durch  Cortez  gemachten  und  vollendeten  Eroberung 
^ou  Mexico  her.      Cortez   felbft  entdeckte  noch  im 
J,  15:37  die  Halbinfel  Califbfnien  ,  indem  er  alles  ver- 
fuchte,   um  entweder  eine,  fchon  vorhandene  nord- 
westliche'Durchfahrt  aufzufüched  •  xrder  die  min  fo 
nöthig  gewordene  Verbindung  des  Atlantifchen  mit 
dem  stofsen  Weltmeer,  auf  was  immer  für  eine  Art 
möglich  zu  machen.    Diefer  feio  Geift  befeeUo  auch 
einige  feiner  erlten  Nachfolger.      In  diefer  Abgeht 
fchickte  derVicekönlg  von.i2f(?xff(>»  Antonio  de  Men^ 
daza  ,    im  Li  540  den  Francisco  Fasquez  Coronadop 
und  Franc.  Alarzon^  jenen  zu  Lande  und  diefen  tiuf 
äie  See  aus,  um  auf  der  nord welllichen  Kiifte  Ame^ 
rika^s  eine  Mündung  oder  einen  Ausgang  der  von  dem 
Portngiefen  Gaspar  de'  Cortereat  im  J.  1500  aufgefun- 
denen Meerenge  Anian  a uf zu f neben.    Alarzon  fchiffte 
aber  nicht  über  den  36'  nördL  Br.  hinaas,  und  kam  , 
daher  wieder  zurück ,  ohne  die  geringße  Entdeckung 
gemacht  zu  haben.     Im  J.  1542  wurde  diefer  Verfuch 
wiederholt,     Rodriguez  de  Cabrillo  entdeckte  im  41* 
30'  nördl.  Br.  ein  Cap«    welches  den  Namen  Capo 
Mendocinotihielt,    Damit  endigten  fich  vor  der  Hand 
die  weitern  NachforfchiuDgen  der  Spanier  auf  diefer 

Küfte, 


X 


X.  MarchafiSs  .Reife  umdit  WM,  $1 

Kofie^  welchen  doch  An  meiften  daran -gelegen  war. 
Dab  man  nodd  weiter  geben ,  dab  man  felbß  iop  4S* 
noch  aaf  Länder  ondMenfchen  fioben. könne»  er- 
fahren die  nnn  raothloa.und  UQtfaätig  i^ewprdenea 
Spanier  erft  im  J.  1578  «n  ihrem  Xpäterhin  crfolgteit 
groben  Nachtheil. 

Der  £ngllndeir  Sir  Francis  Brake  war  de.r.erfto 
feiner  ^tion ,  welcher  es  wagte ,  durch  die  n4»ch 
kanm  bejunnf  gewordene  Ma^eüanifche  Sttabe  nach 
der  Süd- See  xa  gehen«  £r  griff  aller  Orten  die  Spa- 
fiifcheu  Befiizongen  an ,  fchiffte  bis  zum  48'  nordl. 
Br.  hinauf,  und  fteuerte  von  da  an  bis  zum  37*  30' 
längs  derKüße  hinunter,  nahm  davon  im  Namen  fei* 
Der  Käniginn  feierlichen  Befitz#  und  gab  dem  von 
ihoi  entdeckten  Küßenlande  den  Namen  New  Alhion^ 
anch  führt  ein  in  diefet  Gegend  entdecktet .  Hafen 
noch  heut  zu  Tage  feinen  Namen^     , 

Im  J,  1592  fand  ein  in  Spanifchen  Seedienlien  be^ 
fiodlicher  Grieche«  JuatiJietuea^  eine  in  der  Nähe  de^ 
48^  auch  von. unfern  neuelien  Seefahrern  wieder  auf- 
gefundene grobe  Meerenge  9  durch  deren  Hülfe  Fuca 
feinem  Vorgeben  nach  bis  in  das  Atlantifche  Meer 
wollte  gekommen  Teyn. .  Wie,  diefes  Vorgeben  Glau- 
ben finden  konnte  ,  fcheint  unbegreiflich  zu  bjn; 
denn  offenbar  hätte  Fuca  den  Unglauben  der  damah« 
ligen  und  fpätern  Zweifler  nicht  kräftiger  befiegeof 
können,  ab  iwenn  erßatt,  wie  er  wirklich gethan , 
auf  dem  alten  Wege  zurück  zu  kehren^  feinen  Weg 
verfolgt  hatte,  und  entweder  geradezu  nach  Europa 
gefchifft,  oder  in  einen  Hafen  auf  der  ößlichen  Kü« 
ße  von  Amerika  eingelaufen  wäre.  Von  diefem  aU 
leu  aber  gelf^^iah  nichts,  und  eben,  fo  wenig  weib 


89  StonatU  Correfp.  xgot.  AVGl 

nati,  dars  eine  fo  wichtige  Entdecke 
nutzt  worden  wäre;  vielmehr  bliebt 
von  dieferSeite  bis  znin  J.  1602  ganz 
ti*.  In  diefam  Jahre  erhielt  der  Spa 
Siba/l.  Fizeayno  den  Aaftrag,  im  Nor 
fomien  eioen  ßchern  und  bequemen 
fachein »'  >vo  die  too  Majtilh  zurückke 
neu  einlaufen  ilnd  auaruhen  könnten, 
wurde  auch  wirklich  n^efnnden.  Er  li 
nttrd),  Rr,  und  erhielt  dton  Namen  3Io 
dem  foll  noch  eiui  feiner  Schiffe  zui 
und  44*  ndrdL  Dr.  die  Mündung  elue 
fea  entdeckt  haben »  welcher  noch  he 
nafem  Karten  den  Namen  von  dem  B< 
Schiffet  Miftim  rfpiilar  führt. 

In  !•  t(?4o  tiiud  der  SpauiTrhe  A' 
fM^>  Jt  Dittkt^  in  der  Nahe  des  i;;* 
ATthipel  ^1  /^titn>i  d^ll  Flu  ('s  Je  /< 
•inigMi  i^rofaM  S«en«  Man  fptach  . 
mdUdi  eiuioahl  ghlckllch  aur^rfuci 
fiikrt  und  in  der  That  auf|;rfundc>ne 
dm  frerden  Meere «  w^che  aber  fo  y 
frahfre  d«t  ,^-><*»  4r  l)u\7  douh  di< 
KeMra  einijt  Bettitiguug  ^efuiuleu  1 

S»  wtit  war  na»  wtt  KrtWlv hun« 
Kufi»  vt^  Amerika  j^kv^mmen 
BHDee3)t«»ei»e  Stille  mul  l  i;:b 
dneai  £cfti  mit  diefen  weitem; ' 

•nier  Eüw  n»»  •«n«'  S^-:^e, 
ift^e  «rawr^an  CoUai «    w 


1 


Mm%ßvai  Bi^  wk  die  Wi&.  83 

'orde.  ZweyRnE&fclieSMlMtd;  Smng 
TW  y  entdeckten  im  J.  174t  aliif  ihr^  drit* 
lern  Zweck  unternommeifeDÜei Ter,  di^ 
Küße  von  Amerika  ^  jener  unter  58^  28'»  _ 
'  nördi.  Breite.  Von  diefem  Zeitpancte 
eeleute  diefer  Nation  an ,  die-  Amerika- 
I  vom  ^^'*  bis  nn  den  nordwefiUchßea 
F  genau  zu  unterrncheu,  und  die  Halb* 
famnit  der  langen  Reibe  der  Ahmten  zu 
Aucb  der  Entdeckusgsgeift  'der  Spanier  ||| 

idlich  wieder  einmähl,  nach  einer  ^uh'e 
gkeit  von  mehr  als  hundert  labren.  Im 
n  ans  dem  Hafen  von  la  Pai  niHer  Aen 
i  Ficertte  Fila  einige  SchifPe^äna;  um  in 
»•on  San  Diego  Und  Monterey  förmliche 
gen  zu  gründen.  Dabef  wurden  aber 
Entdeckungen  gemacht.  Die  Spanier be< 
ly  den  Fchon  im  J.  1602  entdecktet!  Hafen 
7  wieder  gefunden  zu  haben.  Nicht  viel 
ntdeckungen  war  eine  zwejte Expedition 
mter  der  Anführung  dea  Juan  de'Ayala. 
lie  während  derfelben  zwifchen  ^em  4^ 
rdl.  Br.  einige  Vorgebirge  und  Buchten, 
ernern  Seereifen  der  Spanier  vom  J.  ijjs 
lelt  die  Erdkunde  keine  Erweiterung « 
iberzengten  lieh  die  Spanier  auf  diefem 
die  That,  dafs  nun  auch  die  Rnffenixbet 
1  hinaus  auf  einer  Küße  NiederlalTnngen 
atten ,  welche  bey  einem  hohen  Grad  von 
and  Wachfamkeit  nur  von  Spaniern  aua- 
r  Weife  hätte  befetzt  werden  li,öxuien  und 
•     '  '  '     *  \ 

fi.\u«  ^ 


f 


8s  «onatU  Comfp.  xSöi.  MGVSTi     ' 

inaii,  dafs  dnc  to  wichtige  Entdeckung  weiter  bfr. 
nutzt  worden  wäre;  vielmehr  blieben  die  Spanier 
vd»  dierer^Seite  bis  zam  J.  i6o!s  ganz  and  gar  unthä- 
tig.  In  dirfem  Jahre  erhielt' der  Spanifche  Admiral 
Sebaß.  Fizifaynodtoeknhragf  im  Norden  von  Call' 
fomien  einen  fiebern  und  bequemen  Hafen  aufzog 
'  fachte/  ^j^  die  von  Mänilla  znrückkehretiden  Galio- 
nen einlaufen  und  ausruhen  kCinnten.  *  Diefer  Hafen  . 
Wurde  auch  wirklich  gefunden.  Er  liegt  im  30*  40 '> 
nörd).  Br.  und  erhielt  dfen  Namen  Monterey;'  anfder- 
dem  foll  noch  eins  feiner  Schiffe  zwifch^n  dem  40 
und  44*  bördL  Br.  die  MÜnduug  eines  grofsen Tluf- 
fes  entdeckt  haben ,  welcher  noch  heut  zu  Tage  auf 
nn fern  Karten  den  Namen  von  dem  Befehlshaber  des 
Schiffes  Martin  yiguilar  führt.' 

Im  J.  1640  fand  der  Spanifche  Admiral  Bartolo- 
meo  de  Fuente  in  der  Nähe  des  ex*  uördf.  Br,  äeil 
Archipel  San  Lazaro^  den  Flufs  de  los  Heyes,  nebft 
einigen  grofsen  Seen.  Man  fprach  aiich  von  einer 
endlich  einmahl  glücklich  aufgefundenen  Du.  jb^ 
fahrt  und  in  deir  Thift  aufgefundenen  Verbindung 
dier  beydto"  Meere  >  welche  aberfo  vi^enig,  als  jene 
frühere  des  Juan  de  Fuca  durch  die  Seereifisn  der 
Neuern  einige  ßeftätigiing  gefunden  hat.  - 

So  weit  war  man'  mit  Erforfchung  der  nord weft- 
'  liehen  Küße  von  Amerika  gekommen ,  als  mit  einem 
mahl  eine  allgemeine  Stille  und  Unthätigkeit  eintrat. 
Man  fchien  ßch  mit  diefen  wenigen  Vorfchritten  zu 
begnügen,  und  ein  ganzes  langes  Jahrhundert  hin- 
durch ivurde  an  diefe  Küfte  nicht  Weiter  gedacht,  bis 
endlich  dvefer  Eifer  vott  diüer  Seite,  wo  man  es  ata 
wenigften  Mtte  efwarttfti^ 'f ollen  ^    wieder. angefacht 

und 


X.  Mtmhfl^s  B4fe  m  £e  Jfik  g} 


und  belebt  wurde.    Zwe^  Raffifche  Seelrate . 
mwl  l/rÄ/rjAoM?  j  entdeckte»  ini  J.  1-^41  auf  ibrer  nrlt-^ 
teoy  "zn  dierem  Zwedk  unternoaiiieiieB  Reife .    dia 
Tiordiveßliche  Kü/le  von  Amerika,  jener  unter  59"   rS't 
dieTer  im  56*  nördl.  Breite.    Von  dierem  Zeitponcta 
fingen  die  Seeleute  diebr  Nation  an,  die  Am^ii«. 
nirche  Küfte  vom  56*    bi»  im   den  nordweaiichaea 
Theil  hinauf  genau  zu  nnterrncheu ,  und  die  Halb- 
infel  Jlaska  fammt  der  langen  Reihe  der  Ateitten  zu 
tatdecken.    Auch  der  Entdcckungspeift  der  Spanier 
erwachte  endlich  wieder  einmahl,  nach  einer  Ruhe 
UBw.  Unthätigkeit  von  mehr  aU  hundert  Jahren.    Im 
'I.  1769  liefen  ans  dem  Hafen  von  la  Paz  unter  Acn 
Befehlen  dee   Vicente  Fila  einige  SchifPe  ans,   um  in 
deu  Häfe|>>'von  San  Diego  und  Monterey  förmliche 
NiederriiQxingen  zu  gründen.      Dabej  wurden  aber 
kem^fiiene  Entdeckungen  gemacht.     Die  Spanier  be* 
&^^en  fich»  den  fchon  im  J.  1602  entdeckten  Hajfea 
T^'V  Monterey  wieder  gefanden  zu  haben.    Nicht  viel 
Gelier  an  Entdeckungen  war  eine  zwejte Expedition 
,^im  J.  1775   unter  der  Anführung  des  Juan  df  Ayala, 
Mui  entdeckte  wahrend  derfelben  zwifcbco  6t\n  47 
und  c*-*  nordl.  Br.  räiige  Vorgebirge  und  Buchten. 
Dvrch  die  Semem  SeereiCm  der  Spanier  vom  \,  1776 
und  -c  erhielt  die  Erdkunde    keine    Erweiterung» 
^woki  aber  iiberzeui^n  fich  die  Sf^^nier  asf  dvettm 
ITi^e  durch  die  That,  dals  nun  auch  die  i^Jjm  tbet 
dba  ^*  Gf»d  hinaus  auf  einer  K:.^  Kiederlallsngea 
fffp«ÜD£es  haticD,  weSdse  hej  e'iuem  h^hen  Gratd  voci 
7%d£B^ät  «nd  WadhJjUBkeit  siur  von  Sptokni  tUMh 
r  Wcik  hine  betest  werde»  käuen  nt:i 


tlv^ 


04  JUmatt*  Correfprigcfi.  AVCtVST, 

^EiDO  ungleicb  beflere  GeAalt  gewanoeQ  die  Eol-  ' 
deckuDgen  des  Twrdwefitichm  Amerika  ^  nachdem:  der 
grofse  W^tumlegler  Cook  diefe  Küften  feiner  An^ 
raerkfamkeit  würdigte.  Ihm  verdankt  feine  Nation 
die  EetdejckoDg  des  JStootka  .Standes  ^  und  mit^lefor 
eine  neu  erö£Pnete  Qaelle  des  Handels.  Er  entdeckt^ 
im  öo""  ff^lUaniB  .Sund  und  Cook*$  River »  Tclfiffta 
iänga  der  H^lbinfel  Alßska  hin,  befuckte  einige  der 
jiteuteuf  und  ßeuerte.fo  weit  nördlich  hinäi^ts  aU 
die  ihm  entgegen  Hebenden  Eismaflen  geftatteteo. 
Cook  war  es  daher ,  weldier  den  wahren  \yetth  die- 
ÜBT  Küße  ins  Licht  gereizt»  and  die  Habfuctit  der 
übrigen.  Europäifchen  Handels- Nationen  zar  nähern 
Unterrucbung  gereizt  hat,  um  den  fo  .einträglichen 
felzhandel  nach  China  mit  den  ßuflen  Q|id  Englän- 
dern ztt  theilen.  Seit  diefer  Zeit  werden ,di£((<eK.üQen 
häufiger  befahren ,  und  zur  Erleichterung  dlsSi  .Hau» 
dels  auch  NiederlalTunoen  dafelbft  gegründet.     "^^ 

Auch  diß.  Fr ofizofe^i  fingen  an,  ihre  Aufmerl^m- 
keit  nach  diefer  Weitgegend  zu  richten.      Im  J.  if§i 
verliefs  de  la  Piroufe  den  Hafen  von  Breß  und  riph^^ 
tete  im  1.1786  feinen  Lauf  nach  der  Küfte  des  nord- 
weftl.  Amerika.    Erging  unterm  60**  nördl.  Br.  bey 
Mont  SaiiU'Elie  ans  Land^  fuhr  fodann  an  der  Küüe 
bis  Monterey  eine  Strecke  von  470 Meilen  hinab,  und 
unterfuchte  vorzüglich  jenen  Theil  derfelben «  wel- 
chen Cook^  durch  widrige  Stürme  verhindert»  nicht 
befahren  konnte.      Er  fand  im  58"  40'    einen  gutep 
Hafen,  Port  des  Francais  ^  zwifchen  dem  54  und  52*  - 
ßiefö  er  auf  grofse  vom  feßen  Lande  abgerilTene  Land- 
Xbiche.    Ofilich  von  diefen  Ländern  fah  er  den  Archir  . 
pel  von  San  Lazaro ,    und  berichtigte   oder  beftä- 

tigto    . 


ZJ  Makhimi'sTirifi  um  'die  WitL'  g^'. 

ejß  ihrdi  äet  Lä&f  reihet  Ubiemtlimiiog«]!  efnigtf 
AfUieve^  alier  von  den  au  vorfiGhtigeii  •wod  gefaeinoL*: 
iftCftoHlm  Spaniern  kanm   bekannt   gemaichte   Ent« 
ifaebingen. 

';'  Gbigleich  diefeKüfte  roa  nieiiÜRi&:fe  häofigbe«* 
liidit  wird,  als  voh  EngUlchen  Schiffen-»  fofelilte»v 
d&ch  atfch  nicht  an  Spanifchen  nnd  Portugiefilchen. 
S8eiihrefii,  welche  lieh  dahin  wenden.  -  Anchna) 
Üä  vantiinigten  Amerikanirchen  Staaten  gehen  SchüGEa;. 
dalün.'  '  Nur  ift  liBider  ztt  bedauern »  dab  die  neneB* 
l^re  der  Spanier  unter  Malejpinä's  Anfahrnng9:dnrck 
deren  Hülfe  wir  vielleicht  eigene  und-  neue  Au&C 
JädälEB  hatten  erhalten  können ,  nicht  gröbere  Vor^. 
ftiülle  gewahrt»  aü  ob  fie  gar  nicht  gemacht  wäreu 
TÜ^dlefpina  fowol  alr  der  Redakteur  reiuer-Reifb. 
ibcH  'zur  Stunde  im  Gef^ngnib  feftgehallenwettdenv 
A)  fcheint  tut  eine  BeFfiedigaog  unferer  Wiibbegienb., 

iffle  Hoffnung  zu  verfchwinden.  1 1 

'<Sd' (landen  die  Sachen  bis  zum  Jahr  1790«'  Sin 
emzigör  Pranzöfifcher  Seefahrer  hatte  bia  dahin  cnt» 
Aülfhellung  jener  Gegenden  mitgewirkt;'  alles  übrige 
war  darch  Engländer,  Spanier  und  Amerikaner  au* 
Jer'UrlÜdie  gerchehen,  weil  man  fich  in  FrankreichL 
mit  einem  Handel  nach  der  Nordweflküffe  von  Am», 
rikä  nicht  eher  befalTen  woHte,  als  bis  mehrere  ei- 
gene Schiffe  diefer  Nation  eine  Reife  um  die- Welt 
gemacht  t  und  fich  von  dem  Zuftande»  den  Beding 
gungen  und  Vortheilen,  fo  wie  auch  von  den  damit; 
verbundenen  Schwierigkeiten  auf  der  Stelle  felbfll 
nbertengt  hatten.  Diefe  Vorficht  war  um  fo  klüger 
and  nothwendiger ,  da  die  Englifche  Compagnie  von 
Hootka'-  Sund  ,  nm  fich  in  einenl'  ausücliliels^ndea 
C6f^.  ly.  B.  1801.  G  Han- 


S6       ^   Mänall.  Corref^.  Kor.  AVaVST^ 

Handel  zu  erhalteB »  den  Erfolg  ihrer  Sendiuigen  im«, 
ter  Anfuhruiig  der  Capitaine  Phrfilqck,  Dixon,  Cd* 
TteU  und  Duncofi  geflÜT^ntlicb  picht,  bc^aont  werd^ 
liefs.    Auch  Mearee  Nachrichten  waren  zu  jenerJjcit 
Bodh  üicht  i'fD  'Dttf ck  erfchieaen ,  und  die  Ungewili- 
hekt\ih€T  deMPit^oufe's  Schickfale  verarfachte  noch 
imaier,...da&  man  mit  der  Heraasgabe  feinet  Tage* 
bttdia^  «cl^ert^.    Man  wufste  aber  der  Ttelen  dahin  g^. 
Jcheheneo  Steifen  ungeachtet,  in  Frankreich  yon  der 
Bekhaffenbeit.  diefea  Handel^  wenig  oder  gar  nicht«» 
Ua.endltcb.f^iA  glücklicher  Zufall  ins  Mittel   trat 
Ein    aua    Bengalen    zurückfegelnder    Franzöfircher 
SchiffflL«Capitain»   Etietme  Marchand,    kam  auf  der 
Btehde  von  St*  Heleiu  mit  dem  Englifchen  Qipitaia 
Xvrtlock  zafamment   und  erhielt  von  diefem,  wel* 
<^er  kein  Arg  hatte,  gröfAtentheils  die  längft  erwar- 
teten Auffcblüffe.    Marchand  theilte  fie  gleich  nach 
feiner  Ankunft  in  Marfeille  dem  HandeUhaufe  Baux 
mit^  welche«  diefe  Gelegenheit  nicht  verräamte«   am 
den  Handel  und  die  Schiffahrt  feiner  Nation  zu  er« 
weitern ,  und  lieh  allen  Geßdireu ,  welche  jeden  er« 
fien  Verfuch  gewöhnlich  begleiten ,    ohne    weitere 
Rüdtficht  grofs.müthig  unterzog.    Da  aber  eine  Aeifa 
um  die  Welt  auf  drey  oder  vier  Jahre  groCse  Vorbe- 
Teitungeb  nothwendig  macht,  und  ein  biobes  Hau- 
deishaas  weder  WafFengeräthe«  noch  einen   Voi;rath 
Tou  den  zum,  Taufch  erforderlichen  Maoufactur- Ar- 
beiten beßtzt,    fo  muCste  dies  alles  nicht  allein  her- 
beygefchafft,  fondern  noch  überdies  ein  eigenes  Schiff 
gebaut  werden,  welches  den  Stürmen  des  fiillenMfe-. 
res  glücklich  widerftehen  könnte.     Alle  diefe  Hipder- 
ailFe  wnrdcm  befiegt;  ohne. Verzug  wurde  für .^le«, 


Trl^i^fiancfs  lUife  im  die  Wdt.  87 

[brgt»  nnd  ein  Schiff  tod  300. Tponea  gwx  nach 
^rehflnd'f.  Angabe  gc^at ,  und  um  der  iäD|;ern 
Adr  ^urillen  mit  Kupfer  beCchlaveq«  Waarej|i«  Maiid-> 
rrath  and  Waffen,  alles  wurde  hexhej  gercbafft« 
tAnfangdea  Januu  1790  lag- dad  Schiff  bereit»  an^ 
Segel  zu  geh^»  aU  nuglu^Micherweife  dielrrun» 
I  zwifchen .  Spaoieo  und  Eugland  in  Betreff  det 
<^ka- Sundes  den  Ausbruch  eines  Krieges  zwi- 
^U  bejdenNationeD  erwarteu  ,lier>en.  Zum  Glüd^ 
.r(le  diefer ,  Streit  durch  Uuterhaudluogen  gütlich 
1  frühzeitig  be>gelej*t.  So  wie  die  Ruhe  berge- 
it  war  9  wurde  fchleuni^ft  an  der  Aubführuiig  dea 
Icurze  Zeit  aiiisgeCotateu  Utuernehmens  gearbeitet. 
Tchaiid  wählte  üch  zu  GehüUen  die  Capitaius  P/er-  ' 
Majffe  und  P.rosper  Chanal.  Sein  Etat  -  fnajor  be- 
i4  ans  füiif  Officieren,  zwey  Chirurgen  und  drey 
.ontairs.  Das  gauze  Schiffs  -  Perfooale  belief  fich 
-EiufchluXs  des  Capitains  auf  fünfzig  Manu«  Das. 
ijff  führte  «ierVisrpfündor,  zwey  Haubitzen,  neb'ft 
r  fteinernenStückeu,  und  war  mit  kleinem  Feuer«> 
»ehr  und  Ammunition  im  Verhättnib  gegen; fein« 
nanuung hinlänglich  vcrfoben.  Der  Solide^  (dies 
r  der  Name  des  Schiffs)  kpnpt^  noch  vor  dem  13 
;:,  des  J.  1790  in  See  gehen.  Nur  fchien  keine 
ffaun^  ,  dafs  4^/xrrAa///2  vor  Anfang  des  eigentU* 
n  Wintets.  das  Cap  Hont  erreichen  würde.  Im 
len  Vertrauf^n  auf  XlfirchatuS^  Seeer fahrüug  Crtzto 
L  das  Haus  l^aux,  auch  über  diefe  Bedenklichkeit 
^eg,  und  e^.W^rd  b<> fehl' «iren,.  der  Solide  foÜte» 
:  iüeiue  Zeit  zu  verlieren,  uirj^Qn^^  anhaUen«  und 
r  im  driiigendricn  Nothfalie  in  einem  Hafen  von 
kfiUen  fnfches  Waffer  eiunehm^qm  -  Am  14  J3|edMr« 
G  a  .^        '^«t* 


8i^  Mbikitf.  Correjif.i8ouAfGV^r 

rBfneÜB  tler  Capitain  MarcKar^^AitTHsiteh  von  Mff> 
feille»  entledigte  ßch  zur  Ziäfriedenhek  feiner' Com« 
initteätdn  des  ihm  gemachten  ;i Auftrag  ,  und- kam 
ifäch  20  Monaten  wieder  glücklich  in  TrankreicK  abl 
Dicfe  V^eitt  hat  fehr  Viel  eigene^  md  vinter Gcheid^ 
desl'*  Sie  iß  fo  zu  Tagen  die  einzige  Reife,  welche did 
Franzofen  nach  Bdugninväle  umdielVelt  gemacht  ba^ 
bbn.  Sie  wurde  nicht  aaf  Koßen  eines  Staats,  fondern 
eines  Frlvathaäres  gemacht.  Das  Hatis  ßaux  hat  fich  da« 
dnrch  einen  bleibenden  Namen  gemacht,  und  es  ift-aL 
lerdings  berechtigt ,  auf  den  Dank  feiges  Vaterlandei 
vnd  dei*  übrigen  Welt  Anfpröche  zu  machen.  Diefe  Bei« 
fe  gefchah  in  möglichfter  Kürze  und  Eile.  Das  Schiff" 
fegelte  immer  fo  viel  möglich  den  geraden  pnd  kürze* 
ften  Weg,  und  hielt  nie  länger  an,  i&Is  es  nothwendig 
M^ar.  Rechnet  man  die  Tage  der  Dandu^geu  und  deS 
Stillliegens  ab ,  welche  zum  Handel  und  zur  Unterfu* 
chung  der  Küften ,  oder  zur  Einnahme  frifcher  Lebens* 
mittel  verwendet  wurden ,  fo  kommen  auf  die  wirk« 
liehe  Reife  nicht  mehr  als  16  Monate  und  8  Tage. 
Während  diefer  Zeit  hat  das  Schiff  nach  Auslage  des 
Lockbuchs  einen  Weg  von  14824  Franzöfifchen  Mei- 
len, folglich  einen'  Tag  in  den  andern  29^^  zurück 
gelegif.  'Auf  diefe  Art  würde  es  nicht  unmöglich  fal« 
len^  eine  Reife  um  die  Welt  in  7  oder  8  Monaten  zö 
vollenden,  wenn  es  einft,  entweder  der  Natur  gefal^^ 
len^  oder  dem  Kunftfleifs  der  Menfchen  gelingen  ibil- 
te,  den  Ifthmus  zu  durchbrechen,  welcher  das  füdU* 
che  Amerika  mit  d^m  mitternächtlichen  verbindet. 
Diefe  Reife  zeichnet  lieh  noch  fertaer  aus  ,  durch* eicie 
Reihe  vortreffllicher ,  und  von  beyden  Capitaiaen  zn 
gleicher  Zeit  gemachtem  fafltononiifctor  Beftimmungen; 
1  '  Nichts 


Wicbtai  aber  Ymi^r/cifdidet  diebHeirefo  fehr  vpoaU 
teo-  übiigei^i  :alf .  di^.  Qoelle»  aiüi^  welcher  NachrichteB 
daffon  ^deffl.PablicQin  mitgetheiü  werden.     £8.kanii» 
£lch^wegen  der:.£^kaDotniachiiDg  diefer  Reue  4im  fo 
ma^t  fSltickwünrcbeu ,  da  fie  beinahe  gaozunt^bU^ 
ben  wäre.     ZyfAt  l^Am  der  Gapitain  mit  aUeo  (einco) 
Stereo. glüqlüicb nach  Frankreichzarück;  er.übeih 
n^in  aber  gleicb  nach  feiner  Aückkanft  eine  weiter 
re  Sendung  nach  Isla  de  Fraace^  wo  er  fiarb,  ohne 
di&  jemand  M^elfa,  ia  welchen  Händen  fich  (eii^  T:s^7 
gebiich  befindet, .  *         .  ...  .  . 

:  ..  Da^iin  Paria. er Cchienene  Werk  onter  dein  Ti- 
tel ^<  Foyage  autour  du  mande  petidant  Us  annies 
VJ90  ,  r)9i'0t  J792  ,  par  Etiennti  Marchand^ 
pricedi  d'una  iulrpduction  lüfiorique;  auquel  Cf\  a 
jßkßt^  Ajt.  re^har^^  für  Us  terres  außrdUs  de  IXtuke  # 
i^.ipi  exßtnen  critique  du  vayage  de  Roggeween ;  i^c 
cartes  etßg.:  par  C  P.  Ciaret  Fleurieu,  de  T^- 
ßtidäS  Sciences  ep>  des  Arts  et  du  Bureau  desjlangit,  9'^ 
äFaris^de  Vimprimerie  de  la  lUpubUque,  An  Vl% 
VII\  ob  FJlh  Avee  16  cartes  ♦)  ;  ift  folglich:»  -we- 
^  der 


'«^^  Von  didfem  Wtfxke  find  vier  rett4^mi99  in  gleipher 

-Z«it  TenmAaltote  Aofltgen  gemacht  worden.    Die  ?t$ohu 

- 'ausgäbe ,    aof' fuper feinem  Velinpapier    thartu  maHöma^ 

-wovoq  nur  wenige  Exemplare  abgezogen  worden^  die 

nicht  in  den  Buchhandel  gekommen,  londcfa  nur v Ter* 

fehenkt  worden  £ad,  begeht  aua  vier  Binden  aagr.  4. 

'     Der  Heraotgeber  Erhielt  ein  Exemplar  Ton  dem*  Staata- 

^   '  rath  Fletsrieu  v  sam  Gefchenk  ;   et  ift  mit  VerbeUeningen 

»     uad  Zoffttzeh  eartonnirt.      Die  «we^rto  Anagabe  ift  anf 

•^     fai^lBinim  VeUepApier  Charta  maxima  ia  S«    9  BAnde. 

,G  i      •  .  .  f   y.  ■■    Di^ 


9cy  Monath  Coftefp.  lioi.  AVdS^TJ  ' 

der  tron  Marchäitä  felbd  verfärst ;  Ä«lth  ans  fcibM 
Papieren  und  Nachrithten  genotnoien.  '*  Die  Welt  iMt 
dem  Abfeheii  nach  nlehts  dabej;  Vetlöi^d,  aüd  0b  Ig^ 
'|r%rt*tvenig  Einficht  dazu,  um  fich  zu  überzevgeiiy, 
^^S^hiaieT  Marchaftd:^  eigner  Bearbeitung  die  Befcht^fe 
bnng  feiner  Reife  (b'gut  und  fo  belehrend  würde  a«»! 
gbfallen'  Teyn.  Man  kann  vieTmeÜr  behatKjtten .- i^ 
^1^,  nach  der  gegenwärtigen  Form  des  Werkt  zft'iur« 
theilen,  vielleicht  wenige,  Tielteicht  gär  keine  Red« 
Tebefchreibung  gibt ,  weiche  di^fer  au  die  Seile  ^ 
fiellt  werden  könnte.  Unter  den  Händen  eine»  J^mM 
^f^.^dies  gegen wkrtigen  Staatsratha  tttid  Präfldebten 
der  Stctiön  de  la  Marine  ^  welcher  der  eigen  tltcdo 
Heranageber  und  Bearbeiter  diefer  Afäfe  ift  ,  lieft 
fiüfa  wahrlich  nichts  geringers  erwarten.  Hier  er». 
fcheim  kein  Schriftftelier.  weichet  f fit  die  Melle  JttH; 

bdle*? 

-    Die  dritte  ift  inf  gewMmliohe«  guten  Sekreibpapisr  iu  4; 
t  ■    4  B.    Die  -viecta  auf  Schreibpapiet  inS«  in 5  Bindee...  Ztt. 
.  . .  jed«r  diefer  Ausgaben  gehört  ein  Band  in  4/  1|relch«  ^ 
\/ieue  Eintheilungt  und  die  neue  hydrographifche  ^  von  dem 
Suatsrath  Fleurieu   rorgefchlagene   Nomenclatur  mit  den 
diixn  gehörigen  Karten   enthält.      Von  denifelben  Bande 
''  'ift' abermahlt  eine  befondre  Auflage  in  4 -varanftalm ^rdr« 
-'     den;     welche  die  Anwendung  det    metrifehen  DeebnaU 
Syftems  auf  die  SchüFahrt,  mit  Tafeln  und  KartemnaU 
«      halt     Diefe  sweyte  Auflage  ift,   wie  nnt  der  Staattrath 
-•    'Umtrieu  gefchcieben  hat,   von  der  vorigen  nnr  dadurch 
TevCchieden ,  daft  auf  der  Ceneralkarte.  die  ganze  nettsEin» 
theihmg  und  die  -neue  hydrographijche  Nomenslatwr  ange« 
braefat  und  ganz  aufgefchrieben  ift,  wie  fie  in  dem  Me- 
moire des  Staattratha  Vor^efchlagen  wördea;  indererftea 
Ausgabe  find  nur  .die-TorsOgU€bften>iuiid<}fisDptT^lade» 
i-sungeo  angedeutet.    «,  Z. 


X.   TUhrchand^s^^  Reife:  um  die  Wdt  9^ 

itat«  fcoderD  Hb  6erchäfwttift*Ki«.-wieklMr:io  dt*- 
11  Fache  ^tiz  XQiHaure  ift^  wcIchAr'iHes,  waa'iik 
tk  befchriebeaeof  GegÄiddn  voo  frOtesa  Seefahrern 
[ehefaen  ift,  weiFfl;  gelefen  hat,  md^mit  dem  ge^ 
awärtigen  vergleicht.  -  lMiai>  lieft  hier  nkiht  Mofiie 
ttiea  DDfd  Orte,  Schi£FsbachrichteoyVitnd  bia  zum 
el  gewordene  Wiederholungen.:.'  Auf -jeder  Seitü 
bc  man  auf  gründliche  BemerkuDgev;»;ajifSchltiiEe^ 
Iche  man  läugft  hätte  machen  Xoilen»  anf  eineMen* 
▼OD  Quellen,  welchedabey  benutzt' worden ,  -nud^ 
I  die  Sache  kurz  zu  filTen ,  man-lieft  bey  jeder  In« 
,  bey  jedem  Lande,  welchea  Marchaad  hfXnzhXt^ 

Gerchichte  diefoa  Landes,  fo.  we&runiere  Nach^ 
liteo  reichen,  mit  einer  feltenen^'Beleteaheit  uttd 
(larleylichkeit  behandelt.  Die  ^  Grundlage  diefiei 
irki  nracht  ChanaPt  Tagebuch  ans.  d  Ana  diefem  ift 
iiiftorirche  Theil  des:  Werks ,  nefaft.deD  «äutitcheil 
Schreibung  der  bereiften  Seehäfen  und  Ruften,  ge« 
nnien.  Mitunter  wurden  auch  'dieoNachrichteot 
^ScfaiSschirnEgen  HohUt  benutzt..  .Dittaftronoooii^ 
Ml  Beobachtungen-  und  Beftimmungemfind-  theiUf 
esnothigiß,  dev-£rzähittng  eingefchaltet,  theilSf 

die  Überiichl  zu  erleichtern»  mit  qodi  gr&fseret- 
Iftändigkeit  in  eiligem  eigtocto  Bande  geXantmelC 
Mleia.  Übei:liaupt  ift.  aech  bey  der  Hecapsgabe  dse- 
Reife  durchaus  dafüi  geforgt  worden » .  däifs  die  £r*; 
long  nicht  zu  US^  darch  nautiCdie^aftronomifcbe 
r  aatnrbiftorilche  ISjetaüs,  auf  eine  anr  zu  oft  an» 
etiehme  Art,  janterbKOchen  würde«  Za  diefem  Ein» 
srhielt  jeder  diefer  G^geaßäude  Seine  eigene  Ab- 
ilang. Die  beyden  elften  Thei)e  befchäftigen  ficfa» 
»ft4er  Einleitung,  mit  dem  hiftorifchenTk^ilf  odex 

ö  4  ^ 


9?  'JUöhatL  Carrefp.  igou  JVOyST:: 

idtt  eigMtUdwiL fHeife.    JKeEiiiititaDg  telh^  rv^ 
fieiiafft  ek>äY(dftii|d>ge  Überficht  vQ&alleiii «  wm  (eir 
fMiJahren  ao  der  nordweftUchea  Amerikaoirchefi  K^ 
Aa  Ton  Emso^illerugethaniind  upteroommeii  w«X^ 
«Hd'  gaböpt  mit  iu  den  belebrendßen.  Theilen  diebl 
Werks.      Der.dntte  Band  enthäU  :die  Ukngen^rmA 
BreltenbieftimtiinDgen «  nebfteineiii 'Anhange  mar'voi^ 
liergegangenpAtReiregefchichte.     Der  vierte  behaiii 
delt  die  natuxbifiQTiXchen  Gegenfiände  aaa  allen  Rei^ 
<£hen.  ...  Eiavgleichea  gefchieht  durch  einen  .grolaeQ 
Theil  des  fiiüften  Bandes «  nebft  einer  Unterfaebusg 
über  die -von  Z>/iAtf  im  J,  1578  im  Südmeer  entd^tkr 
isik  Infeln  und.  Häfon. .  Auch  wird  in  einer. vierten 
^Abtheiliiag  idierea^Tbeils  Roggewein\  Heire  amidie 
Welt  mit  Hiniicht  auf  die  von  visrfchiedenen  GM^ra*- 
jjibea  angegebene:  Lage  der  Orte  geprüft  und  '«nteip- 
fttcbt.  >  Dep^ibobfte  Band  fcbliebt  mitl  Beobachfcnkigett 
über  die  .bfflrogcapbirche  Abtheilung  derErdev'tiMt 
Hinige  in  Vorfohlag  gebrachte  Abändernngen  in  der 
ateg^meiiheniijbd  befondern  ßen^eonung  der  Hydrogrä* 
phie.    Erlehrt'nooh  überdies  die  Anwendung  des  Der 
dttial-'SjftedSB  auf- die  Hydmgrapphicf  und  SchiffiA 
RechnuDgm ^'  itiit  den  dazu  uöthigen  'Tabellen.    Den 
BefehldGr.xtiaobin  fanfi^ehn  Kaine0(  deren^ zweyidSe 
£infleitang{-tMd  ei IF,  tfaeil«  «Ugemeine ,  theils  Special- 
Karten  ft  MarMaid*%  Reife  ^tfrläutern.    Die  ztl^  Jlodi 
fil>Tlgen  Karten  ftellen  JDrö^Vs^nnd  Roggeivem's  Ent- 
deckungen hr  der  Süd  «See  dar,     Die  eingeftl^oten 
Bemeikdugeib  Und  l^mmtlicb  vlwi^dem  Hera'nagMbev 
dlererReife^nbäiäaiTenals  (»'Mele'Beweire  rein^^hell 
und  fcharf Gehenden  Ur theilskf^ff-angereheq  werd«ii,^ 

,    -*   -  Gegen 


XL  ZciAeflimmimg  nach  e,  neu^.H^ode.     93 

r.  Gegen  die  Sitte  and  den  Gebraoch  aller  Reifebe- 
fclureibnngen  naLdie  Welt«  führt  der  Herausgtber  oh* 
ne  Umrcbweife  Teine  Leier  fogleich  zwi  Sadie  felbt^ 
da«  heiCst»  su  Urtheilen  ünd.Beinerki^njg^n  /  welche 
dieCer  Reib  eigen  find ,  um  Ce  von  andern  wefent« 
lidi  za  doterfcheiden.  So  viel  im  Allgemeinen.  Ini 
nächfien  Hefte  diefer  Zeitfchrift  wenden  «fir  uus  zum 
interellanten  Detail  der  ReirebeCcbreibqng  felbß. 

XDie  i'ortßtz.fol^t.^ 


•■'■■'..  ■  -IX«  "  »    '  .^'-  ■"«'■  •  ■ 

.   genaue  Zeitbeftimmung 

aas'  -i   i. 

correfpondirenden  Sorihen-Diftanzen  11.  f.  w. 

Aus.. einem  Schreiben  Z)e  Lambre*%  ,    Mitglied«  de# 

National- Inllituts,  und  des  Bareau 

des  Longitudes. 


Paris,  4 Prairial  an IX  CM ^'^7  1 801O 

iVjLi't  dem  gröfsten  Vergnügen  habe  ich  in  d«m  April- 
Hefte  der  M.  C.  Ihre  neue  Methode  geleTen*  die 
wahre  2^it  aus  correjpondirenden  JDißajo^i  zwifchen 
,cunf9i  ^l^ramiifchen  und  einem  in  der  IVfittags-Fläche 
behndlichen  irdifchen  Gegenwände  zu  rinden.  Sie 
fordern  die  Lefer  apf,  ihre  Gedanken,  dariiber  mit. 
zQtheilein.  Mehr»  um  Ihnen  zu  zeigen,  mit  welcher 
Aofmerkramkeit  ich  Ihre  Abhandlung  meditirt  habe « 
ab  viel  etlwbtichea  daifüber  eü  fagen ,  nehme  ich  mir 

G  c  die 


94  Monatt.  Correfp.  igbi.  AVGVST. 

. .  '■  - .  ■  ■       ■  •* 

die  Frejhoit,    Ihnen  meine  fiemerknngen  hiefaber 

mitzutheilen.  ^  .  *' ,  *' 

Mir  rcheipt,  dafs  man  adE'eine  noch  einFächere^ 
Art  die  MÄtagsverbelTerung ,  fiir  cörrcTpdni^iTende 
Difianzen  erhalten  könne,  aU  die  Sie  Sl  i^o<^  Ihrer 
Abhandlung^  vorgetragen  haben.  Närnlio^  ':  '^jTty 
p  ~  ^'  —  jpf  fo  ift  bekanntlich  die  waWe¥1)rineI| 
'  welche  a^ns  dem  fphanfcBen'l!)re7ecl£ ''oiTmtftUbu 
folgt : 

*"  \    30  ""^     \  Sin.  t  Tang,  t^ 

In  der  gewöhnlichen^Methode  correfpondirender 
Höhen  id  ß  der  zwifcheo  dmi  Fol  und  dem  Zenith 
begriffene  Meridianbpgen ,  weil  man  hier  den  himm« 
lifchen  Körper'  mit  dem 'Zenith  rergteitfat;;  Nimmt 
man  einen  andern  Pnnct.  dei  Meridians  zum  Verglei-^ 
chungBpunct  an,  fo  bezeichnet  p  gleichfalls  di^J^nu 
fernung  des  Pols  zu  diefem  Puncte,  und  die^Formel 
ift  'allgemeio.  Es  fey  A  die  Eutfernang  diereiPahcu 
vom  Zedith,  To  hat  man*  '"'^ 

PZZ90''  —  (|)H-  A  =  90"  -H  (A— $) 

daher  Cotg.  ß  =  —  Tang.  -(  A —  (p}.     Dies  verän- 
dett  die  Formel  in 

""   V  30  y     \  .         Sin.  t  Ttng.  t^  —  "**    \"lo"y 


(^ 


'»'ng'  CA--»>    ^    Tang.  S  n 


Sin.  t  Tang. 

Und  diele  Formel  bleibt  immer  diefelbe',  'das  Rferi- 
dian-Abfehen  jmag  über  oder  unter  dem  Höirizonte 
feyn*)      Wäre  es   im  Horizont  felbft ,    fo  würde 

/I'ang. 

^  ^^  DisüoFonii^  ifi,mit4«c  mnaigea  voUkooiaif«  sivorbf« 


XL  ZiiAefimmung  nach  c.  neuen  Methode.      95 

Taag.  (  A  -7(^)  XU  Co^.  (^  werden,     Wf^xe  cbi«  l^erU 
diaOr'ZeicbeiLin Notden und  unter  dem  Pol«  fo.hä^ta 
■Mii  ß  or:  A  ^  (9o*-fCp)  z:  A  -f-  cp  —.90*    und 
Co^  0ZZ  ^^  Taog.  (  A-4-<i>)  f  und  die  Formel  wäre 
iMHtm  'wie  hier  oben ,  mit  Ausnahme  des  Zeichea 
ftr.i«>.;:.   .r, ..,  .  .......... 

-  S«  409  oben  bej  der  erßcai  Formel  haben  Sie  das 
Zeichen  if-^  beym  zv^eytßU  Gliede;  es  ift  aber  ein  oC- 
fenbarer-OiradiLff hier.  Denn  äie  lagen  einige  Zeilen 
tiefisr,  daQi.das  zweyte  Glied «  oder  die  zwejte  Tafel 
toUkontnW.diefelbe  bleibt»  wie  bey^correfpondiren« 
den.  Sonn^rih^faen ,  und  Sie  haben  folche  anch  auf 
dJeÜB  Ayi^.ganz  richtig  angebracht.  S.  411  ift  au«  ei- 
tim  y<r£ib4p>,  wcilchßs  aber  gar  keine  Folgen  hat» 
ik^.'ügHe^n^  von.45''  2k'  f  ftatt  der  Cotmgente  ange« 
lelsA'.^QI^den ,  wie  es  auch  ganz  recht  bemerkt  Qeht; 
rerbelEert  man  dieCe  Kleinigkeit » lößimmendieDiieob« 
•iihtiiDgffn  ;noch  beiTer.  "^ ) 
■.»■-*'?:.,  ....  Mei* 

r 
lt.  ' 

lud  lagert  AS  der  Berechnnng  oicbM«  Um  ^  so  erh«!* 
..  :  üa  s,  mlib  ixiin  -^  von  ^**  abziehen  ,  o3flr  dasa  itädiren» 
Mchdem  dai  Abfehen  über»  oder  unter  dtm  Horitont 
Acht:  der  Uaterrchied  ift  bloft»  dab  ich  >(/  bey  der  Pol> 
höhäj^  DeLamhre  bey  der  Zenith-Difianz  anbringt ;  diar- 
'Recününg  bleibt  gans  diefelbe,  nar  ift  De  LMmhrt^%  ana» 
fytifcher  Amdruck  allgemeiner«  weil  bey  ihm  die  Verla- 
derwig  dee  Zeichens  fcbon  in  der  2ienith-Diftj|ni  liege 
■       ■  P.Z. 

*3  Naeh  dieftfr  Verbeflernng  wird  die  Mittigt  •  Gleichang 
-f'-'l6i*d5,  und  der  aoe  den  «orrefpondirenden  Diftansem 
<  •     gafaedfa*  lAlictig :  ftinomt  mit  jenem  durobs    Ddituigt« 
/:  Ararohr  sxhalieneB  bis  auf  o»'o4.    v.  Z. 


'Mdises  £rachteii8  Jäfst  fich  gegeo  Ihre  Methode 
gar  nichts  'ein wenden«  alaetwa  die'  Unbeftüodigkeit 
Jetr'ErdftrahlenbrechuDg..  AUein  es  ift  leidil  •«  de0 
Be weis  zii  geben,  dar» anch  diefe  die  Beobaditiiogen 
ilk&t-'iHiA^Bkei'  lAach^tf-  Miine.'  'Man'  könnte  (cioB 
überhaupt  darauf  antworten,  dafs,  da  das  Meridian« 
jAlircJheb'^nr^t  fehr  weTt'^^öitt'  Beobaehtüngsortent* 
fernt'id;,  dieirdifche  ^trahlenbreehün^v  welche  on^ 
^ß)ir^V'^^  dazwiföhed  %fegtiff6n«n  Bogens  ift-,  ail 
kth  VichW  fehr  wenig  betragen  mur»,  «ind  dab  folg* 
lieh  ihre  Vef'ändernng  keiiyen  merklichen  ^EniAüb  'auf 
äie  Zeitbeftiin'itfung  hAien  könne.  Eir  iß-tf^di  Teli^ 
leicht  ;=^di0  Wirkung  ^efes- EinfiuiTee  if bi&  AbtgerFoii» 
niel^tt  berechnen.  Wir  wollen' den Tchtinimften  Fäll 
annahmen,  Ich  habe  n^mlkh  gefunden-,  därs^ie'Ve^* 
änderiingeri'  der  Erdftrahlenbrechnng  ni^'-gantanf 5 
Minuten  gehn,  und*  das  rwar  bey  einer  Entfeimiing 
des  Gegenllandes  von  10  bis  12  taufend  TtfifefH  beyof 
Ui^tergang  der  Sonne  und  bey  neblichtem  Wetter 
(^temps  de  hrume^ .  So  nnwahrfcheinlich  diefer  Fall 
iß,  fo^vttUen  wir ' doch  fefzen  ,  dafs- eine  Verände- 
rung'dei'  Strahleobrechung  von  3  Minuted-bey  Ihrem 
Meridian -"Ab  fehen  Statt  gefunden  habe,  fo  wird  der 
Fehler  bejijiKrcr  Beobachtung,  wo  das  zwejte  Glied 
der  Mitt^s  -  yerbeiFerung .  ungefähr  in  feinem  Maxi- 
mum, war»  fejn: 

^d  —  ^-S Sin. 3'  —      ^-  ■   ' 

1 1 o,  027 

30    y Sin.  t  Cof.  *  (A  — (P)  ' 


c- 


Man  üaht  :alfo  hieraus;,  d^f^eine  Minute  Änderung 
in  der  Erdlbralilenbrechupg  picht  ein  Hunderttheil  ei« 
ner  Zeitfecunde  in  der  Mittagsverbeilernng  hervor-* 


! 


ftriiigm  würdö.  nnd  folglich  Ihre  Methode  toii  die- 
1er'  Seite  aaf  keineD  Fall  etwai  ±vl  beFQrchten  iiät. 

Man  kömite  auch  noch  die  Eiiiwendirag  macbeii'^ 
'dab  nnre  weiden  Kngeln  y  welche  fie  zu  Abrahmen  ge* 
Ibmdien,  ihr^  Phafen haben  weiden;  weldie  fidimit 
lim  Stände  der  Sonne  verändern »  und  daCs  nian  fol|^ 
li<&  nieMen*  Mittelpnnct  diefer  Kugeln  beobachten 
kSnnte.*},  Das  iß  wohl  >Crähr,  allein  abgeteehnetv 
Sab  dir'Durchnieirer  der  Kugeln  nur  fehr  klein  ift$ 
I0  kann' ktaan  darauf  antworte ,  dafadie  auf  den  Kn- 
pAii  beobachteten  erleuchteten  Piincte  des  Abenda  eben < 
b  weit  nach  Wefien  fiehen  werden,  ala  /le'd^s  Moi** 
|edk  nidi  Oftte'geftanden  haben,  und  dafs  folglich 
ilie'beollachfeten  gleichen  Diflanzen  jedeif^eSt  auf  glei- 
cba  Standenwinkel  trefiBen  werden.  Wenn'demnMth 
flir^Abfehen  einmahl  gut  in  der  Mittagefläche  aufge- 
Bell(  ift»  fo  fehe  ich  gar  nicht  ein ,  wie  man  gegen  Ih- 
fe  Metlu>da  die  ceringße  Einwendung  machen  kiin- 
■e.  Allein  das  Abfehen  in  die  Mittagsfläche  zu  brin- 
gen, dasifteben'diegrörvte  Schwierigkeit  für 'dieje- 
nigen ;  die  ktoin  Mittag^femrohr,  keinen  Quadratiten 

und 

...  .  ..      /     •  •  •  j 

*^  Diafa  filawendaag  hatta  ich -nur  ia  dvm  fofgendea-May- 

'      fiflok  d«  M.  C.  8.  423  rdtbft  gemtcht.  oudauf  äiefeibo 

»     Art  batBtwortet.  wie  hitit  De  JLanihre  ^ethtn  hat.'  Ich 

haba  Ibg^  b*y  einzMnen  Sonn6ki*Diftansen  auf  diefehVm^ 

lUad  a^fmerklani  gemacht ,   wo  er  allerdiagt  in  Ervrä- 

gO^ 'gezogen  werden  xnäfa.    Iflrdat  Meridian- Abfehen 

eine  febr  grofae  Kugel ,  odmr  ein  rander  oder  Tiereckiger 

,  ••  Tihmmt  fo'-jMim  om»  dUCe  Verbeflernng  naoh  d^felbfea 

..    Meiho^  beireehnen,  ^n  De  LamhreS,  34  in  feinen  ./l^a- 

ihodes  mudytiquäs  pour  la  Dcternunation  dun  ArQ^dU  Me^ 

fiäitm    Paris  An  _VU^   vorgetragen  hat* 


und  keinen  kiäoßliclien  Horizont  haben*)«  Man  bal 
aoch  zn  befiiichten ,  dafs  das  errichtete  Zeichen  nicht 
dajai^xhaft  und  ficher  geuufL  tej  ;  dab  böfer  .Wille, 
oder  die  Dammheit  ^e  befch^dige,  oder  .jnmwef^ 
fe»  Wkäea  um  bejr  nnliprer  GradmelTujDg  b  oft  mit 
^nforen«  Signalen  beg^gpet  ift,  yuad  wie  e«  Duelß^ 
£kapfliehey  Ceinem  Meridian- Abfehen  erfahren  hat.**)» 
daa«  er  auf  einem  Felde  anrserhalb  der  Stadt  ßffpntauß^ 
tan  :hatte  apfrichtesk  lauen.  Übrigens  kann  quiq  in 
Städi;en  folche  Abrehen  meißena  auf  Gebärden  anbrin* 
gen»  wo  lie  gar  nicht  bemerkt  werden,  und  vor  al« 
lemAngriff  gclichert  find  ***). 
f  ;  Sie  haben  in  einem  Ihrer  vorigen  HrFtef  )  eint 
lehr  einfache  Methode  des  Dr^  Olbers  bekannt  gemachti 
um  den  Giang  einer  Uhr  zu  beobachten.  £e  geCchieht 

mit* 


^"^  AU  D0  Lamhre  mir  gegen wirt{|reD  Brief  tebrieb »  kana* 
te  er  aoch  keine  Kenntnift  Von  der  FortCetzung  naeimr 
Abhandlung  haben,  welohe  erft  im  MayfiOck  No^  XXXIII 
8.  41^  eii'chiepen  ifl.,  Oafeibft  bege^^ne  ich  meinet  £raoli» 
ten»  dielei  Sohwierigkeit  auf  da»  voilkommenfte.  Ja  dec 
gröfste  und  fchönfte  Vortheii  der  coirefpondirenden  Di* 
lUnftea  -mi^  pfich;  «ig^ociii^h  bey  Hebung  dieUlr  Seh  wie*, 
ri^keit ,  wodurch  man  mit  einem  bhoi^ep.  Keflexiont- 
.  W^kseuge  eine  IVIittagtlinie  von  beliebiger,  ,^ii^dehiiang 

,    auf  Tiele  Meilen  w:oit  autftecken  kann,    v,  Z,         .  ^ 

**'^  Man  Iahe  I  SuppL  Band    zu  den  Berl.  a%.  J.  B.  S. 

X07.  V.  z.  '  '\  /^ ; 

*'^*^'Vorfbhiige.  dtefe-SeinlnRivor  MmhwIlle^'ta'Bctiera« 
haben  wir  ebenfallr  fnboa  im  April»  Hefte  S.  328  der  M 
0.'Angegeben,    r.  Z.  - 

ü  Fehf«  Öiück  igol  BiXi^f'v.  2. 


«^ipifttelft  beobachteter  Bedeckungen  eioea  Ge.rHirQ8  hin* 
tei^  em^o)  Gebäade.     Ich  habe  mich  diefer  Methode 
Ichon.vov  6  fahren  mit  vielem  Erfolge,  während  ei% 
jues  ganzen  Winters,  zn^  Evaux^  bedient^  wp  ich  dio 
Breite  von  der  Mitte  un  fers  gemeHenea  A^eridianba- 
gens  beobachtete.     Ich  hatte  bemerkt ,  dafa  Procyon^ 
alle  Tage  hinter  der  Kugel  verfch winde«  dieanfäer^ 
Spitze  des  Kirchthurma  war.    Die  Bedeckung  da uer-  - 
te  nur. einige  Minuten, .  und  ich  beobachtete  die  Ein* 
Qo4  Austritte;  dadurch  vermied  ich,. ^abfolute  Höhen 
fo  oft  zu  nehmen ,    um  m^ine  Uhr  zu .  berichtigen. 
Andere  Sterne  verfchwanden  gleichfalls  hinter  die- 
fem  Kirchthurm,  aber  an  Stellen,  di^  mehr  Breite 
hatten ;  die  Bedeckung  daaerte  länger«  ^le  Höhenän- 
derung  war  beträchtlicher,  und  ich  mufste  d^a  Ferut. 
Tohr  bewegen,  um  den  Austritt  zu  beobachten,  wel* 
(hes  fchon  mit  Schwierigkeiten  verbunden,  war;  da« 
her  ich  diefe  Austritte  oft  verfehlte.    Allein  die  Ein« 
tritte  wären  zu  meiuem  Zwecke  hinlänglich  genug., 
Frejiich,  nach  Verlauf  ein. er gewllTi^n  Zeit,  mufsman 
von  den  Bewegungen  ,  der  Vorrückung  der  Nacht- 
gleichen,  der  Licht- Abirrung,  und  der  Schwankaug 
der  Erdaxe,  Rechnung  tragen  *),   welches  man  ver^* 
neiden  kann,  wenn  man  von  Zeit  zu  Zeit  abfolute 
Höhien  nimmt.    Wenn  man  dicfe  Höhen,  mit  der  Be-^. 
deckung  an  demfelben  Tage  beobachtet,   combinirt, 
fo  erhält  man  daraus  das  Azimuth  des  Kirchthnrms , 
reine  Entfernung  vom^  Fol,-  und  den  Winkel ,  deü  die- 
le Entfernung  mit  dem  Meridian  macht.    Hiernach 
Unnte  mäU  aus  Diftänzen ,.  die  man  mit  der  Spitze  ; 

oder 

*)  Aufih  dialci  Uhrt  Dr«  Olürs'9  Anffäit,  S.  133  a,a.O»    • 


tob    *     Mbiiaft  Correfp.  tgbu  AVGVST.       '- 

oder  einem  Zelcheo  dieCes  Thnrms  und  der  Sonne' 
i^ähme  ,  die  Zeit  eben  fogenaa,  wie  aus  übfolnten 
■  Höhen  tihieu.  Die  Stralilenbrethang  wflrdÄ  keinen 
witklicben  Ein flufa  haben»  wenn  man  den  Angen» 
blick  zur  Beobachtung  wählte«  wo  die  Diftanzen  un* 
geßihr  90"  find.  Ohne  die  Strahlenbi'echung  wkre  e« 
liicht  eiumahl  nothwendig»  dab  das  Abrehen  im  Me* 
fidian  ßehen  mülTe.  Die  correfpondirendeD  Difian- 
zeu  zeigten  alsdann  gleiche  Dißanzen  zn  beyden  Sei* 
ten  eines  Stüudenkreifes  an»  der  dnrch  dasbeobädi- 
tete  Abfehen  ginge,  und  den  ich  den  Merididn  des 
Ahfeherts  nennen  werde.  Mau  hat  alsdann  nnr  nO* 
thig,  den  Winkel  zu  kennen»  den  diefer  Stunden* 
kreis  mit  dem  Meridian  des  Beobachters  macht.  Ich 
werde  drefen  Winkel  den  Meridian  -  Unter fchied  nen- 
läen.  Die  VerbelTerung ,  die  aus  der  Veränderung 
der  Abweichung  entßehet »  würde  lieh  aus  obiger 
Formel  fierechneü  lalTeu ,  in  welcher  jedoch  ß «  oder 
die  Entfernung  des  Abfehens  vom  Pol  durch  nach- 
fteheiide  Formel  erhalten  wird : 

Cof.  ß  =:  Sin.  sj)  Cof.  A  —  Cof.  <j)  Sin.  A  Cof.  s 

wo  z  das  Azimuth  des  Abfehens  bedeutet »  vom  Süd-, 
punct  des  Horizonts  gezählt.  Den  dMeridian-  Unter- 
Jchied  m  würde  mau  durch  die  Formel  erhaltea : 

Sin.  m  ~  ^^lAlt!^ 
Sin.  ß 

Neoucu  wir  H'  und  H'  die  Zeiten  der  Uhr,  in 

den  AuoezibLicken  zweycr  correfpoudiTcnder  Di&in- 

zen  »    H  die  Zeit  der  Uhr,   beym  Durchgang  duirch 

den  Meruiiun  des  Ahjehens  ,  fo  hat  mau  : 

Ah- 


XL  ^tbeflimmung  nach  e^iggtef^  Methodik     loi 

Altdann  wäre  (H-4-m)  die  Uhrzeit  im  Augenblick 
flie  Durchgangs  4^8  GeOirns  durch  den  \virklichea 
Orta*  Meridian  ,  in  Set  Vorauaretzuog  je(h)ch,  da(s 
die  Uhr  nach  der  täglichem  Bewegung  diefe^  Geftirnt 
läuft. 

Wir  wollen'nun  unterrniBen ,  was  die  Strahlen- 
brechung'fi!r*eineWirkui%inf^^diere  DiOansen  herw 
Vorbringen V  tind  wie  man  von  derfelb^n  Redbnung, 
tilgen  könne:  Es  (ey  H2!P0^  der  Mittagskreia  ei- 
nes Orts;  F  der  Pol;  Z  das  Zenith  ;  M  das  frdirdiis 
Abfeilen  ;  ZM  =  A  ,  )?.g4  —  ß,,»  HZiVl  =  z.  .  Das 
Dreyeck  PZMgibt: 

Cor.  PM  zz^Cot.ViZ?Bia.VZ  Sin.^^M-^  CofFZ  CoLZM 
.    J.  .  oder:"^     .  * 

Cot  p  =  -7  G^f.  H  aSM  ain.  P  Z  Sia.2;M.  -h  CoX  P  Z  Cof.  Z  M 
i  u  CoC  ß  sr^  —  Cot  Z  €ot  (p  Sin.  Ä  -^  öiö.  (f)  Cot  A 

und 


«'•;  ....  0     ; 

^')  In  ErinangeluDg  eines  HoUfchnittei  kann  jedermann 
'  fifh  fehr  laicht  die  Figur  aus  obenftehenden  Paacteq  ent* 
werfen.  fidan  siehe  einen  Halbkreis  durch'  die  Piincte 
H^  Zg  P»  Qg  tind  yerbiade  mit  einem  Bogen  die  Puncto 
H  und  O;  Den  Punet  Z  retbindii'  ma»  'mittelft  kleiner 
Bogen,  mit  dem  Puiicte  M^  A«  a.  Aus  dem  Punoc  P 
siehe  man  kleine  Bogen  nach  IM «  A  und  a ,  fo  ift  die 
ginse  Figur  mit  der   gehörigen  Deutlichkeit  entv«rorfen. 

V.2. 
MMrQirr.  IV.  »,  mQou  H 


roi  MonaO,  Carrefp.  igoi.  AVGVST. 

'         und 

SM.ZM5iA.MZB 
8iiLPM:8iii.MZP::Siii.ZM:  8in.ZPM=      '  ^^^ 

.     .       .  SüuA  SiP« 

oder  Siif.  m  =  — 32^j- •  — 

E^t  man  die  Dii|^x  M  A  beobachtet,  fo  war  der 
liiiamli(die-  GegenßaD^lfpdeT'  daf  Gefiira  eige^itUcIi  in    i 
a*  und  die  Wirkugi^erfStrahleobrediung  auf  de^    : 
Standen  Winkel  iß  dem:  Ueüiej:!  Winkel  AP  agleicb«   i 
Nafa,ift  -  •  -.:.■■.:.  ....  ,..  ,        '/'•  .     ^^^j 

Sin.  Pa  :  Siii.PAr:t  SJtf.  Al  rtiü.  APi  =  ^^^^lEA 

,     ^    ^  ,         diu« ITA  «^ 

oder 

_     *-  AaSin.'^ik  "   'iaSiri.  PA^  |^  ''IaV 
APa—  X—      Sin.Pa      -:^     Cof.5        ""  CoC*    • 
'  .  8in>  PZSin.Z?A'-;_  •  Afa  CoC  0  Stftt 

*  Sin.  ZA'    .       ""      Cof..8  6in--2:A 

Allein 

ohne  merklichen  Fehler  für  unfer  Abfehen ,  wenn 
das  Geftirn  nur  nicht  zu  nahe  am  Horizont  ift;  da- 
her wird  * 


_   57*  SiiuZA         Cof.  (|?  8ia.  t    ^  *  57''Cof.08in.t  _ 
"-"       CoLZA        •    Cof.S8in.ZA    ""    Cof. 3  Cof.  ZA  ^ 

=  57"  Cof.  (fi  Sin,  t    '      -      '-^-'•'••-  ^-  ■ 

Cof.  5  CCof.ZPA  Sin.PZ  Sin.  PA  -^  Cot  PZ  CorPi"  ^ 

57"  See.  5  Cof-q?  Sin.t 


1 


CoUtCoLcp  CoLd  +  Sia.(i>  Sin.^.  "^ 

57*  See.  ^  h  Tang,  t 
1  -H  Tin^.  (p  Tang.  S  See.  t       " 


Xr.  Zeitbeflimmung  nach  e.  fie»etvfilethode.     103 

welobe«  in  Zieit,  und  was  -imtn^r  auch  der  Gang  der 
Uhr  feyn  mag«  jederzeit  geben  wird  ;, 

3/8  Sec.a  l  TftPg.t 


1  -h  Tang.  ^  Taog.  h  Sco.  1  . 
9  ift  eine  beftäncUge  Gröfee  für  ein  ge^cbenee  Afafa«- 
hen  M.  Es  £od  daher  nur  zwey  Vesändorliche  Grö*' 
Jben  in  dar  Formal,  und  es  ift  daher  leicht,  üe-in^ 
eine  TaEslmit  dofipelten  Eingängen  zu  bringen«  w(K' 
TOn  die  Argumente  die  Abweichong  d  des  GelHrns«« 
«nd  der  Stundcnwinkel  t  vom  wirlcüchen  Meridian 
des  Orts  gezählt ,  feyn  werden.  Wenn' die  Abwei«: 
dinng  fü'dlicb  ift,  fo  ändert  Tang,  l  das  Zcichen»^-:;^ 
Dies  Toransgefetzt «  fo  nehme  ich  nnn  an ,  man 
habe  correrpondirtede  Diftanzen  MA  and  Mß^y 
iigend  eines  Gefiirns  mit  dem  Abfehen  ]Sl  beobachtet ; 
I  urejren  ^ferner  die  leiten  der  Uhr  für  diefe  beiden 


—  Xi. 


Beobachtungen  H'  und  H\ 


•  P 

•  Z 
.B  A« 

•b 

M 


*)  Um  die  gaai^  Figoc  mn  entwtffeii,  fo  sishe  ntnBogeiVfc 
oder  aoch  nur  gerad«  Linien  von  P  nach  b.  B,  Z,  AC;if 
A«  s;  Tofi  Z  TsrlAngorBman  den  Bo^n  bis  x ,  und  sieha.. 
Bvrtj  andan  Bogen  ZBb«   und  ZAai      Den  Fuftct  INI 
▼arhinde  man  mit  B  and  A* 

-  H  t 


) 


lo4         Mimaa.  Cötrejp.  iBou  AVGVST. 

-  '  um  die  ZtttH'  erfchien  z.B.  die  Sooneiti  A,.iti 
dem  StuDdenkrei^  PA,  alleia  die  Sonoe  ftand  eigent* 
lieh  wegen  der  Strahlen brechoDg  tiefer»  und  in  a; 
H'  -t-  APa  h>  Zeh,  oder  (H'^-h  5t'  )  wird  folglich 
die  Zeirdes  wirkliäbeo  .Dnrchganges  der  Sonnedarch 
dte'StundjBnkreia  PA  feyn. .  iJm  die  Zeit  H'  erfchien 
die  Sonne  in  B,  £e  War  wirklich  in  b.  (H* — x*) 
wird  demnach  die*  Zeit  des  wahrhaften  Darchgangea 
darcb  den  Stnndezvkreis  PB  feyn. 

'I*  •  £'§  fey  H  die  Zeit  des  wafahren  Durchganges  durch 
den  Stnndenkreia  *P  M «  fo  hat  man 

^',',«.'     TT»^'        I^*^  See  2  ^  Tang,  t' 

•    '  I  "9  See.«  5  Tang-t*^ 

*A  "^  X -H^Kg.CpTaiig.S  Seat" 

Es  fey  ferner 

-'  '  n  =  APM  =  MPB  =  §  APB 

fo  hat  man 

t'=zZPA  =  Cn-f-m)  und  t'=:ZPB  =  MPB-MPZ=:n— n 
alsdann  ift 

^  '  ^  ^         1-»- Tang,  (p  Tang.  S  See.  Cn-^m)    "" 

I,*9  See.  ^  S  Tang.  ^  °  ^  »"  ^ 

I  -+-  Tang,  (p  Tang,  h  See.  (,  n  —  m) 

Die  Figur  fetzt  voraas,  dafs  PM  Ach  unter  den  Früh- 
Bunden  befindet;  wären  es  Abeudftnnden  ,  fo  würde 
m'  in  des  Fomtol  .da«  Zeichen  rerllndern »  und"  man 
hätte  alsdann  j         '  ■  a 

ff  -  «•  rn»  -+-  »»S  X      '**9aeft'^Ta«g.C»-ni^ 
«  -  IV.«    -t-  XI  ^  -f.  1 -i- Tang; (p Tang. S See Cn-m)  "" 

i/pSec^  S  Tang.  C  n  H-nt>  -,.  " 

"*  I-+-Tang.  (pTMg.  2  See  Cn^m) 

wärt  - 


XL  Zeitbeflimmung  nach  e.  ffBß^^^Sdihode.    J^oj 

tfäi:e  m  gröfser  also,  fo  wät«^(.p*i^m).  eine  ne^- 
tiveGrörse,  onddieerfte  Formel  würde  alsdann;  feya 

M  ^  t  (,11  -f-U  ^  -+-  j^j^„g^^  Tang.SS«cCxn-t-ii)  ^.. 

I  ,*9  See  ^  8  Tang:.  ( in -i  n  > 
"^  1  -f-  Tang  (p  Tang.  8  See.  (m  —  n), 

pnd  wären  die  zwey  correrpoodireadeD  Beobachtan» 
reo  vor  dem  Durchgang  der  Sonne  durch  den  währen 
Meridian  des  Orts  gemacht  worden  ,  fo  wäre  die 
Eweyte  FoVmel  geworden : 

*  ^-      -»-«   J         I  Tang,  (p  Tang.  5  See.  Cm  — n;) 

t.*9  See.  «S  Tang.  CMH-n") 
I  -f-  Tang.  <p  Tang.  8  See.  (m  H-  n  ) 

Folglich  in  dem  Fall«  wepo  die  zwey  correfpondiren* 
den  Dißanzen  des  Morgens  find  -beobachtet  worden » 
Gnd  die  zwey  Theile  der  Correction  additiv^  ■  in  dem 
Fall  aber,  wenn  fie  beyde  des  Abends  wären  beobach 
tet  worden»  findfic  fubtractiv.  Überhaupt»  xiie  Cor- 
rection iß  additiv  für  alle  Beobachtungen  vor  dem 
Durchgange  durch  den  wahren  Mittag,  iindfubtractiv 
Pur  die  Beobachtung  nach  diefem  Durchgänge  durch 
den.  wähl en. Meridian  des  Orts. 

Ift  die  Abweichung  null,  io  reducirt  fich  die  For- 
mel auf  ' 
H  =  I CH  •  -*-  H")  4-  il*9 Tang  (o  -H  m)  —  1/9  Tang.  QeL--va) 

Iß  m  n  ö  fo  Werden  die  beyden  Cprrectionen 

gleich,  und  von  verfchiedenei^  Zeichein ,  die  Formel 

wird  alsdann  feyn      H "in  ^  (  H  "-i-  H*  )     wie  es 

»ach  feyn  mafs.    Weil  alsdann  das  Abfeben  in  dem 

Meridian  felbß  ßehen  muCs. 

H  s      .  Die- 


|06         MöÄflit.  Cbrrcjp.  iSöt.  AVÖVST. 

"     Diefe*  Conrecdonen  And  überhacipt  fo  klein ,  dt 
did  Tafel,  «ugeaehtet  ihrer  beyd^a  Argumeote  fei 
beqaem   aiid  ge&hmeidig  auefalleo  mofs.      Hier 
diejenige,  welche  ich  mir  bereits  für  meine  Ster 
warte  berechnet  habe. 


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XI.  ZiBb0Hmiungnacfi:f.neiml^  107 

.Der  Gebrauch.  dieTer  Tafel;  üft  lioicbt,  ,  Icji  Ci^tiAf  ' 
der  Meridian-Üntfirfchied  hj  i  Stunde,  i\addi^  Zwi? 
Icheüzeit  £ wiTchen  jLXveycQtreßfOOiiiTe^den  Difianien 
6  Stunden :  -  Xa.  rsrerden  di^  ,^  ->ej{Ien  Stunden  wjpkel 
feyn  3  "  -f- 1."  mnd  3  "  —  i  H  d^^ft,  4  Uhr  npd  2  Uhr, 
wenn  daa  Abfeben  nach  «Qß^ .abweicht-;  es  wird 
2  Uhr  und  4  Uhr  fejn  ^  wenn  es  nach  WeAeu  ab«  % 
weicht.  £ä  ley  ferner  die  ^ckdi.  Abweichung  33* 
28'»  fo  werden. die  Conrectionen  feyn  -f-  1/96  für 
4U,  nnd  --*.  0/83  für  2^/  •  Folglich  die  ganze  Ver- 
belfernng -4- T/13  im  erden  Fall ,  und -+  1/13  iq» 
zwejten;  denn  im  zweiten  Fall  bat  man  für 
2"  rz  -4-  o,*85'und  für  4"  —  —  i,''96. 

Ift  die  Abweisung  =r  o ».  fo  werden  die  Verbef- 
ferungen  £070. Hh  3/29  —  i*,io  n  2*'»i9.  •  Wäredie 
Abweichung  fiidlich,  fo  würde  die  Tafel,  und  felbft 
die  Formel  gar  keine  Genauigkeit  mehr  gewähren» 
Denn  um  4^  Vormittag  wäre  das  Gedirn  am  Hori- 
zont, diebeym  Ausdruck  der  Strahlenbrechung  ver- 
nachläfßgten  Glieder  würden  hier  eiueu  fchr  merkli- 
chen Eiuflufs  haben  ,  ja.  die  Strahleobrechuog  Cclbft 
würde  fehr  ungewifs  fcyn ,  und  folglich  "die  Verbef* 
lerung  änlserft  zweifelhaft.  Um  dicfexi  Nacbtheil  und 
überliaupt  um  die  grofsen  Stundenwinkel,  und  die 
zu  kleinen  Zwifchenzeiten  z:wirchen  den  correfpom 
difenden  Dißanzen  zu  vermeiden»  thut  man  belTer» 
ein  Abfeben  zu  wählen,  das  fo  nahe  als  möglich  am 
Meridian  Aph^ .  Iq  einer  Stac}t  \yrird  man  leicht  eins 
auffinden  können»  welches  nur.  einige  Miujaten/da- 
▼on  abfteht;-  alsdann- wird  die  G>rr^ction/fa(l.ivaIl» 
und  eben  fo  leicht,  als  ßcber  zu  berechnen  feyn. 
Man  wird  alsdann  der  Mühe  überhoben  Ceyn  i  ein  ei- 

H  4  V  genes 


io8      'itoütlOtMfpUgtLJlVGVST:' 

I 

g^nea  Äbrehen  im  Mtfiäiaü  errichten  xalaibii  ^, 
tÄd  liicbt  zu  befflrcfarteD  haben ,  dafs  man  Uufog^da* 
mit  treibe»  oder  i^^  uinwerfie.  Man  wird  die  Spitze 
irgend  eines  Kirchihjfma «  einer  Windfahne,  einen 
Giebel,  die  £cke  ein^»  Scbornßeina-a.  T.  w«  wähieil 
i:öünen.  Man  könnte  auch  einen  Gegeofiand.  nah« 
am  Nordpunct  des  Hotizotfts  wählen;  alsdann  würde 
Cof.  Z  in  der  Gleichung,  die  Gof.  ß  gibt  f.  das  Zeichen 
ändern.  M  würde  wenig  von  180^^  abweichen^  und 
man  kann  alsdann  die  obigen  Formeln  gebrauchen. 
Aber  fo  viel  ich  einfehe,  würde  kein  befpnderer  Vorr 
theii  daraus  erwachfen.  Ich  habe  mir  vorgenommeQ, 
diefe  iViethode  felbft  zu  verfuchen,  'und  correfpbndi* 
rende  Sonnen  «Dißanzea  mit  einemz/von  den  Kirch- 
thürmen  zu  nehihen,  die  meinen  Horizont  begrän* 
zen ,  und  die  mir  fehr  genau  bekannt  lind;,  weil  ich 
ihre  Azimuthe  mit  vieler  Sorgfalt  bej,  unferer  MeL 
fung  des  Mendianbogeos  beßimmt  habe.  Allein  un- 
fer  Himmel  iß  feit  langer  Zeit  beßändig  mit  Wolken 
bedeckt ,  fo  dafs  ich  meine  Formeln  noch  nicht  auf 
die  Probe  habe  ßellen,  und  mich  von  ihrer  Brauch* 
barkeit  a  poßeriori  habe  verfichern  können.  Ich  un* 
ter werfe  das  Ganze  Ihrem  ^Urtheile  und  Ihrer  Prü* 
fung;  Sie  werden  wenigßens  daraus  erkennen,  wel- 
che Wichtigkeit  ich  auf  die  Idee  lege,  die  Sie  den 
\  AftrQ- 

*")  De  Lambre  kannte  dsmahli  meine  Methode  noch  nicht, 
ein  Abfehen  ohne  viele  Mflhe  im  wehren  Meridian  eines 
Orts  viele  Meilen  weit  abxafteeken  ;  diefen  yorfchlag 
hatte  ich  erft  in  dem  folgenden  Mayheft«  der  M^  Q  3*41^ 
bekanoK  gemacht, 

P.  Z. 


XI.  2Mtbefiimmingnacb^e.niuenMetKode.     X09 

iftroDOüwn  vorgefchlageh  haben ,  tun  ihnen  Uliewah» 
^'Zeitbeßimmang  zn  erleichtern '^),  < 

Ich  habe  mir  die  Freyheit  genommen  •  Ihnen 
nrch  unfern  gemeinfchaftlichen  Freund  La  Lafide 
in  Exemplar  von  Borda*%  trigonometrifdieä  Dccif 
lai^Taiehi**)  zu  fchicken.    Als  ich  es  überkommen 

haue 

*^   Auf  diefen  Gegendand  werden  wir  ein  andermahl  za- 
.  rückkommeii.    v.  Z. 

**]|  Der  vollAindige  Titel  diefei  Werket  ift:  TabUs  trigo- 
nometriquas  deciniales ,  ou  Table  des  Logarithmes  des  Sinus, 
Seeantes  et  Tangentes  ^  fuivant  la  divijlon  du  quart  de  cer* 
cle  en  loo  Degres  ^  duDegreen  xoo  Minutes,  et  de  la  Minute 
'  en  joo  Secottdes,  Precedees  de  la  table  des  Logarithmes  " 
des  nomhres  depuis  dix  mille  jusqt^a  cent  mille  et  de  plußeurs 
Tahles  fuhfidiaires  :  Calculees  par  Cb,  Borda  ;  retmes, 
augmentees  et  puhliees  par  7.  B,  J.  Delambre,  Mrnnbrß 
de  VInftitut  national  de  France  et  du. Bureau  des  Longitu» 
des,  A  Paris ,  de  Vimprimerie  de  la  Repuhlique»  An  IX. 
Zweiy  Deatfche  Gelehrte,  Hebert  und  Ideler,  find  diefer 
UnternebinuDg  fchon  vor  zwey  Jahren  zuvorgekomnien , 
und  erft  kArzlich  den  i  April  dieCes  Jahres  lieCieiv  drey 
der  erften  Mathematiker  in  Europa,  La  Orange,- Xm  Pia» 
ce  und  De  Lamhre,  in  einer  öffentlichen  Sitzung  des  Na- 
tional-InAituts,  diefer  Arb^t  volle  Gerechtigkeit  wider« 
fahren«  In  einem  Berichte,  den  diefe  drey  Ccmvniffaires 
dem  National- Infiitut  Aber  die  grofsen  trigonometrifchen 
De^mal-Tafeln  dea  Cadaßres,  unter  der  Leitung  Prony^s 
(  A,  G.  £.  I B,  S.  45p,  IV  B.  S.  128 !)  abßatteten , ,  heif^t  et 
von  Hebert  und  Ideler**  Decimal- Tafeln :  Nous  fes  avons 
irouvces  dune  exactitude  et  dune  qorrection  tres  rare, 
■  Nous  faißjfons  ,fivec  emprejfen^nt  J^occaßon  de.rendre  cette 
jufiice  au  travmil  de  deux  favans  efiiniables  « ,  tes  premiers 
dentre  les  ejrangers »  qui  aient  trevailU  ppw  Iß  propflgation 


113     /Vjfoffö^  Cpmfp.  iSoh  JVGVST.. 

hkite'i  Jiietea  ange&Dgene  Werk  za  Tollanden,  war 
ich  weit  davon  nnr  zu  ahnen ,  welche  grobe  VerBkid- 
lichkeit  ich  mir  dadurch  aufgelegt  hatte.  Ich  dachte^ 
ich  hätte  etwa  nur  4  bis  5  Bogen  dnrchznfehen^t  >ud 
XU  der  Vorrede  ein  Paar  Zeilen  hinzuzüfSgen ;  alleto 
wie  lehr  hätte  ich. mich  geirrt.  Sie  werden  Seile  112 
und  f.  meiner  Vorrede  fchen»  welcher  ungeheuren 
und  läßigen  Arbeit  ich- mich  noch  unterziehen  muEi- 
te.  Um  mir  nur  einigermafsen  die  lange  Weile  da- 
bey  zu  erleichtern  ,  habe  ich  mich  in  die  Unterfa« 
chung  einiger  Formeln  eingelaflen »  die  mir  einfge 
Verißcatioüen  au  die  Hand  gaben  ,  und  die  'mir  den 
Math  gegeben  haben,  dafs  ich  bis  ans  Endeadage- 
harrt  habe;  allein  das  hat  auch  gemacht,  dab  meina 
Vorrede  fehr  lang  geworden  ift.  Ich  hofie  jedoch. 
dab  man  mir  deshalb  keine  harten  Vorwürfe  machen 
wird  9   weil  jeder  Lefer  fie  nach  Belieben  abkjirzea 

kann » 

de  notre  Syfleme  dscimat.  In  der  Vorrede  xq  Borda\  Ta- 
fel erwähnt  De  Lamhre  der  Deutfchen  Dedmal  •  Tafeln  in 
in  ehr  alt  einer  Stelle  mit  dem  gröfi  ten  Lobe ;  er  tagt  Ton  die» 
fem  Werkes.  I13  :  Cet  ouvrage  m^a  -parü  ttune correetion  et 
(fihie  exactitude  rare.  Auch  die  eigerten  Methoden  »^  denen 
diefe  beyden  Gelahrten  bef  Berechnung  ihrer  Tafeln  gafolgt 
lind  ,  und  die  wir  in  der  Recenfion  diefea  Werket  In  dem 
IV  Bande  untrer  J,  G.  £.  S.  131  nicht  unbemerkt  geliiTen 
haben ,  find  einem  folchen  Kenner  wie  De  Lamhre  nicht 
entgingen ;  er  fagt  daher  S.  114:  La  Mähode  de  catcuis, 
que  M^JVL  Hohert  et  Ideler  ont  expafee  dans  Uur -prijace^ 
efl  deja  und  forte  prefomption  en  teurfaveur.  Ich  dachte^ 
diefe  Ürtheile  wären  die  fchönfte  und  rchmeichelhaftefta 
Belohnung  fflr  die(B  wfirdigen  VerfafTer,  welche  fie  auf 
. ,  einem  andern  Wege  f  Ar  ihre  ntAhevolle  undTerdienftlicbe 
Arbeit  gewift  nicht  arhalten  haben,    v.  Z. 


XL  'Zekbeßimhung  ncu^  e.  n&uM^ähode.     ^ X I 

Cmm»  ,  wenn  er  da0'üb«rrge&t,.  was  ihm  bekabnt  odek 
«berBüHig  fcheint.     Ich  glaube,  däh  to  allen  Zeiten 
^ie  VerfaKtigun^  und  HeraruQgabe^  logarithmiCcher  Ta- 
feln eine  za  eluförntige  Arbeit  für  Borda  gew^efen 
^väre,  als  daß  tr  eine  beftändige  und  nnuntetttrpdi^ 
xie  Ao£aierk(a!iikeit  daraufhätte  verwen4en  kdnaenl 
ZadenCi  Vrar  feine  Gefundheit  zu^  diefer  Zeit  äufserft 
elend,  fo  dafs  er  gezwangen  war,  die  «Gorrectdr  der 
Anabängebogen  dem  Callet  za   übertragen.      Diefer 
lag  fel})ft  aKf  dem  Todtedbette;  er  entledigte  fich  da» 
her  diefea  Auftrags  mii. einiger  Nachlädigkeit.     Bor^ 
da  wurde  eö  gewahr,  er  wollte  die  Fehler  verbeflern,' 
allein  da  er  keine  Kräfte  mehr  hatte ,  mühfame  und 
langweilige  Verificationeu  vorzunehmen :    fo  wählte  * 
er  eine.fcfanelle,  aber  nicht  fo  ßchere  Methode;  da- 
her die  grobe  Menge  von  Logarithmen,  deren  letzte 
Ziffern  nicht  die  Genauigkeit  haben ,  die  man  ihned 
hätte  geben  können,  und  die  ich  dahei^  auf  die  aller- 
mühfamfte  und  laugweiligße  Art  i/nterfuchen  müCste. 
Auf  diefe  Art  glaube  ich  d^nn  doch ,  dafs  diefe  Ta- 
feln fchr  correct  geworden  find.  *      '       ' 

Ich  fetze  Ihnen  doch  noch  ein  kleines  ^upplO' 
ment  za  den  ErraUs  her ,  die  am  Eddö  d^ä  Werkes 
fchon  angezeigt  find.  Allein. diefe  neuen  Fehler  find 
eut weder  fSr  die  Vorrede,  oder  fo  wenig  erheblich, 
dafs  fie  mir  keinen  Cartön  zu  veräienen  gefchienen 
habeÜzüUfgeas  habe  ich  fie  felb'ß  erlt  gefunden, 
nachdem  die  erften  Exemplate  fchon  ausgegeben  .wa« 
reu. 

/  X  X 

S.}^.der:ryoirred^  a  z;  Pog.y  mu(s  feyn  «xz^y. 


l 


n 


112       ♦.   BlbnaiL  Correfp.  tfw.  AVGVST^  .  .: 

&  23  erße  Zeile  io  der  Note  «  Qatt  La  TobU  lOuB-^ 

heifsen  des  trois  prehniers  Degri^  de  la  Table. 
S.  42  Lin.  13  Log.  (loi)  He«  Log.  (i.oi).   • 
S.  46  Lin.  17  Cot. 5     lies  Cot.*  A. 
S.47  Lin.  20  KTabg.^dA  tnofsreyn  —  KTluig.^di^^. 
S.  47  Lin.  22  lies: 
.;r-4KTang.^dAC(*.2A  j.  8  K  Tang^  d  A  CotJ  2  ^ 

Sio.  2  A  Sin.  2  A 

S.  47  Lin^  23-  lies: 

^^ —  Sifl  2A — ^  Cn-2Ting.2clACot»2A^ 

dieCer  let:cte  Ausdruck  iß  etwas  rigorofer, 

's.  48  Liu.  22: 

2TaDg.^dATang.4  dA  j.^^     2  Tapg.^  d  A  Tang, -»  A  _ 

^Cof!  A  Cof.  d  A  CoC  A.  Cpf.  d  A 

5^76  Lin.  10  (76  termedeA')  lies  (8®  termc  de  A'p 
5^  95  und  f.  f.  Hypothenufe  lies  Hypotenufe.    piefer* 
Fehler  kommt  vom  Corrector  (Prote)^  der  fiel» 
angeip^Fst  hat»  die  Orthographie,  welcher  Ich  ge^ 
folgt  bin  9  zu  yerbelTern  «  nachdem  ich  die  Cor- 
rectorbogen  fchon  gefehen  hatte. 
(jOgarith.  der  Zahlen 

24626  ßatt  939  lies  938]  Alle  diefe  Fehler,  einea 
38962   —    413  —    41.2  [einzigen ausgenommen, find 

illn  i:  Jjr-  sJsN-^^^-  derEnglifchen  Aus. 
33071  —  474  — .  473]  gäbe  der  Log.  Tafeln  Tay- 
lor^a,  und  alle  ohne  Ausnahme  in  allen  logarithmi* 
fchen  Tafeln  mit  7  Decimaißellen ,  die  ich  kepne, 
befindlich.  ♦)  XII. 


^])  D«  wir  in  an  fem  J.  G.  £:•  imd  in  clersB  Foitfoeidng, 
4ex  M.  C.  «11s  nat  bekannt  gewordens  Oruckfehler  der 

Steräo. 


XII.   Theorie  des  Mondes.     ..  113 

■— ^i^>^—— ^i^— — — B— — i^— ^— 1— ■ 

XII. 

Über  die  Theorie  des  Mondes. 
Antxüge  aii0  mehreren  Briefen  des  Senators  La  Place. 


Paris,  den  26  Ventdfe   Till. 

ich  fchicke  Ihnen  hiier  einen  befondern  Abdruck 
mainet  Abhandlung  über  die  mittlem  Bewegungen  des 
Mondes  •  feines  Apogeums  und  feines  Knotens«  *)  Ich 
habe  all?  meine  Refaltate  mit  den  Monds-Tafeln  vergU- 

.  .  ,*  chen, 

AArMf^Ti^Ataigaba  der  CaüetYcken  Log.  TafeU  anfgeBom- 

«ea  nad  -aageMigt  luban ,   fo  fetzen  wie  «och  gegeli  wir« 

•  tig,  mm  Beften  unferer  natliematifchen  und  efhonomi» 

i  Lsliir  j  die  Drackfehler  hierher »  die  De  l,ambra  am 

leiner  Vorrede  su  Bor  da*  %  Tafeln  S.  120  angefetu 

hkb     , 

Jjogmrithn  der  Sinus  mit  75 
'Dedntalßelieiu 

^  174  Sinnt  1304.  lies  1804    Log»  der  Sinus,  mit  8  ^f- 

•  •  igj  Cof.    oj)49    —  9949  dmalfteÜen. 

^iO-377  Sinnt  7183  —  87U    0,0146  Sinnt  4447  Uet  4347 

o.i97  Cot    4062   -7  8063 

.0. 4||p  Sinns  4368  .—  4308  v.  Z.    ^ 

^  Bs  waren  die  Auihlngebogen  det  Memoiret:  Sur  lesequo' 
iions  fkaJaires  des  ntouvemens  de  la  Lune ,  de  Jon  Apogee 
H  da  Jes  Noeuds,  weichet  nachher  in  den  II  Band  der 
MeiDoireadstN«tionil.Iiißitatt  S.  126  eingtraeki;  worde» 
It.   p.Z. 


eben,  weichein  der  dritten  Ausgabe  der  Jfßnmcnnie*) 

*")  Ich  habe  alle  Beobachtnagen,  die  ich  berechnet  habe^ 
mit  d^  f^fii)r^fche9 Tafeln^  9^?  jtn'ieii  yeB^ll^ien»  di» 
Heb   in  der  sweyten    Ausgabe   der  Aftronomie   Ton   Uk 

•'-    htaiAe  beAtidefi.    Da  idli  moa  dem  ecfteh  Au§eBblvj|4iiiii^^ 
eis  ich  verfacben   wollte,  mich   mit   VerbelTerang  Aec 
Mendstafeln  zu  befcbäftigen ,  encrchloITan  war»  eine  gr6-*^ 

,   .4sere' Summe  vgn  Beobachtungen  so  bennuen»  alt  mas 
iey  den  roxhergehendeii  Verfnchen  gebraucht  hatte ,  nn J. 

::-  49t  i^  wiUf^ir  yrn  •  dUe  Glpifj^ai^en  Tj^ii  9iiq,jä«^au9 
i^  beftimmen«  fo  fiphien . et  inir  hinreichend  «n  Cej^^'dla; 

.     .ilt^^ei|,il^i0!;^'fchon  Tafeln  alt  Grundlage  sn  g^bnci,cheiiV 
ich  glaulite ,  n&mlich,  bey  der  groften  Menge  '^in'Beob- 
•WtnngmVröic  einiger 'Wäfarföh^inlidhlLelt  TOka'Mb^n 
su'  dürfen,   dafs  ich  jede  Gleichung  unabhängig  von  den 
Fehlem  der  fibrigen  wArde  beftimmen  köni^en;  sadem 

-^    Acherten'vn^ir  die  Tafehi ,  die  ich:  gebrauchen-  tfoUte;»  ei* 

*  • '  Sien  Z^itgev^in»  zu «  dh»  mijL*  «Uerdingt«  wichdg .  war}  >  ich 
^  • "  geftehe  äbrigeni  gerne  • '  dab  ich  su  jener  Zeit  die  gAnAi^ 
/•    ge  Meinung  von  MafpiCt  Tafeln  nicht  chatte,  din  ieh^tt 

^  ^  Ton  de&feibenxhege.  Da  ich  tut  Vergleichnngen  jiBift"'Be« 
obachtungen  wuftte,  diifa  ihr  Fehler  öfters  über  4o'Sge* 
he,  fo  "war  et  vielleicht  natürlich  su  glauben,  SmU  ein 
beträchtlicher  Theildiefer  Fehler  in  den  Gleichungen  felbft 
liegj^;  und  'Vf.enn  mich  gleich  eine  achtjährige  Erfahrung 
einer  BelTem  belehrt  hat , '  fo  glaubte  ich  doch,  älcltt  in 
der  Folge  von  meinem  erften  Plane  i^gehen  mn  moftnou 

*  Ich  halte  et  für  nöthig ,  dieJTes  anzuzeigen  >  weil  leicht 
MiftverfiändnilTe  entgehen  könnten,  wenn  blo(i  Tifrbef- 
ferungen  der  Epochen,  der  Neigung- der  Bahn,  ddeir'der 

.  mittleren  Bewegungen  angegeben  werden ,  ohne  difl  vec* 
belferten  Elemente  felbft  hinzuzufetzen ;  die  VerbeKeriuig 
der  Seoularbeweguqg  der  Anomalie  (cheint  mir  jetft  nicht 
mehr  7'  14",  fondern  6'  57*''8BHCejrns  hi0g€|;englinbeicfa. 


Xlh    Theorie  des  Mondifs.  J  i  5 

La  Lande'9  befiDdlich  find.  Ich  habe  gefan^ea;  dab 
paD  weoigCbxifl  um  8  Minu  die  Sqculai[^Bewe§aDg  4er 
kDonaalie  dierer  Tafeln  vermehTiSH. niüITe*  ,fyfxoA 
Lwey  fehr  ^ute  Preisfchiifteot  über  deo  Mond  i>ef 
levi  IpAitat  bisher  eipgegapgeiy ,  von  denen  ßch  eipe 
ehr  grofte  Verbeilerung- figc  die  Monds -Tafeli|  ait: 
«rarten  läfst;  nach  der  Lateinifchen '*' )  wäre  diefe  Se> 
;alar- Bewegung  7'  14".  Schon  überwiegen  die  Be* 
gegangen  der  i^ifl/cw'fchen  Monds» Tiafeln  inXaLoTi* 
b'a  AßronOfnie  die  des.  Almäg^eß^  **')    um  12  Min, 

*  ^Folg. 

dals  ni^n  die  Se€olurb«wsgoiig  des  Ün^e  um  5^"3^Ter- 
aiiiiderii  niafle»  nicht  am  27»* 6«  wciLchey<^beäera^g  ich 
aas  JFZani/Ziff^J's  Beobachtungeo «  mit  neueren  yerglighen . 
gefolgert  hatten    B  —  g^,  .  ,     ^  , 

*3  ^  wir  die  des  Adjancti  Bttrg^  Welche;  ~wfe  iiiifM  Le. 
ler.Wiffen,  «ngleich  mit  der^s^reyteir^PÜ^nshiif^yoa 

BoKZM^  den  vollen  Preis  erhielt.   v.Z.^       "    -      -^ 

.'    ■-.  .     .*  .r 

. * *^  Mui  iiönnte  hier  ein«  EiovnBndiuig  j^^fMu^^n«  .4^1^ hoy 
diefer  Vergleichung  mit  ätu,iPtoytjuteifßhen  X^Ms^  des 
Mmagßft'9  docI^Tidwftllkahrltfti^tfey^  JE^^/f9fyhi9icht 
in  feinem  Memoire  S.  134  die  £poch#  vom  .%sß^\ff^  des 
746  Jahres  vor  Clir.  Geb.  £r  hat.deinDach  24. bis  25  Jahr- 
hunderte Iflr  das  Alter  der  PtoUmaeifchen  jSeftin^mnng 
angenommen.  Allein  bekanntlich  bexiehen  idk  die  Beob- 
•chtoDgen  des  Ptolemaeus  nur  auf  die  Jahre  125  bis  141 
nach  Chr.  Geb.  £r  erzfthlt  felbll ,  dafs  er  eine  RlQaads« 
FinfterniCs  im  neunten  Jähr  Adrian^t,  das  iftünj.i25« 
und  feine-  meiften  Fixftern- Beobachtungen  im  »weyten 
Jahr  der  Kegierung  AntonitC^  des  Frommen, ,  daiift  im  J. 
13p«  angeftellt  habe.  Dies  gäbe  nur  16  bis  1,7  Jahrhua* 
dert  für  das  Alter  diefer  Baftimmnngeo.  Denn  wenn 
gleich  PioUmoMut  in  feinem  Almagefi  die  mittlero  fibnga* 

UOA 


il6         JUlonatU  Correfp.  iSoi.  AVGVST. 

Folglich-  ift  die  Seculer*  Bewegung  der  Anomalie  des 
AlfbageOs  20  Min.  unter  unferer  gegenwärtigen  Seen.* 
lar-Bewegung  9  wefches  ofiEenbar  eineAcceleration  i<A 
diefer  Bewegung  anzeigt,   welches  auch  der  Theorie 
ganz  gemäfs  iß,   die  ich  davon  gegeben  habe.     Di^ 
SiftuUr  -  Gleichungen  dör  Bewegung  des  Monde»  ,"^3 
•'     -  •         .     •       feinet 

.,  tion  dies  Moodet  TOtn.dex  Sonne  sa  Anfang,  der  NabonaC^ 
larifcheiiZei^echniiDgl  das  ift  auf  d.  J.  745  TÖrChr.Get^« 
feut«  fo   bat  er  fie  doch  nur  dahin  redaeitt.    Dann  d^ 

'■•''jeder  AAronom   die  Epoche  wol  (o  w&hlt«   wie  fie  anfli 
feinen  Beobachtungen  folgt,    und  fich  der  Iltem  Beol>— 
'  achtnngen  litar  bloTt  kur  Beftimtnung  der  mittleren  Bo* 
wegungeh  bedient,  fo  fcheint*  dafs  man  die  Epoche  deir 
Ptolentaeifchen  Tafeln  vermittelft  der  von  ihm  felbft  ge- 
gebenen Bewegung  des  Mondes  auf  die  Zeit,   wo  Ptole* 
ntaeus  lehne,  oder  höchftcni  auf  die  mittlere  Zeit  swifchen 

,  .  .  P.tolemaßus  und  Hipparchus  reduoiren  mflfle  ,    um  diefee 

Datum  der  Ptohmaaifchen  Tafeln  ficher  mit  den  nnCrigee 

Tergleichen ,  und  aus  ihrem  ünterfchiede  die  wahre  8e- 

enlar- Bewegung  beftinimen  sn  können.    Hat  dieCeEia* 

-  Wendung  wirklich  Grund,  fo  roarste  man  obige  Seoular- 

'■-  ^  OleiUhttng  sweymahl  gröfser  maohen;  denn  fie  nflltte  in 

^  1^' i#nt'Verhiltnifl^ 

.   17'  •  25"  "  289  :  5?5  ::  I  :  2f 
Qder:  z6^  :  24'  :;      4  :      9  ::  i  :  3|  geSndert  werden. 

v.Z. 

•  *^  Es  war  einem  fo  grofien  Geometer  wie  JLa.Placm  vor- 
behalten, die  wahre  Urfache  der  Secular-Gleiohnngen  des 
Mondes  su  finden«  Vor  ihm  hatte  man  verfchieden«Hy- 
potheCsn,  um  fie  xu  erklären,  ausgedacht.  Die  meiften 
fchrieben  ti^  einem  Widerftande  des  Aethers  zu  ;  EmUt 
und  Bezout  haben  grofse  Unterfuchungen  darflber  enge, 
fiellt,      SelbA  La  PIoq^  fachte  diefe  Erfoheiniing  darch 


Xä.    Theorie  des  Tfhkiis.  ft  7 

iSfi^  Apogeumft  und  Telnes  Koot^ni  find  deiqoacH 

'    fo 
I?.     -  -  :      •       ■  •"•■ '     • 

^•'    «!«•  «ndere  Hypöthere,   und  dnrcli  -^e 'f^cceflive  ^ort- 
m ! .  .pflamang  <l«r  6ch w«rkTA Ft  lu  e  1  klä reu .      A  HVin  nat hd em 
^s'  .'dite  a«aeftni  Untvrfuchungen  und  Vergleich ungen  ddr  äU 
^V  tdflen  Beobaehtang«a  mit    den  neueren   un^ideifeglich 
*^y  iMftidget  fiabeo',  dafs  in  den  Bev7-egiin-£;pn   dei    VIo'ndt« 
•v'iAf^OgMiiin  tt'pfl  MmtM  Knotens  eine    Ferßputvng  Statt  fin. 
:)  'dk»  Co' iDttCKe* nKin  diefa  an»  derfelb^n  DtfAche,    Wie^  di« 
^^  'BefihUitnigunff  der   mittlem  Bewegung  des   Mondes ;  er- 
-u.^l^Mii  kOnneh.     Allein  die  Hypoihefe  des  ätherifclien  Wi« 
>^>  dnrftandflf  fovrbi'/   als  die  der  fuccertived-  fonpflanzung 
l 'i- dir  Seh werkniftV' 'geben  beryde  iiwr  feftte  Bejchieiim^ung 
i-.'<id|gr  triittUrtfn  -Bewegung,    ohne  die  des  Apö^cums 'und 
-i'j  /^gs  Knbt«nt'1tu''itidern.     Folglicbrkortnte  die  Sßculai -Glei- 
chung des  MoniJes  nicht  die  Wirkung   di^fer  beyden' Ur- 
'  lachen  feyii;  nAd  lUtte  La  P/ace  ihre  wahre  Ürfache^auch 
•^•faiekt  gefunden t  fo  wftre  fchon  die'Eifci^einung  der'Ver« 
n^-'^Hnng  in'  der   Bewegnng  de«  Apdgedft^l  und  des   Kno- 
"•'Imsi»  und  LA  Tläce*%  ß^rcchnnng  dör  boyden  obigon'lly- 
•^'j^hcfen   hinUn'glich  gewelcn,    ftö  gahs'aaa-AurclilipueB. 
*''  Allein  f.a  ■/'fnCe  fand  durch    Feine 'Tcluininnige    An^Jy^»»* 
'*  -dab'  die  Secular* Gleichungen    'd'er'lßxoen'tric'iäi  unfnidr 
^'    "Erdbehn  gätls'  JLfank^che  in  der  iiriiiferen  Üowr^nvg  d«4 
Mondes  heivor1irind:''n,     welche  zunimmt,     w«--.«   dielt 
--■  JSxoentricitit'abnimmr »  und  nmgek't^hrt  almiinint,  vif^kmt 
*''*)eBie  manimmt.'     Die  drey  Secu!ar    OK-icIiuiift«"  <!•»»  <f.M^ 
lern  Bewegungdr«  Apo^eum«   und  'des  Knoi'"S  fc*4Ui»*^4 
•    lach  nach  dieferTbeoric   voiiknnimcn  mi»  d-i«:  *»■  ^'M-<••- 
''''hliDgen,    und   rtehen    unter  lirh   in  denn  "b'^-tUod  jf«!     .^ 
'    Itiltnifs  der  Zahl*/n  i'o.  33  und  7      ÖsH»  fcu  v--i*.^^, .  ^ 
■  ''deU   data    grötsten  GeoiVi  tern    diefc   w-hic  JCrlwi^... 
•■    Isilge  entgangen  ift,    nm    fo  m^h»  .    da  La  rtm»^'  .< 
'"  "Expofiiion  du Jyfieme  du  monde  nachher  A^^^Vf-"-    *• 

f.  r.  Ar  4  AiisgXh«])    dafs  inaft  adcih  ö&li  Im:!" 
Jlbto. Cörr.  IVB.  idox.  ,1 


fo  eeDan  bekanpt,  als  irgend  ein  Datum  io  d^  Aßri 
nomie  •  •  •  ^ 

Analjfo  SU  dififer  Erklärung  hfttte  gelingen  können.     Äl- 
..  leip  »">  wenp .  die  Wabrheiten  dinro»hl '  bekiUini:  IU4«   Tc 
.w^rd  der  yVeg  ihrer  Entdeckung  aaimac  leiehttf.:g^nB> 
:.  den  l  Xa  PJaoe  erinnert  in  feinem  Memoirft  £ilbft  s 
lei  i<2f'0J  /«^  .p/«{  fmiples  Jont  prpfque  fouJQurt  COII0S  ^  qm 
i'offrent  les  demihes  ä  Vefprit  humain»  .  .  I^a   Orange 
in  den  Berliner  Memoiren  f&c  175^  £.  ^39  «benfeUft -Fof '— 
,,  »ein  fflr  die  SecnVu^Gleichangin  mit^edieiU  ;    voßA  e^^ 
£igt:  »^  negligeai  d*appli^uer  nwSrfommUs  ä  la  Lwok»  c^^ 
tfui  ne  demandait .  gue  des  fubßittUioTfS  numsriques  tres  fad* 
Us^    et  -ptMis  ßmples  qup  pour  les  pJanete$  prutcipales^    AI  '^ 

^     lein  de  fich  in  diefee  Memoire,    .wjeXA  Orange- B*y2g^^ 

?    2eile  6  felbllgefleliel;«    ein  Druck  -  oder  Aecliniing^(«ble^ 
,  «ngeCphlichen  hatte,  und  diefer  FeUec  dae  Glied  derFor* 

'  .  »el  im  Verhiltnifs 

*'     CO"  '  '"  dwheifst  CEntflC    5  5"«  CEnt^  S  0>  i 

und  alfo  looooomahl  kleiner  macht»  ala  ee  wirkliciir  ift,  1 
fo  fcheintt  daff,  wenn  man  blob  ntanerifche  Sahfiitutwnen  J 
in  den  JLa  Grande* fchen,  Formeln  gemacht  hätte»  |Ban 
fiatt  die  wahre  Entdeckung  der  Orfache  der  Secnlav- Qlei* 
«hungen  so  machen »  eher  vermuthet  haben  wftrde ,  daff 
die  Theorie  nicht  .;hinreiehe,  fie  su  exkJiren  •  weil  ihre 
yRefultate  nicht  mit  den  Beobachtungen  übereingeltimmt 
haben  wördto, 

Bey  diefer  Gelegenheit  mfllTen  wir  nnfere  «ftronpral- 
Ichen  Lefer»  welche  vielleicht  nicht  fobald  Gelegeisheit 
haben,  die  Memoiiet  dea  Parirer  .National- Inftitnts  zn 
Geßcht^  SU  .bekommen,  auf  einen  Vorfchiag  det  $ena^re 
La  Place  aufmerkfam  machen,  auf  welchen  er  einftn.gro* 
Iten  Wcrth  fettt.     Er  ift   der  Meinung«   dafs  die . Unga- 

*  wifiheit ,  ^welche  die  Beobachtungen  über  die  Secnlar» 
Glieiohungen  dee  Mondea  noch  ül^iig  lalTen,  hauptfächlich 
▼on  jener  über  dlo  Bewegung  dejr  JSachtgleichen,  4ind 
der  eigenoi  Sew^gtwgen  der  Fi^&prjae  herrühi  e^    ^  Er 

.wOnlckli 


•     Xn.    Theorie  des  Mondes.  fxp 

-VHlBTcIit  ^be^,  udd'  «mpflelilt  den  prtctifclien  Aflrono* 
tnan  auf  dat  «Dgtle^entlichfte ,  die.^kisimlUcheii  KOrpef 
fo  oft  alt  möglich  unter  einander  and  mit  der  Sonne  ma, 
"vergleichen.     Man  weift »  daft  die  miuleren  Afwegna^ 
'''^<ea  der  Sonne  und  der  Planeten  Muw9randerUch  ^d«    Di« 
-Seobaohtungen  ihrer  Conjunctionen,  ihrer  Oppofitionea' 
.>':«iidf  ihrer  Eioogationen  unter  fich  würden  die  Verhlltnil- 
•   Xt  ihrer  Bewegungen  direot  und.an«bhlngig  Ton  d^nBa* 
\i  »IT^I&^^ß^B  der  Aequino^ien  und  der  Sterne  gefo^n»  fo  wi» 
.  .4ie  Finft€rniire  die  Mondt  -  Bewegungen ,  in  Beiog  aoT 
'    die  Sonne  I  direct  und  unmittelbar  geben*   Allein  wieritf- 
le  Aftronomen  in  Europa  find  wol  im  Stande«  folctie  Be« 
Obachtungen  tu  machen?     Für  Conjunctionen  der  Plan««' 
■ '  ten  ging  et  wol  noch  zur  Noth  an ,  wenn  beyde  in  ei« ' 
i.jiem  Parallel  find;   aber  fie  werden  etihOchft  feiten  feynr};. 
&It  immer  wird  der  Unteifchied  der  Doclinationen  be^r^i' 
der  Planeten  fehr  betr&chtlich  feyn»  woferne  ^^  niohcis: 
den  Durchfchnittttpnnccen  der  Ekliptik  und  det  Aeqoi« 
fort  fich  befinden,     Es  wird  daher  su   diefen  Gattnugeya 
Ton  Beobachtungen  immer  ein  fehr  gut  in  der  Mittag»«, 
fliehe  aufgefielltes   Mittags  •  Fernrohr  erfordeTt,  und  wie 
'     Tiele  find  deren  wol  auf  unferen  berflhinteßen' SternWar* 
ten  anautrefFen?    Hey  OppofitiOnen  der  Planeten  ift  dec 
,  Fall  noch  mifiiicher.     Wie  viele  Aftronomen  können  fich 
13  Stunden  auf  ihre  Uhren  Terläflen?    Und  werden  felbft 
diejenigen«   welche  et  können»  et  nicht  ;ficherer  finden» 
'    Sterne  in  der   Zwifchcnaeit  zu  beobachten,  um  fioh. da- 
durch dea  Ganget  Ihrer  Uhren  sn  verfichern  ?    Dann  fällt 
«     aber  der  Vortheil  Weg«  beyde  Planeten  unmittelbar  mit 
oinander  Tdrgleicben  au  können«    Der  Vorichiag  (cheint 
i^berhaupt  eine  practifche  Schwierigkeit  au  haben«  wel* 
.^    ehe  nur   durch  die  «llerbefien  Werkzeuge ,  unii  durch  ei« 
He  g«ne  bafondere  Aufmeikfamkeit  gehoben  weidenkMUi« 
Et   find   vielleicht  nicht  drey  Sternwaiten  in  g«oa  '£iiro* 
pa,  wo  diefet  mit  Sicherheit  geleiftet  wttdta  kön&lü- 


]U8.a        Monal^  Cmefp.  Hou   AV^VßT. 

M.»     :  •  .  ^^..$  p0nnuud  Jßfi  J3i\' 

""-  ':  •  '.'-.  Ich  fefaemit  vieleiü  Leidwefisli  ausTb^em 
Schreibep,  dafs. Äz/r^'s  Krankheit'  fejne  vortreJ^che 
Äri^eit  fo  fehr  verfpäi|pt.  Ich  hoffe  und  wüiifch^^^daGi 
eine  Erholungjsreifq.  uach  Gotha  *)  ihn  herftelleni »  ^nd 
iJbq^'P«ue  K^räfte  geben  wird»  feine  neuen  Möads- 
Tafeln  zu  vollenden.  Ich  befchäftige  mich  gletch-. 
fUls  fehr  viel  mit  der  Monds  Theorie;  allein  j^Wehr 
üjh  üben  diefen  Gegenßand  meditire,  je  fchwiilrllger 
fdi^qt  es  mir,  gute  Tafeln  der  Bewegung  des  Mon- 
des in  der  Länge  aus  der  Theorie  allein  zu  eutv^^er- 
fen,  w^gen  der  .:^u,  geringen  Couvergenz  und  der  za 
groben  Schwierigkeit  der  Approximationen.  1ja4tt» 
fe^  nähert  fich  meine  Aualyfe  mehr  als  irgend  ^cSne 
andere  den  Beobachtungen ;  allein  um  ihr  die  PrSci- 
fioii  zu  geben ,  welche  noch  fehlt  ^  fo  müfste  maä  fo 
mühfame  Berechnungen  machen ,  dafs  ich  fie  gar  nicht 
nnternehmeu  kann.  £s  fcheintmir  demnach  dasein« 
faphße und dasgeuaufie  2u  fejrn,  unfere  Zuflucht  lu  den 

Beob- 

^^^3  ^1^^  ^  Juniot  bfttta  ich  .du  Ungft  «WJirtetd  Vergafigeo, 
xueinen  Freund  Bürß  «uf  Seeberg  xa  uronixien,  unMei« 
ne  per  fönliche  Bekenn  tfcbaft  zu  miiohen.  Er  kam  in*  ei-  / 
aem  (ehr  kraokeo  Za^nde  hier  an.  AHein  die  Keife» 
die  Luft-  und  Oruverinderung;  h»ben  in  vier  Woohen 
fohon  fo  heilfama  Wirkungen  hervorgebracht ,  daCl'  eff 
fich  fchon  anhaltend  mit  der  Fortfetsung  feiner  fchweren 
Arbeit  befcbäftigen  kann,  tind  alle  IJofFniin|B;en  vorkan- 
'  den  find,    daCs  er  feine  neuen    Monds    Tafeln  ßläcklich 

'<••  vollenden  virird.    Bürg  hat  auch  den  Vorfats  gefaftt,  feine 
Telbln  fclbft  mit  dem  Uimmel  so  ver^Uichen ,  and  den 

•>'-lVlend,   fo  oft  et  angeht»   mit  den  ToitrefFlichen    Werk- 

.^^^seugen  der  Seeberger  Steri^WAXte  zu  beobachieiu    v.Z* 


.-.  TXn:    Theorie  des  Mondes.  121 

^MV^tWaSCfl wk nehmen.  Älleio  ich btn nichtd^rrel- 
Jban  M efa^mg  itt  Betreff  xler  MoDds  Bewegung  in  dev 
StaitflL'  Die  ApfitexiinatioiieD  id  dieremPauct  find  ein» 
fuhermidgeoatteri  Co  daft  ich  glaube  ,.dafs  die lli^o- 
lie.lMteriir einen  Vorzug  vor  den  Beobachtmiemhä^ 
pndd«,  fo  viel  ato  möglich,  die  Tafeln  von  der  Theorte 
iWiingen'mäJTep,  To  iftmeiDO  Meinung,  dafamaDber* 
fcr  dann  tfann' wurde,  weon  man  die  Breiten -Ta^ 
frln  blob  ans  der  Theorie  berechnete,  wie  mau  et 
■iit  den  l^anllaxen- Tafeln  gethan  bat.  Übrigens  ift 
IHi  geringer  Uuterfchied  zwifchen  den  Hefuitaten 
meUier  Aualjfo  und  den  gegeuurärtigen  Tafeln ,  dafs 
■wo  dieTe  dafür  annehmen  kann,  alt  wären  fie  un« 
iMUelbar  dnr^  die  Theorie  felbH  gegeben.  Inzm- 
fchm  •  w^u  Sie  an  Bürg  fchreiben  ,  fo  bereden  Sie 
ihn  doch»  aodi  diefipn  Theil  ans  den  Beobachtungen 
M  befkUppien  ^^^ 

Ich 

-'^^'«1^  gUÄh«,  dnreb  «ne  Itnge  Ecfahrang  beUhit,  bs- 
hanplso  tn  dArfen»   daft  der  Br^itenfehlcr  Ton  Mayet^% 
oder  Mafon*%  Tafeln  bey  guten  Beobachtungen  nioht  leicht 
AImc  to'  belnge;     vielleicht  dfirfte  felbft  diefer  fehler 
lakim  warden,  wenn  die  Neigung  der  Bahn  um  einige 
'  'Second^  Vermindert ,  und  die  neue  Gleichung  der  Brei- 
te angeweiidet  wird,  deren  Entdeckung  wir  dem  Scharf» 
finne  iKefol  gröfsen  Geometert  su  danken  haben,  und  de« 
'    ni!ita'*0iCsyttV"wie  mir  fcheint«  durch  Beobachtungen  nn- 
.  \  wideiffpreaUidli  erwiefeoift ;  flbrigens  fehmetchle  ich  mir, 
.    flwilsyrei  pn^fehe  Aftronomen  werden   meiner  Meinung 
üi^,  dils  man  von  der  beobachteten  Culminaiion  det  Mondet 
aMte  Oe«si|igkeit  erwarten  dflrfe,  alt  von  emer  beob- 
^    .$il^if$tft^'J(9^V^'I>iftmn,  oad  dafii  maa  folgUch  Tchwer- 
liA.lMllJ^<Wi^^  Gleiohuagea  fUi  die  Breite  ans 
X   ^  I  3  BeobaiBh* 


121         ManaiLCqntfp.  tioh  JVGVST. 

'  Ibtk  baWäliff  booe  mit  aarseifter  SorgMrdSilAli^ ' 
gleichheiteo  'h^immt^^  welche  &k^  KeAmftife  ^gf^ 
eines  wichtigen  Elements  einCchliefsen.  ^Ich  liHÜ 
wotetfk  die  Berechnnng  der'  Seeölar«  Gleich  migen  des 
IlilondeS'  wieder  vorgenommen.  Bürg'  mscht  dit'dtf 
inllleinen  Bewegung  in  feiner  Preisfchrift  dhip  7*  itt 
diefem  Jalirkondert  *).  Ich  glaube ,  man  müfle/it^ 
auf  11'  fetzen,  und  fich  fodann  der  Tafel  beüienent 
die  in  der  dritten  Ausgabe  der  Jßranomie  La  Lande  $ 
befindlich  ifL  Diefe  Tafel  fetzt  die  Secnlar- Abnah- 
me der  Schiefe  der  Ekliptik  auf  50*  •  und  mir  fcheiot) 
dafj  diefs  das  wahrfchelnlichfte  Refultat  über  diefen 
pynct;  iß  '*''^>  Auf  diefe  Art  ftimmt  die  mittlere  Se* 
cular  ^  Bewegung  des  Mondes  ,  dit  Bürg  gefiindea 
bat,  9uf  das  volljkömmenlle  mit  jener,  die  Boiwari 
in  feiner  Preis rcbtiftbeßimmt  hat,  tinfd  dleHen  Arbeit 
über  die  mittleren  Bewegungen  mir  vorzüglich  gut 

fcheint« 

Beobichtaagsn  «iher  su  beflimaisa  ,  als'fie  biiher  bi« 
kaiint  find.    B  —  g. 

*')  Stier  rcheint  mir  ein  Miritrerfiindatft  si|  feyo ,  ich  ha* 
be  iftiitier  die  3ecuhi-gleichung  -+-  n.'lSSn**  -Ho»o44a*  g«* 
b^aacht,  wo  n  die  von  170p  verfloITenen  Xihre,  durch 

*  handert  getheilt,  autdrficlct;  vielleicht  tOhrt  et  daher, 
dart  ich  für  die  Epoche  von  1779,  7"  alt  SecaUrgleiobang 
•ngefeut  habe^  To  wie  üe  aus  obiger  Formel  folgt.  4r-^« 

*^')  Die  Theorie  fiimmt  bey  diefem  Elemente  nicht  mit  der 
Beobachtong.  Schon  X'uttents  in  Floreiia  fetite  Aitte  Se. 
calar •  Abnahme  anf  34*j4;  La  Lande  findet  4i*^und  ^6'» 
Duc^la-ChapälU  38*.  Aiiein  weit^'hnfen  wird  man  fe- 
.  hen,  dafa  litt  Place  darauf  behartt.  nndSiHdel^hölt'däraaf 
dringt,  ^[^  8eQi|ttr AbBahmt  tu  W  tetaMAmM.' 


'  Xn.  Theorie  des  Mondes.  12^3 

Cchrint«  Übrigeiis  ^ebeb  die  Bradteytchen  iBeobach- 
tangen  »  mit  den  Mafkelynetcheu  verglichen  ,  ein  et^ 
nvas  verrchiedeoes  Reroltat  von  demieuigen ,  das  ani 
iem  Vergleich  ,der  Mafkelyne^ichen  Beobachtnngea 
fait  dem  Flam/leed'tcheu  £o\gt.  Ich  v^ünrchte  dahet 
fehr,  dab  fich  Bürg  die  Mühe  geben  möchte,  die 
Bradley'tchen  Monds -Beobachtungen.,  welche  jetzt 
heransgegeben  worden,  in  diefer  Hinficht  za  berech^ 
Ben  *). 

Ich  finde  au  meinen  erßen  Beßimmungen  der  Se* 
enlaf  -  Gleichungen   eine    kleine  Änderung  nöthig* 
Die  Secolar- Gleichung  der  mittleren  Anomalie,   wel- 
che ich  zn  fl  der  mittleren  Bewegung  beftimmt  hat- 
te, 

«3  Es  fohlen  mir  immer  fehr  rithfelhaft;  M%  msn  ^^ 
▼sifchiedeas  YerbefiTerangen  fflr  die  Seeolarbewegong 
dsr  micüeren  Liage  des  Mond«!  erhält,   wenn  man  Bam' 

.  fieä^M  BeobachtaiigeQ  mit  denen  ron  Majkelyne  ,  odef 
MnMey'B  mit  denletsten.  oder  endlich  die  erOeii  Beobachff 
toogea  TOB  Mafhefyne  mit  feinen  leuten  rergleicht ;  nadi 
gtretit  auch,  man  wollte  Flamßeed^t  Btohkohtan^v^  sus 
Granden  autfchlieben  ,  welche  hier  xa  «ntwickehi  m 
weitlinftig  feyn  dürfte ,  fo  bleibt  mir  doch  der  unter- 
Ichind  Bwifehen  den  Reftdtaten  aus  BNidley**  und  rnrnfkim 
fym9*%  Beobachtungen  rithfelhaft.  Tietlcicht  verbMÜMi 
die  neuen  Gleichangen  fdc  die  Linge  des 'Mondes,  ds» 
rea  Exiftens  La  Place  nach  feinen  neneftea  Brinfon  rtKm 
mnthet,  einiget  liebt  über  diefe  Schwierigkeit»  was  um 
fo  möglichsr  üiyn könnte,  da  eine  diefer  Gleichnngen eine 
Fttriods  Ton  mehnren  Jahren  hat.    Ich  bin  Ib  sbs«  damit 

•     hsfehafiigt,  das  Dafeyn  diefer  Glaachnngos  an  Beobachi. 
thogan  SU  beftitigsa ,  und  hoffe  den^  LeCn  dar  211  GL 
die  Rafnliats  hisrflber  ▼ork^g«  ai  kAuüL 

l4  B-ßw 


12^  monat^..fifrreSp.  1801.  -JV^VST. 

te,  düie  kh  fetzt  cur  4  mahl  fo  grob^  So  finde, kjk 
.fUe.Secular-.dleichupg  des  Kpoteus  ftattf^  devmitfp 
^erei);  Be)yrgui»g,.  wie  ich  roxher  hatte»  jeui  v^^ 
PLeJte  Secular./jjeicbtitigeu  ßo.d  durch  alle  <^ltQ «  .]koo 
^en  CJialdäer^^  .GfiecheD  uod  Arabern  beoba^teteip 
JFinflerniße.bea,äitigt  ^),  Ich  fehe  fie  ala  ein  der  keb 
3.;  .        .    -  »   btrljbn 

ihr. .:;  ..  t  juj  i.     ,  ..  .  ;      *. :  ■       /        ■ 

^3  Der  berfihmte  Oriantalifte  Golius  kat  ant  auf  Ihn*  TM 

-  •     Arabifciiewj.-Mfpt6  QA,G  £.  II  a  8.2S2)  m«  drey  Fin. 

/.j.i^^r^iflV'ii  bel^anot  gemackt «- welche  bey  Oiroiii  de^Jd^  • 

-.  •    *"®'?  i^7»oS78   und  979    beobachtet  Word«  find.      Dieft 

. ;.  .  df ey  Finfttr|)ij(re  find  in  der  Gefchichce  der  Aftronomif 

fehr  berSbrnY  ^eWoiden  ,  weil  fie  uns  die  Befchleunigong 

der  mittlem  Monds- Bewegung  zu  erkennen  gegeben  hsp 

ben.     Viele  Agronomen  haben  fich  ihrer  nachher  bedien^ 

'^'  ''die  wafiröG^^ifl-dieter  Qngleichheit  tu  beftimmett«     Alf 

:"  ••  )eio  ee  blieb- zMmifeUukFt,  ob  et  wirkliche Beobeebtosgeo, 

'.-'■    öder  ob  ef  blpf»  4ti8   unFoUkommnen  Tafeln  berechnete 

t'ii  Pi/iüernilTe  waren«      Diefer  Zweifel  ift  nun  fowol  dorcb 

->;  nZi«   Blac€\  Ebtdcckang   der  wahren  UrCache  der  SHealav- 

^.'  'Gleichungen.^.  «1»  auch  durch  Coufßn%  Tollfiindige Ueber« 

L.  .  letsung  4^  «FrigmentB  von  Ihn 'Junis  glOrklich  gehoben 

:      worden.     Die  Uebereinflinimung  Ton  La  Placei$  Theorie 

mit  den  Beobedbtangen ,   und  25  andere  FinAeraifla,   die 

..  ..Xauffift.  in  ^^i.*fier  Anbifchen  Handfcfarift  aufgefandtfaihat» 

1  .  .  Ia0in  hierilhdr.  keinen  Zweifel  mehr  übrig  >  und  Bt^npurd 

fand  aui  diefi0n  .(owol  als  aua  denjenigen  ChaldaeifolMn  und 

.,     Griechifch«»  Beobachtungen ,   die  uaa  ftpUntaeus  anfbe» 

halten  hat,.«|le  drcy  Seoulai-Ungleichheiten  der  naitllera 

'  .      X^änge  dea  Apogeume-uod  des  Knotens»   fo;nrol  doreh  die 

Theorie,    aU  aufih  durch  den  Vergleich  der  Flam/kßed"'^ 

ii     fchen  Beoi^achtutigen  mit  den  Maskelyntf^oh^n.MVLi  das 

▼pllkonuiij^i^e  befi^tigec    DieCs  .38  Arabifehen  Bcohach- 

ti^ngen  vpm  itf^^«  hia  1004.  ütdutanM  im  U^Batode  des 

,Mem,  de  VInJt.  nat,,§^  angefahrt,     v.  Z, 
♦Vi  —  -k  -*  ^■^*.       ö 


1 


;     XII-  Thrn^  4es  Mondes.    .:  125 

hirllen  Rcraltate  der  Theorie  d^r  allgemelneii  Schwere 
an.  l^eDn  Sie  an  Bürg  fchreibeD ,  fo  rathen  Sie  ihm, 
aiefe  Gleichiuigeo  nach  diefeu  Verbältuiff^p  in  feine 
Ataeq  Mand» -Tafeln  aufzuoehineo.  £s  gibt  in  der 
Theorie  des  Mondes  zwej  febr  wichtige  Gleichuu- 
geoj  weil  fie  beyde  von  der  Abplattung  der  Erde  ab* 
hSngcq.  ..Ich  hiibe  fie  aus  meiner  Theorie  mit  gro- 
ber Sorgfidt  abgleitet  und  beftimmr.  Bitten  Sie  Bürg 
in  mexnem'Namen ,  diefe  Goefficienteu  mit  grofsem 
Fleib  so  beßimmen  *)•     Die  eine  iß  die  Gleichung 

für 

*^  Tdi  lühe  diefe  beyden  Gleichungen  mit  tUer  m5g!ichea 
Ao&n«rktinikeit  beftimmt ;  die  eifte  fand  ich  nach  wie* 
dar böhaö'  Verfu eben  -4-  ^.'g^io*  Long.  med.  Q^,  wie 
'  Ich  fte  hey  den  erften  Bemtibungen  gefunden  hatte;  dio 
BWiyie  ^,  *tf  Sin.  Long.  med.  C  •  beyde  *  werden  »war 
■ielit  g*ns  die  nimliche  Abplattung  der  Eide  geben ,  doch 
wird  der  Untorfchied  der  Abplattungen,  welcher  ans  bey« 

.  ibft  fblgt,  fehl  gering  feyn ;  wire  aber  auch  der  CJnter- 
fihhfdbeträehtliclierg  fo  dürfte  et  nicht  befremden-;  bey« 
de  örOfsen  j  wie  ich  fie  ans  Beobachtangen  gefunden  ha- 
ha', hingen  von  einander  gar  nicht  nb  ;  tie  fiod  aaa  gans 
Tüifthiedenen  Daten  beftimmt;  die  eine  auf  Culminatio- 
"wütal  di^  andere  aoa  Zenith - Dißanzen.  Schon  auf  die« 
Uläi  Gniüde  ift  ihre  nahe  Uebereinftimman^  g^wiff  be* 
ttatfItifigfWerth.  Wenn  man  noch  bedenkt,  dafa,  um 
die  Gleichung  der  Breite  def  Mondes  au  finden,  läehrere 
Da|&.  aoa '  Beobachtungen  angenommen  werden  xnflflfen  , 
diä  Bicht  mit  mathematifcher  SchArfe  bakanjit  feyn  kön- 
,Biqi:  .Co  Ccheint  mir  diplH  ZuIaxnmentrefFen  auf  fo  ver- 
fahiadenen  Wegen  noch* merk wArdiger.  Man  mnft  den 
Collimauonifehler ,  dieRefractioh.  die  Parallaxe  dea  Mon- 
-dfjp,  Xainen  Halbonefier  und  die  Breite  dea  Bcobachtnngs- 
Bffl  tm'dtr  beobaduatea  Zenith  -  DiAanx  die 
'^      "       ■'   I  5   '  *  Abwei« 


flfl  MonatU  Cßinrefp:  igth  AVGVST. 

ftir .dte  LäVrge ,    die  von  der  Lfioge  des  knoieosiib^ 

*    Wogt; 

I  ■  «.« .  .     i\ 
,  Abw^ichoii^*,  und  aus  dieter  die  Breite  hersuleiten,    Üi 
ich  vor  menreren  Jahren  diefe  Data  bcHijnmte,  oder  aiK 
nahm /koit nie  ich  nicht  die  entfern tede  Muthintrtoag  ei« 
•f '  •  ner'muen  Gleichung  für  'die  Qrcite  haben;* '  jetzt  fcbeint' 
mir  in  den  gefundenen  Refultaien  eine  wiehtige  EmpFeb! 
lung/.diAfw  .Elemente  tu  liegen.;     die  Fottfetsung-diela» 
Betrachtungen  würde  mich  aber  hier  tu  weit  Ton  du 
ßa,uptf«che  abfuhren »  nur  fey  mir  erlaubt  su  bemerkeOi^ 
wie  fehr  ef  jeden  Liebhaber  und  Kenner  freaen  mfiCTe» 
die  Kcfultate  der  neueren  geodetifchen   Meflungen    uod 
der  TheoKie  des  fcharf&nnigen  La  Flace.  fo  fcKön  beAitIget 
lu  feben.    Für  Aßronomen  habe  ich  bey  diefet  Gelegen«  ' 
heit  nocU  hinsusufotzen^  dtfs  ich  die  Gleichung  der  Brei« 
te,  welche  ich  aus  %66  Greenwicher  Beobachtnngen  iwiv 
fchen, .17(55  und  1793  benimmt  hatte,  durch  altere  Beob- 
achtungen auf  eine  unerwartete.  Art  betätiget  fand  \    ich 
hatte  näinlich  vor  mehrerisn  Jahren  Sonnenfinßemilf«  he» 
rephcft»  um  die  Bewegung  des  Knoten^  zu  befilmmeo. 
Als  ich  vor  einigen  Tagen  die  BeRimmung  der  Liiig»dei 
Knotens  för  1779  neuerdingt  vollendet  hatte,  fo  trerfoch«^ 
te^ichauch,  feine  Bewegung  nochmahls  herzuleiten  ,  and 
wendete  bey  diefen  FinAernilTen  die  neue  Gleichung  fftr 
die  Breite  an  ;    die  Breitenfchler  wurden  dadurch  auffal- 
lend vermindert;  ich  feuedie  Breitenfehler  her*  wie  ich 
iie  ▼pvmahls  gefunden  hatte,    und  wie  ü«  dorfh  diefe 
neue  Gleichung  verbelTert  worden  find« 

Tormahlige  BreiteA- 

fehler  l^tsig« 

1666,5  Äctipf.  ©.......     —     €,"9  —     0/9 

1684. 5     -^'    .•...-..  4  .    —-  12,  o  «^    tf,  I 

1685.0  öpcolt.    u   n  •  •  •  *•    -H-  13.  5  -f-     7,  1 

1687.3  EclipL  0 —    o,  6  ::       —    5.»4 

i68i>;7    — '     —    ^4  -^4.8 

1694. S    *-      i  .  k     -^  II,  3  —    %7 

I?^5*3    ""•     ••••••♦,•••    —    0*7  ""■    2»o 

1  Di# 


Xn.  Theorie  des  MoAdes.  ^  «27 

Dgt  9  bod  di«  Bürg  auf  6*,8  btzt ;  die  andere  ift  die 
eichung  für  die  Breite,  die  vom  Sions  der  wabrea 
lüge  de«  Mondea  abhälft,  und  weiche  ich  -^71"^ 
lde^  Die  eine  und  die  andere  geben  nngi^hr  ^4^ 
r  die  Abplattung  der  Erde.  Sie  haben  zu  diefeni 
diafe  den  Vorzug  über  die  geodetifchen  Meffonged'; 
f&  fie'miabhängig  Von  den  UaTegelmäraigkeiten  dei 
'dgiiftate  lind.  Es  liegt  alfo  fehr  vieldaVan,  &e  durch 
DO  lehr  grofse  Anzahl  von  Beobachtungen  zd  be^ 
mineii. 

'  Eine  eben  to  wichtige  Gleichung  iß  die  der  LSn^ 
I,  welche  vom  Sinus  des  Abfiandes  dea  Mondesvon 
iT^onne  abhängt.  Sie  begreift  in  fich  die  Sonnen^ 
»^llax^;  Ich  habe  bej  ihrer  Beftimmung  di^  Ap- 
roximationeift  fehr  weit  gelrieben  ,  fo  dafs  ich  fie 
ttt  durch  die  Theorie  fehr  genau,  beAi mm c  glaube. 
iTenn  ich  den  Coefficienten  diefer  Glei/chung  zu  2 ' 
»*!*  annehme,  To  wie  Sie  mir  fchreiben  »  däfs  ihn 
lürff  gefunden  habe «  fo  finde  ich  daraus  die  Sonnen- 
'araflaxe  8/6»  Schreiben  Sie  Bürg  ,  ich  liefse  ihn 
ittep ,  diefen  Coefficienten  nochmahls  fehr  fcharf  zu 
eÜiümen  '*'). 

Die  Cofjßante  der  Monds  Parallaxe  verdient  gleich* 

alls  groC^e  Aufmeikfamkeit.     Mao  mal»  diejenige» 

.  '  die 

Die  BepbAcbtangen  Ton  xtfS?  und  i7o(;   fifi^i«  mainsn 
Papieren  ids  sweifelbafc  beaeiohoet    B^g. 

*')  Ich  hebe  diefeil  Coefficienten  bey  der  iweyteir  Analhe- 
raog  2'  7,^1  gefanden;  erbeflitiget  die  Soaiien -  Paral- 
laxe ,  die  ttian  tut  den  'beobachteten  Vbrilbergit^en  der 
Vennt  Vor  der  Sonnenfcheibe  gefolgert  Hat;  der  Unter- 

'  fühied  düriäf  beydta  Ws^^id'eihtbttSB  PasiOhäM^bi 
weht  Ab»  Vis.    B^ß.      •        --'^    ..'H-^vir-; 


128  Moiuttl.  Correfp.  i8n.  AVGVST.  '  - 

die  tn   La  Lande's  Afcrouomiß.yorliomnigt  b^trii^t- 
lieh  vermiiidfliTn »   um  fi^  mit  dfit  Theorie  «a  vorebi'  ' 
barciir.  Allein  dia  BeftimmuDg  diefer  €i)fifinm9%m 
deo  ^faMhachteteo  Ab\x^ichiiogen  de»  MfHides'  hSjog^ 
leider  von  der  Strahleubrechnug  ab.     Das  ift  «Ufo  «M 
ebeti  fb:iiuralicher  als  wichtiger  PuQct«>deuifib.SäljK^ 
l^aDAter.'Sörgfak  und  Sueuge  beßeoeiQm^fiifaiil  *<)»j 
.       Was  die  Form  der  T^fela  betrifft,  ümi  M^^eüMiftSil 
mich  .bsfragen »  fo  ift:  dieCe  gx^oz  gleiohgiiltii^ij  £är|; 
fchcint  mir  bis  jetzt   dem    71  Player  gefolgt  Ktt'Cqf» 
Diefer  bai  ik2ich.  Newton.A^9  Apooeum  uudidenMoiicb« . 
ILnpiet  .dcir<b  dijs  jährUchjpn  GleichaogeaT^rfaelTe^U 
Dicp  erfpahrt  freylich  ^ie  Ungleichheit, ^^e*:v)(»in:Sir 
Dus  der  mjittlerep  Mondes  -  Lauge »  mehr  der  miitld- 
rePtAnomaüe  der  Sonne,   abhängt;  aUcta  wäre  «• 


^0  Als  icb  alißng»  miah  mit  VerboITarang  da:  M[oiida>X^ 
Xela  cu  befcUaftigen ,  wsc  eine  meiner  «rftefi  •  Ai^beitea»  " 
die  Monds  •  Parallaxe  zu  beftimmen,  welojbe.icb  h^  msi* 
nen  Rechnungen  aiioehinen  mufate;  ich  fand  auf  ▼erfdu«» 
denen  Wegen,  dafs  man  die  Hoiizonul- AequatoriaU Pa- 
rallaxe der  Londner  Ausgabe  von  1770  um  lö* '  Termin* 
dem  mOffe;  G.e  ift  eben  diefelbe,  "Sticht  La  Lande  in  < 
dstf  ■  sWeytw  Ausgäbe  -  Teiher  Aftronomle  Anjgenommen 
hat;  nur  ift  ^t  in  diefer  fdr  die  Breite  von  Paritdurcli 
die  Cornprefüon  ^f^  reducirt.  Ich  habe  übrigens  go- 
glaiibt » 'isifae  etwas  gt6fsere  Refraction  annishmen  sti  mflC> 
Ten«  als  *dia  BraMeytchti  zieht  man  die  letzte  vor:  fo 
wi!)|i:de^man  die  Parallaxe,  noch  mehr  vermindern  mOlTen, 

/v9rozii.fber  dia.Beobj^chtnngen,  die  zur  3eftiramung  der 
Pai:4Uxe  banutz^  \ifror/d(ei^ßnd^  und  die  von  der  Refraction 
nifiht.  abhlqgen^  kfi^  Rfcc^t  geben;  ahrigf^s  .ha)M  ich     . 

gebriacht.    B^g.  ^  .,.  -  d    .-\o  'i^<>l^  u: . 


;'•"   yjl.r  Theorie  d^s  Mondes*  -  '  129 

HA  d9r  .Glfiichförmigkeit  lyilkn  nicht  heßipji  fieü 
Un^letcl^heil  eitiz|jführep  ••.  Ji^d  dai  A|M^gft^fi  Did^ 
m  T^f^^f m,^  £beo  To ,  wcdiü  man  bey  der  Breiten* 
89We{|f|i>g:4ia  tJug)ei.cli|»«it:.^ufähr|e,  ,^e  vom  Sl* 
«m  ,de« .«Afgaments  der  Br^e,-  mehr  der  mittleren, 
AdpiV)b1ij)  der  Sonne  i  abt^iage ;;  fo  brauchte  mau  ejbea^ 
HU  dje  Län^e  ded'  Küqieu9  piohr  zn  verbefferp«  »Aii|^ 
diiere:^!^  iiot^rden  dieAT^imiente  der  'Catehi  X^niimN 
Jidi.'.T9P>d0rXelbei^  Foym->Ceyu.  -  Übrigens  ^  da  alles. 
iß^  far  Genauigkeit  der  Tafeln  nichts  bey trägt,  Uk 
Vßg'ßürg;  JUefes  fo  eiurichtQn «  wie  ^s  ihm  am  beßea, 
4änkt4x  npd  bey  der  alten  Form  bleiben  t:l>eIi9tiQder»/ 
4a,  er  ^difilf tilgen  Tafelp  ii^  diefet  Form  mi^  fo.vler 
Ifia  Bfobachtiin^en  ver^licheh  hat  ^). 
.,•  W^  die  Gleicbuug  betrifft»  die  vom  Sintis  der 
Dißaux  des  iVIonde«  vom^  Apogeum  abhängt , « unfl  >vel«. 
cbe  Äürgrjout  ungefahrii"  findet,  ich  hinge^n  17*^. 
geCu^d^  hatte:  fo  gebe  ich  gern  za,  dafs  Bürg  fich 
in  diefea  Refultat  der  Beobachtuug  balten  mag;  denn 
icfafehe  G^r  wohl  ein ,  d^fs  dU verna€his^fiigte%i^j|ie* 
dir  in  iti^ipen.  Approximationen  $  bis  6  SectmdeDi  be- 
tragen köonen  ^'*'}<    

.""    .  Ich 

»  ■  ■    ■ .  ... 

^  tfih  Wftnsice»  JaTi  ich  yon  dar  Forra,  dia:X.arP/ara  an- 
rith,  nicht  früfaier  Gebrauch  machen  konnte;,  ich  wArde 
£6  Torgeso^en  haben.'  Meine  Papiere  beziehen  fich  aber 
Aof  die  Vorher  angenommene  Geitalt  der  Tafelfr«  und  ich 
wflrde  viele  Zeit  verlieren,  he  nmcuarbeicen«  ohne  fflr 
die  Genauigkeit  etwas  zu  gewinnen.    B  —  g^ 

**")  Nach  meiner  leisten  Unterfuohnne  finde  ich  dtefe  Glei» 
ohnng  ii/S'fehrnahe,  fo  wie  fie  von  JLaPlaeg  iifkh§t 
ans  der  Theorie  beftimm^  worden  iA»    £  —  f  • 


128  MonitU  Com5p^H^tr^\^j;sT. 

die  in  La.  Lande'$  AfifQnr  .^^  ^^p^  .^  Jen  Tafeln 
lieh  vermi»dwn,  nm  n  .  V;^,g^iairen  find,  befoa- 
bar€».  Allein,  di«  '  ^^>/o  forgfältig  unterfadit 
den  fcMbacbtetep  ,/  >;  ;5;^/ich .  dafs  die  Snmraa  all« 
leider  von  der  f  ^'^^V^Vgten  Gleichungen  auf  ein* 
ebeii  Cii^mifaU  -^^^pnen.  Mau  mnfs  dem  Mafm 
^ekanAil«f:f   ^  /  ^^;r^^jerfahre^  dafs  er  ani 

.     :  W«i  ''  ^^'^  üD^  aofs  din'  JBrflif^'fchen  Beob- 
"*^'^      'o^r^räteo  Vortheii  2u  ziehen  gewuSit 
fchein      p^^^  ä^^^^^^  Verbefferung  der  Monda  -Tafeln 
^*®        y^/f<' .^grzbare  Arbeit  war**),     Es  war  kein 
^  '^'(1«^^  antere  heften  Sonnen  -Tafeln  noch  ei. 
ifTifi'^^/ixrjottte  fehlen  konnten.     Ich  habe  gefnn* 
p0  ^^^^^  es  noch  viele  kleine  Gleichungen  gibt,  die 
^^"^'^ber  vernachläffigt  hat,  und  die  von  den  Ex* 
^^jcititea  der  Venus ,  des  Mars  und  des  Jupiter  ab- 
^^ü .  deren  Summe  bis  auf  12'  gehen  kann.    Ich 

zweifle 

,41^  Man  Icann  im  IT  Bande  der  M.  C.  S.  153  TeheB,  dab 
garg  alle  AZsyarlfche  Gleichimgen  unterfucht  hat ,  wonis- 
tat  fünf  (lad,  die  2*  und  darüber  betragen;  ihr«  Snmiiie 
kann  bis  auf  12'  gehen.  Allein  wir  werden  in  der  Folge 
fehen ,  dafs  Bürg  die  Exiftenz  noch  anderer  Gleichungen 
ganz  richtig vermuthet  hatte,  die  auch  La  Place  nachher 
gefondenr  htt^  wie^  unfero  liefer  weiter  -unten  finden  wei- 
den,   V.  Z* 

**")  Majön  iftfutfeinenFleirs  und  feine  MAhe fcht  fchlecht 
belohne  worden;  er  iii  vor  Gram  darüber  geßorben. 
Mögen  e«  diejenigen  vor  der  Nachwelt  verantworten, 
dieandiefer  Ungerechtigkeit  und  an  feinem  Tod^  Schuld 
Waren*  i)er  nnheftechÜche  Grilfel  der  Gefchichte  hat 
diefen  Vorfall  aufgezeichnet  ^  und  er  wird  ihn  gewift  der 
Ktchmic  a  herlief ern«    «».  Z^ 


XII.  Thiorifi  du  Mondes.     *  l^l 

^c.&i.ch^,  <Ur9,  wmn  man  £o  initiii|Don,..dk 

-  Tafeln  Heb  augleich  mehr  den  Beobachtuo- 

rn  werden.     Bouvard  hat  diefe  Gleichungea 

c;inen  FörmeluC  beAimnoTt ,  nbd  De  LtnAre  \nVi 

nach  feine  Sonnen  •  Tafeln  ganz  umarbtkeD  *J. 

te»  diefed  erfcheint  im  drittta  Bände  m^i^et^Mica- 

que  ihUße  ^    welchen  ich  kdnf tigen   Winter 'üem 

riick'  ;tu  übergetien  gedenke.  '  Der  Friede  wird  oh- 

»  ^weiJTel  den.  Wifleurchaften  eine  neae  Wukvngs- 

^t  geben..     Fahren  Sie  fort,  Ihrer  Seit«  das  Ihflgo 

fnbey  zu  tragen,  und  auf  diefe  Art  die  £rkc^ntljch- 

ilt  der  Freande  der  Vernunft  zu  verdienen.  .  ;  « 


9  Prinriot  Jif  IX. 

'  Ich  habe  nun  verfchiedtene  RechntiiDgen »  ■  die 
[onds  > Theorie  betreffend ,  vollendet »  und  liäs  Ver- 
itgtn  gehabt  zu  fehen ,  däfa  der  gröfstls  Ütitetfcifiied 
^ifchen  meinen  Coefficienten  und  jenen  deir  Tä- 
iin  laicht  über  13"  ging  Für  die  t^änge,  xkdÄ  Y  für 
ie  Breite.  Unter  den  Ungleichheiten,  w^lcjieibe- 
ft^lich  feyn  können ,  habe  ich  noch  xwty  gdfun- 
lli,-  ^reiche  Mayer  in  feiner  Theorie  nicht  ang^ge« 
•n  liafe/  leb  lalTe  Bürg  recht  fehr  bitten ,  'tefb  ge* 
itt  als^  ttiögUch  äü$  den  Beobachtungen  zu  bettlra- 

men. 

*^  /)#  Lambre  ift  gegenwärtig  mit  &nry§  BtjhQlU  be- 
fiph|£tiget  •   ganz  neue  Sonnenufelo  zu  entwerfen  ;  ■  ilatc 

«^  fiflbf^^  oder  acht  GleiclniDgen ,  welche  noian  biaher  bey 
dieCinTi^Ua  hatu»  warden  ••  jeMit  ao.wari^i...   . 


i^<5         Monätf:  Correfp.  lioh  AVGVST. 

'^' "  Ich'^liiffie  Mühe  z»  glaaben»  dab  in  dMiTaMn 
Aoth'  üieirklidie  GldichuDgea  ansgelafTen  find,  befon-' 
aers  nachdem  ^ärg^  fie  alle  fö  forgfältig  iiliteififchr 
£ät  ^).  '  Attetfi  es  tk  m5«Uch ,  dafs  die  Snitinie  »lieV 
diefer  kleinen  vetnachläffigtcn  Gleichungen  aaif  elfltf 
VieftHmtiiute  gehto  kötinen.  Mau  mnCs  dem'üfb/Sni 
^ie  Getechtigkeh  wiederfahten  lalTen  ,  dats  eir  li^' 
iJfflyePs  Theorie,-  unfd  aiifs  d<5n '  jBraib^y^tehen  BmIk 
^htun^en  den  grdfsten  Vortheil  tu  zieheh  ^e#ttfifr 
Aät,  «hd  dafs  feine  Verbefferung  der  Möndii  «TafeÜi' 
Ane  fehr  fchätibare  Arbeit  war**),  Es  warkeU' 
WanderV  dafs  untere beftetf  Sinnen- Tafeln  hoch  ä-' 
no  Viertelminnte  fehlen  konnten/^  Ich  habe gefhn*' 
den ,  dafs  es  noch  viele  kleine  Gleichungen  gibt,  dla^ 
inan  bisher  vlernachläRigt  hat,  und  did  von  den  Ex- 
centricitäten  der  Venus ,  des  Mars  und  des  Jupiter  ab-^ 
hängen  ,  deren  Summe  bis  auf  n'  gehen  kann.    Ich' 

• "»)  Man  Iciiiftft  im  IT  BwnAe  der  M.  C,  S.  I53  faheii,  daft'' 
Bürg  jüle  Mtfyer\(che  Gleichimgen  unterfuchthit ;  wora^^' 
urfünf  fiad,  die  2*  und  darüber  betragen (iluW'SnniflMi 
kann  bis  auf  12'  gehen.  Aliein  wir  werden  in  der  Folg« 
fehen ,  daft  Bürg  die  Eziftenz  noch  anderer  GleichuagM 
ganz  richtig vermutliet  hatte,  die  auch  La  Place  nachhir 
gefondei^hftt^  wic^  untere  liefer  weiter  unten  iindfeä  w«c« 
dem   V.  2,  .       . .    - 

**")  Mafön  ift £ät  feinen Fleifs  und  feine  MAhe  feht  fchlechc 
belohne  worden;  er  ift  vor  Gram  dar  Aber  geftorbeo. 
Mögen  e«  diejenigen  vor*  der  Nachwelt  verantvrortea, 
die  an  diefer  Ungerechtigkeit    und  an  feinem  Tod<'SchuUL- 

<  Waren,  De^  iinbeaetihliche.  Griffel  der  Gefchichte  lue 
diefen  Vorfall  auf^eseichnet  i  und  er  wird  ihn  gewirt  dar 
KaohWflt  aberiieforn«    iK  Z« 


XIL  Thtorifi  des  Mondes.     ^  %^i 

ß,w^e,9kifit\i,:iktß»  vrmn  man  £o  mitnimmt ^.^ikt 
gqnnen  -  Tafeln  ficb  augleich  mehr  den  Beobachtun- 
g0u  nähern  werden.  Bouvard  hat  diefe  Gleichungen 
«iach^MietiDen  Formeln'  beftirnnft  •  nbd  De  LtnAte  »^11 
hiernach  feine  Sonnen  •  Tafeln  ganz  umarb^ken  *J. 
Alle»  diefe»  etfdheint  im  drittte  Bände  meinet 'Mica* 
mtpie  bhliße  ^  welchen  ich'kdoftigen  Winter 'dem 
Driick*  f.ix  übergeben  gedenke.  '  Der  Friede  wird  oh- 
i|e  Zweifel  den.  "Wiflenrchaften  eine  neae  Wukvngs« 
Icj^afc  geben.,  Fahren  Sie  fort,  Ihrer  Seit«  das  llvige 
^u  beizutragen,  und  auf  .diefe  Art  die  £rkc^ntl^ch- 
keit  der  Freande  der  Vernunft  zu  verdienen.  .  •  « 


Ich  habe  nun  verfchiedtene  Rechnungen »  die 
Monds  >  Theorie  betreffend ,  vollendet »  und  das  Ver- 
gnOgi^n  gehabt  zu  fehen ,  däfs  der  gröfste  ÜntetfcKiied 
Zmfchen  meineu  Coefficienten  und  jenen  deir  Tä- 
feln ioicht  über  13"  ging  tür  die  t^änge,  wxd  j"  für 
die  Breite,  Unter  den  Ungleichheiten,  w^lcheibe- 
McbtUch  feyn  können ,  habe  ich  noch  xwey  gcifun- 
den,  ^reiche  Mayer  in  feiner  Theorie  nicht  angege- 
ben TiSLtj  Ich  lalTe  Bürg  recht  fehr  bitten«  te  fb  ge* 
ifaa  als  möglich  aus  den  Beobachtungen  zu  beltlra- 

'     '    men. 

,*')  D9  Lambre  ift  gegenwirdg  mit  Henry  %  Btyhiil£#  be- 
ffilüUjiiget «  ganz  neue  SonneDUfeln  zu  entwerfen  ;  '  ilatc 
ß^bi^n  oder  acht  Gleiclniogen ,  welche  man  biaheff  bey 
disCan.Ti^Ua  hatu,  wsrden  ei  jew  20  wari^i.. .   . 


i^<5         Monätt.  Conef^i  tfofc- 'ÜWS:^^ 

ioth'  meirküdie  Gteiehnngeo  «i«W^/  ^         ''    t? 
acrs  nachdism  \ßörg^  Hb-  Klle.  M  //^.-^  ^'    '      * 

Bat  *).  '  Alicip  et  Ut:^öjilKU^/f/ /  '**^;  tf 

diefcr  kleinen  vcMmcMl^^// v^  * -^oo««^. 

die  Getechrigkeft '  wftÄf/^'/  /  ^  »icbw  t«^  ,    ' 

«ne  tfflt  «Äf//  "*«^  ^>«ftäiigw  worden  ift,  Jefc 

'    •irt'^  liitl'*^  -amahli  die  Beobachtungen  nar  mit  d«a 

'^•^  ^  Tafeln  ,    nic^c  aber  mit    den  .verbeflert« 

^?°V    *       -Ä«^  vergUchen   hatte,    weichet  feitdem   gefoh«. 

*««* 'l^V^Vp  Wfiw  es  wol  möglich,    dafs  ich  einige  GUh 

Mtl#  >><ä«^h'«y  einer  «euen  Unterfuchnng  um  eine  oderdit 

*''      ^jiJ^ÄlD«»^«  8^  B/r4«f  V^llkoiii. 

.  .^T^tf-.auf  welch«  nian  die  Mondstaf^la  «tt.briaiM 

'^f^*',  '^^*  «*"?  neae  Gleichung  yop  4  ^t^'g»^ 

.    J^wefentlich;   folUe  mir.  meine  hinfällige  Geriipdhfiic^ 

r^Jgniyeü^  mich  in  der  Fo^c  noch  anhaltend  mit  der  wei- 

r    teiw  ^cYVdlikömtnntitig  tfer  l^feln  zu  berchäftig<*n*'.'  fo  den* 

...  >«ich  Bey  mehr  MuTf^ir  dieC^  Gleichungerf  nocbmahli  sv 

;  «■tetifachetf .    Ich  gsede be  indcÜea ,  difa  ich  jn^r  ^iebt  tiel 

i>  Gfwiari  iUvon  verrpreches   denä,    wenn  »anjflhec  dftt 

8aeh^iia<^eiik,t,    fo  fcfieiiVt  «•  nichl;  onwahrfcheiiiatali^ 

daCa  fchon,  71fa/bn  diefe  Gleichungen  unter tuchf^UlK^  (^, 

wie  ich,    nichtt   von  Belang  gefunden   habe.       Sollte  er 

denn  die  acht  Gleichungen ,    welche  er  aus  Mayer  %  Foiw 

mel  in  feine  Tafeln  anfjgenommen  hat,  durch  einen gldck« 

liehen  Zufall  gewählt  haben-,    und   Tollten  durch  einen 

•ban  fo  fonderhaicn  Ziif«ll  diejenigen,  die  er  nicht  uater« 

fnchc  hat ,   keine  Coeffioienten  Ton  einem  betrajehriichen 

Wertli*gfb«i?  TU»  kann  man  wol  g«wüi  nieiit  aa#eh- 


%. 


—  9«  wo  p  die  mittlei^  Apoiqrite dea Mqi^ 

bßand  des  Mondes  von  der  Sonne,  nnd 

'  nomalie  der  Sonne  ausdrückt.    Dieb 

n  nach  meiner  Recbonu^  9  bis'xo 

^ ,  Die  zweite  Gletchnng  hat^zam 

^  '!  2p  —  2ir  H-  <r.    Ich  halte  fie 

*-^'      ^>  .     Es  ia  überflüffig  zo  Tagen . 

^' %  .n  dem  Sinns  diefer  WibkM 

indelTeo  gefchieht  es  nur  mit  der 

.ccht  (^extrdme  circonfpectlon  ),  da(f  ich 

^  iJugleicbheiteo  vortrage.    Denn   daich/nei' 

«^proximationeu  nur  bis  auf  Glieier  der  vierten 

«dnnng  getrieben  habe,   To  ift  es  möglich,  da£i  die 

Kr'fiinften    Ordnung  noch  beträcfhKche  Äuderun- 

Ai 'hervorbrlngdä  können.      Ües'^fi^en  ertliche  ich 

litrj',  diefe  Coefiicienten  mit  grofi^.f  m  Fleifs  za  nn« 

5f,|}ichen ,  und  aas  einer  gror^en  A^pogiO.  ypn  ^eob- 

[biegen  zn  beftimmen.     Ich  lalTe  ihn  auch  biften , 

ie  Unglei(iiheit  in  Betrachtung  co sieben,  dierom 

Vi^lkfl  «-  -H  <r  —  p  abhängt;    es  Icheiut  mir  eben- 

t  falls 


Bsfremdend  fc^sfiit  ss  mir  hber  docli,  tltfi  wtder 
-  iy  der  Aatgkba  TeiiMr  Tafeln  .  Boch  sniertwo  meltiaS 
.  Wi£Enis  etwas  bieröber  getagt  wordei^  ift;  die  Saohe  qjift» 
ge  nun  wie  imaier  befehalFen  feyn»  io  denke  ioh  in  des 
Folge  gewifs  auf  diefian  Gegenftand  snrflcktukoipnien« 
Die  Freondfduft »  welobe  Lm  Plac9^  La  Land»  and 
von  Zach  fAr  mich  an  haben  fogfttig  find ,  ift  die  rdunei- 
.chalhaftefte  Au£Forderang  für  »ich«  nid|it|  nnverfaoht  zii 
Ulfen,  waf  eine,  wenn  auch  not  mO^i^  Anifidlit  ei- 
niger Verrollkonunnong  gewihtt    B  —  f  * 

lfbfi.C^.IV«B.f9e/.  K 


laa         Monad.  Cwr^fp.  mu  JtVGVST. 
tttto«'^  -  Die  erfte  dieferGtekhung  hat  zbiiü^ArjftMQtni 

.'  =*3  -I^  fchmelcbclte  mit  Trormilili  aiit  disr  HoKitMig^  41 

6bMhvngBii «   weichet ,  io.  jyiay&r\  Form«)  .lüOLkomnifla 

ohne  TtKta.Mafon  ini^ipe  Tafeln  aiifKenff»i^iiifl]tL jftfti  fßffu 

Winden  manche  Abweichungen  der  Tafeln  auagleichaa, 

und  hatte  nach  der  erfleo   VeibelTerunir    nicht«  antfeleei 

nert,  alt  diefe  Gleichungen  zu  anterfudiien  ;  d>e  Lerer  de 

TWl'C.    willen  ant  defti;    was  der  O.  £'.  v.  Zach  iin'lf  B 

':    B.i53  bekannt  jgemacht  hat,  daTt  nieine  Erwartung  dar«! 

'     4ie-gefli»denen  Refultat»  niokcbeftätiget  worden  ift«    Id 

.  üahe.indaflen  diefe  BeAiaiRiangen  keines w^igatfiaU.volU» 

detan;    da  ich  damahls  die  Beobachtungen  nar  mit  dal 

ü^oyerTchen  Tafeln  ,    nidit  abor  mit    den  -verbeflert« 

Gleichungen   vergUchen   hatte,    welches  feitdem   gefch» 

hüjn  i^«    fo  wftce  es  wol  möglich,    dafs  ich  einige  QIA 

clinngen  bey  einer  neuen  Unterfuchnng  um  eine  oderdii 

a94h«^  fi^oande  giöfser'fiAdefr  könnte.  Beyr^«^  \?elIkoiii. 
inen^eitf  .auf  weiche  man  die  Mondstifeln  ztt.briagi^ 
Wiiafcbti  .wäre  ein^  neae  Gleichung  von -4.  io4er.  5'  m 
wifs  wefentlich ;  folite  mir .  meine  hinfällige  GefupdhaSt 
erlauben t'  mich  in  der  Folge  noch  anhaltend  mit  der  wei- 
tem ^cYVolikömftiniift'gflfetlHifeln  zubefchäftigen,'  fodea. 
keich  Boy  mehr  Murrsediefib  Gleichungeri  nochmahls  sn 
«atertechetf.  Ich geflebe  indciTen,  dafs  ich  jnfr^i^hc^el 
^  Gewinn  daTon  Terfpreche;  denn,  wenn  manjQber  dftt 
Sache  nachdenkt,  fo  fcheiiVt  *<!•  nicht  anwahrfcbeifüiobi 
daCs  fchon,  Mafon  diefe  Gleichungen  unterfuchf  ^luic^  (a. 
wie  ich,  nichts  von  Belang  gefunden  habe.  Sollte  er 
denn  die  acht  Gleichungen ,  welche  er  aus  Mayer  %  Foiw 
mel  in  fei/ie  Tafeln  aufjgenoramen  hat,  durch  <*inengldck- 
lielien  Zufall  gewählt  haben  •.  und  foUten  durch  einen 
eben  fo  fondetharcn  Zufall  diejenigen,  die  er  nicht  unter» 
fnehc  hat ,  keine  Coeüioienten  von  einem  betraehilichen 
WeEthegeb«B?  T^%  kann  maa-wol  gewifi  mcht  aneeh- 


p,  «^  71^  .^  0>,  wo  p  die  mittiffy  ^nonjalie  des  Mqg?' 
9i,  T  dA  Abfland  des  Mondes  tod  der  Sonne»  und 
die  mittlere  Anomalie  der  Sonne  ausdrückt.  Dieb 
(ftgVtichheit  kann  nach  meiner  Refibannjg  9  :bit^  xo 
Bonoden  betragen;  ■  Die  zweite  Gleichung  bat  jEum 
l{§anient  den  V/inket  2  p  «-  2^  -^  o.  Ich  halte  fia 
1^  kleiner  als  die  erfte.  Es  iß  überHüffig  zit  Tagen » 
ib  diefe  Ung1eichhei!(eii  dem  Sinai  dieter  Wihka 
roportional  fipd.  Indellen  geschieht  es  nur  mit  der 
ildierßen  Vorßcbt.  (extreme  circotifpecClon  )•  da(^  ich 
1^  zwey  Uugleidiheiteo  vortrage.  Denn  da  icl\raei« 
e  Approximationen  nar  bis  ai|f  Glieier  der  vierten 
Nrdnnng  getrtebeii  habe,  fo  ift  es  möglich«  dafil  die 
jk^'fonften  Ordnuo'g  noch  beträd^Kch'e  Auderun- 
iäi  hervorbrlng^ä  können.  l5es^i^|^en  eilhche  ich 
liirg^  diefe  Coefficienten  mit  grpTjsi.f  m  Fleiis  zu  nn« 
P|rf}ichen »  und  aus  einer  groben  }^^figfi.  j^on  ^eob- 
chuingen  zn  bedimmen.  .  ich  laüieijiu  auch  bifken» 
lie  Ungleichheit  in  Betrachiung  colaiehen»  die  srom 
IVillkfl  T  H-  <7  —  p  abhängt;    es  Xcheint  mir  eben- 


»SB.  Befremdend  fcl^efnt  ss  mtr  hber  doeb,  dafi  wejef 
-  if  der  Autgkbe  feiiUBt  Tafeln  ,  noch  anderswo'  meines 
Willeni  etwas  bierflber  getagt  worde^i  ift;  die  Sache  90^ 
ge  nun  wie  immer  befchiffen  feyn»  (o  denke  ioh  in  der 
Folge  gewift  aaf  dielen  Gegenftand  lorflckiukonsmen. 
Die  Freondrchaft  >  welohe  L9  Plac9^  La  Lande  and 
von  Zach  f Qr  mich  in  haben  fo  gAtig  find «  ift  die  fchnaei- 
^ehelhaftefte  Aufforderung  ffir  mich,  niehti  unver facht  su 
lalTen»  was  eine,  wenn  auch  nnir  mOg^Ud^^  Antficht  ei- 
niger Verrollkommnung  gewährt    B  r*  g* 


154        MtmM'CoffeSff.  tgoh-AV^^ST. 

hüb'f  ab  ob  OJ^VAD^igerBedwtuogiejii  kSnute^ 

'  :«)  Icll  bin  ^^MiA^tkMt  beriAilftigct  i  m  iuitarlilelMii  «( 

.  ti . :  di#  B^b«eluiHSgbi:dMt  CcwffieitotMi  d^rftr  ^#7  GUtdMM^ 

gen  eiDfiD  merkiicben  Wanh  farpttdieni    ich  bia  tb« 

aoch  nicht  weit  genug  gekonuneii^»  jaoa  mu,  Qp^MAiq^ 

etwa«  befiimiiateii .  hierfiber  fageo  so  kdonea.      Am  Am 

Uebexblieko,  welchen  ich  bis  jeut  lubei  taöchtti  ich  b* 

delTea  gUaben.  daft'  dem  CoefFicientisa  von  2  p---  2«»-^t 

'**''  <fein  wivklicher  Werdi  sükomnoe,  der  aber  nicht  Aber  4 

Oders'  geben  darfte.    Ich  hoffe,  den  Lerem  der  M,C 

^      'in  dem  mcfafttti'Uefu  /iee  beftimmteM  Necbri^ht  huil^ 

'^k'..  Aber  gebe»  <ti  ktenen.    'De  et . einigeii  •  vieOeiokt  immA 

lantift.  Hl  wJjIen«  in  wi«  fern«  dieSlemeate»  dteiok 

«m  Weinen  mvfUthß  Unter ruch^ngeaannehHie «  .yo»  f^f 

fcfaon  hekanntMi' Terfehieden  find:  Üb  benuue  ick  di#6 

Gelegenheit»  An  der  Mlfiing  so  übergeben:  ich  lehniM- 

cheltn  Ribbiilier /'der  Fehler  in  deir  Länge  werde  btfitnttB 

Beobaehtungcn  unter  30'.  der  der  Breit«  unter  zo*  %•; 

die  Epoohen  jeelcn  lir  den  Ptrifa  Meridiwi, 

Lang^itied.  C    '  Anomal.  C  Soppi  ft    * 

.    ,    .     i8Qt    3Si5'    I'  83/3  cSi8»57'«7/»  iiS  !«•  4'    o,H 

Aequ.  fec.   -f-  11, 4         4-  45,  6         —  g,  4 

Motannuus  489*  »3'  5."^  »S  18**  43'  iPt'oS  19*  19'  43,'3I 

{4-    xi'    11,'^  Sin.  anom.  med.  G  - 

— '  6,''aShi^'8aiwtxked.  0  .     • 

,...  *  .  —        SSf^P.  .Sliu  (  a  aift  ([  a  O  H-  f nom.  O) 
's      r-    *'  i^'^.Sin.  («  dift.  ^  a  Q  —  «nonu  Q) 
'4     4«        5?»"»' Sin.  («  ditt.  Ä  a  O  4-  anöm.  (£) 
—  i*  flo'  49/5?  Siiiv  (  adift.<I  a  Q  «r-  anoiB.  C> 
-f*  3Si'4  SiD.a  (sdift.([aO  -^  anom.  C)  . 

^.ö      4-   a'    4»*6Si;i..(arg.5 -#- arfr  1) 
^T..-H        47.*'6Sni.(»rß.'5  — arg.i)    ' 
""8     -I-        aPt'S  Siiu  ^Afiom.  a  —  arg.  i )  "  ' 
.       T  -H        ti/4  Sm.'  (Öift.  (Jap—  ahom  (() 
*'     I—        Ä*<SÜi.ii  (Dift.  ^aO— anom. <[)  . 
10      —    I'    «,•<!  Sin.  (Suppl.ß  •;♦- long.©) 
it      »-        ii,''5  Sin,  (dift.  ^8  04*  arg.  x> 

Ä    ■  ■  ,..  -*tfn 


.    ■  'XU.  Theorie  «fcf  MdKdet-'         ^35 

Dib  "BMSMtmg  Irff^a  'eJfbÄr  neÄlicheiit  f£^t:äimg 
A'^Wki»  währe  Ifroberimg  ixr  der  Monds  ^  Tbibfi&; 
flltr'dudi'dle'&t&rtetiuig  ihrer  Goeffidentea'äiu  kük 


•ftTf«"! 


^,  -    ,v:jä.^'"'^?-A^®>'^'-*'*^ 


S|iPt,f  (4P-  ?;  ^ii»T  •«p^^<i>  •    -/  1^ " 
sin- C«  Älft.  ([  «  O  -  t  diit  ([  «  ft  ^+.*  iJjiiJa.  C> 

*     r^-f-sa' i7-'3'Sifuaiiom,0 
'•^1 '—  '   'ii"    Sin.  i  mviom,  Q 

^iffl  u'>.||^itai;4  ftüottt.  C 


i^-ti 


9:  -H  1 .  0 .  fiW  «*«>^15  ««*o»..  Hv 


'  —  «f  ,  •,*!  Sin.  dift.  corr.  C  >  O 
'  '  |b^V|i>^«irtn«  ft  4ift.  dwr.  'tu?  Q 


19L> 

•*'■.  Jf 

.  h  *    4-  »*  '  •V4  Sin.  (  a  dift.  corif.  ^  a  ^  —  Arn.  xp  > 

ff^.     .Jtfi  '^ft;»'«!!.  t  dlft.  corr.t  aß  »  '-- ' 

^  i  IteiM  9Kfii%l>a.#rhalteo»  Win  |G(>IceBd«  GUd^niie  ^^ 
Maputo  5^  S'  45/9  SULdift.^rr.  C  t£2.    Die  fibij- 

El  'OlmiBämi  kttfa'qiaa  tLu^Mi^er^u  oder  MafoiC%  Ta« 
ia«iiflUVi%«f^  g#bMik«ii<l»ittrttkfich6ii  Unterrehiad; 
«ift'bnfei  gUidigaltig.  ol(  die  IMeicIittiig  äet  Kaotent 
«y fcäi.'ftitolig dt* «ft—  öte.lMitMl  gebniietic  wird. 
vJ><DfMB^at.jft  di«;lMnAvtfLBrflte.  bmA  duoDfa  fblgtad« 
Brno  GlM^bsag  ta  verbeIG»a :  -^  6/6  Sin«  long.  med.  C* 
Dm  HdUmeCEiMr  det  Mondet  fecit  Maym^  s  ^  der 
Biwiadta|i^«A^aatoriiil-F«iyiII«je»}   toil  diälem  ttifllTea 
Miiiiwmg  nMh  :bVihi«;v>gQ«  Weidta«  um  den 
jia  evhfciten  \    (Umt  dba  vir  wahifelMiBliolifteii 
Wimiki  dfK  JPtaeilliz«  habe  ioh  miehXohon  oben  erklärt« 
yr^Hff^ ttlAu  wvter  blgsmdfeutib  B^f« 


l^$         ManaÜ.  Cpfrr^f,  igoi.  AVGVST. 

BeobadiHiiigen  lälHt  Jicb  Ji\e  Vj^rv^UkoipiqDimg  d«f 
iMonds- Tafeln  erwinen.  Ich  hoSa,  cUb  Bm'g  fich 
diefie  Mühe  nicht  wirdverdriebe&  USß^  ^j^^anidl 
fehe  feine  Arbeit  als  eine  der  uützlichfteo  und  wich» 
tigften  an«  die  man  in  der  Aftropomie  machen  luna. 
Sagen  Sie  ihm,  mitWi^icfi^T  Üügedal^  mc  f<<^inj^^ 
liehe  Arbeit  erwartea».  -Empfehled*  SÜ  Ihm  at^ftnaai 
die  Beftimmung;  derUnglieichheit  der.^ire^ten-'Be^ 
gung,  djieVom  Sinna  der  ytainren  Mp^e.dea  li^näiBl 
abhängt,  und  deHen  Coefficfent  die  Ab^lattiniig  te 
Erde  gibt;  er  fcheint  mx  -^r  5f*5  t.^S^V^*' 

Diefe  Ungleichheit  mtf cht  mir  erUätbar^Mranifli 
Bürg  fowol  aU  Bpuvanl  diö  Nl9igtfri|-'-6er!Vl^pnd8- 
Bahn  auf  die  Ekliptik  ^  bi«  7  Seinysipen  kleipjnr  als 
Mafon  gefunden  haben  "^^  Diefer  MitEte  ha^fi0h  der 
£raJ/^'fcheu  Beob^cbt^ibgeh  von  j( 7)^0  >i.^  1^740  be^ 
dient.  Im  Mittel  diefea. Zeitraums  «rardie  Lingedes 
Knotens  feehs  Zeichen ;  in  diefer  Lafe  trSgt  dlefe  Un- 
gleichheit gerade  dain  bey.,  die  Neigung  der  Bahn  fun 
7,*5  SU  vermehren;  Mafon  mufste  folglich  diefe  Nei- 
gung zu  grofs  findet!,  dagegen  Sürg'nid  Bouuärd  Be- 
obachtungen gebrauclit  hahen ,  die  ineineiii  Zeiirkufli 
gemacht  waren«  der  logrob,  oder  grO.Iaeri  ^aU^ine 
t^eriode  der  KapteomBenf^ung  war;,  folglidi  puls- 
ten fiedie  wahre  Njiigung  finden«  Ee  folgt  Ann  hier- 
aus« dab»  wenn  die  Xittnge  dee  Knotena  mdl,  oder 

■   -^fa» 

■  *   ■      ■■  >..!..  ..-3 

^'y  Ich  habs  diafo  Naigeng  der  Biha  5*  S*  ^fi^wm  9/9 
kleinst  sie  Mafon  gtftiadeii ;  diefer  hitta  idleidiagsi  eins 
grdlsere  Neigaeg  def  Hahn  finden  foltsB  ,  da-sr-  dieneae 
Gieiehung  fftr  die  Breite  nicht  kanntet  sa  fshetat  «her 
einei:  sofiüligeu  Coflipeulation  xasnCshieibwi  «u  leyu, 
dals  SK  der  Wahdisia  lo  aahs  kam.     £  — f. 


tatunil  Iß;'ile  Lange deiMondöslI;  .1  '  W  tV^ild: 
Äcn /='od«ir  yilt;  IX  utod  X  ^^ichtsn,  16 ^"iffen  dia, 
M&ya^Ycheb%tttten-'rafettf  etnen  Febter  tbn  13  blf 
if4*  geb€tff^M^)i  die  übrigen  Üogleidihriteo  diefer 
Tafeln  betrift/  To  fcbeinen  fie  ttiir  alle  fehrgtttbe- 
Ainimt,  and  der  Theone  ganz  gemärs  zu  feT«.  Ich' 
luAe  Mübe  zn  glauben ,  dab  die  MalTe  der  Venni  grSr 

*  tmtMl$  die  (det  £rde  fej;  die  Secnlar- Abnahme  der 
ddüefe  der  Ekliptik  ift  nicht  über  50' ;  aber  fie  iftg^ 

^wifs  grOfaer  ala  35*  *).    Ich  glaube  daher.  Bürg  wird 

Wohl 

*3  Dieüi  bikidic  fich  anf  aliia  Nachrioht.  dia  UhLdtPla- 
«     cv'a  ebar  dta  Maflo  der  Veniii»  nnä  fifoardia  Abothni» 
dar  SohiaCi  dar  EkUptik  gegabea  hatte,  wisleha  ProfaiTor 
PVurm  mA  ^nmn  Vocfahlaga,  den  sah  fohoa  lingft  im, 
dem  Barli^afta.  J.  B.  1796  S.  xS4  ga&ntmt,  und  lu  dal« 
fan  AnafOhning  .auch  La  Plme^  fdbft  aoi^cfordare  hat, 
aua  Soiwaii  •  Baobaobtangeo  beftiinrat  hat.     Prot  PPurm 
,hat  BitoÜalf^  fiatt  die  MalTa.  dar  Venua  ala  bakanot  yoi^ 
aviäolataaB,  täe  ftechfiang  atngekahrt,  and  üiitalft  gu^ 
tar  Graenwichar  Soniiaa .  Beobacktangen  daa  Maximum 
,    .ibaär  fiiX^pnp  -J^aichnng  ^Af.  di^  iBrda  baraohaat^  nad 
dai^a  di^  f^^  dia(ea  PLuiataa  abgalattec    Er  6ad  jao« 
,  .  im  Qffiuel  au#  bajval^a  200  Beqbachtoagtn  zi/ds  diafa 
git^  f)ar  id^^Vaiy^a-M#Ia,  wann  dia  Made , dar  Sonna 
a  rgaCacat  wird  :==  vn^n  •  odtr  waan  nmn  dia  ErdmaHa 
•.    -SS  |-aai|hiinit»^  =z  !;•  9^47  •  webay  daa  VAhlhaüs  dar Soa- 
'■:    naa^Maffa^ar; Brd«Mafla  wia  3413^7 : 1  som  Graad«:  liagt« 
i  I>i#Saottlar-Abaahma  dar  Schiafo  dar  EkUptik  fiadat  f^^/ii 
..    j»it<.dia(ar  VivpiatMaib  r;  54/14^    Du  TnesMckfr  ia 
lülaar  UataaTaabaae  flbat  ^a^pa.   Gaganftaad  (Jäpheni, 
-  Tiadp^    IM.A.488}  bareduiai  dier^Sacalar-Aba^ma 
'.     IKlfilv/dl^JuiNi*^^*.^  Bmggf.U  Kopaaha^aa  fand 
5d«'9  edflB  54*'o  CBarL  aftr.  J.  B«  »794  S.  1(h,>,;  ;prel. 

K  3  chaa 


]»3$  MoniUt.  JB$rriJSf..aouJVGV^ 

woU  -dairan  than,;^¥feDB  «r  in.  leiiiM  ^Tl^fafa  iia.Sfi 
^äx^QUickuof  tüf  imLMqnd  jfo  aiynipuitt.  wif  Bm 
}n  der  |diriuei^,rAtt8£j9Ji;|e.y.ea  La  JtiiÄiif^  Aftropoinif 
Aohty;  ^fli9  er  die  füf  die  Aoonalie  vitfinaU  (bf rbl| 
ala.d^  inittleren  BMregqog» .  vnd.die  füi::.dea  KfUi^ 
te»  o.T^^yoQ  der  mittbr^  Bewegaog  p^cht.  ..  ^ 

.'  .  ^)sidfm  $ie  Biirg^  «iriele  ComplUiieiEite;  Tageoi.fjjfj^ 
|i|j^,^^^kbeii  lebhafieo.An^  icb  an  der  Ifj^H^lr* 
Inog  feiiier  Geraodbeit  nehme » « ond  wie  rebr.  e^  mÜk 
ge|r|iut  iiat,  ^aTernebmen,  dab  er  fich  bcller  bejin- 
4$*^  leb  (etae  den  gröfsten  Werth  auf  feioe  Arbeit, 
und  erwarte  ihre  Beendigang  mit  der  böchften  Unge* 
duld|^ ,  QieriD  li^gt  der^wabfe,]^!!!!]»  Qck^iifflU  glolf^). 
Seine  .Arbeiten  Tereinigen  dep  doppelten  Nutxen  , 
dab  jUe  daa  .Gebiet  der  Ideen  (hdmnainc  de  la  pen- 
fky-eniireiterut  und  der  Menfcbbeit  inütsen^    • 

Dr.  Burckhardt  wird  Ihnen  ofatfe  Zweifel  feine 
Berechnungen  über  Pjtavd*t  neues  G«(Ki4l  mitgetheilt 
haben.    Diefer  Aftronom  hatte  alle  feine 'Beobachtung 

flfiü  La  i^mien  gefchi(^t»  und  fiwrcKh^dt  hat  dar* 

aus 

'  *  di6t  eine  siemlicha  üebcranftinimattg  dsvUetec  Je^ooh 
glitibt  X.a  PUlee  noch  immer  nidit,  daft  dieb  hnodOTt- 
jahirige  Abiiahme  flbtr  50' ^  und  folglich  die  MaIT«  der 
V0liiiil>r  gröber  lllf  düe'  der  Erde  b^n  kÜAme;  «e  bheint» 
dab  die  ArabibhÄli'  Btobaohtangeu  des'IKi  Jmiii  ilo  in 
dbbr  iMfeineug  uumfllatMus  d^nn'  nrirdiebii  (jMbn.  de 
TIikfl.'n  Vol.  i.  43  findet  er  dieb-Gleiebeag  ehMfalls 
nicht  grddier  all  5Ö'.  Die  Schiefe  der  EUipük  wardaim 
J.  86g  itt  Damas  von 'dem  Sohne  iUbat/Oli^  ^*  J5*'  bw)b* 
achtec  La  Laado  fiiäd«^  dieb  AbnahWiBa^  d«ta  ktstea 
Bwibachmngen  3S'«, ,  Bi  foheint  demnäci-.  dab  diebe 
Idiwierige^G^ja^Uid'äoäi  wiedvhdlls  OhttiMcblttgsn 
eifordeff.    vi  ^S»  *    ^  .i     ^  - 


«■i  «faie  dliptilblie'Bilm  btreelHMt'.'^^kreB  Exoestn- 
dtlt  36  taurendtheil,  die  Umlaofs •  Zeit  4I  Jahr,  UDd 
db  Neigung  «ngefähr  ji*  ift  *).  Allein  bevor  man 
ober  die  Nator  diefea  Geftims  urtheilen  kann .  mnle 
■an  fohiM»  ob-ea  udeder  erToheiDtv  weitn  ea  ana  den 
SoniJtaAiahlen  komnien  wird.  Ea  ift  lehr  verdriefa* 
Udi«  deb  Pjoz»  die  AftroQomen  nicht  früher  von 
deOiNi  Erffdmnnng  l>eoachrichtiget  hat;  man  hätte  ea 
ttogerbeobiditen können**).  .  •  .  •  ' 


t 


1^4  ...  aiL 

«^IVbdaemaataaaiiiaiieh  im  JnHiia- Hafte  dar  ilCC  $« 


' '  '^*^^  tliäbgiiaahta  ilage  haben  mobreie  Aftraeoman  CahoB 
**''  '^aikobüis  hkUtFUaxi  (tine  Eatdeckmig  fkab^  tngUMffi, 
,  '•  «egii^vafe  ar  lälKitdiaikitig  falaar  BaobaehtnngeB  liborä« 
.X  lic,  Mid  waeijßaff  gahaineUiMll  geWaftn;  fo  wiftfttve 
viwIr.vialHpha ÜDlMa.  woiaii  erkmlHMbb  zaihMhaC- 
.  IM  Galline  wiien«    v.Z, 


(t4&        lBoiüdi~iÜmfjf.  iget.  ^V&PST. 

I        "      I    III— — i— miiiM^rf — '- '■    ■■■'•     -fii 

.-•..    ■••.. t./.  •■ -•  XIII-. . ■■■  •  •     '       •• 

^obann.Ciarl  Burckbarat,  ■ 


; ;•;  r    X  Fortff  tzwig  sfi  Sw  38  dec  i«  Juli««  St  «bgebfOcbeMft   ,   • ..  i 
.  !  .^  Wog"P*»'  Ntchrichteo.)    .  .       .> 

•   4   •  -     .  ..    '~:  0 

Volle  zwey  und  zwanzig  Monate,  Tom  Febr.  1796 
bis  Novbr.  1797«  brachte  an  Ter  Burekfiardt^  nutermü» 
det  mit  dem  geftirolffP^HIm^^^  befchäftigt,  auf  der 
Seeberger  Sternwarte  zu.    Er  hatte  fich  mit  der  Theo« 
rie  eines   jpden  aftroDomirch^n   Werkzeogea   fo  ge- 
nau bekannt  gemacht,   dafBieres,   bey  einer  natfirli« 
eben  Anläge  nnd  Gefchicke,  in  wenigen  Wochen  in 
der  mechauifchen  Handhabung  derfelben  zu  einer  Fol- 
eben  Fertigkeit  brachte,  dats  er  nicht  nur  alle  Gat- 
tungen  von  Beobachtungen  mit  jedem  Inftromente* 
auf  das  genauefle  anßellen  konnte ,  fondern  felbfl  gar 
bald  auf  eigene  Kuußgriffe  und  Vortheile  verfiel,  wo* 
durch  er  fichtheils  die  Operatioocu  erleichterte,  theiU 
dadurch  zu  einer  gröfsern  Genauigkeit  gelangte.   Der 
Herausgeber  konnte  ihn  daher  gar  bald ,  nicht  nar  als 
-einen  fehr  gefchicktfo',-  fondern  aach  als  einen  fehr 
geifsig^n  jand.Uiäti£^n  Gebülfen,, gebrauchen.    Ao.al« 
Teiü  Öeobachtungen ,  die  in  diefem.2ei^nme  afif  der 
Seeberger  Sternwarte  gemacht  yKurd^n  t  hatt«  Biftfik* 
^JImt'^  gemein fe&aflÜcBen  AntheiUies  £«1  keine  Fin« 
[^Iternirs «  fce^f^'  i^^r^bf deckiing «:  JjjtejjBe  .GmjnojCtioD  • 
jpppofitibn  odAT.^iIMlWfvr  ^rgen4,eiiifw  Planct^eitvort 
jin  ißSSmi  Pmimll^inc  ondfievcchkimig  er  aidir  bej* 


^tragett  hStte.    'Er  begleitete  dM  Refaiikrfgeber  auf 
nehrem  geogTaphifchen  Aeiren ,  uod  beftimmte  auch 
ftiner  8ett8»  mit 'betbödern  Inßrumeiiten ;  die  geo»  , 
grapfaifche  Lage  mehrerer  OrtrchaFtenioSacäifen»  Tbfi- 
Hngen  uiid  Franken.     Voraüglich  war  er  dem  Hei^ 
knagebet  bej  Verfertigung  Teines  groben  Stern -Vef- 
zeichniiTea   in  gerader  Anffteigang   Tehr  behüIfUch  , 
und  uBiählig  find  die  Beobächtnugen »  die  er  «u  die« 
.  fem  Behelfe  angeßellt  hat ;    er  trieb  feinen  Eifier  tin'd 
tanermüdeteh  Fleifs  hierin  (b  weit,  dab  der  Heraur- 
geber,  füt  feine  foDß  nicht  alizafefte  Oefandheit  be* 
Torgt,  demfelben  oft  mit  Gewalt  Einhalt  than»  die 
faug  anhaltenden  Nachtwachen  Terhindem,  i|nd  fdr 
eine  weniger  angeftrengte  Lebens  weife  Sorge  tragen 
mufste«     Alle  feine  aftronomifche  Arbeiten,  Berech« 
nougen ,  Beobachtungen  eina^in  anfznzählea ,  wäre 
endlos;    dem  Aßronomen  find  fie  bereits  aus  meh- . 
rem  Jahrgängen  des  Berliner  allr.  Jahrbuches  (kttfam 
bekannt. 

Der  Coadjutor  von  Mayhz ,  jetziger  regiren- 
der  Ftirft  -  Bifchoff  von  Confianz  ,  di^fet'  grofse 
Befeliütier  und  Kenner  der  WiOenfchaften ,  beehrt 
die  Seeberger  Sternwarte  Tehr  oft  mitttfineir  alles  he* 
lebenden  'Gegenwart.  Burckhardt  hatte  das  Glück, 
dierem;^'erhabenen  Fürften  und  Gelehrten-  Frenndi 
nähet  bekannt  zu  werden.  Einem  TiaSberg  konnte 
es  nicht  entgehen,  welcher  Oeift  in  didlelü  jungen 
Gelehtten'  weht.  Von  feiner  ungezwungenen  Be- 
fdheldeliliöit  eingenommen»  von  feiner  tfeftn  Oelehif- 
Ikmkeir  idntch  Uhtertedübgen  Aii't  Ihm  flMrzeugf, 
walfd- iatefet  vortreffliche  Fürft ,  der  jeäiSs'Tälent  vx 
fcfaStiib-'iiäa  uftumunterii  weifsv  bM(]f*l^in^nnte 

K  5  Göü* 


143         Xtmaüi  Cm^p\t$ßh  AVGVST. 

GdDDer  «94  BeSchCtaeiidBflWlh».   Datt^fg-^TMificheiw 

foDdeni  l^ft  ihiD  dieb  aof  .flipe  ihätjjy  üadj^'O^P"*' 
^ige  iktf  io^edeibcD.  .  Aoch  gab  cf  ihm  ^dadorob  » 
sen  (cbmeifbelbafteD  Be^^  reiner;Hal^,  tUb-Miba 
felbft  bey.der  cborfürftL  MayuzircbeQ  ^cadMiiedar 
WiArnr^^iafte«!  m  VorrcMag  brachte^  nod  das  Diplom 
ala  ftlitglied  diefer  GefeHfcbift  in  den  aafinoiiteni^ 
ften  Apf^rücken  zafdiickte.  Um  bioem  bobm.Göa* 
»er  fowolifeioe  Dankbarkeit  zn  beweibn,  ab  auch 
die  •hrei)To]la  Aafuabma  biey  der  chorfürftL  Acade- 
nie  za  r^ c^tfertifan , .  ücbrieb  Burckhardt  bey  diebr 
^'P^leg^beit  eiiia  AbhaodlaDi;:  Ueber  die  brigonamö' 
friJehfin.Um^n  für  Summen  von  fflnhelnmiptelfl  cmn? 
ikuUorifeher  JMlytikf  welche  des  Dracka  würdig  be« 
ioodeoA  ^^^  ^  ^^^  ^I*  Baod  der  Acten  diebr  Acade« . 
mie  au^enofflinea  worden  Ut 

,  ,  Ibchdem  Geh  Burckhardt  bejoahe  xwey  Jahre 
lang  ausfchlieblich  mit  theoretibber  and  pnctjbher 
Stemknnde  aof.der.  Seeberger  Sternwarte  bebhiftigt» 
.und  lieh  in  alle  Thieile  diebr  erhabenen  Wilbnbha^ 
Jb  einßttdirt  hatt^»  dab  für  ihn  nnn  nichts  meht  Hl 
erreichen^  war  9  waa  er  nicht  blbll  dordb  eigeanea 
Fleib ,  mi4  Ai^ttrengnng  erlangen  konnte :  b  bhien 
dem  Ibraniigeber  nach  folcben  vortreSlichen  Vorbe- 
jettang(Bn  siir  Ansbildnog  4ieba  jnpgen  talentvollen 
Aftronomen  nichts  mehr  übrig,  als  ihn  in  diejenigeii 
Länder  xn,  bhicken  »  wo  er  durch  neue  Anfichten 
apch  neue  Ueen  wecken  •  und  qiannich£|ltigeie  Kennt- 
n^e  einlammebi  könnte.  Die  Wahl  war  nicht  bbwer; 
für  practifcheStemkittide  war  nur  England,  für  theo- 
.letiTdie  ^inr  .Frankreich  .das  J^uid %    in  wAlches  B. 

mit 


IfUt  NfiU|Qp  .«pd  GcmA^  dte-Wiibiit 

P(nr'  1|er8oa^eber  rdiri^  an  Ciinen  ünTd^ertir- 
cbi»!  Vreoiiid  «äii  GSoner  r^eii  dutTfürßL'^Ue^chen 
6e&miä(t£ii  GtäC^'  ib.'  Sriiikt  nach  London,  ändcnB^ 
f btd'-drefi^'  gtbrsen  li^bliabfr  ind  Beförderet'  dar 
fternk^nda'  f^jiie\i  llan^m  Deir  Graf  lieb  fich 

auch  fogleldi  geneigt  fitj^den»  £«  be;  fich  in«  Haaa 
äTifznn^hiäen/\ind  itimldip  Anflicht  Über  feine  Stern- 
warte'in '  'iiar^eld  'anzuvefthiiien:  Et  lag  in  dem 
Plane  dief  Beförderer  nn^  Ünteräützer  von  £•  Reife» 
ihn  übet*  Frankireich  nach  Enghind  reifen  zu  lauen» 
iim  Vorerft  In  Paria'  Männer »  wie  La  Grange^  JLs 
Tläce  f  TJ \%andet  Atichain^  De  Lanthre  u,  f.  w.  • 
GelehrteV  die  ihres  gleichen  nicht  in  England  haben» 
perf&nlich  kehnen  zti  lernen.  Allein  die  damahligen 
gefpannten  Verhältniife  legten  diefem  Reifephn  jgto* 
ht  Stf&wif^gkelten  in  den  Weg.  Burckharät  konnte 
«od  dlhrftd  aM  Frankreiich  nicht  nach  England  kom- 
men» ithd  der  Grkf  machte  diefa  znm  nnumgSngti- 
cheii  Be£ngni&; 

IndeiTen  lUtte  der  Henroegeber  auch  an  feinen 
.Fretin.d  Jbd'-  Zände  nach  Paris  gefcbrieben ;  und  nn^ 
Um  Burekhardt  zor  giStigOQ  Anlnafaaie  einpfohlen.' 
Der  wwd^  Senior  aller  iKfbönomen»  der"  daa  Un« 
nOgUde  zhr  Wirklichkeit  W  bringen  fndit,  fobald 
es  die  Bef&rdemng  feiner  Wiflenfchaft»  oder  die  Un^ 
tarftützdng  irgend  eines  ausgeteichneten  lUetits  be- 
trifft,  antworteteaiif  dieznvorkomniendße  Art,  und 
erklärte  »dab,  nachdem  JB.  fich  fchon  fo  vortheilhafc 
als  AftronoiA  get^t  habe»  et  ihn  mit  dem  gröfsten 
Vergni^en  iÄ'fcAn  Haiis  «nfnehmeni  als  ein  Mitglied 

'  ^>^- -■  ■■  -■■■   -  W* 


t4«       »»M*b,(Jwr<6iri»*         ^fsr. 

O^»^  WJ^.***^'  ^^  ftMxx  atfe  Mittel.  AM 

t»*»«*fflfS  '  ^ü^*^!^  >^f«riiwiTtfen '  zn  Gebote 

^^  *         iy''^/^'^^^^^^  "^^^y-ti  al?^«  beytragen 
»«»  fr  ^•j'^  '^^/^^  ^  Ausbildung  dicfee  jongeii 

felbP         C''^^'f^-''lL  p  Md  ihn  zim  Ziele  fuhren 

V        •^^ 
*  ^''I^     Z«**^^''  •   *^*^*'^'"^'J    *^®y    f**^  voTtheil- 

^         ^^^^^^  ^''"^^  ^***^  ^"  treffen ,  und  Re  ninCBCe 
^/-z»  ^'^rlegung  gemacht  werden.    Die  präch- 
^^'^crliCchen  luftromente  hatte  Ä  frejUch  fchon 
figß^  ^berger  Sternwarte  kennen  gelernt.    PaJia- 
^^^fftrataente^  Quadranteo,  ganze  Kreifs«  paral- 
t^'fM  iflftramente,  Hadley'fche  Spiegel* Sextaoten, 
'  '^lUoatifcheRefractoren,  HerrcherfcheReflectorent 
Vj^f^meteTy  Heliometer»  Regulatoren,  Chronome- 
igr  fl.  t  w.  von  den  erden  und  beßen  KOnßlem .  ei- 
^^a^  Bamsden^  JDollond^  Troughton^  Carry  ^  Mudge^ 
^meryt  Arnold  xu  Lw.  verfertiget ,  waren  die  Werk- 
zeuge  9    mit  denen  B,  fchon   innigft  Tertrant  war. 
Schwerlich  hätte  er  in  Elugland  mit  bellern  Werkzen* 
gen  beobachten  können »  wo  ein  liberaler  Zutritt  auf 
den  gröberen  Sternwarten  jedem  Ausländer  nnmög« 
lieh  wird  und  ohne  Beyrpiel  iß.     Nur  bey  den  ge« 
fchickten  EngUrchen  Küußlern  hätte  er  manches  Te* 
hen ,  und  bey  unterem  humanen »   liberalen  und  mit- 
theilenden Landsmann  Herfchel  manches  lernen  kön* 
neu.     Allein  die  Lebren  eines  La  Grange^  La  Place 
und  La  Lande  mnfsten  für  B.  bej  weiten  wichtiger 
(eyn ;  es  wurde  daher  befchloJen,  dafs  erdergrofsmü- 
thigen  Einladung  nach  Faria.folgen  »  und  feine  Reife 
nach  England  bis  auf  günßtgere  Zeiten  ansletzen  folU 

te; 


^;  WO^dcrgdafSge  EuiAüb  .pqjt^^rcbar  i^qkjlifhten 
apf  die  Wiffsntphafuu  gau^.agfg^hört.lmb^o  ,  ;e4^ 
ifmiger  ieicknficbaftUch  feyn  wür^«» .  .    ;  J  /  ^ 

.  kn  Octbr.  j796eT^eU^  diff.VilfveT^täc.fiil«^ 
luirera  JK^  di^  aca^ei^aifcho  )KäBde  aiaes  Ppctorf  dfNf 
J||lf^tweMhQi^,;iind  das  darauf  fplgeode  Jalv:  gi|1](  i)ua 
^er  f ^.  tterzx>|[  von  Sacl^rea  -  Cpborg  •  Meipiog^^^ 
l^haracter  ab  herzAgh  l^egatioui  -:  Rath.  Za  £#^  (lo^ 
Yraib.deaelbeaJahreetrat  er  reime |leifeiiach1^fi«  VI« 
iipd  langte  den  15  Oecb.  if^j-^hlbfi  ao.  LaLimiä 
Imnerkt  dieffa  ia  Teiner  Getcl^clite  der  Aftiejypini^^ 
md  er  fällt  übor  feineD  neoao.  JfögUiig  darin^^fpJIgpiii 
4(li  Urtbeil:-..:  ■.    .  ;.:>.*;  v*> 

:^  Mr.  h.P^*  A^  C/uir{^  Bu^fikhardc  ^^rrm4 
\ß  zß  Dwhre*  f  T'^ur  V^vaiäer  avic  nm4s ,  jW  rvcouvt 
ffltaiU  J^OHS'tAJlrQttomU  pouf^k^  jiaijfanc^  deßyekth 
^aluii,.,.,!^  Baron  Kr^grld»  S^^rnbaeh^fnorH 
m  %n88%  ^/^^  4  ^'P^i  utmßoTißißtionjHmif  P^ßima^ 
mar  doat.onß^JaU  tappäqs^^ion,  4M.  ßurcthanit  €ä 
fUßiu  pßupaU,  choipr,unJyJ9tf  tpd  wßitftiMdigve^ 
parfon  i^pücation  et  Jon  tmimt.  *J  .  Uod  aQ]eÜieib 
indero  Orte :  *  *)  IJamiverfairif,dc,  ia  rmijfawe^  M  jy^ 
^  jßrake  M.  Dr-  J»  C.  Burckhardt  0rmw*4iHil 
m»  de  Gotha  r  eet  hahiU  aßtanpme^  ni  ä  iMpiig  Ia 
$(^jhuilsjT3r.eft^ven&  refijprqertßfiromime  dt^FraneB^ 
ititfidßja  jfß  de.  vor  meüUurs  Ajironomes^  er  ptfur  Iß 
aUametpaurta^praäquB. 

Den 


•^  Cow.  d.  t  An  IX.  8.  28$. 
**^  Gonn/d.  t.  AaX.  8.   3S4» 


}44         MonaO.  Correfp.  iSm.  AV&VST. 

feinieV  Fi^Milie  betradbten';  demrelMo  aWe-1(ittttel;  dÜi 
ihm  alt  Pirector  mehrerer  Stero warten**  iiib.  Geböte 
fiäudeiit  an  die  Hand  geben ,  und  dQr7:h.&DpfiBhhu» 
g9D»  (turch  eigenen  Raih  und  Tbac^  sijlfä^b^jtrafe^ 
"wonet  was  nnr  immer  die  Ausbüdung  diefeajnngeii 
Aßronomen  befördern  j  nnd  ihn  zimi  Ziele  fnhnn 
könnte-  .     ,.. 

£8    war  fchwer ,    zwilcbe^    a^wey    fo  Tortheil« 
halten  Anträgen  eine^Wahl  zu  treSeo,^  nndfie  mnbte 
mit  einiger  Überlegung  gemacht  werde«.    Die  prfidh 
tigßen  Englifchen  Inftrnmente  harte  fffir^jUdi  fchoa 
auf  der  Seebergf  r  Sternwarte  kennen  gelernt.    PiEiila- 
gen-Inßrumente*  Quadranten,  ganze^^reiCe ,  parak 
lactifche  lufiramente«  HadlejTcbe  Spic^eU  Sextanteot 
achromatifche  Refractoren.  Herfcbei'fdi^Reflectoren» 
Mikrometer,  Heliometer,  Regulatoret>,  Chronome- 
ter u.  r.  w.  von  den  erden  ond  beßen  KOnftlem  ^  A 
liem  Ramsden^  JDollond^  Troughton^  Carry  ^^  Mudg§9 
Emery,  Arnold  xu  t  w.  verfertiget,  waren  die  Werk- 
zeuge ,    mit  denen  B.  fchon   inni^ft  Tertrant  wan 
Schwerlich  hätte  er  in  England  mit  beljbrn ,  Werkzea* 
gen  beobachten  können ,  wo  ein  liberaler  Zntritt  auf 
den  gröberen  Sternwarten  jedem  Aasländer  nnmfig« 
lieh  wird  und  ohne  9eyrpiel  iß.     Nur  bej  den  ge- 
fchickten  Englifchen  Küußiern  hätte  er  mandied  fe% 
hen ,  ^und  bey  nnferem  humanen ,  liberalen  und  mit- 
theilenden Landsmann  Herfchel  manches  lernen  kön* 
neu.     Allein  die  Lehren  eines  La  Grange.  La  IPlaee 
und  La  Lande  mufsten  für  B^  bej  weiten  wichtiger 
(eyn ;  es  wurde  daher  befchloJen,  dab  erdergrobmü-» 
Ihigen  Einladung  nach  FaTiA^foIgen  ,  und  feine  Reife 
nach  England  bis  auf  günfiigere  Zeiten  aualetzen  folN 

te; 


.  Im  Pctbn  x7f96eT^eUi;f  rdiff.yjlW«'^täc.fttJU^ 
njiGarai.  j^^dif  ^^tpdt^üxo  jWmdeaiaet  PpctcHrf  -digp 
l^fAtwe^hq^^raad  da«  darauf  fplgeDde  Ja)y;  gi|||  ^ua 
^  f ^.  .Eerxpi;  von  Sacl^reo  -  Cpbinrg  •  Mc'iniqgffA ^Vw 
|3lut^«ir  ab  h«inM>gU  jUgatioui  r  Rath.  Za  fi^Ae  (<^ 
Yaiiib.dcIEDlbeii fahre«  trat  er  (eiiae Reife iiacb1?if|«  vi« 
W^  langu  daii  15  Decb.  i'jgj-^^telbfi  ao.  La^Lauda 
\mta€t[kt,.dimffB  411  feiner  Getcl^cl&te  der  Aßiojypin^ 
imder  Ctfk.iibeKieiiiepneaeorJUigUiig  d^rin^ipigpm 
ddi  UrthAil:.: ..  ..-. '  ..-  .>s 

\ß  ZS  ü^^^^p  7^^^*"'  ir^Mäer.  wtc  noi4J,  jot/f  reuHlFi 
qißahU  4«^  >tAfhwomi^  pa^  Jq  f^aiffane^  de .  iTycho^ 
tkafui^.,*  ^X^Bftro^  Kr^grld^  S^ArnbanktmorH 

me^  doiU.oi^iJhfait  Vappliqt^^Mm  4  Af.  ButckhaniH  a 
fan  tm  pomaU,  ch^ipr,unßJ9tf  tpd  enfut  jtbtdMgve^ 
fforfonapplicatian  et  fontalfiiU.  ^J  .  Uod  aQleibeib 
Hidof 0  Orte :  "^  *)  i;anmverfair^J^  ia  mßiffawc»  M  :t^ 
eko  firake  M  Ihr.  J.  C  Burckhardt  arTwa*')öl^^ 
]90i  de  Gotha  :  tet  habäe  aßtonpme^  ni  ä  Leiptig  la 
^J»rili'jr}3r^fi.V^^  refijfroerfßfironomie  d^Franem^ 
H^ßdßjajfß  4^i  vos  meiUmfrs  Ajinmomes^  er  ppur'lß 
tUorUHpouria^praüqu^^ 

Oea 


•^  Obw.  a.  t  An  IX.  8.  28$. 

■  ■■■■■■  • '       '  '  ■    i 

**')  Goan/d.  t.  An  X.  8.   3S4» 


14^         IfbioA'  Cbri^.  tfOft  AtT^ST. 

MbinBt'ttDdiiodiJMänerilch  t&fti\  ikitif^iäani'kw^ 

Fmoimklit  !JI  %ttQ^ititaieii  wöideii.-'''^  2la  ^^iUmZ^ 
g^Wflifii  iU  inIbfiMrIMI  fcTmb;  daß  W*ikarii>'^fi^ 
ttf^  Bncfeii  an  den  Uä^oi^gdb^r  ;iiieiiMeM';-iUiUtt«i. 
•w^ifMi  'iVf?vÄ  tietot.  lü  der  That/.:B.  ■^id%U!hit 
mir  delr  ^blstHiDdige  Hauägököfle  iitid^^lf/eiitid  £il 
Xiiirri^l^tMdern  em  Wahres  Mil^lieä  diiflär  ilOroMtaiL 
fcben' Familie ,  ^ctti dlltil  gleichgerchtttttuMI 'geJIiiAn 
Von  nan  ah  theiM  ev'^alM  GtldtHil^  -tttld"Atbtifi«»i 
Ib'^ot  d«8  Onclee »  aü'diM  Neffen  Müfkil Ü'  lF?ii>i^ 
A  La  Lande ^  mit  welchem  er  in  brüderKeii^n^ito^ 
Verfttadnifa  l6bt,  mid  geteeinfühaftKoil  mit  i&ll  alle 
BMbacbtuogen  auf  der  StemWat^6  der  Ktli^CohUe 
befolg.  -  Seine  sahlreicfaen  Beebaebttittj^  /  ftia 
AÄtheA  an  dem  groEseii  Verzeicfanilb  V(m  ^otanfeiüi 
8ieMtt|i»  feine  vleleo  Abhandlmigeii »  Planeten,-  X}q»^ 
nelhii  ^  fMid  Pertni%atSdna  Rechnmigen^  find  den  aftro* 
nonirdiMi  Lerem  d^  M.  C  in  frirchM  Andenkim« 
da  dietar^ttnermüd^te  öelehrte  nicht  a«Fh6rt,dieft 
Zeitichrift  öiit  Keinen  üatereOanten ,  nbd  wichtigen 
▲ilffätzen  BD  bereichern,  welche  diet  Jorirüal  bu  ei« 
Hier  Satnolnng  der  nfltBlichften  und  lehrreichfteo  Ori« 
gnial-Abliandlongen  erhebt»  die  nidit  i>lDfa  eineA 
ephemerifchen ,  rondern<  für  den  KenMr  vnd  wahren 
Gelehrten  einen  ewig  bleibenden  W^rth  haben»      ■ 

Burckhardt  wafste  Cch  darch  Teine  KenntnilTe 
und  darch  fein  Betragen  die  gute  Meinung  nnd 
Frenndfcliaft  des  erften  Mathematikers  diefea  Jahr- 
hunderts fo  zu  erwerben^  dab  dieier  ihm  die  Reri- 
fion  dte%  Dracks  feines  groben  Werkes,  der  Micanique 


traute  ^'uDÄd  zugleidi  ^«Da  t>eiitfehe*&lMf#relztt«|Fl 
/wShVend  das  Dracke»  det  FffanzOfifSIMi'CK^tkMir^ 
erlaobte.'  Öiere  Dentrcbe  Aiitgabe  iA'%uj^vkb  »ift 
der  FnatOfirchen ,  nit  vMeo  eriftutMiidaii  ^iimer^ 
kuigeo  von  B.  begleitet,  liimmsgeköWflifiati,  '^»•dw^ 
er  Dicht  alieni  eiDen  Bew«M  feiner  ti^fei^iM<3nüi^ 
derböhern  Analjfe  gegeben,  ToÄderu  ficb  aäch  de^ 
Sank  altir^derjefligeki  erworben  hat ,  vieicliea  et 
febwer  gew Of den  wlre/  dM  Original  obae  disfo  JBA 
^    lAuMärttttged' z«  veraefaeö.  ' ^  .   . -S    .  i 

I     .      Bey  dem  ft/re<n#  det  LmtgUuiis  in  PMf  find-  vits 
t    Aftt'öfiDOMhi»  und  ebtoU  4»  iriele  AdjtincteO'*l«geIkUt;L 
l    Zwejrdfofer  letzten  StelTen  iffareo  noeb'nttbdfetit  go< 
I    blieben; '•  Bmkhardt'i  foeAsde-  ^üllfbbtan  V  ib»  aiiL 
idjttiict  arfigeßellt  zn  feheol'   Allein  et  gib-^iele ^  nndi 
wht-iWenig  begniilHgte-Mitwerber  nntf'^didte:  Stelleu 
MiQgtuifiii  Meid,  nnd  rofit^KijAch'  Xi^t^tmäfsigktk^ 
fiele  ewige  Feindinii  jedes  auagezeiibBeten  Talente ») 
triebm  auch  hier  ihr  Spiel,  '  Man  bot  alles  anf ,  man) 
letzte  alle  Triebfedern  in  Bewegung«  diefti  Wahl  ei«: 
nei  Ausländers  zd  verhindern.    -  Man  ging  hierin  Cor 
weit,  datS'Bian  in  öffoutlichen  Blätterig JBefchwerdetf 
führte ,  Erklärnugeti  drucken  nnd  hlrfig  vertheilea  , 
lieb«  worin^man  von  Verletzung  der' Rechte»  yeii) 
Hintanfetznng »   jafogar  ron  Ge&hren  fprüch.    £in> 
gewüTes  fehr  beliebtes  wiffenfchaftlicbes  Journal  weip 
gerte  fich^Xa  Xa;i/l0*e- Gegenerklärung-^  welche  ei 
eb«D£alls'  (^entlieh  bekannt  zu  machah,  für  uöthig 
befand,  aufzunehmen.    Er  nahm  daher  feine  Zuflacht 
zu  der  Gerechtigkeit  der  berühmten  Herausgeber  des 
Journal  ^^Pavlsi   diefe  lieben  fnne  Veitheidigung; 

fogleich 


148,       mQ^ß4,:!(ilf^ik'ün.  AvaysT. 

|!eMiAlMifa|:'  Pour./r  C^JBu^khardt:,  j^h^fonim 
pew'lm4§s  iffifmiers.ji/hoaameSf  qui  eaäßent  aetiuXLh 
mmU;  ^firßiiMh  bonh^wr  pour  rums  de  Pavoir  au  im 
naudis  l4mgi*^*»  a  V:Jiißitut^  et  ^ar  totu^  aä  Sm 
Aer€fmrm  l^^nie^  la  fcienpe,  laforce,  et.le  ccu^tgti 
§U  nt'fofanfi  peut-^itre  jamais  jeucontris  au  n^me  i^ 
gri,  äJagedu  C  Bffrckhardt. 
e      AUeia  JB. .  bcidorfte  mcbfi,  £6  ffhr  FrMmdeivnd 
GSnner  ,  .aU  ^ereditigkeitaliebende  ,    nnd-  901  .doi 
FortgaBg  der  VVilTenrchaften  wahrhaft  b^ifi^scül^ 
aer«  onddA^fefander  in  eipem  La  Grange^  LarJaee^ 
LaLafide^,I)e  Lambre^  MeJlJßerß.t.w.    Mao-orkUtoi 
te,    Stelk«  b^  dem  Bur^ßo,  des  Longkude^  y^^bm 
hmaeSurpiimn^n^  keisefiugUrche  Sim-Curmpluim 
Ae  D9niicheCanenicate{  man  verlange  und  möladi 
Arbeiter  babeip » .  Männer  won  Kenntniflen«  an4  BUu^ 
fceicen.     Perjeoige,  wacher  Rirckfmrdt^^emin  Mm 
dieCen  Eigenlchaften  übertreffen  würde,  wünU  eoch 
gewifs  ohne  Verzug  zu  diefer  Stelle  gewählt  ^erdeut 
an  welcher  iiicht  Gnnß,  fondern  nur  Übeneengoag 
«od  Anerkennung  wahrer  Verdleuße  führen  könne. 
Die  Wahl,  ging  nach  den  Gefetzen  dea  7  Meflidorf  im 
3ten  Jahr  der  Eepublik  ordnungsmätsig  vor  £ch  •  und 
den  zo  Dec^b^r  1799  wurde  Burchhardt^  nachdem 
er  vorher  um  daa  Franzöfifche  Bürgerrecht  nacfage- 
fucht nnd ea  erlangt  hatte«  einfiimmigzamAdjnncten 
dea  Bureau  4^ LongUudes  gewählt,  weidie  Stelleer 
noch  zur  pöbten  Zufriedenheit  aller  Mitglieder  die- 
fes  Bureau^a  bekleidet. 

Das  National -Inftitnt  in  Paria  hat  ftir  daa  Jahr 
1800  die  Unterfnchung  der  fy  merkwürdig  g^worde* 

aen 


. '  ^i . XIII.  §^  C/^ftüirtÄArÄ.   ;  f  149 

«ii^he  gemAcb^t  welche  die  vo«rttahli^ak«.A;qaflcinie 
dferiWilTeufchtften  fchon  im  J.  t794..aafgegebeu  jutc^, 
«ber  .aabeaatwonet  blieb.  Da  man  die  Aufföraag 
diefer  A  a  fgabe  .TOn  nicht  geringer  .5ch wißri^^it  hielt : 
fo'«chöhte  'das  JNatioual-  IntUtatiditfen  Prei^ilm.ipoQ 
Livret.  t  ..^ 

[ü:^  .  U^ter  illen. bisher  faeobacihleten  CofDQietL  hat 
flöcb  keinnr  den  Aftrbnomen  fo  viel  tu  fchaJOTeo  g%> 
^Hacht^  als  diBferComet  von, -1770.  Alle  VerfuGhft 
^nrf^Semdbi^gen  waren  vergebeoa»-  di^^en  Weltl^ör- 
{»lnr:in  einäv^|iaTabolifGhen  Bahn  datüiftellen«  fres^ 
ÜchtwirddieTparabolifche  Bahn  nnr  als  eine  tQ^^i^ 
ttdg  ,  •OÜdt.ftdf  ErieiGhteTnug  der  Berefihnang.  ge- 
.  iMOOhlt, .'  wejche  lir  einer  eiliptiÜchen  Bahja  inehrerjä 
6cliiyirr]gkeiten:  und.  Weitlfioftigkeiteu, unterworfen' 
[  4mIv^{  AÜeunlbis  >etzt  hat  man  diefe  Anita  her  Oirignqcb 
\  fenet?  ziifeichend  gefunden  •  lUnd  man  hat  die.parar 
Udiircbens*£iemente  der  Baho'fd.vie.ier  Gom.eten  bey 
ikr^nr  erfleu'jEvfcheinnng  jederzeit  hiullängüch  genau 
berechnen -können.  Selbft  der  berühmte  Com  et  von 
'lf^9«^eiren  Bahn  doch  gewifs  Tehr  eiiiptifch  i(l,  da 
feine  ümlaufszeit  nur  7;  Jahre,  und  feine  mittler« 
Eutferpung  18  mahl  die  der  Erde  von  der  Souneift, 
Wich  doch  nicht  fehr  merklich  von.  einer  parabolifchen 
Bahn  ab«  und  uijfi;eacbtet  der  langen  Dauer  feiner Ejr* 
Icheinung  konnte  man  dennoch  alle  Beobachtun^ea 
bis  auf  ein  Paar  Miuiiten  genau  in  diefer  Hypothefe 
darftelien.  Der  erfte  Gomet  vom  J.  1770  (deun  e$  er- 
Ccbienen  in  diefem  Jahre  ewey .)- tfl:  der  einzij^e  ,  wel-* 
«her  auf  diefe  allgemeine,  und  bisher  ohne  Ausnab- 
si)e  mit'Erfolg  gebrauchte  Becncluiaugsmethodo  nicht 
Man.  Carr.  IV-  B,  2801.  L  »tt- 


rgb         MonäH.^Cmfifp.  tgoi.  AVG VST. 

TtüYi'&kf^efiihxt  und  uÄt«r  die  GeCbtie  einer  {iatriiMfr 
rchänBewe|[ang-(^|yetigt  werden  koonte;  MannuKk 
•te  fo  Viele  HT^theretf  «nd  Voraoefetsangens 
lifen,  eis  man  widite,  '*die  ßeobacbxiingen «.  die 
Zweige  der  Bahn  'Giwü^e  thateo»  frabea  Rir  ttea  ai^. 
d^tb^  Tbeil  derfdben  gaxiz  ubermäfiiige  'Ahweidma^ 
gen,  .»».    -IX 

'  Der  Rnir.  k,. --Afironom  Lexeü^  welcher i Ach  am 
meiftea  mit  diefetn  Cometen  berdiäfilgte»'  ioahflk^d» 
lier  ferüe  Z^afluchf-^zar  EUipfe.  •  Dieb  Nothwendi^ 
keit  bewies  'fcbofi.,  dafs  die  £ntferniu]|^  diefiaa  VJUft^ 
hOrpers  nicht  ^G0hr  grofs,  und  die  Umhirfezeit  nifitif 
fd^r  lang  feyn  fcono te.  Aber  wie  Teiir  ietatte  tr  lalbb 
AftrOnOmen  durch  bin  faeranagebrikdites  üefultatf M 
'  Erfhianen  ^  da  er  eine  Umlanfszeit  rön  5  undeinMI 
hatbdU  Jahre^  and  eine  Eofferonng  dreymahl  fagrob 
ald  die  der  Erde  von  d^r  Sonne  fandl*  Nicht»  ak.ttb 
diebs  unmöglich  wilre  ,  vielmehr  daa  GegenÜMäb 
Einige  Agronomen ,  dorch  das  bekannte  anaiogiOilii 
Gebt£  tiyifc&en  den  Planeten  -  Abfänden  geleitest« 
ventiatheten  fp^ar,  dafs  diebr  .Weitkörper  wol  def 
ftwifchen  der  Jupiters  •  und  Mars-  Bahn  vermibte  PUf 
het  byn  könnte.  Allein  was  eigentlich  die  gröblt 
Verwunderung  erregen  mufste,  war  die  Frage»  dii' 
fich.  jedermann  von  bibft  aufdringen  ainfste»  waruai 
diebr  Cbmet  nie 'vor  dem  Jahr  1770  gebhen  und  bch 
öbaohtet  worden?  .und  warum  er  feitdem  nicht  wiem 
der  erbhienen  ift?  -  LexelL  gab  zur  Urfache  an,  daft 
die  mächtige  Störung  des  nngebenem  Jupiter  ,  bcj 
welchem  diebr  Cooiet  zweymabl  bhr  nahe  vorb^ 
ging»  bine  Bahn  gank  und  gar  verändert  haben  köaar 
te.     Das  erftemahl  f .  den  27  May  17^7 ,   war  die  £|iip 

■■      .         .^     WITf 


XIII.  S^- C.   Burat^ionU.'  15I: 

Wtrkang  ^eq  Jopiter  »weyinahl  fiärker^  als  die  ^et 
Sonne«  ond  das  andetemabU  deo  03.  Anguß  1779»/ 
übertraf  fie  tntb*  ^Ip  zweybundertmahl  die  Wirkung 
4ff«  $ODne»  Diefe  Erklärung  war  bar  ein  bloGier 
jObätfchlag;  Qiti  fie.Ilreoge  zu  beweifen^  hätte  man 
tiDgeheare ,  und  febr  jDDührame  Recbnnogeti  jfi'ibreii 
IMÜeö  i^  maa .  acJiteM  d^er   uUht  (boderlich  dar« 

:;,    «tm  lahr  1789  '«ertadbte  Dionys  du  $ejour  abef^ 

ttiabl»  fein  <Glück  mit  parabolifcben  Hypothefeo;  aber 

ISiteie  yerfache  U^urdeo  durch  keiuen  belTern  Erfolg 

gekrönt    Ungeachtet  aller  diefer  vergeblichen  Bemü- 

Inlpgeiijft   die  auch  jPingri  und  Frojpeiriri ßch  mit  die- 

£eia,Coi9aten  gegeben  hatten«  hatte  das  National -In* 

JUtot  doch  nicht  alle   Hoffnung  aufgegeben,  einige 

AnffchlöiTe  über,  diefen    fonderbarea  Weltkörper  zu 

ipbalt^p«    welcher  noct^  dieCe  befondere   und   merk- 

.tfürdige  Eigenthümlichkeit  hatte  •  dafs  er  onter  allen 

jltu  neuem  Cometen,   welche  mit  einiger  Zu verläf- 

iigkett  find  beobachtet  worden ,  gerade  derjenige  war« 

Ifrelchei'  fich   der   Erde  am   meiften  genähert  hatte* 

jbiefei:  Umftand  machte,  dafs  er  während  einiger  Zeit 

eiue  fejhr  grofae  geocentrifche  Breite  hatte ;  daher  did 

tehr  (beträchtlichen  Fehler  in  der  Länge  auf  der  Eklip« 

.  tik   ungleich  geringer   wurden  ,    wenn   man    fie  auf 

den  Parallel  des   Cometen  bezog.      Ein  Fehler  von 

teehr  als  einem  Grade  ,   in  der  fcheiubaren  geoceii'^ 

trifcben  Bahn  ,    reducirte  lieh  auf  weniger  als  eine 

Minnte  ^uf  der  wahren  heliocentrifchen  Bahn.     Dia 

(eringfteu  Fehler  in  den  ^onnentafeln»  'Oder  in  dem 

berechneten  Ort  der  Erde  hatten  eii^n  fahr  grofsen 

iinfittCs  auf  alle  Elemente  dieler .  Cometen  -  Bahn« 

-  .«    VT .    n*.^  .    -^  . 

La  t>i« 


152  MtmattyOirrefp/'igei.  ^VUVST.  ' 

Di^  kleinen  SieHit^  lAit  wefthehinan  den , COtnitevr 
bey  den  Beobafclit&ö^^en  rerglich^tt  hatte,  yaoa^ttiSfTit 
}eiQer  Zeit  nicht  geiadn  genvj^befhmmt;  man  e9läii(>f 
iictf'übcTHäai(>y T)ey  Cometen  -'  BeHbachtnog^n  kleifi^ 
NachläCßgkeiteii '  im  Calcul  ,  welche  auch  meißrai 
ganz  untedeüteiid  find.  Allein  gerade  hey  'dl^Usm 
Corbeten' könnten  di«  allefgerkigft^rt  Fehler  <von 'de« 
gtöfsten  Bedeutung  werden  ;  diefe  Folgen  kani»t# 
irnan  damahis  noch  nicht ,  nndte'an  a'chtete  däfh^bicht 
Ib  lehr  auF  eine  ftreugeKeduction ,  und  atif'ieine  förgi 
iföltige  UnterfuchuRg  und  Answaül  der  zti  dieCen  &e^ 
TechnangenerfOrdcrlichen  Eleinent'e.  ■*• 

Diefea  hatte  die  vormahliger  k.  Parifer'  Acad:  det 
Wiir.  fchon  erwogen,   und  diefs  bewog  auch  dai*f;e*' 
gcnw^Ttige  National  -  Inßitut,   auf  die  Erörteningdiel 
Ter  merkwürdigen '  Erfcheinniag  im  Welt  -  S j(lenie"ei^  ^ 
nen  Preis  xu  fetzen,   nnd  dabey  aufzugeben  V  ältt 
Beobachtungen,  deren  man  vondiefem  GbmeMihaV. 
haft  werden  könnte,   von  neuen  zu  unterfuchea,    tA 
reduciren  und  zu  vorfiel cheii;  zu  verfiicheri  ,  obfich 
diefe  Beobächt langen  auf  keine  Weife  in  eine,  nicht 
in  lieh  kehrende  Bahn  darftellen  liefsen,   add  weoh    ^ 
diefs  nicht  anging,    eine  folche  elliptifche  Bahü  za 
bedimmen,    welche  allen  Beobachtungen   auf  das  ge» 
nauefte  Gefaüge  leiftetp. .    Es  wäre  in  der  That  eine 
der  fchönfte'n  und  gröfsten  Aufgaben  der  Mechanik  ^ 
des  Himmels,   wenn  man  die  Berechnung  planetari-    ■ 

'fcher  Stöfiingen  unternehmen  wollte,   wie  man  fie   iir 
noch  nie  beobachtet  hat,  und  deren  Wirkungen  zwej-    » 

'inahl  in   fehr  kurzer  Zeit  unerhörte  Verändernngen  .jq 
in  der  BaÜn  efacs  Coitieten  hervorgebracht  haben.wiir-  r  -J 

den.     AUeiir^jlB  wichtiger  u)id  mühfamer  die  Unter-     ^ 

fuchunj; 


;      tSl^M^^'  Burckbwrdi,,„,.r  J.53 

(c^pg  einer  blcheu Tcliucer^eQ  Aafgal^e.Ui:,  ja  wenL. 
|fr,.^ann  maD,fic)La.^f  ^eri^thevvt>hl  mit  ihrer  Aaflö- 
Iwg  befcbäfti^p,  hievor  maü  nicht  alles  auf  das  al- 
IffUfetDaueße  luitfNrfiicht,^  ond  aUe  Data  zu  einem  fol- 
fbf ^.^^l^^^f^g^^Crphle^^  mit  dergröi^tejDuGewi&heit 
srüctert  hat.  •  Aach..diefo  Betra^hf^umg,  bewpg  das  Na« 
ig^l-.InßitQti  in  (einem  Programme  ayf  die.allerßf^- 
vUreDhaftefte  und  forgfälügae..  ^^seiuaifiderfetziiiiif^ 
ind  Berechnung  allqr  Beobdchtuugep  j&u  beßehen, 
md  dieb  «ur  vorzüglichen  B^diuguiEB.diererPreisauf- 
(idbe  zu  machen.  -      _  .  .  ^  ^        . 

„  .  NÄch  devf  für»4en  Coocurs  angeri^t|;ten  und  yer- 
loQeneu  Zeit£riA  w$iren  .  bey  cfem  Nait^pnal  -  Iufl;itut 
uir  zwey  PreisfclbirifteA  «in^egaogen«  ,.Qie  '^^  ^ 
ktoinifcher  Sprache,. mit  der  JD^fe  ans  dem  Ma- 
#iw:  .; 

Tf  ■  Jta^at  ire  per  ipfum'    -..  .. 

jtera  et  imnwnfo  Jpatian^eni  vivere  coelo 
,     Si.guaquo^  et  adverfos  ftellarum  nojcere  curfuf. 

Die  ziveyte  in  Franzofifcher  Sprache,  mit  dem  Epi^ 

p*^he:  '■        '  '  '        • 

'■•.■.  »      »        '  '* 

Jam  patet  horrißcis  tfuae  fit  via  fleoca  cpmetis 

,••••••  Miramur  harhati  phaenonwna  ojlrK 

■      i       ■;       .  .  .     .  ■    ■  ■.  ,  , 

;!.  :.I]ie  von  ^em  National  -  loftitur  zar  Vntec- 
«c]iong  diefer  Preisfchriften  er|iaja/|.te  CpmmÜCi«» 
•ien  waren,  La  Grange,  La  Place  ^  iDe  Lambre, 
kichain  uni  Lß  Geiidre.  Diefe  erklärten  die  erße  . 
^ateinifche  Preisfchrift  anter  aller -Critik ;  der  Ver- 
alTer  hatte  die  Aufgabe  nicht  einmahl  richtig  gefafst; 
I  läfüt  fich  in  feiner  Abhandlung  fehr  grobe  und 
IhOlerhafte  Fehler  zu  Schulden  Jkommen.    Das  Ur-* 


154         M(mdtt  Cartefp.  tgoh  A¥&i^ST 

tüeil  der  Comthijfaifes  vrvr  daher ,  dafs  der  iiDbel:!ififN 
*te  VerfalTer  diefer  Goocurs-Sdinft  sieht«  aoterrvcli^ 
nichts  ercirterir,  oreh>8  be<viefö&i  uiiA  obneVergleiYJi 
Veoig^T  gelelflet' habe,  als-  wasltfqgft'Yor  ihm  fchof^ 
war  verrucht  worden »  ood  diej^Dlgeii  fcboor  Ireirlü^ 
gebracht  hatten,  dVe  fich  gleich  bey  der  erAett  EVrchel» 
paug  diefeai' Cometen  damit' befchäftigtliatteir;  d^^ 
llt^rp  %brift  g9Di^  VerwörFep  warde, ' 

*  Qknz  anders  fiel  das  ürtheil  der  Cörnmiffaires  üb« 
dir  ivt^eyt^ ,  *  ip  Fraozöfifcher  Sprache  rfbgefafst»  Pr^« 
fchrift  aus,  Sie  erklarten,  dafs  fie  mit  grofser  Sb^^ 
ftU  und  vieler  Sbchkeiinthifs'frasgearrbeitet,  und  aaf 
eine  folche  Art  nbgefofstTey,  dafs  ße  den  gerchicktö» 
ften,  geübtefteo  und  uoerintidetfleQ  Aftrouomen  Ver» 
Vierbet  Ve)cfaer  ongeheare  Galculs  angeheilt ,  tim  allb 
Zweifel  über  die  Beobachtongen  zu  löfen  ,  und  M 
)inf  eine  folche  Art  erörtert  habe-;  dafs  hierüber  nichts 
mehr  zo  wüofchen  und  zo  ttian  übrig Tey;  dah^r  fie 
tiacb  diefer  Abhandlung eipftimmig  den  ganzen  Pteia  *) 
«tie^rk^nnten«  ^      '    -'       -  * 

Bey  Eröffnung  des  Terßpgelten  Zettels  fand  ücht 
dafs  ihr  VcrfalTer  unfer  Burckhardt  yyar,  Biefe  Preis* 
£r ke  D  n  u  D  g.  gefchßh  i  ro  Palais  national  des  Scitnees  den 
II  Nivöfe  des  IX  Jahrs  der  Franz.  Bepublik  (i  Jan« 
Vsd'O,  triiti*aen  lY  Nivofe  wurde  fie  in  der  5SFentlU 
Ai9t^  Sitztipj;  dei  National  •  Inftituts  bekannt  fgeitiftdhl. 

!j.'\  .'  .     :  (Die  fortfetT^.folgt,^ 


^^^  Si«  Kilogramms  itfQAi^  nugeObr  909  EtUr«  . ' 


Sy»  .  U^^  am  ntwn  H<fy,pfplaneten.       155 

'    Förtgefetzte  Naclirichteri 

Ungft'venmifcheten  neuen  Haupt- Planeten 
•        uoferes  Sonmto-Sjfteias. 


Jula  Prof.  Pifltiz  fein    nea'  entdecktes  Geßirn  nnr 

bis  zum  |i  Febr.  verfolgt  y  und  die  nbrigeo'AQrono- 

'neDTOD  detTeÄ'ErTcbeiiJung  nicht  früher  beDachridi- 

fieet  hatte':  ¥ö  war  hierüber  nichts  weiter,  als  feine 

•ijEenen  Beobachtungen  zu  erwarten.    Aber  auch  in 

lililtheiliing  derfi>lben  fcheinr  er  nicht  fonderlich  Vbe- 

ral^gaweten  j:xk  \efn\    Er  fchickte  tuerft  nur  ein  Paar, 

Wd  zwar  i^lilerhafte  Beobachtungen  an  Oriani  und 

'iBode^  'wodarcti'  diefe  'bey'den  AftrononJen  ,    fo  wie 

iuäi  tixJOWers  nod  ich,   (wie  unfere  Lefer  fchon 

'ans.  dem  vorigen  Hefte  erfahren  haben  ,^)  mifsleitet 

iipd  ciothwendig  auf  etwas  irrige  Elemente  geführt 

Verden  mäfst'eh.     Seine  ßmnitlichen  Beobachtungen 

^l^ickta  er  nachher  an  l.a  L^nde  nach  Paris,   jedoch 

Wt' der  Bedingung,  fie  nicht' öffentlich  bekannten 

.vadhen.    £(r.  Burcklmrdt  berechnete  daraus  feine  be- 

"feits  ^mitgetheilten  *^)   elUptlfchen  Elemente  einer 

mhn\  hegt  aber  dennoch  einige  Zweifel  über  die 

'  Ikichtigkeit  und  Genauigkeit  di^fer  Beobachtungen. 

-■"     \*   ■•  L4-  -So 

>)J«Jlaa,8Hiak.9«df.  

:^  *«)  JoUns- Stock  S.62. 


So  glaubt  er  z.B.  aus  (äeiTTDiferenzeirTerlaufÄiden 
3eobachtaugeD  fchüeCseip^uJiönDeD,  dab  die  gerade 
Anflleiguog  dlefes  GeßirDS  afm  30  Januar  um  2  Min» 
30  See.  vfff/wwzier^,  iverden  p)üirQ»,.,};Lpdr  dafa  Piazxt 
IQ  der  Beobachtung  diefes  Tai^eß  ßcli  um  10  See.  an 
der  Uhr  verfehen,  oder  vcrfchrieben  habe.  Auch 
ftimmen  die  Diffetenzen  zwifchen  ^den  it.  nn^'i^^ 
zwifchen  den  .14  und  i/j  Jan.  nicht  fonderlich  gut. 
Späterhin  über  fand  te  P.  feine  Beobachtungen  mit 
deufclbcn  Bedingungen  an  Prof.  Bode  ,  und  diefec 
li^jtevidip  Freuii4^^(t j  uns  folgende«  früher  zu  b#- 
whtcn.;.  .  j  .  .  ■  .  j  ; 

.'.-w  *,  .  ''Als  ich  diefer  Tagen  vom  Lp.nde  zurück* 
t^kqbrto,  fand  ich  eia  drittes  Schreib^^  .vpn  Pitvoi 
»i^vom-i  May  datirt,  up^  liehe  da,  epdlich  die  längft 
-ifdri^a steten  Beobachtungen  feines,  i^euen  Sterns ,  zi 
.«.ander  Z«)hl  ,  VQip  i  Jao«  bi^  11  Febr.  Allem  ^lit 
:,, der  ausdrücklichen  Bitte  ,  nichts  vor  ihpx  öffentlich 
•fibel^nut  zu  machen  ;.  .ich  ^in  feiner  Freund fchaft 
r,Afchuldig,  mein  gegebenes  Verfprechen  zp  erfüllen , 
^,^»d.da  ich  hoffen  darf ,  dafs  Sie  ßch  gleichfalls  da« 
■tiSL^-  verliehen  \7erden  ^  fo  thoile  ich  Ihnen  im  Ver- 
(flauen  £oJgende  Beobaphtuogeu  mit.'* .  .  .  ,  Ob* 
£i(dicb  wir  von  die^i  Orten  zno;lcich  die  PlazzVicYkeVL 
Beobachtungen  zugefcbickt  erhalten  haben  ,  fogcfchaii 
.jes  doch  überall  mit  der  Bitte  ,  fie  nicht  öffentlich  be- 
^uut  zu  machen;  daher  wir  fie  auch  gegenwärtig^ 
.den  LeTeru  der  ili.  C  .^icht  miuheiien  köunen.  So 
jviel  können  ,wir  i^^^q^^zur  Beruhigung  derjenigen 
^j^rfichern,  welcheju  diefe  BeobacbtuDgen  ebenfalls 
zu  liäuiien  gekommen  (lud,  dafs  uufere  drey,  von 
fehr  vüirwbiedenen  Orten  erhaU^iieh^Abfchrifteu  der- 

...    ■    .,.:-2 -;*;.,.'    laibeu 


!2IV« :.  Uiher  dtn-fidvi^:  IlauptptantUn.      1157 

felHab»  alle  ^lekbi^uteikl  ßnd.;  hiß.  ^of  diefqn  Um» 
Aand,  ^.tlaCiio  L^  I^rul^!^.  vouy  Piazzi  erhalteafio  ^b- 
(ichriTt.die  Beobäthtmig_y9m:  I  Ifcbr.  als  zwe>fp|li^( 
1)emerkt; iß;  daher  wahf (£be\iiUcb  keiu  Scbf eibfehler 
dahejr,  vorf^efibUMu  ,  und  miiii  ße  aip  .b  mehr  «U  rich- 
.<i|i  imd  ecbt.TQraQsfetzeQ  ^n|»,...da  zwey  ExQuiplare 
diefer  Ab(obtifteik  aua  Palennp  ifelbß  heirüh^eude  Ori- 
ginkle.ßod^^'.  j  ...r  .  '  i  .;.  . 
-  Auch  RrbC  JBoä<;  bemerktß  es  rogleichj..,da(5  4i0 
Abiveicbang  .der  er.ßeD  ßoobachtuug  uixp  eMJ^u^h^- 
ben  Grad^'j^eriDger  augegebeu^vKar»  aU  F,u^aim.iei' 
nem  vorigeu  Briefe  gefchriebeuf  hatte ;  dadut cb  wäe^bß 
abeic  dieNeig^u^  der  Bahn  hi»  hUtza  iz"",  ^q^  .  f^Dief^ 
„bpy  eioeiD"  Planeten  bisher  uuerhörte  .  l^^eiguug» 
«»(Xchreibt  Bode)  Tollte  bald  meinen  Glauben  aa  TeL 
.  ^oe  ExißeD^ä.wdukeud  m^hep ;.  ^\\em  meiBeF.  Hjpo- 
«»there  z<JL  ^üte  will  ich  mir  yorrielieo ,  dafs  g^radf 
„die  damtts  folgende  grofs«  gecHcestrlfche  I^f$it^^d.e(- 
^relbexi^vuuddars  er  zawpileo  ^ieGräuzendesThier- 
MkreiCss^überfl^igt,  m^  yrr^cbegewefeu  ,  warum  es 
>,«(leu  Aftr^Domen  b^bher';ro  lauge U^erborgco  geblie- 
.„beo,  die  iitiiuer  x^ur  ii):.der  fiSahc  der  Ekliptik  PU« 
,)0eteii\4Dit  Fixßerpon  zu  vergleichen  .Gelegenheit 
'„hatten .1:  Fiazzi  rcbreibtiu  Ceinem  Briefe  :  Jß  fu^ 
f^ijfi ßiappd. dö  l^appariliion  äf  cette  CoiuiM^e^-  nuißis 
„il  mc  jeptUe  dißiciliB ^  .qu^elle  puiffe  e^e  uji^  F4anite. 
f%d  r^ißjfi^liüu  Je^  übferwtUons  f .  vousfcrez  peut*etvö 
\4e  man  avis,  Cepeitäant  j$  vaus  prie  d0.nO  publier 
„vos  refuUats  avaiit  moU  Was  fagen  Sie  dazu 2  Wie 
„konnte. •iPifis;u  fchon  im- erßen  Briefe  vom  24  Jan.. 
„au  Chri4iU.,  cieiJi  -nöweij..^'^r9.,  für  cii^e^  F^i^^tep  cr- 
„klären?  Ich  habe  ihn  deshalb  befragt 


158       '  Monatl  Correfp.  igdi.  MUVST^ 

Allerdio^a  hat  Piazzi  bfnea  neaan  Stero  Tchoü 
TOT  dein -2  4-  Jan.  für  eiuen  liaöglichen  Planeteo  gsbalr 
tbdi  er  nnterftötzt  dierc  MeittUDg  fogar  davcb-OrOa* ' 
läe»  Wie;  Atafere  Lefdr  fdhoti  aii4  dem  Jumos- Hefte  der 
Jl/.  aS.  608  erfahred  haben.  Er  fdfafrieb  «uiiriicin 
lieh  an  Oriaiii^  da  b  er  die  feoSt^etn  zwaf -ayi/än^iicA 
nurala  einen  Comek§k  aBg^üodiget  halye-^  äUeiik.di 
er  ihn  beßändig  ohne  Lichtnebel^  and  mit  eioetf  {bIh 
^Idfigjämen^  Bewegung  baobaditet  habe^  forfey  er  mekt' 
mahlen  amf 'deq  Gedanken  und  anf  die  yermathniig 
gekommen»'  es  könäte^wol  ein  Plaoet'feynl  Wdii^ 
fcfaeinlich  mag  Piazzi  feine  Meinung-  77A^M«r  geän* 
dert  haben,  und  er  ift  wieder  auf  die  Meia^oBg  eioei 
CcHneten  zurückgekommen.  Wie  er  aber^ane  der  Uo» 
Csen  Anficht  der  Beobachtungen  (  ä  Vinfpeetion  da 
ohfervacians)  anf  die  Natur  diefes  Weltkörpera  hat 
fcfalieben  können  ,  äfl  uns  nicht  wohl  begreiflich , 
da  felbft  ein  La  Place  v  und  zW2Lt  nach  der  Berach* 
nnng  der>elUptiCchen  Elemente  des  Dr.  Burehhardt^ 
darüber  nicht  zu  entfcheiden  t^agt,  und  der  Meinung 
iß,  dafs  man  noch  fernere  Beobachtungen  aUwartca 
müße'*').  IndelTen  find  doch  gleich  Orianii  Bode^ 
OWers^  Burckhardt^  Profperin^  FufsznfdieStlhtVir-  ] 
inutfumg  gekommen ,  dab  diefes  neue  Geftim  wol  eio  ; 
Flauet  fejn-  könnte,  nnd  alle  bisherige  Beobachtun- 
gen fügCO  üchaoch  in  eine  elliptifche  Bahn, 

Aqs   einen)  fpätern  Schreiben   des  Senatort  Ia 
Place  vom  19  Julius»    welches  wir  fo  eben  beider  * 
Correetifr'des  gegenwärtigen  Bogens  erhalten«   er* 
klärt   fich   diefer  grdfse  Geometer  noch  iießimmter 
Über  diefes Oeftirn,  und  Terßchert  uns,  dafs  er  nicht 

■  •     -  •  »bge- 

'  *TS.  gegenw.He&S,  t3jf. 


1 


XlV/'  tUW  dm  neuen.  Haiaptptänebnk         1 59 

ttigäieigttey 9  «0  Air  fin^^n  Plaueten  zuhalten»  aacb 
M»  -BMWl^DdaDg  einiger  AßroiiomeD «  weß,en  der  ia 
|ifitfbM^eigttog  der  Baho ,  fcheiot  ihm  nur. ein  ge« 
Af|^r  EftnwarF'Zu  fejD.  Da  die  Meinang  dieses  Ge< 
ttMMa'Vm  dem  gröftteD  Gewichte  ift,  To  letzen  wis 
ttMI»^Stell»'ftiDe8  Briefes  gauz  hieher.  M  yims  avet 
Siekfiraififn  ttäns  -ee  que  vous  rnierivet  für  Piazxi^  ü  eß 
tÜk  fae9wü9Q^  ^il  nait  pas  prevenü  ä  tems  Us  Aßro* 
iMieJTt  te^  <">  aura  qu/tlque  peine  ä  retroiwer  eet  aftre^ 
8eM  Üittihaifan  plusgtande  cfue  ceUe  des  autres  pla* 
MteS\'^^p9iU  faire  ime  Ugere  difflculte  contre  taphäan 
i$'etu^9  qni  en  fönt  une  plaiiete  ^  mais  eile  e/i  eneore 
moätJb^-^fue  tioccentrieUide  Mercure.  Je  ne  fuis  done 
pltki'Haigni  de  croire  que  cet  aßre  eß  wie  planete ,  M 
p^^HOdf^hgäge  hien  a  /#  chercker  cajffitdt  qtCellc  jtra 
t$gägi9  des  rayons  duJoleiL^'-  Und  weiterhin  in  dem* 
HbiBO  Briefe,  wo  der  Senateur  mir  über  den  ram  Druck 
lettigeti  lli'Band  feines  naQerbiichen  Werltes  M^cof* 
alp^Äy^My?^ 'Nachricht  gibt,  erltlärt  er  fich  bey  diefer 
(fcirifejifliihek  Tiber  diefes  merkwürdige  Geibrn  nocii* 
iMls'^tlft'r  **  Le  nmwel  aßre  obfervi  par  Plaza  ^  na 
4kt  pM  9  vä  fon  Sxtreme  petUeJfe ,  infkier  fenßhlement 
Jkh  Ußt  "thouiDemens  planStaires ,  rnaiyfi  c^eßune  planete; 
fifpi^e^ifue  ^ici  ä  Vhyver"  prochain  ^.fon  orhite  fera 
fkJfifflMMem  eormüe,'  'pour  que  je  puiffe  doitner  dans 
91011  ^^ofH^ftr^  ^^  perUirbations  quUl  Sprouve.^^  Nur 
Pr0&  J&üg-W,  wie  uns  Prof.  Bode  meldet»  will  nichts 
vM '  diefem  nenen  Planeten  wifleu  ;  feinet  Gründe 
Mttd^ne  ttubekannt.  Afugemaefu  für  einen  Planeten 
lAl'^IMt  dfafes  neue  Pia^tiTche  Geftim  zor  Zeit  kein 
IftHMk^Mv  "«^oigftens  nnfers  WilTeos  nichtt;.  «lies» 
fMWahdl^-liidirüber  gelagt V  verhandelt,  und  berech- 


^a         Mtmak  Correfpj:  igof.  vAVG  VST^'.  \ : : 

net  worden,  iftv' find  Fiärrmt^fem^en  einer  MögUchh^i 
oZ/rf  ÜäfaQQ- JDUT  wahrCcliefiiiliGhe''  ifypotheßn-  dlarttb^V 
gewagt»  nsd  Zweifel  dagegen. zurückbehalteQ 4 :V^ 
waren  den  Meinung ,  dafs  »aOifcrUereBeQbachtQii^l^ 
Bauch  der  Zutückkanft  diefeto  Gedims.  VQU  .d^r$0&p(| 
abwarten  onülTe^».  und  dare.-die  Zeit' allein  noM  einef^^ 
wtffk  Belehtling^  darüber  werde  -geben  kdmeik.  SoU^ 
te  dem  .Prof.  Bode »  wie  vorinahls  beym  .  Uranus  y  .dmt^ 
Glück  begegnen  t  dafs  er  autohdiefes  Geftira  in  -irgeiMl 
eiiiem  Stern verzeichoifli  aa£&nde.:  lo  köqnten  ^Ito 
nnfereZweifeLbald  gelöft,  and  ein  grobes  Licht  übet 
diq£en  Gegenßand  verhreiti^t.  werden,  W^cigdcns 
Tchreibt  er  nne ,  dafe  et  fich  deshalb  Mühegebed wol- 
le.  .  Auch .  La  Lande  rerzwiüfelt  nicht ,  wenn  :)dieCev 
neue  Welikorper  ander«^; ei»  bleibend  fichtbares  (je^ 
(Hm  iht»  ihn  in  leinem  uYigeheuren  Verzeichnifs  tcnh 
50  taufend  Sternen  aufzuwinden.  Soviel  iftgewifii, 
dab  liazxi  auf  diefeÄ  Gefiiin»  wie  wir  in  unierm  er* 
fien  Aaffatze'.(Janias»St..Sb  6i2i)  gans  richtig  verma- 
thefc  hatten,,  bey  Verfertigung  feines  Stesnverateicli« 
nilFes,  uiid  bey  Auffachnug  und  BeftimmaDg  feb* 
kleiner  Sterne  im  Meridian  9  jgekoromeu  ift.  Ja»  eia 
Schreib  -  oder  Oruckfchlev  fogar  fcheint  diefe  wich- 
tige Elntdeckni)^  veranlabt.ztivh^bea.  Denn  Fiazzi 
verfiel  auf  diefes  neue  Gefiirn».  wie  uns  üriam  mu$ 
Mailand  vom  17  Jun.  berichtetv  indem  er  xiacb  /^bZ- 
laJion-$:  Geimal'y.  ^ßrohondcal  •  Caialoguo  (  London 
1789)  den  87  ^iayer'fchen .  Stern  auffuchen  wolke# 
und  diefen^  nicht  in  Mayer  b  Stern  -  Veizetchniffe  f^nd; 
Der  Irrthnm  kam  von  IVöllapm  1  der  die  S^flimmung 
diefes  Sterns. fülfcblich  dem-  Tob.  Mayer  ß^ttdem  i^ 
GiilU-p  demfitgebubrt»  zu^efcbrieben  battA»..  PieC^r 
^    :  Stern 


XIV/  SJMt.  deM'jimtn  Houp^Men.     t6t 
Stfm  Bdtt  Meh  in  De  Xa.  Ca»/ir*8-  «oiUkal^Siteiftil» 

tyyy  S.4VU),  ia  Bode'B  'TolUläDdigeih StfemTei^ekh^ 
«yie  sa  Ceäier  Aufgäbe  de^  JFia7i7//ee^,:Hiiiiinab.:Alk& 
fcftmdin,  1*^82 ;>.&- 18'  fab-Nro.-  243 ,  find> viücbio^fBiDeA 
■0iie4:rpräclUig6A.:Himmeli  »  JUnem ;^  Xit  Biatt:  ^ J» 
dWJRr)tou.»^tt^ie(QnStflMi  biobacbtoa^iviaiiltte(  €r«f 
ffh;MiC  ätfCee  tien«  Xießlm,  da«  nur  r^  Mkk^xvtße- 
KdrV'.wid  16  Mix»;  iikdiich:  von  diermi>&t«ro».>ltMd% 
«ind'äiir  57  Zeitreconden  vor  <lenifti]iaii»daTCk'dift 

Jferidian.giD^.  .-.  *     .-      ■    .  * ..« 

.!ir;.Dc.  Airek?iardt'B  «tliptifche  Babn  kÖBOit  der  KtrMi^ 
Im^  übx  naheratrch  ift  er  der  Meiona^^'*')  esliefmit 
Athikeio^  andere  Paralaeln  als  die  fe«i|^ifjndeii«'  die 
den  Beebacbtungen.entfpväcben*  -Aybrnt^Säidneti  j^ 
filriito' berechnete  eine  paiahcftifche  Babn/ndereu.  EIc^ 
■ttoQüe  gaor  fehr  Von  der  furricAari^Üichen.  abi^iobeii^ 
'welchA  wir  aber,  onferni ' gegebenen rVerfprechen'Z« 
folge,  hier  nicht  miltbeilen  dürfen.  .  NuriCovie) 
iBftDnaalwic  berichten  v-  daia  Prof.  Bä^zar  allgemeip 
ften'Ülierficht  diefo  xwey'to  fehr  verfcbiedenen  Parar 
icln^, .dann-  die  Kreisbaha ».und  die.  Burckhardt^ iche 
Ellipfe  entworfen  habe  •  und  alle  ßellen  mehrere  Beobb> 
achtnngen  fehr  gut  dar.   .    .  .^c 

. .  :Diet  darf  bey  einem  fo  kleineo  Bogen,  den  dief» 
4er  Wandelßern  biaher  durchlaufen  hat,  gar  nicht  be- 
Jbemden*  Als  der  Pianet  Uraims  eutdeckt  ward ,  wur- 
den anf  dief^lbe  Art  verfchiedeae  VerCache  gemacht, 
Boscovich  zei^td  in  cäner  kleinen  Abbandluug,  dafi 
«•  vier  Parabeln  gebe  #  welche  dreymonatüchen  Beob* 
acbtnngea  diefes  Planeten  Genüge   thäten«.      LexeU 

bewiety 

»)  Jol.  Heft  S,6o. 


l6t      .v-Jfonatf.  Corrßfp.iSoi.  AVQVST.  \ 

'J^wiea,-,  däfs  es  noch  mehrere  ParaMa  .Tbii  14  U 
^8  PerihjolrAhQaDd  |;ebeii:könae>  daich.  welche  imA 
£ine  lau^e  Reihe  von  BeobacbtungeD  von  i^fihrfra 
A^ODaien  fehr  ^eDau  darftelleD  könote. '    Man  nslUi 
nuch-'rhier  fernere  BeobachtangeD  abwarten' »i'-bofOt 
nuoetwaa^vtriflMüber  die  gayu^BahnerhaltaiijEnäib 
'le;  Theile  derfeibeD  lieben  lieh  in  mehrera  PataMi 
.Torfielldn^    aber  die   nachfolgeurdeo   Beoba^änsfret 
jbbl<dIeD  eine  nach  der.  anderen  aus ,  bie  LetteltJöM 
JK,reiibaliD  ^.  nod  endlich  .La  Place  die  wafare-Ellipb 
berechnete.    Dr.  Olbcrs  bemerkt  daher  ganx  richtig, 
ilafo  man  wahrrcheinlich  bis  jetzt  noch  keime  «üipti» 
Mie.  Bahn  des  P/Viz:&£Tchen  Geftims  mit  gioEierZa^ 
TerlftGQ^keit  wird  berechnen  können.    «Diefer-gtixtid^ 
liehe  AllroDom  fchreibt  ons  daher  unterm  4  ialinat' 
^Dr.'  Butckhardt  hat  oiFenbar  an^nommeB»  daftder    j 
««Planet  gerade  zur  Zeit  der  erßen  Beobaditnug  i«    1 
««Apbelinm  war.    £igentKck  wird  man  verfchiedens    \ 
9,Corabiiiationen ,  fede  von  3  Beobachtungen  dMchn 
„muITeD ,  und'  fehen ,  in  wiefern  diefe  verfchtedunea    | 
y^Combinationen   einerley  Elemente  für  die-,  ellipti»    ; 
^rche  Bahn  geben."    Dr.  Bwrckhardt  erwartet  Mbl 
keine  grobe  Genauigkeit  von  feiner  ElHpfe »  utid  et 
ift  weit  davon  entfernt,  fie  für  die  loahre  auszugeben; 
Er  erinnert  es.  felbft  *),  dafs  der  darchlaufene  Bogen 
dazu  zu  geringe   fcy,    und  fagt,  dafs  er  blofs  deeW» 
gen  die  wenigen  vorhandenen  Beobachtungen  in  eiL 
ner  Ellipfe  darzußelien  bemüht  war,  weil  er  dadurch 
doch  mehr«  als  durch  patabolifche  Elemente  die  Auf* 
fuchung  diefes  Geftirns  ,    nach   delTen  Zurückkunft 
von  der   Sonne  ^    zu  befördern  und  zu  erleichtern 

glaub« 
*)  Julini- Stück  ß.^o. 


Xnn  '  UMr '  den  urum;  Mauptpiamttn.       f  6$ 

Mubtei  ^rilCebr  kaoli-  tann  döcbiiicht  leiden»  -ab  wtt 
br  BedianiiSire  des  Probleoif ,  and  die  wenigen  Piasr 
'Jcbcu  BeobMbtflogen  inblTeD.    . 

Mic  diefem  Vorbehalte;  find  alle  Bemühnnista  va4 
vechnivigfUD  derjenigeb  AOroDoroeti ,  die  Ticfa  mif 
tCsm  rftihfeUiaften  HimideUkörpeT  bieher  befcbHfci; 
»tliaheu  t!  jaufern  Leferioi  der  M,  C.  milgeibeilt  wot« 
mj    Seii»6  firfcfadnung  im  Weltfyftem'  ift  zpiOiiHrk^ 
ftrdig«  aU  daf»  mao  »loh«  alleo  Scharffion  cAdFleiGl 
iCbieten  IbUte,  alle  Möglichkeiten «  alle  WahrCcheim 
Ehkfiiteti  %Mi  berechnen«  . wodurch  wir  uni  daa  A«& 
idoD  dieGe»  feltEamen  Geftirui  erleichtern  fe5i)iieQ; 
Ml»ift'iim>fo  mehr   nötbig,  da  man  eaJEcbwerlkh 
m  einem  zwejten  ZvtiM  erwarten'  kann, ^Mifreiif 
r.lubierft.klieinea,  anfcheiubaret ,  fich  darch';S:eine 
enoMiK^^n  auszeichnende«  Geftim  ,^  das  ficfa  in  d0m 
aendUcben  Heere  ähulichet  Geltalten  verliert;  Hdb. 
aCaren  Blicken  ohne  alle  Ii«eitnng  -  darbieten.  foUtel'i 
.  FrejKcli  ift  es  ewig  Schade»   und  aliejAftroao* 
ton  ohne  Aoanjahme  beklagtet»  dab  Fiavci dieini 
remdling^  nicht  länger  als  bis  lum  ii  Feh.  beobacht 
it  habe.  oWilr«  er  nicht  krank  ge worden, -od^rhit« 
l.cs  Ihm- gefallen,    von   feiner  £ntdeckttug  früher 
fachrichtii^u:  geben,   16  würden  andere  Aftronomea 
ieiea  Geftim  noch  im  Feh«,  März  und  April  vet^ 
rfgt  haben»   und  wenn  una. auch  die fe  fortgefetzteo 
feohachtungen  noch   keinen   gäuzlichen  Auffchinfa 
her  die  Natur  diefes  Weltkörpers  gegeben  hätten« 
I  würden  fie  uns  doch  fo  weit  belehrt  haben ,  dafa 
fix  ihn  mit  mehr  Gewifsbeit  wieder  hätten  auffin-^ 
en  können;  dagegen  jetzt  mehrere  Aßronomen nicht: 
hne  Grund  befürchten  i  dafa  es  Noth  haben  dürfte , 

diefcin 


|Ö4        -vMonatf.  Corire^.-iSvt.  jIVGVSTJV: 

divf^  Fremdling  fo  letcht  \irieder.aii52uliUQieii4  Prof. 
BaM  Ubcjer  IVIeinuiie,  dab/  da  diefes  GdRira'£cbn« 
ah  eio  Stern  8  Gröfse  zei^t,  esuur  bdf  foft  vbHig« 
jlbw«A»t»h<^it  der  Morsreadilmnierang ,  dnfr^  in- eioei 
befrächtlicheu  HQbe  über  dem  •Horizanc-tfii  fiAdea 
feyu  dnrfte.  Deswegen  elaobt  er,  dafs  maÄ-^MirAn» 
tlnf  .S6ptemt>erii  wenig  Hoffnung  hae'v'iihO'''za  'ent* 
decktm  ,  xt^tm  fotiß  alle  übrige  Umftüiiide-ivortheil» 
bWFtfind.-  Je  iänfrer.  demnach  die  £pdohe  reines  Aof' 
finderta*  znrtickgefctilt  -  werden  innfa  ,  'je  mehr  kam 
ili«\v*Hre  Bewe^ung-diefes  Geßirna  von  unfnUeBTOff- 
laeßg  berechneten  Bahnen  abweichei^y^und-'je  Cchve« 
rerwMrdf  folglich  d^  Attfßnden  diefea  uuanrehttlichcä 
WaoMrersim  Weltraum  weiidenj  •-  ij  * 
rr  Wir  pClichteu^^anz  der  Meinung  des  Prof.  Boi» 
be^^iweuu  vom  inaffüchien  diefes  Getlfaruä^tM'ireysf 
Hand  die  Rede  iß.  Allein -wir  glaubeD4iacllw"da(«  0 
dörsh  iv^hlberichtigtd  Aeqtioloriale  oder  'parallact)' 
fche«  lufimraeme  dennoch  gelingen  köntolH;  diefem 
Frew'dliDO'  früher  äuf^le  Spur  zu  koittmeni  wentf 
aiUh'  die  im  voraus  '  berechneten  Ort^ir  einige  Grads 
tmficher  feyn  follten.  Man  dürfte  nuf  in'denii  vermo- 
theten  Aanm,  in  einer  Zone  von  mehrere A  Graden , 
Differential  Ren bacfh tunken  in  «gerader  Aüftlciguog 
aller  kfeinerea  .Sterrre^.mit'dem  znnächft  bekannten 
vrohlbeilimmtcn  Fixftern  machen  :  r<i>»9tirdeh  iichfehr 
bald  die  frhon  beitimmten  Sterne  von  den -änbeftimm' 
teu  ,  durch  die  SteniverzeichniAe ,  nnd  mittelft  Wie» 
derholun^derfflben  Beobachtungen,  voö  einem  Wan* 
delHern  untcrfcheiden  li^llen ,  ohne  dafs  man  vor  def 
Hand  nüthi«:  hätte  ,  Differential  -  Beobachtungen  in 
der  Abweichang  za  machen ^  oder  eine  vollkommen 

dunkle 


JCIV.  (UfT  den.  neum  Haitptflß^teietL       i6s 

iapkte  Nacht  tfbtiiwarien ,  um  die  refpecdTa  Lag« 
4er  Gafiiroe  nit  einem  Blicke  zir  überfehen.  DeoQ 
da  äle  tägliche  BewegoDg  des  Gefiirss  Tehr  grofs ,  und 
va  Aiifaog  Septembere  b^ynahe  x^  Minute  in  Zeit  be^ 
tragen  v^ird :  To  ift  diefe  Bewegung  allein  fchoo  hib* 
läpi^lich  •  die  Waodelbarkeit  diefeH  GelUrna  iu  einer 
S(avrde  zn  erkennep.  Sie  wird  nämlich  in  dieGem  Zeit« 
nnme  fchon  zwifchen  3  oder  4  ZeitSecuuden betra* 
.  gen.  Frejlicb  kommt  hierbey.  alles  apf  die  Gute  de^ 
Ferurohra,  und  auf  den  Zußand  der  Atmorpbäre  an. 
Da  diefe  aber  in  unfern  nördlichen  Gegenden  Deut fdi« 
laoda  gewöhnlich  in  dipfer  Jahreszeit  anhaltend 
reioer  zn  feyp  pflegt  :  fo  muffen  fich  dicjeuigea 
Aftronomen «  die  mit  befleren  parallactifchen  Fern- 
rohr en  verfehen  find  ,  die  Mühe  nicht  verdriefsea 
lallen  ,  fobald  ala  da  die  G,üte  und  das  Vermögen 
derfelben  erlaubt,  auf  diefes  Geßirn  Jagd  zu  ma« 
eben. 

So  wahrfcheinlich  viele  Aftronomen  in  dem  PiaZf 
zTCcheis'  Geßirn  einen  plauetarifchen  Weltkörper  ha- 
ben finden  wollen,  fo  haben  doch  andere  auch  Zwei* 
fei  dagegen  erregt. .  Die  hey  Planeten  bisher  nn« 
gewöhnlich  grofse  Neigung  der  Bahn  fehlen  dem 
ProfelTor  Bode  einiges  Mifstrauen  einzuQöben.  Man 
hat  fie  bisher  fchon  auf  n  Grade  berechnet,  und 
Soldner  findet  fie  in  feiner  Parabel  fogar  x8  Grad« 
Allein  ans  phyriTchen  Gründen  läfst  fich  dagegen 
doch  wol  nichts  einwenden,  da  überhaupt  die  Be- 
ßimmung  der  Breite  unfers  Thierkreifes  a  poßerio» 
ri  9  and  aus  einem  blofsen  £rfahrnngslatz  iß  ab- 
geleitet worden.  Profeifor  Piazzi  findet,  wie  una 
Oriani  bierichtet,  darin  einen  Grv^ad,  den  Planeten 
Corr.  IV.  B.  1801.  M  ZU 


i66  MondtljCorrefp.  tgöu  A^GVST: 

zn  bezweifeln,  weil  ihm  der  Tönf  iksn  beobtdi' 
tete' Bogen  feinet' lltickganges  in  keintmi  gehftngen 
VerhältniCi  mit  feiner  täglichen  Bewegung  su  ftdien 
fcheint.  Allein  fo  viel  wir  aus  Piazti^h  Beobachtun- 
gen erkennen,  fo  hat  er  nur  einen  fehr  kleinen  Theil 
diefes  Bogens  beobachten  können^  Denn  den  i  Jao., 
am  Entdeckungstage  diefes  Geftirstf .  fand  er  es  fchon 
im  Rückgang  begriffen ;  er  hatte  folglich  die  Retro* 
gradation  nur  9,  höchßens  10  Tage  beobachtet;  al« 
'lein  die  ganze  Dauer  deHelben  müfste  bey  diefeiu  Pla- 
neten wenigftens  von  100  Tagen  Eejn,  und  der  Bo- 
gen felbß  zwifchen  9  und  10  Grade  betragen;  allein 
da  man  bisher  weder  das  Aphelinm  mit  Zuverlüdig- 
keit  beftimmeu  ,  noch  die  verfchiedenen  Abßäude 
des  Geßirns  von  der  Sonne  nqd  von  der  Erde ,  die 
ungleichförmige  Gefchwindigkeit  der  elliptifchen  Be» 
wegnng ,  die  Neigung  der  Ebenen ,  genau  voraus- 
fetzen kann:  fo  hält  e^  auch  fchwer,  diefen  Bogen 
der  Retrogradation  aus  den  Elementen  zu  beßimmen, 
und  der  Irrthum'  kann  fehr  grofs  feyo.  So  hat  Ld 
LajiSe  (Aßr.  art.  1190)  gezeigt,  dafs,  wenn  man 
z.B.  bey  dem  Planeten  Mars  die  Station  in  einet 
Kreisbahn  berechnet,  unter  gewiifen  Umßänden  ein 
Fehler  von  2^/Grad  in  dem  Com mutations- Winkel 
Statt  haben  kann.  Dagegen  findet  Prof.  Prosperin 
ebenfalls ,  dafs  die  f/azz/Tchen  Beobachtungen  diefes 
Geßirns  ziemlich  genau  in  eioeo  Kreis ^  dai^  iß,  in 
eine  in  ßch  zurückkehrende  planetarifche  Bahn  paf- 
fen,  und  dafs  die  beobachtete  Station  deilelben  fich 
fehr  gut  darein  fü«;e.  Hier  iß ,  was  uns  diefer  be- 
Tühmte,  mit  ähnlichen  Rechnungen  fo  innigß  ver» 
tränte  Aßronom  unterm  30  Junius  aus  Upfal  ftbreibt: 

«•1)1 
\ 


-  *<Da  man  Darzure^BeObachtnoMAi^r^uchcnni,. 
ftio  der  VorauafeUnDg  diner  Kr^i^bidio.,  fhr^n  HaJb; 
jkk^ttmT  and  alle  übrige  ElemeDie^j^u  jlxqtechum,  nnd 
filmte  ans  den BeobachtuogeD  voni:tltHid;23 Ifuua^^'fJ^ 
ibekniiDt  find:  fo  bleibt  oichta  übi^g,alf.  zi;  uuterfu- 
^cben ,  ob  der  $tilißand  ded  PlanitfCitilt  dieCer  Kreis- • 
,babn  übereinkommt  (  wo  n^cht,  Ip  kaqn  die(\sji.ireis* 
,bahn  nicht  kreisförmig,  oder 'be)rnahe  kreisförmig 
fisyn.  Hier  Ift  das  ganze  VerfaUeb»  Wie  ich  dabe^ 
,zu  Werke  gegangen  t  ♦    * ' 

,,E8  Tejrin  S  die  Sonne  ,  in  T  c^fe  firde  /  in  P 
«der  Planet  auf  die  £bene  der'Ekliplik  reducirt, 
„Tt,  Pp  zwey  kleine  Stücken  ihret  Bahnen ,  weicht 
„in  gleichen  Zieiten  berchrieben  worden  «  ebenfalls 
wiuf  die  Ekliptik  redücirt.  Die  Winkel  t  S  T ,  ^  S  P 
»,(oder  die  gleichzeitigen  Bewegnl)genit]|der tätige) 
itST,  SP  (diecuttirten  Dißanzehj  Tald^ahs  deti'  ge^ 


pP 


t) 


*^  Prof.  Prosperin  kannte   dimahls  nav  die  befreit  S*  ii^ 
dM  Jun.  Stückt  angezeigten  Beobachtüiigeik 

^3  ^*^  siehe  ans  deria  Fnticte  S  gerade  Üniett  Haich  t,  T,  p>  P^ 
.   man  Tel  binde  die  Puneu  t  und  p,  T  und  P  durch  gernde 
Linien,  durch  die  Puocte  t  und  T»  j  p.  uad   P  ueh^man 
kleine  Bogen  i  fo  i&  die  ganze  Figur  entWorfefti 

■  ^'  Mi 


l69   \  MmiU,(MkJjf.  neu  AVßVST.  r. 

yyfcinden^  EleuMiiteD  bekaii^t.  Es  lej  £erner 
„tSP  :  pSP  :!  rt 'j'^i  findST.:' SP  ::  n  :  i,  Wena 
,',der  Planet  ßiUIMiefid  ( Hatxotiariaa )  feyn  ToU^.Iq^ 
,,mttb  TP  parallel '«It  tp  f©yn,  öder 

„und  ta  dem  Dtf/eck  S  T P  haben, wir : 

SinSPT  (=;CorpFr)  -  Sin  STP  (— Co'f  tTP) ::  ST :  SP, 

oder  ^5£Pi-E  =  n    woran»  ich  finde. 

Cot  STP  :;=  ;J        -  ondCof.SPT=: JL^-J^T 

»v  m*  —  I  Km»  J_  ;^ 

-•'.'•■, 

^IgUch  fia^d  die  Winkel  STP,SPT  bekannt,  uttd 
y^daherkuch  der  Winkel  PST,  oder  der  Commaca« 
,,tioiia- Winkd «  im  Augenblick  dea  StillOandea ;  die* 
„Gep  ßndet  man  darch  (^ie  relative  Bewegung  in  der 
„Länge  ^ und  der  Commutation  zu  einer  der  g^ebe* 
„nen  Beobachtungen.  In  unCerem  Falle  habe  ich  aUf 
;,den  Beobachtungen  gefunden  :  den  Coramutationa. 
„Winkeiden  iJan.  32*  56'  •  den  23  Jan.  50'  57'  zur 
„Zeit  d^r  Beobachtungen.  Die  Commutation  wächfl 
„daher  in  21  Tagen  23  Stunden  um  i8'  i'.  Nach 
„oben  angeführtem  mnfs  demnach  die  Commutation 
„zur  Zeit  dea  Siillßandes  feyn  r:  40"  22'  oder  f* 
,#26'  gröber  ala  am  1' Januar.  Daher  wird  die  Pro- 
„portion  feyn  18 •  V  :  7*  26'  ::  21T  23^^  :  ^t  jSt; 
„addirt  man  nun  die  p.T^ge  2  Stunden  zu  dem  i  Jan. . 
„8^*  43 ' :  fo  ereignet  fich  der  Stillftand  am  iq  Januar. 
,;Da  diefea  nun  mit  der  Beabachtung  des  Prof.  Piazu 
tszulammentrifft:  £0  ift  diefefli  WQ  nicht  ein  Bewata» 

»•doch 


XIV.  üAtr  dM  neuen  Hmpifkmeten.       169 

,,jiodk  Wenii^firä«  eine  ßarka.  Verumthiiog  (J^&rt^  Jtirj» 
•ijinnpjtion).  ctab  die  Bahn  dieGoi  a^Men  himmlircheÄ 
.JL5rpen  beynahe  kreisförmig  ttf\  wiewirTorhet 
.^«günAmipen  hattep.  ,Oiebift,  iclf  geßehe  es»  nar 
*^t^  angeAhrer  nod  grober  Überfohlig,  indem. iadk 
.iidi0  Bew^opg  in  der  Länge  ab  gleick*  und  kreiBfÖr- 
.^ig  voraasgeTetzt  habe;  allein  die. bisherigen  Beol^ 
^■,*rfitiipggn  erlauben  keine  gröfsere  Genauigkeit,  io- 
,/ond«rheity  weil  man  TchWerlich.  därch  die  BeöBb 
.^chuing  den  Angenblick  des  StUlftandea  wird  beftim* 
.^en  können.  Ihr ^  Bemerk  angen  über  diefen  neuen 
•^WeltkSrper,  fiber  den  Cometea<van  177a  nnd  ihr« 
f^MinUchkeiten«  verdienen  wohl  erwogen  za  wer* 
'  ijübt  wiewol  der  Comet  von  1770-  Cehr  grobe  Stö- 
.^pngten  ediuen  haben  müfste,  um  ineineBahtf  ^Wi« 
-jjUe  dM  neiiei|<jeftims,  umwandelt  zU'Wef deü'V  ;  . ; 
f- '  Derfelben  Meinung  iß  auch  der  Hau:  KaiferL 
Aautanth  lufol  diefer  berühmte  Geometer  TclXkÖkt 
.viaii^kerm  zgiim.  aus  St.  Petersbulrg:  ^'Mferakiris 
:fMbl8  9  ^p*^  ^  famei/fe  catnite  de  m'^o  ne  ßtt  äutrm 
.^fe  qUtV^fif^  d€  Piazzi^  et  Vune  et  Vautrelapla^ 
fnbe  prefumie  entre  Mars  et  Jupker^  Dans  taut  et  ^fue 
■wo^s  JUies  pour  abwer  anx  objectiens  qu*on  pourfait 
.oppe4er  ä  ^fentimeut^  j^ß**^  entierementdevotreavis, 
M  muant  aekjenüment  que  vous  attrihiez  ä  Leon.  £w 
'  ler  (M.  CL  Ji^  p.  618  )  j»  pw:  eürtißer  pofitimement 
.mfil'  a  toujoatrs  foutenu  que  rorbite  de  cätCe  GomSte  a 
Jlkitre  iotalement  ckanigee  par  Vaeti&n  de  Jupiter^  mais 
ib  reflä,   il  vta  eä  aucwie  part  activp  aux  ealeuh  de 

,»      Dafil  di^  Bahn  aes-Cometen  von  1770  durch  dia 
'ScSrangeadM  Jupiter  fich  gäuzUch  geändert  habe,  ift 

M  3  auch 


«neb*  ilff  M^iboqpr  irnftret  gröbtra.  Oaometm'  La 
Pbuik }  ei  war  •Arkf^r^ms  Irrtham  ^fcheheo,  dab  wir 
IbiiiirhiBitf«' Stück  der  fii.  C.  S  619  dem  Dr.  Bürekr 
■hoKdf  tiey^mi^Den  häbeo.  Diefer  hat  in  Teiner'ge^ 
ftartiKiefa  fieutUktift  vielftiehT  die  Idee  geHubert»  imd 
^«'iCchsiot  ihm  fmnier  wehtrcheinlicher  2a  wenieo» 
4k&  ebe&^  der  üotutK  Vöd  i  770  der  z wifchen  Japicer 
«94  :Marff  TenDuthete  Planet  reyii  könnte.  Diefc« 
JIDfOioili  erklärt- (ich  hierüber  fol^endermaben:  .  «« 
•  i  ;  )JQeii  .Vetrfif^h  •  tib^r  die  St&rliiJgäa;.  welche  Jq« 
tf»pitftr'ettf  den  Cnmeten  rom  J.  1770  ausgeübt  *fa%t« 
elitticti^Kleii  ich 'iboen -hier  überfende,  war  rcboo  im 
^tElectniber  dea  tcMrigen  Jahrs  (1800)  vollendet«  Man 
^rtotji'  Hitsr  9  ihn  alt  Anhang  «u  meiner  Preiafoktifi 
^if^^aureiciien ;  mir  (cbieo  es  aber,  däb- die  Mit  wer« 
siiV^t  fich*  mit*'IVechl  darüber  hätten*  %eblnvereD  •k&a'* 
Jißi^tki'^.  da  die  •  beiden  Ideen ;  worauf  «diefer  Verrncb 
WMi^ündlt«  dem  La  Place  angehören,  obicbfdMi 
Y^dtefian  Umftand  so  erwähnen  nicht  rergelTen  hatte. 
'^Ich  wollte  diefen  Verfocb  als  befondere  Abhandlang 
«udee»  National- Inftitnt  vorlegen;  aHein  bey  noch- 
•»mabliger  Prüfung  fcbien  mir  di^fe  Abhandlnog  ans 
.wmehrern  Grundennicbt  ganz  für  di^fe«  höbe  Tribe- 
«i*nal  ceeianc^t  ^tk'  hyn^  yorzüglicb  weil  der  BerichitS' 
^»»^ftatter  ^enöthigt  gewefen  wär^,  meine  Refultate 
fMraj»«ntltcb  auf  Treu*nnd  Glauben  anzonebmen  ,  wo- 
!^,fecn  er  nicht  die  ganze  Rechnung  b.^^^  wiederholen 
ifiWoUen,  ÜbrigeinB  darf  ich  es  nicht  verfchweigen« 
^^dab  der  grobe  Geometer,  deifen  Meen  ich  ansge- 
„fuhrt  habe,  nicht  de? falben  Meinung  in  Rückficht 
Q^anf  das  Endreföltat  w^r ;  erglaabfn^rolich  iihmer, 
ii«daie4ia  Babii  4e«  Gomeievi  vcs»  177&  inl^J.  1767  aad. 
d;j  -  '  :    ^'  „1779 


XIV«  ü^^  dm  neueh  Hauptplonelm'       l'Jl 

^779  darcb  die.  Störqpf^en  Jupiters  gänzlich  geän- 

ndfrt  ivovdeiit.  und  dab  dieb  die  beße  J^rkUrang  die^ 

Jtß  fonderbareo  Phaepomens  fey, 

.«  .  yJgIi  würde  diefeUoterfachaDg gar  nicht  bekannt 

Mgemacht  hahea^  weon  ich  nicht  geglaubt  häjte,  dab 

lAt  Publicum  f  ;d^l^pn  Aufmerkbinkeit  j<|tzt  anf  Piazr 

af9  Gettirn  gerichtet  iß,  lie  mit  mehr  Nachficht  aa^ 

fjBfl|meii  würde,  ob  ich  gleich  die  Meinung  nidu: 

«viwg69   dab/beyde  Geßirne  einerley  find,,  da  die  £k- 

ufabroag' »   and .  hoffentlich  künftige  Peobachtnngeo 

«laUein  hierüber  entfcheiden  können^ 

,:^  UJ3^  Biiftimmung  der  Störung,  welche  ein  Co- 

MOietwVCUi  .einem  Planeteo  erfährt,  ift  im  AUgemei- 

4VifVi"l#br  grofie^  Schwierigkeiten  unterworfen j  wel- 

j^dwriiir  diefen  ;Goipeten  fich  noch  fehr  vermehren., 

«joreilicf  fich  dem   Planeten  Jupiter  fo  fehr  geQähecC 

•febal,  dab  feine  fiörepde  Kraft  gar  tebf  die  Kraft  d^r  ' 

Wfanpe  übertraf,  fo  dafs  ea  nichts  mehr  erlaeibt  ift.» 

iiiio  .Quadraten  und  b.dhern  Potenzep  der  (lörenden 

JttBttxn  Temachlänigen,    Ich  h^tte  ea.  nicht  gewagt, 

i^kcb  iBtt  einer  fo  fchweren  Angabe  ^n  befchäftigea; 

.jyM&h&tte  mich  begnügt,   zu  auilgen,  dab  ich  daran 

.^gedacht,  und  den  groben  GeometeruinAath gefragt 

•^fttte«.  welcher  durch  fo  viele  glänzende  Entd^ckun* 

dges  dUe  phjMctie  Aßrongmie  bere>cher(hat.    £rw4jr 

MCojgefkjlig»  üch  mit  dieCom  Gegenßande  zn  befcbäf^ 

"kitigen,,   und  rieth  mir,  die  Wirkung  der  anziehen* 

^4lia  Kraft  Jupiters  fo  zu  berechnen,  dab  ich  denCq- 

«i«ifttia..aia'einen  Satelliten  diefea  Planeten  betrachte« 

f»t«»'-  welche  SIethode  JJu   Sejouri^  feinem    Traüi 

i^m^tiqfifi   des  mouvements  eeUßesi  entwickelt  ha^ 

4Ar*ii^W>  %ni^rden  Haibmf I(ev  d^a  Wiikujfigs- 

c-,  M4  „krei- 


17«        .MonaliL  C&hrefp.  igoh  JVGVST* 

»'jkreiCes  de«  Jupitf^r  zu  vermiDdern ,  und  ihn  nur  «jl^ 
fidea  Abftaodes  des  CometeD  ron  der  Sonn«  gleich-  z« 
»»fetzea.     Brancht  man  dann  die  Fonlieli:i  der  Aitfmi» 
'  iinujue-  eeliße  (Tome  I  p.   189)  welche  weit  beqne* 
-^»iDer-ailddieDtt5<7our'rchen  find:  fo  findet  man l^idltt» 
„dafs  die  Umlauf  «zeit  dea  Cometen  vat  176796  Jatire 
,  »-Afö?  ond  nach  dem  Jahr  1779,5  Jahre  -f^  war.    Ich 
f thilbe  diefe  Berechnung  doppelt  gemacht ,  und  Fign* 
j,ren  gezeichnet«  nm  mich  nicht  in  der  ZnCamine»- 
'•«fe^iing  der  Bewegung  Jnpitera  and  dea  Cometeil  u 
«»irren.     Die  anziehende  Kraft  Jopitera  hat  die  Um* 
jttaufszeit  des  Cometen  nnr   Tehr  Wenig    gelodert«    . 
\Mweil    Teine  abfolnte   Bewegung  beym  Aottritt-aiis    ; 
;;dem  ^Wirkungskreire  der  abfoluten  Bewegung  fopi»   \ 
„tera«  weniger  der  relativen  Bewegung  dM  Comete«» 
^»gleich  1(1.      Hätte  man  die  Sumise  diefer '  Gröfaan   ^ 
^  9,ftatt  ihres  Unterfchiedea,  fo  würde  die  Gefchwindig>   - 
Y,keit  des  Cometen  faft  drejmahl  gröfser  Cejn »  «iid  ;. 
t»reine  Bahn  würde  in  eine  höchll  ablange  £lIipreoder  | 
^•gar  in  eine  Hyperbel  verwandelt  worden  fejn.  Hat-   ^ 
:„te  diefe  Wirkung  Statt  haben  foUen ,  foiiätte  der  O  \ 
^,met  die  Richtung  feines  relativen  Laufes  ändern  bA&^  j 
sfC^en»   anftatt  eine  faft  geradlinige  Hjrperbel  um  Juf  \ 
Jupiter  zu  befchreiben;  er  hätte  daher  einen  weit  grö<»  r^ 
«»faern  Bogen  befchreiben  mfilTen»  oder  die  wahren  ^ 
jiAnomalien  v  vom  Eintritt   in  den  Wirknogakreia  \ 
9»bia  zur  Jupiters -Nähe  (Perijove)  gezählt,  hätte  nur  \ 
9,wenig  von  zvrej  rechten  VVinkeln  verfchieden- foya 
„können.    DieGsr  Winkel  y  hängt  vom  "V^^kel  •  ab»  ^ 
^.welchen  der  ans  Jupiter  zu  dem  Cometen  gezogene  ^ 
»»HalbmefFer  mit   der  Richtung  der  relativen  Dets»  k 
ffgvog  dea  letstett'  macht,    Sehr  geri^;e  JUKtemDga»  '^ 

: >! 


XIV.   ÜAer  den  nmm  HauptpkmiUn.       173 

tfA  den  ellipcifchei)  ElemeDten  3^r  Qahn^efl  Come- 
»^oköfibteDden  Wiukel  •  Cehr  merklich  äDderb;  wo- 
nduTCh  der  Winkel  y,  und  die  UmlaofiBzeit  detCome* 
„teu  rehTTergröfsert  worden  wären.  Die  RechnnDg 
y»bat  dtefe  Idee  La  Place^B  beftätigt.  Im  .1,  1779  ^^F 
i,der  Winkel  •  gleich  17*  und  v  =::  88  j"*;  feutmao 
„6  —  g*:  fo  wird  v  zz  iioT;  iß  «  ZZ  6\:  fo  ift 
mV  zz  ito^j  endlich wenu  •  ZZ  5"*:  toHk  v  ZZ  126**' 
uEs  folgt  hieraas,  data  der  Winkel  t  kleifier  aU  3-!^* 
i^feyn' mufii,  wenn,  die  Umlaufszeit  fehr  vergröIaeTt 
„werden  folli  Man  fieht  femer.  leicht,  dafs  man 
,ideo-Cemeten  näher  bey  leine  Sonnenferne  fetzen 
,»mnbt  *wenn  man  den  Winkel  •  vermindern  will^ 
WMan  :B^ino  daher  an  ,  dab  der  Comfit  nm  einen 
HGrad*  n^ier  bey  feiner  Sonnenferne  war,  alaerim 
^«lahr  1779  in  den  Wirkunf^skreia  Jupiters  trat;  udd 
iihiierxd  darf  man  nur  die  Umlaubzeit  um  9  Tage  an- 
^dernyjman  wird  dann  den  Wiukel  s  gleich  il**  und 
^aof  ^ntgegengefetzter  Seite  des  H^lbmelTers  linden , 
^b  dab  man  eine  VergröfMirang  der  Untlaufsaert  von 
»•9  Tagen,  eioe  Verminderung  des  Winkele  «  von 
^18  (1  hexvorgebracht  hat. 

^Ob  nun  rchon  eine  Änderung  von  6  Tagen  der 
HUmlauEszeit,  welche  ich  aus  den  Beobachtungen  ab- 
Mgeleitet  habe ,  hinreichend  ift ,  dab  die  Bahn  diebi 
y,Cometen  durch  die  Anziehungen  Jupiters  in  eine 
',,h5chft  ablänge  ElUpfe  oder  gar  in  eine  Hyperbel  hat 
„verwandelt  werden  können  :  fo  fcheint  mir  doch  - 
^diefe  gäuitliche  Aodernng  der  Bahn  wenig  wahr- 
„fcheitilich,  weil  hierzu  die  Umlaufszeit  des  Come« 
„teu  zwifcheu  Gräuzen  fallen  mübte  ,  welche  nur 
hom  4  Tage  von   einander  entfernt  lind,     Übrigeoa 

M  c  „wäre 


«74         UmdiL  Correjp.  tgöu  AVGVST.r 

,;w&r6  ironerooch  zu  erklüren,  weram  man  den  Cd« 
;iiiii>Mn  iiicht  vor  1776  gefehen  luft;  denn  eine  Yer« 
y^mehrilDg  der  UrolanFszeit  würde- im  Jahr  1767  den 
MConMeii  V6n  Tehüer  Soime  weit  eDtfernen.  \ 
<  \^f»  Tehieibt  daher«  daCi  die  Idee,  welche  ich  ia 
;;meiher(|«kTÖnteo  )  Abhandliing  geäabert  habe, 
^iitiinier  wahrfcheinlicher  wird  ,  nämlich»  dab  der 
^,Comet  von  177a  zu  imrerm  Pijfneten  -Syfieme  ge* 
»,hort;  dab  er  die  Lficke  zwifdben  Jopiter  nnd  Man 
y^ausFoHit','  und  dab  die  häsfigan  Störungen*;  wdcht 
;,er  vom  Jupiter  erfährt ,  und  die  (ehr  beträchtlichea 
y»Änderungeii  Teines  kleinßen  Abßandea  voii-<LerSon« 
«,kie  un^-' nur  fetten  erlauben;  ihn  zu  beobochtJBB^. 

Waa  auch  immer  der  Erfolg  diefer  getheilten  Mtif 
.nangen  feyn  mag ,  fo  bleiben  der  Comet  vom  J;  1 770  m4 
das  neue  Pmiczf  fche  Geftirn  inbmerhin  zwe7  dpr  merl^ 
würdigüleo,  noch  anerforfchtenErfcheinungen  im  Wel& 
fjfteme,  welche  die  forgfältigOe  Aufmerkfamkeit  aller 
Himmelsbeobachter  auffordern ,  fie  aocblapge  befchäfr 
tigeo ,  und  vielleicht  auf  ganz  neae  Auffchiöffe-fdhrea 
dürften»  Da«  Stadium  des  unerme blichen  Weltalliill 
rogrofs  ond  mannichfaltig^uls  es  die.Gegenfiändedi^ 
fer  Erforfchungen  feibft  lind ;  daher  fchon  Smeea  bg» 
le;  eb^  poß  milU  faecida  tion  deerit  occaßo  aliipüd  aJe 
4uio  adji^iendi*  ■  '  ' , 


XV, 


XV.  liinfeabenthaier  Vi  Ott.  A.  Fifcher.     1^5 


mmmmmm^mi^ 


.     xv.  ■:;..,.  , 

R  e  i  f  e  a  b  e  n  t  h  e  ü  e^/»  '^  * 

keiautgegeb«!! 

.   ▼©«  .    ■                .-.'       .  _.    » 

Chri/l.  Au^.  Fifehtp^   '•:  .  -   r 

tes  fiändch^Q.    Mit  tltkexd  Kapfet    Dfeardeio  hef 

Heior.  Geilach/  i8öi.  240S.  kI.S."  '  *  ' 


>  wenig  dieCes  Werkchen  dem  erften  Aoblick-fiiok 
'etne' Anzeige  iu  der  M.  C.  Anfprae^'  lAachen  zu 
lAenfcfaeint,  fo  verdient  es  dochTeineiti  innera 
;rlh  nnd  Gehalte  nach  den  Freauden  von  Reiteb«- 
rknn^en  empfohlen  zu  werden.  Det  V^fiafler  be- 
tdäs  Talent  der  angenehinfteo,  gefdlligf^etiand'in- 
eflabtellen  Darftellang'  der  verfchiedenRen'diarac« 
B  und  Situationen  in  eldefn  fo  höhen  Grtfde ;  wie 
n  nnr  feiten  bej  einheimifchien  und  aofdliadi Gehen 
ifebefchreibern  findet;  Seine  Sprache  Hl;  edel  nnd 
Itaklos,  gedankenreich' und' iha^lerifch;  mr  wenige 
ilen ,  nnd  man  erblickt  In  ihnen  das  Bild'^to  Ge- 
ld, eines  Hafens,  einer  Stadt,  einer MeniCcheilclaf- 
in  ihren  Hauptztigen.  Wir  rechnen  dahin  ibfon- 
rheit  die  Schilderung  eineir  Hölländifchen  Famitie, 
»Befchreibung  der'troj>ifcheh  Meere,  die  Ghinraote- 
iTung  der  Matrofen  und  der  Lebensart  auf  einem 
perfchifFe,    die  malerifche  Darftellung  eines  Seege* 

:hts,  der  Stfafsen  in  Madrid  1  eines  Stietgefoöhts. 

f  I        .,• 

I  :    •  .1 .» 

■.."  -  .  .-  Vi^:  ri.a  Die 


176  MonatL  Cofrefp.igouJVGVST.  /  , 

Die  KeiCe  des  VeirT.  geht  Voü  Riga  nach  Lübedc 
und  Hamburg  ,  und  von  da  über  Breioeo ,  Oiden»^ 
borg«  GTÖningen  und  Zwoll  nach  Arnfterdam  nnd  Rot- 
terdam •  von  wo^  er  pach  einem  ikufeuthalt  von 
einigen  Monaten,  um  fich  für  feine  Beftimmang  io 
LU&bon  gehörig  zn  bilden  «üach  Bordeaux  anter  Se- 
gel ging-  ^^^  Santa  Uvh  in  Bißcaya  ging  der  Verf. 
über  Bilbao  nach  der  .CpriiQna ;  am  fich  aaf  einem 
Schiffe* nach. Fortagal  zu  begeben;  ein  Zufall  ändeip- 
te  diefen  Fian »  und  die  Reife  yrnrde  über  Zamora 
nach  Madrid  angetreten.  Über  ßadajoz  nahm  dann 
der  Verf.  feinen  Weg  nach'  Elvas  und  EOremoa  in  For* 

tagal.  '.:...;. 

Der  ^eigentlichen  Reirebefchreibong  find  oMbreire  ^ 
Abentbeoer,  die  dem  Verf.  zu  Lafnde  und  ea  Waffer 
«ofHiefsen«  eingewebt;  die,  ea  mag  nan  d^bej  viel 
oder  ^euig  Wahrheit  zum  Grande  liegep«  lehr,  an« 
ziehend  und  intereffantfind,  und  dem  Leünr  eineang^e- 
nehme  Unterhaltung  gewähren.  Der  Heranagebffr«  def* 
Ten  Name  durch  die  Reife  nach  Spanien  *)  and  den 
dritten  Band  der  Dei^tfcheu  Überfetzung  ron,  BouT' 
'goiiig*B  Reifen  nach  Spanien  und  andere  Schriften 
rähmlichft  bekannt  ift  •  verfpricht  in  einer  Anmer« 
knng  ein  GenuUde  von  Madrid^  das  vielleicht  noch 
im  Laafe  diefec  Jahrs  bey  Unger  in  Berlin  erjcheinen 
wird.  Mit  fehnlichem  Verlangen  fehen  wir  der  bal« 
digen  Bekanntmachung  deffelben entgegen,  und  freu« 
en  nns,  ein  Gegenßüpk  z^  der  n^t  ebea'r9  viel  Wahr« 

hrit 


a^  Raile  von  Amftordam  absr-Midrid  and  C«4ia  opehG«- 
not.  In  den  Jahren  1797  ^^^  1798*  Von  Chr.A.  FtfAsr» 
Bttün  bej  Ung«  1799.    9^  A^G.E.  IVB.  6.34a;  343. 


I. 

r 


■     .  XVI.  fhograph.  Ortsbeßimm.  t^j 

kdt  *)  als  Leben  gezeiduieten  Anficht  von  Cadiz  QA. 
G«  £.  111  B.S.  441-^461)  za  erhalten.     ^ 


XVI. 

Geograph!  f che   Beftimmung 

▼  OB 

Hildesheim  und  Höiligenftadt. 


J[Jer  O.  A.  Rath  von  Ende  hat  auf  Teiner  Reife  von 
Gelle  vach  Gotha  die  Polhöhe  von  Hildesheim  und 
Hetligenftadt  belUmmt,  und  uns  feine  Refultate  mit- 
(StbeUt : 

Am  15  JoU  d.  J.  fand  der  O.  A.  Eath  die  Breite 
vta  Hildesheim 
0  ans  7  nach  Douwes*B  Methode  be- 

rechneten  Höhen      •    .    •    •    •     IZ  52*  9'  269*4 
{rdÜBter  Unterfchied  der  gefundenen 

Breiten      »    .••.•••.«••    .    o.'S 

2)  zehn 

'  *  ^  Bo  anheilt  Telbft  Don  Jof.  de  Mendoza  y  R)os  Aber 
diefet  fdiöoe  Gemilds^  in  eia«in  Schraiben  aus  London 
Tom  3  Deeenib«r  igoo  drflckt  er  fich  hierflber  alfo  aat : 
"Air,  Fisher  is  one  öf  the  mofl  agreeabU  writers  I  know, 
ttOnd  feenCs  better  informed  of  the  actutU  fiate  of  Spain , 
9,thaii,  any  öther  jiuthor*  After  el'even  years  abjence  I  have 
^^fettled  here^  Q  London  ^  and  therefore  am  become  in  more 
^^than  one  fenje  a  ftranger  to  that  country;  butfor  thefame 
^^eafon  Ms  account  has  afförded  me  peculiar  entertaine* 
^tment^  aS  prefenting  to  me  a  lively  picture  of  the  Jcenes 
„ufhere  I  once  Iwed,  and  lohUh  can  n^mr  b0com§  mniaier* 
9ifffting  to  my  imagimuioiu**    v^  Z, 


ijS         MonaO.  Corrify.  lioi.  AVGVSt. 

5)  zehn  andere,  auf  ebeü  die  Weire 
berechnete «  aöd  mit  einer  zvi^ey- 
ten  Cirrhqi-Meridianhöiie  Terban* 
deiie  Höhen   gaben  die  Polhöhe    —  52*  9'  36, *o 
und  ihr  gröfster  Unterfchied  war    •     .    .     ±r  ch'7 
'  das  Mittel  aus  bey  den  ift    ...    ri  52*  9'  jjt/i, 
im  BerlVaRr.  Jahrb.  1785     wird  die  -    ' 

Breite  von  Hildesheitb  gefetzt    .     .    ~  52*  11'. 
Am  18  Julius  d.J.  erhielt  von  £jnde  die  Breite  too 
Heiligenßadt 

i)  aus  IG  nach  Doz/u^ej's  Methode  be« 
rechneten  Höhen ,  deren  Rerultate       > 
unter  ßch  nur  um  0/8  abweichen     ~  51*^  23/  10* 
2)  (echs  Circam  Meridianhöhen  ga» 
ben  die  Polhöhe      .....    ~  51*  23'  lo/f 
das  Mittel  aus  beyden  ift    .  ..    .     51  •  23'   lo.'j.' 
Der  O.  A.  Kath  wird  auf  feiner  Rückreife  fowd' 
Hildesheim  als  Heiligenßadt  abermahls  zu  beßimnieii 
fachen ,  befonders  die  Länge ,  die  er  wegen  ^et  die« 
Ten  Sommer  fo  unganßigen  Witternng  das  erßemalil 
nicht  mit  lii Alänglicher  Sicherheit  feßfetzen  konnte. 


XVI. 


rXVII.  Neuer  Cofnet  S79 


xvii, 

Entdeckung  eines  neuen  Cometeri. 


JJen  13  lulitis  gegen  10  Uhr  Abends  entdeckten  itej 
Aftronomen  zaglaich,  Mejfler^  M^chain  und  Bouvard^ 
einen  kleinen  Cometen  bejm  Kopfe  des  groften  Bären. 
Seine  gerade  AnfReig.  war  nach  Bouvard  1 1 1  ^  15'  und 
Teine  odrdL  Ab.weichnug  69**  30'  um  n  U  58'  wahre 
Zeic  Erift-klein,  rund,  ohne  Schweif ,  mit  einem 
kleinen  Licbtnebei  umgebeu ,  der  etwas  zugenommen 
hatte.  Michain  Tab  ihn  um.io|Uhr,  Meffier  xxm  10 j 
Uhr ;  wenn,  nicht  das  fchlechte  Wetter  fo  lange  ange- 
halten hätte  nnd  der  Himmel  beßäudig  bedeckt  ge- 
weGen  wäre,  würde  man  ihn  wahrrcheiulich  früjher 
9Blde€kt  haben«  Mechain  beobachtete  ihn  um  13  U 
48'  mifthZeit  in  112'  17'  ger.  AufHeig.  und  69 **  14' 
'kbrdL  Abweichung.  Man  befürchtet,  daCs  die  fort. 
Amernide!'  fchlechte  Witterung  kaum  drey  Beobach- 
tungen deltelben  zulalTen  wird,  um  nur  ungefähr  die 
Bahn  diefes  Cometen  daraus  berechnen  zu  können, 
nn  mr  eilt  der  Sonne  zu;  feine  Abweichung  niitimt, 
fo  viel  man  aus  feiner  zweydündioen  Bewegung  . 
lieben  konnte)  täglich  ungefähr  i]-  Grad  ab,  und 
wird  mit  Ende  des  Monats  Julius  im  Stenibilde 
*a  Löwen  ganz  undchtbar  werden.  In  der  Nacht 
im  18  zum  19  Jnl.  ßand  er  bey  dem  Stern  k  im  gro- 
in.  Bären 

£8  iß  ein  fonderbarer  Zufall  ohne  Beyfpielf  dafs 
•y  Afironpmen  zugleich  einen  und  denfelben  Co- 
tten  in  derfelben  Stunde  aufgefunden  haben.    Et 

ift 


I 


l8o         MonaO.  Camfp.  liou  AVGVST. 

iß  der  zwauzigße,  den  Meßier ,  der  zwölfte«  den  Ml- 
chain^  und  der  vierte /'den  Bouvard  entdeckt  habeo. 
Der  l^ourius  Caigni^  bey  welchem  La  Landet  Prol 
TOD  loo  Laubthalero  niedergelegt  war  *) ,  frog  bejfli 
Bureau  des  Lofigit.  an ,  au  wen  er  den  Preia  aoszii« 
«ablen  habe  ?  £r  erhielt  zur  Antwort ,  dab  er  die 
liacbricbten  erß  abwarten  mtiffe,  ob  dieler  G>iiMl 
nicht  irgendwo  fchon  früher  entdeckt  worden  ftj; 
nnd  ijQ  der  That,  et  fand  iich,  daU  der  B^  Paut 
OßelJan  (^Concierge)  der  Sternwarte  der  Marine  ia 
Mapfeilie,  ihn  in  der  vorhergehenden  Nacht  jchoa 
entdeckt  hatte* 

^^  mC  Juliot  igoi  8b  d?. 

INHALT. 


Ml 
VIIL  Oebor  die  Ueb«rbleibrel  der  Sttdt  Eieitkmsbk  na- 

bait.    C^^<chiafii  so  8.  14^  4 

IX.  AasmeiTangder  Pyramide  von  Memphii  ron  NomeL        f9 
X  Etienno  Marchand*^  Reife  um  die  Welt  io  den  Jehieii 

1790,  91  und  92. 
XL  üeber  genaue  ZeitbeAimnnng  ans  oorrefp.  Sonven- 
Diftansen  n.  X  w.  Ana  einem  Schreiben  De  Lamfn^i, 
Mitgiiede  dea  Natioäl.  InAitutt  n.  dea  Bureau  dee  JLcw        j 
gitudef,  /  /  ii'j 

XIL  lieber  die  Theorie  des  Mondes.     Anizflge  aua  muh-        J 
rern  Briefen  dea  Senatora  La  Place!  |jj.  ] 

XIII.  J.  C.  Burckhardt.  CFortfets.  sn  8.  33  der  im  Julioi-      .  ^ 
Stfick  abgebroch,  biogr.  Nachr. ")  ^o 

XIV.  Forigcfctste  Nachr.  ab.  d.  neuen  Haupt-Planeten       J5S  1 

XV.  Jleifeabenchener,  heranagegeb.  ▼.  Chr.Jug,  lycher     i'ß 

XVI.  Geograph.  Beßimm.T.Hilde8heimu«Hailig8Blfaidt     tfl  \ 
Xyil.  .Entdeckung  eiaea  neuen  Cometca,  19 


MÖNATLicHE 

G  O  R  R  E  S  P  O  N  D  E  N  Z 

2iÜR   BEFÖRDERUNG 

DER    , 

ERD- üNi>  HIMMELS-KUNDE. 


SEPTEMBER,    1801. 

t     i  •\     \»     mm  .1*  I         — — »— 

ttienhe  Marchand^s  Reife  um  die  Welt 
icL  den  J.  1790,,  91  und  92. 


(Fortfetcung  zu  Seite  93*) 


(jegen  die  Siue  ncd  den  Odbranch  aller  Reifebe^ 
(AreibuDgen  um  die  Welt  führt  der  Herausgeber  eh« 
ee  Umfchweife  feine  Lefer  fogleich  zur  Sache  felbß« 
dasheifat,  za  Urtheilen  und  Befnerkun^en  ^  welche 
4ie£er  Reife  eigen  find,  nnd  Gie  von  andern  WelenU 
Udi  anterfcheiden,  wie  aua  folgender  £rzähiaog  er- 
htlk.  Das  Schiff  ging  den  14  Dec  1 7908^8  detnHafeU 
von  AfoT^iff/^.  unter  Seg^l.  Schon  am  15  Jan«  des  fot 
gtnden  Jahres  nahm  er  auf  Satitr  Yagö »  einer  der  In« 
bin  des  Grünen  Yorgebirgei  ^in  der  Bay  von  la  Präyä 
Uom.Qon.Vi.KMSou  N  di« 


i82     Monatl  Correfp.  iSoi.  SEPTEB/IBEK. 

die  nöthigen  ErrAtc'&tsE^liß^fn ;  lOtTtödmix  (binen 
Lauf  ungehindert  und  geradezu  nach  der  Südfee,  und 
wo  möglich  ohne  weiter  einzulanfen,  felbft  bii  an 
den  Ort  feiner  Beftimmung  fortzufetzen.    Den  iFeb« 
durchfchnitt  das  Scb^dteLioie«-  /De»  i  April  beEuid 
es  fich  im  Angeßcht  von  Staaten-  Eilcaiä,     Marekani 
fand  io  der-  Eeflimxnung  def  .I4nge  dec  iSaji  SJk  Jiud  ^ 
eine  Abweichung  von  Cookie  Angabe,  vop  zi  Mioot. 
Er  fegelto  fodanu  längs  dem  ößlichen^üFer ,  wandte 
jQch  von  da  nach  dem  Feiierlande^  und  ^erreichte  end» 
lieh' den  6 April  dae  Cz/f  fforn.^   Den  apAp^^l  beE|iid 
fich  das  Schiff  unterm  51''  40'  füdl..Bx4A..iija^  93*  45' 
der  Länge  in  den  GewälOCerndes  grpfsni  füdlichen 
Oceans.    Den  20  April  ftellte  fich  der  erfie  Sturm  ein, 
mit  welchem  das  Schiff  24  Stunden  hindurch  zu  kam« 
pfen  hatte.    Dies  verdient  ale  ein  fehr  günlliger  Vor- 
fall  um  fo  mehr  bemerkt  zu  werden,   d^  Marchaii^ 
das  fo  verfchrieeno  Cap  Horn^  ohne  Stürme  zu  erlafi^ 
ren ,  zu  einer  Jahrszeit  umfahren  hattef»  Welche,  wie 
AnforCs  Beyfpiel  beweifV,  für  Seefahrer  nicht  die  gfin-  = 
ßigße  zu  feyn  pflegt.  Gegen  die  Mitte  des  May  fing  man  « 
an  zu  bemerken ,  däfs  das*  Trinkwalfer  nngenielsfapt  ; 
wiirde. '  Diefer  Vorfall  böthigte  denCjipitais,  rfeiiMm 
Entfchlufs,  geradezu  nach  der  Nord  weft^Kflfie  sttl»^] 
gelo,  fürdiesraahlzuentfaa;en;  er  beCchloCi  zu  diefeS 
Ende«  die  unter  10  *  füdl.  Breite  gelegenen  Mar^pkfm 
iM/<rZr*anfzuruchen«  daColbrtWaJereixiKii&elimeD,.  nnll 
fodann  .in  feiner  weiteriu  Fahrt  die  Linie  üntertn  i^i^J 
weftlieher  Länge  zu  durchfchneiden.    Dadurch  halSd^ 
er,  den-  eine  zu  öfiliche Fahrt  begieitettden  WiAd 
lein  glücklich  zu  entgehen.    Nach  ein^r  ■  unotiteilNn" 
cheneu  Fahrt  von  73  Tages ,  feitdem  er  das  Oatp  A 


^  •v 


Jimn  ittAngeficht  hatte,  erblidUSö  ef^tidlidh  dievon 
Mviäanna  eotdedcted  and  fo  beinimten  iDfeln  Meer' 
iptefas  de  Menäoza,    £r  wählte  zn  fettaem  Landafi^» 
plitEe  die  adf  der  iDfel  Santa  Chrifititä  im  J.  1774  von 
CooA  befutifate  Bay.Z^i  Madre  de  !Diös  de  MehdarincK''»^ 
Der  Mendoza-   bder  wid  Tie  gevt^iOhDlich  heiraeir, 
^Mar^uefas  ^  hijeln     keaxit    man  gäg^ovrftrtig    fünf*: 
-&M  Pedro ^-  oder  id  der  Lande8rpraOke-''t> 'MreSfdV 
iimtm  Cknßina  oder  PVahitaho ,  Dominica  oder  (?-//». 
Mliki ,  welche  eine  Gi-opp^  bilden'^   ath«  Meilen  did^ 
tha  itti  Süden  ein  Viei^e)  Süd  Oft  liegt.  Smita  Madiu 
leMs  9  ifttd  'Hcbd'  Island  liegt  in  einher  fintferuabg  voft 
fiteif  Meilen  von  der  öftiichen  Spitze  cl6r  Inftfl  ^»^äp 
^Mniea.  Sie  wulrde  zi)ti>tzt  von'  allen  fibrigen  durch 
Ami  -  <Sii]^ltain  Cook  entdeckt.'  -    Qook  ■  Veränderte  'JUe 
^j^nikhe  Benennung  Puerto  ide^ktmadrd  de  Dior^Bk. 
iftiaettiMi^^»   ndd^'^anäte  die  Baf  Refolutions^-Baj^ 
iUx  Yiirf.'«ifert  bey  diefer  Gelegenheit  mit  Re^t  ge- 
jgbß^^BiSka «üiht  «nbilligenden Einfall  unfereT neaeri& 
SfiAiMr.    Anberdeil],  dab  im  Grunde  dem  Natto^ 
MMAi  doch'  nur  ein  kleines  nzi4  kindifches  Opfer 
Mimidit  wird ,  fo  entßehen  ab  Ende  dadurch  nichts 
^Ir-IMc^itanginit  Welche  für  den  OeogvaipheD  and 
IfiafirtriW^Mch  unangenehm  find.    Die  Spanier  and 
Ibgllfiijtar  find  ea  v^ottttglich ,  welche  in  diefer.  üblen 
;  tiftä  H '«inandiff  -ta^örthün  ,  obgleioh  auch  andere 
^'Mii^MfliBnich^^anE  davon  f rey  gefprochen  werdea 
ItJj^iMm^^ioi  OMfidecwird  dadcirxh, doch  nichts  b» 
Ij^iik.    Düfü  da  inan  der  Verwirrung*  welche  mit 
SkMbiriigir  grölMr  wird ,  doch  einmahl  fteuem  müb» 
iflUJtMi.licii  die  Geographen  nnd  Gerchichtrchreibev 
^Q^äiini  Zeilba-tfit  4iUea  ftecht/Bnc'cUe  erfien^Be- 
Mugen.  N  2  Sio 


Sie  g9oz0jGmppe.der  Manpufas  füllt  einen  Brei- 
ien*  und  aor.euajeo. .halben  jUqgmgrad.  Die  geogri- 
.phiCchQ  JLafi»  .^ef  Puerto  de  lamadre  de  Dios  wnrde 
.yop  iVaU^^  4i;fD  Aßropoipen  dir  üefolutimi,  nsitk 
ihrer  füdL.*B|iqite  zu  .9"*  5;'  30",  nnd  die  weßlicl^ 
,li^g0.,liacb.dfiQ  Parifer  Meridian  zurechnen,  za 
'X^y'  28'  55.VbeftiiQnit«  Uorere  Reifendep  fanden 
AU^fß  Ort8be4iiimiMi»g  fehr  genau.  Die  Infel  la  il2a* 
,^eTiaiÜh^iX::C(>ekXowolii^  die  >  Franzöfifchen  Sec^ 
.^rer  nor  aaa  der  Ferpp;  aber  M^^^danna  antprfudip 
.tß  iße  näheTr  Figueroa  gibt  ihren  Umkreis  zn  .10  Spa- 
»iliclieii  MjDJhkn -<  i7i-  auf  den  Aeq..Grad)  ao^  .  Dio 
Spanier  gingen  «ber  ni<dbt  an  das  {japdj  weil  iie  mit 
KU  viel  Här^ .  giegen  die  auf  d^n  Süd- Infelp  fo  g^ 
<9f^hnUche  Dieberey  verfuhren »  und  darüber  mitde^ 
JEinwohnern  in.  einen  blutigen  Streit  geriethen;*  .V09 
jto  jaus  wandten  fie  Geh  nach. der  Infe|  San  ^Fedro^  4pf 
4ren  Umkreis  die  Spanifchen  Gerchiobtfchr^itiQr  ^uf 
9  ^ia  4  Meilen  fchätzen.  Sie  fcheint  niqht  be.\ipx)|iKit 
«U'feyn.  Dagegen  zählt  Sa?Ua  Madälcna  yUlLß  .{Uo* 
'Wohner  »'  welche  grdfstentheils  ein  fehr  fchöner  Sddag 
Menfcben  find.  Der  Infel  Domifüca  gibt  Fißu^roä 
hinen Umkreis  Von  15  Meilen,  und  kann  ihr# Schön- 
heit fowol  jals  ^rohe  Bevölkerung  picht  genug  ^r* 
heben.  Georg  For/ier  fand,  ii^  .wei^  iintfr  der.Spani- 
£ohen  Befchreibung.  Überhaupt  wichen  über  diefo 
IixEeln  die  Berichte  der  Engländur  und  Spanier  fo  fehr 
vofa  eihandet  ab,.daGi  man  beynabft.i^weifeln  jmöchte» 
ob  beyde  von  einerlej  Gegenltand  fprechen.  £s  ift 
möglich ,.  dafs ■  der.Liiuf  von  mehr  als  zwey  J^hrhim^ 
derten.  das  änfseiliche  Anfeheo..  diefer  Infelj^-  datoh 
gewiltfame  pbjFÜfche  jnpy(HintfQiictn<  fahr   v«i:fciUu» 


mart  habe.  Forfier  ^iüi  davon  nicht  KweifetUaftdi 
^nren  ans  der  Ferne  aaf«der  ItiXtVI^rmniea  etxt^' 
deckt  haben.  Die-  InM-  Hoöäli^  zur  Zeit,  alr  fm^ 
Ton  Gc^A  entdeckt  warde«  in  einen  Nebel  gehüllt  r"^ 
man  'weib  alfo  davon  anfser  ihtcttn  Darein- nichtiv-' 
denn  auch  Marckand  wurde  ße  nur  aus  der  Fenve^ 
gewabn  "' '' 

Die  nmftändlichften  Nachncbteoh  haben  >Vir  übet' 
Santa  Chrißina  von  Spaniern  utid  Engländera  fewol' 
aU  Franzofen  erhalten,  ans  welchen^ ßeh  fo  ^iemHeh'^ 
auf  den  Geift  der  übrigen  mindter  bekaeateu  InfüM*^' 
Der  Tphliäfsen  läfst.    Sie  gewShrt'-eittett  reizenden'An^ 
blick  f  und  erhebt  fich  4n  einer  änTebulichen  H&he 
aber  das  Meer,     Cook  Tdiätzt  ihre  Länge-  auf  dr9)'> 
Meilen,    deren   zwanzig  ßitf  einen  Grad  gerechnet 
werden.    Die  Thäler  diebr  Infel  find  mft  Gocos  - »  Bi* ' 
Danas-«   Brodfrucht-  und  den'Gsrfmrftia-  BXnhienv^ 
aus  deren  hartem  Holze  die  Einwohner  ihre  Waffen 
verfertigen  t  befetzt.    Auch  nndet  man  hier  eine  Art 
fehr  hoher  Tannen«      Forßer  beklagt  fich,  dafs  ße 
von  den  Einwohnern  die  Brodfr^tcht  und  G^Scosnüfle' 
in  fehr  geringer  Quantität  erhalt<^n  hätten^  und  will' 
daraus  fchlielten  ,  dafs  die  Inriilanei*  felbft  daran'  ke!«-' 
nen  Überflufs  haben«  -Allein  die  Fräniofen  fanden 
daran  keinem  Mangel.    Selbft  mtfdh  Farßtr^z'  Geßliäd-' 
nib  foll  die  Brodfrucht  diefer  IkiTd  an  iößUcbent  Ge^ - 
fchmack  die  der  übrigisn  von  ihm  befuchten  Süd^In»' 
Fein  übertreffen.    Citronen  und  Orangen  gibt  es  nicht«  - 
obfchon  (Quitos  und  iü  neuern  lEeitenf  Oook  deren  auf 
der  Jlerra  außral  del  Espifitu- Santo  fanden.      Aber 
dafii'hieT  auch  das  Zuckerrohr  zu  finden  fey«  vrar  we^ 
der  von  den  Spaniern  .noch  EngUnderJoi  bemerkt  Wor- 

N  3  den. 


zfi6i    mbmtUCmeff.-  igoi:  SEPIEMBEÜ 

Sie  Einwohper.  macbeD  abenr  ansUnwilTeDheit  dtvoa  * 
kainen  Gebraach;  Es  wächft  6  bis  7  Schah  hoch,  nnd 
h^  eioeip  Zoll  iid  Qurchmeil^r;  .  Da'  es  wild  in  den 
\yäldfira  nod  tmter  dem  dichten  Schatten  der  Bädme 
lyächft,  Tq  JäbtTicb  leicht  begreifen,   dab  es  an  Güte 
jenem  der  Weftindifchen  In  fein  nachßehe  ;    doch  ift 
fein  Saft  fehr  füfs.     Eine  beffere  Cultar  and  Wartung 
würde   ohne/Z«i^eiCel'  diefes  Pmdaa  ungleich  mehr 
Tvredeln«.      Nach  den .  Berichtet  des  Figueroa  fäete 
Mendannß't^xii,  der  .lufcü  Santa  Qhrifiina  in  der  Gegen» 
WAT^.  der.  Einiwohner  Mais  aus^    Die  neuereu  Seefah- 
rer haben  davon  keine. weitere' Spur  entdeckt;   eben 
lo, wenig  fanden  dieFranxobn  die  geringfte  Spur  Ton 
den'.von  Cf7o/»;im'Jf'X774  aüs^e:tbeilteQ  EoropäiTcheä 
Waaren.c    Es  fphimi  fogarj,^als  ob  den  Einwohnern 
einßpiegel  eineganx. n^e  Etfdheiniing  wSre.     Selbß 
Meiler  wufsteii  ße* (d  w«iiig  zu  gebrauchen,  d^  die 
Franzofen,  ohaf^yor^li^flr.gegaageneJBekanntrchaft  der 
luerher  gemachten  .Reifen ,  fehr  leicht  auf  den  Einfall 
hätten  gerathen  können,   als  vveon  diefe  lufeln  unb 
«xft  durch  üeiw^rep  .entdeckt  worden*     Aber  den  Na» 
inen  Cook  Icannten  fie  pQch  fahr  wohl.      £)ies  war 
aber  auch  alles,;  deffw  .lie  ßch  q^cb^voii  ihren  frü» 
hern  Befachen, aus  Europa  erinoern  konnten.    Dab. 
.fiejSchder.Spaaictr  .^jK:h  mehr  als  zwey  Jahrhander» 
ien  nicht  ferner^  erinner^p.,  .Iäf8t.ßch  fehr  wohl  be«i 
greifqn;    aber  dafs  ein  kurzer  Zwifchenraam  von  17 
Jahren  fchon  ^e.fgtcbß  Vergeifepheit.  Jier vorbringen, 
k^nn ,  dies  labt  fleh  Schwer  erkiäre&L  Was  ift  nun  aas> 
allen  diefpn^ Spiegeln ,  Meilern ,  Beilen ,  Nägeln  und 
Glasperlen  geworden  ?^  Man.  weib  nicht,  was  raan> 
d^bej^^denkAff  f^ll;v:(31eichg\iltig]i;jBit .  kapa  doch  .v^el 
-1  nicht 


Hiebt  die  UnGiclMfeyii,  denniielSpLeate  wagan  ja  Togar 
ihr  Cabeit:,  nte.Ba  etitweodesi  r  "was  üe  davoirliabhafiB 
vwrden  krauen  ?  Und  wttm  Ae  «uch  diefe  Waai«a 
aoihr6l>}a€iibbäro;übejrläireQi:iabQn.Collt6n,  wiekomixit 
ea^  dab  l^fiiojbibEiges'Stück'-v^eker  su  fetien  war? 
oder  foU.esr  tlobkindUche  Soiglofigkeit.  and  LeichN 
Sah  Heyn,  Wöleher«-  wi6  bejr^Küidern,.  alles  sarfiört, 
VBd  YOn.aui6m.Gegenftaodo.-zQ  einem  andero  eilt^f 
Dies  fcheint  beynahe  das  aatürlichße  zu  leyn;  aber 
4aCi  fo  frühzeitig:  und  fo  allgemein  alles  verfch win- 
det» dies  fcheint  doch  noch  einer  weitern  Aufklä^uDg 
ziibedütfeo. 

Von.vierf(ii]»igen  Tbieren  hat  man  anCBec  demt 
Schwein  auf  der  In  fei  CJirißiiia  keine  gefunden»  Man 
mübte  denn  eine  Art  Aatte  dakia  rechnen ,  welche 
lehr  häufig  find«  und  groben  Schaden  verurlachem 
Die  Schweine* find  vonTo  kleiner  Art,  dafs  92  Mann 
nm  Cook^s  Reiregefellfchaf t.  dpren  40  bis  50  zu  einer 
Mahlzeit  nöthig  hatten ,  ohae.fich  davon  zu  überla« 
den«  Chanal  fand  aber  doch;einige  zu  108  bi^  r^t  Pf. 
Die  InCsl  hat  Üherflub  an  Schweinen.  Die  Englän- 
der worden  damit  reichlich  ver{ehen ;  aber  gegen  die 
Franzobn  handaleendie  Einwohner  in  diefem  Stücke 
9it.  gröberer  ÖconoQiie.  .  907nahe  foUtp  manglau** 
bm^  fie  hätten  nach  der  Abrjeib  dftr  Engländer  daran 
eine-  Zeit  bng  Mangel  empfunden.  Hühner  find  un« 
l^ch  bitner;  man  glaubt»  deb  fiennr  um  derHah« 
nen  •  Federn  wU(en  hin  and  wieder  gehalten  wer« 
den.  .>Aber  an  Vügeln  aller  Art  iß  ein  um  fo  grobe« 
ler  ÜberAub.  Die  Franzofen  wurden  aber  ihrer  nicht 
habhaft,  weil  fie  ^c^  ihres  Feuergewehrs  nicht  be- 
JUenen  wollten»  um  die  gutgefinnten  und  fo  friedfer« 

N  4  tigen 


l88     Manaü.  Coinfpiigoi.  SEPTEMBEtL. 

tigeo  ElId wohner  mAi  zn  erCchreckea  aod  va  vtr« 
fbboachen.  Nicht  meuigsf  ergiebig  ift  der -Filclifiiiig. 
Ungpachtet  die  Meerfcfaweioe  fowol  alt  die  Meer* 
Wölfe  dtefe  Baf  häuäjz  befacbeD ,  fo  ^flcn  fich  die 
Infulaaer  der  Südree  dadurch  doch  nicht  iire  machen. 
Portloek  Tah  auf  einmafal  hundert  nackt»  Männer  und 
Weibaperfonen«  und  unter  diefen  fünf  bia  fecha  der 
grdfsten  Requins  oder  Seehunde  unter  ihnen  herudSh  . 
fchwimmen »  welche  gierig  nach  dem  Köder  Tchnapp« 
ten,  der^  ihnen  vom  Sclii£F  ana  zugeworfen  wurde, 
aber  den  Menfchen  keinen  Schaden  thaten.  Die  In- 
fulauer  fchienen  auch  ihrer  ^ar  nicht  zu  achten  und 
ganz  auf  ihre  Gewäodheit  und  Geschicklichkeit«  im 
Fall  eines  Angriffe,  fich  zu  verlaffen. 

Die  Franzofen  •  lagen  in  diefer  Bay  eine  zn  kur- 
ze Zeit,  um  von  der  Gefondheit  des  Climaa  urtbeilen 
zu  können  Nach  dem  Auafehen  der  Einwohner  zu 
nrtheilen «  fcheint  die  Luft  fehr  gefnnd  zu  feyn.  For* 
ßer^  der  fich  in  der  Mitte  ^es  Herbftes  hier  befand, 
klagt  fehr  über  Hitze,-  Die  Frauzofen  fanden  ea  im 
Junios  nicht  übermäfsig  heif<  ,  pbwol  das  Thermo- 
Bieter  zuweilen  27*9  bey  den  Enc;lSnd^n  aber  nur 
23  und  einen  halben  zeigte.  Die  UrXiche  liegt  vieU 
leicht  darin,  dafa  die  Franzofen  aus  dem  füdlichen 
Frankreich ,  die  Eiogländer  aber  faiibmt  Forßer  und 
Sparrmarm  ans  den  nördlichen  Gegenden  kamen.  Oiif- 
füs  kann  die  Temperatur  diefer  In  fei  nicht  genug  er« 
heben.  fVides  fand  die  Abweichung  der  Magnetna« 
del  den  9  April  In  der  Bay  zu  i*  28'  N.  O.  Den  6 
in  gleicher  Breite  mit  der  Bay,  und  unter  einem  Me* 
ridian  ,  der  nur  einige  Minuten  von  dem  ihrigen 
verfchieden  war»  5**  35'  45*9  und  den  12  April  in 

einer 


/XVIltMtmfuMd^sRrißmn'dkW^  189 

b«yinhe  (Eleichen  Pofiüdn  4""  22'  15'".  FPales 
Uhtk.htiX  MibtraiieD  in  Cpine  in  der  Bay  angeßellta 
Beobachtung.  Marcfumd  fand  diefen  Zweifel  gegrüa- 
det.  Acht'  voD  ihm  angeftelUe  Beobachtungen  de« 
Awmnths  gaben  den^i8  Jan.  im  Mittel  3*  18'  30' De* 
eliaatioD« '  'Acht 'andere  des;  folgenden  Tags  gaben  3* 
9'  45*;  folglich  das  Mittel  beyder  Beobachtungen  3* 
i4J''^  N.  O»  Diefe  Beobachtungen  wurden  iju  des 
Bay  ^felbft  angeftelit.  Zwey  Tage  darauf  im  o£Fenei» 
Meer  13  AAeilen  ron  der  Küfte  O.  N«  O.  von  der  Bay 
Bind  er  die  Declination  4**  32',  «eldhea  von.  fValet 
(einer  Beobachtung  aufser  der  Bay  nur  wenig  ab-* 
weicht. 

Die  Einwohner  der  Infel  Santa  Chrißina  find 
aocb  faent  zu  «Tage  gefittet«  wiefievon  Quiros  und 
Memdanna  im  J,  1595  geCehen  und  befchrieben  wor^ 
den*.  '  piiintij*  befchrcibt  &t  äla  ein  fo  gutmüthiget 
Volk,  wie  noch  kein  belTeres  entdeckt  worden.  Die 
Einiwolmeri^hnd  er  nicht  fo  weib,  als  die  von  San-- 
te  Madiäena.  Im  Übrigen  aber  gleichen  fie  einander 
in  Ülleni;  iu:  ihrer  Sprache,  in  ihren  Waffen ,  in  ihn 
m|.'f  afarztfqgen. '  Cook  und  Forßer  befchreiben  Ge  als: 
diefcbönftb  Jtfcnfchenrace  auCder  ganzen  Sudfee  p  und 
die  Fmnaaln  fanden  dtefiR  Schilderung  nicht  über-r 
trieben;  .TSie'fin^  ohne  Ausnahme  grob,  Ilark  und 
bebende^'  Ihrä  Länge  beträgt  feiten  unter  5  Schuh  4 
Zoll.  Die  von  5  Schuh  8  Zoll  ift  ihre  gewShnlich& 
.Grobe.  Sie  haben  breite  Schultern,  fleifchige  und 
»etvise  Schenkel,  gut  gebaute  Beine.  Der  Chi- 
rargne  Hoblet  fah  nur  einen  einzigen  übelgewachfe- 
W0II' Meafdum.  Sie  find  wohlbeleibt,  keiner  ift  ma- 
ggr.     Ibf«  Stimme  ift  ßark  und  dabej  wohUüiogend, 

N  5  Ihre 


190    Jfloaaa.  Cdtvefp.  ts»h  SEPTEMnZKi\ 

Ihre  Farbfiiß  loehr  oder  weniger  lidlbrann«    Chamtl 
faDd  fie  den  Malayen  ähnlich^  and  maii  kieianfieiiadil 
ihre^  Farbe  wenig  Tcm-deiil  genieincn  Mann  im  füd- 
Kchen  Europa  uutferfcHeidto.     ihte  Haare,  find  ihree 
Farbe  nach  fo  verlcfaieden ,  ^  wi^  ift  Eurppa  ,  Roth«r 
Köpfe  auBgenonunen;:  Die.Sefichtsziige  find  j^figeiml^ 
fsi^,  die  Augen  fchöD f  grdfii  un'd  fchwarx^die  Zäh- 
ne find  nicht  minder. fchän.   -Die  Nafe -ift  2war  gröGr 
ffentheils  platt,   doch  find  auch  ff  ebogeine  Nafeu  ni^t^ 
tingew5hnHch.  •  Nach  RohleVs  Angabe  haben  diemei« 
ften  tchönerHabichtsnaren »  und  nur  bey  einigen  fiind 
fie  plau.  -Bey.  einigen  >ragen  die  Lippen  etwas  her-^ 
vor.    Ihre  ganze  PhyücgDomie  ift  Frey  und  ofFen.  Sie 
fcheinen  von  eiofer  Race  niit  den  übrigen  Bewohnern 
\  der '  Süd  Fee  zu  feyD/'  - .  Höhlet  will  dagegen  nnter  ih* 
nen  körperliche   Kennzeichen   einer:  verfchiedenen. 
Abfiammung  entdeckt- haben.  '  Es  ifi  auch  feljT  leicht 
niös;Hch ,    dafs  fie  nach  ihr%m  leutfeli|2;ed  Character 
BDglückliche ,  dahin  verfchkigene  Fremde  attfgenom^  ^ 
men ,  und  ihrer  Nation  dinT^erleibt  haben*-    Siegehea 
durchaus  nackt;  denn- ein  aas  Banravinde  gewebtes 
leugi    welches  ilm   die  Hüfte  gefchluQgttr-aiX'^tieiit 
fordern  Theil  der  Schenkel 'herab  bäagf^'kknn  nidii^ 
wohl   als    eine  'Kleidcmgiaagerehen  nvverrden;     Ih».  ' 
Schmuck  befieht  im  Tatowl^en,  weicht» -Tron  eij^tten 
darin' geübten  Perfonen  yeitichtet  wird^.  Die.dadmFch' 
eingeprägteuFiguren  gleichen  Hicfroglyphen  oder  Chi? 
»efifchen  Zeichen,  und  find  höchß  regelmäfsig  ver*     ' 
theilt ,    daher    das    Ga«ze    einen    guten    Eindruck     , 
Hiächt.    Kinder  und  Weibsper fönen  find  im  Gefichl    j 
gar  nicht  tatowirt.    Junge  Leute  nur  wenig.    Dieb    ^ 
macht  9.  dafs  die  Männer  eine  dunklere  Farbe  haben;    j, 
.'   *  dage-    • 


-    XVni.  Mlkchatid^s  Bsife  mm  die  WOt^'      I91 

daiee^eDidSe^Weibsperfonen  nnd  KiDdet'-uach  Cook^^ 
niid  def  *  Frabzofoo  BericUte  tAdtit  wenige«  weibCnd/ 
ab  wie  Earopäer.     Rohlet  will  bemerkt  babM ,  dafe 
die  gr&^^ere  oder  geringete»  Menge  Mdbek  eiogc^vlg^ 
teoi  Figareo  ,  fich  nach' dem-  Alter v   dem  Math,  dem 
Stande  ond  der  Geburt:  der^fo  bezeichiieteD''F0rfoiied 
richte.  .  Chänal  glaabt,  daTs  fidi  d!araua«hla£a  acif  da» 
Alter  Ichlielieu  lalTe,  denn  alte  Lente  find  damit  gdnzf 
überdeckL  :     .  •  •    ; 

Diefeiben  ReifeDden  »-  welche  dieifchönen  ]bör>j 
perlicheu  VerhältoüTe  der- Männer  bewinidenBV''luidi 
aoch  über-dle  fchöne .  Bildung  der  Weibernntet  ein«' 
afider  einftimmig.    FrejUch  imd  Seeleute «  nach  einer 
langen  Trennung  von  der  Tchönen  Hälfte  jmferi  Ge« 
üchlechta^  'geneigt «    diejenigen  voiz^üglich  Jichön  isitf 
finden,  die  ßch  ihrem  Anblick  zuerft  wieder  datQel^* 
len ,  ond  fie  finden  andhi  wol  Schönheiteh ,  •  wo  keine 
find.  .     .       -.  .'........ 

JLa  jnremiere  PhUis  4uhBameatt  d'alentour           \.,   \ 
Eß  la  Sultane  Favorite    .                   ü..:  *  .•/       ■       ■ 
Et  U  mirach  de  Vamour.  .^  ,»       , 

Wie  Greßtt^bgt.  Aber  die  Zeugigiiffe  tq-y^Ul^  Seefah- 
rer von  fo  verfchiedenem  OeCcbmadc  und^fo  vielen: 
Nationen  find  lu  übereinfiimmend  and  gleict^u^^!^^.: 
JSgueroa  äufsert  fich  fogarki  folgenden  Ä»fiArück^n: 
Eccediendp  mwchas  en  perjecion  a  iofi  mos  ?i^uiofas  dö 
Lima.  Die  Engländer  Wurden^damit  aus  nof^  unbe- 
kannt^ Urfachen  am  wenigß^n  bekannt.  'G.Forßer 
wurde  defterften  Tag  nach  ihrer  AnkunftnuE  eine  ein- 
zige gewahr,  w^lch^Cchon  xu altern  Tchiray  übrigena 
aber  Toner  Äufi.eruog..za  Fqlge  von  eine^  .7^*^^^/* 
fchwerxu »aterfcheiden  war.    Rciiih,  Forßer^hpj^ fah. 

in 


1.92     ll/bniiJia.^Corr0fp.  licu  JSEPTEMBES^' 

ixi  Cpok'B  Begkitung  deren «mehirer^.    litt  erfiieti  Theile 
TM  C^i'«  sw:^yter  Reiib  ift- ^snb  detblbeö  ab^ebil« 
dft«  weldieaber,  oachdem  Bilde  za  nrtbeileD»  wabi^« 
lich'fceine  Vadiis  za.Jeya  rcbamt.    Seit  der  Zeit  bi$ 
aar  ÄDkroftf-der  FraozoIeD    bbeint  es«    aU  ob  dif 
Weibtptftfaoen'dieferlnlel  minder  fcheö«  nnd  mehr 
als  gefällig:  geworden  vräx^Bn.     Denn  die  Coqneuerie 
ifthierim  höchfien  Grade  xn  Haare.     Sieverftebeq 
alle  Künfte  ,    um   fich  geltend  zu  machen.     Nichts 
Jchmeiohelt  ihrer  Eigenliebe  fo  fehr  als  der  Vortag, 
den  raan'jrhnen  gibt;  um  fo  empfindlicher  kränkt fie 
>ede  ZuKÖckfetzung.    Sie:überlaffeii£di  ohne  Unter^ 
ichied  aa  den-erßen  befträ  Fremden »  deiidie  nir'vor«; 
hex)  gefeben ;  auch  in,  der  Folge  nie  wieder  fehen  wer- 
den.   'Eine  Tucht  die  andere  in  zuvorkommenden 
Ganftbezeiigüngen  nnd  AuEFordernng  zu  übertrefibn. 
Bar  Grund  davon«   folUe^man  glanhen,  läge  in  der 
Erwartung  der   von  ihnen  To  fehr  gelchätzten  Euro- 
päifchen  Waaren.    Aber  fie  üb^nrlaflen  fich  auch  ohne 
vieles  Widerftreben,  nnd  werden  nicht  erbittert/wenn 
der  Contrahent  fein  Wärt  in  der  Folge  nicht  erfüllt. 
Sp  ^tej  mätl  In  diefet  ktrrzen  Zeit  erfahren  konnte^ 
fcb^int    nian    hier    zu  Laäd^    von    ehelichen  Ver* 
bioSungenf  gar  nichts  ^ta  Wiflen.    lede  Weibsperfoo 
Icbeint  vieloiehr  die  F^ati 'aller  Männer  und  jede 
l^lannsperfön  ^ef  Mann  aller  Weiber  zu  feyn.*   Denn 
jeder  Mann    mafst  ficb   das  Recht  an  •    jede   Frau- 
ensperfon '  den   Freqiden  anzubieten.      Die   S]^anier 
wollten   auch    bemerkt  haben «    dafs    fie   in    ihren 
Hütten  durch  einander  Itfgen ,   ohne  Unterfchied  des 
Alters    und    der    Blurtsir^rwündfchaft.        Überhaupt 
(cbeint  nber  doch  dipfes-  Adsbieten  det  Ftauen  nnd 

Töch. 


.TSctker;  mit  welchen  die  Männer  in  det  Südfe* 
fo  fireygebig  find^  eine  anfcbuldige  Quelle  zu  ha- , 
ben.  .VieUeicht  mufs  es  als  .eine  Foli^e  einer  übei>- 
trjebfliien  GaftfreyheiJt  aojgefehen  werden.  Vielleicht 
Jwtrachtea  •fie  abch  Fremde  als  höhere  WeGen.  VielK 
ieicht  g^"bff»>  iie  fich  dadatch  geehrt,  wenn  £e  auf 
diefem:  Wege  folche  Wefen  ihrer  Nation  einnkerleiben. 
[  Hat  dock  jede  Nation  ihre  Sitte.  Wir  £elbft  in  Euro«* 
\  pa:tfiiniiern  nns  der  Zeitei^  und  der  Länder,  wo  daa 
[  drqft  dej  Seigneurs  herrfchende  Sitte  war« 
I  .  'C0ok  befchreibt  die  Einwohner  voa  Santa  Ckri* 
'  ßtifBk  a)a««0gdniachte  Schweine ,  befonders  in  der  Zu* 
bflreiiUtiiK  ihrer  JNahrangsmitteh  Cliaiml  Tudit  diefen 
Vorwinrf  abknlehnen;  Er  hat  mehr  denn  exnmahl  ih* 
res  Mahlzeiten  beyge wohnt,  und  er  kann  die  durch* 
^bigige  Hflinlichkeit  bey  Tifch  fowol  als  im  ganzei) 
BaaÜB« nicht, genug,  rühmen.  Er.  bemerkt  anch^  dafo 
£e  ikk-fidir  oft  wafchen.  Diefes  Zeugnifs  wird  durch 
IMlci^B  Bemerkungen  noch  weiter  nnt^rftützt«  Et 
hk  Männer  6nd  Weiber  oft  ganze  Tage  hindurch  im 
Wall0Cv;i0kne  dab  fie  hierbey  ermüdet  worden ,  oder 
ngenAäeio»  UnbehagUchkeit  empfanden.  Auch  hat 
kiBin'lkeifebefchreiber  bemerkt ,  dafs  fie  mit  Haut* 
knnkbeiftea  befallen  wären ,  welche  doch  unter  der 
heiraen  Himmelszone,  wo  man  /ich  des  Badens  we* 
nigpr  bedient,  fo  häufig  gefunden  werden.  Ungleich 
Ulligar.:  nrtheilt  For/ler  ^  welcher  ihre  Reinlichkeit 
wielt  fiher  die  der  Taiter  erhebt. 

Dia  Einwohner  von  Santa  Chrifiina  bedienen  fich 
bef  ihren  Mahlzeiten  ohne  Unterfchiacf  des  Flei- 
läea,  der  Fifche  und  der  Fruchte.  Doch  halten 
Ab  fich  in  ihrer  Nahrung  mehr  an  das  Pflanzenreich. 

Sie 


J94    ^Äwi- Corfc^Ji).  tioL  SEPTEMBEEL 

>£ie  Eodi^D  iBre  Schweine  nnd=Hüfab«r  in;  -Ö^n, 
.  -welch« ''in  'die  Erde .  gegraben  'wetden.  Zuweilen 
elTen  fie  ^nch  FleiCoh  iind^  Fifche  roh ,  welches 
jekelbaft/  rchein.t ;  'aber '  aoch  wir  thön-  elu'  •  Gleiches 
•nit  unibm  .Anftern,  Mtrfbhelnl  Schinken  n,  f.  w. 
%ie  pveireD'»feri^er  aus  der  (Docosnars  ein  Öl^  deffeh 
£e  fich  wk^ibren  Speifen  bedienen ,  und  womit  fie 
«nch  den  Leib  reihten. '  Befondei«  zeichnen  ficb'darin 
die  Weibsleute  aus  ^  um  damit  ihre  Haare  fchön  und 
glänzend  zu  erhalten.  Ihr  gewöhnliches  Geträdk  iß 
reines  WaHer »  und  ohne  2weifcl  auch  die  Milch  der 
Cöcosnnü.  c,.  Hoblet  £iih  ße  logar,  wie  es  fehlen;  <riuie 
weitere  Folgen,  MeerwaOer  trinken.  An  FrakillJfi* 
fchen  Weinen,  fanden  üe  wenig  Gefchmack^  ^htff  um 
fo  willkommBner  waren  ihnwftarke  Getränke.' 'JPbryZfr 
glaubte,  darsri^felbß  lieh  £in  beraufchendes  Getrink 
aus  den  Wurzeln  der  Pf e&rpflanze  bereite.  Chand 
glaubt,  .dafs  fie  fich  zu  diebr  Abficht  Tielmehr  dei 
Ingwers  bedienen  ;  wenigdens  i)enannten  'fie  die'  £u" 
-ropäifchen  ßarken  Getränke^mit  dem  Natnen,  mit 
welchea»;fifr  m  ihrer  Sprache  den  Ingwer  bezeichnen. 
So  fehr  fie  »her  auch  Freunde  Aarker  Gecrinke  za 
feyn  foheineie  t  fo  entdeckt  tnan  doch  anter' ihnen 
nicht  die  geritigfieü  Merkmable  einer  Beranfichnng. 
£in  Gebrauch^  defien  die  Engländer  nicht  erwäh- 
nen, befieht  darin,  dab  fie  ihren  Freunden  die  Spei" 
fe  kauen,  und  Todann  darreicheu,  um  ihqen  alle  Jyfo- 
he  zu  erfparen.  So  gut  diefsi auch  gemeint  war,  fo 
waten  doch  ;die  Franzofen  viel  zu  befcheiden  ,  als 
dafs  fie  ihre*  Gefälligkeit  hätten  mifsbranchen  fol- 
leu. 


So 


3CVin.  miarchand's  Reife  am  die  WelL       I95 

"  So  lehr  iaibet  attch  die  Klnv/chtkmrA^^rMeiidazas*  oder 
Marquefas-Jhfelrt den  Tsikern  gleichen,  ob  hf- gleich 
mit  diefen  vieUeichr  einei^ley  Urfpraiig  habeavfo  Far- 
ben &e  66  dodi  im  Kanftäeifee  nicht  fo  weit'gebraidit 
als  diefe.  So^z.  B.  iß  die  Sciilffbaakaüft,  fo  ftii«fagen^ 
•aoch  in  der  Kindheit.  IhttVfäS^A  find  dftgd|g|6iiifflit 
groGieni  Fiäbnnd  vielem  Oefthmack  geftiftÄitetr£*Sie 
liifaren  weder  Bogeo  noch  Pfeil,  wohl  aber.  eiBeneun 
bis  eilf  Fab  iange  Xanze,  eine  A^t  von  Säitengie^ 
wdir ,  aebft  einer  knotigen  Keule;  Diefe  WaffeoXiad 
ftmmtlicb  aneiQifuarinaholz  zierlich 'gearbeitee.  -Si^ 
machen  attcfe  ilebraach  von  der  Schlendert  ll(^  treffen 
aber  oicht  gut»  ob  fie  glcäth'gröCse  Steiiid'  a^  eihe 
grobe  Ferne  lÜBaus  werfen.  Ans  dem  Bau  nn\i  der 
Anlage  ihrer 'Wohnungen  kann  man'verdintlm^i'-'dab 
iio  Überfchwemäinngen  aua^efetttt  find,  wefche  zu*« 
weilen  eine  anfefanliche  Höbe  erreichen.  Dii^HatfpJ» 
befchaftigiitag  diefes  Volka  befteht  übtigeiSy'JHSberdedi 
Arbeitett,  wodurch  fie  die  erftcn  Bedarfiiiire"de8l.e« 
bens  befriedigen ,  im  Singen ,  Tanzeü  und  iii  zhdistm 
ZiBitvertreilM».  -Ihr  Tanz Terrdientbidhli  dafrinan  def- 
bn  erwähnt.  For/ter  wiil  zvM^  dafser  dem' Tanz 
Ton  Taiti  (ehr  ähnlich  fey. '  Soll  diefe  VerglieidSung 
Grund  habMy'fö^  mülTdn  die  £«nMrohner  den  Franzo- 
bn  «inen  Theil  ihrer  Gefchicklichkeit  verborgen  ha* 
beiiU  So  verliält  es  fich  andh^mit  der  Mnfik.  Die 
Franzofen  faheä  nichts  von  Trommeln,  deren  For* 
fler  erwaffanl.-  Ihre  Leibesübungen  beliehen  Vorzug- 
Kdi  im  Schwimmen  ,  woran  ^e  groben  O^fchmack 
finden,  und 'dicht  feiten  bringen  fie  ganze  Tage  im 
Walfer  zu.  Übrigens  hängen  fie  durchaus  dem  Ver- 
gnfigen  nach«    Sie  ermüden  fich ,  indem  fie  im  Grün-* 

de 


^^6    mmtk  Corrafp.  Hou  SEPTE^B&L 

^0  oiehts ' thilo  f  fkey  tQh  albn  Sorgen,  in  fietreSF  ihres 
Untief  halts  •  in  einam  Laxida «  wo  die  Erde  von  Telbft  16 
▼i^Ll^ervoTbriiigt ,  alr  fie  söthig  haben«  denkt  hier  kei« 
nev^  d^n ,  dem  Lande  noch  mehr  ^bzug^ivinnen.  Aü 
4ck«rba«  «rird  unter:ihi«Hi  folglich  gar  nicht-gedacht 
]Sttr:fii|ib0ian.ctinige  regelm^fsigef  äapmugcn  voA  £a- 
lüinffii  ttfidSrodfrachrb&imieii.  Füt  das  übrige  mag  die 
liainr. C^vgen.  So^rofs  sVer  auch  ihr  Hung  anm  Ver- 
gnügen. i(V,  fo  fdieint  es  dochj  als  ob  lie. zuweilen 
)». Kriege«  theils  unter  fich,  theils  mit  ihren  Nach^ 
biurn  .y^rwickelt  würden.  Dieb  bey^^ifea  wenigfieas 
}h;«.W^9*  vtu^  die  Narben,  wei^ejMn  an  eini* 
gen-  ^9a  Einwohner  beioerkte.  Einige,  diefer  Wun« 
den  fcbienen  anf  eine  Art  behandelt  i||p^  geheilt ,  .daiif 
ße  eipim'M»VrX9P9^^t:chen  Wundarzt  £b/AbtiPg«D  ^ür^ 
deo..:'fllß' Hoblet  einen  diefer  Einwohner:,.;  weichet 
4wpch:^^^^  ZufsU  durch  ein  FranaLÖfiCches  Feuerge- 
^ehr, verwandet  worden ,  beforgte  nnd  Verhand »  hat- 
te er  Gelegenheit  zu  bemerken«  data 'fie  fqgar  Beinr 
brijiph^,  qud  Quetfchungen  zu  behandeln  verAehen. 

FreyUch.  reichen,  Co.  wenige  Tage  von  tJmg^g 
nicht  wohl  zu ,  um  fpgleich  über  den  Character  nnd 
die,  Sitten  eines  gau^eu'Volks  ein  Endurtheil  zu  Tpre« 
chen«  Doch  fcheint  diefa  bey  Halbwilden «  welche 
den  ganzen  Tag  im  Freyen  zubringen  ^  und  welche 
die  Neugierde  in  grofsen  Haufen  üni  Fremde  herairi 
verfammelt ,  welche  fich  fo  wenig  verßellen  #  und 
durchaus  zeigen  ,  wie  und  was.  üe  findj  eine  Aus- 
nahme zu  leiden.  Nach  ihrem  Betraget^  g^gen^die 
Franzofen  zu  urtheilen»'  muls  ma^r  fie  für  das  gut- 
müthlgfte  ,  roeofchlichße  9  gaftfreyeße  und  grofsraiit 
thigße  Volk  unter  allen  Völkern  dttc  Sttdiee  halten. 

Die 


|)i6  Bewegangeii.  -Uuer  Soele  ßai  fo  fchaeU  w^ie  des 
BUt3( ;- uBd  gleidi  einer  Wetterfahoa  Yeränderlicti^ 
Nicbu  macht i^if£Qe,fiaeo  dauerhaftea  Eindruck;.  Oe^ 
g^riDgßo, Zufall, .. welcher  den  .Ihrigen  fowol  alsFrem^ 
^  jpriderfahrt,  rührt  Ho  auf  das.lebhafteOe  t  ab^ 
fligl^ch»  lyie.eiii  neuer  GegeB)ftand  fich  darbiet^t^, 
tritt  dJA  Frende.an  die  Stelle  dies,  vorhe^geganygenei) 
Sduneraea.  fiio^rolchea  Volk  kann  uiupögUd;tbö8aPf 
^rSlator  tejn.  Allee  be weift  «ach»  dab  die  Gott 
ii^titlugkeit  die  jGrrundlage  ihres  Gharacters  ifl.  Sie 
glleichen  Affen  o4er  Kindern , .  welche  nadi  allem  Ter« 
Ungea»  wa^  fie  (fhen^  und  fo^wie  fie  es  erhalten »  to* 
g^ekh  wiede;c  yerlaffen  t  um  zu  einem  neuen  Gcgen^ 
Ijtoda  ihrer  fiegi^rdetzn  eilen. .  Nicht  ihre  Überlegung 
ift  es»  fondetn  ihre  Sinne,  ihre  Augen«  welche.ih^ 
len  WUl^  b(Bftiiumep.  AnfäpgUcb  wollten  fie  nichte 
4aNägek  Gc^n.JNägel  ganz. allein  vertaufchten  fie 
IhreLfbfBsmittctllf.-  ohne  davon  den  eigentlichen  Ge« 
)»rMch  zu  wil](ex)^.,  Denn  fie  trugen  fie  als  Ohrgehän» 
ge ,  oder  als  Zierrathen  um  denHals ;  aber  bald  daran£ 
&fl  ihre  Neigung,  auf  d^e  Spii^el »  fodann  auf  Pfeif« 
diep.^  endlich  auf  die  kleinlieA  Mefilsr,  Heins  diefec 
Gelnfia  dauertet.^gef  elf ■  eine^ ,Tag,  Ein  Ban^  eii^ 
$tttck  von  rotl^em-Zeqg,  jede^^^pielwerk  war  .ihpeo 
pnglei4^  willkommner  9  als  ei» .Beil ,1  .eine  Säge,.od«c 
>  mder^e  nützliche  Werkzeuge ».;  w^l^hd  die  tibpje«i 
V<91ker.  d«r  Südfee  zur  fi^ö.cdf|Cttng  und'  £rleich$e^. 
TOBg  ihrer  Handarbeiten  Cd  J^ikig  verlangen«  DiV 
Weiber  geben  in  der  Verändealichkeit  ^  ihres  ße« 
Icbmacks  den.  Mtoneva  nichts  -Mcfau  .  Sie  wec^ifela 
mit ,  ihrer  Znneignotg  wie  mit  ihren  Ohrgehängen« 
Ein  Mann  ift;für  fie:iiiGbrvJdi  beQm.els..eMi§piel*f 
.  CorrAY.  B.  i8ot.  O  werk. 


Xtrttky  Ans  den  Anneti  ttefTen ;  welchto  Rt  tn  liebeif 
fcbeinen,  üKerlaffen  fio  fich'  ohne  Bedenken' dem  W 
ften ,  tier  fie  anfTnchf.  '  Diefer  Leithtfini^ ,  welthihr 
bieyden  GefchMchtem  gemein  iß,  mag  vielleicbt' deif 
Griind  ihres  Han^s  zu  Diebei^jren  Tejn ;  fie  beftaUenf 
xWar  Fremde ,  aber  Re  -bringen  dAs  Geßohlne  fogleich 
Wieder»  ohne  fich  Iiiin|je  darum  bitten  zu  laflen;  and 
dies  alles  gefchteht  im  Lachen.  Sie  fcbeinen  alle  die^ 
fe  Sadien  als  Spielwerke  zn  betrachten »  anf  welche 
fie '  keinen  Werth  legeb«  Sie  trügen  aiich  kein  Be^ 
derflcen»  im  Angfieficht  der  Franzoreh ,  welche  fie  b»» 
fiohlen  hatten,-  mit  ihrem  JElaabe,  als  einer  rechtmS- 
fsigeh  iBefitznng gefdunttckt  za  erCchdnen.  Sie  fchei« 
iien  die  Handlonqj;,  'tlurch  wek)r6' fie  in  Befitz  der 
Sache  gekommen  waren»  ganz  und 'girr  Tergeflenzit 
haben.  Doch  fcheint'  es  demah^eächtiBt;  als  ob  fid 
einige  Begriffe  ^on  Eigenthtim  und^ebßabl  habend 
Dies  beweift  der  Diebftahl  -von 'Mttrdhanet^  Flinte, 
vnd  die  Art,  wie  fie  zurück  gebracht  warde;  nild 
diefe  That lache  Urst  fich  Tchwer  mit  ihrer  angebor« 
nen  Gatmfithigkeit  and  Gafffrieyheit^ri^einigen;  Aber 
es  wäM  ungerecht,  von  der  liandittng  einiger  weni- 
gen «am  Nachtheil- einiss 'ganzen  Volks  zu  fchlieben. 
Wer  wollte  z.B.^isitaen  in'eineihEardpaifohen  Staat 
begangenen  Striilsenrattb  der  ganzen  Natioi;!  zor  Lall 
legen?  £in  gleidbes'giU  auch  hier.  Indefien  war  dock 
diefer  Raub  der  iBinzigiB,  welcher  Anfchläge  nnd  eine 
Verabredung  zu  -vsrrathen  fchiön.  Alle  übrige  Dia- 
^bereyen  glichen  mehr  einem  kindifchen  Muthwillenl 
Um  fo  gewiffenhafter  benahmen  Ri  fich  dagegen  bey 
ihrem  Taufchhandel.  Keiner  nahm  ^twas  davon  zu- 
rück, fie  brachten  Togar  von  blbft  noch  Wäareni  her- 


■XVni.  Mankantts  Reite  4ktäieWeks      199 

bfty,  Vielehe  man  in  der  Eile  nbd  Verv^ttttitsg  Ikltd 
liegen  lalTed.  Eben  to  wenig  übervor Hielten  ile  dni 
Under  felbft.  Jiedar  unter  ihnen  ^htlt  den  der  you 
ilim  gelieferten  Waare;  entfjirecheifdett  Antheil^  80% 
^T  bev  geßoblnen  Sachen  enthielten  Bm  (ich  aller  Ei^ 
'^enmächtigkeit  gegen  die  vernteitttlichen  Rechte  dei 
Diebes.  Die  auf  dem  Schiffe  ^^Aofalne  Sache  ^ng 
fon  einer  Hand  in  die*  andere«  Der  ThSter  war  da-^ 
"bey  gelaflen  und  ruhig;  denn  ti  \rufiile"Torhet,  dab 
fie  am  Ende  doch  wieder  in  feine  Hände  zurüdk  keh« 
ren  würde.  Unter  fo  vielen  Töndetbaren  Erfcheiifütf* 
gen  nnd  Widerfpirudieu  hält  es  fchwer  ^  ein  gegrün» 
detea  Unheil  zu  fMien.  SoUte  uns  dies  befremden'» 
uns»  di«  wit  mit  jedetn  Tage  mehr  einfehen  folUen » 
tirie  weit  wir  in  der  Kenntnifs  der  Menfi^en  üoclk 
kurückßeheh  !  Wo  und  die  MenfGheti «  wo  die  Völ« 
ker»  welche  bey- -genauerer  Ubferfüchung  durohius 
confequent  handeln  ? 

So  viel  das  Innere  deir  E^atbilien*£iutiditüngen 

und  VerhäUnilTe  betrifft,  fo  konnte  man  WSgetldeV 

Kürz«  des  Aufenthalts   davon 'nur  wenig  erfaht^u, 

C^A  getraute  fich  nicht  zu  beftimmen  V 'ob  au  f  den  Afisi*- 

quejas'htfeln  die  Weibsperfofnen  gegen  die  Gi^wöhn» 

heit  der  Infülaner  in  der  Sudfee  tum  Tifchdet  Mäoy 

ner^tugehifen  würden«      Dagegeb  bh  Chanäl't^^ht 

Aenn  einmahl  die  Männer  tnit  ihren  Kinderti  nnd  Wel^ 

^ern  aü  einer  Tafel  fpeifen.     Die»  Mütter  Öillten  fibte 

Ihider,  utid  bezeugten  diefen  ällö  ftiSgliehe  ttnMtlk* 

leit  nnd  Sorgfalt.     Selbft  di«  Mftukiei'  drückten  dib 

Knder  an  ihre  Brnft»    und  freueteti  lieh  ihret  Nach- 

kooDmenrchaft.      Aber  wie  es  fodami  mit  det  Vatei^ 

Icfaift  ansgefcben/iüAys,  ^iea  ift  fW^Üch^ineff^^ 

'-"^'  O  j  dl« 


209    JI!tomÜ^\Cf^  SEPTEMBER, 

4iofichleiGbt«r,99fiBverfenaUbea|it^yprteo  labt.  \Vel» 
chen  Eaiig>ii|)d,.^Clu(fl  dleAVeib^r  in  derGe^elU£^ft 
halmtf.  l^an^jp^aa  eben  to  wenig  befiimmen.  Man 
labe  Mannte  ihre  Weiber. ,  aber  auch  Weiber  iilire 
Männer  jCchlagenr-wenn  fie  fich  g^gen  ibre^fLelti^ 
^nd  AuiSE(>^eruugen  kalt  und  gleichgültig.  bezAigteii. 
h^f^Sem  tchien  aUa;eine  Gleichheit  zwifchen  beyden 
Gefchlechtern  S^tt  za  finden. .  Oij^öb  da  die  Natur 
^Mijdefi  keine. gleichen  Kräfte  verliehea»  lo  mag  du 
Recht  des  Starkem  nach  aller  Vermathnng  aach  hier» 
sprie  aller  Orten ,: 4^. geltende  Recht  feyn.  Doch  fchei- 
nen  fich  die  Aijäimfr  nie  t|m  der, Weiber  willen  zu 
zaid^q.  Das  IVeicbli  detr  erßeu  Beriunehmung  vixd 
}iier  fo  lange  geachtet ,  als  der  Beiit^nehmer  iqriU 
^00  d^r.Gewajtt  der  Väter  über  ^i^re  Kinder  tindde« 
S9I1  Dauer /ift  .'ft^^j^-wei^ig  z^yieTläCßge^  bekannt 
jSie  .%:b^int  iich  aber j^icljit.  weit. üb^r  die  erßc^  lajtirp 
der  Kindheit  zu  erftrecken. 

Von  ibr^r  Ri^gierungsverfalTung  labt  fich  nur 
Jb  viel  behaupten ,  dab  man  hier«  die  auf  einigen  Süd- 
Infj^   eingefjiibrtf;  .  Feudal verEafi^ung    nicht    kennt. 
,CAma/glaubt;a^evx..^Ci  ike  einige  Oberhäupter  h^* 
ben.,  welche  fte  O^öoi/it /nennen  »^und  fo  nannten  fie 
4uch  den  FranzöfiXchep  fiefehlshaber    de^    SchiJSF^ 
Ka^  For/ler^B  Erz'^hlung  mufa  fich.  di^  Gewalt  des 
Oberhauptsnic^  v^t. erßrecken. .  Qeun  als  Cook,  ei' 
4ien  feiner  M^trp(en  prügelte,   wunderten  fich  di^ 
Einwohner 9  dab  der  ßa-ka^^ait^  (fg  viel  als  Obe^ 
l^aupi)  feinen  ^rujder  g/efchlagen  habe,  ob  fie.gleiA 
wubten,  das  Oberhaupt,  der  Fremden  habe.allen  üb:^- 
g^n  zu  befehleOf^  •    Die  FranzoC^  wurdet^  niemaid 
gewahr,.  4er ^i^uu»  Kqnigvorg^f^lf.bättef  aber  atch 

e»en 


XVIII.  MdrdtimttsRei^^  iöt 

%hen  fo  wenig  «dtae^kteb  fie  SpuiMT  micl  Bereife  %-' 
Aet  p^tnärthsLlitckffb  VerhSTutlg.  i^tir  Tchiöieii  ditf 
fchftnftta »  WöU^bildeftfteki ,  ßfir&fteä  mia  ftnfinnlicli- 
ßeii  die  mtiRe  Achtong  tu  erhalten  üieiä  am'  liebßj^ 
angeliört  zd  werden.  -  /• 

Eben  fo  webfg  kdiinten  die  Franzdfen  in  Bkitti 
ihret  Religion  einige  änfTchiüfle « «rlnrlteti.  Wffli 
lend  ihies  AüfH^ntbalis  wotdenftif  «keine 'cinlci^ 
Hüdlung  gewahr ,  ans  weichet  litiU  atiF  den  Gläulr^il 
Md  die  VerehraAg  einer  Getifhei^^«ili^egliSkidet€# 
Sddafe  faiächen  lieCse.  Das' Yergnngttl  ulleitf  tcheihl 
fie  Gottheit  diefer-Inrel  zu  fejn.  -Hier  gibi  ^^kV9 
'^nen  Äberglanben ,  k^inegtHtesdi^kiittichfen'GebräTtcHöl  ^ 
keSn^  Priefier;  keiüe  Gaoklefr.  '*MeHdahnd'  virölWt 
zwüTUi  der  B$j  de  la  Madrt  db  X)i<)j^eih^'  fiH-^jöl^ 
trädiiftiftlicben  Vertichfnngefi  beÜStninten'  Ort  ebc^ 
deckt  kabexi,  aber  feitdem  find  ifaehr'dekin  200  ftlAih 
verfiolTefl,  üii^  es  wOrde  ohneBeyrpieHeyn-,  Wenn 
etil  Vblk  Ton  feibein  ehemaligen  Gomsdieiftft  gar  keS;^ 
Bfe  Sptlir  beybebaften;  ödet  nicht  ttit  einem  ändert, 
yrerw^felt  hätte.  Die  Spanier  )iaben  lieh  daher  ent£ 
weder  an  der  Beßimmnng  des  Ortes  ^Vtt,  oder  die 
EitigrfK>men  haben  den  Gegenftllnd  iiiMVerehrung 
naifr  ^iäemi  für  jeden  Fremden  atiziigStt{|U'ibhenItlatz^ 
gebiradtt;  "  '       '     •'  .. 

-  8o;iflel  die  Bevilkernng  diefer  Inlel  betrifiPt;  Td 
bemhte'alle  Angaben  auf  anfichern  und  l^öchft  fdiwaü^ 
Üeadeo  'Ortind^d.  '  Däfs  fich  auf  einer  földito  IvSA 
um  den -Landungsphit«  viele  Menfchen 'einfinden \ 
fcUünt  mehr  die  ^^ngi^de  i  weiche  fich  bis  in  dük 
Inne^  d6s  Landes  -mittbeil't,  als  eine  große 'Bevbf- 
kenfflg^ttt  beweifeo.  Mit  dem  Schi Jte'Verlieren  ifb& 
•         O  5  die 


f 
909     JBmpiLCmefp.  tSouSEPTEMBEff- 

dip .  mehrftea  4^0^^  Neagiecigen  von  dieCsr  Stelle»    i 
welche  I0  viele  Menfcfbeii  za  enthalten  fehlen.  Eben 
fq  wenig  beweibn  zahlreiche  P,fla9zuiigen  an  denKü« 
fian  tin^.grotsfi  yolksmenge.  -  Denn  alle  diete  in  der 
Südfee  zwifchen  den  Wendezirkeln  gelegene .  InCeln 
find  im  Inneni  fehr  gebirgig  nnd  keines  Anbanes  fä- 
hig* .  Diefa  fnacht»  dafs  man  nur  an  den  Ruften  oder 
JA  den.Thä!eniE%iwohnerfa(;ben  nnderwartepktnn. 
Von :  den  Mßr^efas  läßt  ficb  die  Menfchen  -  Meng^ 
noch  nngleich'  Xchwerer.beftinymen  »    da  im  Grande 
ultrißUie  einzige  Infel»  and  felbft  anf  diefer  nur  ein« 
fnntig^  ]ßay  vqq  Europäern  nnterfucht  worden.  ,Deff 
fen  nngeacht^t- änbert;  (?.  Forßer  eine  MathmafiBunga  < 
im4  (chätzt  die  Bevölkerung  der  I^mmtlichen  Infda 
«nfongef^f.. 50000  Seelen,      Unfer  VerfalTer  be|lrei> 
tet-diefo  Angabe  aoe  fehr  guten  Gründen.    Er  gUiubl 
aUev  xageQai;idu  M  haben,     wenn.  ^   der  JnüA 
fJhriflina  7Qo{>  und  den'fämmtlicbei^  Infelq  19000  zu« 
gefteht,  rad  felbft  diefe  Angabe  getränt  er  ficb  fowe« 
||ig  zu  verbürgen,:  dafs  er  fr^jmüthig  gefteht,  daCi 
man  ße  in  det  fol^ehey  einer  genauem  Erkundignng 
febr  übertrieben  fiiyden  werde. 
.       Die  Spraciie  der  Einwohner  von  Santa  Ckri^Kna 
hat  mit  (^r..d«r  QttfellfohaftS''Infpln  die  gröfat»  ÄW 
üchkeit,   oder  genauer  zu  lagen :  lie  fchein^  ein  und 
diefdfoe  Sprache  zu  feyn ,  welches  auf  einen  gemein« 
fchaftlichen  Urfprung  der  beydurfeitigen  BewoIuMf 
fchUelsen  lafst.    Ein  Eingeborner  der  G.  Infeln.^t'wet 
eher  fich  auf  der  Refolution  eingefchifft  hatte,  konn* 
te  fich  auch  wirklich  ,in  der  Baj  dela  Madr^  da  ^tios 
vollkommen  verßändlich  macl;en.    AobUt  nnd  Ouk 
nal  haben  ein  Verzeichnis  dpr  jJJmen  befcaallt:|;c|wo^ 

denen 


idnea  Worte  beygefdtBt.  ,   Dio;  Worte  müSSen  nach 

ItamOQfiohtr  Anftlprache  goleCa&.werdeo..   Das  Alphat 

fcndmrda^eii'Einwohher  kait.fanf.Vocale,  und  nut 

flfte  Mid4iiltr.^  Die  BuchOabon  HZSX  fehlen  ganz; 

.PntM.9:^lbtfLAnBffm^hß'üintn^  fchwer  fällt,  er- 

SfffUa  fie  dbrch^  eine  *Arpiratip»%4jiiit.. welcher  ihre 

Sp9^Ao>(l4iidnn>ui  voliem  Mäfse  geflE^et  id.    Sß» 

ft|iegto»,»wy;.inU.Hefiiigkeit,.  dgflen, ungeachtet  hat 

lUe.ifaiftl^illcke.  gar.  Bichu  anahgtaehmea,   bebnder« 

«dMi  Mnnda d«nr  Weibstente»    ,     :  . ...  .      ,   > 

.  -;:..:  Ave  dec;hi»hflir  gegebenea  Beldireihnng  werdeia 

MlftM:LeflHr..TQto.Ielba  den  SchluTa  nachen,  dafafswi- 

fthtWi  den  BbiUrohaa»  Yonlaki  «nd  dienen  wmSaiUa 

lilll^ljw.euie  Anverkennbere  lÄhnUchkeit  fey«  '.Du 

.Ihl^^täfläealbüiea  zwi£Ghe»beyden'kommen  aof  Rechi» 

t^rita^  der  Eiafemang  luiddea  Chnuu  zu  ßehen.  Vielr 

;JflKkt;.fliiiih.a«£Hechiiuiigdei.Bödene,  wovon  ficb auf 

Sria^yChripmä  piilr  wenig  aübanen  läfst.    Dean  auf 

dfefcr  InUigibt  es  keine  Co  gioCm. und  fchöce  VÜMuk 

rtaq^eafräa  Mantbeerbäamezi,  inreiche  das  Aug^Xo 

'iBOi  ergbtsea;  auch  fehlenhier  die  fchöoen  £%ilien; 

mit  .wdGhen  die  Ufer  von  TaUL  omgeben  £nd:    Da- 

•f^on  find  die  Meitdoza-Iiifeln  von  allen  Seiten' mi< 

.fiepaBemiffenrumgaben,  welche  einen  foxeidien  Vor* 

< , jatki jvon .Mnfcheln  enthalten ,  dafs  £e  a;nf  diebArt 

'.  4tmi  Einwohnern  den  Mangel  von  Erdfrüchten  er« 

..JliaM»:/  Anf  Santa  Chri/lina^  findet  man^  weder  den 

A'Beichthnm  an»  Lebensmitteln ,  noGh.>auch  die(ch5nen 

..Saii^»..dav£h  «welche  iich  die^Uanptinfel der SudfeH 

r..  JkrUiv  aaaxeichhet.    Anf  Tiuti  herrfcht  dnrdgängig 

<*iiiprflafl,>  mnd'.die  Einwohner  üiefer  Infel  (läben  in 

..jim*  Verfeinemnp  Ibwol  als  den  nätmlichen  und  an- 

>   iycl.     \  O  4  geneh- 


204    MmutkOmBjp.iaot.  SEPTEXBEtL  - 

ygenehmen  Ktänften  gidrae  FontTchritte  geoiidit.  Die 
Einwohner  der  Mwnäaut:-  J^fa  ihäbat  C»  viel  ab  fie 
ftdthigvhaben.  Qi  gleioiier  Zeit  int  dl»^0taiüfit  die^ 
fer  Inralaner  eine  Stimniiog,  Welche 'Bichte  weitet 
rerlangr.  Unbekümmert  ^  wae  nioq{en  gefchebea 
könnte,  genieben  fie  ganz  j^en  laufenden  Tag.  Gd> 
Iheilt  zwifchen  dem  Vergnügen  nnddem  Müftiggaif^ 
.  ge  (cbeinen  iie  gegen. alle  Gähruagen ;  welehie  die 
lBonarchirdi*feadalifche  Ver&ffang  TOtt  TaM  S^  <ift^ 
erfchüttern.  hinlänglich  gerdiützt.  Mit  einer  bdheiti 
Goltnr  haben  dieEinwohner  von  JkMihMnrfprüng- 
liehe  Frejheit  Terlöreo.  Denn  ein  Thett  detfelbe« 
lebt  von  dem  Schweift  des  ander» ,'  führt  eia'Cdit 
klrgliches  liOben  und  empfindet .  danron  die  Folget 
in  Krankheiten,  wdcheßch  auf  ihre  Kinder  ▼erpflaiit 
«es/  .  Die  Einwohner .  der  Mmdöza^Jnfän&vA^* 
gegen  noch  nnverdo'rbteer,  und  dettLnatürUchetoZo^  . 
fiande  nfiher  als  jene»  ^Ihre  Gefondhei t  iff  ^ark.  Jeder 
lebt  für  fich  und'nm£si|9|et  willen;  EinBuropäerwür^ 
de  ohne  Zweifel  Taiti  dem  Aafemhafiife  auf  der  Infel 
St.  Chrißina  Torziäi9n  t  aber  ein  Mmdmumer  würde 
irrig  handeln«  wenn  er  das  Schickbl  der  XnUm-  Jbe« 
neiden  wollte.  .    :  i 

So  viel  von  den  Menäozß-jb^ebi,  :Sie  verdienen 
die  hier  gegebene  weitläoftigefieGchreibongandiane 
der  Urlache,  weil  fie  in  der  Folge  bedeutender  wer« 
den  können«  Denn  ea  labt  fich  vermuthen»  dalsalle 
Schiffe,  welche  nach  der  Nordweüküße  von  Ameri» 
ka  Cdgeln  ,  den  Aufenthalt  auf  ihnen  dem>  anf  den 
Freundfchaßs"  oder  Gefeüfehafis*  btfebi  vorziehen 
und  folglich  hier  eher  ala  dort  ihre  Erfrifehtingen 
einnehmen  werden.     Diefe  find  zwar  fruchtbarer» 

aber 


ihre  Luge  ift  weniger  günlKg.  Sie  liegen  tibge* 
fthr  30a  Meilen  von  jenen  unter  dem  Windei  ^  Onl 
Mifaüeh -El»  kommeü,  rnnfii  ein  ScIiSff  eitf«  We^ 
iNDli  aföö  Meilen^  dwrch  ein  fehrgefbbrlicheslnfelmeer 
dwchhAfen  »  worin  «inige;  Icaam  ans  dem  Wdfler 
kerrorngen.  Man  kann  dAher  zar  Nächteeft  kmr 
iMDjge.£egel  aaffpannen »  «nd- die  Nachte  fitfd.zwi'- 
£dien  den  W^ndekreifen  oline  Dttmitfcnrnn^;  «Wd'da^N 
Usj  lang.  '  Dagegeti  iß  ^am  "Cäp  HoniM  bis  zu  den 
Ma^qiufds^Jiifelndie  See  intiituins  trty  9  fodaßTman 
hdf  Macht  «wie  bey  Tage  alle  8egM  gebfanchlstf  :kaiiD; 
vni.nock'tOkerdies  600  Mriien  -lAi  Zdc  und  Raäni  ge^ 
trinnt. 

Brin4i4  Jan.  an  denrfMIien  fAge»  au-  Wt^hem 
däa.  Schiff  In.  der  Baj  ^  lä  Ma^de  Diö^  A^ltev  ge^ 
worfea  hattet  bemerkte  bmb  deft- Abeüds^^Be^  Teht 
kritarm  Wetter  in  der  Fern6  weft  dbrd  w^ieii^  ^eiii 
dar üSsy.  einen  dunkeln  feftftehenden  -Fleiften  fb-  6ev 
GeO^lt  eines  erhabnen  PicM.  'Den  felgeddeli^A^A 
um  diefdbe  I2eit  warde  ifa«tr  «efiSlbd  "EftfSbÜ^iM^ 
gewahTi  utid  man  Tcblob  daraus ,  dafs  ISdiln  d^^NV« 
&e  ein  noch  ttnentdecktel  Land  befinde,  ^frii^i^^tlft^. 
her  zu  utiterrnohen  augenblicklich  berchloireii:WuWMf. 
Weder  Mmianna  noch  Cook  hatten  >  wie  if^*Tcfa«1tit'^ 
davon  einige  Xenntnib ;  deiin  zwifchen  d^  W^e^e- 
kreilSta  ift  der  Himmel  Telteti  fo  hdter,  daß  matt  lllei. 
ne  Länder  iu'WoIken  deutlith  tititef  fdieiden  "kann; 
Doch  bemerkt  Quirls  ^  die' Einwohner  von  Mmhe  äo 
X>*oi hätten^  als  fie  auf  dem  Adfkiiralfcfaitf  einen  N'i^ 
gef ^  eiblickten ,  verfichert ,  füdwärts  von  ihrer  InM 
gebe  et  ihehtere  Menfcheii  vöä  diefer  Art,  mit  wel- 
chen fid  im  Kriege  begriffen  wären.    Niin  hat  man 

O  5  frei- 


^o6    JH^.  Qmtefp.  tSifi.  SEPTEm^gi: 

frnlich.  bis  zur  Stande  in  füdlichert  Richtung  nodi 
kfline  Yjan  Negern  l>ewohate  IoGbId  entdeckt  ».-doch 
liegt  Ewifchen  dem  Wege»  wficheo  Mendßnnm  mit    { 
Cook^ia  gleicher  Hichtotig  von  OQen  borgenommen^    i 
«dd  cwiFchen  Biron\$  Reifs,  -lyreldie  im  J.  1768'  hofl-i 
dert  Meüen  in  füdlicboi:  {UchtuQg  dierQ^IqUaTOic 
bey.g&ags  noch  eine  ziemliche  Strecke,  welche  top 
keinem  Seefahrer  nnterfocht  worden.    Neger  :mfillen 
«her  wol  Tob  wer  da  zu  finden  Cpyn.    Soll,  daher  diefe 
ganze  Erzählung  einigen  Grand  haben:»,  fo  dürften     i 
vielleicht  dort.  jMenXiphen  toben,  deren  .Gefithtifinrbi 
«ngleich  fchM^ärzer^j^,.  alsdie  der  Eiai^okner  von 
Santa  Chrißina. 

f,,    ' JPlep  2i».Jun.  ging-Matehand  ttu$^  das  in  der  Fer« 
jie  gefbhene  Land  aujfzorvchea. .  Er  -fiond.  anch  wirk 
lid)  eine  gröbere  InUcp^^   welche  den'<Naiien  Jsk 
i9iCiir<<{K>m2'  erbiet,  nnh&  vmy  kleinen). j .  'Eine  M 
tefd^  .letzteuoi,  r  wel^  ganz  flach  vTav ,  aanpte  man 
r  JErlf^Pr^ol^^^dagegen.  die,  «nf  welcher  ei« ^JBerg  in 
Geßalt.elnes  Znidteriiata  hervorragte,  h  Pi^.  benennt 
wurde.    D^  Inrel  Marckand  i&  bewohnt,   und  mit 
Brodfirachtrt  Bananaa-    nnd  Cocosbättmen  allenthal- 
)ien  bepflanzt.    Es  kamen  aach  einige  Einwohner  an 
Bordi  nnd  fchicnen  von  den  Nägeln»  Meibm  a.  C  W. 
welche  fie  zum  Oefch.epk  erhidten,  »och  gar  aächtf 
zu  kennen«    Die  Schweine  und  Hühner»  welche  fie 
auf  dem  Schiffe  gewahr  wurden  ,  benannten  fie  m\t 
gleichen  Namen,  wie  auf  äer Intel  Santa  Chrifiwa. 
.Unfere  Reifenden  verweilten  aof  der  groben  Infialzn 
JcuTze  Zeit,  um  mit  den  Sitten  der  Einwohner  bin-  . 
länglich  bekannt  zu  werden.  Sie  fcheinep  aber  durch- 
auf  mit  den  Einwohnern  -der  Mendoui»  Jbtjebt  ^eluß 

gleiche 


l^eidie  Abknoft«  nndiivchim  übr^enijliirdi^iit'ib^ 
liehe  Sitten  zu  babevi*.  JSifit  fc^eii;^n  ejbeo  £0  fried^^ 
tigittid.gi^  gefinnt;  die  Weibsleute  fiad  «lebt  Wfnjlt 
ger  fchSOj  ^md  inlaertejp  In  aÜem  mehr  Sch^m  un^ 
Siftfiiinkei t ; .  doch  febUe,e^,mc}it  ^n  dieqftft rtigenZa- 
bri^eni^  ^wifBlcheo  aber  diefeUnCcbaldjjipBttnichjt  ohne 
WiderwUlen  ^  ond  ans  einer  Art  yon  Unterwarfigkeit 
folglen^ .  Der  Capitain  AUurckan^  nanpte  die  Baj>  if^ 
wdcher  ieiM  Leute  ans  Land  ^gingen ,  Bw  du .  bon  ae^ 
omA  au  das  Sfhiff  die  nördlichfte  ^itze  der  Bajc 
emfidif »  Iah  man  ia. der  Entfernung  yop  nenn  Mei; 
leacinejiiidere  Ipfel,  und  xa  einer  nodi  weitern  ^|f 
fevMmg  i^rurde  man  abecnvdila  neoes,  Land  gewahr« 
Marchant.  nahm  der  hecgebnchten  Gewohnheit,  ge; ' 
ip|^4ai^lVamen  {eines.VaMclandea.fe7erUchcn  Beüc^ 
Toa  den  Ton  ihm  entdeckten  Infeln»  und  hin^erliel^ 
*^,  ^f^Vi  ^^  ^^  ^V  ^9^  yerftJrfolTeqqn  Bai^ 
teillen  dref  dahin  abvimkende  J^f^  weld^e 

diey  Perfonen  von  yerrchiedenem  Alter  zur  forgTäl« 
tigta  Verwahrung  zugetheilt  wurden,  lUurieu  macht 
bey  dieler  Gelegenheit  folgende  fehr  paffende  Bemer« 
kung:  Ne  croiroit*  uii  pm  *ft»  hs  -Franqcds  ont  voulu 
faire  eiUendre  a  tous  les  navigateurs,  qui  conquierenb 
amß  le  monde  en  eourant ,  qu^wie  prifi  de  pojfejfton  du 
genre  des  lewrs  •  a  taute  lafragiüte  du  verre ,  que  doit 
en  mettre  le  titrd  ä  Pahri  de  Tinjure  desßecleSm 

Marehand^e  Bemerkungen  zu  Folge  liegen  in  der 
Nähe  der  Manpiefas '  Jbifeln  fowol  ala  der  Isle  Mar» 
chänd  noch  viele  unentdeckte  Infeln.  Marehand  ent- 
dedtte  deren  felbft  noch  mehrere,  welche  eine  Gruppe 
Torftellen,  und  iron  ihm  den  Namen  les  Jsles  de  la 
revolution  erhielten.    Zu  dieCer  Inlelgmppe  gehören 

die 


2ö8    Mdfckä/^'tWr^if;'  «^^^^^ 

SieitXillUm^Händ,  Bathcl  Lis  äeux  T)retei\  '  Mäjfti 
iind  Choriik. '     Ihr  Haom  beträgt  Teiner  Btfkhb  sach. 
ymin  Griä  42  ÜIuiateD.      Ihrö  Länge  '«rffirdcki  fictf 
Anf'44KliniiC6ti.      In  äet  V^migdn^  Mt  dm  lilän'^ 
dozt^htfebi  geftalten  fie  efneii  Aircfaipel,  öefbikVtÄxmr 
2  Grad  4i>TWm.,   Fd  wie  föno/*  Länge  lOÄd -fy^-be-^ 
trä^t.      Die  Intel  Marckaftd  hat  eine  Lfii^*  Vött  ^ 
öder  jj'V  üttH  eine  Breite  von  3  Meilen/^  ihr gtftrrep 
UinFän^'in^g  deren  10  bis  n  betragen.     Sfö'^ilsgt  un- 
ter'90*  it*''täd1.'Br.  önd  i4i*'i9'  tt'etti;  Länge.  Det 
Umfang  de^  Mföl  Saux  mäg'ßeh  anF  15  IVfeftei/^rdlM^ 
fen.      Ihre  äarsetße  Spitze  gegen  N.W.  iiiJgtUn  gb* 
4ii^'  ftidlfereite;  nnd  fen  f^z'^i*  i^ftI.iaÄ'gJi;'l»M 
diere  Breite  iS  Air  die  bt9y%rn  kleinen  InMn  ieff  deaat 
»irifj  8*  42'V'ftir  die  Inf«  Afo^g*  jr"i  för *•*«. 
Wem.  Ende  dö):  Infel  C^äh^  7"*  54'.      Die  iMifeftU 
ILääge  ddt  mtJefn  'beyden'foeti^gt:  142*  ^}' ,  de^lnM 
'JUaffe  142*  jb V^  löfell  Cfaxhat  14^*  '35'; 


XIX. 


^XIX.   Bejthmiung. einer  ComUefibq^,      209 

■:-:----"^  '  XIX.  •  -   --■•  • 

.....  ..;....  .        ■    kl.)    '..    ■       .    j, 

;  u..Tjrigoiiometiif<;h:e  Methodf  :        / 

geAähertbn  BeftidiikiuDg   " 
der  vEleinente  einer   Couieteobahiu 

Von   J.  C.  Burckhardt^ 
r..«  JCJ^iü^^  Bnma'^  Longitiidlr  Ü  Pirii. ' 


JLJSjeGp  Blodiode«  welche  ich  kaum  die  meinice  zb 
nCT?n  wi||p.»  ift  eigentlich  die  ixi4irecte9  aber  dnrch 
4^l|ai^iiiig^et  lidiöDen  O/itfrj'fchenLehrEitzcs,  wel- 
^Mr^W^*'^^'^  ^^'  bejden  AbfiäDde  des  Com&> 
ten  jpbt  t  weit  leichter  gemacht.  Diefe  Vereinfachung 
würde  aber  nicht  hlt/reichend^  gewefen  reyn ,  nm  fie 
mit  der  fo  leichten  (Mers'icYneax  Methode^  vergleichen 
m  kSobeD ,  wenn  ich  nicht  eine  lehr  einfache  For- 
mel  geranden  hätte,  zur  Beftimmung  der  Zeit,  in 
welcher  einComet  elhen  parabolifchen  Sector  durch- 
läuft, von  welchem  Sector. maq  die. bejden  Radius 
Vectors  ond  den  eing^rchlQjIeQea  Winkel  Itennt, 
Meine  Fern^fl  kürzt  auch  diq  Neivton^l^he  pder  Eu^ 
firr*fche  WqtlUldo.  .zur  genauem  Beßimmung  delr  £le« 
mente  einer  Cometenbahn  fehr  mteklich  ab.  Es 
lejen  alfo  für  zwej  Beobachtungqn  eines  Cometen : 
A  und  ;A^';^-dje .  curtirten  Abfiftnde  desiCoikiete^  von 

der  SCüDM, 
r  tti4  x'  die  Radius  Vectors  des  Cometen  • 
1  itfid  r,  feiiie  hcliocentrifchen  Längen^  ' .  1 

^A  und 


i  tö     ifeiate  ^£bfti5fr/  ÖÄ-  SEPTEM6E1L 

X  und  k*  feine  heUocentTirchen  Breiten , 

«  und  a*  feine  geoc.  UbgeaT  1  darch  die  BeolMcht» 

p  und  p'  Ceine  geoc.  Breiten   J  g^eben » 

T  nnd  T*'  dife  V/inkrt  w  dMr  Bfd«.  gl^ich^den  Ua- 

terfcfaiedian  der  Länge  4eii.  Sonne  und  des  Cometea^ 
S  nnd  S*  die  Winkel  ajo  der  Sonne» 
A  nnd  A'  dietieyden  Längen  der  Sonne, 
ä  tmd  M^  die  beyden  ciirtinen  Abßände  dee  GcHBei^ 

ten  von  der  Erde » 
R  undgll*  dlebeydi^a  AbftlpdA.der  So9p#t  tod  der 
'  Erde. 

i)  Man  beftimme  zuerft  yermittelft  dee  fchttnea 
02£^r/fchen  Lehtlatces  dietSröUe  V(,  Wetto  nt«iUch 
p',  a'  Jk'  die  oben  feßgefetzten  Bedeutungen  filr  äi- 
nedritte  Beobachtung  haben  »welche  fonahe  aUniSg- 
lich  mitten  zwifchen  die  bdjrden  Beobachtungen  &SUi 

fo  fev  m  zu  1       -       ^*  -  dann  ift     ■ 


M=:    /"in-  8^-  (^'  —  *' )  -^  fing.  A 
y.Tang.  p-  —  m  Sin.  (  A'  — «')  y 

,   aj  Cpt  S  =  —  Cot.  T  H- 


4)  Cot  S'  =  -  Cot.  T'  H-  „  „"    „h.'~ 


R          I 

Sin-T      e 

_       R" 

M.Sii>.T' 

^^  ^   Sin,  S'    J    ^ 


6)  Man  hat  ferner  1  n  i8^'  ^  A  rf=  S 
und  1  =  i8o*  -H  A*d=  S* 
Die  folgende  Regel  entfcheidetV  ob  man  ddtfWiiH 
kel  S  und  S^  abzielten  oder  hinzttfetzeh  niuCi:      Hat 


I 

-.^SIS.  Beßfmmmng  einer.  Cametenbakm:''    -21  i 

^iMB  «äisilich  die  geocentrifche  LSoge  dei  Cometen 
TOD  der  Läoge  der  Soope  abgezogen ,  nm  den  Win^ 
koT  in  der  firde  zu  erhalten ,  oder  ift  • 

\  .  .1£\^  Long.  O  —  Long.  geoc.  ComeL 

16  jll  1.  r=  i8o*  -H  Länge  der  Sonne  -HS. 

Im  entgegengeretzten  Falle,  wo  T  z=  long,  geoc« 
CMiier-— long.  O  iß  1  =  iSq*"  r^  Länge  derSoane--^ 

.  7)  LofrTang.  x  rz  Log.  Tang,  p  -Lög.f?!i?Ll^ 
83  I^-  Tang.  \'  '—  Log.  ^VLTtaag-  p»)  -- 

^^^if^bemerken  hierbej,  dafs  die  bejdenLogaritb» 
IMB^  welche  man  in  der  7  nnd  8  Formel  abzieht » 
U^ib  der  3  und  5  Formel  vorgekommen  find. 

o^  r  zr  — — —  ttnd  r  •  — tz 

^'  Cof.  X  Cof.  r 

"5rz:=T«.g.z, 

*     r 
oder  Log.Tai.g.Z=  Log-^' -  Log,  r 

■an  nehme,  wenn  man  den  Winkel  Z  fucht,  zaglei^ 
eher  Zeit  Cot  Z. 

V  -,        _Sio.J(l'— 1)      ^ . 

"^  **"•  ^  -  cSTKr^I)  •  fc^^.CoCA-  7 

«)  Cet  y  i::  Cof.  x.  Sin.  2  Z.  Cot  f  (x*  —  x),  ' 

P»  der  Winkel  7  gemeiniglich  nicht  grob  ift,  To 

■mfs  man  alle  7  Decimalßellen  bej  Berechnung  die* 

Hb 'Cbfinna  brauchen;  bej  den  übrigen  Formeln  find 

fllBcliftäki  6  Decimälftellen  hinlänglich. 

'  '  13) 


913     ilÜMad.  Cbrf^p.  iioi>  SEPTMMBB^ 

.I3^)l)ann  ift  die  «wtl^BlMn  des  er^en  iindl(»t^|M| 
^eQl^apbt<iogTeraolI«a»Z«it,  oder'  <  7. 

.  ^  -  ' 

wobey  zu  bemerken  /  da6  Lpg.  JLL  ZZus^zM^^i 

jLog.  i»5  -tI-  =  i  *  7^1 79  ^*    Der  GebTanch.  4ie% 

-  3^ 
Formel  i|b  leicht ;  Madame  La  Lande ,  weichet  die 
Aßrouöniie  fchon  fo  viel  verdankt ,  hat  jedoch  eine 
eigenv  TafelKir^diere  FottAel  berechnet.'  Es  fe^  äana 
N  die  Zahl,  welche  rlia^diefer  Talfel  dm  .Winkel  7 
«ntrpricht ;  fo  hat  mah         *  - 

Log.  r  —  N  4-  3    [  i  tdg.  r  —  Log.  CäC  'z  }'' 

14)  Man  beßimmt  q  durch  Verrache  (o,  da/j  die 
Zeit  T  mit  der  beobachteten  Zwifoheuzeit  überein« 
ftimmt. 

Beßlmmmg  dev  ubrigeu  ElemaUe. 

i5>IVbn  findet  v  denUmerrchied»  oder  3amme 
der  wahren  Anomalien  durch  folgende  Formel: 
.  :.  Oot:g  V  =  CoG  f  t  P^f  —  X  )  .  Gof.  X.  - 

16)  Man  fuche  Tang,  w  =  Tang^^z  —  45")    > 

Tang^iv 

dann  find  |  v  =i=w  die beyden  halben  Anomalien;  die 
gröCsere  Anomalie  gehöre  immer  %a  dem  gjriWaer^  Ka* 
d|ns.Vecfor.  Sind  nun  ((>  und  ($>"  die  beyden  Ano« 
malien  :  fo  bat  jonau  den  kleinßen  Ahficaß  von  .  dgr^ 
'^orme  ZZ  r.  Cot  *  4  (j?  —  r\  Cpf.»^  ip*.  Man  thu( 
wohI|  den  kleinfie&  AbOand  auf  bejde^rW  ?wu  In- 

chen» 


1 


.JXJX^'Bfßif^mufig  einer  C^^  f.1% 

chen,  um  fidi  $egßa  Redmungsfehlec/rza  ficheni. 
Man  fache  dann  d^o  Logar.  der  inittl.  tMgl.  Bewegung 
9tailiph  9*960128.3  —  i  Log.  des  kUiTijflmAbJlfin4ps^ 
man  fache  feruer  in  den  Barker' [cl^u  Tafeln  4.ii9  .I^o« 
garithmen  der  (ägUchen  Bewegung,  \vrelche  den  Ano* 
inalien  <t)  and^0*  zägehören;  ziehe  djivpn  den  Lpca* 
ifthmen  der  mittlem  täglichen  Bewqgnng  ab,  t^ietl 
hält  man  die  Anzahl  der  Tage,  in  welcher  der  Comet 
die  AoomaUeA  (p.ond  (p'  darchläuft,- and  hierdurch» 
eide  doppelte  Beflimmong  der  Zeit  des  Darcbgab^ 
dorch  die  Sonnennlibe*  Üiefe  doppelte  Beßlm^iung 
iß  fehr  nützlich  and  dient  der  ganzen  Aechnuiig  ztif 
Prüfung,  ^  ^\■^h^'\ 

17)  Man  fache  ferhet  n  nnd'it^v  d^^  AMblwd# 
äxSf  Knotens 'Tt>m  aafßeigendc^n  Khotenr  in  detrlie^ 
^en  Beobachtungen^,  durch  folgende  Formel:- '  -^V-^^- 

0ffliin  ift  die  Länge  des  aötoeigenden  Knotens 
^■-  "■  '  '  '■"rttlrfcü  =  r'rir  ii^-  ''  ■  "' 
i)lefe  doppelte' äeftimmung  fcheint  mir  eben  fo  jeic&t 
sTs  ^ie  geuahereBeflimmungder  Gättang  dies  Winkeln 
a  durch  Betracb'tuüg  der  Zeichen  rt  des  2aliIer8"Qn4 
Kenneira  vpn  Cot.  u.  Man  iß  dadurch  zugleich  ge- 
Äsn  RechnoDgsfehler  gefiebert.  IV^an  erkennt  dutdi 
^o  biö&en  AnBlicK,  ob  man  den  aufßeigenden  oder 
nlederßeigenden  Kpoten  gefunden  nat. 

ich  theile  jedoch  hier  eine  JatlgeWme  Regel,  mit.' 
Älm  berechne  u  dutch  die  FormeF  "" 
.  M9$icorr.lY.B.i8ot.  ?  Cot. 


ii4    ttMoÜ,  Conefp.  iSou  iSEJPT^ÜfBEIL 
(g^ ;•;— -Taiig:x'  —  CoX  XI' ~  »)«^tog:  x , 

,  Mntin  Äti  Zähler  Tang,  x*  —  CoC  O*— O  «»4  8* 
Nennör  Tip^:  i  Sin.  (1*  —  1), 

poCtiv  pofitiv  m  X  Viertelkreis,  oder  kiemer  als  90^ 
liegativ  pofitiv  im  2  Viertelkrei^,  oder  kleiner  als  180^ 

abe;rgröfeer  aU  9^'  ^ 

il^£ati^  negativ  im  3  Viertelkreis,  oder  kleiner  a^  270' 

aber  gröber  als  180! 
poiitiv  negativ  im  4Viertelskr.  oder  gTörserals'27o'' 

Man  zieht  dann  a  immer  von  1  ab  ,  und  erhält  die 
liä^ge  des  auffleigenden  Knotens.  •  Bej  rückgängigen 
Cometen  ift  1*  7- 1  negativ  und  alfo  auch  Sin.  (X' -^d 

'"^^^'  r«'  r^  j 

,g)  Taog,Neig.  der  Bahn  =  I*?£i  =  ^^"g-  ^ 

Sin.  a  Si3riL  tt^ 

i^^  C^U  des  Arguments  der  Breife : 
tz  CoC  X,  Cotu  für  die  ^fte  Beobachtung 
ri:  Cof.X*  CoCu'  für  dl«  zweyte  Bepbachtiuig^ 
Hierdurch  erhält  man  die  Länge  in  der  Bahn  in 
.^r  erften  und  zwey ten  Beobachtung ,    und  hieraiu| 
eine  doppelte  Befiimmung  des  Orts,  der  Sonneunlhe 
«rmittelft  der  Anomalien  (p  und  (p*. 

.  Um  die  Genauigkeit  der  gefundenen  ICIemente 
lu'prüfen,  braucht  man  blols  die  geocentrifcbe  Länge 
und  Breite  für  die  Zeit  der  mittlem  Beobaditung  z« 
fnchen ,  und  mit  den  beobachteten  zu  veigleicbeo: 
denn  die  gefundene  Bahn  thnt  nothwendig  der  erftm 
und  letzten  Beobachtung  Genüge ,  da  man  gegen  Recfir 


•*    I 


HimgAfehler  durch  die  von  mir  vorgefchlagened^ppdte 
SerechauAg  geiichert  ift.  ^ 


AnmerJ^ung  und  Zufat» 

;.-.l.^.  '  XU  ■      ■     ■  •    *  ■' 

oT>iger  Burekhardt^Cclieh  Ahhzndlung^ 


Diefer  Beytrag  zu  Dr.  Otbers  fchöoer  und  belieb 

t«T  Methode,  ,  die  CometeD  -  Bahnen  zu  rbexechneog 

fehlen  mir  in  feiner  Art  fo  vortrefflich«  uöd  fo  vieler 

AuFtDerkfarakeit  weith  zn  feyn,  dafs  ich'^ihii  fogleich 

in  der  Haiiafchrift  meineai  Ftennde  Ox.  Olh'ers  fnit» 

theilte.      Das  Urtheil,   welches    diefer    ccADpeteuto 

Bichter  darüber  gefällt-  hat ,  ift  fo. lehrreich»  Qbd  de;* 

ley  eii^  fo  fchc^es  M  ußer ,  wie  lieh  Mtn^pr  von  fo  aus» 

gezeichneten  Verdieuften  wechffireitig  Gerechtigkeit 

wiederfahren  lalTen,  dab  ich  es  wöt  tlich  hier  abdrucken 

hffe ,  nnd  damit  den  Dank  aller  aftronomirchen  Lefet 

der   JXL  C«  zu  verdieuen  hoffe.      **  Dr.  Bnrckhardt^B 

iiigooömetrifche  Methode  •  fchreibt  (M^rs^  ift  eina 

^nz  vorzügliche  kleine  Abhandlang,    die  mir  viel 

'  Vergnügen    gemacht  haf«  .durchaas   feiner  würdig^ 

Surckhardt  ift  befonders   gefchickt  und  glücklich» 

trigODometriCchen  Forttieln  eine  leichte ,  zar  Hecl^«* 

tiüiig  bf^oeme  Form  zn  geben^    Aeufoerft  fcharffia« 

iig  ili  die  Art^9  wie  er  dnrch  d^n  Hülfswinkel  7  ei- 

aen  fo  bequemen ',    nttr  von  diefem,  abhängenden^ 

Aasdtnck  für  die  Zeit  zu  finden^  ondfo  die  loni- 

kri^täio  Votmi 

V$  T  — 


3«V^3  .11.  >  ^■.'  ■•  ■ '■■  •   ••• 

in  die  gefchmeidigc  Form 

T=:— Ci.sSin.5y-Sin.'|y)  (^^-) 

za  bringeostrfäb.^  -'Eü  kStete-rait'' wirklich  eisige 
Mühe,  den  Beweis  dief^r^  Burekhardt' tchen  Formel 
zu  finden,  ob  ich  gleich  fahe,  dafft    ,       r 

,^.,"      ,n-r.A-        '    ^    .ff    •    V"   ■. ■-■■        '^ 

ra:.<i'    'i  '-'i.  .Vi-«;  :.- ''  !*(r-Hi*>.  "^ 

t«:.-'     ■  ^'  J^>'  ••  ■••    •■'■      •  2  Vr''r*  >; 
.Hr.:       ==1.^1  -^  Cof.  f  V.     t'-  _^i'.  ) 

1^  '  Itid^^^liAltlman  dießndeweiB,  wenn  t09D  der 
3ft«^Jtfr<;'fcbWFißÄ'iiiel  födamk  &e  Farm  gibt  (Lamb. 

*      i)  Burchtiardt  hat  durdi  Anwendcmg  des  Werth^ 
TOn  M,  de)r'ge.wö]iuilichen  indirgcten  MejJiode  eine 
äurset^ordeptlicbe..  '^ufze  ge^bjsn. ,.    Ahcr    doch  hat^ 
.  äteß^ Methode' et^^^  Vff^9,dle  m^ü^ 

ft'^equepimaiJht.    feey  n^eij2erjt/«m  nian  nämlich  alU 
\    Coefficicnten  TOn  ^;  der  3  quadratifcl^  GleiGhiuige% 


für  r',  r'^',  und'4:"  2;Ä% l)eÄchn^ ,  ehe  man  ei- 
nen Werth  für  f  zu  verrnchen  brauät ;  hier  mafs 
man  fiir  jeden  i^uen  iV^erth^*  denliman '^tür  p  90« 
nimmt  9  die  gan:^  Rechwii^  vf iederfiolen  »[^  da  blof« 
M  ungeändert  bleibt.  Bwrckharät  inuT«  *bey  jedem 
Ferfuch  12  ^Formeln  Qi'^ii)-hei^cXäiexki ;ic\i  brau- 
che nur  4  zu  borechnpa«  ^ovon  InddlTe«  freylich  die 
3  quadratifchen  Gleichungen ,  w^l  iX^itt-zeln  anszn- 
znziehen  und,  unerachtet  der  Anwenduijig  der  Logä* 
rithmen ,  vielleicht  fo  mühfam  find ,  al»  6>Burckhardt^' 
Cche.  Allein  im  Anfange,  wenn  n^an  noch  keine 
Schärfe  verlangt,  und  noch  weit  von  der  Wahrheit 
entfernt  iß»  ziehen  ßch  di'ere  Wurzel)»  bis  auf  zwey 
Decimalfiellen ,  (mehr  braucht  man  .anfangs  nicht) 
ganz  ohne  Mühe  und  ohne  Loganthmen  lehr  leicht 
ans.  Ich  zweifle  alfo  noch  fehr,  dkb'yBurckhardt'$ 
Methode  in  der  Anwendung  ganz. die "Küirze  darbiete, 
die  ich bey  der  meiuigen  fo. of tge^unden  bSibe. 

2)  Burchhardt  hat  fich  deswegta  fp  vjel  Mühe 
gegeben,  eine  bequeme  Formel  für  die  Zeit,  worin 
der  parabolifche  Sectordnrchla offen  wird »  zu  finden» 
weil  er  die  Berechnung  dar  Chorda  ^vesneiden  woll- 
te, und  .er  für  diefe  wahrfcbbinlicK"  kiS^nen  beque- 
men Ausdruck  fai^^*  Allein  für  dleJBetechnung  die*  * 
fer  Chorde  lube  ich  ;6in€  föhr  kürzet  Formet  gefun- 
den ,  und  dann  gibt'  die  gewöhnlidie  fjimbert^iche 
Formel  auff  den^beyden  radiis  ve^^äius  und  der 
Chorde  die  Zeit  eben  fo  leicht»  dli^ ^rcJdiardt  fie 
durch  die  fe£nige  findet).  Es  fey  diefe  Chorde  rr  k*, 
und  die  Zeit,  wlirin  der  Sector  befchri^ben  w^ird ,. 
V  hlt"  — 1\  ÄiäiJ  Äalite  ötixS  di^1\echnuiö^  zu 
Vr.  9  indttfive  tiach  ilurckhärätkeiSiiit,  ITA  rechneV^ 


aift  Mmt^em^.  mt.,  SEFTEMSESL 


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Hier  Ift  dodi.  vrol  off0ptÄr  di^  RtduiuDg  mit  dei 
(l^orde  ;jin^  mcl^lf»  .läDger  od«r  bequemar  ,  aU  dii 
H^diamg  dtirch  dU  Bur^l^d^tche  FormeU 


XIX:  Beßimmmg  einer  CmiäiiwbäU::      219 

-  3)  Was  <3i&  ''BeftiinmnDg  Att  übt  igen  Elemente 
betrifft,  fo  find  die  Formeln  fftr  v,  und  wie  yermit» 
telfi  C0  •  anä  v  die  beyden  wahren  Anomalien  gehin* 
den  werden  #  Jekän.und/ehr  bequem^  auch  meinem 
Verfahren  vorxmiehau  .  Idi  werde  diefe  kurzen  For- 
meln künftig  bey  meiner  Methode  auch  gebrauchen« 
Die  übrigen  Formeln  ftimmen  mit  meiner  datchana 
überein.  Die  Abßände  des  Cometen  vom  Knoten, 
die  BtsrcUkardli  n  nennt,  fucht  er  nach  derfelbenFor- 
fllel«  die  ich  in  meiner  Abhandlung   $  42  gegeben 

Cot  u  =  '^^^g'^'^  ■ -.Cot.(l'— I) 

.    Tang.A,Sin.  (l*.— 1) 

Sutt  dieTer  bediene  ich  mich  feit  einiger  Zeit  fei- 
,  4lie  yM  .bequemer  ift : 

Tang./»+iCA -0)  -  S|o-a]-t^  ,  Xang.?  G'-O 

Aach  finden  fich«    wenn  i   die  Indinatiön  der 

Bahn  bedeutet ,    die  heyden  Argumente  der  Breite» 

nenn  man  fie  bejde  facht,    etwaa  bequemer  durch 

fie  Formel 

Tang.  Arg.  d.  Breite  =  Z^frJ? 
>^  Cot  i 

'  SieielienindeBen  ani  allem,  dab^ar^AAorif^aAb- 
kgdlnog  fobald  wie  möglich  in  Ihrer  Mi  C.  abge- 
hodct  werden  mufs;'  dab  fie  derfelben  Ehre  machen 
«Mt  und  dab  Ihre  Lefer  eben  fo  Tiel  Vergnügen  ale 
MdmiDg  daraoa  fchöpfen  werden.  Dem  D.  Burck* 
iardt  bitte  ich  noch  befondera  mein  Compliment  da* 
über  %u  machen,  und  ihn  meiner  groben  Hochach- 
0  nu  xa  Terfiichem.*^ 

V  4  XX. 


j 


XX:; 


'-•r 


Vorläufige  .kurze  Anse^a 


-v.  *...,..  .....     .      — ^^^.■ 


]3e€^aQhjtungQn,..Übßr  den  ipiapeten  Mercor. 

:-.  '     '.      •    ■        ■.■       Vom    i     . 
'  ' '  'Ober- Amtmann  Schröter  in  Lilientlua.        ' 


kl 


Ia  je  dieRoutionsperiodie  eines  FlaQK^teQ  berpndcTi   U 
{lücUich  entdeckt,  fofort  beftinint,  und  in  der  Fol-   |i 
|fe>  mit  befonderer 'anfc hau li eher-    Ueberzmiguag 
gleich  gjlücklich  bertäti|;et  worden ,  ib  ift  es  gewib  ä$ 
des  Mercur^  /  .  -  ^ 

Mach  langer  trüber  und  ungünßiger  Wittenmg 
beqbachtete  Hqrding  den  Mercur^den  25;  Aprü  d.  I. 
I  Ta^e  vor  der  gröbten  weftlichen^Pigf^eflion  mi(d^ 
^ufserordentlich  vortrefflichen  parallactifchen  10  für 
fsigen  DoUoud  wieder  im  Meridian.  Wir  l^den  bey- 
de  das  füdliche  Hbxn  nicht ,  wie  hey  der  erßen  Ent- 
deckung vom  -26  März  bis  zum  i  April  und  den  16 
und  17  Sept.  iSCfo  abgerundet ,  Coodern  beyderUör- 
ner  gleich  .fp^taijg^  i^nddiePhafe  dui[Gb  das-abEdlep- 
(•  de  Licht  au  d^  I^cbtgränze  weitfichel£5rmiger^  ,ahi 
^e  es- nach  dem  Yf  r^iältniCB  der  Lage  de»  Planeten  h|Lt- 
te  fejn  follei^tf  Y^pi  27  Mär»  jSoo  Abends  7U  -25' , 
da  die  Abründnng  des  /füdlichen  Horos  am  gröfsten 
erfcbien,  bis  den  16  Sept.  Morgens  11  U  8'  •  ^^  et 
wieder  eben  fo  ftark  abgerundet  t>eobachtet  wurde« 
waren  172  Taga45^St».43'  «erJäolTen»  wodurch  die 
/'  ^  ^.  Rota- 


^joAiliopi^PexiodQ  genauer  XU  24St.  $'  30T  te&immt 
l^nrde.  Vom  16 ^Sept.  Morg.  1  x  U  8 '  ^bingeg^n. bi«  äß% 
35  April  180 1-,  Morg.  löU  .24'  w.areD  22i;Tagewei](i* 
ger  44':  zz  fgiogijßo"  Terftridb^nt  welche;  mit  ^ 
Rotatioxipperiode  za  S6700*  dm(Ui:t,  4213^41.  IVotatiOf 
seil  geMin,  (a  dab  wir  jetzt  die  damahl»  abgefaehttf 
Halbkugel  beobachteten; 

Den  26  ^nd  27  April  Mnttden  nnCerei-Befnülinnr 
gen  dnirck  danßif^  Witterung  vereitelt.  |>ef^  a6  April 
hingegen,  zur  Z^eit'der  gröbteo-mhoßlichen  DigreflloB» 
beobachtete  ich  den  Mercor  Tchon  Morg.  8  U  2^5 ' ,  und 
bnd  wiederholt  bejde  Rörner -wieder  fpitzig-.;  allein 
daa  fttdliche.  hatte  weit  weniger  Lichte  aU  das 
liördliche»  .nnd  war  nur  bey  reinem  Bilde  deutlich-su 
erkennen. .  Sobald  der  Planet'durch  Dfinfte.rahwiiCT 
ttüdtrUhießi'iK:erfcbwand  das  füdliche  iMo^-m 
ganz 9  indem,  das  nä^dliche immer  fichthmr. bUeb.tytmA 
der  Elanet.erfchienTüdlich  kiixzfir  in.  einten:  undeutU* 
dien  BiUfbßumpf  abgefchnittefL  1*    •:- •    ?:: 

.DieTe.  merkwürdige  Beobachtung ,  da  •  das  fudli- 
che  Hom  ein  ganz  un^eich  matteres  Lidit  battes;,  i  )qm« 
hielt  einen  einlenchteoden  Beweis  der  Ichon  TOrhin 
gefolgerten  Stärke.uad  Dichtigkeit  der  Mercura-Atmif« 
phftre,  war  abemmr  ein  Vorbote  von  weit:  metkwufr 
digem  und  wichtigern  fieobacbtnngen.  . 

JDm  j8  May  entdedu»^  iträhriend  ich  Gericht  hielt, 
Hardmgt .  was*  man;  nicht «einmahl  ahnen  konnte,  in 
dieCer  vorhin  von  mir  in. Ib  mattem  Lichte  beobach* 
teten  Halbfcngel  ^  «inen-  vxrm  öfilichen  Hände 
his  gröfstHntheiis  ,tiiit  *Rrheüchtii4igj grunze 
füdL  fchrägie  diireHgf  heuderi  dunhsbh  Streik 
fenf  :den  cc.aI^;  dcciASättcacusilg  wc^en»  blob  zur 
'  V  s  Zeit 


22^     ManaU.  Omrefjf.  iiOT.  SEFTESBSESL 

Zeit  der  GtilmiDatioa  biolMlcbtett ,'  «od  -inimdeiil 
Shnlden; sieht  weiter  Terfolgfen «konnte.'  -  - 
"  Aid  er  mir  diefe,'ib ihrer  Art  h^ohflrmerkw^rdi- 
'  ge,  Entdeckiiii^  meldete,  i^ar. es  inir  ta  Sione,  ab 
¥Kirdd  aiiv^€an  Mfthrchen  er^ähltv  indeflea-  fordened 
Wir  eimmder  aof ,  dierw  Streifen  hdohQ'feTpßdtig« 
%u  prüfeot  and  in  Hückficbt  der  entdecktes!  Rota^ 
tionaperlode  zu  verfblgen ,  xaaid  den  JelgendeB  Mor- 
gen v  den  19  May  9  d»  Hardmg  den  Slaneiiefl^^  UbK 
ine  Feld- 'erhielt,  wanle  ich: unter  82 ,'  i26'fmd  t^i 
mehliger  Vergröfaerong  «in  onTerWerfiicher  Zenge 
diefiir  fittnen  Merkwürdifikeit.  ...  .1.  ür        .1 

Neues  Beobachtungsfeuer  darchftfftfmte'^etiEt  bef 
dleCer  Mir  to  fchätxbaii«n  -  J^zr^i^'fchen  Sstdeckong 
meini^ganaiö- Seele  (-'die  jetzige  Kurse  einer  vorUafi* 
gen-  Anzeige  verbietet  «nir  aber r  aUe^öbrigeStokwüiv 
digkeiten  der  Pharodgeflalten ,  Meffnägen  und  fbnfti« 
gen  Unißändeeinernun  folgenden  volUländigen  Bei* 
he  der  glücklichften  Beobachtungen  mit  iteeö  fehr 
vielen  Zeichnungen  darzuftellen»  nndich  befchiänke 
riMchbUofs  auf  das  WefentlichAe. 
«An  jeiiem  Morgen  beobachteten  wir  dtebn  dniT'- 
kete  Streifen  von  9  Uhr  bis n  U  2'.    Sein  dftlichee 
Sfide'ftand  ungefähr  ^  feiner  Chordenm  9  Uhr  vom 
ößiichen  Hände  ab;  nach  beyder  Beobachter Ermeflen 
rtickte  er  angenftheinUch  nach  und  nadi.von.Qßen 
tis^ch  Wellen  9   oder  hermocencriich  von  Wellen  nach 
Often  fort,  fo  dafs  fsin  öftltches  Ende*  um  riU  2' 
fchon  nahe  an  der  Mitte  fiand;  weitere  Beöbachtiin« 
gen  verhinderte  aber  die  Witternng/    .Nach  bejden 
fo  genau  als  möglich  um'  19U  und'  um  iiU  z\  von 
mir  entworfenen  ^Zetchnnogeov  piojicirte  idi  in  der 

Folge 


Boffm«  um  dm  fein  öftlicIiMEod«  In  die- 
9  Zsit  fortjEerückt  Wir ,  auf  deo  Routiooakreii«  und 
M»  B^icmgmig'fthnnUe  mit  der  Motationspmade  Ufn- 

•  ^Dett.  10  aod  21  May  war  die  Witreniog  wettern 
Pfünchtttsgen  no^nuftig. 

jriOen  21  hiofeegeo,  da  die  Laft  fehrganftfgfdiien» 
keivarf  ich  friMizcitig  deo  Plaot  den  Mercer  Tchotf 
idkr  4  Stunde  vor  der  Colmination  an  beobachten« 
lk»hrichtete  den  Aequatorial  -  Dollond  fnr  Mercnre 
bweicKung  aaf  7U  44' :  der  Pbnet  kam  fofort  ine 
akl «  nnd  dieb  wnrde  eine  de»  lehrreichtteii  nnd 
iiahtigOen  Beobachtungen. 

i^niAbaeh'ihn  mit  84  mahliger  Vefgröraenuig  eri^ 
lllklei  -feJden  nördlieh  m  einer  irregulär  eingreifenden 
\ßktdar  Lichtgränze  ein  ganzes  Stück  der  Phafe  jufeh^ 
U^idtimpmi  es  aus  der  Idehtgräiae  herausgeriffenwäre  ^ 
fcll6  '*uuMiger  und  bald  nachher  2t)l  mahliger  Ver^ 
^smweg'vber^  die  der  DoUond  bbr  gut  vertmgw 
iqiilMkte  ich  in  der  Folge  um  7U  50'  den  Grnndl 
ieÜBr-TloCchung«  S^  dem  19  May  war  Jiämliehnärd" 
}ile  ^  der  Lieht  gräme  ein  grofser  verwafche» 
ler  dunkler  Flecken  entftanden.  Da  diebr  Flo-^ 
kitf  Idesh  der  Routionsperiode  in  wenig  Stunden 
^mUttmmdKB  mnbte »  fo  lieb  ich  Harding  Ibfbrt 
IMiric^fat  davon  geben  ^  nnd  To  beobachteten  wir  ihn 
hnnt  dem  fitreiCan  gemeinCchaftlich  ydllig  gleich  bie 
1%  Ye-IUw;*^  Ar  wnrde  immer  Tchmäler;  um  10  Uhv 
Iptaiiei^  wir  nur  noch  etwaa  weniges  davon  unter- 
UaMesi,  ttod  im  11  U  20' ,  da,  ich  die  Beobachtung 
kutitziei'wnx  er  verichwunden* 

Dee 


^$4    Mpnalii,£m(rf^.aoLjiE^TEMBER. 

.'I  \  P9»54iinto}A  fudl&ohen:  Streifens  E^taH^ 
{«age,  Moigeoa  nm  ig  Uhr.  wijsder  tö  ,wie  aoL  i9.Wirt 
iH^tß.&ibi  Ju;!  .iDMum  iPQiFklich  dunklem  und  auch  biei* 
tern  Terwafcbenen  Flecken  ver wedelt  ^  der  £o  T>e* 
\^A.T99  ■W'^a  .^W  MavsTfitr^e»  beobaditeftea  Fle* 
i^ken  yöllig  ähnlich  war.  Ancb  diefer  xiickteder  Bek 
tatioMp9>Ji^^  gemäb  von  Qfien  nach  Wellen»  nach 

'  i^n  yon  Zeit  zu  Zeitf  davon^  aufgenomtnenen  Zeich» 
nungen,  augenfällig  fort,  iuid  von  iiU  20'  bis  12 U 
4Q.: »  <^:iGh,^er  Hitze  wegen  fchlieCBen  mabte»  fiand  - 
er  fcbon.e«  der  weAUcben  Lit^btgränze.  - 
[rKr.  QWi  J2;J  rM^y^  MQrg*i7  ü  38  fand  ich  den  Strei« 
tetk  mit  feinem  dunklern  öftlicheQ  Endflecked  wie- 
der iA.e^ait  devU^Ma  Lage«  wie  24  Stuadmn  TOtfaeor; 
^er  nördUcbe  Flecken  an  der  Lichtgränze  Jiingegecf 
hatte  jich  in  diefer  Zeibjchon  gröfstentheih  ivkderaufm 
gelofet.  Überhaupt  war  das  immer  matter  zbfidlen« 
de  Liebt  im  dei:  Erleuchtungsgränze  bey  weiteiLaicht 
:Daü|ir  fo  mett, -als  24  Stunden  vorher ,  and  an  der 
Stelle  des  dunkeln  nördlichen  Eleckens  war  nur  noch 
etwas  .matter  abfallendes  Licht  übrig  gebliehen,  wdt 
cbes^.  alles  .fiSfr^ä?^  um  8  .Uhr. eben  io  bis  -am  9  Uhr 
fiind. •-..  :.  :. 
I     ,In  der  erften  Morgeibilunde,  da  die  X^nft  nodi 

.ruhig  und  rein  war  ,■  beobachtete  ich  zum  «Tbeitaiit 
342  mahliger« Vergröüsernng^  und  (etzte  die  Beobach* 
tungen  über  die  Eotation  des  .fibr^^in^Tchen  Streifens 
Yoa  Zeix  .zu  Zeit»  von  7U  38'  bis  Nachmittags  nm 
%\i  3^' ,  ßebeu  Stunden  laiig  fort.  Um  r2  U  25'  waj( 
des- «Streifens  dunklerer  öftlicher  Endßecken  f eisen- bis 
au  die  weßliche  Lic^tgränze  fortgerückt,  upd  «  U  25'. 
bis  2  U  35'  fand  ich  die  Phafe  ohne  allen  kenutbaren 
Flecken  völlig  helle.  Den 


f  'I3m  si4  May  beobacfütboi  ich  ddr  Mnent  Vom 
^  6V  4i'  bis  7  IHir ; .  lUft  Bild  war  aber^  luidlMtliGh; 
hk  der  Folge  hatce.Hn'ilfyt^lef  beir0refi*£4iftil)tob«dii 
l«t,  AHit  QevtritAeU  abtt  löekdm  S^eifm.'fydmh'hlofi 
weßlkh  «D  der  Lkhfg««ii2»  in  Taiver  Läge  eine  Dua^  • 
lcelbeirgefdi][den,tind.«bibtbe  fand  ich >9*U:^^^^^    • 

Den^iStg  JUSay  hisgegen  ßotäen  wir  gV  43'  ^^ 

Streifen  nnd  feinen 'OftlirfhettOrfikizfleckeli  mit  206 

«nd  ^9n'  imahliger  Vergi^öberting  wieder  in  feiner  vöi- 

l^en  ToriierigenExtenßön  nach  Ofien  hiny  tuidzwto 

hi  dMb  am  10  U  5 '  die  Mitte  dee  Endfl^ckens  Icanni 

f  der  Choirde  dee  Streifens  nfidKliCht  tei^t  vöHigVoti». 

.    tauchen  Rande  abßand.     Uih  mich  aber 'wiederholt 

ta  fib^wiigcn •  fettte  ich  tim  xaU  i^'  dte^Beobach- 

«nng  fort;  «nd  fimd  mh  20&  Md  291  ütf ahliger  Vet-' 

grdberong  wiederholt»  dafs  der  Streifetf 'fot^gerö^kt 

war,  Yteddaftfein  metklididanklerer  ößllcherGränB^ 

ledmi'nnr  noch  gat  oder  reichKch  bis  in  dtb  Mittel' 

r    der  Cäorde  Ton  der  Lichtgtanze-  ab  reicht^:     Attch' 

dMei  BogenOück ,  nm  welches  der  Streifttfändettedft^ 

a  Stiofäm  jö^  von  Often'  dacttWeften  fon^rückt  wkr/ 

t    projicirte  icb  auf  den  RotaHonikr^is ;  ndd  fänd>  'dafs 

I    es  gerade' ^  deflelben',  uiad  folglich ,  «da  dre  Rma- 

1^    tionsperlode  1445 -berrligt^  r3rS4  oder  2  Shlhdenii'' 

aostrug;  fo'dafr  aueh  diefe  BeoBaehtung  mit  der  j/f. 

MonMie  vorher  entdeckten  RötatiönsperiodJt  fo'  gilt  als 

Hur  immer  moglieh  iibereirifiitnmte^  :     ■    ^    ■    '■ 

/NübhM^tags  vetdtelten  fortdsaernde'  Gewitter 
und  Regen  alle  weitete  BeobfNJitiingen, '  ' 
'  Dr«  26  May  Motg.  nach  8  Uhr  heiterte  lieh  der 
\  Himxael  in  getb^ilten  Wolkeiof  anf ,  und-  ibh  fahe  den 
:  Streifefr  teit  206  nnd  29z  niahliger  - Tergröbehing 
i  dnrcfa 

{• 


if26     MimaiL  Comfp:  ifou  SEPTEttBEIL  ^ 

durch  ToHtBetarömende  leichtji*»  dta  Irradiatioo  idäm« 
pfiottd^W^lkendüDAe  daptlidi.  .wieder.  .  Er  erftreckte 
fich  eiU  rfeiBieni  öftlicben  dnoUeniEndBeckM  um  gU 
$4*^  TOD  der  Liditgränzebie  reichUch  auf  i.  feinor  ^ 
ChQrde  oach  Oßen,  fa  dab  auch  dieb  Beobachtoog 
die  Routkm  aofchanlidi  befUtigte,  wenn  fie  «ach, 
gleich  wegen  tiachherif  er  ttJDgiuiQiger  Wittenmg  tiicht 
weiter  fortgefetzt  werden  Konnte.    ; 

Noch  augenfälliger  aber  beßStlgte  fich  die  {löta- 
Iioniperio4o  den  29  May,  da  ich  den  Mer^r  Morg. 
€V  i'-,  51  Stunde  vor  der,  Cukniitation  fofort  jm  f^ 
de  hatt».  Der  Rotationaperiode  gemäb  Hand  ron 
617  iV  bia  15'  des  -Stfeifena  dunklerer  öftUcber 
GrtozOecken  nnter  206  und  291  mabliger-Vergrdlae* 
rang  fioch  .nahe  am  dfljUchen  Rande »  fb  dab  feine 
Mitte  von  dieremnor  etwa  \  der  Chorde' entfernt  i^r. 
sU  2s'  war  er  fchon  njierklieh  nach  Weftenfertge- 
vückt,  'fo  dab  fich  der  Streifen  damit  von  der  •Litht^ 
gränme  ab^^^  nur.  noch  |  der  Chorde  nach  OQen  hin  ea^. 
flreckte., ,  und  10  U  20'  erftreckte  er  fich  ir9l|ig  ge»- ' 
^ib  fior  np<ib  jeicbUch  bi«.  ip  die  Mitte «  um  12'U 
36'  nnd  nm  2  Uhr  aber^  da  ich  die  Beobachtung  fort-- 
fetzen  wollte»  vereitel^n  Danfte  und  Wolken  meine 
Bemühung.  Nach  den  f ortgefeta t  davon  •  aufgenom- . 
menen.  Zeichnungen  projicirte  ich  daa  Bogenftückt- 
nm  welchea  fich  dea  Streifens,  öftliches  Ende  von  6. 
Uhr  15'  bis  loU  20' t  in  4  Stunden  5'  fortbewegt 
hatte,  and'  auch  diefea  ftimmte  mit  der  Rotatioifape» 
xiode  verhältnibmftbig  fehr  gut» 

Den  30  Maj  ,  etwa  4.  Ta,ge  vot  der  obem  OMt- 
junetton^  hatte  ich  fchon  für  5U   $8'  den  Dolk>nd~ 
auf  den  Mercar  gerlchfet ,  und  ich  erhlickie  thn  5  U 

56' 


I- 

/  •'•   ;  3CK.,  Tßtraiirs'  Beobachim^eß:  227 

f  ;({'-,  fnfl  6  Stunim  vor  der' Cuhnination  m  Feldenk 
.Det.  Streif«D8  öftliches  danktero«  Endeftand,  wie  es 
die  RoutioD  mit  ücb  Inrachte,  wieder  faß  dichte  am 
Sftüdieo.  Aaode  mit  einem  kleinen  hellen  ZWifchen« 
raiuiu  Vdn  $U  2$^  bis  ^'  hingegen  erflyecktQ.e« 
ficb.TOii  der  weßlichen  LichtgrMnse  abir  nur  noidi-ge» 
gen  1^  reiner  Chorde,  und  fiel»  wie  JHaniing  richtig 
bemerkiieY  *  dunkler,  als  am  vorigen  Tage  »-  ina  Qe^ 
ficht..  «loU*  ti''  erCchien  er.. in  einem  vortrefflichen 
16  deatUcbeb  Bilde»  daU  ich. den  Streifen  fogar durch 
leichtes  Gewölk  mit  der  rchwächften  82  mahiigeii^ 
YergTÖfierpng,  und  zwar  vOn  Weßen  ab«  nur  noch 
his  reichlich  m  die  Mitte  üeinelr  Chorde  erkannte,  und 
dieTes  beftäljgte  fich  auch  loU  14'  17'  und  19'  mit 
206  nuhUgeir  Vergröbening  völlig  gewib.  Der  Str^i* 
£ßn  erfohien. äu&erft  fchön  und  lehr  dunkel,  reichte 
In  leiner  plUichen  Exteufion  nur  noch  ein  H&rcbea 
über  die  SSitte  der  Chorde,  und  Mercur  Jbatte  an  die- 
lem  Tage  gegen  ro«ft  ftärkeres  Licht,  ob  er  gleich  la 
nahe  bejr  dmc  SonujB  ftand ,  und  durch  fehr  leichteii 
Gewölk .  beobachtet  wufde.  .  z;  Uhr,  d»  id;i  weitet- 
beobacbtea  wollte^  war.  der.  Himmel  mit  Wolken  be- 

ded^t«  ni|4  blieb  es  auch  in  der  folge. c 

Den  3.x  Mty  war  ich  fchon  nach  4  Uhr  in  Bereit- 
Ichaft;  der  ilimmel  wurde,  aber  ganz  bedeckt. 

,  Wegi^  bedeckten  ELimmeU'Undanhaltcnd  Tchlech* 
ter  Witterung  konnte /Mercur  erft  wieder  den  25  Jnn* 
bej  noch  .nnruhiger  duMfiager  und  wolkiger  Witte- 
rung beoba^tet  werden.    Ich  erhielt  ihn  7  U.  36 \ 

!     5  Stunden  s4Min.   vor  der  Culmination»  ine  Feld; 

I  der  Stri9iCBii  war  noch  vorhanden^  und  etf  frappirte 
mich  üktp   44l  V  ^4^  i^en,  ^ÜHoIwi^  £ndi  um 

I  ^  7  Uhr 


1^28     Mtmalk  Qxntfp:  igou  SEPTESmETL 

9  Ühx  54'  'fchon  bis  f oft  in  die^.  Mitte  der  CXbrd^  gv- 
fäde'jo  Weit  vorgerückt  iuörv  loU-  ich  ihn  ddm*  ßo  ikiay. 
jr/Jtiiti'xiir  Uhr-x^Min.  .gcfumdgn  hsatta  ;  •  inctefTeli  be« 
fiäti{;te^lith  dieCes  mit  trerfchiedenen  VergröbmaDbi 
1^;  "luid  ab  ich  dorch  ein  andereci  Gerchäfte  unter* 
brechen  wurde  9  hatte^  et .  lüaterdeireo  Mardiag  eben 
Ib  4Mfob4chtet. .  »Ich  &nd  feine  Zeichntnif  auf  .deoi^ 
Tifche^  dieunit  der; ineinigen  irenau  überelnftiknnite. 
Um  io'  Uhr  ?  Min.  fand  ich  den  Streifen  dergefiala 
MCh  Wefieu  fortgerüclbfet  daie  er  nnr  noch- Ijukm:  and 
Hiebt  Völlig  f  ddr  Chorde  deckte,  und  diefee  befift^ 
tigte  Ach  auch  in  derFol^  10 Uhr  ao'  «'  -i»'  and 
25'«  .  Um  12  Uhr  war  der  Himmel  bedeckt;  iimiU. 
6'  aber,  da  ich  die  Beobachtung  fortbin taV^konnie 
ich  tiberall  nichts  mehr  «voip  Streifen  entdeddeja«    ... 

Deni4  «Ä/w.  Morg,  7  U  ^9' ,  5^  Stunde  Vor  der 
CulminatiOD,  fand  ich- den  Strafen  wieder.  Um  7!^ 
41 '  -  bin  46'  war  er  fo  wie  24  Stunden  vorher  «nit  fen 
nem '  folgenden  öftlichen  Ende  bis  farft  an  din  Mittei 
fortgetdckii  Um  8  U  56  war  diefes  £nde  dergeßalc 
weiter  taaich  'Weßen  gerückt ,  dab  der  Streifen  nur' 
noch  giitrf' der  Chorde  deckte/  Der  Witterung  weigeift 
konnte  ich  die  Beobachtung  erft  Nachmittags  *veh  5  U 
5^  bis*  its*  fortfetzen' V  aber  fchiechterdingii  nichts 
mehr  vom  Streifen  entdecken.  Weitere  Beobachten-' 
gen  wärien  bey  anhaltender  fchlechter  UVit^ifMdg  vor« 
^ßgänz-unthnnlich.  "'    '    ' 

Bey  dieäfT  fehr  kunsen  vorlänfi^^en  Atiteige  habe 
ich  alle  nähere  Umßäflde  der  Beobachtungen  gans' 
übergehen  miliTen  ,  welche'  die  verrdiiedene  Licht«-- 
ftärke  des  Mercur,  die  fehr  verrchiedenett-Modifica- 
tionen  fekids  matter  abSrilendenlJchtes  an  der  Licht- 

gränze 


iam  TfanI  irrtt^uttceB «  femar  blir  ^«ebirgig^  Cbüi^ 
HMm  anfgrueffimta  PlhaGBi]k;i..die  Mettungän^bHiA 
TkmctmeKfXBrjdAml^agiß  del  BtrejiEefw  ODd  di<»Wht^ 
robeiblicke Iui|re ^tearAcquakois «od  dei^leidietilfti^ltir 
Iwirrefoi;  -  Moi  ^aufa»  ft|fo;|i..iikbtv'dafii  dMe  Aa^ 
s^H»  «iD^ti  vailAttfigrt  Avatfv||fdf«Gi«B«ti  ttuh^tit 
kUn  viBufB  dieTaihttdift  iiilndcwardi|te>^eobidMa«(9il 
rai^ :  demoMift'  in:  Uirer  Vollftätidigkeit ^1  nli  ilin^ 
«ieleii  you'  Stbi]&tefti-4a  Stuädco  ■■  atf%iiom«m»a 
SBicbkiai^geB^ttMd^BtrachnimJBlni'lefm «:  p4^f«ti/«1^||iid 
dm^BeobAcfatUfgenrniit:  eiotudif-  vef^^^ich^i;  -dättM 
Ubfia  newib  #ii£e  den  dabrvAiidi Aäii',  .  w«Mte^«fi«':iif 
■yeiMu.bd^lDqBraphiCclim  ifklj^lieA^W  |)j9(Mj||^^ 

mid/zbgteiiiiiWtlm  dvkifjMe  8l^^''(icfa^U)94hi:4«( 
aib<iK6fMi^lrrSgiAerfteid«li  «I^^allrliiiild6i<ll^p  «ÖM 

MbiW  mSehtteS  ^te«  el)<H|fHlW4D4ieet  der  ^^M) 

einen  blob  vorläaBgen  Wink  ^i^beii' InB^V'^itf^ 
ihr  echter  Gehalt  defto  grQndlicher  beartheilt  werden 
möge. 

Hier  zeige  Ich  oach  richtigen  Vergleichungan » 
Beredinangen  und  Gründen  not  noch  im  Ailgemei* 
neo  an,  dab  der  Streifen  den  22  und  23  May  die  vo» 
rigea  Jahr  aas  ganz  andern  Erfcheinungra  gefolgerte 
Hotationaperiode  gewib  eben  fo  ToUkomnieii  gnt  be- 
ll^ Con.  IV.  B.  m8oi.  9  folS* 


fotgMr^^M  je-faegrldeiillittttera  ^'*  uad^  Maart  ^  necken 
^trTaUvsgewarendfbJ  ^bCi  er.biagiBgfaaiivöiii  is'iuif 
d0P'^4A9«7  10  i^ß  g;älizUGher.A'üflfifan|ttepi£SBa:WBri 
^(C'i^iber  i?ob:  :i4fatfF  den  zj^äia^'xieveXoaCaeiut 
^hi«lt#>iiod  DOJQ  tom  rpbis  zmip^  «iad  «genthnni« 
]icJbe'AliBQii»känfGb^)B9wiiignii|;.:Y0nO^  oack^Wo^ 
ft9ai(idfiri»rnöi:fa?lrjir(A^TKHiWeßM  cb« 

£»  mi^ÜMiiv  \1lrie;i(6b]0t  üirXefac.sidttmFäUen  bey  .d«i 
Inpilferlif.  l9«roil(}J^A;«iMnr/denMaTft-^i«Bifttn('Wahi|pi 
'  VMMMIA  luttß,:.  uod::aQhr'.ü»  JUiMiidiT,  ZwifchototU 

]ifib.^f91llb0W<^C^/  daIii..M.abrtr:iaaBirj9u]itid  ^  ftiaqjrs« 
iipd».b»8  jHmiVB  .ilMll.<i4ifofaab,«  i7  aiFoi^^S  :iAil:^r«i)dU 

fii^Jiq)M«rs«-.Md.  M^^  befolgt 

]i9i:i4p»itidara:ßfikdfR  StünCttn,  whM^gfa^j^c^^as^ 
4m»i  4M9. 13  laiaiM..TanrdMr.  ifHaftlä^hHf.  tidifgiintt 
f^b^^ffi^oq  MdKewi  7.Ubl^:54/  «iiitfl#Q^ib  mir  aaab 
Oämt ex^Midir^ff «i I wAb ^^ ^W-.yoAffijrv^  im^igo IC 

-;  /  Ml,  T:^      ■    -  :.!     V     ■  '        '    •vrH  i'i^  bi..:-     .•'.  u  »n 


j"k>''»'/     s  i  jiii:  fl.i  :i;t.-.  *t>-^<|^v>i.S  «n  .  .:■■ -.  V.^'^^rtfi  -f«.! 

^  ,     der  ...  f    . 

4abftQfitft«%;Ii^a«irten.v»asd<ex  Scb^r^i^ 

mabk  (o  glücklichen  Landes  Erholimg  a(fi  f^f^n^ 
Ichaaplatx  merkwürdig.     ,  ßi^  ^K^n»  de|^l»jen  ,dijj 


jfiflfiwä^  .mMl^AQUe  .    tmd  in  ^dm  jrerCchiedcmtten 

0ch    ditrchkreazeDdeD    Ricbtuugeu     uuteTuoiQmepe 

Fij(«rei^^D  und  Piu  militärifcbea  Äi*^C  gebep  dcio  Ver* 

^JJeT,  dieCfir  I\ece|4(ion  *^)  Jet  ü bt  jgei>3  auf  keine^  Axt 

ya^  matheroaufctier  Gelthrfn^keit  Aufpruch  cDac^e^ 

■      kmftV  ^^^  ^^^*^^^V  ^^?  djeft't  ßeunheiluiig  eiii  Wort 

mit atttoTec heil!     W^un  diiefer  Verfuch  beüern  Ä'l^ei'' 

b^iieü  '«ifl*  fo  wird  dei  Yetl^e^  binlänglict  für  10- 


S3d     MonaH^^Omtfik  iBou^SiBPTWIKBER. 

teo  der  Schweiz  aas  Lich|t«ei|retep ;  faß  alle  lind  durch 
Schönheit  des  Stichs  ana  laabere  AnsarbeituDg  Tor- 
züglicher,  als  all^^gpi^f  prt^hifDtne.  Aber  keine 
derrelbeD  bat  den  Werth  ein^r  varzfiglicbenGenaoif- 
keit.     Die  GTÜnde,  waram  diefe  Genauigkeit  nicht 

den  darf,  find.hanptftf.hlirh  fnlgendp^ 

t)  Die  Heraasgeber  diefer  Kai  teo  konnten  kfnf« 
^il^*e  a'ftrÖ^otri^idÄiW^  if^'t'giiogtaphi. 

^aB6M\    ikö   ;.•<.••. tiriljl    «^vx.«!    isritüA/jis.i      i     ■.'r'.;rn 

'''  '  ^y  biejeDigeti^  (^nl^tt'eo  find  Angaben  ,  ''^v^ltJHlB 
'§^'M^'W>ii^^aäx^ai:'xr^i^,  find  gröüi^ 
fetrielbR^afae^ehlerhaft.    ^'"''■'        '^       -l 

^arßeÜÜDg  HetVetieas  nach  feinen  aeue'u  ^oUütäim 
*V«r1]  ättf)  men ''  uiJä"EfiDtbeiiaDgea  '^  'äas  -|äaaptatfg«k 
"merk;  we^chimSHe  ui«^  Ve'^rtii-d't^äbgeä  'wtliSäi 

^m^liaÄe'aiÄ  rö'^rWe  Regierung  des  ^^düll» 
Hern»  du  reo  jpräujnternpgeq  upd  /\uFuaaa  aCmjPM- 

*feflflr'^Trafci'  *)  ilie^Mu^lichkeit  vörbereitjpc';  'Atife 
W-ltelOrerte  Karte  4e V  Scti vy eiz  Eitrdi  ^gei^äaä  MäDttil- 
gen  za  ^  tau  de^ li ^ r  1  u g e  d  ;  w otil  ha 1 1 e' '  Tralli^  *  ifnti^tii 
Auswahl  ;geubteirMitar^eiterIic^^  ka^rifiQlInng  der 

itSi  ^^^  gerichteten  ErwartungeA^aniiÄiJp^äcV  vud^  fA* 


AaMtlHig  ^r  hagMeün  Imt^  mi^^takb'&baäA^ 
ImiBM  dar  «AL  Schwe»iBilL«tel«ibGenaQigluik  ver^ 
ndbn  faattdoi    AUWn  aariFawUfifdn  Eiajbg  in  idMb* 
Schweiz  imd  ftiM  fWeca  ii|ist«ibipchäK!.  dm .  64tog 
dMMr  UntsenidinuWfEaiii  n  ajfe  «üa^  H«l«plir(oli0^IWr> 
giinritBf  ^  dll6irnhM(:iMKiqQdlteapmiK&nibflriAibr» 
faiMi  fich  io  dltti-^lkiMrli  .IbferttüntavnwAlniv^rgOrr 
läimt ,  und  gänclidi siii<fiiii>iiie|ril»{<larth  GMdbciftr 
til|»-and  KoBeMüfvfand:  Jjl>«taaiciv  iiBimMlteBij 
dteolmidieSi  4nidi  (UiiAvTc^llMihfifiiMdlü^ 
JkmtmSt  errdiM^rt  worden  wären.  .tv*r 

I-  "IHdles^VNad  i^on  darier  HaagWiMig  nadLBiA  ge> 
bndt  >t^'^),  <e»  dort  gdmtfinlbhartlKkitf  t  G«li]iifle«Mir 
df^er  M«tione»ujdeiy£mEü^«^f*llgenieiii0rGffHiA» 
Bfne  fibdr  Ifaft  nndr.GflwicbunKitfbeiteii.  .\Etimät^ 
bald  aldyredamtaiid  dhneZwbifiBlIwefden  dieFrüabi 
\ß  dtefee  Aiilfen«H«ltfsfa0:^:roiäbr  frdtem  oder  %«t«nC 
Böckknnft  eie  helcbägev  Gioetüiti/Iav  {dito  ßAw^am 
vMtan  ***>.  i  DiefeiiAa>r(n9dite9iRiaberrackb^y0a]Mr 
4m  feiDBige^  iPvat<iv)oii.  Seifte  derüicfaratifclien  JlegM^ 
Hing  iiir  die  ttatlitaittatUcliea. WUEInfiBb^  gedtem 
V9i[dL .  tfafsifir.f^  «OD  Ann  h«t  swär  die  Bearbeiton^ 
einer  neuen  Karte  ,  banptßlchlich  anf  PrivatTeran-. 
UTongen  hin  anternonini«^  ;  er  hat  zn  dem  Ende 
<?^  ver- 

^)  Ifättt  QwiQjgL  iMbf.  Coburg/ kdaiiiigifcktcBA^arpäo^^ 

'''"tdr*.  ji.G.£.  i]iB!'fe.35o  l;  ' ";  ■■•••■-    ■; 

*^yji.  G.  JE.  tl  E.  f'  istff  3if.^552. 

***'y  Traües  ift  wirklich  feit  dem  May  igoo  tob  Paria  sa- 

^•'tük?  fcitf  akctbiM  «Mgr..AdUte  Mch^Uab  Witdtr 

-clMKft«*  .ih"!-  /-  •  :;    1^*  -M?    .i\t:  :-xi.  •....■;  aisft 
itO  ^.  G.  £  I  &  8.  245« 


gmignii^4r  ^^üßm  nicMAur^ikre'PtMten  gmiäukerMäi 
fandern  aaldk^dia  veif9ä»diimau.Be€t^?il!tmigmnäa  Uni 
Methodenf^jfkhkn,  ingeli  gdekheiijed»  B^timnuätg  iß 
gwmaaht  worden  ;  fuizu^toürdigan  ipifierii  vmr^danmä 
gatfjdätAadeUriZmifäriäßigbeii  imd  ibr.  Viktrmunk 
ßMiefutt  MU.Köiut$n  ,'i  ludches  er  jeder^  ddrf^JImi  truttn 
ader*Malge^xuf^henknükat.^^'[u.  I.  f.  '  Daifsiialft  Sla 
MotLflirfBOi'IGrrnddräfcseiKTArfidftrtti»  dUwi.liabM  SM 
uttWt  JUddirn  aosh  iMQF.lhracJ&acta  vw^iMifumf)  ga» 
niglrjriKiiABm  Si»  dM)lifitaiicani(ahM  fiMUchfiubgeft 
«HoikAbilwdni,.  W6ldii.bMb*feMir  Gq^od^^lUHB^ 
iiieäbfiBdMiniil'tfelr^iliataQQMnJtoiel^^  nad 
den  Werth  einer  jeden  genau  anterruchthabeQ;:r]2ifl| 
iätst'dudh  troffen  v-ää  Ihnen  den  Mann  gefunden  xa 
haben,  delTen  nähere  Bekann tfchaft  ich  mir  lAngft 
gewunrcht  habe,    'iül  URIV  Raber  vm  Verzeihung , 

dab 

*")  DiefeKme  ift  in  aUtn  BaobhandliuigMi  tnoh  cisstlofdr 
i  •''  l  Gcofchea  Sicht  an  haban.     A 


¥tei4i&'4i1BktXiih  Met  6  iA*y if'^&'dt  Vr^äL' ''  ■  * 
.kwo.  Ungeadbitft*  dltati  iiitheDfifeUeA  MtteriaBA  ;'''  ails 
deseD  £0  l^vftlflAetig^tragiBii  fty^a  Ibli;*  fdieint  ft 
doeh  tey  gMailererPnifbligMtedir'eitiev  ^r^  der 
neaeu  U&th^iitfg'  Häv«d«Bk  pbbttcitte  /*  6e1q^- 
iMitsibirte,  iilB^^iee  «ichtigeFedarÜdlnbg  der'  Stb'Wt 
%a  fejo^  ^  'Weil  E»  ittdeflmMf  dielb'  lettte  Ügßattibm 
fblMrol  dem  Titcft «  ab  »ncli  deifr  PiUf^  nüeh  Alül^rtt^ 
ttücht:  fo  loU-'Ai  'aadiäotfdtolein'6efidiü]^of  U^ 
ttrtlreilt  werden.  Sie  ift  fehi^'&ubiBTgefto^heni  fiMg- 
täMiülammirel]  taid  foU  Tidlneki  daittit  dibn  Mtou 
fiet  ab  innelrii  Werth  trerdeckeDr  *' 

Ük^'nentf^'Eintheiliiiig  dM'LaäiMflr/'  l^reldie' nMc 
«b  vten  äadpfgegenOand  und«  Zweck  der^KäHe'IMi» 
^ai:hten ,  ift  mcbt^gatiz  genatt  «diejibbeii.     Bündtm^ 
^b  es  fchoft  dtttch  ein  förmikbea  Dela«t  mtlHr  lUtti 
Rainen  ilAe/itfii'"a»in  19  CftntongJBrdkalpim' worden-; 
Ift  laicht  imr  Hel^etifchexi  lU^iMik  -gt^iogeov'  Veiw 
tenthlich  war  die  Karte  vorher  geaeaGlinet ;  öder  Vi<Ä- 
kicht  glaubte' der  Zeichner,  daCi  etd  Beeret  alleiü 
•faicfat  viel  zvL  bCfideäten  habe.    IHe  allgemeide-Lao- 
deügrSoze  des  Htlvetircheu  Staäu^   d«  wo  iM'niche 
durch  FltilTe  bezeichnet  ift ,  ift  ÜtMhaupr  Mftr  ibtth- 
läfttg  angegeben.'' 'Die  GrfliiB^  v^iiSäM  dekn-Ointöli 
Sem  und  dem  Bt^U  die  ^Vifdien  dte  Gaiitoneii 
^Bääten  und  AfgitU  ^Mktr^    nlidf  -den^-^i^MrA/Arid -«UBe»- 
feini,- und  mdli<&  die  xwirc&en  de»'Gio0ii-''it%diib 
und  deYn  Maüäiidifiheu  fifid'liXndieh  Mich.    FÄr  die 
«rfie  hätte  die  jjälate;  VoD'äeih*8iiaer  Maglft^at  b6< 
kannt  gemäohM'  •  Gir^tf  £&  la  Bämtili^  ie^Bimm^^ijyj^ 

"ftr  dib  vwerfi# eitf  knrzerSMiAitigMfiblM/ naifär 

.  ..  /  Q  4  die 


Iierau9|^i;^Biie:plsQ^tffi,iJpl»e.Karjte  .4flr.  I^iQdvogteyA 
^V'¥«ft!W  ^ie  igröb^  (gebier  sp.  .itiriiraieili    *: -..xvfi 

ite«^iiÄf'?*^'^-'M>«4i^^  diit  woem,  groben  Ge^ 

fRftP^^Ql^Hlbi&i;«^^  Mm ;  .ClMOA  L  Urt^lfurg^ .  siebt 
JVRi^lfL  /Die  ^^¥«i»'*l^vi4feim|,d9li.Ciautoiien  Sota» 

-mmg^iM^^ii  «^»iMitmit  den»  Qbfr^nde.  deffc;|| 
Hauptort  fie  ift,  pirgeii4a  a(ubiiiiQ9iiV  ß44|  DoTf.^jn^ 
^>^'«VM^^i^cvv:eiir;j;b«i|i4&  fiicb«  bloCt'tiil^Cantoii  Bero, 
.^4frxr.^e9.ift  4ef^^.J^u|itprt  von  ^sflm^Pfftrict  Obev» 
*iirf?»em  fiie;  J3Käö»e«  «wifcben  J3«^ ;  anfl  lÄtcr« 
«Sd  imahvom  «oder«  ted:  fWs4«f;(rf0li  vad  Glaabe^i. 
fiff39fteii;.dl#iwi65he©  den  OmoMOvJSME^n  und  Zi|. 

pmi  ap.'jKia(i|<iA(d)iarr€e  gehören  ««UQ^C^aton«  I-^^II)« 
:<  i  wrjDJt  HAU9fl3erg);;^j«i^^Qd:dÄ^-|p9>QM»  FlüfT^^fiod 
«ocli  e»  «r^rägUcUTtw  dargeOellu  Oiag^gen  find  die 
«Ull^irQi:99d-i|i^{itW9  (ktur^e  aoddie  JUchtungep  der 
4Iä|^k  ipC  d^o. ;g|i:Jb«ira  Gegenden  vmf^  arbürnUdi 
jHwiMiaiidelti  eine  Meage  oft  wiiditiiig^.Pr.tri;ba^!l/m 
^g9M  falfebf  SjeUea  fefetjLt»  und  AmiCaea  o}uie  AiMh 
jvalMi  aQg9d#Qtet:Qc)ft¥,V!fMelail4^  ,  - 

.,  .Pia  Hoben.  «dA  TbAler  de«:  C^iM»  Thurgfi^ 
jnki  AttWÜ^m^  detYQü,  der  Thardiiri;Wte5mteii  Haupl« 


4 

Jfti^AKk Jft/ehftB  C^  jirbfiTfOinfviA^  en^eljt.  Hieff 
eio  Paar  Be^rpieleL  Der  äuberft  kenntbare,  faft  aooo 
Fab,ühfirie3rS^n2idia:iBprlMbeM'f  zweyS^imdiMiflaug 
in  ^iftMv.JElft.  rchi}iirg9ra4«ii.:Miarf  nbgefcbiiiueaei^ 
IMkim.xa»  {iageufpeig  iM#  JQ«4^  fortlanfende  ,  nnd 
VMl0  Smodw.  W^t  fixtet. ii;.4gfVffcr^.'feUt  ^iSri:> 
U€h.  -AD.Ifiiier  Stelle  IHviD«  dnfömlUhe.Sdmffi^ 
rnugt  fMi  .^tr  vuiii  opidit  wt^lbt  waa  fie  .T.orßelleii 
falL  f  Die  abf  der  Höhe  dfla  JBer|;ea  liegende«  .dieganr 
«eGfjfiMd  weit  «nhcr  beherrT(QbeodaStadtiifg:aii/^rg 
)m*^I  AJif  der  .liarte  io  eineanUefea  Thal, . imd  dagegep 
aeoit mao'^  die  in  einer  Sb»^  liegenden  Ört^r  Dat^ 
lUkm  nnd  OtrißngwtefHk-wM  oberU  aaf  eifern  Berg«;» 
•  i  Dte  B*grüQkens«plfcheii'der  Thor  nndderTöra« 
dei^  ileil  fich!  att»  demIVhem  «hebt,  :.n«rd  in  abwedw 
felnder  Höhe  bis  ins.Tbuagau  hinein  Mpft»  iß  hier 
iD  swC^y'grQft«,  fiftTttAde  Höhen  mit  Stonden  wei- 
tarn  Raefcta,  getrennt.  Einct.dierer  erdiphteten  £ff; 
höhnngen  nkttmt  gerada  die  Stelle  der  grp&fvn  Jthoo 
bey  Winperjtbnr  ein ,  aaf  und  an  welcher  die  DörCef 
OberwinteriJuir  9  Setaaeh^  Stadel ,  fVifendßiigmu  i^ 
^i,  Smu  «od  die  Sudt  ff^mttrthur  liegen»  r  AnOak^ 
dieCar  Erhöhnngen  foUi;p  l^ararm^i  «»i^ii^w:  feif 
^^t%\smMiämet  fayn»  der  »wifchen  4er-7ölf  fl^ 
Mr-,  nnd  dan  Dörfern  Beiig,  Flachdorf  4ind:  Heap 
brt  aader  SeiU,  fOdöIUidi  U^Moflunft^tifoprida  ficb 
aordöftlidi  biegt ,  and  überr, niedrige  .IVäfiliM»deii 
J^xtmfk.ßÜgprknt  J^iihart%udGachtU¥t^yß%A\KiB 
jrmitfif^U 'fortgehet,,  hier  lieb  fadUch  bifgt .  der 
Murgg  ««ob-hinaaflaiift, .  i«^o.er.ßdi  in.  malfreire  aiu- 
aalnft  Helle.:  Hügel  nad..tiefd:daawUchMJ  iiiAgend^ 
Schlnditta^^ftiiaöbt,  mtd  ^w^h,  di«C8  ItfUlM  T/W  der 

Qs  bey 


93^     inbna^LC^i^.  ij»iri8£PTOCB£R.   ^ 

bey  Tai^tilhirl  hiiidiäteigmchni  Kette  dtfhVorgMhgv 
getrennt  bleibt  -    ^^ -    '  •  •     i-*  -^  '      * 

«i '    ITi^F«^  l^zte  Kettelflf^krin  fo  zieiälkh  kebntticli 
jhrgeftellt ;i "i^uflgiööiÜnMV' d«(]|- iiiider^iQ^I^M^^ 
ff^üld  eine  r<^hr  ftorkev  im  «iMisdirn^^eii'iiMlftteUfi 

tfracli/t-¥Dd  ▼et^utblichMffßi  fpftteir  in  «die'Kiif  te  hin* 
tf  ng^fafcbt^  woirden'ifb '  '  '^'fiehet  elibr  «tefeitf  Ple^ 
dcen  ShDlidh,  and  iftldiirehto^fiillcb.  VIelleiiebtwtf 
der  Zeiebneir' durcb  das'  Blitt  Nu.  ^dev '/l^5^*feheA 
Kartei' v^föbrt ,  •  titfid  tollte*  diefe  Doch  ^tib^rbiefeni 
Eben  Tö  iß  ^ia  vowOrnAingenrf^egenZJfieri'&tithm' 
imbie^&6i  Hnt^ifm  Mricer '  rchraffiert V  iä^^dM^Al- 
«ts;^«Sirf6M  ^ü  ii>4iefotf  0«geikd(fai''nfdiä  ak'gans 
tbderr^ebifdeVB  Hügel  find;  deren  faöchfie^  250  Fulf 
über  dem  G^tifihfiü  efeibablfb  itt.^^        •  ^ii«/.     • 

Von  Stanthehn  bis  Ce^/fm^län^s  cTeilV  Rhein  ^äuft 
'dann  wieder  eine  ununterbrochene,  faft  diMrciigängig 
gleich  hdhe'3ergkette , -li^kbe  aber  4er  KartMiäa« 
über  beliebt  bat^  an  drey  Orten,  bej  Mfihifmi'Sti^ 
hörn  uüi  ^gerweilert  6virch  Tbälor  za  darchrchliei- 
den,  die  *qt  in  reiner  Ein bildiingilkraftinriftjreii:  Di»- 
ft  Bey^jiMe  ittögen  gendgeor,  um  «a^MigM^-^bdcir 
Zdichiier  SF&tetk  in  diereiEi;^be7deb  CiMatowiti:  befler  ga- 
tfaan  liltte,'  wenn  er  alle  Bergrchraffierinig 'gMz.  Weg'- 
gelaffien'i'df  ÜBineRättftfr' durch  To  gvfifc  foMterbaft« 
Barfteirifrig^oMerGegittnftfliideirre  zdfiütreÄi  *MaUei^^ 
liariW^'fonittelmäGiigieift,  iftdarin  dochxEälni'dlidk 
VelTer,  illcid  wo  find  deon  die  aüthentircbeii  Materialien, 
diedfer  ZtidikniAr  bendtct  liat;  'felbft  die  «lepden.$«ll^' 
f^*r<dmi  Ksttta  zn  15  Kreuzer  da«  Stack^>aelle0'deii 
'GantotfUrtch  befliß: vor,  g}$.. er •  hie«^^Jiigebildtt M. 
^  '■  Für 


F«r  dMTbuiiiaii  flui!  Wt»9UV  gli  liBlUi  giileSab- 
lidia  dffPDtlich  hekauDt.  rr.ry 

So  fehlerhaft  die  äerfe  6nd,  Ib  oacblftlBg  find 
anch  die  Ö'ter  eiugetfagaw  'J  Nicht  einiiiahl  die  an 
^™  %«ipU«y^dßr^r^fo^l^pdf^:^d-^  j^i^dea 

eotferitterri  oder  abiseIee;eaeD  jBDd^in  dep  ganzen  Öui- 
tooen  Thnrgao'an'd  7ifn2hmäit  12'an  ihrer  rechten 

rieh:     Tigerimien  'iß  ^Mtff'linlk^'^n  'difr  Strabe  ab 

auf  einer  Höhe;   LijrperfthwBÜr  )^  fiift  zu  oberft  aa£ 

deitt  ▼ü^^HtAt>biflr''tiber  Rreazlingen  hiuanf  hufen- 

deb "BerfsHUea  ;    lyf»  ilirgeB^ihart  fla..aor'^biir; 

/i^^/«fipdÄi^m^ia  wisit  hnl^  der  Stmbr«   anfingt 

vechu^  »Sj^ift  wieder  vgapz  im  dem  gMcbnamigM 

Fhira^ii.^&tRi  '-''Weon'  wir  hieV  von  der  'Sn^b^  ah 

und  iMge  Jer  Tob  hinauFi^he^;^  toSoükim.  Kybwrg 

z^  oberft  atiT- dem  Berge  ftebe»; .  WtifoUngeü  in  ^* 

aemitiefiBB  Xh^  ;  '  fPildherg   2Lnt  einem  zweiten  ^ 

StemeMvi^  a«f  einem  Tehr  hoben  -Berge;'.>dledÜTcha» 

die  bdcbftgipl^gene  im  Cantonv  iH  1800  Fofii  über  dar 

SeafUclie  larbabeii ;  .  diefor  Ort  liegt  iaft  i^&mAda 

liidlicher  ;al#>kiie  Kartdlagt*  «-(£      Noekiift ».  eha 

Wir  dan  jQmtoo  Thmgaa^-rnffariTah»*  za(hiMnaiten.r 

dftb  b&f^^Hiotmkshanif  anflattidar  groben  ^niär.htiem 

HalUnfelt  nnreine  gam  UaUa  ,  atwA^aa^J^bb  in 

lad  Sai'kmaM'Janfoldb.fllwijpG»  Landanng4fdihan- 

'  dan*  ifl«  *'''  ■'*-^'*        '  ■  .ü  ii. •-..;.  :;       .  .'-i  ;*  r::;W/  .  : :, 

■  ',■    ..     ^.-.:   ii..;    ;      .  ;      ■,*.*.  '.f.  '.      .   '  \;  j     ^r.    ■':. 


«At< 


i 
I 


feronn«;  de«  Mondes  von  einem  Fixßni(e«S6^lfMfli(to^ 

«r«i6kl»>AAt^o«V<%AUrt«rft'*WV:n«illiiMtftPe^'^ 
VlitMf^MSlI^thBmtnitmi  dB  rdiP^R»i4clitt|^,  JHeLiifc 
>gB'iW9t»  Mt'freOffAnMtff.'^iÄ^lMdlAr'^'lidltViii^ 
•JW^WMfttü^'zitil-Äle  ^eü^tenTWd-'ttlaiiVStt-dchü 
*V<>^?iB<tfqr«»fittDhi¥H»peitlBfträta«ttrt»  ■iti'*<Mr  i¥A 
•lb'Ri*nib»'4«ferttgleV'lltMili  >VoA=lfi4z^"Vr  Wrll»& 
lM»»MMaf  V  d*r<' ,di«»>fEdgmbiien'  K^iTRIÄr  AhrdäÄ 

-f«rtig<4i'''WürdeM  ^> '5Ailf>''nntt  .  i^«i*  flite«''W(Ärielir: 
i«tf/BeMiMiltiiitgM!  d4JiH%tfffetMiii*'idi'>HiHIH»r  «tfti 
.«ioMiMiAitfefllüBi'^lM'^M»  Sr«Aell8äe>MBdity>  <M- 

iftbOD-iMMdMkr  gltaa^V'^  'iM»r'^IW(UieiMfi«'iVH«k 
JWhl-lutoiihitlifr^  'iA4lifatf'1febäklSä!iVi'aBilii'Wif '•). 

■fn  Krtifen  wird  Iimu  sa  Ta^  mit  Recht  al»  «ioe  der 

'*'*'* '^ehtigRen  and  fehöallaD  Erßadaogeo  und  Bereiehenm« 

gen  der  aftronomifchen  Meehanik  betrachtet,    wodurch 

I     ii»^e»ttotiiai»i'MfcilWfciii/ to'j  ^ftihfenaktf^aei^  h5- 

•       pebngittV'iiiD  'ttiigMiihlidhnr  6niÜ  >ritt(€nik^i^u  «r. 
:.     *uia»^dbleA]üim.v^9ba'^lh>^W 

.  iB'j!l7fioin  deri^^lärtli'^Oabtee&iirten  il^^VCd^ngec 
.  ,  OnrAOch.  aer  Wiff.  dilgegAlie.-liiid  fetil''beMl«i^  yio- 
'--  .  4Bluilott.idlnem^«li«^&Msf;^'&tt  J.lfj^  «M'EtogHfchen 
.  ;.    Ad«uiaHtlli'.QdU«g|at»''iln^efchii:kt/-  «{^iteraV.' Brief. 

;i  .  IZb^AaTi'^  'BUK  JÜbildilig  'iiBd'iäi«'liitÜifta>fehi 


xei- 


ij^isi  c^l;;  I  «U  III  rrlJiob  ywl^iwi  <^bun«» 


a 


Srfne^onäatäbellMi  wbicd  die'HanptEidihv.iind  voä 
:derw  T«A»ögUclim;  66te..vr«r..er  üfaettougL^i  •Noa 
wiioCptBe,«r»  dabi  dach  idkmnCdet.SdoBcobecfatttXb 
gen  über  die  Läoge  anflelkli'iiiögte.  nn.^rcivdliN 
len  W^M  pr£dtfM•4:J0b.deIlIlÄd6rgle>cbeA^Bedbach• 
4eBgMvwirkUcbrlDit  fa-ipftifiifa'SchM^ierigkditte  ve^ 
^fipft. yvirpp.  Wioil es «nOöt^iiDgeii as /eioem-filftak- 
^qD^.CelUtto  um  danut  difi  £QtFerDang^efl  Moadei 
.▼ax^c&oieai  Faxüeri^e  satOiejSen  .-to  koonte  rfcii  mioli 
JreyUcb'im^  (einer  AaFficb»  keine  folchoBisiibaGlir 
.IPDge» !  i|i«^e|:K.laaf n.  :;Aber  .dat  Jiielt  ensiilder  Mano^ 
dei^  iiie  rmnodüobea  Uiiiteirithtio  der  Afir^tiooue  ge- 
;|ubt  Mt9v:.(Md^xi  »Itefti  i««»ft^  war»  Airdfeigeotn 
.f leib  gflivvpiideft  iiar^.  zaisieintr .Vprbeneiunigitonft- 
jaugy.wfiil  dHnH  Dur^tiHieletfArdeft  werdk^ffiribad- 
(tp-ffllcbi^ta^H.der.AftrMOwio  bekumer.^  :iiiiiiWel- 
<jto«Wfe<faMticfc«Wi,bil  dabin  xuobl  bej^ümmeft 


/«OgliUiiBakiBdk  rmbcHÜCtt  tÄii|jeft  iv'diOkm'iJTitkuiik- 

mehr  gebraucht  wo^*^.  ^,  .^^^,>i(ler. a^^  4^^^pifJ)^ 
""''*"  "  ' *  I  die 


I  et 
lofT. 

«'Beti{;;'deb  d^  gefchidite'SBgUrehe  Kftnffleir  Traughtori» 
MiBtecdtr  Leitang  «iB«if9l4MM»p  dielWWfffkaedge  naeli 
eiincf.yierb«^E9riee.£uridlit^^  häufige  Ti»far£igflB «  tmÜ 
ihi^obraach  fich  bald  mehr  recbttitaB  waicle*    9*  Z» 


^44    iiM4tf.--C^nMj^.^^ 

tetti<«  'und  'Kät«  mich  «ädi  «ini^  BMbiM&itiitogc»%(0^ 
•tchneil:»  «n  «lieh  in-^and snf  r(Mx^n>?.;DMAid\eai  mav 
gegBbemn  Sühemn  ümUkitk  itaeiDa  «igeiiltti  ^BMlMdir- 

f«n  itt0lDtlrniii«fttevwtiilliidib,  wekUliltdi  skifna^t- 
fletüUeifelmiiichte,  t«  Ai'ielK«»  farunCshicMdi  hielt, 
aräiMi^Ick'aiBiD  Haüd^Mt ittie«^  nidit  «dtUfchte ;  Ib 
lieb  idi ;  mohiAafleitu^^nfeideir  LaUräri ,  ^%tt  teiiStf. 
-obacliiCiiDgeiEi.d^rl.ftDge^«oV8#e,  inhoiSäoA'^vf^nBird 

•JfiiiJ^iddifr'6ec«Dd«a^T<tfM^  ^0M|. 

idM  tejfdet^Atücdte  !Reb?4nir»behBddiiftiuifc^Vdr  dem 
-ÜDUittt  JMtMr  ^  grdhitf '  Rüife-  x«  K^jiMtAg«!!  «rhiel t 
•SvAoobaditiiDgea  ntf  \]||tti-fefteii  UMJ^towaiH^ 

iwvimd^mi  IdTea; -Md  ftdciitomitt-  rfg<iii»'<lii'Aaeiii> 

fl^tiieilr.  Anch  verfcha£Fte  ich  mir  eine  gate  Peudüle 
von  Karufie»  Aber  die  fchickte  ich  fchon  von  Coa- 
'äahtidbi>f*i  %iitüt£V ,  äfeif "lilli  däi^en  Ö^SISt^üA  «fif  ei- 

.di^  £tttffq.4^ie«Ae  IffiÖsnf  vdifiiib  diivPiijaaCder  See 
4(ehftbtJblktU^^I4och»))Mi0  tcikain  4ftroiiMi;|i(che9  Fero- 
«l«^voit.ia  F«b(Wa4Bt*4>ptkM'#<fei<i^^  Xa/Z- 
'ner*B  ^mhmgiry,  iV«ItBei^Wer  icUedit; 'ittd  bejm 
GebA^cH  höchft  nifbi^tiei|i  isir-  ' ' "  ' ';  * 

Ijph  w^t  alb  auch  mit  IfnftrumanteD  Wu  ti(M)jbach- 
J«ogPÄ  3?'  Läni^cp  YSEMjwi^f/ttRd  ifj^.qiy^.^^^r  ge- 
ftcheif,  ,d4(f  xqMiaf)  Seipit^gii^mg^o  der  Jup^tfra- Tra- 
r))aotea  vcm  fehrjgerifigeiftiWtnhefind.  Itodära  glaa- 
ha  idi«il»eSrablerey  f^^n  in  köiiden^  dafa  meine 
.^  .u    .*«i:?7  ..:   ■  ..'i«r  iii-.*.  i '■  ^'^^Hkeobach- 


teblMditetefi  DiAtaittl  d«^  Mood^  Vöa  fixftera^a  die 
^ktfanirlitämkeit'dtt  wahren  Geographen  vet^i^ 
ifceo'.  -  'Si^  bab^o  dieb  Riethode  vetfchiMeotlich  ab 
aiüdi'ifcif  Lande  anwcmdbar  empfohl««.  Die  ßeobach^ 
ttefjMl';  welche'  tclT  a^f  meinem  Reiile , '  litad  alfo-  nbia 
tskan  tor  -30  'bia  ''40  Jahren ,  geihiacbt  habe «  könnea 
li<beweifeiii  data  die  Methode  allerdings  Fehr  uütz^ 
IfcfcUt  ♦)  Sim 

•  .;•    ■  ..  ^     «    . 

'^  80  aaganelmi  die  TTtbertafebtrii^'^Wat  ^^feft  toiHM 
^^yiäMim  Verborgenen  gele^eoen  tfe<ybcühiniigeii  su  eriüdi 
'^''laii«  (b  grob  war 'neiie  VerwüiideNilig^  bey  'oiherer  [7ii- 
;ij|iirfa«luiag  derfelbeft  •  •  fie  Von-  eieee  ioMa«  GAca ;  qf4 
-ifc;|5!idMll«  »  fiadea,  welche  (e^b&  haRt«»«  T^g««  bej  ^euf 
^^.,(9  fahr- ▼arbeflerten  Zuftande  lufffer  JtiJ;jrui|ipeQie.»^deii| 
.  MfibtaAea^  Beobachter .  sar  gröftten  Ehre  ^  gereichen  wür« 
.  lao.  Um  hier  ober  die  su  Tehr  T^iiachürßgte  Metilio'da 
^^  ümc  tiiogmWiUmmang  diirbk  Möinift  ÄbiUiiA6-  ädf'  iMii 
^  XWdV  aat  #^  ueffei^dei'  BeyrplcA  VäacifÜhMk ;  '  fo  hat 
"^«'litiMftrdiirA  atne  Reihe  roo  9  Moilda>OMUaaeB..wab 
.i:aheef  lo  5  Tagen  va  jileocandrien  in  Aegypten.  beobaah« 
7'i;^iiKiJbatia»  die  Llnga  diefeeOn»  im  Jahr :  17^1,  auf  di^ 
jfjjfpaa^ada  fo  gefanden,  wie  R^  dieFrantofen  2g  Jaiirenach* 
uvi'lfF.«  "*^  denai^yerläffigftenBeQba^htliafiaccen.  n&nplich 
...--^1^^  Chroaomf^  nnd  8tenDbadecfcQiU[;ej|:|»efaiideii.hat- 
«V  taa.  -  Da«  Beweb.  welcher  hier  (owql.fQr  die  iVtethodo 
;.  Jar,X49gaBbaftiinmnng,ala  euch  Mr  die6e((;hickj|ichkeit 
..  .,iaa  Beoh|Mhtert  ani  Tage  liegt,  folltaw  vafer«  Slrfol^tena 
pantiht  Pcaatiker.  welche  heat  in  Tage  mis  TialyoU« 
(omiDBeaB  Werkieogea  Tcrfehen  ftad»  mit  wahrer  Be« 
'  'MiiiiiiiB{g  Cfkennan.'  Dem' J.  R.  Ntebtihr  gehabt  bn« 
l|v4(ig  TOir  allen  Aftronomcn,  Geographen  und  Seefiih- 
^'^fifB'*ilia  40  Jahre  lang  anbehannt  gebliebena  Ehre,  der 
^  .  Süße  gawefen  sn  Teyn,  welcher  die  Tortreffliche  Methode. 
'-'■  igg  Monde- Abftlnda  auf  dam  Man  taada>iabr  mu  *a 
lai,  iCarr.  UTA  xfia/.  ^  Lin- 


^6    ,m(iMmC9fi0fl^  iS<n^  S^PTm^B;^ 

^/  Si»v^ekn<9h^ZvfeiMAfm,baf^9  waramidi 
dton  bisher  t^ejee  -rOeobaGfaftmig^u  über  die  Läu^eii 
l)ekaDtit  gtjoMfiht  Jbabe.  Für  Tolche  Geographen ,  welr 
4Bhe  iiiitfter«''tie.iitftfefteo:  I*N[achcicbteii  eine»  Reifebe« 
Cchreibera  rfür.  4Se/f.ttvefläßigftei>  2a  halten  pBegen, 
jwürdej  daa .  ff/tvMi  haben  geCch^hen  .können.  Weil  fei« 
bige  die  Beo|ltwtftit:iii(igw  nichr  rtlbft.Wterfuchen  kö«i* 
«leii«  fo  findfie  fchon  mit  dem  angegebenen  iVefultat 
zufrieden  %),  Ich  wollte  aber  den  wahren.  Geographen 
Yfegep  ineiper  |be,pbvh<<hktMC)ggfi*iDicbt  in  Ung^wifsh^it 
IftQen»  .und  WiM!Jcht(e, daher  ^  4^b  eii»  Konner  CelGige 
vor  ihrcir  Bc^kihifHbnacbuQg  nntorlucbte.  Diefe  Ui»ter- 
fechnng  wtimietamr 'Frey lieh  auöh  noch  haben  gefiche- 
hfeh  können  j'  Ni^etetr''ieh  die  Beobachtungen  felbfthät- 
{e  drucken  liiSimJSb  Heb  es  liiir  aber  auch  fejn  wird« 
wenn  ein' Wir(ilic1ier'''Anron6i|i  mir  Fehler  in  einer 
^eqbachtOD^Pdjer^l^ecbqung  zeigt ,  ja  eine  fehlerhafte 
Jfeo^iyichtuüg'gfi;)^  fff^wi^h,  Co  empfiudlicb  würde  es 
iftlr  feyn,  .iwep:u)^fein anderer,  i^^r  vQp  aftronomtfchen 
Btebachtungeo*  vielleicht  nichtmehj  verßeht  als  ich. 
Und  ittit-  dtfn  «MOnds  -  Berechnnngen  vielleicht  weniger 

.  '      bekannt 

'      Längenbeftmänongeii  Äige^t^ndt,  fdüdere  aach  wirilieh 

'-  ' fö ^ebraöcHf "su'lulynf/; i!^  febr  gedjhitoLfta* 

Igdik  bef&n&mt  Wt.'  '  Um  fo  tngt&httiet  iä  iTie  ^tlicht  fdr 


^^3^AUo  fchon  .dtmahlf  luinnt^  Niehufir  den  GeÜ  luiferer 
.  Pw^^ben  Geographen,  und  er  behielt  .den  Schau  fainer 
..  .Beotjachtungep.40  Jabi;e  jang  xtuact^  !  Weyljeti" hatte 
,.  I)eu;fchlan4  temen  .I)flnj;Ü/«^  keinen  RenneÜ ^  keinen 
Dahyn^le\  ,e«'Wte.>üir  e^i'iVR.  aber  leider  bu  früh  fäc 
^  jy«  WiutiUebiJ&ui  ▼erftorbenen  ToK  i^%«r^    «.  ^. 


hümnhtifi,  ab  ich  »I  dic«i[9blAMlifii,.fiKihllH^4)f^aer 
AFbeit«bea;die  FreybeiifoUteoüebmen  wolVeq«;  ,  ;r 
Hätte  bey  m^öil^r  Zurüo|^i|)i|t  nach  Eurojja/iieiiu 
Lehlrer  noch  gelebt «  fo  Miürdft  det^:K0wilj..i9icb(  .go*t 
JBluiiiet  haben  i.  alle  ttieiae  aftronomlfche  jBeobach«. 
^Migtmztx  UDierracheSQ  uiid,%njivürdigeii^:\4i>^'' dp'/ 
lirar  sa  mei/ieint  groben  L^id^t^eu  ^'iht^ui^meiuex . 
VMCß  gefiocbeo.  Uuterdeb  b^t  dieCer  grobe.  Ma,na^ 
B0ch  den  Beweis  davon  gefeben,  dafa  /eineJMpedipdetv 
difr  Läoge  vor.'  See.  durch  beotept|tet«^  ^f^<19eg5n. 
des  Mondes,  voa^iüem  Eix(teiJi»^zQ,b0A(»ai9SPK,^l% 
lerdiiigs  brtecbbav  fey.  Sieitie' Witwe  hat.^iJI  ff^-;, 
Hähki  er  hätte  sDeiueJBeobsfihtfiiigein  übe«  4|ie^n^,. 
imlch^  ich  avtf'der  See^geilDacbi.upd  von  Msii£eii}fi,w, 
ihn  gefandt  !hit(» ,  auf  ieüifiÄKraiiJ^ubette efb4l^,; 
Bild  wdredfmit  fo  ztifrLjed)sit^|»6w^rf^.D9  dab  er  ,il)r,be«t 
fohlen  hätte  9  folche  nach  feinem  Tode  pa^b  ^og^^t^ 
lu  üchicken,  welches  auch  gefcbehen  wäre*)« 
•     '  '•■       ■■:  *' ■  i.i.i"-*-  ■    ■.^.  i.«)4. :,  ;.  ..  ..;,-;Aher 

-  *^  Dieb  Beobaebtangen.  fied.  von  Jl/iayer^^  Witwe  im  Jakt 

1766»  uiglekh  fliiiir.' einer -.ftwejLC/^.  Aib(c^iift  d«r  veibeC- 

(      fcrtee  MondstiCela  ,    an.  dis  BoßliT^tie  Comntiffion    der 

.^    Meereateage-naebl^odon  gfBfobieJIii  worden,    «ad  man 

findet  fi^  in;  der  EnKÜiobeir.obtHrwAbnten  Ausgabe   der 

'-     MtryörHchvi  Mondatafeln  Seite  GXXVl  «bgedrucku  .Wenn 

'  'iiitn  dlefis!  M0&tti&rTchen^;l4naenb«fiirtiri^ungeQ,  in  U  den 

"    g<g«n willigen  ^  -  niin  geoader -'beikannten   vetglf  ipht;»    fd 

-' *«.folgt.dira«s.deaf«haalift.ii»ekkvvUvdi^e  SoMaJAi.*: .  ^aff  diä 

'.  'AMUi9hU.im  J:.it!6ivati  Nielrühr  dn<cb  MondVr.  Al^ftlnda 

.^gefandvSen  LSogeo   hrlToc  bettimmt.  nnd  der  .'Watf heit 

:L'.i«illier  ffeaKdi:«   ab  diejanigein  i^^clifl' oin«t.jflci;^J|',o*^770 

^    iir  dt  •'  bcfb«  udd  suTeikffifiAeftilitll.       Die  ;k^i«^j<Är^ ' 

-  '»tdleaJL&j|Mt  T»nii^mA>niiihh;fta»fjdsc  3Bflft^tfh*»B. CoftH 


'^  ftVhfiMblwtf  Aftfötioafeii  iürit  ieh  es  wol  nadi: 

^  '^Ittttig  zu  uDteifffc^iBn  ?    Dm  ift^wahrlkfi.  keine 
Uiänfe'XAcit/'Wiir  VoiB'«faiein  AftroDonieo  ood  Oao^ 
gVaphen  Wie*  Sie ,  der  einen  fo  groben  £ifer  fbrdiei 
t^flebtibhafttt  kat  ^  kann  ^ch  bofftn ,  4eb  er  felbife' 
liicht  gttihi  Teil  der  Habd  weiCen  werde;      Maye^9 
Tt)n  mir  befolgte  Methede  ift  Ibuen  .bekannt«   und 
ich  rwMfle  'nicht ,  Sie  werden  wegen  diefea  würdi- 
geüOiMtfien'elnige' Arbeiten  nicht  tchenen  ;    denn 
witon'ttlAile  Beobachtungen  nützlich  befunden  wer« 
den  bSten«  Te  geb&hvtdie £hr^  davon  meinem  Leh- 
rer; idi  habe  blob  nadl  deflen  Anleiteng  gehandelt» 
m:id  Celbige  vidleicht  nicht  allezeit  befolgt.  Vielleicht 
haben  Sie  auch  jenge  Leute,  oder  Sie  ynnen  .Dile^. 
«Uiten  t  welche  Ihnen  bej  den  Berechn^uigen  behülf* 
Mch  bjn  können.  .      .«  Ich: 

leillloii  d«r  Mttetoilisge  dureh  diejaiiigee  g«prllft,  w«U 
cIm  if  Rohertfon**  Tafeln  btser  Eiements  of  nevigation 
b^ndlioh  (nd.  Niurliader  fich  aber  im  J.  tgot  daft  dia 
.NMelkr'feliaa  LlaigaB  -  Baftimmongan  '  IfamnUich  belbr 
end  gaaaoar  baftimmt  waren»  ab  dia  Aofier^^'bhan 
blbft,  -waleha  Uwan  anm  Problarftain  dienen  CoUtea. 
2,  B.  l!Mhiki*%  LiaganbaftiniminBg  Tom  Cap  St,  -Fmc^nt 
widl  damfhlt  tob  dar  Hoiait/bit^blian  gegen  32  Minntan 
ab;   jetsi»   da  diaba  Gap  genaner  beftimmtift«  waiolit 

'  diab  naaera  Beftimmang  luam  6  Minuten  fen  dar  Nw» 
Mb*'foh«nab;  GünraUar  wich  is  Minntan  ronim.Ro» 
hert/on*tehen  Angabe  ab»  jatst  von  der  nenam  und  baC^ 
'bm  Beftinunnng  nur  6  Min.;  Niäbmhr^§  I^age  Ton  JMbr- 

'  fe&U  ftinunc  bis  a|  Min«  mit  dar  anvarliCfig  bekannten: 
die»  betragt  lo  Saenndan  in  Zaic  So  grobe.  Abweiafana- 
1^  find^ blbftbaf  Staenbadealumgan»  bif  ÄomM-nad 
lftmi!tHHi^f^¥%i  nodr^Sittt;    »•  Z» 


jam^jP7#iM^j^Lj^^  249 

'  .  Ichi  balunt.- mäs  die  Fv^y^t^  »«r  ProlM^Beob- 

^chtuogen  über  die  Breite  nod  Lä'ige  von  AUocan- 
drien  und  Kdhira  hierbey  anzulegen;  zweyer  Städte, 
deren  "Lsj^nr  iia«fihehr  g'et^'MciiiQriit  itH.  'W€tla  IbI« 
i>]ge  Bfey&irkfbäl^^^^  Ihnen  «ncfif  wel- 

che aqa  G^eü'den  ichic|ceüV  ^.wdiier  Sie  noch  jkeine 
3eobachtnQgen  dicker  An  efjba^      Iwb^jfirfr^.'*') 
t        .v.l.".  f.j     .  .,'#  jl-i/i,^  • .'  ♦'•e 


*^  Hilii;  dem  grbfston  Vergnegiifi  habe  ich  iUe  ftmBiilidiMi 

l^^ÜitXrYcheii  AeöbaehtungeB  in  Rechnoiig  guiommaB« 

'    Der   K:  j^rörtbriunnifche  Ob«-Ap^«Utt.  Rath  v.'  '£n<2« 

"   '  anrCelle,  und  Prof.  BiV-grViit  WImi,  wtlehe  «bte  »um 

-Befoehabeymir  fin^,  lubfB  (dia'Gflte  gehabt,.  diilaAs- 

bait  mit'iüir  tu' theilea.    Uiifereüabenafchang  waieban 

TogTob,  alt  die  clabey  gehabte  lAi&a  uns  im  Vollaian 

Mafia  dadurch  Vergolten  wurde »    Aib  wk  die  Fraode 

ha'ttto  sä  finden»  daft  diefeBeobäehtiingäii  nicht  nvatwom 

«in'er  gan's'ronfttfgllcEen  Gifti»  nnd  Öenatdgkeit;  Amdem 

'    aneh  die  Von   Niehuhr  felbft  «tigeilelhen  Bereehtttingan 

mit  To  Tieler  Scharfe  und  Kenntnifa  angeftallt  lind»  dab 

••  nnt  in  du  jgröftto  ErAannan  fetsen  mobta      Um  Co 

anffallendac   war  ans  diefe  Erfehainnng,  da  in  dar  gt- 

1*  lehrten  W#lt»  und  wir  geftehan  effanhenig»   andh  nnt 

p  lalbft ,    di«re  Torsflglichen  Vefdienile  dea  J.  IL  Ntebmhr 

\         '  nidit  in  dem  Grade  bekannt' waten»  wie  wir  fia  jaiit  in 

darThat ,  und  durch  onlto  tigana  dabenaugoiig  gafon* 

den  habetf^ 

Das  Urthail ,  weichet  drey  Aftronoman ,  die  fifah  mifi 
dar^Untarftichting  tind  der  fahr  fchayfen  Beiaeimnng  die- 
fer  Beobaehtnngan  bafehifdgat  haben»  hier  öl^ntliÄ  dar 
Wahrheit  aar  Staner  nnterfchraiban »  ift ,  dafs  et  damahla, 
alt  N:  feine  Reift  Unternahm  •  anÜMr  dem  Tab,  Mäytr  in 
gans  Beutfthland  fehwarlleh'diiian^Jbonomeii  gegeben 
'  habt',  dar  (oMm  afaonomifcha  BaobiflhMigas  mit  mehr 

A3  Sdhis; 


f 


v4^  .«fiA<f.'<itM^;-^r<i5Ei>!f««BBXr 

/ 

'C  *'ii^Jhk''6ÜitiAtü^^tik'^^  wird 

■■'.•^"-■il:,.  i"r-:v     :  ;■  «iJ   h-.»!i   *^-    ^    -^ "^^        '^«m 

>  beobachtiineen  in  unferer  ZeitJfclirift  .mitiheilen  ;    fedec 

IK^nner  prflfe  fi^  felbft  /  und  er  wird  mit  denfe]ib«n  £m- 

^  ^  'pMicingJrf'äe/  H^f^ftii^n^  Qi^f^feW^dlsYaäg;  dfif  ifbr 

"f-U  arfahr'n  haben,  «rroUe  werden.    Nocl^  Kur  Stunde  ift  « 

pft  der  Gc^enftand  unferer  Unten*ednn^en,  wie  ^iehuhf 

'...  u.tRff..^:fP  ^^Pt^r^l^l^^y^  ^  a^conomifcJ^cWL  golenh  ^  «md 

..  ..*;iPHI.  !^^''  rifbM^aJ^iexOC^^t^p.  und  j^a^p^j^  denfe^n  fo 

':  gfnaa  b«luflntXQ7,nJtQWtQ«  da  A%9apnQJ^  fftr  ihadock 

.;.;  .^(**p^«0.  (uid  BMe9^n^qgpn,eTbeUft,,j^da{p^«i;  «(le  ^heilt 
j.^,.,  4flf;  S'eTiiki«»4'}#«ft,^1.  vollkoTOflienß^jy^n«  bab««.,  mit 
... :/.  1^09  pfMififten  jon^c^rjffffQ^n  dieffx  W}^(chtth  ^Uff  ier*^ 
.  *^  .traue  fflyn  •  ,.wd  «UV9,,pi4CtiCcbe.^QerFhiQklich](,eit -ohni 
i;  .^..Gifipben  btfCitMn  mi^>,^  Pi|?j)ie(oji  .ürfbql.mH.fiQem  ' 
«r/.JBfweiro«!  belegen^  f((^,fAhr^n  ff  i»  untfr  den  vielen  Bey- 
„,^,.Jpiel90  pn^  Qeleßqn^  dfo  w»  bi»  raf^«n,i(0ifptei7.  am 

^\.\   ifeificnd?  wi; ^,      . 

f :  :..  J     ,  Wf^'fÄr  bereph;».e)C^f^,  7  in  AUxtfpdrUr^  \n  Aegyptea 
►jv    .l^'^l^^ji^-^^^^o^fnböfcten  die  Breite  diefea  ßrJU.Ji**  i^'  %'\ 

.ich.  f^'^d   xtiit   den   penaften  Stern- Qeflinmiuogefi»    nach 

^  febr  fcharf^ef.iJKjteF  Reejkn.uwg  »  diafe  Pojhöbe  3if  ^2^'  IS'. 

^   Pn  iU.£>terCpbied ,  ^vie  Kenner  yeiifteben.,   ift  aaU,  .    Dil 

.  :  ?P!bäb^YOq^A/r^ berechnet  iVw6ttÄr>^qJ  3*  <?*;  v^Enk 

fand  am  8  Sternhöhen  den  2oNovb.  1761  3o'^-  4V  nnd 
.  /i|f  5%ernbftb!B.w  »iiv  ^Dec  30"  '^'.  o".?  da  Miiitl  30'  S*  - 

j%    fiioe  fplcb<|  IJebeceinßimipunjj;  bat  ^ev  yitUn'Euto* ; 

.pl^fcben  Stei%iW4l^«ii  picht  Statt  gehabt  |  .     . 

^  K  Aucb.di^^eitbeiliininungeo  Ni^uhr\9i  «lu  «in^elae« 

ß,(ernb6ben   fiirpifi^q  «meiften«  mit  <|P «inen  A«cb|inii|;ea .. 

«a|  d«!  ftll^rgeo^uefte;  (^M(«<^.cip^4Y.  Pi^«r(cbi«d  «b«j 


.  J'T 


d«a  rmzöfifcliea  Gelelntexi  un  heftM  bekannt  Ipy& 

•  ••  [  wiab  Seeana«.  Pro!«£for  ddrgr'  beVedAiMtf  dii  LteffW  Totf 
-    '■4'««:aiK2ri0R ans  eiii9rMoiid«DißaB»'iiacbdtrilf/iiX4''Cph«m 

•    Ar^tiipdff    CTnb,  mot.  0  et  C  p^  il[)'  'WeUihn'rlfic'httlir.^ 

y  üfiiplgt  wjr,    nnd  ^ach  feinen 'eig0nei^.'^(iiidrchriftlidiM|| 

.    ^  Mondi-T«ff*In ,    und  das  ReCultat  ^Kioh  von  ifiebUhr'^  Bi- 

rechnung  nur  lo"  ab.      Diefer  lüntortcliiea  kann  io  de^ 

''\  Vflrheflerton  BUrg*[chen  Moiiditafetn' lie^ea,  "tfa  Niibahri 

'^'  'fi^r'^ahrfefaeiulibb-  Hfcr  iltehi  '?ilti^r*tiifteii ' {jeaient  ÜM.^ 

""f    Wirklich  bri.ngt  auch  das  Biirgich^  (Verultat  die  Läng« 

•.V  .voll  Al^oiantÜ'Un.jim'idieCB  jo?  *if/k'  YV«far^t»l<«MKff%o'  Be- 

tcaclit«!  man  tecptii',.,  dütM   diofe  .|Wet1ioc|#.jd«V^  QiI(>odt- 

•  DÜlaii|ea.  in;den  Zfiitoa^  alt  J^>&iri«H^bK«|i<dl|jD»  gaiis 
r  BraV  '^HckiihrciBtteofeüonglXrfw  XiR^.^WJCTPn^!J«^«»€^»•• 
'' :  '^  vig  war ,  w«U  .fltf tnaUtt  alli»  die  AhkafMMig«!»  •  ?  TAbäleo» 

>     Schiffär  Kalander  ntobiK  nicht  e^ftii««»  j^  t^  ,wp49r9h  dem 

Swifahnr  diefe  (Uchoutig  fa  fehlr.  ^kUbfarf  •.im4.  j^eat 

-      sa  Tae«  to  anfaholicb#bgekfint«ird.(  er  v^H^P-^  <¥)*!! .t:!^^^ 

^.  «ui  den  /kTiptytfrfqhep  MoadiuMA.tfif.W^'»  Ä(fpiidt- 

'      Abfinde,-  die  »an  jtltt  in  dem  Kalender  findjat,^  edk.filbft 

.  beC4cbneiip    und  nUh  einer  langet i^igan. .  ^tbbd»i^  4in 

:     Reduciioni-Reabnnng'  der  (pbeiojMiei||.,]i>4ftf#s.  4iaß«^ 

r     wahre  fahren  muGfte:  Co  tpuHi  a^m,  biU^  f 'S^^H^^ai^* 

•in  bloff  er  Liebbabey  Und  DileKMit ;  d«?  9ifrr  WßP^kf^^^^ 

r     2ei«  Ma)r0r:t  Sohtt)*.^!^»»  alle  4M»^q(««oi(«Itfl«i  ]^eh- 

..  .  adagan.  maeb»n«..n«d..A]la  iH«iHai^HifelM{9l>'f#U|B  .iM)ter* 

.l^ifcbeiden'  kontOe.    N»r  vr«  daa'.AaWy,  if«  jifpfaq^ttnde 

;'  Tarfahten  gansr  kennt  ^  wi«  v^ieMtr  jl#i*^U*  JW<I  Rech- 

;•  .  AuilgeA  CAbr«l .imnfitt»^ .  J(aite,  bfgprfifW  *.  r4^  maji^ine 

^  .  (aldia  Arbeit  r  nnfc    einem  .  voIMdaMi»  Aftconpro^  in- 

ii^tnnna  dar£. .  AUinariiangaaillr  .MMdA^Ubc^'^nic  diefe 

i  ifiiDiliode  in  EngllMtf  .pfttQ»ii  woUta.^  iitiufttMi  dint  Ton 

<     1  dem  gerohioktciniSßhilEi><Capitaiif  r.  atAhjg^gfW  yitfs.-^d- 

(  -  mml  Gni|l2Mtf^teobMhtttan  Mwti^JkbSümh  vm^^m 


Stmichamplr^rmislh'fiith  iptib.i»  Bagdad  liBit!IS!titk^ 
Mik.AlDD  ihm  erhalten  haben« 

Ich  erinnere  mich  nicht ,  dafs  ich  die  Franzöfifchen 
]UniB]E^#  zU>  Halfib  ,vpn  diefmt  ihren  LandMnanaiha» 
iNli^d»!^  ÜövflD^;  Dit  dafig«!n  Engländer  fpracbenmit 
äiii^'^'öated'ncUtbug  von  feinem:  Eifer  für  die  Wif* 
ii\ifciiä{thn*  'Vdn''dtefeu  horte  ich,  die  Academie^dfr. 
Wifleulchahen  zu^^aris*  hätte  ihn.  nach  dem  OVienC 
gerandt,.Bnd  mit.vortrefiFlichen  Inßrumeaten  ausgerü« 
ftar,  ..jS«i;)^)r,iSffi^iM(t«  $^&if  £cb  zu  Jldieb  über:|die 

:-...'  .!  -.;.   ...  ^...^!   .  .1"..        :•       .  .  .,    rZn-. 

"-'^  btt#tiait«i4dmgl.  Aftrönomflti  Dr.  BrmäUy  lelbft  bflradi* 
-^  »tt  W«rd#»   <;  May^  Tab.  lAot..  0  «t  (f  p.  CXVJ  >. . 

■  D»  bef  40a  CimmtlicbMi  .ASv/'ii&r*(ofaeii  Beraehnnn« 

.  "'  ^|Wi  Her  MMidi*Abftivde  ;if«^#r*v  Alc«f « liloiidft.Tt£ihtsnm 

*''  'Or«aa«  lii|pMl /lOia  folgliob  Hira  fehler  «uf  diojbnot 

"     Ixei^lfiteCaa  JlBji^.BiDllari^  luben:    Co  beärechaet  :ProL 

^'  ^  <bäy^'ß«^^rt9^g  tiU  die(0  Abftiadä  aochinfthltüiiKh'  fiBi- 

'     teen  oeddii  nfn^edruckten  Mondt-Tafeln,    welchen  dte  P«- 

-  rifer  N«äoilar  IdEirut  den  Preis  zaeiktnnt  hat.     Befiode 

"fi(^  UBglatklieherweire  in  der"  Greta withec  SanamL.Toa 

"'''Benbachtuiilinkkieht  eine  Lücke  in  deajahiea  1751  1^62« 

^^^Ibfrttrdb  nindii  wahren  Monds-Oeitecgains  hiernach  iia- 

^''''brä  i^beffm* «können.      Allein  die    ncaen    fi/ir^7chon 

'"'IHöüdi'TAlbltt'erfflllMn  diefen  Abging  hiaUnglich,  da  der 

"VinrttiätliltoKö' Fehler  diefer  Tefaln  demjenigen ,  wekhen 

'^ 'der  Bdobeehiec  be^  Beobaehtang*  der.  Monde  >  Diftenaea 

'  begeheo  kelHi  /  «leteUeh  da«'Glei<digewiohc  halten  wird.  1 

-   Welche  hertlioh*'Göldgnibe  ^öffnet    üch    hier    liieht 

^■■''  iplAtiiidi  JNlr  üefo  Mrflige  OnenttUrdie  Brdknnda.  nnd 

»it  welcher  Sehafneht  mufii  aicbt   jeder   Kenacr  and 

fichltierd«  wehten  äeographia  den  Terrpröctnoearle»- 

«erea  BtabicIUiiagea  det  JoÄia-Aadit  N.  eatgegcki  bhen  I 

Olficklich  CoMieen  wir  ans.  diali  Aaabeate  darehnaref« 

jj'  ZikGohrlft  ▼änaUftt  sa  habc«4J.äo<h  glpckliohertf  fie 

diaMbt  rarhrtitc^  wm  hcUea*    r.  Z«    v.  £.    B^g. 


ZadTinj[[lic]ikett''  der  AiBge»  j«oga»  FwinaSf.  Kunflea« 
tes  beC^wert,  die  ihn |^  in  dar  guten  Meinung«  ihta 
Cnnep  Anfenthalt  in  dieler Stadt  an^nehm  za  machen, 
biy  reinen  Acbeiten.Eiii  Tiel  geftörtc bettln. 

Zn  Diarbekr  wohnte  Simon  bej  den  Kapocinem 
fiA3WlW.li  J*wn  Pingtpg  ilm^mL^M^ 
gBr  geiallen  ranbte ,  als  der  der  FranzöfiCchen  Kauf- 
laute  zn  /LUsb.  Er  gerieth  mit  (eibigen  in  einen  to 
ha^kl^i^iAi ;  a^fa  ^  in  der  Wiith  äi^Jdefai'Kibaer 
in  die  Haupt-  Moake  Kef »  und  ein  Mohamedäner  za 
weiden  Terlangte.  Die  Käptfdner  fprachen  nicht  vor- 
OeilliaftVonihm.  . 

Nwrwit  er  mit  dearEnTopäem  ganz  anGier  aller 
YerbiDdni%>''find  ging  nach  ^ag'ii^yiworelbft  er  ala 
Arzt  lebte.,-. '^ndfich  lim  die  dafigen- Fffmiöfirchan 
Mfinche  gar* nicht  bekümmerte.  Indelä  glaubten 
diele,  d^  er  >  auch  jak  Mohamedäner;  den  WiC- 
iBofchaft^  immer  treu  geblieben  wäre.  So  hatten 
einmal  P^^rche  SoÜateif  ihp  auf  einer  Ifainer gewöhn- 
Ihheli  WM&niXcben  Excnrlionen  anfge)ioben,  i|nd  zn 
Stnm  Mtfr  l^rank  liegenden  Khan  gef iijirl.  Der  aber 
btb^lMd  nachher,  ;in4  der^rme  4rzt  ward  loa  Ge* 
fhigttift  geworfen.  IndeCi  blieb  er  hier, nur  einekur- 
tojZeit^  J)m  Ceipa  des  verdorbenen  Khans  ward  von 
deflto  O^B^er  zerftreiit,..iuid  der  SiegfSf »  welcher  et 
eiMir«-  daft«  .u^d  warum  der  Europmrdie  Arzt  ina 
CnPlegTiift  Bnrnrfm  ttit  j  lieb  ihn  rufen,  nndmach- 
t^jüm-^am  Hakhn  Bafcbi.  . 

.Wie.lwg^  &man  dierenPoflen  bekleidet  hat,  das 
war  za  der  Zeit,  ala  ich  zn  Bagdad  war,  den  dafigen 
Eietfffilchin'Möncben  nicht  bekannt. 

Ä  5  xxui. 


nS  eo'b  'Vc  bilran'geiLiA 


^  - 


in  A^gyptte.  ^ 

Correotion'  oder  Colfiniitiont  •  Fehler  def    ^    ^ 

Quadranten    —  2'   56*"^   J^    J-".  /     .*:*  .li. 


idUm 


a  T^uri.,..,,),. 
y  Oriöhit 
c  Ocioni07   '-' 

PoläHi 


^chi'iieipiinct     , 


n&'J 


41*  49 

12    'S^J    50 


*'\'^.'>k*);.'*r 


3i*^ri"4r 


25      7    40      T  —    ti    5w       ' 
^3 


— .    12.   Ift  I  .. 

—  12,  24,, 

-  12      '*• 


.<§■' 
-      54 • ; 20 

'5<J    51     10 
Von- detf  beöbachfeten  S'ternen  war:  Folaiis  m 

3eT  I^oYbrerte  des  Schehefphbgcs  r  ün«!* ^effed  Beob« 
üchtuiQg  ikiit  d^M  dier 'abrigÄi^  VergUohe« ,  fteigtalfo 
den  Fehlef  aesf  Inlhhijäi^tä  r  ifäioKcb  ^t^  Aridaut 

—  2  '  4t'  ,    «iif  f  Taüfi''^  2  '  54'',    nA  «.'tTÄuri 

—  2'  j8'.  n*Ü  vOriöiil^-*^^'  yi  ^-'«^t*  Oirio- 
öie  —  j'-t*  äöd  inltytofloHJir  -  y  4*'; 'da^wb  ift 
dafs  Mittel,  nämlich  —''2^  56^^  ^Id  dife  C04|il9c«iiM  Ae# 
Quadrauteo  aogeoomraeo « •  tiq'd '  das  M^^^^^^uv  den 
7  Beobachtübgea  gibt  difc'  PollfQhe  Vbii  'JiieieaiAlrien 
±:  31'  t2'  8'.  •  '*  ""  ^•'*-     ■       •'  '"^  •-■    ■ 

Ich  nahm  in  tiefer  Stadt^ach^dia'MhtagfhlA« 

der  Sonne  am   i,  a,   4t  yiaMid^  Qct.  1761.    Aber 

■'  *'  diefe 


■IMe  BeobaQirtmigdQlftitt^tig^fim'&  deoei^  idefrSferne 

dab  iBeM'iiiI&«n>fitjTag[tiiitakl^Jnc!n;\auf  (dar  freyeik 
.l^rrafl«  cnEintfr  Wofaoni^  ^ftnden  blähe;  p'nd  rifg 
AiTch  die  Stfnnenwänne^reiMGVeräQderta^  CMrlitteti 
•beben  «nMe.  •  Die  Dach;  den  .beoJiachmieftSieiüieieko^ 
ihnmateGorrecUoade8lIiiftriMM»i»l|iicopiii<leUit.|iiid^ . 
-IteoimchMten  Soiiiieohöiieo  nicb^-g0bfll«ldlftlVeId0A 


-<  .  .  I' 


mf'^Fwm 


T- 


Beobachtlingen  rar  Beftinmung  deit^i'oih^e 

Ton   ebecdqipreLlben.       , 

'*TS  '        '■■■'■     .'■  .""  ?  •»'  •■?»'"  '  "•' ';  «T*^^  m.ili  a£ 

.JLI%  diefe  Stadt, eineo  gTjQbeaVmhpßh^it^^fo^MtJf' 
bemerkcD,  dafs  die  Beobachtungeo  io  def^ti^^Lfse  ge- 
macht lind ,  welche  die  Earopäer  bewohoteiit  S. 
meine  ReirebefchteibADg  I  B;  'TaU  XII« 

1761  deu  ao.JJdVjeniDer. 


-.''• »  ?'• 


0>n«QmiK|  oder.  GoIUiqa^«igf eld^  M'  QW" 


Beobachteta 
Sterne 


Fttmelhaat 
a  Peeafi 
a  Andtomedae 

«  PeilWi  B 


SehFeivbin^Stiti 
ferntuig  rom  • 
Scheif^puACt 


60-  57' ^'«'i 

16    -10  -16    • 

2    ao  ao 

49  33  " 
58  '  t)  42 
X«    59   '37»'f 


AUebMan  14.      5    3o  .  I     —  ,  3      I '  :  > 


Berechnete  Pol» 

"■.:::  Vi.     _■■ 


;:  .•     .^;:Dfinf/!  "'■' ^  ^^ffTf"*'»   ■   »  -■.    '^''■.•' 

C-J.;..  r  ■■■■;:i  ;,-*j  >  ,  ■  ■.inf^iuüi's.'f    •..'•   -f>*r\     .'\' 

in  Aegyptte.  ^ 

Correotion  oder  Coifiniitiont  <  Fehler  d^    j    .^ 

Quadranten    —  2'   56*^   '*    '•''     •'-^'    -' 


Jj?fi&ri 


iMnolinnMS'  Pol^' 


^chiiielpiinct  t-^ 

V  Öriönii  25      7    40   '   1  —     U  W^    ' 

c  Ofioni^*?  ■■•      S31:  57  •*-<>.'*..     —     13.  1^  '1  .. 

Ä  OtiQpif;  ,    ^3     54.';20       .      —      12.  24,,    . 

PolärSi  's6    ll     10—12  *if  •  ' 

Von-  deÜ  beObachteften  Sterben  war  Pdaiif  n 
3eT  I^oYtirerte  des  Schehe^ub<;c8 ,  ünd'^efferi  Beob^ 
üchtuiQg  itert  itiä  der  tibrlgÄt' VergKohea ,  fteigt«lfo 
den  Fehlet  Aetf  InOrtttäietitB  i-  ifäEoUch  'Mt^  flridaiii 

—  2'  46*  .    mit  9  Tiiifi''^  2'  54",    nOt  «.  ITAurl 

—  2 '  $8' .  rtU  7  Oriöiii»  — ^ i  "^  ^i  *  ,'  ^«at  ♦  On<H 
nie  —  j'-t*  äüd  TnltV^ffoHlir  -  y  4'»';.'daÄ»tt  ift 
dars  Mittel,  nämlich >-'i<  5^^  ^1«  dl^  CiV^iilsct««»  Anf 
Quadranten  angenommen ,  -'  nvi&  das  M^ttlff  ü^^uh  ^jeft 

7  Beobachtttb^eit -gibt  d[fc  PolbQhe  Vbii  'Jiieicaiärien  . 
±:  31'  tz'  8'.  •  *  ''*'  '••  •    •"•  ^-    ■ 

Ich  nahm  in  diefer  Stadtnaach  dia'Adhtagfhtti 
4er  Sonne  am   i,  a^   <y  yad-g  Oct.  1761.    Aber  . 
>  *^  diefe 


00fe  Beofaftdbtiiiigaaißidititafi  mit  deneo  dec  Sierne 
lufihc  .Ia4(iU'tttbqii»en^l8.die  leuteo«u»terifich,^,wift 
baner'dies  «T«ltartM  werden ,  wann  ich  ibü^o  £ige« 
dab  inaaiiiiffrwBeiit-Tagp^Diid  Nkcbt  auf  der  freyea 
.T^ralTe  meintfr  Wofannii^  ^^eftanden  habe«  pnd  alfp 
dsTch  die  Sonnenwänne  -  eiBeTTVeräsderaog  erlitten 
laben  «nliire.  <  Die  nach  den  beobachÜMA  SieHseiekot 
4nBiiiteGannectioade8lnßroHieuleAfcopiiMaKe,^iiidAi 
-IboifaichMCen  SoiiiieohöiieD  iMcbt«gebta««h|i  werdet/. 


:;■-.  •  ■    ;,:::. 'XKiy.,;;:,.,.: 

Beobachtungen  zur  Befiämmung  der^Poltohe 

.- ^     •--  -'••  von' festet^;   ' 


▼  ön    ebecdeip reiben. 


15 


31  I 


iS 


Ja  diefe  Stadt. einfo  srobea  Umfang  bat».£Q|Jß  zu 
bemerken,  dafs  die  Beobachtungen  in  dey  St.ii^JTs^ ge- 
macht find  9  welche  die  Europäer  bewoiinfen,  S. 
neioe  HeifeberchreiboDg  I  B.  Tab.  XII« 

'   ^  1761  den  20  JJövember. 

!  CpnßQ^tm  oder  GoIUii|4io«^eh)fv  ^'  Qapi- 
drantea    .— :  3'.2S''. 


Li 


Bflobachteta 
Sterne 

Sobeiebäi^'Eht; 
fernnagrom  ■ 
Scheiteipiinct  ■ 

Berechnete  Pol» 

höhe :  - 

1". 

Fam«ibaat 
«Pegafi 
o(  Andcomeoae 

«PeilWi  B 
AUel^M-en 
gäj^elkB 

60-  57'"«'  ' 
16     10   -16 
2    ao  'lo 
49    23    12 
58      0    42 
18    59    37^  :. 
14      5    30 
J     15    43    57 

30*    a'w-' 

-  -3   ^9' 

-  3      4, 

-  a-^59'' 

-  S     3 

«5^    abMe(.*CbffFirf)K  iltr.  SEPTEStBEBL 

"  Fnaorelhant,  mfrdcon»  Fobrfieni-TerglicIieB«  gllft 
di^^Ccrn^ofoii  dei  loftrjftitaenis  -^  9.'  sa'i,  ikUebanm 
titid<}apelU  ,^  3  '  ^^S'^  /  (»im  ViallRTc^  attd;  « 
fei'zä  4^^3^*I26^  iKiaMittalaaKilInrHlatbachcnn^eb 
gibt  htfo  die  Correcdoä^definfbailitottZZ^--^^^^  2^"^ 
nHi,t 3|ii  4o(ang«  dBifD^cmohem  <  hMte*  »die  Nöngierd^ 

«MiageifHttMa«^  -haliiflichv.iniF  ''diaoirflarralb  netiier 

hen ,  voD  welchem  (eine  Landsleate  ihm  erzählt  hat» 
ten;  Er  ruchtiTnocS* SS  iRSi feffiÄ  Tägä  «ine  Gele- 
genheit ,  um  mir  fein  Uf  ihml  darüber  zu  Tagen ,  wo- 
bej  er  dann  bemerkte ^  däA'erin  dem  FernglafeSpin* 
iiikMte-gef^dMi,:diB.iR«rei^  blat- 

te mir  dadurch  eineip|./irt^;frhlecbten  Dienft  erwiefen« 
der  aber  aaf  keiiu|  .andere  Art  wieder  gut  gemacht 
werden  konnte^»  ihakh  ich  fubhtci,  «iie  KrenzBiden 
in  dem,  Femglafe  wieder  herzniftellen.  Nachdem  dif  • 
t(eb'^fcheh^Sirär;'inacbte  ich  noch  folgende  Beob» 
achtiid^en:  ' 

.    tj6i  den  4  Decembeir. 

Correction  od«r  Colliinationt*Fehl«r  des  Qotf- 
dMnt<n   •—  37* 

Biobtehtm^ 


Sterne 

L\  --         - 

a  Pegdß 

y  Pegafi 

«r'iPeifM  B 
AUabaran 
Opella  B 


Sbheitobare  Ent* 
feraane  vom' 
Sohtitefpona 


t6^  7*' 28* 

itf  II    42 

Ig  q6    56 

H  3    45 

15  40    58 


Berechnete  Pol- 
höbe 


30*  2*   55' 

-  2    59 

-  2    57 

-  a    5 

^36 


Vo^  .dieren  Beobachtungen  gibt  y  PegaG  ond  « 
Perfei  die  Ckirrectiop  des  Infirnraents  —  38*f  und 
AldebariB  mit  Capella  —  37'.    Das ,  Mittel  fLus  allen 

Beob- 


SeobachtuDgaii  gibt  die  Polhöhe  det  Qu«? d#rf  der  Eih  ' 
'y  ■■    r  (l^ie  FortfeU.  ün  Idmfiigm  Ihfu.) 


/ xxv;  ••;•  .       :\  ■•;"■ 

...  .  .  I      ■■,-*...■.     X 

über  die  Mars-Störungen. 

;  »  •     .      .    ■  .  , .  .  y  .      .      .   ; 

Aus  einem  Scl^Lr^iben  des  ,CoUegieo*IVatlu       , 
F.  T.    Schubert.       ,  .    .  ,^  ,  ..j 


«Sie.  Petersburg»  20  Jul,  ißou 

.  i  j  .ofehab^  in  Ihrer  iKf/CIalins  St.  löoo'  S.  43 
eine  Vergleicbaog  aDgefiellt  zwifchen  den  von  Oriajii, 
JBurtkhardtf  ppitnn  Und  mir  berechneten  Störui^gen 
ie$jMars*y.m      Der  Uhterfchied,  der  fichzwifchen 

diefen 

^"^  Ls  Franfttis  La  Ijonäe^  Oriani  nod  TrUsuecJier ,  h^hm 
lUch  dltreii  St^mngt'FoTiDalii  ii«ao  Mart-Tafehi  li^eclv* 
aet»  AUfliii  ich  habe  gofandfn,  dabfehrforgfiltigjiBeob- 
aehtiuDgeii  noch  40'  nnd  mtkt  dayon  abweichen  köxu 
neu«  wie  ich  mich.diTonfelbft  dntchineiii^ eignen Qeob« 
mchtasgen  in  der  letsten  Oppofition  diefet  Planeten  im  No* 
▼fmber  ij^oo  ttbenengt  hatte.  Dies  war  wahHipheinlich 
die  UrCiehe,  wamm  Trwm^ckgr  feine  neuen  Jtfait^Tafela 
daroh  den  Druck  gar  nicht  biduuint  gemacht  htt.  Da 
nun  obige  vier  AAronomen  in  ihren  StörcMigi/-GVliefaan- 
,  gen  h  potU  Unterlcbiede«  einige  gans  neue  Glider  hat- 
ten«  die  bey  andern  laicht  ▼orkamen«  fo  iuftert»  ich 
hitrfiber  neine  Zweifel  dem  Senator  Xm  Place  ^  nod  be* 
frig^  iha  nm  inmß  Meiniips.  .Olifiis  hstisdk^ate» 
/  mir 


^..r.-i.^.;^,;     ,.  ^.    -  *fW^C  $,=  :     .    ;    ......        ■ 

"     — s/iaifin <a  cJ  —  S  —  Aph.  5  )-hä,»5i  Sin  (3  <f  —  »  $  -  Apii.cf ) , 

ÖleicÄung  der  Länge  des  ^  ^  ^durch  dU  Wir* 

'  \    "  hmg  der  '?  —  , 

(A)-i»-ö/MSta.  (J— <r.).         ♦   >       •  .  .  ^  ., 

CB)  —  i,*o7Sin.(«cr  — $— Aph.'^)--o,«'iaSin(a(J^--  j—Aph/j), 
(C)  ^rJa••^34Cof.(aC^•^  ?) -♦-^•75^11  (3<f-$>. 

Gleichung  der  L4nge  des  cTt  <2ur^A  die  fflr^  ^ 
hung  des  ?  H^  :       •       ^ 

—  i/i»  Sin  3  C^  —  cf  )  —  o,*i7  Sin4  (  ^  —  cT  ) 

(B)  -r5,''49Sin(^— Aph.<f)-*-5."^Sin(^-Aph.y) 

-f-at^STSin  Ca</«— ^  —  Aph.cf  )-Ho,''9oS!u  {id  —  If  —  Aph.  ^^ 
-f-  a3/54Süi(aJf  — cT  — Aph.cr)— a/SPSinC»  'tf  —  cf  —  Aph.  ^  > 

—  i/«5Sin(3  dT-a  ^  —  Aph.cf  )-a.>Sm(3^  —  »<f — Aph,^) 
4-3."57Sin(S4^~acf— Aph.  ^). 

Ich  habe  denmächft  jede  1  Gleicbungea»  derea 
Argamente  denrelben  veränderlicheuTheil«  d.  |.  die. 
leiben  mittlerea  Längen  enthalten,  in  eine  gebracht, 
iind  ftau  dt^r  l^iänge  der  5  die  der  O  gebraucht  ««wo- 
durch die  Glelchangen  folgende  Gefialt  erhalten:    ..; 

•      Gleichung  der  Länge  dSs  <fi  durch  die  WUr* 

hing  der  8  r:  *^    ^'** 

<A)^6,^99Sln  (cT— 0)  -♦-c,''^Si'n«(<f  T^O)    '  "  '         ' 

CS)  — o,"7oSin  (t7*s6'50*'-hO)  "H  iSt^siSib  (44*47' 4o"-#-t  dT^— G) 

—  7/05 Sin  (33»4'  io"^3  cf -»©)  -^o,6»'SinC»7*a*'  ^ö^'-H^U^G^ 
C  C)  —  5f*45  Sin  («•  3'  3o'  •^  4  cf  — «G). 


■/ 


Gleichung  der  Länge  des  d^,   durch  die  Pf^r-       ' 
hmig  des  %  ZZ  ^"'•'    ''     ^    '     '• 
CA)4-M,"4iSii^^-<^;-i8#»59Srin>f-:^-<;)«-:i;»i8Sifl3(^~cf) 

CB)  -t^*^,^<»5f^  t96*4*:y*"*'¥  ^  -r3.'<33Sm<a<»  f«"  loff  -h  »  (f  ^  V  ) 
—  ai,"äü[  Sin  (31?  5P'  30"-+-  2  ;^  — ^  H-i,"?»Än  C«f  .3^' 5a"-t-»3rf  ^2^ >> 

•-^V3äsJö(5i*i' 4^4a -'3  ?).     ■-   ^  ■       y 

*  '  «AÜ^-ül^tt'  i^  (jieicfeungen   C C^y^otftel^,   vtrojb^^ 

der  Reaction  des'ij^,  eine  Ohickung  derJLän^e  der  t 

oder  der  Q  —  '^' ' 

-H.  4;*i3  «t»  ^<6^  3^  V  -H  4'd^  -^»a  &)•''• 
nnd  ein^  GMicfvin^^deri^nge^der.^  ßir?-  ri-    ^    :.!3V,' 

"  ' '  —  4r'83  Sin  (51*  40'  30"  -♦-  3  cf  —  9  ).  .•.    /^v 

Die  Perioden  diefer  2  GleichuQfen ,   fo  wie  def 
damit  veTbiindeoen  Gleichunisibti  äinf  '^'(ti)  Hud-voo 
beyuahe  8  JahuiXIoodT^^)  :I;(hre»<    /      <- 
r  :  ^diichr  baba  icb  «ocb  noch  dia  b#titlClitUoh߀^ 
GieichÄi^^ll  dip^lIWIäiiia  Vector^   nach '#beD  der  Me^> 
t})pdbB;l>^nF^chü6t/ wobey  xov  ErCpacolig  des  Raonis«' 
derH^jllHiiQirQrderGii'dbfihi»  ZZtooöo^o  'angetiomtte*^ 
ift.  :  .  ■ . 

Gleichmg  der  Eittfernung  des  'xf  ^an  der  ©  ^ 
^«,a  -H  18,8 Cor  (0—  cf  )4'^aCofa(0-  d'')  •*-!,»  Cöfj  (Q— '  tf "j 
+  a,3  Cof  (az'aö  5o"-t-G)  4-  ic,8Cof  (40"^'  -f-©  — 4<f  )  * 

+  ai^Cof  (sa^Sö' fc-'-l-aG-ac/) -i-S.tGöf  (a7^36'50'-*-30-^4cf  } 

+  .a,»eof,(,9 -T  cf  > -*-4,^.Cf)i;CatV3«'59".H-axr-?5     ^        ;'r> 

"t^  jgoX  i.d-lf)  .-  ^7,9:<;of  2  (  cf  -  ¥  )  -^«9  Cof 3  (  <f  -  ^  )    . V/ 
-!j,ii;of4;,cf  -¥)-Ä.6Cpf(4*'*a.'-h:y)-H**Cof<>3*s^^'  icf-H»<f -^^71 
"  -r^Jfi^Cof  (32^«7'  ao"^!^:^^  -.cir)-6.4Cof  (af  3«^' 50«'-^3  C^ -^  V).-  ' 
JuCof.  C53*H  40"-+-^  cf-3  y)-l*3Cöf (Si'iö'  So^^-^JcT  *-4y  >• 


2}^    HoMit.  jBpriKfi'.i^^^ 

I>to;«y^lficbuo{(  diebu  R^chnmig  »U  jlerjyon 
Oriani\  Burckhardt  aod  0^urf(i^\h%  folgeude Rerultate : 

Die  öleichuDgen  (A)  fiodimeh^Ueu  4,,cUeoiia^ 
licheD.  Unter  den  OleickuDg^n  (B)  findeii  lieh  b«- 
trächtUpbe.Abvsr«»Vhttng*o-       .  -       -    » 

i)  Die  Glieder 

.N        —  o,«!D«»nC^''-t-0)-4-o.'^SlB(«4*'4-tc/'— $)        -• 
— Vp3  Sin  («5' -^a«^— y  )-Hu"»Sifi  (n» -H  3cr  —  «  y  ) 

'  die  faft  genaa  mit  fVumCi  AecKimngübereiDßimin^, 

I    find  von  Burckhardt  nnd  Oriani  ganz  übefgai^^en» 

Vfiewoi  fie  Qber  6'  betragen  können.  ■  ^  ■^'■■, 

2)  Üie  Glieder  *    . 

weichen  am  x'  hU  z*  Ton  Or.  noch  mehr  aber  von 
Äab. 

3)  In  dip  Gleichung 

-f-  «/ja  Sin  (51*  4-  «cT.T^a  ^  ), 

d«*  ToUkommeii  mit  TVwrm  übereinkömmt,  nnd  die 
Oriani  übergangen  hat^  mub  fich  bey  B.  der  ßatt 
dejQTen  -HZt'zp  SinCacT-^s ^ — 49*)  hat»  ein  Hech- 
i^ingi-  oder  .Druckfehler  eingefchlidien  haben. 

4)  Die  kleine  Gleichung 

,  ^  ©'.««to  Sin  (»?• -4-4^—30) 

ift  von  allen  dreien  übergangen. 

5)  Die  Gleichung 

-+-  a,"ö8  Cof  (cf  — Aphel.  5  ode*  cf  ). 

die  B.  allein  hat,  Tcheint  mir  ein  Irrtbura  xu  Tejm: 
wenigftena  fehe  ich  nicht,  wie  eine  Gleichung  diefer 
Form  In  der  Theorie  gegründet  feyn  könnte.  Alle 
Gleichungen  der  Länge  werden    durch  Sintia    und 

.•■  >'■:      u^  -.•    .  nicht" 


titdit  ^arclr  eofimriftßgMrüäm''*  Sben  fo  itreuig 
kann  ihi^  Argament  die  Läoge  des  ^eßörteü  Piäoeteii 
mlleio,  ohne  die  des  ßö n/todeu. ta thal tea »  da  die  all- 
.gemeine  Form  i^<f — cf ',)-i-kcf  iß.  wq  i.  alle  ganz« 
Zahlen,  tiuTiiitht'^cf,  Wemea  kiaaii. 

Die  voD  der-swey^en  Difnenfioa-^er  £)^ceDtrici« 
tat  uhd  voQ  der -WitkuDg  der  6  abhtiogend«  >Glei- 
cbaog  (G)  iß  nach  Oriam\  der  fie  allein  berechnet 
hatte  —  —  3/28  Sin.  (69*"  -H  4  c/"  — 2(3).  Det 
Uhterfchied  iß  noch  beträchtlicher  bejr '  dar  vi^A 
der  $  bewirltten  Gleichnog  (G)V  die  nach. :Qr£^ 
in  -*-  7/63  Sin.  (64*  -H  3  cf-  —  $  )  'nach  ßufckJiardi^ 
S:  ^  6*  Sin.  (65*^  3cf*-  ?}  ift*;i:  Iph^hrtetü^ 
n^-H  15/72  Sini.( 5a*  -4-  3.cf— 9)  ^gefandien;»  4ui4, 
da  ich  diefe  Rechnung  dreymahl  wtaderlHdt«  Dih}  il9H 
»er  daffelbe  gefunden  habe,  fo  glaub« ich  4»mU  4ifrf 
auf  verlaiTen  £a  dürfen«  Pa  i^^deb  der  Untep:Cchie4{ 
fo  Cehr  beträthtlicb  iß,  fowönfchte  icbi.dabes  OnVjH!^ 
itfid  ßurekhardt  gefällig  feyn  iD<!(cbi^,  ihre  Ben)^ 
iMteg  diefer  Gleichung  nochmabU  4AirehziigehtD».'i,^q 


iaik^ 


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Ss  XXVI. 


Johann  .Carl:  Burckharat^    , 


o 


.:';..  :^(  lefcUttff  der  Im  ^tigoft  5tQck  Seite  194  «^8;ebrocheiieii 
'  ,  ,  b^graph.  Nachjicbten.) 

I^e  Pici^cttrift  unferet  J^xr^^Äari^  erfüllte  nidif 
Ä^t  %6Ufcoiiiinefi  alle  BedingnilTe  der  Aufgabe »  foau 
dern  fl'e  glbg^  fegar  iiber  die  gemachten  Forderusgeir 
^#ieitiifia(fk;^  ErHiegpügte  rich-tticbtitiii  den  vovkaa«: 
dlbtito:ge^rttOftt(|ii  Beobachtnng'en;«  londem  er  r«6liis 
filSb  ^öa  d^ttf  AftniDomen «  welche  diefen' Coni^ta» 
bMWWüVt  kaieeab;  'dte  Origiualpaj^iere  Celbft  -xu  veiN 
fehätMn,'  tiln "dieli  {ämindicheD  Beobachtafigen*  näcb 
den  AeoeOeli'EfeÄitbten  und  n»ch  einerleT'  Methodd 
Wilff  t^dndte«*^  kötineia.  Cr  war  in  diefen  Nadl^ 
forrdtftogiti^rtflMteM^Hdet  ttn4  fo^Odclick,  d^ifew 
noch  unbenutzte,  durch  den  Druck  nie  bekannt  ge* 
wordene  Beobachtungen  aufiPand  und  fammelte ,  und 
auf  diefe  Art  die  Summe^  der  Data  vermehren ,  und 
durch  ihre  PrüFung  und  Vergleichung  die  zweifelhaf- 
ten Beobachtungen  belTer  erkennen  ,  erörtern  und 
TerbelTern  konnte.  So  erhielt  er  von  dem  Herausge^ 
ber  diefer  Zeitfchrift  eine  Reihe  noch  ungedruckter 
Beobachtungen,  welche  der  fei.  Infpector  Köhler  in 
Dresden  angebellt,  aber  nie  bekannt  gemacht  hatte. 
loa  Lande  thejlte  ihm  eine  andere  Reihe  ungedrack- 
ter  Beobachtungen  diefea  Cometen  mit,  welche  er  in 
dto  hinterlaileuen  Papieren  de«  au  Macon  verftorbe* 
.TVirX  nea 


XXVL  0.   C  Burckfy^dL  265 

(Ben  Joraiten  '  ond  Tormahligeii  Mailänder  Aßroo^ 

jMo.P.  Ij^  Orange  TOrfind.    Alle  dieCs  Beobaduaii- 

i;en  redacirte  od  Ter  B.  auf  daa  Iprgfaltigße  «  mdi 

rdan  neaeOen  Stern -Befiimmnngeo;    er  vemachläf- 

.%te  dabtfj  keine  Verbeflernng »  nndbfaqhte  b^aUep 

die  Abirrung  dss  Uahts,  die  SchivankuHg  der  JßrJa^^ 

Jie  Parallaxe  oad  die  iva/iren  Strahleuhtechmgen  an. 

J)iadarcli  5gerchj4i .  f^. ,  .  daCs   (eine  ^Beßimm lu^gen  d%r 

Coqusten-  Orter  öfter  mn  eiiie^  auch  anderthalb  A3i- 

.l^filw    ffpnde^exi. abwichen 9  welche  mm  hn  I.ij'io 

^^rec^e^.,  und^  a,u(:h  fo  zur  Bjaftiammiig  der  Baku 

.^j/Bfw/WeUkörpen  gehrauchtrb^tte,    , 

\.  ..  4i)vnit  x^och- nicht  zufrieden;  ;!Dniiidlen  Einwür« 

J|en;MrbejqgO^>  ^^  ^1^>  auch  die  Keringften  Zwoi* 

.fei  xn  zerßreu^  •  fuchte  B?/rrAAarJ^  feibft  am  Hi4i- 

fnc^l  alle  die  kieixiern  Sterne  auf,  lydcher  C^  die 

.verCduedenep:  Beobachter  bey  Vergleichong  deifeiboa 

-  mit  dem  Oimet;en  bedient  hatten;  eK:P«terrochte',  ob 

dabey  keine  Verwechfelong  nahe  bßy  einander  ftehen- 

de^  Sterne  Sutt  gefonden  hätte:,   ar  beftimmte  viele 

lelb^  aufii  neue,   und  erörterte  aaf   foiche  Art  die 

IdeDÜtät.eines  )>den  Sterna,  mit, welchem  der  Com^t 

.  Tergllichen  worden  war,    und  br^qt^le  dadurch  eii|e 

^«ngemekie    Übereinftimmnng  .aller  , Beobachtungen 

^ifffBBLVLB^  welche.^  genau  in  eine  regelmäbig^Hviiqi- 

.me  Linie  fügten.'.  -    n  . 

'  DieerMnuten  Commiflariett  act..N4tienal- JiOft- 
fiatB  Ueb en  ^i^h  diefi^yP  «rften.  The^l  4«t  fireiaCchrif t 
^Üe  Gerei^tig]f39ito  wiederfibr«  •  \  Mkxameftk  diefa 
.4rb<eit  fiir  dfin  YreCentlichßen  %\if^^  4er  Abhandlung, 
n^dfilrfovpimändig  {ivmjüüe)  mU  tßP»i^^^.  \iri^^ 
kHyfep  die  alfo  reductrten  Längen  und  Breiten  de 

S  }  r  ^   >  •'  *  Comf 


ri66     JHona«li^Cbfv«/pri5^i.\l9£lri^K97B^R. 

GdäS/eo '  fiiV  Vüe"  WArhäfteü  f^nd  inirerwerfliäiBli 
'WUfiA^iiPrc^l6iti9^^'ra  wel<^e^maii  das  VoUkommeü- 
^ftf^'Vertt^oie^DÄirziiu  könne. 

'^''^'^^DkB^NaüooäP^InftltDt  hatte  in  feinem  Programm 
P8ii-Vtii^^b¥^9tiifieSoTdert ,  ^it  Wirkangfcn  zu  an- 
«t^r^iehete*,  \reltbef  die  kleinen  UnvoIlkomtoeDheiten 
•^f€^#r-  Sonnet»-  Tafeln  aaf  die  nieocentrifche  i  a^ 
^ßfeMOjmt^  '^Vorbringen  kötotft^n.  Auch  diefo 
'^ii^le  von  Iritham  hat  nnfer  B:  za  vermeiden  ge- 
c|Ü^K  '  Et%^iethti€te  60  auf  der' Oree^wicber  Stern- 
^^r<me4m^  J.  t^^  beobachtete  Örter  der  ScinM,  tind 
'  fand,  da(s  man  vd^tfef  miHlerte'£9nge  nnferar  nen- 
^>tl«li'-idnäWtitb Tafeln  uDg^fllIir'4"  abtieben  muffe, 
'iäm^£#'mis;dM  Ntmmel  übereiÄfiiraitt'etä  zn  nolitchen, 
-|i;v4ii0ter fachte  abei^  laicht,  welche  WIriiiug  ein  klei- 
(»iier- fehler  ib  dem'üisJiiu*  vtfetor  der  Etde'aüf  den  ^'o- 
U£0^tHft;heo  ^Öri  dea  Cometen  herVorbHngen  könne. 
'•Allein  die  Wtrkang  hiervon  kaiin  nur  fehr  gering, 
<t|tiähÖGha«na  «nur  in^ jenen  Tagen  ml^rkliicH  werden', 
'"Wo  der Comiet^dt^t Erde  am  oächften  war,  das  ift,  vom 
-•iB  Jnnius  bis  z%Mii  3  lolins.  In  'diefem  Zeitranihe  ift 
-d«$  Ver^ltnlis  '^r'^</atftf>im/rÄ<?i^Fe^jle^  zn  den  he* 
^tM^eikrißhen  irnßlüglich  wie  30  tn  1 ;  es  nimmt  aber 
«*BiV  RJHn*U  zaj-^tfd  wird  wie  ?}4  in  i.  Die  unter 
-folcheidi  I^AäodM'totageftdlteii:  ll^baditnngen  köA« 
Pen  folglich  nie  za  einer  fehr  bediintenden  Einwen« 
'4aiig'gegeQ  ilti^tmi  von  Elem^i^teti  dienen. 
*!-  »  In  ^ettVfiytm  Abtheilnng'  der  gekrönten  Preis- 
.fcbrift  «ssftimmte  «6f  Verfaffer  erfflkh  üie^enähert^ 
.  paräbolifch'e  Bahn  diefetf  Cometen ,  nach  einer  Metho* 
-^d^  welche  ihm  i;l^vfj|Iermä(sen. eigen  ift  ♦).  DieEle* 

:"'■"   •- Ji  ^:-^:    '        -•.'•i    r.  meme, 

'i>  .«3  8.  gegsnwirtigss  |Iift  S.  209  ft 


jüäto;*  #ddbe-er  findet;  yfnUbmnwt  fehfr  wenig 
IfhU'dBüfinA^  SeFrofpennxtudFingrSfjtfunAmxhMh 
Uü'  iMTieder  andere  Beobachtöngä ,  nach  der  Lm 
nate^UUn  Methode  lierechnet  (  weü  die  Torerwihtt> 
IV 'liflj  kleinen,  oder  wenig  Terlnderlichen  Breiten 
Üidifc  riieUr  anwendbar  ill)  gaben  ihm  ein  Rerultat» 
im-vmitdmltBt  den  Terrcfaiedenen  Frofperiiftdken  F^ 
-iiliefe  daa  Mittel  häk.  Es  gelang  ihA  aber  durehk 
inanidlt«'  diefe  Elemente  durch  entfernte  Beobadl* 
zn  verbelTem ,  obgleich  er  folche  nach  16  ver- 
Ben  Hjpotfae&n  berechnet  hätte»  Um  diele 
lien  Verfnche  nicht  ins  Unendliche  xn  TOf^ 
1 ,16  erdachte  fidi  Burckkarät  folgendes ,  viel 
rtJnallmUfwigeres  Verfiihren : 

.'.  i'Eiribefiimmte  den  Augenblick  des  Gegenfcheine 
-ite  Gotaiettn.  In  diefer  Zeit  wnrde  er  hSnfiger  nnd 
-fiKgßUtigeT  beobachtet.  Die  paraboUfcheo  Hypothih 
-A»  ^ben  ihm  für  diefen  Augenblick  einen  Radbü 
-Meittir , '  der  fehr  wenig  von  dem ,  von  Leoceü  In  einer 
^Hiptitchen  HTpothefe  berechneten  Terrchieden  war; 
ieail  konnte  ihn  atro  für  beinahe  genau  beOimmt  an- 
Mit  feinen  Elementen,  und  mit  dem  swi- 
!  dem  Qegenrchein  nnd  irgeod  einer  andern  Be» 
eltoclitiing  verfloirenen  Zwirchenraum  berechnete  er 
[  feiner  die  Ferihel  -Dißans  für  die  Zeit  diefer  an^ 
Beobachtung.  Wenn  nun  diefe  auf  diefe  Art» 
▼erfchiedenen  Beobachtungen  berechneten  Per»» 
hel-DiOanzen  unter  iicb  genau  ßimmen  :  fo  wird 
'Oie  Parabel,  welche  dielen  Perihel*Abftand  hat,  auch 
«Ben  übrigen  Beobachtungen  Genfige  leiftep ;  wo  nicht, 
'fa  folgt  der  Schluß,  dafs  verfchiedene  Theile  der 
'Behn  verfchiedene  Parabeln  erfordern. 

S4  Um 


^r  byp<0i:bnl>r<]^.Bdip  bereGj^oetj  ffidixdi  halMVfi 
jf^:\yker  ß\\ip^tfjb^^.Hypot]kßkn.mS  eine  JUjlipre  je* 
j^))rt, .  w«<chf9  Y^o  der  Lexeir^chm ,  fehr  lymig  veD> 
/c^ied^xi,  wfMT,;.  yn^  aoch  hier  ficl^^a  verficben^,  o(i 
Jlftfne  aod^e  Hj'pertielA  oder  SllipCui  i^gli^  ßfjti^ 
4N^.er  eüQ'^hiQMphet  Verfahr«;Q«  wie  obeu  begr  dar  Fi« 
n*el  ♦  beful^^  tiÄ»4  die  Rec|iiiu^ceQ  beßätigten  Äbw- 
eU  (pin  erßgjßAindeues  Hefulu^:  i    .  ;....  r 

,:  :>  N4cbclet|i^.  auf  diefe  Ar^.g^a^eigt  btat,  .dj^ba|if0 
£lUp(e  ^ou:.^4^firhre  in  der  Thal  der  eipzigf^f^^ 
A^oitt  i(l,  dfT  all^o  BeobacbttiQgM  Genüge  ibnfi^ifi 
fchreitet  er  zu  einer  u^l^eru  B^iAimaDg  diefef(^|4|t< 
4f^t3JX  Eiemepte,  Za  diefem  Ende  wählte  er  dieje- 
filmen  Beobadutopgeu ,  we)ch0  wdx  den^  9  Augqßai^ 
.§eftelU  vvurdep,  um  diidprcb' dem  Zeitraum  aiu«ih 
-weichen  f  io  welchem  die  Störuqgep  des  .  Come teil, 
4j».der  Nähe  der  Erde,  fehr  msrj&Iich  und  ver^der- 
^\üi  Teyn  kopptep,  Er  gelangt  hierauf  auf  verbelTeTl^ 
J^emeiite,,  derep  Fehler  in  diefem  Zweige  der.el)ip4- 
ibbep  B^hp^iiiv  ^weymahl  auf  40" ,  und  einmahl  auf 
4a"  geht,  Eip.e.  fewej^te  Annäherung  verbeiTert  diere 
BeAimolttpgfflpck«  der  Bahp  pecbmehr,  allein. d^r 
fehler  von  6S''  ftpdert  ßcb  dadurch  wenig«  pnd  ea  i0 
^ller  Aufcheip  Totbapden»  däb  eip  groCser  Thei}  dia- 
^  Fehlers  der- Beobachtung  zp. Schulden  gelegt«  Hftd 
diefelbe  liebei;  ganai  verworfen  werden  mufs, 

V  Burckhardb  berechnet  hierauf  aus  der  Theorie  die 
Veränderungen»  welche  diegrofee  Nähe  der  Erde  auf 
fle»  Gometep  bervorbringeu  miilTe »  und  um  wie  vltX 
dadorch  die  Glemrato  der  Bahp  umge^dert  werdeji 
li.  .  dürf» 


: ;     XXV{.  '^.  Ci  BnrckluwdtL.rC:.      ^69 

dArfteui    Er  fand  faiemacb'dierelben  fieOiinmaagaß^» 
cfcff   wie  für  den  Mooat  Juniai ,  /  und  die  grötsteu 
.Felder  in  diefeui  andern  Zweige  <i6i';^^lu^, gingen  ai|f 
■r^  öt"  -H.  56"  und  Tf-  39",   welcb«t  aber. ganz  und 
jiar  iiunerklich  werden.«  wenn  man  ßp  auf  die  Son- 
n^b^fieht^     In  den  Tagen,  wo  der  Comet^er  Erde 
*•»  oftjchften  war,  gebei^  sv^ar  die  geoi^ex^tcifdien  Feh- 
ler auf  mehrere  Minuten.»   und  eine  dfcuoter belauft 
Jchiogar  auf  96.MU^^t;e9,  «^Üeiu  keiipe \ibe|fteigt  33% 
.WffB^  ßf»  auf.die  Sonne  raducirt  wird,  und.dat  ilt  |J- 
4eeY   rW^  man  nur.  erwarten  uqd  wüpCchen  kann«. 
Burckhardt  nnterfucht  fejver,  ^b  es  unter  40f]i:'Vtelep 
altera  Oo^ieten  nicbtejiwa  einen  geben  könnte,  dc^- 
Jen  EUmente  den  gegen}ir^rtigex]^  gleicjben.^,  und.^uf 
die -Vermuthung  einer  Identität  mit  demfeiben  fiib* 
ren  könnten,   findet  aber  keinen,  weticbec  ZtU  diefer 
,Erwfprtu|ig-  betechtigte. .   Bej  diefer  Gelegenheit  be- 
rid^tiget  er  die  Elemente  de;«.  Cometen  yon  1702.    .   . 
"  Alfo  ungeachtet   aller  an«;e wandten  JVI^^ihe    und 
Arbeit ,  ungeachtet  der,   durch  die  Corg^tigtle  Re* 
duction  veränderten  Beobachtungen  die^s  Conieten, 
und  vielleicht  auch  nngjeachtet  des  heimlichen  Wun- 
Iches  des  Verfallers  der  Prei8fchrift,,eiq/^^ganz  neij^e 
Bahn,'  und  dadurch. änderte  Auf (cj^üffezu;  finden|, 
wird  er.  unwiderbringlich  auf -die  alte  kurze.  EUipfp 
von  einer. fo  kleinen  Periode  zufuck  geführt;,    Frei- 
lich wäre  es  dem  Verfaller    erwünfchter   gewefen, 
wenn  er  eine  etwas  mehr,  verlängerte  Ellipfe  halte 
finden  können;  er  hätte  dadurch  die  ähero  Ein  wen- 
düngen,  wenn  nicht  ganz  vernichten,  ^ocb  Sehr  be- 
trSchtlich  Tchwächen  können ,  und  das  Problem  wür- 
d9  in  diefem  Falle  ))eyn^he  voUkpügyqpiiQii  J^löd  wor- 

S  5  den 


^2jh     Mtmaii^  C&rrefp.  ifüt/\SEP1^EMBEIL 

'dt!n-T&jf1ii'9hkatt'AiTB'Ve^  jetzigm  Hffdter» 

'wenn  gleibhÄc^VerFalTer  aüF  di^  Ton  dem 'National* 
Inftitnt  vorgelebte  Frage  '▼dUkotiimen'BeRfh>ä&i#> 
^theilti- «n(l-dief''&u^be  aür^er  allen  ZweÜfel  gdfeczt 
hat:  fö'gibt  Ris  do(;Ii  tU  Hner  viel  rchwerehr^Mtfrige, 
'ab  dio  erftevoVgegebeue  war,  Anlafs:  /^^2tritm*>K&fff- 
*Uch  ditpA-  OoHiet  nicht  oftmals  eUnniM''  erfMemn 
'und'bedbaihtet  w&rden  fey^"*   ^ 

Obgleich 'dieCe  Frage  in  '^\6ai)Pt ogrnmm  jiifk  Vi* 
'donal-  Inftituts  nicht  mitbegriSen  war ,  fo  fSilta 
']Burekhärdtioch  die  Verwandirchäft  ond  Wich'tigkeh 
'ff6rtelbWiln'£Ar^  ^Is  dafirer  es  nicht  verrocht  hätte, 
«nch  hierauf  zu  antworten  /  obrchon  begreilKcA  hier 
-'fli'e  gdömetrifche  Oewifsheit  nicht  Statt  luibeto;  und 
'viele«  nnr  anf  Vermntbangen  dnd  WahrrcheihlifchKei- 
'^ten  hinansläuft. 

So  wirft  Bitrchhardt  z.  B.  den  Gedanken  hin,  ob 
sieht  vielleicht  der  Comet ,  welcher  fo  nahe  htj  dem 
'Planeten  Jupiter  vorbey  ging  ,  die  Zahl  feiner  Tra- 
'banten  vermiEihrt  haben  köonte?  Die  Entfernung, 
'in  welcher  dieCfer  Comet  im  J.  1770  nnferen  bewäfihe« 
ten  Aag<^n  verfchwand,  und  welche  viermahl  gerin- 
^ger,  ab  -dör  Abßand  des  Jupiter  von  der  Erde  war, 
Geweift  hinlänglich  ,  dab  diefer  nene  Satellite  an« 
SQch  )etzt  g^nz  unfichtbar  bleiben  mofs,  Wennanch 
diefer  Znfall  möglich ,  nnd  die  Idee  ganz  währ -wäre: 
'fo  würde  fie  uns  doch  wenig  nutzen,  und  uaferer 
Wifsbegierde  gar  keine  fiefricdignng  gewähren ,  da 
*u^r  keine  Mittel  hätten ,  und  nie  im  Stande  fejn  wür- 
den ,  dies  Ereignifs  zn  erforfchen ,  oder  zu  erfahren. 
Vbrigens  ift  es  rigoros  bewiefen,  dafs  kein  Comet  zu 
einem  SaieUiten  irgend  einea  Weltkdrpera'  werden 
'  kano. 


nii/*  Atoch  dieren,  jetBt  UjfielegenhtfitaML^Mii* 
'ß^eo  G^ftirnt  in  fo  vmrme  Anre|^Dg  gikomväeuekk 
»dai&«D  ffliirc.  B.  an :  ob  'diefpr  CometTmcfat^jetv«» 
ir «von*  einigen  Aßvönomen  •Termathete  •  .z^lTckea 
nr  Ailav%l  niid  Jupkere  -  Balm:hingewierenAi.  nei|e 
lauet  fejn  köunte?  Wie  J?.  diere  Idee  weiterienti^ 
ilirt  her,  iliaheo  nnlere  Lefer' bereiu  «nsdaiii  Tbrher- 
rhendin«  Aagoft -Stück  der  >Af.  C.  S,  170  gcfehei. 
i  feiner  Preisrchrift  hingegen  wirft  er  felbft.diie  Fr»- 
rauFs  tilid  -begegnet  ihr  zngleieh ,  waram  diefeiipla« 
»Mriibhe  Weltkörpei  floh  nnferu  Blicken  nkfat  dfter 
id  wiederholt  gezeigt  hatte. 

'  Um  diefen  Einwarf  Irecht  sn  felTen,  ro1>erechnet 
.  erftlich  förmliche  Sphemeriden  für  die  Wieder- 
shr  des  Comete«  nach  dem  I.  1770.  Allein 'da  die 
örnn-gen  den  Durchgang  dee  Cometea  dfirtiM  Peri- 
•libiü  tiht  MerUich  haben  veriinider»  können  :  fb 
niate'  er  diefe  Berechnangeü  txnter  verfehibdeneb 
Dxaiiefbtzuilgen  anftellen.  Hbr^Aar^t^ 'berechnet  di- 
sr  14  verfchiedene  H3^j30fthefei3 ,  nnd  bej  }ed6r  be- 
MväM'  ^r  diegeocentrifchen  Orte  des  Coniiete«,  fei- 
»  En  tPernungen ,  Phafen '  aüd  alle  Ünifilinde ,  wcAcbe 
iiie  Beobachtung  begüoftigen  oder  Terhindeni  kdn- 
sn.  Er  zieht  dibrant  den^Schlnra,  dab  eaii^der  nn- 
öglich,  noch  fehr  nnv^aUrTüheinlich' Hl«'  4iÜ  6ii 
ometvon  1770  mehr  als  ^nmahl  i^orficligeMAift  I^, 
bnedäb  er  ^htehtn  nnd  beobachtet  i/r6rd'en  -Itonnte. 
ie  Berechnung  der  Störungen ,  die  diefer  Weltköf* 
sr  feit  30'  Iahten  erlitten  tlat;  find  nngeheiter  nn^ 
1  abrchredkend.  Das  Pi^o^mm  -der  TreieanPgabe 
itte  diefs  nicht  zur  Bedinghifs  gehiacht;  a\ich  ti^ür- 
8  zu  einer  folchen  groben  Arbeit  ille  anagelMtMeZeit 

viel 


^7^     Manatl.  Cohrefp:.  ig^h  SEPTEMBER. 

'ViAt»luiTz  geweCen^üyii:;  Indien  nfadUl  fich«tt- 

fer  A  idttiboch  anheirdiigir  dkGs  rGhweraf.Btfitnhniiiig 

%n  atiteniehniea},  wediiADer:flUirercBrfgAira«a.CrfiMlft- 

ter  die  Fovmeln  bierx«  lie£aro  wollte»:  nuidiAniegt- 

'  frandaürHoffaiiDg^  eoms-  glftcUichta  Erfolgs '«OrluiQ. 

-dün  wÄra,-  ■■  -i..  ;      .  ^  '  ';  r-  ':  t.,      : 

indAilbn  hat  BwvkAandt^^  PreisCobrift^dtBE  rorg^ 

.hegten  Ajrfgabe ,   oafdb  dar  i^inftimttiigeA  Entaei^iiiug 

der  «rnannien  ComaiUIarien  «    yoUkoouDeii .  Gwügs 

•giethai»;<«r  bat»  fo  wie  ea  datPrograma  i^evlmigtba|i 

■die  BMtwchltuigea. mit;  eioem  Flaib  «od  «lit  eiaai 

Genanigkeit  hergeftellt.  dafabierüberntchtt  aiebr  «n 

Lwühfchi^li  übrig  bleibt  ;   er  hat  darch  aa^rmeraliche 

•Calcnla  alle  Farabeliift  -Hyp^belD  and':£UiprietB«  a^* 

Xier  jedet  vou  5^  fahre,   ausgefchloIEBn ;  «r  hat  die 

einxig:  wahre  ElUpre  bQftitoiHt ,  welfhe^  l^-gefuraab 

gDogUch  alteD  Beobacbtaogeo  genug  th^t.  dEr  bat  folg- 

lieh  alle  BedingDiITe  der  Aufgabe  auf  da<  al^i^naii(B- 

- ße. erfüllt;  , daher  ihm  auch  der  Freie  einfiiaiBiig  ud 

lyogetheilt  zuerkannt  wurde« 

XHp  Frage«  welche  über  4iefeo  fonderbarea  .We|t^ 
körper  noch  aufzulören  übrig  bleibt ,  ift  vieHeicbt 
Uiibeßkmntt  vielleicbrauclii  ganz  unauflösb^.  AUrifl 
:Aur€h^ur4:khffrdt'B  Bearbeitung  ift  de  wenigOens  anfii 
Bein^  gebracht,  und  wer  (ie  wternehmep,  wU)»  kei^ic 
.•anq\el^  die  fiebern  Data^  an  welche.^ri&Ghxa. hal- 
ten hat.  Vor  der  Burckltflrdt*khtu  Unterruchn^gh^« 
te  kein  Aßronom  eine  folche  Arbeit  wagetv  k-önntn 
und  düifen ;  wer  ea  jetzt  lUut,  Beruf,  nnd  Kräfte  d^- 
zu  fühlt,  weifa  nunmehr,  -dafs  allea  Qur  von  der 
Kunft,  dem  Scharffino«    uud  der  Gewandheit  einer 

höheieo.AnaljfeabhäageA  wird« 

Unbre 


•"  TTnfefb  -tteler  haben anii  änn  vorigen'Heffeu  nn» 
brar  ZekCcbrift  gefehca,  dalb  mcthrere  GeotteM^-ond- 
AftroDonieD  kiicht  abgenieigtjfind ,  zu  verniuthen«  4si£ß^, 
dfet  ncne  von  Piavu  in  f  aleritao  entdeclct«  Gefikn- 
wol  diaTerCoinet»  und  anph:noigdk:ekrt,  d«r  Comet, 
TOD  i77o,dieredneaeG«ftirov  itieUeicht  beyde  derbl- 
fae  Weltkörper,  undamEpde.der  zwi(cban.:Jupiter 
und  Mut«  Termuthete  Flaaet  Cija  könnte.  DaTa  dielk 
aUae  nur  gewagte  Vermuihupgan  find«  wilTea  die  Le- 
ier nnüarer  fortgefetzten  Oefciiichte  diefea  neuen  Go- 
Anrna;  aar  künftige  Beobachtungen  und  Auffimdimg 
dieCse  feblamen  Himmelakörpera  können  uns  hierüber 
beldhien^  Unbre  Zeitfchrift  wird  den  Erfolg  davoa 
MI'  faiai0T  Zeit  bekannt  machen» 

Wir  belchlielaen  hiear  diefe.  biographiCchen  Nacbi* 
lichten  unferea  Burckhardt  mit  der  Anzeige^  dab  die»* 
Cnr  geüchickte  und  unermüdete  Aftronom.  gegenwär« 
tig  mit  der  gänzlichen  Umarbeitung  und  Berechnung 
dar  St^runga- Formeln  für  die  beiden  Planeten  JupU 
ter  und  Saturn  befchäftiget  ift.      Aßronomen  iß  be«' 
kannt,    data  die  npneften  De  Lanthre^lchen  Tafeln 
dieför  Planeten,    weiche  aach  des  l*a  Flace'Ichen^ 
Theorie  ausgearbeitet  word|^a  find,,  noch  eine  halbe ; 
Uioate  ron  den  Beobachttingen  abweich/an.    JNun  iü 
in  erwarten,  dab  nach. vollendeter  Burckhardc* (cheü . 
Arbeit  diefe  Tafeln  bia  auf  fahr  wenige  Secnnden-  mit 
dam  Himmel  übereinftimmen  werden.      Um  fo  ver«. 
dieaftlich^r  wird  diefe  Bemühung  feyn^  -  weil  man  fich 
Inder  Folge*  diefer  Planeten  mit  Siicherheit.zu  L^ixi» 
gen-  jundrBreiten^BelUmmungen  zur  See  wird  bedie-) 
ner  können;  dies  ift  nicht  nur  eine  Vermehrung  der 
Hülfamittelzu  diefem  Zwecke ,  fondern  zugleich  auch 

^  ei- 


^74^    MbnafL  .Qmrefp.  itot2  SEPTEMBEH 

eine  Venrollkommoii'ng  Dtmi  bey  dem  gnAeh  Glan* 
ie  «dfer  Planeten  laflen  Och  ihre  AbOänd«:  vom  Mon^ 
debef  der  grD&ten  DÜmmenuig  genau  beobachteDi. 
^o-et  tnr  See  noch  mögiich  ifl,  den  Meerea-^orUonC 
deatlidi  cu  erkennen,  und  folglich  die  Bbhen  dierer- 
Planeten  nnd  des  Mondes  mit  grofser  Scharfe  zn  neb* 
tfien ,  welches  zur  Nachtzelt  bey  Mondes  -  Abftändea 
iron  Stcfrnen  i>icht  immer  der  Fall  ift  Der  Heraus* 
geber  hat  fich  hierüber  fchon  ehemahls  .in  feinen 
A,  G.  E.  HIB.  S.  574  omßändlich  erkllrt«  und  der 
fiänifchen  Commiffion  der  Meeres  -  Länge  in  Kopenha* 
gen  diefen  Vorfchlag  vorgelegt,  welche  ihn  anchge^ 
ikehmiget,  nnd  diefe  Planeten* Abßände  in^ihrenktinf« 
tigen  Scbifferkalender  aufnehmen  vritd^  Bun^harif% 
Tafeln  diefer  Planeten,  nnd  der  DSnifche  Schiffer- 
Kalender  i^erden'  demnach  eine  nene  Wohfthat  fiir 
die  SchiCiahrt  feyn;  die  höhere  Analyfe  und  die  höbe' 
te  Sternkunde  haben  hier  abermahls  das  Ihrige  zum 
Beßen  der  Menfchheit  nnd  der  bargerlichen  Oefelt^ 
fchaft  geleiflet 

.  Thatbcheu^nichtLobfprüche  haben  Wir  hiervon 
getragen.  Did  Verdienße  nnGetes  BurckhAtdt  find  da- 
Her  von  den  berühmteften  Gelehrten  in  ganz  Entops 
anerkannt  worden.  Das  Bitreaudts  L&Hgitnikt iütz* 
tiB ,  die  Raff,  kaifetl.  Academie  det  Wiflenfchaften  itt* 
St.  Petersburg)  die  königl  Oefelirchaft  disr  Wiff.  in 
GSttingen ,  die  Chnrnlainzifche  in  Erfurt ,  habta  ihni' 
diefe  Gerechtigkeit  auf  die  ehrenvolleße  Art  widerEsh*' 
ren  hffen,  indem  fie  durch  ihn  die  Zahl  und  den 
Glanz  ihrer  würdigen  Mitglieder  vermehrt  habtn. 


XXVII. 


^^'\:\    KXyjf^^  Ma*4stkt<friti.^  .-i...;.^/.    »75; 


-'.^■'•^    .-  ■  •XXVD.     ;• 

■;  IJber  die  Theorie  des ;Mo.n.des»;; 

'.."■'--•  '        '        \6n  J.    T.  Bürg,     ■ 
Ajfmet  dit  l.  k.  StMniiWaciB  ili  Wi^   Und' MttjgU^A  a«f 

Ruff.  SaifoL  Ica^Bimii^dair  WilEenCbkafiap^ 
,  .  .      '   .    iib  Sti, .PetMihiirg,     . 


X)l6*Lefer  itr  M.  C.  erfaininm  fich  ohoe  Zweifel  äüB 
iünge»  im  Aagoft^  Hefte  bekannt  geiütkÜitän  Brie- 
ftn*)  von,  La  Place 9  daC^  dieCer  grorse  Theoretiker^ 
die  Unterfuchiiiig  eiofget  benen  Oleicfauügen  für  die 
Lftiige  des  Moodes  dnrdh  BeobacbtUDgeo  empfohlen 
hat;  ohne  daaDafeyn  derfelben  Alk-  gahz  etwiefen  an*- 
MiCeben;  ocfer  den  Coefficiemen  derfelben  eideü  be- 
fi&nmien  Werthfta  geben,  seigte er  an«  dab  "feine Rech«' 
iMiigen,^.fo  weit  er  die  AnnShetang  getrieben  hätte« 
denlelben  wirklich  einen  merklichen  Werth  zueignen« 
Ea  könne.aber  allerdings  gefchehen «  dab.  dieijenigen  * 
QUedev,  Wdche  er  vemachtäffiget  hätte ,  beträchtli^' 
che  Aendernagen  in  den  vorläufig  gefundenen  Refal* ' 
tatfcn  herV'Oi4)rächten«  Da  ich  diefe  Vetgleichnng  mit 
den  Becdmchtungen  beendiget  habe,  (o  benutze  ich 
üeta  Geleg^heit»  mein  gethanee  Verfpreohen  zu  er^ 
fiUlpn  '^^)  vnd  die  Refuitate  bekannt  zu  machen, 
obCcbön  fie  meinem  Wonfche  und  meinen  anßlngli- 
clita  Hoffnungen  nicht  entfprechen«  '  Die  Gleichun- 
gen, deren  Beftimmung  aus  Beobachtuttgen  tüFlacä' 
gewünfcht  hat,  hängen  n^n  den  Wildceln 

.,.'..  ^\  .   .  -.  ■  ..  ;      ap. 

*D  8.  113. 


2p  —  2T  —  <T,    2p — 2x-4-<r,   x  —  p-t-(T 

ab;  die  erße  und  letzteldi^bir  Ungleichheiten  hielt  er 
für  betr|thtli<^er,  als  die  zwejte^  womit  aoch  die 
BeoBircläftitfgeä'tibereihlti^ÜVii  kBin^GoäSdteJt  iB 
aber  grafs  genug, «  uia^ei^  iDeddicbe  VerbelTerang 
4f ^  ll^felordasron  erwarten  au-köimea;  Joh'biAifvfit 
davon  entfM^^  die  W^ibe,^  Welche  ich  gefunden 
habe  ,  für  vollkommen  gMan  xtf  halten  ;  aber  ich 
glaube  doch  aanneiuen  btffherfgen  Erfahrungen  fchlie- 
t^en  EU  duvfejQ»  dab  keiner  4?rrelbeu  aui,drfr]r<$Qci|9i<» 
den, j;e^en; könne;    die  Qloiciiiiiigen  Celb^i^^  M^> 

gpa^-.  .    ■   :.L    ,-•..        ....     ^.    ■ 

»4-.I/2   Sin.Qzf.-rr.Z^-T^).    .    :.'       .    , 
.  —  Of*.4  Sin  (2p — 2X7H0:) 

-*-  1/2  Sin  C'^R— ^).  ,  ..>,.. 

Die  xweyt6  diefer  Uifgliekhheitdli  hatte.  CdiM 
Claipaut  angezeigt»,  end  den  .Coefficienteü/ anf^  n". 
g/eCout;.  überhaiipt  fcheint  die  Beftiramiuig. mehrefit 
kleinen  GjQicbimgeu  für  die  längendes  Mci>iideed«rcii> 
die  Analyfe  ganz  befondern  Schwierigkeheia-  oDter« 
\irorfea  zttj  fjpjr» ,  denn  .man  erhält  die  Werthe  am 
den  Beobachtungen  gewöhulicb  um  vMes  kieiiier« 
a|8  fiediirch  die  Theorie  gegeben  werden  ^  die  UrCi« 
cke  liegt  ohf^e  ^\yeifel  darin «.d4fa  dieReihdo,  Wel.* 
che  man.zo  ibrei:  Beßimmeng  gebrannt ij^at  ^«  nicht 
rqhueil.  genug  contergireit  •:  fon  den  ftuL^of»  de«« 
nachfolgenden  Glieder,  welche^,  inai»  veruachhiäigeii' 
zu  k5i)ii#|i:  glaubte^  unmerklich  zu  maehee*«  .Mefap> 
rare  Gleichuingen  aua  Mayer's  Fannel,  welche  ick, 
leitdem  uetff|rtli.agfr,vnibMfiu;ti|  habe«..tvfitea  eioanf* 
fallendes  Bej^fpiel  diefer  Art  dar;   fo  fand  ich: 


■'  •       -4-  4/<  Sie.  (2ir—  lO* 

i|fa^  l^bt' dMso  GleichuQgeti  in  TeUiar  Theorl«  Fol-^ 

1]...    .   .  H^m/j  S»«»  (2*r-?p) 
£,,..  f-h  $^7  Sin  (2r-l-p-H<r) 

•i!..  rr  ^'S  Sin  (ax  — Jtf). 

Bm^  ander«  OteidmngeQ  t  di^  in  Metxcr*9^  FormdL 
tattachtlidh  findi  •*4-  ii«'7  Sin  fp+<r>un<l  o 
^  tm'i  Sin  (2ir««-3dH-t7)  halMiichgsnz  mierlieb» 
lldi  gsfioMh»;  nteUch  -4-1  o,  *  1  Sin  Cp-^-i^)  nn* 
•Si»  o»'4Sin  (i»^>»-*id-4-^(r).  .  Bef  alliMi  diefen  Aaa^ 
diPieknn  ift  *  3  dißant.  ([  a  0.  p  üT  Anom.  mad«  Iv 
#32  Anirai.  fliad.  O  d  =  dißant.  €  m  Sl*  ,    -'  i 

a<i«  leb  fttrdus  aller  ding«,  eed&rfte  gewagt  Cclibinen^ 
ieoten,   die  kanm  twey  Secouden  betragen» 
lefttafbtnnE«  FrftftitTfrn  xa  wollen«    Ob  man  an- 
MittagsCernrohre  den  kleinen  2eittheil  jieiDee« 
IltakSnnei  welcher  diefen  Grörsen  entfpricht»  dar« 
kAante  ich  doch  nur  meine  Meinnng  Tagen» 
[iriine  etwaa  dadurch  ta  entfcbeiden;    es  tty  mir  aber 
die  Erfahrung  anfahren  xu  dürfen  •  welche 
an  fremden  Beobachtungen  gemacht  habe  »    die 
litt  jedermannt Händen  befinden«    Wenn  man  die 
b4  der  Fehler  von  dreifsig  oder  vierzig  Beob- 
litttogen  nimmt«    bey  welchen  der  gröftte  Werth 
V  Oleichungen  (2*-— jp)  (2x-4-p-H<r)  (2»— 2<r) 
Itiv  ift:  tb  iftdiefe  Summe  immer  kleiner,  als  die 
■er  gleichen  Anxahl  Beobachtungen ,  bey  welchen 
e  Makunum  negativ  ift.    Da  diefea  in  der  Aeihe  der 
UMt.  n.  B.  iQoi.  T  Green. 


3^9i    Monaü.  CitxtSff^yfSpif  SE^F^MBER. 

Greenwicher  Beob^^htoogeu^  vj^  \f^  Jlis  1793  be- 
fiäodig  Statt  hat.:.ii)^laiüue  ick  JCciiUel«  dürfen, 

dafs  e>  sieht  dnrchZlufall  gefc^e)ie.  J^n  anderer 
Grund,  der  mich  in  meiner «Meix^ui^hefiärkte .  i& 
folgender :  der  vierte  Coemcient  der  mittelpu^ts^lei» 
«Äwig:  beträgt  nur  1/9,  der  dritte  der  Farüition'^!  ij^i 
jener  der  zwölfiefi-^GUichking  ^/'g'i  ttAdT^'&er  endlich 
der  drejzehnten  }u*V.  Alle  diefeilSin^if  Gröfsea  find 
ans  Beobachtungen  befiimpit  f  litid  nur  m  Kleinigkei- 
ifatt;tro2  denen  verfehiccien,  v^AdbtiHfäfmt^knB  tboA 
ileil€e«'ganz't  andrer  Qeobachtungeifersabgdlfiitet  hatj 
Jn  dielen  BetracUtoikgen  gl&nbe  4€h.  bieber.  o^ei^. 
Omnd  za  fu^det»;  die.angefuhrtcti  GleiditiBgibn;  tat. 
Aufiiahme  in  dib  Teftln  vorzurchlagen;}ich  bin  abec 
Ja*  weh .  Ton.  aller  Vorliebe  für  Öiefe  Metntuig .  e»tn 
femt»  dafs  ich  iie  Cehr  gerbe  aufgeböi  werde »  .w?nu 
i^ieb«  Ghiichnngen  'mit-Sicharheit  dttrch  diei  Theorie 
tfiBtgfil^tzt  werden  fofllten,  oder  Wead  mßo  die  Tafialli 
zafmofi  äadqre 'Art  belTer  mit  den .BeobachtimgQii. 
▼eieinigdn  kanä,  ur --  ■.r:..:.- 


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tS}f1&^*VSbirdMtiiua^mi^aptiiH^    2'j^ 


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Fori^efetite  Nachrichten 


tU»j[ft.yen»i^ete    peij^  Haupt- Planeten 


.t.  I  '   .     <  ,-4...  ■>    .^ •    ■ j  ..... 

-  I  ■  ■  rr  ■■        r- 1  >  -      "    ■  ■»  n  »■ 

jJi^i'     _:;...  _  .  :■..-.  .-  :...-      ■ 

i£fa^IiiJ^^  wir.  imrete*  tiefer  init  den  fo  lango 

^borgen  bnd  gehäm  gehiUenen  Beobachtuogen  des 
^siW  f  JEatuTcbeD  GieltitD»  bekanfi»  macben.  Nach- 
f^'Piazzifliebrere  irrige  Abfchriften  initgetheilthat- 
lif-.ME^cl^QA.^E^^J  Aa^fage  nach,  aas  einer  feblerbaf- 
^.Redactionider  gefaden  Aafft^igiuagen  von  feinen 
f^lKJ&lfen.  eqtftanden  waren :  fo  ift  endlicb  gegenwäc* 
4g0  T^bürgte.  Abfcbrift,  welche  wir  bier  getreu  nnd 
Uur'correct  mittbeilen,  entftäq(!en.  Nur  die  zweite 
Vnd  vierte  Colamne,  nämlicb  die  gerade  AuJ/leigrmg 
A^  'Geßims  in  Zeit ,  und  die  nördliche  Abweichung 
fili4  yön  Palermo  eingefcbickt »  alle  übrige  Rubriken 
^d  Ton^ mir  ))ere(^net worden..,  fiej  Berecbnnngder 
gpQcentidfcbfsir:  langen  nnd  Breii;jen  habe  icb  mickder 
Sdaefe  äei  Ekliptik  23!*  28'  r^".  und  bej  Berech- 
]^g  der  mittleren  Sonnen  -  Zeiten ,  der  Sonnen  -Ör-- 
^^ondDißanten,  n&einer  verbefferten  Sonnen -Ta- 
fiäa  bedient; 


o* '  T  2  Beobadi- 


'I*  •" 

1.4  io  Cn  M  M  »^  O  oe  ^±J±S^  Vlf^'^^  *  Q  ^  w  IJ  m 


0\  OS  Ol  O^  O^  Ä  O*  0^1-4 

<n  o^  Cu  (^  Cn  w  CA  ^H»'  l^j  ^    Mn 


»Hf  ^  Ol  M  0  Q  y;  90>^  O^  Qn  Q^Cn 
c?)  ^  *vi  g  M  hl  t-i  Ci^i  ^  ^  ij.  M    ^ 


|k>4  «e  90  «p  «  go  «  i^j       ^ 

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1.^  i^  gi  ^  Fo  c>j  hsoa 

C^^bJ»  04  ÜJ  4*^  Ui  du*  Cki   v- 

yi  c/i  ^  Of  c^  0\  0\*^ , 

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Bi«  >0tat  (s6  Aog.)  luben  Mreder  die  UnOätide^ 
«Mk  didi  Witteiimg  die  AufEachaog  diefes  Geßiras 
higatiBgeii  woOen ;  edch  liaben  wir  noch  üichu  tod 
■lartB  gtückltchfea  Erfolge  ans  ande»  Gegenden  ge- 
kBvr;  viellc&fiht  bringt  der  koknioende  Monat  diefe 
fchnKchflgewänCchte  und  gelieffteEntdeckmig.  Noch 
heleB  "Mr  Mec  ein  Unheil  eines  grofsea  nofdiTdMQ 
AfltoAnOflNtt  über  diebs  feltlame  GeBim  nach.  ' 

OW'befttadige  Secretair  der  k.  Schwed.  Acad.  der 
l&bmtümhm,  Jütter  Mehmidrhielm,  erklärt  (ich  über 
dWenrGegetiAatid  in  einem  Schreiben  ans  Stockholm 
»eeft  n»  /dl-  folgendermaGsen :  ''Auch  mir  kommt  ea 
ifwahnMUßnlicher  vor ,  dafs  das  neue  Piozzf (che  Ge* 
I^Kim  .«in  swifdien  Mars  nnd  Jupiter  gehöriger  Pia« 
i^aet-»  ala  ^iirs  ea  der  ZjexeWkhe  Comet  vom  1. 2770 
iifajf.  Idissid  JjtxeUf  der  meto  Freond,  und  im  Jahr 
HtTfi)  4tteuh  huEid  ProfpeM^  Schüler  in  Upfal  ^ar  f 
idS— tefrl>Dd»iteo  damahls  fehr  viel  über  die  Natur 
JMm  Cometen,  und  ob  er  wol  ein  Planet  byn 
iMmit^  -  Atlein  ana  den  bisherigen  Berechuungen 
fiMA  El^i^enien  glaabe  ich  doch  den  SchiaCs  wabr- 
dafs  der  Pia:^'(cbe  Stern  eher  der 
Planet  fejn  könnte.  Ob  es  gleich  für 
iriM  JlttMtione-  nnd  die  Kepler'lclk^n  Gefetr^. gleich- 
jgilfijl  ift,  AB  welcher  Entfernung  von  der  Sonne 
eflauFIfmeten  fich  bewegen  ,  weil  diefe  Gefetae  des- 
^fl^  «tt^dialben  doch  Sutt  haben  können  :  fo  ift 
^tti  ImwMonifehe  Progrefüon  diefer  Planeten  •  Entfer, 
^Miinngen.  lisben  andern  Gründen .  ein  Gewicht  mehr, 
fluifie  Sxiftena  diefes  Planeten  ku  glauben;  ichbe« 
jEflimn  ^aufrichtig »  dafs  dies  wenigfiene  bey  mir  der 
i^flU  UL    Ich  JBnde  noch  überdies »  in  der  Kleinheit 

T  3  die- 


I 


aSz     mbnaO.  Correfp.i§ou  SEPTEMBEXiZ 

„dlafies  neuen  Flaireten^  'e&i^*.ge^ifl]B^,Öe0iv>mI&  det 
j;NattiT\  wenn  ich  iMuShto  aüa()rflcketlidifr6-^>Dieret 
^'^li^l^iije  Ißlatiet  niinnit  iBilt  JMier^v  der^ebeiifiille  zik 
j'rdenlttAtaen  MaDeteAgehftKtv '|eßi(kf dü.Mi|tel nn* 
l!X6^s^lAü€t^ri[chen' Sonnen  «Softem«  eis» ^^«r  :trinl 
iltatiA  kann  daher  keiae<^oben  St&raogeQ,  iii' diefem 
;,9fßiJ^'verarfaGjieD.  'Übrigena  ift  es  {nfflieb/fchwer» 
,aua  ded'  lrl»rba|ideneo  Satis  einfengewifim  Sdblula 
yytiii^ 'Auierprucli  über  diefen*  aefaeoHiiämelilkörper 
^',zti  ^a^en,  man  mufe  fernere  BaobachtnogenabUrai^ 
„ten.''  Aöch  möchte  ich  nicht  entfchaiden^i  ob  dct 
i,£««rfPfche  Coraet  üicht  der  vermeinte -Planet  feytt 
;;k8nnte.'  Die  DISeteoT-  zWifchen  ein  Paar Efementen 
;|d^'Batin  ift,  "wie  Sie  ganz  xecht  bemetken,  nicht 
;,hinreiChfeAd»  'Om  daraäa  mit  GewÜsheit  uoey  ver^ 
i;fchitßäen^*VfelikbT^^T  zu -mabhen;  Ch  könnten  auch 
'(.Hvol  eik'Wid^  derfeibe  K'drper  fejn,  und  die*  Störant 
^ygeiii^les  Jupiter  könnten  grofs  genn^  gewefen  feyn» 
^,diä  iSine  folche  Differenz  und  Veränderung  hevvor* 
j;zMring^n.  Auch  die  Veränderung  der  Geftaltdie- 
„fes'Wcltkxirpera,  feine  Sichtbarkeit,  und  feine  Un. 
,,ßchtbarkeit ,  können  hier  nichts  entfcb^den;  denn 
j,wir  kennen,  wie  Sie  recht  gut  bemerken,  nochznwe» 
„nig  die  phyfifchen  Conßitutiouen  der  HimmelskSri 
„per,  uYn  darauf  Gründe  bauen  zu  könrnen.  -  In  eine 
y,nördliche  Ecke  der  Welt  rerbannt ,  iß  ea  unfec 
„Loos  nidit,  die  Mirabilia  Coeli  zu  entdecken  ;  Hnch 
„wird  uns  fchwerlich  das  Glück  zu  Theil  werden., 
„diefes  Geftirn  wieder  aufzuEnden* 

„Unfer  Nicander  iß  von  fehr  fchwacher  Gefand« 
9,heit  und  kränklich;  unfere  anderen  beiden  Aßro« 
„nomen  ^  Svariberg  und  Osverbonif  find  jetzt  In  Läpp« 

Irland 


283 

der  Gradmeffttng ;  atuch  habe  ich  dli 
n  Inftraineote   ünferer  Sternwarte   ( 
^^efchickt. 


^«hiid  hey  der  Gradmeffttng ;  atuch  habe  ich  die  vor- 
y,ztiglichüen  Inftraineote   ünrerer  Stern\Varte   dahin 


INHALT. 

XVIIT.  Etienne  Marchaiu^%  Reife  mn  die  Welt  in  den  J. 

1790.  91  nndpi.    (FortX.  1.  S.  93)  ig» 

XQL  Trigonometrifcbe  Methode  sor  gen&herten  Beftim- 
xnan^  der  Elemente  einer  Cometenbahn.  Von  7.  C 
Btirckhardtf '  Adjanct  des  Bureau  des  Longitudea  in 
Paris.  309 

XX*  Vorläufige  kurse  Anzeige  neuerer  Beobachtungen 
Aber  den  Planeten  Mercur.  Vom  Oberamtm.  Schröter 
id  Lilien thaL  220  . 

"XXh  Revifion  der  neueften  Karten  Ton  d.  Schweiz»  231 

XXIL  Ueber  Langen- Beobaphtungen  im  Orient  n.  f  w. 
Ans  e.  Schreiben  d.  kön.  Dan.  geh*  Jufiizratht  C.  Nie^ 
huhr^  Meldorf  9  Jul.  igoi.  240 

XXin.  Beobachtungen  zur  Befiimmung  d.  Polhöhe  von 
AUxandrien  in  Aegypten.  Von  C  Niehuhr  angeftellc 
u.  berechnet«  254 

XXIV-   Beobachtungen  zur  Beftimm.  der  Folhöhe  Ton 

Kdhirai  Ton  ebendemfelben.  255 

XXV*  Ueber  die  Matt -Störungen.  Aus  e.  Schreiben  det 
ColL-Eathf  F.  T.  Schubert»  St.  Petersburg  20  Jul. 
igoi.  25? 

XXVI.  Qefchlufs  der  biograph.  literar.  Nachr.  Von  J.  C. 
Burckhurdt,  Adj.   des  Bureau  des  Longit.   in  Paris.     264 

XXVII.  üebet  die  Theorie  d.  Mondes..  Von/  T.  Barg, 
Adj.  der  k.  k.  Stemw.  inM^ien»   und  Mirgl.  d.  RniC 

k.  Acad.  d.  W.  in  St.  Petersburg.  2^5 

XXVIII*  Fortgefeute  Nachr.  ab.  d.  neuen  Hauptplaneten.    279 


I   '- 


'-  ,1.1 


^9" 


MONATLICHE 

)RRESPONDENZ 

ZUR   BEFÖRDERUNG 

DER 

ID-  UND  HIMMELS-KUNDE. 


OCTOBER,  1801. 


XXIX. 

ntre  Marehand's  Reife  um   die  Wölk 
in  den  J.  1790,  91  und  92. 


(Berchiufi  zu  S.  19s.) 

24  Jun.  ferli^r«  eodlich  da«  Schiff  die  RevoJu^ 
Infpln,.  um,  feiDem  Auftrage geinüfs,  die  nord* 
che  Küfie  vcm  Amerika  za  erreicheo.  Ein  atti 
aufchnlichen  £ütfenHjog  bemerktes  gröfaerea 
mufdte  wefTf^D  Kürze  der- 'noch  äbrig  gebliebe* 
ieit  nubefncht  vorbey  ge^^angen «  uud  feiue  £at- 
mg  küuhigeü  Seefalii'eYii  überlaflen  werdet^ 
27  Juu.  paMirte  Marckand  die  Liuie  im  143*« 
eu  7  Aog.  bekuro  er  naeh  einer  utiunterhroche* 
ahrt  von  48  Tagea  die  Amerikauirche  Küfte.la 
awr.  IV.  B.  iQoj.  V  düt 


-  T 


MONATLICHE 

CORRESPONDENZ 

ZUR' BEFÖRDERUNG 

DER 

'  ERD-  UND  HIMMELS. KUNDE. 


i 


OCTOBER,  1801. 

«        .  . 

XXIX. 

f|»M  Marehand's  Reife  um    die  Welk 
in  den  J.  1790»  91  und  92. 


(Befchluff  zu  S.  29«.) 


■^<iii  24  Ion.  Terlief«  eodlich  da«  Schiff  die  Revola^ 

Mnfibt i^nm,  feiDem  Auftrage gemüf«,  die  nord* 

MeUiche  Kutte  von  Amerika  za  erreichen«     Ein  atti 

auXehnlichen   £ütfenHJog  bemerktes  gröfaeret 

mu&te  we^eo   Kürze  der  noch  übrig  gebliebe* 

Zeit  uubefucht  vorbey  ge^^angen ,  und  feiue  £at- 

aog    kfluftigeo    Seefahtetn    überlaflpn    werden« 

27  JifD.piallirte    AJarckand  die  Liuie  im  143*« 

den  7  Aug.-  bekam  pt  nach  einer  auunterhroche* 

Ka  Fahrt  TOii  48  Tagen  die  Amerikauirche  Käfte.ia 

lllii^  Corr.  IV.  A.  lOoj.  V  der 


286       MonatL  Cwrefp.  iSou   OCTOBER. 

der  Gegana  iröWfJäp  ^gf^g»g'/mfflr!etnirarfteütnafal  za 
Gcficht.  IVIan  entdeckte. hohe,  mit  Schuee  bedeckte 
BergCpitzen.  Erß  den  12  Auguß  Morgens  warf  diis 
Schiff  in  der  ßay  von  Guadalupa  Geine  Anker,  aas. 
Die  ganze  Schiffaaiasiirc^aft  .befaiid^^ch  nach  einer 
Seercife  von  242  Tagen,  welche  nnr  durch  einen 
iSittifgiggii  At^^en^alt  10  den  JBajea/^  Prayia  nt:^ 
la  Madre  de  Dios,  unterbrochen  \^4)rden ,  in  dem  he- 
ften GefundheitsTiiflaude.  Ein  einziger  Mann  war- 
^  de  nur  leicht  vom  Scorbüt' ergriffen. 

'Z^frft  ward  der  ;2if(^d  der  K^fie  nod  )die  Jj^y 
onterfucht.  .  ^ an  fand  guten  Ankergraud..  £inBach, 
welcher  fich  in  diefiay  ergo  ff ,  .konnte  das  Schiff  mit 
dem.nöthigen  Waller  von  der  beßen  Befchaffeuheit 
irerfehen.'  Sclbß  die  Landung  war  leicht  und  bequem; 
aber  dagegen  fchien  di^Ge  ganz^  Gegend  menfchenleer 
iipd  unbewohnt  zu  feyn.  Unter  diefen  Umßändea 
zeigten  frch  fdir  den  Pelzhandel  fchlechte  An'siichteii^ 
und  fchon  War  man  bedacht ,  einen  füdlithern  Lan- 
dungsplatz aufzufuchen^  als  eben  eine  Pirogue  mit 
Einwohnern  er  fehlen  9  welche  Pelzwerke  zum  Kauf 
anboten,  und  deren  noch  mehrere  fierbeyzufchaffen 
v^rfpx2iched.  Unter  dielen  Ausfichl:ea  waid  bekkioi: 
fen.,  hier  zu  verweilen.  Die  Buchte  an,  welciier  dai 
.  Schiff  Anker  warf*  liegt  an  der  (»diu^^^f^n,  Kä(^e  def 
Infel  Pipt^  welche  ,vou  JD^ordweß  her  die  grobe  B^y 
Wßp^ :  ßuadalupa  bildet»  .  Dixan  ^ab  ihr  den:  Ndmeff 
JübrfoUi'JBay^  Ihr  erßör  nrrprüriglicher  Name,  in  d§n 
%iach«  der  Eliuisebor^eH ,  heiCst  Tchinki^ie,,  ,Kiiod| 
:^igte  fich  dfsr  Tag.»  fo  erfchienen  15  mit  13b  bis  i^ 
Amerikanern  bemannte^Firoguon ,  •  wt  Iche  iiogend  t^eib 
bey. kamen»  u4id;iiA  Aiickßgh.t  ^hrer  jUbQxlegenbeit;^« 


3tXlX.  Marchaifd^s  Reife  mtjdüffdt..       287 

Varfidht  uothwendig^  machten ,  diiGi  oiemi^Qd  «nsill» 
rem  Mittel  an  Biird  gelalTen  wurde.  Der •  Handel  wur^ 
d»-auf.  ausgefetzteu  Böteo  zu  Staode  gebracht  Die 
£ii»wt)hiier  wüufchten  keine  iander«  V/aaii^  fo  fehv 
eiAi^iitaqrchen ,  als  Kldduogsftücke.  Sie  hatten  den 
Werth  deifelben  darch  frühere  Seefahrer  kennen  ge* 
lernt,  und  einige  ant«r  ihnen  trugen  Wpßen  vonTuch^ 
Beinkleider  und  Hemden,  Was  fiQ  von  Kieidanga*^ 
fi^cken  hauen,  fchieu  Eu^lifcbe  Arbeil  zu  yerrath^ii« 
oder  aus  den  vereinigten  Provinzen  von  Nor^mexi^ 
ka  hersuTÜhren.  DieCe  Leute  find  nichts  weniger  al« 
Neulinge  im  Handel,  •  Pelzwerk  von  d^r  erden  Gat*- 
teng  konnte  nicht  theuer  genug  bezahlt  werden;  fia 
beriefen  üch  dabey-  immer  auf  die  Grofsmuth  uqd 
Freigebigkeit  derer »v  IpU  welchen  fie  vordem  gehen*  . 
delt  hatten.  Sie  unterfuchten  alles  fehr  genau.  Keia^ 
Fehler  entging  il^re.r  Aufmerkramkeit, .  der  nicht  fleif^ 
Isig. gerügt  wurde»  Sie >  feiblb  verftanden  die  Kunft» 
ihre  Waareu  für  das!».^ege  zuzurichten  «..in.  einem  hor*.. 
heo  (jrade.  Sie  verfpra eben  den  airid'c^Tu  Morgen  wiei4. 
der.  zu  kommen.  iDiefen  iVlorgep  wurden  zweykun«) 
derfc,3tiicKe«  giäCstentheils  Seeotterfeüe  und  Bären«: 
häute,  xCingehandeltf  aber  darunter  befanden  iichnutr 
wenige. von  det  erfteu  Güte«  AJarchaftdiiiad.Chanal 
gingen  des  ^I  ach  mittags  mi-i  einigen  von  ihrem  Ge^ 
folge  ap9  Land;  zur  VQriirht  war  die  Begleitung  ba^  ; 
waffnet.  .  .Da  fich  aber  die  Einwohner  fehr  friedlich^ 
I  und  fogar- dienftfertig  ^jSzieigten:.,fD  iwar  diele  Vor« 
[  ficht  ^betüüCfig.  :  Sie  henutzten  die; kurze  Zeit  ihree 
Anfentbalts  ,  am  fowbl  über  die  Befchaffenheit  de« 
Landes«  als  die  Gemü^hoart  der  «Ein  wohnet«  fo  wie 
Mwh  YQU  ihrec  VecfaÜung  und  Lebenaiut  einige  Nach« 

V  2  xidyi 


j?8»       MbmtX.-  Omefp.  iSoUOCTOm^^^ 

rkhtM  zu  faditnehi»  welche  nnferetefer  hier  im  Ana* 
zoige  CThahen.'  •  .*.'/.  j.         • 

•  Die  Bay  von  TchinkitdnS^ilk  v0d  allen  Seiten  mit 
iM^l^en"  Betgeii  andfchioiren,  IlMCe  Gipfel  find*  «Ht 
Schnee  beäeckt ,  welcher  nach  aller  Vermuthnng  nie 
▼Ergeht«  Denn  Marchaftd  hefand  fich  während  der 
Hundstage  in  diefen  Gegenden  «  wo  noch  üherdi'eb 
-  ftaTke::Kegiengti(re  fielen',  und  doch-  vetfchwänd  der 
Sohdee  nie  ganz  von  den  hohen  spitzen  d6r  Berge. 
Siwfr  läfst  andi  verninthen,  däb  die  Winter  hier  za 

.  Itftnde:  anhaltend  und  (iren^ 'find;  IndelTen  ift  doch 
d^r  Anblick  der  umliegenden  Ge'gend  weniger  ranh, 

«  sda  man  unter  diefem  0rade  der  Brleite  erwarten  foU» 
te.  Der  Böden ,  wenn  er  gebaut  würde,  würde  die 
Bemühangen  der  Arbeiter  hinlänglich  vergehe^n.   Ge« 

'  genwärtig  ift  alles  ringsumher  mit  ungeheuren  und 
nndnrishdringlichen  Waldern  bedeckt.  Doch  hat^ebditf 
Einwohner  gewnfst ,  fich  einige  za  ihren  Streife- 
nden nnd  Jagden  nöthige  Wege  zu  bahnen.  A  n  vieti» 
fäbigen  wilden  Thieren  und  V5geln  hat  diefes  liand 
keinen  ÜberfiaCs.  Der  Hund  von  der  Art  des  Schi* 
fierhundea  ifi  da«  einzige  lebende  vierfüfsige  ThieY, 
welches  den  Franzofen  zu  Geficht,  kam. 
;  Die  Einwohner  von,  T^AZ/t/if^^^  zeichnen  fich 
nicht  durch  ihre  Grörse'aus,  welche  nie  über  5  Sehn« 
he  vier  Zoll  beträgt. .  Ihr  Leib  ift  fiark,  die  Gliedma- 
laen  in  gu^em  VerhältoilTe,  das  Geficht  rund  nnd 
breit,  die  Nafe  breit  und  gegen  nntenzu  dick.  Die 
Angen,  welche  tief  liegen,  fitid  klein  und  triefen^ 
Ihre  Gefichtsfarbe  lärst  fich  theils  wegen  ihres  natura 
Beben  Schmutzes,-  theils  auch  wegen  des  Gemifchet 
▼OB  Säften  .niid^Fett ,    womit«  Cte  iich  das  6eficht:»n« 

auf- 


XXIX:  BSar/kancFs  Heife  um  OieMtt      289 

anfhdtlich befchmiereD ,  Cchwer  beftimmeiK  '^[chevßf 
im  Groude  roth  odetf  hellbraao  TcVs.  hytk.i  Dte  Züge^ 
womit  fie  ihrie  Geliebter  bemableo (fimd  piicht  ^pm 
tinerley  Art;  aber  ße  dieoeo  ohne' Attsoaboie  dain^ 
ibre.'Dätürliche  Häblichkeit  za  DrermehFen.-     Diefe 
wirdr'DOch  mehr  erhöht  darch  die  Uiifanberkeit  ibr^r 
Barken  und  dichtea  Haare.    Nur  Mänuev  vo»  einem 
gewilTen  Alter  iiaben  einen  Bart.  ^  Jnnge  l/euie  rei-  . 
ÜBu  fich  alle  Haare  forgfälti^  ao«.     Der  Grund,  üu$ 
.welchem  man  adsden  Amerikanern,  eiiie  eigene  Me4r 
-fdienrace  machen  woijite,   wird  öadovcb"  adfa  neue 
widerlegt;  deoh   es  ift  nunmehr,  fo  li^mUch  erwie- 
ÜBQ,  vdafs  die  Amerikaner  ni(;ht  öho^B^rt  fiüd«    Hit 
ßibRglt  tler  Eiowohner  von    TchinkUä;fie  ivürd»  wenir 
ger  hifalich'reyn»  weoh  fie  fich,  weniger  jpntztelt  m4 
fcbminkten.'  DieCB  T)emerkt  man  an:  Kindern  uiidfutl- 
gen.Kiiaben,  deien  Gefichtszüge  aog^oehm  und  fer 
gac  nicht  ohne  Interefle  find.  Das  TaDowieren  ift  hiep 
m  ]*ande  nicht  fehr  im  Gebrauch.  Niar»  einige  Maniye^ 
perfbiiien  führen  Toicbe  Zeichen  an  den  Händen ,  nn4 
oberhalb  der  Knie ,   fo  wie  aaf  ähnlich«  Art  beinah? 
alle  WeibsperTonen/'    Noch  härslioher  ab  die  Männer 
lind  ihre  Weiber.   '  Siei  find  weitser^  oder  beiTer  it 
bgea ,  Weniger  Tchwarz.  Ihi*  Kopf  ift  dick  undplunqn 
daii '.Aufsicht "kreieförmig,.  die   NäTe-  in  ihrer  Mtfifti' 
em|;edTÜckt,  die  Aageki*  klein  und  ohi>e  Fettet  •  -diu 
Bacikenknochen'  hervorüeheiid ',  ihre«  Sichtoa  rauben 
Saare  £nd  am  Hlnterthelle  des  Kopfeä  .in  der  Geftatt 
eines- Zopfs  (Cadog^cn)  mit  ledernen  Riemen  an^el 
banden.     Ihre  Scholiern  find  ftark*iind  breit     De^ 
BofcH  ift  bef  Mädchen  i  welche  Doch- uitht  (bchzehn 
Iähr#^erieiGh<  kttben^  #and  «kd  wofalgehaltenu  *  Weil 

V  3  b«K 


59«       ■']l!fol*l/CbrfeJp;7fä^ 

hWi  ^ihi^läMngBt^ngt,  haben  ilagegeo  welke  ättd 
tmgeBäe  Briifte;    Ihre  Tailleüft  kflni  ond  diqk.    Dit 
itivie' '  lind '  heiuB  'find  einwärts  gebogen  \   fo  dafs  iie 
iRninb  'har  6«heii  bindertich  werden.     Bey  dlerem  aK 
Seiii  zeidmen  fie  (ich  durch  einen  *  hohen  Grad  vom 
Bdhmiitz  nnd  -Unratiberkeit  -aos.  *  Welcher  Abftand 
^'öti'den  fcbönen  weiblichen  GeflahenTon  Taiti^  den 
'jüendaza"  upd^andem  Infehi>der  SüdPee  !     Mit.ihror 
!batürlichei)  Häßlichkeit  nichr  zufrieden ,  erhbh'en  Iie 
iKe  Weibtperfonen  noch  Anroh  Ktinft,  in  der  Abfi'chf, 
Ihte  Reitzeztr^etnehren.  Ungefähr  fechs  Linien  tiefer 
Uta  die  Unti^tiippe  \vhd  der  Län^e  nach  in  gleicher  Rieh- 
%llÄg  Äit^^tft'Mntide^in  Eiufchnitt  gemacht, :^urcfc 
^l^«kEi  abfä'ngtich  ein  Stück  Holz  oder  Ei  Ten  geßedLr< 
^Dod  fo  wie /leäh^' werden,  fo  lange  an'Gewieht  nn4 
'tfmfang  ^erJEdehirt  wird  ,  bis  endlich  die  Vnterlippe 
i^sKliln  berührt,  nnd  eine  Reihe  gelber  und  fchniatr 
%iger-2ähne  «eigtj     Die  Ö£Fdang  beträgt  bey  einigen 
Weibs}»e*rfonen:giegen   3    Zolle,  und  wird  da» Holz 
iod^r  ^Ifen  herati^gerogen ,  fo  fcbeitit  es,  ah  ob-  diefe 
Schönen  einen  doppelten  Mund  häiilen.  .' Junge. Mäd» 
^^n  ßbd  weiiigievhäTslichy  aber  keine -Serfelben  kann 
tfärtairbg  oderfohön  gelten.  -  Beyde  .Giefchlechter , .  Alt 
WKi  Juilgr' ABd-mitUngfeziefer  beddckt:  folcbc^  di^At; 
fhlnei}  ßatt  dier '*LeckeTbiiren,r;iind  es  wird  fleiEng^ 
fär  jaefnTgt,  ^amiCea  ja  nicht  anidem  nö^higen  Voa^ 
iwth  fehle,   Sälbibdie  Pelzwerke^  wiE^lcbcf  fie  znnbVetE' 
Ifaiif  bringen,  find' damit  fo  angefüllt, -da fs  keineSoiS' 
fiüt  uireich£,'rura'7fie'.^ uz  davon  zn  teinigett...  «JEji^ 
prüiant  une  äargaifvri^des  fourrut.tss^  011  prtnd  ima  can- 
ig^ijon  des  pöupci   \on  Ätu.  Vf »wüftÄngen  der. Kjttdeiw 
blä£rerajji^bd%imfi^e /Bieifend0i)im(^  Uer  zu  I^4e 


XXEL  MMkanXi,  IRjoiffi  nm  die  WM.      Oxft 

«n.  dta  G«ficht«To  euiigor  Emwcdtaelr  nickt  uoAiifll« 
^e  SpaneoeQtdftdct; .:  i    •  .  .    -  -,^r\ 

Dia  VolI^ilDeoge  der  Ehiwolrne^  dierer  Bay  ift 
IchiK8ch.r  Mao^jLiiun  annefauMD^dab  aober  den  AI* 
t#»  «Md.  Kra«]wa«.-.fich  beynaht  alle-  Eiaweliii^ff-kl 
4«rNäbe  dea  StbifEa  rärrammeh.habaii;'  Man  kDDoroi 
d^AliD.  iisigeacfatatrv  mit.Einreldttb'  der  AVeibarviM 
Kinder  k  nie  über  zu^eyhaodert  Köpfe  zählen;  da?abet 
die  4fi»ibl  4Qr. Manne»  diederWeibaperfonen-fdit 
iiiiiertrifft;  (o  täfs^  fich  doch  ^rnuithen^  däraeinigi 
▼an.. jenen  zcupückgeblteben  waren»  um  die  Haaaga^ 
(chlifte  za  beforg^n«  Dixo?i  will. alles  zufamnMn  g*- 
nominen  nie  über-  176-  Einwohner  zu  gleicher  Zeit 
ben^f^rkt  haben4  .  Dei;  Red^teur  «feines  Journals  rech* 
aet  nilt  £lof«hl4iCi  der  Kranken ,  Alten ;  fo  wie  der«H 
welche  mit  der:  Jagd  ,  Fifchen^jund  änf  andere  Att 
llffctidfngt  .Ciid.,.;die  i^nzahl  aller  Bewohner^iifrl^ 
Bay  höchßeiis  auf« 490  Seel^m  Ein  Land,  welches 
durchaus :  mit  4o  dichten  nnd.  vngehearen  Wäiderii 
bedeckt  iß»  geftaittet  auch  wegen  Mangel  des  Ulatlsv^ 
baUa  keine  ßärkere, Bevölkerung.  -^ 

.  Die  i^orzügUchfle  Nahrong  der  Eingebornen  be^ 
ftekt-aoa  Fifcihen  nnd  dem  Fleifch  der  von  ihnen' ^ 
t^dtetem  Thiere» ,  Sie  bereiten  ihre  Speifen  mit  WM* 
fitfchfett  •  die  ßo  theil»  frifch  •  theils  geräuchert  efßdti 
St^ke:Qe^ränkie. find  ihnen  unbekannt«  Sie  fändedt 
auch  keinen  Gefchmack  daran ,  als  ihnen  wdche  dar«» 
gereicht  wurden*  r- Schon  die  erßen  Seefahrer ,  wel- 
diefe  Küften  he(u<it  haben.»  fanden  den  Gebrauch 
des*  Eifena  feit  langer  Zait  in  diefer  Gegefnd  einge^ 
führt.  Nach  aHer  Vermuthnng  haben  fie  die  verfehle^ 
denen  WerJuf  ftgoivoii  JUllon  Termittflift  deä  Vetkehve 

y  4  fflit 


45^       JHbtaO:  Corr^.igöi.  O&TABER.  C 

MÜtt^knea  äen  Eovöpitm  znviöha  fetef^enenSiiifl^ 
snea  erhalten.     So  z.  B.  find  iie  mir  if  Zoll  iaogea^ 
ftüd  .itwey  bis  dfef^ükM' breiten  fpttsigeD  and  %we]r- 
fthoeidigen  Dolcbeo  hemiSnet.     F&r  diefet  Weffcii^ 
firübe  trageii  diefe  £inwohaer  eine  rörüglich«  Sor« 
g0L  /  ^e-erhalreo*  es  befiäüdig  glftoiend  ond  rein ;  ilkiA 
{Öhren  es  za  diefem  Ende  an  einen  Gebangt  in  eliaer 
iedecjien  Scheide.  -  Aach  ihre  Spiefs«  find  ge^enwäf«^ 
ttg  mit  einer  eilernen  Spitze  verfehön.    Auberdem 
fiäbren  fie  noch  PieÜ.  und  Bogen;     £s  Tcfheifit,  als 
wenn  iie  von  den*  Engländern  auch  Penergewehrer^ 
lialtwm.  iiätten.     Man  fend  eins  d^Celben  bey  einem 
dei^  Eingebornen.  -  Er  fcfaien  aber  damit  unzufriedeoi 
^eil  feine  Flinte- Imoier  Crick  nnd  nie  Puhu  macha 
pifCs  lafst  Termuthen«  dab  die  EngUli>der  kldg  g^uilg 
yirarea,  ein  Gefcheuk^  das  indeii  H;^nded  der  Wit 
4^n  Co- gefährlich  werden  konnte  y- nicht  mit  demvö« 
thigeu  PuJver  und  Bley  zu  begleiten. 
^^:. 'Die  Einwohner  diefer Gegend  find  tbfttig ,  arbeit* 
diu  ttnd  gerchickt;    ßechten  fehr  artig  von  Weiden; 
fpinnen   und    weben  daraus  Mäntel  ,  -Welche   cam 
Xhoil  mit  Stucken  von  Seeotterfellen   befetzt  find, 
liod.g^en  die*  Kälte  febr  ^ut  fchützen;  gerben  snd 
)]^reiteo  die  Eell^,  und  find  logair  in  der  Bildhauer- 
I^finft  and  Malerey  nicht  ganz  aaerfohren«  '    Diee  al« 
ks  verräth,  dab  fie  mit  den  nützliche  Künften ,  and 
fogar  mit  denen  des  Vergnügens  einige  Bekanntfchaft 
b^ben.    Alles  ohne  Ausnahme  ,  ihr«  Piroguen>  Ate 
Rafien  und  anderes  Hausgeräth  ift  mit  einer  Art  voil 
hierogljphirchen  Figuren  geziert. '.  Öiefe  find  freilich 
»^eder  regelraäbrg  noch  fch^iv  in  &uropäifchem  Sin-' 
i^;  aber  bejr  -dem  alten  febh  w  nicht  an  einer  Are 
-:.::  .        '  .-  VÖO 


XXIX.  Marchanä's  Rt^e  mm  du  J¥dt.       iq^ 

I Zierlichkeit,  welche  man' hier  nicht  erwarten  foll» 
M     Woher  diefer  lo  allgemeine  6e ich mäclca«!- Zier« 
Mthen  Bod  SohnitswerkeD  ?' Sollte  vielleicht  die  Mo» 
lie.ihvet  langen  Winters  das  SedOrfuib  einer  äholiehen^ 
BefichiJFtigy^  erzeugen?  oder  li#gt  der  Grund  davon 
ia^einem  altern  Zuftaude  der  gefellCchiiftlkihen  Verbr* 
long?    Ihr  Fieifs  fowol  als  ihr  Oeuie  MFaerti   Geh' 
voraüglich  in  dem  Baä  ihrer  Pirogaen.   'Kfbl||t^>d]tfr-\ 
falben  find  ftir  den  Gebrauch  einer  einii^n  Pamili« 
von  bdif'oder  fieben  Perfoirtti.heftirtimr.  "^Die'LäDgtt 
derfathen  betragt   15  bU  16   tlud  die  Breite  ^  bis'^' 
Schuht ^  Budeie  find  vou'^einenf  gtOb#r» Unrftög« 
Bi^da  find  Von  gleicher  Geftalt  und  aae  einem  «^sl^am. 
»f  Heriimta^t  Sie  Tchiffen  ohne  Segel ;  aber  fie  fchei- 
Denden^Werth  derfelben  von  d«n  Earöpäern  gelernt 
in  haben,   und  da  fie  mit  dem  Weben  nicht  unbei 
kannt  find,   fö  lärst  fich  vorausfehen,  dab  fib^A  der 
Folg<B  fich  auch  der  Segel  bedienen  werden. '  £9- läßt 
fick  Gchwer  beftimmen,   warum  fich  die  Einwohner 
von  7^/7i^»^^iAi^  nicht  des- Beils  zu  ihren  Arbeiten  be- 
dienen, da  doch  diefes  Werkzeug  fchon  l^ngefn-ibi 
ven  Händen  ift.    Statt  die  Bäume  zu  ftlien*  teditHien 
fier  fich  noch  zur  Stunde  ihries  alten  VerftAren^;  den 
Stamm  an  der  Wurzel  durch  Feuer  aozng^fad ,  and 
deflelben  Mittele  bedienen  fie  fich  ebenfalls ,   um  den 
Stamm  auszuhöhlen.      Nur  ein  Grund-diefes  Verfoh* 
f tes  läfst  fich  denken.  '    Eine  lauge  Erfahrung  mag 
fie  belehrt  haben ,  wie  TehY  da«  Holz  durch  das  Feuer 
abgehärtet  wird*  und  dadurch  dem  Eindringen  'des 
Waflef'i  nachdrücklicher  widerfteht. 

Math  dem  Äufeern  der  an    der  KMe  erbauten 
Hüttesi  stt  urtheilen  >  haben  ^es  die  EiiTwohner  von 

V  5  Tchiih 


^94       llMatf.  Conejfi  J8^h  OCTOBEH' :  : 

Ji;hiiildtäni  :  in  dem  Bäa. ihrer  Hänfot-  DldhU  Jq  *t 
gebtadNt*.  ala  in  dem  Sau  ibtec  Schiffe.  ikb«f^;ihre0 
Aiisrag#>^n  Folge  fioft  ihre  Wohntm^en  ^itairflnoim 
dea  Laiideaigefäanii^ef:^  gei»^tli|icbfir(:iii|^..bedEer  gd4 
baojt«;  uod.fie  felbft  find  keine  NooMd^v^'^  Slftvtetf 
Isdf^sk  jhfe.Hiinutb  ä»ar  in  dem  Falte.vTWtoiireofcwa^ 
4)qr  die  jidgdl»' oder  der  Fjircb£ang«  od/sr.  der  üivdd 
mifodßn  fitropftera  6e  da£«,aa£FoTdern«t.  HaHa  man 
ihren  Etiühtnngen  trancsn,-  Ip  gleichen  ihr#>:WolinAii^ 
gen  imjIiineBB  4^nei»  /am  I^tkßfSun^.^  ,w^lAeim 
yerg^icl^jwit.  den  elenden  Hütten  diefer  .Gebend  ab 
Fi^lUite  M^nfebco  werden  müden.  In  eiußm  OinU*; 
Vp  irährend  der  HuodRtligf  •  fich  der  li^V^raneii  Medta 
{^Ulg.aiiiT^ge  nicht  über  12  Grade  erbebt .«.(cheint 
ea  auch  gbn^bbaft»  da£i  eii^  beilere  Bauart  kein  über» 
flübiges  Bedüxfnira  ff y. '.  .  ^  r.    ...^   .        .  . 

^  hält, fcb wer»  während  einea.  Toi  kurzen  Aofr 
enthajta  •  fich  von  der  Religion ,  der  Regiemng» 
den  Sitten  und  Gebräuchen  einea  Volkea  genau  und 
iio^rtajkllic^  zQ  upterrichten.  Nor  ein  langer  and  an* 
haltendec  JJqigang »  welcher  die  Menfchen  iu  allen 
GeßaUen  nnd  Sito^tioDen  darllellt,  k^nn  diefea  be- 
wirjien«  ^  Unfere  Lefer  nmHen  fich  .daher  über  dieff 
Gegendände  anr^nit  einzelnen  Brucbßück^nt  nnd  un- 
Tollkommenen  Nachriqbtfn  begnügen.  So  t.  B.  konn* 
ten  AQfere  Bellenden  während  ihrea  Hierfeyna  über 
die  religio  fen  Begriffe  der  hiefigen  Einwohner  keiiie 
befriedigende  AuffchlüIIe.  erhalten.  Ob  man  hier  za 
Lande  einen  Gott  glaubt ,  worin  der  Dienft  deJOfel* 
ben  beßebt,  ob  fich  die  Einwohner  von  einer  Fort* 
dauer  nach  dem  Tode  überzeagt  halten;  diefa  allea 
find  Fragen  9  welche  £ch  aua  Mangel  v.on  bewei&a* 

den 


yCKIR/XdychliniFs' 'Reife  wit^d^  .  495 

deil '  Thatbchen  upmiiglieb-  beantworten  laffeii.  ^  la 
Dhoßffh  R^ife 'findet  raait  eioe  Stelle,  wplcbe  vermu« 
tlum  li&t,  daff  maa  in  dieTep  Ge^eodep  die  Sopn« 
v^i:ebrt  .  jSJbexiih  Wfutg^ab  est  eine  ^G^l9geBbeit « 
ikr«  iMcheo^ebräuche  zu  baobacbteo.  Aiwdn*  ebea 
aDg«tfii)irttti  ReiCB  erhellt,  dafb  ße  ßch  nach  ihr^ 
SiQfleu'  bemüheu ,  die  Aubeßätte.  ihrer  verftorbeoea 
Freiwild«  ,«a;  aieren ,  und  ViOrzä^fich  dea  ed$»i(leii  Theil 
der(Ubei|xl^v^Ver/;ähg(i^hkf»it  so  eDtreirse^k.  .^^n^r» 
einjei;iVpn:jS)/9C£>/z'a  Ojficiereii ,  fand  in  der  Hi^hle  eipet 
Bei:9a..eUieo  febrzierliöh. gearbeiteten,  und  mit  Mo» 
fabeln  •verkierten  Kaften,  in  welchem  derfLofif  einee 
Menfchdo  aufbewahrt  Ururäi^.  Er  Tchien  erß  ror  we« 
^ig^ü  T9gen   an   dieCa  Stelle  gebracht   worden  zu 

)  .0^  «lle  während -deaiilaFentbalti  der franzoliea 
am  Ufer  verfammelte  Einwohner  zu  eineln  eipzigea 
Stacbitf  gdiöVen ,  ündT  ahne^  Ausnahme,  einem'  Anfüh- 
rer und  Oberhaupt  gehorchen»  kann  ^bereben  fa 
wenig:  mit  .Gewifsbettt.beftimmt  werden.  Den  erßen 
Tag  ihrer  Landung  erjchi^n  zwar  ein  etwaa  beJOfer  ge- 
kleid€tf ^  Mann ,  delTen; Mine.deu  übrigem  zu- gebie* 
tpD  rchien,  aber  feiu^  iBe^leit^er  fchienen.  delbn  nicbt 
fonderlich  za  achten^  i)4n.'folg9ddeii^Tag  .entdeckte 
man  fcgar  eben  diefen  Manu,  ohne  feine  unterfchei«^ 
d^od^lLleidoüg,  in  der  Miue  der  übrigen.  ^Pie.  Art» 
wie  fich  diefe  Amerikaiiiei!  bej:  ihrem  Taufchhandel  be« 
nehmewf«  ze^ugt  von  ÜbeflegUng  and  Mi&traoen,  Sie 
liehen  nie  da«  Angenebäie  dem  Nützlicbeu  ror.  Was 
^1  ihren  Adgen  keinen  tveellen  Nutzen  h^t/wl^d  voa 
ihnen,  nur  als  Gefchenk  angekommen«-  Man  kommt 
im  Handel  9üt  ihnen  nicibt  lo  fdinett  )iiijSt»4e*  Sie 

unter* 


29«       Mmuat:  Chnefp.  igoi.  0CT0BEK:7. 

mttxfäAfki'iSTtieB,  u^av'ihiorea  enni  Tfltiroli:^r|;eboS 
theiH  witd>'H»tigaünd^Da|i..  Det/kleiuM  Kffsoi^ 
tetj^ht 'ihD«tfTelbf^'  beyrir«rften«ADbltdi'  niditi  umI 
TerUr(fl<bt^  dlift  lie  ent^fede«  dke  ÜDterbüidlilAf  ab^ 
iM-aihmf  odier  den  WeytJi  hirM&t^eOi  SiSifUlM»  Mfi 
%rC<te  AtiiSdei  tnit  eider  bewundern swtinK^eö'Btd^ 
sang  zvL  W^rke.  In  der  Ördonog,  wi0  üirr  Ntchw 
äogekottnsen  fad  f  tiäb«vi  ^cbl^tfuier  oach>d«lD  •uMternr 
obne  ^na^er  zu  hinderir;  '  Sie  ßod  v/&dir  itiStdldogr 
Uch  nochtäridendi  'foÜkld  dar  Handel  gefcblifSinrift/ 
triederhok  der  Uatevh^ndler  Ifobaell  hiintef  etHeatfer 
dreymäbl  däs'^Wort  IQ/Aei*,  und  fcheint  dinil-'deii 
übrigäd  m^Bie^üdignug  tieft*  <l<elch»ft8  aiittiilB6ddigen. 
Die  ühyfgM  rntkn  fodafi^  '^ofti  ( Fraofe.  ^]hio&;  fiiigL 
fVhoah)  nnd  zwar  bald  fiärker  bald  fch wacher »';)a 
iiacbdeä>  'fid  ibie^fidin  Handel  mehr  öder  weniginr  sa« 
frieden  fiii*>*  •  '  •  -     ;  :   ..  .:       -    : 

Ihr^  Cebensart  ift  fehr  re^ernäffiig;  fie  Vertiefaeo 
insiner  das 'FraBzönfche  Schi£F  Tehr  frühzeitig,  um 
noch  vOrrlVIittag  am  Lande  zn  fe^n.  \3m  diefe  Zeit 
geAiebeti  fi^  ihre  erfte  Mahlzeit,  die  zweyie  ein  we- 
nig vor- dem  Anfang  der  fiS^chc,  nnd  dfefe  Ordnung 
wird  vota  ihnen  an\'<eräoderUcb  beobachtel,»  >'Die 
Männer 'fcbeiiien  ihre  Waibor  mit  ScboDänl;'  nodf 
NächßcEit 'gegen  ihre  Schwäche  zn  behandeln; '•  Die 
berchwerliohern  Arbeiten-,  die  Jagd,  der  FiCokfang,» 
die  Zubereltnng  des  Pleifchea  and  der Fifch^iiod denf 
M^Doern  vorbehalten.  -Die Weiber reinigeti  ^idHäa-^ 
te  von  dem  noch  übrigen  Fette ,  nfthen  lie*  zufam* 
meu  ,  und  verfertigen  dafvon  die  Kleidntirgafiücka. 
Sie  find  ßätrk  beleibt ,  nnd  g^en  mit  Mühe  einher; 
welchda  eiAe'fiiseode-  Lebenterl  verräth>    Zuweilen 


XXIX.  MarchamesBjsifemmdicWdL       297 

Iah  üan  fie  aodi  mdem «  aber  Darin  Fällen,  wo  &b 
entweder  in  ihren  Nacheu  allein,  oder  die  Man* 
ner  nicht  in  ^höriget  Aozahl  waren.  Sie  fcheinen 
«war  ihren  Männern  vuterwiirß^  zu  feyn,  aber  def* 
fisdr  vngeachtet  werden  iie  von  diefen  mit  aller  Ach« 
t«A|c'behandelt.  Selten  rchUefsen  die  Männer  einen 
Sanf ,  ohue  vorher  den  Rath  ihrer  Weiber  einzuho» 
len.  Sie  elTen  gemeinfchaftlich  mit  dem  Vater  an4 
den^  Kindern  ,  gegen  den  Gebrauch  aller  Völker, 
welidie  die  lufeln  der  Müdfee  bewohnen.  Sie  find 
airtliche  Mutter,  aber  Iie  halten  ihre  Kinder  Tehr  un^ 
velnlich.  Dazu  trägt  das  unbequeme  ihrer  aus  Wei« 
den  gieflochtenen  Korbe  oder  Wiegen  bey,  in  welche 
ihre  Kinder  eingepackt  werden.  Aus  dierem  Grunde 
find  all^  Säuglinge,  der  guten  Muttermilch  ungeacb« 
tet,  mager  nud  fchwacb.  Ihre  körperliche  Kraft  entr 
wickelt  fich  aber  fclisdl,  fobald  diefen  Kindern  ihre 
bisherigen  Feflielu  abgenommen  und.  der  freye  Ge: 
hiaitch  ihrer  Kräfte  zngeßandeu  wird.  Von  diefef 
Zeit  anift  fodann  die  übrige  Erziehung  um  fo  freyer« 
Die  Knaben  theilen  die  Arbeiten  der  Ja|;d  und  des 
TifchEuiga  mit  ihren  Vätern ,  fällen  das  Holz  für  die 
Feuerung  und  Küche,  und  fchöpfen  das  zum  Ge- 
•hrandi  der  Familie  nöthige  Waifer.  .  Die  Mädchen 
folgen  der  fitzenden  Lebensart  der  Mütter,  treiben 
>  ihre  GeCchäfte ,  und  beforgen  zu  gleicher  Zeit  die 
noch  vorhandenen  kleinen  Kinder. 

Von  den  Heiratbsgebräuchen  der  Einwohner  voa 

TchmküäiiS  hat  man  nichts  erfahren  können.  Doch 
rdieint  die  Einigkeit. unter  den  Eheleuten,  und  die 
grobe  Sorg«  für  die  gemein fchaftlichen  Kinder  ^u  he« 
wei£Bu»-daIa  hier,  zun  Laude  die^Ehan  auf  Lebenszeit 

.  .  ,  gefchlof- 


298       MxmaO,  Correfp.  ig^i. :  OCTOBMH  j^- 

gafchloITon  wdrden..    Das  Betragen  der  Weiber  b&IiI 
Gegeuwärt  .dor  JVIäiiber  fahr  eufgesogen  «odzanLcb 
.  haltend;  kaum erlanbeD  fie  ficfa  bejn^ Stillen -der-Kiiif 
der  denBvifeiß  vor  Fremdeo  zrt  antblöb^;:  DäaMfo« 
ner  halten'  fich  weniger  an  den  Woblftaod  grbusdett 
tiDd  erlauben  fich  iii  (jegen wart  ihrer  Weibef  Fq^woI 
als  der  Fremden  alles  oiine  Unter rchied« .  Seibft  vor 
ihren  Töchtern  entblöfa^n  fie  ßch  ganz  nnd  befriedig 
geh  ohne  Schea  ihre  natürlichften  Bedürfiaiile.    Aber 
Vielleicht  ifbdie  Eingezogenheit  »nd  Schamhafti^keit 
der  Weiber  nur  eine  Folge  der  Furcht  vorder  EiCsrr 
facht  der  Männer,  welche  an  Tollheit  gränzt.    £ia 
Einwohner  diefer  Gegend  zeigte  auf  feine  Frau,  wd« 
che  ihr  Kind  ftillte,    upd  gab  durch  Geberden  «nd 
Zeichen'-deutlich  zu  verftehen,  dafa  im  Falle  einer 
Untreue  ec  die  Mutter  eritoorden ,    uud  das  Kind  auf« 
zehren  würde;  felbH:  die'Weilver  brüften  ücb  täit  der 
Treue  gegen  ihre  Männer  /  auf  eine  Art ,  welche  den 
Verdacht  vom  Gegen theil  erweckt.      Eine  Frau  riCi. 
einem  Fraozofen ,  welcher,  fie  befragte ,   ob  ihr  Kind 
von  diefem  Manu  wäre ,  im  Wahn ,   als  ob  er  fie  ei* 
ner  Untreue  befchnldigen  wollte,   fein  Seitengewehr 
von  der  Seite,  uud  machte  Miue,   auf  ihn  loszogo* 
hen.     IndeUCJi  bewiefen  doch  dte  verftohlnen  ßlickd 
diefer  Spröden   mehr  als  zu  viel,    dafs  fie  ungleich 
nachgiebiger  nnd  gefälliger  feyn.  würden ,  tblräild  fiel 
ihrer  Wächter  und  Auffeher  entledigt  wären.    ^  Man 
erfuhr  fogar»-  dafs  fie  fich  fogleichfaaftig  herbey  niach* 
ten,    wenn -fie  von    ungefähr  einzeln   mit  eioem  £b» 
ropäer  znfammen  trafen^     Ihr  Vorheriges  -ernfihaftes 
und  wildes  Wefeu  verfchwandvfodaun  aufeikiiuaU« 
und  eine  freimdttch»  Mine  mit  einer  savorkomment 
-      .:.  den 


XXJX.  MarchafuFs  Rtife  um  die  WdL       299 

OanGeFkHigkeit  trat  ao  ihre  Stelle.  Et  fcheint  duhat 
Bülii«  dabHäblichkmt  eine  zoTerläflige  Schals  wehre 
der  KeoGshheit  ley^-  fo- wie  Tielleicht  anch  mancher 
Franzoe  dnrch  Jeln  Beyrpiel  mag  bewiefen  haben» 
^eiU  ließ  ^as  toujowrs  lui  tUre  ä  iyrtmoer  un  re» 

Die  Fhyfiogoomie  der  TcJMdtäner  hat  etwaa  fin» 
Oerea.  Man  würde  et  für.  Wildheit  hallen»  wenn 
|U9chc  vielmehr  der  Grand  davon  in  den  dunklen  Far^ 
beu  läj^e,  mit  welchen  fie  ihr  Angeficht  befchmierea 
lind  eu^ißellen.  Sie  üud  keine  Frenude  der  Munter- 
keit, aber  man  muft  auch  gefiehen»  dab  fie  ihnen 
nicht  natürlich  id.  In  ihrem  ganzen  Characler  liegt 
viele  Znruckiiahnng  und  Verkeilung.  Zuweilen  ent- 
£ihren  ihnen  Züge  von  Lebhaftigkeit  und  Maihwil- 
leut  welche  einiget  Vertrauen  erwecken,  hey  an^ 
dem  Gelegenheiten  verriethen  fie  heftige  Leidenfchaf- 
ten;  aber  da  üe  Meißer  über  fich  Teibfi  find»  Co  wit 
Eni  lie,  b^fondert  in  Gegeu wart  der  Fremden ,  ihre 
Letdenfchaften  zu  bezähmen.  Ihre  Gebebrden  find 
volli Autdruck,  und  verrathen  Verllaud  uudÜberie* 
gung.  Schon  in  den  erften  Tagen  gaben  fie  dorch 
Zeichen  s^uf  eine  unverkennbare  Art  zu  verflehen, 
welche  Waaren  fie  vor  andern  verlangten«  Nor  die 
Sprache  fehlen  ihnen  zu  fehlen«  Der  Capt.  Chaual 
verfichert,  daU  et  ihm  gelungen  fey  •  fie  mit  verfehle* 
denen  abftracten  und  moralifcheu  Ideen  bekannt  zu 
jnactien.  Hoblet  hat  einen  ähnlichau  Verfuch-  von  glet* 
chea  Erfolg  gemacht.  Seiner  Verficherung  zu  Folge 
find  fie  im  Stande«  jeden  Vortrag  zu  begreifen.  Die 
TchinkUdner  können  daher  nicht  alt  vuUkommene 
Wilde  angefchen   weidpn«;     Der  VerlUnd  «wd  die 

Schlau- 


300       MimatL  Coirrefp.  igoi.  OCTOBER. 

Scblanheit.  mit  welcher  fiebay  ihrem  Tinfchhamiel 
xa  Werke  liehen,  beweifäo  dentlich,  dab.  Ce  inder 
Cultar  fchuelie  Fortfchritte  machen  würden.  Sieha^ 
ten  vor  dar  Aukunft  der  Fraozofen  ktbchDane  <tnj^ 
mahl  mit  Earopäern  gehandelt.  Sie  müiTeu  fol|(Ud 
ihre  Gewandheit  im  Handel  durdr  einen  hiufi|(eni^ 
Verkfthvtiill  Innern  des  Laudet  erworben  haben.  Diei 
beweift  auch  der  (rebrauch  der  Metall  waaren,  wd* 
eher  aber  allen  Verkehr  mit  £oropäeni;hina«freidit 
Ihr  Miffitranen  gegen  Fremde  gehet  fehr  weit  El 
lebeint  a ach  ^  als  ob  fief  einander  eben  fo  wenig  trauen. 
Denn  diejenigen  imter  ihnen  ,  welche  Im  Namen 
der  Übrigen  den  Kaaf  fcfaloITen,  wurden  forgfilti^ 
tielaafcht  und  beobachtet  Ihr  Betragen  gegen  die 
Franzofen  war  ehrlich,  aber  nicht  freandrchaftiicii. 
Die  leich tun n igen ,  zudringlichen  nnd  diebifcben  Ein« 
wobner  der  Alendoza  •  Lijcln  erweckten  mit  allen  )h* 
ren  Fehlern  ein  ungleich  lebhafteres  IntereiTe,  ala  dei^ 
ernllhafte  und  zurückhaltende  Eingeborne  von  Tchim 
hitätti. 

Zum  Befchlufs  noch  einige  Bemerkungen  In  Be* 
treff  ihrer  Sprache.  Diefe  ift,  wie  ausiden  der  Ri^« 
fe  bejliegenden  Pioben  erhellt,  ganz  verfchiedenveii 
der,  welche  mau  in  dem  Nootka- Sund  oder  in  deii 
noch  näher  gelegenen  Charlotten  •  Infeln  fpricht.  Sie 
klingt  äufserft  raoh  nnd  wild;  vorzüvlicfa  werden  dal 
Ü  und  G  fo  fehr  durch  die  Kehle  ausgefprochen ,  dafil 
es  den  Eur-opäern  nicht  wenig  Mühe  koflet,  den  wah- 
ren Ton  zu  treffen.  Dagegen  finden  die  Einwohner 
diefer  Gegend  nicht  weniger  ßefchwerlichkeit ,  uuU 
N  nnd  X)  gleich  auezofprechen.  Mit  uiiferm  Fnni 
^  ;^  kommen  fie  noch  weniger  xa  Stande.  OaaiC  Tcheiot 

^  .  ihr 


XftK.  Mafchanfs  Rnfe  i«i  ditMM.       301 

Sir  Liebliiigtbiicli(hbe  zo  tejn.  Vide^.  ihrer  Wort« 
bogeo  damit  ao ,  aod  io  einigeD  derCdben  kommt  er 
melirmahl  ror ,  vod  wird  immer  Jlark  durch  die  Keh* 
1«  aaigefprochen.  Die  Sprache  falbß  ift  nicht  arm  an« 
Worten.  Sie  bezeichnen  denkleinften  Theil  des  Kör» 
pera  mit  einem  eigenen  Aasdrack ;  auch  f Ar  alle  Eu« 
ropäifche  Waaren  fiodet  mau  in  ihrer  Sprache  entfpre- 
chende  Töne.  £•  bleibt  aber  noch  zweifelhaft,  ob 
diefe  Ansdrücke  neu  erfnoden ,  oder  von  andern  6e* 
genlUoden  erborgt  und  übertragen  find. 

Charlotten  '  Injcln^ 

Die  fb  nahe  gelegnen  »  von  La  Piroufe  im  J, 
1786  znerß  eotdeckten,  nnd  von  Dixon  fo genannten 
Charlotten '  Jtifeln    find  von  den  Engländern  wenig, 
von  den  Franzofen  aber  uro  fo  auaführiicher  befchrie- 
ben  worden.     Marchand  giug  den  2}  Anguß  in  der 
Ooak' Bay  nnter  54'  10'   N.  B.  nnd  iss'  58'  W.  L. 
iror  Anker.     Das  Land  iß  niedrig   und  mit  Tannen- 
blumen befetzt.  Die  Bäume  ßehen  hier  nicht  fo  dichte 
wieaaf  dem  feften  Lande,   und  die  Waider  haben  ia 
dner  gewilTen  Entfernung  das  Aufehen  regeluiSfbiger 
Pflanzungen.    Die  Anzahl  der  hier  wohnenden  Mea» 
fdien  läfst  fich  fchwer  beßimmeu.     Nie  erfchienea 
davon  zu  gleicher  Zeit  von  jedem  Gefchlecht  oder  AU 
ter  über  zweihundert.     Sie  fcheiueu  zu  einem  ein« 
zigen  Stamm  zu  gehören,  der  aus  mehrern  FamiUeo 
beßeht,  deren  jede  ihr  eigcues  Oberhaupt  hat.     Ihre 
Leibesgeßalt  weicht  wenig  von  der   der  Europäer  ab. 
Sie  find  regelmäfsiger  geßaltet,  als  ihre  Nachbarn  au£ 
dem  feßen  Lande,   und  man  entdeckt  in  ihrem  l\lick 
auf  keine  Art  das  wUJe  und  fiuiiere  Wefen  der  IcßUnm 

.  Corr.  IV.  ß.  m8oi.  X  f^Uihier. 


302       llMiefe*  Conefp.i8ii.  OCTOBEBL  : 

'  kitäsner,  Ilire  Pa^be  TcheiDt  bratm  xn  fejn;  fie  war« 
d»D  aber  'imt  äea  EnropiäerD  vielleicht^  eine  gleidnf 
Farbe  babeä,  wenn  ihre  Haot  vom  Schnmti  nehc 
gereiDigt,  und  den  IVirknogeD  der  Laft  weniger  tat« 
gefetxt  würde.  Ihre  Haare  (iod  Tchwarc  uod  rchön» 
und  Dicht  gleich  den  Tchiukitänern  mit  Öl^er  be* 
fchtniert.  Ihre  An^eo  find  lebhaft  und  gröra.  Sie 
bemalen  fich,  daa  Geficht  weder  mit  rother  noch  mit 
Tcbwarzer  Farbe.  Vpn  Un/^exiefer  find  fie  nicht  gam 
befreyt,  and.  dabey  im  hohen  Grade  tinfauber;  Aeh 
beweifen  die  vielen  Gefchwüre  und  Hautkraukfaeiteo, 
welche  man  an  Alt  und  lu»g,  and  an  Weibern  wie 
aVi  Männern  bemerkte.  Auch  anter  ihnen  find^mao, 
wie  aaf  dem  bejiacbbarten  feßen  Lande,  unverkenn^ 
bare  Sparen  von  den  Verwüftongen  der  Pocken.  Sie 
haben  Teit  der  Anwerenheit  der  En^^länder  ihre  ehe- 
idahUgenPeUaiäntel  gegen  Earopiirche  Kleidongeq 
verwechfelt.  Einige  tragen  Hüte«  Sttümpfo  and  Schu- 
he»  andere  find  gant  nach  Earopäircher  Art  gekleidet» 
und  man  würde  in  anfern  Städten  Mühe  haben,  fie 
von  Europäern  zu  uoterrcheiden.  Die  Weiber  find 
weniger  bäfslich  als  die  in  derBay  von  Ikhmkitänd;  fie 
find  darom  aber  ureder  artig  noch  fchön.  Sie  find  wei* 
faer  als  jene,  und  ihre  Geficbtszü^e  find 'weniger  wi* 
dri^  nnd  aurückftofaend ;  aber  der  gröbere  Theil  derrel* 
ben  ift  im  höchßeo  Grade  anfauber.  Auch  hier  findet 
man  unter  ihnen  den  häblicheu  und  entftellenden  Ein« 
Schnitt  in  der  Unterlippe.  Sie  würden  nicht  ganzohne 
alle  Aeitae  feyn,  wenn  nicht  ihreUnOiuberkeit  fowol, 
als  ihr  häfalicher ,  Tchon  von  ferne  ahrchreckeoder  Ge« 
nach  jede  Annäherung  erfchwerten.  Ihr  Umgang  mit 
Europäern  hat  fchoa  gegenwärtig  in  ihrer,  Kleidosg 

fowol 


XZEC  ArdkMriKfifrw&VUL      503 


l  ab  in  ihna  übri|»eD  GchrSodMo  nerididie  Ver* 
henrorgebncht.    Seit  dieTer  Zeit  kjmoMn 

wmd  vaGdicQ  fie  fich  fleibig«  and  feie  tben  dieferZetc 
crGAeiol  auch  einige  Röthe  aof  ikien  WangeD.  Dio 
FnuiBoreD  Bogeo  an,  fie  ertriglich,  nnd  am  Ende  fo» 
pu  artig  an  finden.  Minner  und  alte  Weiber  kanea 
hecbef  ff  ibre  jungen  Mädcben  an  Terbaodelnp  nndl 
ii^  ¥«rgaif«en  nicbt  an  bemerken»  dala  die  Unterlippe 
Jahr  Midchen  aus  der  Urlacbe,  weil  dies  den  Euro* 

-pleni  an  mibEdien  fchicn  »  nicht  wie  gewöhnlich 
eiivefchnitten  war* 

Den  Bewohnern  der  ChartoUen*  itjeln  fehlt  ea 
nicht  an  Verfiand.  Die«  beweift  fchon  die  Daner» 
hifkigkeit  nnd  Einrichtung  ihrer  Wohnungen*  fo  wi# 
der  Bau  ndd  die  Feftigkeit  ihrer  knnftreich  gearbet« 
teten  Fahraeuge.  Diefe  werden  forgfiUtlg  ans  Land 
nnd  unter  Dach  gebracht,  Tobald  fie  fich  ihrer  nicht 
bedienen.    Sie  tragen  eine  ähnliche  Sorge  fflr  die  £r^ 

.  haltnng  ihres  lagd-  undFirchereygerflthes*    Siehabea 

,  auch  fchon  gelerot,  fich  der  Segel  an  bedienen*  Ihra 
Geaüthsart  ift  geßillig  and  ihre  Sitten  lanft.    Sie  find 
fiej  von  allem  Mibtraneo;    fie  aeigten  fich  nie  mit 
ihren  Waffen,    obwol  fie  die  Gewalt  des  Feuergn» 
wehrs  Tehr  wohl  kannten.    Diefe  Ruhe  und  Sicher» 
hdt^  Tcheinen  zu  beweibn ,  dab  fie  bey  den  frühem 
Bernchen  der  Europäer  nie  eine  widrige  Erfahrung 
gemacht,  und  von  diefen  edel  und  freundfchaftlich 
behandelt  worden  find«    Im  Handel  And  fie  vorBclu 
'tig;  fie  prüfen  nnd  uoterfuchen  vorher»  nnd  fchUe» 
Isen  kein  Gefchäft,  ohne  vorhergehende  reife  Über« 
legung.      Dixon'B  Tkgebnch  lafst  vermuthen  ^    dnb 
fie  durch  das  Betragen  der  EngUodec  ftii  dieCshr  Vor- 

Xa  a«^ 


|04       MmiliiCkm^p.  ifänOGTQBEKi: 

Btfikt  gereizt  wavden  And«    DepB'GBkmti  Zeogoiib\fto^ 
Fol^e  ü))eHiefertex^  fie  Doch  zu  fiejuBerZcit  ihre  Pelc- 
w«tke  den  Ei^^ndhro  UDgezählT»'«  «nd  überliefMl 
es  dem;.Edelm&th.det  Käufers«   d^  Uerth  relbftzii 
beßiibiD^n*    Da  dies,  bey  Auu^fenheit  der  FrAuwoteä 
akfat  fernier  gefcbaht   b  läfst  ficb  iijit  eioigettAih 
Icheiu  anf  eine^iolt  aotergelaafene.  Über  vor  thc^tang 
fcblieCsen/  Diefes  Mibtraneo  erftreckt  ficii  alie^  »icU 
aof  die  VorFällfe  im  ^wöhulrchea  Verkehr^  /  auf scr 
deol  Hapdelsgefchäften;    .  Ihre  Manieren  find  luiget' 
zwungeu  upd  gefällig;   ihr  Betragen  bat  nichts  üfril^ 
"des /'und  fie  feh^  ficb  febr- vor  ^ -damit  [ie  ja  kdiuen 
Fremde  beleidigen.    Sie  find '  zutraulich ,   ohne  zu» 
drÜBglicb  zu  feyn;  ße  find  auch  dienßfertig,   «Huie 
Rückficbt  auf  'einigen  Vortheil,    und  insmer  bereit« 
jfeden  Dieoft,  der  ihren  Kräften  angemefleTi  ift,.  nii« 
eotgehüch  zdhezeigen.    Hoblet  befand. ficb  oft  allein 
in  der  Mitte  von  fünfzehn  dieferinfalaner,  ohnedab 
&e  da»  geringfte  Feindfelige  gegen  ihn  verfucht  oder 
aoch  nur  den  Gedanken  dazu  gehabt  hätten.      Eine 
Einzige  kleine  Klocke   und  aufserdem  nichu  wurde 
entwendet;    nicht  aus  der  Ui fache»  als  wenn  fie  gar 
keine  Neigung  zur  Dieberej  hätte»,    fenderii  viel- 
mehr  weil  fie  ihr  loterelTe  fehr  genau  vor  Äugen  ha- 
ben» und  es  mtt  Fremden»  welche  ihnen' von  einer 
andern  Seite  nützlich  feyn  können  ,    auf  keine  Art 
▼jerderben  wollen.     Auch  die  Weiber  waren  eben  fo 
zuvorkommend  als  die  Männer»  ohne  die  Eifer f echt 
derfelben  zu  erwecken.     Die  Weiber  müITen  hier  tn 
Lande  aufserordentlich    fruchtbar  feyi^ ,    denn  jede 
Wohnung  hatte  eine  Menge  Kinder. 

Den  bisher  angefahrten  Thatfachen  zn  Folge  mufs 
*  ■    ■  -•  ■  ef 


«•  allordiiif^t  beCrtibdeD,  \9mmi%ja:^lxim*a,  Tttgthmh 
dmJS»myrohn€x  der  \Gioak'  iBayiaat-drr 'Urfache.  wtH 
£a'die'£rjglIodflPr  aitfgefordert,-«n  daf'Juaod  zuJmm«-. 
fli^Q,!  den  MenCcbeufrelleradifTgezähh  w«rdeo,  .3hir 
Seliiageo  gegeni;die  Fran^fletD  beWfljfdC  hioUbgUdk 
dei^  JUiigrnud  'dwCpt  Bolbhialdigniig;  G^/o/  uud  »M^ 
bkäwMgtdaaQY^'ohmfßtiRa^  iuiÜTeilkdfer,  fi«TW- 
lobtemmebrerd  Ta^eiak  Schorse^lribr  J^annllitfo;  ile'M- 
Abdel)  lieb  jM^t  >P'ibrar  Göwah^-bnd'wnidfii  kiift 
aUeo,  lleu'eifm  eiuer  JixvttrkomiMnden  6aftfretiä^ 
Ccfaaft  anfgeiioniinen  und  behandelt.  Die  BewctfM»^ 
iwt  ttjLoaksr.Bay^  -£6  .uaeälle  ühnge-Stimtoie,  welÄ» 
du»  Sfordvfeß-Kütle  ^on  Amerika  bewohnen,  venrith 
then^ffchon  hej  ibrec  .erfieo. fekandtfchaft^mit  EiMp4- 
pttern  einen  Grad^der-Gultar^^'WeloiJen'amer  einem 
fii^ifa»lieQ.««nd'  anfreuDdlicheBfiininielsfhrich  Vüetp 
leicht  nieitumd  erwartet  häfttj^  ^Sw^'ketttieD  die  melr 
Oeo  Gem^chlichkeireii  und  feine»  Bedürfniffe;  Sih 
«rioliMn  10  HäuIeraVon  xwe]r'St»ck«rerken,  deiMi 
l*^g*'-  50  il  Ce-wiv^ihre  Titfe^:)«}' Schuhe  beträgt, 
Diefd.fiud  ^wäv  •iMM'von  Holz,>  aberdabej  auf  eühe 
fo  Celle  and  dauerhafte  Art -gebaoty.^ddrb  man  dkUrf 
deAi  Miingel.uu£oref:Bauinatei^aUeta  tMtits  ungern-Tei^ 
milatfc  Seibit  auf  kleiaenJnfebi-^'WO^'iBa&'kejl^'B^ 
wAhner'Vermuthen.'würde',  -ift4ler  Ein||ang  v&a-ye&A 
Wohnnng,.'.  die..|(aiMe  Vorderreite'^lfiniinf ,  a^h^SI^ 
uMte  Smtaebiübd  andern  Schoirewerkea'V^riteiln 
Ifaiii  ^&ndet  läm  ^Teinpei  otfd  'De4km9hlerr*  litllk 
daa  Andenken  4eT'  Verftorbeb^n  ^Vu  -  ^Ver^virijgMA 
man  findet  Togar  lauf  ibenn  Sehdh  ITng'etf  "Ü^tti^m 
Tafeln.  Zeichnungen,  welche  ia  tndäcHbfley  ^Farben 
die  TOrfchiedeadn^iTfaeita  dea  «hMcMnäBn  Yi^€i^ 

X  3  .dar- 


306      XDfMtf.  CWreJf.  ig9U  OCTOBERi 

iBarSeUen »  and  dofdi  das  VerldCchm  «fanaloer  Züge 
«in  hohes  Alter  .irerratheo.  Aliet  Hansgerlthe  derfiio» 
^vohner  ift  oül  Schsitswerk  nnd  HieroglTphen  äbef^ 
ledeo  9  welche  fiicht  ohne  Knnll  (tearbatet  find,    fl» 
lA.iUeidQiiKBftiicfce  find  Ib  üonderbar  ab  mannichEdi 
4igt  dach  Verrchiedeoheit  ihrer  Sj^iele,  FeOe,  Cmt^ 
nonien  und  GefecHte.    Selbft  innAbilirche  iDBriunen* 
Sß^  und  unter  diete  die  Harfe,  find  ihnen  nicht  un- 
bekannt    Die  Baakanß,  Malerey,  Mefik  nnd  Biltk 
haoerkooft  find  alfo  hier  zn  Lande  einheimirch ,  nnd 
•#ben  dieb  ift  es,  was  dem  Bedactenr  dieCer  Heile dis 
fl^ranlaiTiing  gibt«  einige  Vermnthiingen  über  die  e^ 
Ae^  Bevölkerung  diebr  Gegenden,  fo  wie  über  die 
AbO^mmong  der. heutigen  Bewohner  zu  äufsem. 
•  ^    Die  erfte  -Bevölkerung  des  nordufeflUehen  Anml^ 
JM  .fcbeint  von  ^a»  ans  bewirkt  worden  siTiIejni 
jpiaoigero.  in  Csiner  Oefchichte  van  JUbcim,   beraft 
$eb  auf  eine  alte  &ge  der  MexieantA^   Dieter  xü  Fok 
Se  bewohnten  die  heutigen  fiinwnhoer  von  Meaäeo 
▼or  der  Errichtung,  des  Mexicanifchen  Staatee:.  eia 
jegen  Norden,  fem  toui  Güifocnifchen  Meerbuba 
^legenes  Land..     Sie  so^eo  Ibdann  gegen  Mittag, 
Jetaten  über  den  Jtiö  Colorado  und  Qila.     Aar  dem 
.Ort  des  Überpngs  über  diefen  Fluß ;  welcher  ein  Arm 
^%.JUo  Colorado.  ifk,t  bemerkt  man  noch  beuten  T» 
ge  einige  Üben^fte  einer  ehemabligen  Anfiedelung. 
Den  von  FUmri^u  angefahrten  Gründen    xn    Folge 
fcheint  es  nicht  nnwahrrcheinlicb,  dab  fich  nach  der, 
^ttfcb  CorUzM  Stande  gebrachten  Eroberung  des 
llflexicanifchen  Staats  #in  Theil  v«n  den  Einwohnern 
delTelben  wieder  nach  Norden  zurückgezogen  ,:  nnd 
in  den  dafigen.  W|Udem  aerfttfent  habe.  .  Denn  es 

löUte 


XXIX.  BbürchanSs  Rrifi  mm  du  Wdt.       307 

Mite  aoberdeiii  fchwar  halten,  Um  pnverkeonbireii 
Übprr^Qe  «iDer  frübero  Cahar  zu  torklArao.     Didb 
'  beweirea  so  deatlich,  dab  die  DordvreftUcben  Anch 
iikiviilchen  Stämme  io  frahera  Zeiten  Theile  eii^qr 
frofiMUft  civilifirteD  Nation  |>eweren.;  und  ei  foUteMii- 
ht  kofien,  anCier  der  MeHicanifchen  j»jine  andeienacDk» 
Wt  so  machen.     Die  Verrchiedent^il  der  Sprach/» 
im.  QOrdweftlichen*  Amerika »  derep  pben  Erwähnung 
lerchehen ,    beweift  nichts  gegen    diefe  Hypothefe. 
JkheB  in  dem  groben  AieodeamJdhBn  Staate  herfchte 
•in«  grofae  Verfchiedenheit  der  Spfachfit,  iind  nach 
€i09^gBr&%  Zeognib  foll  man  in  diebm  Aeicbe  fünf 
-m4  drfidHg  gans  verrchiedene  Sprachen  gefpFOcheo 
haben«     Auf  eine  ähnliche »  nicht  weniger  gründli- 
ffke  Avt»  begegnet  der  Suatarath  Hnifrmi  auch  andern 
JUp würfen.     Wir  bhen  ouaaber  genöthigt,  nm  def 
JR^nmü  willen ,   nnferq  Lefer  auf  daa  Werk  Celbft  ^a 
jrfKweibn  ,  und  überlaüen  ea  ihrer  Eioficht ,  den 
W«rdi  diebr  Hjpothebn  näher  su  prüfen. 
h  ;      Auf  feiner  weitem  Aeife  nach  China  beröhrtf 
Jl/aitehßnd  die  Sandwich  -  Jnfeltk     Fleurieu  be  weiß  aus 
4dnr -eiiileiichtenden  Gründen,  dab  die  Ehre  der  ex* 
jRrn  Entdeckung  diefer  Infelgrnppe  (1568)  dem  Sps- 
jAifchen  Seefahfer  Msndarma  gebühre«     Die  Spanier 
nm^t^n dieH«nplinfel,  O-  ff^ybe^,  laMefa,  und  dlf 
.ÜKba  übrigen  Las  Alon^  (die  Mönche)  *).    .DerNsr 
4tte'fa;iM»/a»  welchen  die  Spanier  jedem  Berge,  der- 
lei oberfter  Theil  platt  ift,  ertheilen,  kann  som  Be- 
weis  dienen,  dsb  O-  fVyJuü  und  la  Mefa  eins  und 
•  .  X  4  .   die- 

*3  Mit  diebr  Benrnnrasg  wwden  aof  Sptsibbrn  Rirtaii 
klaisa  IsMs,  die  «iae  Qiqfpt  hildts,  beimh- 


'5o8      .MoiaUi  Ofnejp.  tSoi.  OCTOßElL  1. 

ai^relM Intel  ift ;  dtno  der  faftcbfi»  Berg  too  O- iF^&e, 
-Jtbä'genflilbtw'  lUt' votlköihiiieD  dicG»  Geftall^  D«r 
Berg  aaF  der  InteW*  ff^hec,  Moitma-Bom^  gehOtt 
«u  deü  köchftMDi  0er  Welt.  Man  entdeckt  ihb  feliOD 
ans  einer  FerWvbAj^  Fr»  Meilen.  Fleurieu  berede 
ttet  daraus  reicte^itfüthmafslicbe  Höhe  anf  2598  Toi« 
fbn.  Er  würde*fl)Aglich  den  Piehincha  and  MentMane 
übertrefiPen »  und  aulser  dem  Chimbota^o  Iceinem  an« 
derh  nachftehe«.  .        < 

Das  dntcl^  Anfon^B  Seereife  fö  berflhmt  geworde- 
»is  üntffp  HfltMnätl  böfcliriebf  ne  TVri/dn  mnfs  ficb  feit 
^der  Anwc/lfeBherb  dil&fes  Seefabrere  aalÜBerotdeDtlich 
^Terrtbliinm^t -haben.  Schon  Byrofti  hatte  im  f.  176; 
ItUe  Mflhe,  nach  ^ercheheoer  Laädting  fidi  durch  die 
tieynahe  nnduVcJhdribglichen  GebüGdhe  ond  \%ttlder 
litndiirchzudrän^en ,  um ,  wie  er  'hoffte ,  die  -Ton  Jn^ 
Jon  fo  ^rühmten  rcbörieii  Landfclxafttenzu  finden.  Aber 
Wefe  Wälder  warte  fö  dl^bt  nnd  irerwacbCrti » '  dab 
er  fammt  feinen  Begleitern  kauhi  zehn  Schuhe  Vor 
%ch  feheu  konnte.  Um  fich  nicht  zu  verirren  und 
zU  zerdre.uen,  (ahen  ße  fich  geii5tbi'gt,  einander  un- 
aufhörlich zuzurufen.  Als  lie  endlich '^  mit  eerilire- 
nen  Kleidern  ^n  die  Mufserfte  GrSnze  des  Waldes  ka« 
inen,  fö  entdeckten  fie  zu  ihrem  Erftannen  mit  Dor- 
nen und  Strauchwerk  bf'warchfene  iFmden\  ndd  ttath- 
dem'^fie  auf  die  befchwcilicbfle-Art  ^iMn  Weg  ren 
drej  bis  vi«!"  Meilen  zurück^ele^At  hatten-»  ftiefaen  fie 
endlich*,  ftatt  defron  W/z/or/aofte führten  loooo  wei- 
ssen Ochfeu ,  auf  kneu"  eiuzi>;en  Slier  ,•  ^welcher  fo- 
gleich  erlegt  wurde;  aber  den  weiten  und  befchwer- 
Jichen  Weg  zurück  uniii^^lichans.SchiS  gebracht  wer- 
den konnte^  £apkuia  //^//fj ^..welcher.  Timan  im 

.    ;  Jahr 


Utfiij6*f  Mfiicface,  ntafihtldftyaa  k^ioe  ^ftigere  Beb 
fobreibn^';:. 'Erfand  tm  BÖrdkkhften Tlto^^^ar  InW 
«dDif|«0r8diUcht^ieh^j«fa«r>(lriD0'  Be||;leitar:waira  vdlr 
SuBf^dhag  ^bba  fo  w«ikig< im':Statide  gethiMa»  atüt 
Bord  Elf  ^Gthaffen.    Mim  .gab  Ach  daher-  smU  «inoMlB 
ÜMtMiäR^llvt  zu  fehieGifaii.': ;  Dieb  gilt*  auch  ivoiutl^ 
hto  ^tMn*  Sisefahreni.,.  welche  i Union  beCacht  h)fr 
beb.    Alle  ohoe  AnsDahme^  iQit  Eintchluls  von  Mar^ 
cfmndii  fanden  jdiefe  infel  urviooeiii  JvervriUerteB  Zu« 
Aaode.'  -  •  Aa  Bewohtx6r  Aonole  jpao  öhttebio  iiicbt 
•denkan  ^indfem  Tinian  fckoo-vor  Jnfon^ä  Zeiten  fainb 
jehanahUgeiv  30000  Einwohner  durch  eine  epidemt« 
Jriie  KrAnkheit^onddnrxteAaawandeTnng.  verloren  hat« 
3Iarckand  faud  bey  feioer  Ankanft  in  Macao  deu 
g»<iw Zweck  leiner  BeiTe  «^eitelt.  Alle  Einfuhr  von 
FaBsii^rkkr'.nnd  namentlich:  von  Seeotterfellen,  wer 
knrz-vdrher  in  den  füdlichen  Häfen  dee  Reichs  aof 
dn  fireHgfte  verboten  worden*     Die  Uffach«  da^o/fei 
ift  aBvreifeihaft.     Einige  beibrächten  dieres  Verbot  alt 
eine!  Folge   eines  zwifchf  n  Cliina  und  Rufstand  tt 
Gnnft  diefeti  Staats  errichteten  Handels -Tfactats;  so* 
dere,  welche  belTer  zu  (eben  vorgeben,  rächenden 
echten  Grund  deiTelben'^ln'deni-Geits  nnd  der  Habr 
•fnditder  Mandarinen;:'  Aber  aach antser diefeiil  Vef> 
bot  wfltde  diefer  Handel ,  wegen  der  zu»  groben  Coif^ 
currenz-der  Verkäufer,  in  der  Folge  dicht  inehr  3id 
grofeen  Vortheile  abwerfen ,  welche  man  ^Wartet, 
Marchand  wandte  fidi  unter  diefen  Umftänden  nadi 
CarUon^n  die  Agenten  des  Hairfes  Brnm^xim  zu  er- 
fahren,  ob  es  fich  der  Mühe  lohne,   mit  (einer  La* 
dnng  nach  Canton  zu  kommen.     Sobald  er  aber  ver* 
nahm «  dab  fein  Schiff  eio^  Taxe  voa  «ooo  Pisfter 

*  X  5 « würde 


310       Jßiu&'  a»mJ^;:ii|M.^  OCTOBEtLA 

würde  efflB|9ni  ipfilfta«  Tmd.doch  übanlltb  diirdfÜ 
bi»  CoirefpuwtepteD  am'  Cimtmi  beiiAcbri€hd|9rwQfde*, 
darsivveTfloffHoeb  Jahre  «Kr.befieDSaeotidrfeltonicfal 
Übmr  &5PiafterT«Tkaaft*wonlav4  fi»  faittto  (av'fbglaitii 
Hm  Siichbl«ri.,  ntfch  Eampa  BiiihickziikdiffeBs  ÜM^ 
f  ena  kla^t  -Marehand  fehr  über  dUi  ErpfgJfpBgür  ml 
Creltet^eo  dar  Chiuafervui  Mmcaa^  olinaidai«di  Toi 
dar  ganaen^ NaüoD  uniftüoRig  aii  nrtheilaii.'  -' ' 

•  £r  v€dM%'Maeao  de&  6  D#c  i79i^'*iMBd  emaich* 
.ta  dao  i8i^I^l  1792  Ir^  A  ^ance-^  öbe6  data  feina 
CchifiEf aiinufehaft  anf  diefar  tmtan  und* langen ^Reib 
«n  ihrer  <7e(uiidheit  alnigeii^  Nacbtheil  gaütteii  hatta 
Der  14  Angoß  war  andlicb.der  Tag  leinerlAnkamSt  ia 
Frankreich  «^  ■'* 

Wir  bedanetD  am.  ScfalalTe  dleCeai  Aoaanga.  Mit  den 
geißreicben  Heransgeber  diefer  Reife«,  dafa  ilie  fiiiar- 
incht  der  Europäer  der 'Abkürzung  einer '.RmCaaia 
die  Welt  atagleich,  mäcbtigere  Hindern ifle::aDt|regaD» 
Bellt»  aU  die  Natur  undLige  dea  diefem  Vorthedlea^ 
gegenftehendeu  feßen  Landes.  Schon  ioi  ii  1791  hatte 
.ein  Franaoa,  Martin  de  la  Baßide  ^  in  einer  eigeoea 
Abhandlung  ^)  die  Möglichkeit  bewiefen,  onit  mälin« 
gen  Rotten  daa  AtUntilcbe  Meer  mit  der  Sadfee,  rei^ 
JDittelß  de«  FloHea  San  Juan  und  dea  Nkaragua^Se^ 
an  verbkiden.  Diebr  Vorfchlag  Cand,  wie  man  fick 
▼orausfagen  konnte,  in  Madrid  wenig  Gehör.  Det 
ÜBn  ungeachtet  glaubt  der  Verfafler  diefea  Menoires, 
Spanien  werde  in  der  Folge  diebm  Vorhaben  'fich 
nicht  Ittoger.  widerretzen  können ,  wentt  einmahl  al- 
le See -Mächte  auf  ^e  Auaführung  diefea  Werks  mit 

▼erei- 

*>  M»Biafrai/br  wi  tiom^M  Pmff^e  d»  ü  JMkrdb  Ihrdit 
im  Mtr  du  Sud^    Faris  tbei  Didot.    17^1«    JL 


VorAaUmigftB  driogen  vtetitm;  '  It^ttriek 
Mliiiliit  »mit  £»lgaid«r  fohr*  palEenden  Bei&erkaog: 
Jje€0ptoaS'tn  taugure;  nuäs  n^iUUndons  pas  paur  fai^ 
rtt  fa  JiAd'^fiiijfiami»,  ^fu§  k  ffrojei  ak  Mexicuti^  naus 
pmnimsiire  ^andamnisi  am  h faire jamäU. 

•  ■;  -''i  ,!■•'■■■ 

XXX. 

.  ■   ■  .     .  ...  •      '       ■  I.  ■  •  « 

B  e  y  i  fi  0  n 

'■  '■    ■'  der 

nejieiten  Karten  von  der  Schweiz. 


,.;,   .  (FortTeta.  tu  Seite  239.) 

XJey  dem  CaDton  Stntis  ift  leider  eben  fo  viel  sm 
Uagm.  Bey  dem  ehmaUigen  Rheinthal  ift  keine  Spar 
▼orhandea»  Aeie  Feer*^  ▼ortre£Fliche  Karte*)  dieres 
taiidei  feenntzt  worden  f ey  :  ift  ea  oiclit  anrerant* 
wörtlich»  Karten  mit  Anpreirang  grober  Geaiäigkeit 
heranaangeben  >  nnd  nicht  einmahl  dergleichen  HüU» 
mittel  mu  Rathe  mn  ziehen  f  Diefisr  auch  ia  der  nenc^ 
ften  KriegageCchichte  merkwürdige  Landftrich  hat 
durch  JFeer'a  VermelTnngen  eine  ganz  andeM  Gefialt 
erhalten*  ila  ihm  hier  nnd  in  altem  Karten  gegeben 
wird. 

Die  beyden  Flecken  Ooffau  und  Herifau  find  nm' 
-dae  fiaike  Stande  xn  weit  gegen  Süden  gerückt. 
.0  Gojfau 

*')  A.O.E.m.  B.  8.  350  —  359«  462  —  472  Über  dietri^ 
gonoflk  nad  ■ftroiKNB.  Vaintfliuig  d^  Rfadwihalt  nndiUe 
.  ea  S.  350  gakttag«  Kmai 


3ia      IttofutL  |tWi^|7,^ijiflK..l}CT0AEIL 

iQoffau  li^9fe)!wgeßlbrc(:iiliOf»u|.d»:bi^e  idniMä&&^ 
het,  1  |3Uii  meifiefi  Dttrf etcflUs  unterm  ^g^mbrni^  IM 
eb9fli&U«:i!^jIchQbeiu>^i  Oi%\\%   i       ,....^  uj-i^vi/ii^.io*... 

der  voTi4«4..^^iociiniSfl!».«iv9.-^IiLaM  vbdrai'Xh§f§i^ 
turg  ficb  io  <»inQ  weite  Ejtoae  jegoo  den  Rh^tn  en- 
det, "^lETrinä'  jcnci  ^Setracl^tl^e'Thal  fichliiDter 
Wildhaus  gto^licb  (ch|)ejift5ibod  diirch  einen  rauhen 
befchwerlicheo  Bergweg  mit  Gambs  und  Sax  Geniein- 
Tchaft  bat.  Die  ftafk^HAUe /dbei(i  welche  dieferBerg^ 
weg  hingleitet ,  fieigt  eifi^Cpita  gegep  den  •  hohen 
SejQtia  und.^ndererreits  gegen  den  .^alifriai  ^  hinan, 
^nd  CfÜdg?  äte  lieydeh  Bergltetten/  ^fe  ^d^  Hu^ 

einfchliersen»  aueiuaudeit — -^  '   

Mit  Verwundernnglii^ht  man  -"weiterhin  die  Ör« 
ter  Sargans\  MeU  nuARagah%  mit  Pfeffers^  f^olfQf 
waOijL AVedki^ijLtt  einer  mid  .elMi  'ideBfieJiben>lgrp(ke& 
Ebne  liegen  •  während  £di  ^das  Klaßer  Bpffwi  auf 
einem  ^bbhea  Berge  ^  das  Bad  aher-finhd  «üb. beiden 
geoannien  D5rfer  in  dem  faß  nnsugängÜMAei^fiergo 
licbliyndender  Tamine  beßnden,  der  be]iiftag«tz'£wi- 
{dben  hiinKaelbobenFeirea  ins  Thal  t]iini|na -endet 
Das  Erftaimen  -vermehrt  ücb.^  wenn  manibier  dnircb 
diefe  Schlachte  eine  ^oCseXfandftrarfe  iibcn^deia  1^- 
Aie/^nacbAeicbepjuigefiibrtfiebet«  während  iedernunm 
den  yberggng  der  Fran^orep  und  Qftreicber  ttber  dm 
Kunhels  im  Sommer  1799  ^^^  unter  die  Wagftficfce 
«ghrt^i  dib  dem  Ende  d^  lalabrh^nder^'v:otbehal• 
ten  waren,  iiiid/die  jedeamahl  nuiiidieiiB^}i»kktj(ebr 
bebQinichen  Krieger  daß  Leben  kodeten  Mit  eben 
fo  vieler  Freigebigkeit  hat  das  Hauptthal  Aet  Linth^ 
und  djM  ibgeaapnte  UeiM  Qdcv  ^prenJ[ulH^l$  «nftatt 


Mt^^tSiMAtwBrdttB'V^am  «tuer^ierteUlunae,  faft 
gar  zw«y  Stttttden^Bt^lt»?  mtd  ■  di«  Geßalt  Aiiiar  gro- 
bea  Ebfa«'ei4altta.  -  HiW'lkmdeD  wir-  wieder^zwej 
Lknidfttaliieff  ,"e!a«  tib^  Aeu  Brägel  und  die  aoderd 
ülverdie  Oärfils«  i*  d#iif  IßlttirödWaldftad^ 
Bat.  '  W^on ;  dieCe  'be^Üaii '  Wege  wirklich  in  diefer 
Oioeratkarte  Aig^deotertterideu  foUtea':  fo  lütteman 
fie  dod^vOD  den  grofsenr  Heerßraben  doatlich  iiateitf 
üdieidMv  mid  »Ar  mit  'ein«m  Strich  bezeichheft 
IbUen.  •,  .  -  ''■^'  ^  i  ■'        ■  '•    •  ■■  , 

Der  alte  Canton  G/aruj  mit  dett  Kidttutigeii  fei» 
ner  GefjiirgsketteQ  iß  gaai  aus-  dem  Blatt  I^r.  7  dar 
Wyfs'tAitk  Karte  copirt  \  dnd  daher  ziemlich  ga^ 
treu,  weil' behrere 'Detailfehler  bey  die  fem  kleioera. 
Mabftabe  TettchwiDdeD'»  tiTid  die  in*  jeäeih  Blatte- 
fehr  dentUch  ausgedrückten  HaoptmalTeii  ziemlich: 
gnt  iiaff;efafel  ßud  ;  ntft  ift  bhet  Nlifels  eiA  iall^Tier«^ 
eckigaa  BaßiD,  ganz  TOki  Bafgeo  eingerchlölTen  vor;* 
geftell^t ,  welches  nicht  e^cißirt. 

Ans  dem  nämlichen  Pf^yfs*khen  Blatte  ift  auch 
der  gr&btä  Theil  des  Cantons  Pf^aldftädten  entlehnt, 
und  daher  ßud  auch  in  diefen  Gegenden  die  Haupt«. 
malTen  des  Hochgebirges  göt'dargeftellt.  Diefi^rge» 
welche  'die  hiintern  Theile  des  Muttenthah  umgrän* 
zeb,  find.  indelTen  viel  zu  fchwach  fchraffif  r ,  und 
fcbaineo  im  Vergleich  mit  dem  nahen  Iberger  Ga- 
birge,  das  nicht  fo  hoch  ift,  nur  niedrige  Hügel  zn- 
fejn  i  dagegen  lind  die  vom  Haken  und  der  Myten 
nordwärts  gehenden  Ketten  zu  ftark.  Mit  den  Vor- 
zügen der  PVyfs'k\ken  Karte  (lud  auch  alle  ihre  Feh« 
1er  in  diiefe  hinüber  gefchlichto.  Hier  To  wie  dort 
fehteibt  mnix'-DttttenwylVidLlt  Dahweil^  Geis^jyl  ßatt^ 


314      üomäA.  CMT^tfH^  (XrOVStL 

vod  den  Urmrboden  ioidw  CiOton Linth».  t  w.    O« 
fÜdlicheV  fich  an  den  GoulMintt  hioanflUkomdeTheil 
.  der  Waldftädte  ift  dann«  waU  daa  Meyer^fOrnlOM 
über  dieGa^egend  noch  niAt^tfrcUenaniftt  inlaeift 
elend  gerathen.    Hier  ift  daa  Hodigebirget  fcinft  nn- 
Areitig  der  befteTheil  diefer  Karte»  gans  tdrfeUt 
Vergebena  würde  man  hier  die  detCcber-  Gawpagne 
des  Generals  LecpurH  in  ihreoiHaoptaügen  ▼erfolgen 
wollen.   Nicht  blofs  ift  die  Geftalr  des  Maäermtcr  nnd 
die  Attsdehming  uod  Biegung  dea  MejerUhiOs .  Ion- 
d<lrn  togBti  die  Biegnng  des  Hanpttliala  da*  ü^  vom 
Steg  bis  Urferen »  det  durch  dalTelbe  hinanfBteldieii« 
den  groben  Ootthardtsfirafst  gans  verfehlt; und  die 
meifteti  Diftanaen  swifchen  den  angegebenen  Öir^em 
nnrichtig.    So  iß  K.B.  Hospkal  im  Ur&ren  Thal  hier 
gleidi  Mreic  von  An  der  Malt  nnd  von  demHorpitima 
auf  dem  tjötthardt  entfernt»  während  ea  vom  orften 
keine  halbe ,  vom  letzten  awey  Standen  antlegeh  ift» 
'  Die  Gaotone  BeUimxma  und  Lugano  find  dnrch* 
aus  fchlecht.    Sie  find  freilich  bisher  noch  anf  kei- 
ner einzigen  Generalkarte  der   Schweiz   erträglich  1 
aber  doch  aach  Cchon  auf  etnigra  nicht  gans  fo  fchlecht 
als  hier  vorgeßellt  worden»      Ich  habe   fchoo  oben 
eine  Specialkarte  von  Lugimo  und  Mminßo  aoge* 
zeigt»  die  gar  nicht  benutzt  ift»      Eine  andere  auch 
von  Sckintz  herausgegebene  kleine  Karte  dea  üi^ 
mrtJuds^  awar  an  Werth  weit  unter  dererfien»  wärt 
auch  brauchbar  geweren»    Endlidi  hätten  bgar  aas 
Mallei  mehrere  grobe.  Fehler  der  gegen  ^rtigon  Kar- 
te verbelTert  werden  können*    Im  FaUnzerthal  fehlt 
der  Hauptort    iMigfUk     Am  ZHAunrntnOoIi  dieCss 

Thals 


r.ZXC.  JSaf-taiv.A  &&»>«&...  :.r       313 

ThdMMt  AiütlAwm^  fkblf  dar  grobe  Or^  Tokggioi 
i^gegm  ift  hier  nit  grober  Schrift  ein  Flbckeo»  üiVm« 
TW  geMpm»  dA  wo  Pehggio  Tejm  Tollte,  hingeOellti 
.  >  MMera  ift  kein  Ort ;  es  ift  der  Name  de»  Tbab«: 
welchee  TOD  Poleggio  gegen  Bellinzona  herunter  lauf t 
und  ehenahle  eine  den  drey  Ständen  Uri^  Schweiz 
nnd  ühterwakUn  gehörige  Lindvogtej  waur.  Pitt 
Entfernong  von  Poleggio  bie  Bellinzona^ßL  um  tfo^ 
Pair  Bonden  zu  kurz,  äuOati  Maggia  Toll  der  Haupt* 
ort  IIB  Meynthai  Gcvio  heiben.  Jenes  ift  wieder  der 
Name  des  Thals,  Fal  Maggia  (DentTch  Meynüud)^ 
Solche  Fehler  Terrathen  eine  gänzliche  Unknnde  ia 
der  Geographie  Teines  Vaterlandes,  ,die  doch  die  erfltt 
WüTenfehaEt  eines  Kartenmachers  Ceyn  follte« 

Die  Namen  der  fämmtlichen,  in  den  ehemahlir 
gen  Vogteyen  Loeamo  und  Vdimaggia  gelegenen  t 
oft  16  Stonden  langen  Thälem  fehlen  i^zlich.  Dia 
ebkm  Theile  von  Falmaggia  nnd  P^alverzifsca^  das^ 
zwiCchen  den  lulienirchen  Cantonen  und  Wallis  hin» 
aofftreichend  fehr  lauge  Formaxiathal^  und  die  weft* 
liehe,  hier  au  Wallis  anßobende  Hälfte,  des  Uviner^ 
thals  fiod^nzlich  verzeichnet,  und  offenbar  aus  ^em 
Kcpfe  auf  gut  Glück  hingemalt«  Es  ift  nicht  mög« 
lieh«  durch  BeCchreibungen ,  fondern  einzig  durch 
richtigere  Zeichnungen  die  Mibßaltong  diefer  Gegend 
deutlich  ins  Licht  zu  Tetzen.  Der  nümliche  Vorwurf 
trifft  den  Landftrich  zwifchen  dem  See  von  Lugano 
und  dem  Langenjee ;  die  Geftalt  diefes  letzten,  die 
Landesgränze  und  die  LBgp  nnd  Namen  der  Orter, 
alles  iß  £iirch.  Der  Lmäferfee  ift  dem  Anfchein  nach 
in  einer  völligen  Ebne.  Es  ift  aber  in  der  That  bef«. 
Cnr ,   dab  hiev  gar  hinne  fiergbbnffitungea  ftehen » 

als 


als  weinTctteEiBbildaD^knft  einig» Ii^bUrhafte lüo» 

geworfötf  hätte.  Zwitdben:  lÄig^in  tiad  Morcote^  in 
der  vom  Siie  gebildeten  HalbioiTel  ,  liegt  elfter -der 
hbchßen' Berge  denLonbardeyt  'der  DtonteSan^  Sal* 
i>ädcft.  An  därSfidbite  des  Seei find  iron^*PiijrlMLe'l»t 
gegen  Baltnia.  noch  hohe  nnd  wilde  Gebirge  •  die 
fieb  dann  theils  Heil  gegen  däa  Thal  yon  Mendrißo 
hembrenken«  theiU  fanfc  hinter  Como  dqrob  Ach  in 
die' Ebbe  verlieren.  Auch  Aiva  fteht  «m  f  alk^be« 
träcbtltcber  fierge »  über  decen  höchflen .  Aückcii'  die 
Gränteu  xwiEcben  Helvetien  und  Mailand  hinlanfiBO. 
Endlich  Ift  noch  die  LaQd{ira£d0..Ton  Itigmio  fibn 
den  Monte  Oßtiere  lo  fehlerhaft  aU  alleaäbrige.  Die 
Italienifche  .Schweiz  i(i  auch  hier  eben 'fo:]befiBtitter- 
lieh  behandelt,  wie  fie  oft  von  ihren Sonverains»  den 
eydgeno(B{jpheij  Ständen ,  'b^hadäbh  ward;Mind  wenn 
fie  nicht  mifcFarben  illuminirt  wären,  fo-  möchte mao 
glauben»  der  Zeichner  hätte  fie  fchon  für  verloren 
gefcbät£t. 

Dev'Cänton  PVallis  iO;  belTer,  als  die  vorherge- 
benden. Die  /^y/rTcben  Blätter  find  ziemlich  forg- 
f&ltig  benutzt »  und  diefe  Karte  liefert  ohneAnenabfDe 
die  belle  bisher,  vorhanden  gewefene. Zeichnung  vom 
Wallia.  £s  liefaen  bch  /war  auch  hier  viele  Sachen 
erinnern,  aber  doch  find  keinefo  wichtige  «nd  we* 
fentliche  "Fehler  als  bisher  zu  rügen« 

£a  wäre  zu  wünfchen,  dafs  vom  Cahton  Oher* 
land  das  nämliche  gefagt  werden  könnte  ;  allein  die- 
fer  ift  wieder  nachläßl^  genug.  In  dem  ganzen  nörd- 
lichen öülichen  Thetle  des  HafsUlandeiS  wird  nnfer 
Autor  von  feinem  gewöhnlichen  Führer  verlaiüen, 
und  gibt,  uns  daher  wieder  einige  Berge  nnd  Thäler 

von 


XXX. \Karien  von'^der  Schweiz.  ^irf 

von  . reiner  eigerien-SrßndoDg»  die  zieinlich  älkfl  nte 
d«n-  aaSoEseiideii  (Jrnerbergen^tt&airaenpaireii.  'Ebea 
fo  dürftig  iiod  die  Nordkfißea  des  Brientzsr»  und 
Thunerfees.  In  diefe  beyden  Seen  fallen  hohe  und 
nitihe  BergmaflTen  fteil  in  die  Tiefe  hinab ,  und  lalTen 
den  Wanderer  vergebens  die  Ebenen  fachen ,  weicht 
unfereKane  ihnen  verrpricht,  und  der  Landfiralak 
nachfpüren  ,  die  hier  von  Thun  auf  ünterfeen.  und 
Brientz  angelegt  Ift.  Die  Thäler  der  Kander  noddet 
'LiäfeßuTten  find  fehr  nachläflig  abgebildet. 
''  "Mit  der  ßeiirtheilung  diefes  Cantons  verlaflea 
«vir  nun  das  Hochfjebirge  ond  kommen  wieder  in  dl^ 
ebnere  Schwele  hie  anter.  Wir  mülTen  überhaupt  bei 
nerken,  dafs  di^  Gebirgsrückett  gut  herausgehoben » 
einige  davon  wirklich  niedlich,  und  alle  fiiuber  ge^ 
arbeitet  find;  nur  ift  immer  die  eine  und  zwat 
ineiftens  die  Oft  -  nnd  Südfeite  als  SchatcenCeite  b#i 
handelt,  und  weit  ftärker ausgedrückt^  als  der  gi^en^ 
überftehende  als  Lichtfeite  behandelte  Abhang.  Diefii 
dedi  Auge  angenehme  Methode  ift  hingegen  der  Ge- 
nauigkeit in  Angabe  der  Höhe  und  des  Abfalls  dJsv 
Gebirge  änfserft  nachtheilig,  und  könnte  bey  Mili^ 
tairkarten  nicht  angehen. 

Der  Canton  Liman  fcheintaus  dervortrefflichett 
Specialkarte  des  Pays  de  Vaaä  von  MalUt  ins  Kleiotf 
gebracht  2u  feyn;  ich  fchliebe  diefes  wenigftens  aut 
der  vorzüglicheren  Genauigkeit,  mit  welcher  die  La* 
ge,  die  Entfernungen  und  Namen  der  Orter  bemerkt 
find;  dicht  aber  aus  d6r  oberflächlichen  Behandlung 
der  Berge  und  Höhen.  Der  Jurat  öder  Ueine  Jurtetu 
der  iiinter  Laufanne  und  QvXif  weg,  von  GoUonay*' 
bis  Chexbres  fich  auadehntf  und  nSchft  dem  JuralTai 
JMbfi.  Gbrr.  I V:  B.  iQou  Y  dei 


3l9       MimaO.  Corrifp.  igoi.  OCTOäER. 

derliAGhße  Ber^  in  der  Wadt.  ift^  Milt»  ^Die  Berge 
mm  Maidon  und-Oron  find  andi  nkht^zu  evkenneo, 
und  die  Vorberge  dei  Moiejfon  auf  der  Seite  von  Ve- 
iray  nud  Blonay  find  gar  nicht  angedeutet. 

.Der  Gantoh  Erey^urg  ift  tm^efäür  aof  die  nftni* 
litbe  Art  wie  der  vorige  behandelt;  es  itegt  in  der 
DarfteHnng  diefet  Gautöna,  fo  wiefieiß,  etwas  meia 
VerdieiWl,  weiß  keine  fo  gutei^uellen  ala  wie  xnm 
Gai]ftonLenian.irQrhanden  waren. . .  Mit  Autnahme  dei 
hohen  Moleffon  Und  auch  keine  Gcfbirge  heraaageho- 
betn.  'Die  £bne  von  Balle^  die  von  A£Pry  bis  Vaams 
gcb#ir&«eckt  nnd  ßift  eine  Stande  breit  ift,  findet  fidi 
OiCblr.angedeotet.  Die  Örter  find  nberbaapt  ans  dem 
angefahrten  Mangel  an  guten  benntsten  Qaellen  Cehf 
fehlerhaft  placirt« .  Die  Strafse  von  Freyburg  nach 
Qniy.hfTp  |;eht  durch  Efiuviüerts  ;\  Eanfagnier  hieibt 
lehr  Weit  rechts  liegen.  ZwiTchen  Fiarvaguier  und 
Jiffrj'  (nicht  .4t7ry.)  ift  ein  fehr  hohes  ßärk  mar^joir« 
les  Gebirge« 

Der  Canton  Bem  ift  wiederum  ganzausnehmeud 
Ichleqht.  Schon*  oben  find  feine  fehlerhaften  Gräo« 
zpüi  bemerkt  wordlsn*:  Pie  Zeichnungen  der  Berge 
find  es  nicht  minder ,  und  haben  nur  an  ein  Paar  Stel« 
|sn«  z.  B.  gaua  in  der  Nähe  von  Bern  einigen  Vor« 
xug  vor.deneu  im  Gantöu  Zürich  und  Thnrgao.  Be- 
fonders  ift  das  ehemahlige'  Landgericht  Seftigeti  ganz 
T^rzeiphnet.  Kein  Dorf  ift  hier  an  feiner  rechten 
^telle.  Gerzenftt  gehört  eine  Stunde  weiter  gegen 
Thun  hinauf;  Turnen  faft  eben  fo  viel  weiter  gegen 
Bern  hinunter  u.  f.  f.  Ein  Paar  upbedeotende»  wie 
X..  B.  PFangm^  das  gar  mit  groben' Buchftabeu  ge- 
schrieben lAf  fteben  .iß-^^t  K^r^^-j  d^g^en  fehlen  die 


fiflnptd&rfer  S^lpnnd  ff^tlemdeih :'  MiMereh  tcitl 
fPuhUren  heifseii.^  Hi«r  iß  zuinerftenitiflhldasTfef- 
ßen  bby  Nenenegg  voi»  5  März  1798^  angedeutet.  Wi- 
ra  Dicht  Ichon  laoge  vorher  durch  '  di«   niedvigftm 
Jlüaße  Mifstrauen' %nd  Zwietracht  in  ganz  Helv^tjea 
•«iigtffacht  oild  verbreitet  worden ;  wären  alle  Schwai^; 
zer  von  dem  Geiße  d^r  2000  OberläDdeV'beC^ert  g^ 
vrefen»   die  an*  dtefem  merkwürdigen  Tage  nach  ei* 
sem  t2  ßündigen  Gefecht  die  ganze,  ins  Wadtlalid 
eingedrungene  Divifion  der  Italietiifchen;  Armee  laft  v 
^Wegnahme  ton  |t»'Kat»ODen  aus  deto  BetdefchUigenc 
fo  würde  Frankreichs*  ganze  Macht  dieCes  Land  nis 
ibezwungeu  haben«    '  Dir jQr t  Neuein^gg  iß^ Jedoch  aädht 
nicjit  ganz  an  der  rechtien  Stelle.-     Die  Kirche  iftf^ 
was  mehr  füdößlich  näher  an  der  StraTsevnnd  :.da« 
Dorf  felbß  za  beyded  Seiten  der  LandAraCae  von  Berih 
nach  Freyburg»     Das  Gbfetht  war  auf  der  Höbe  zwi- 
Tchen  Neüenegg  und  Niederxbmtgow  Die  Gegep dz wi* 
leben  der  Jar  und  dem  Bleltrfee  'iVt  nicht  ganz  ebenx 
eine  hohe  Hügelkette  läuft  von  Murt&n  .bis  Arherg-.^ 
und  eine  andere  minder  hohe  aber  fehr  waldige  von 
St.JohannldiUgi^  dem  Bielerfe6  bis  g^n  Goft/tMäthiB^, 
ab*    Zwifcben  beyden  in  der*Mitte  ift  duB  gnßfse  MoatJ 
Die  Stadt  Burgdorf  und  die  dort  herumliegende  Ob^. 
■gend  iß"  ebenfalls  ganz'  verfehlt*    Burgdorf  und  Oberm 
hurg  liegen  an  der  Rmmeti^  nicht  an  einem  befondem 
Flütsohen  ,     und  faß   2 '  weiter  Oß  -  Süd  -  Oß  •.  •  C  L 
Auch  das   Oher*Emmenthal  ift  nicht  beflet*    Die.Stvi^ 
be  von  Bern  ins  Entlibuch  gehet  üh^z^QröfsUöchfiU^ 
ten  nnASigitaunvLiAi  Langiiau^    Alle  diefe  dreygrobeiii 
Pfatrdötfer  haben-  eisie  ganz  an  dbr^  gegen  fei  tigel  Lage» 
and  die  dortigen  Bergd  ganz  anddrefieft^tw*    Sih 

Y  j  wai 


^Is  bflTer  Ht  das.  Oher»  Aargam^^in  •  weichein  Keine  ft 
■gar  auffalleode<F^hler  za  fiud^n*  find;  unr  ift  dii^  ^n- 
'  •^cf/'Gjsgeod  Terijinickt,  and  dtJter  ^e  Örter  allxam^ 
jte» iäCmlmeogedtänf^C  'Der  jedBi^e'CaD ton  «^«rtt  ge- 
ilet del*  JLar^ach  hinunter  biai  äo  ^AieWigger;  Co1|(lidi 
^bört  das  DorfBrittiiau  und  eiu.Landftrich  rdn  an- 
-de^t^aVbSttioQeci  nicht  zum  Aargau. ' 
'!  Über  dehijCdnton  Luzerti  i&  etvfM  weniger  2« 
Ida^an.«  Einige  Theile  defleiben  «find  ^ar  ordentlich; 
jk^t.and^n  .bin^eB  i  und  nameotlich  bejtn*  £n^tt- 
]buch;  fiehef '4»  deßo  rchlimmer  aua.  Hier  darf  naA 
«wieder  mit  Rdcht  fragen ,  warum  Sehneiäet^^  ^i>g&* 
fijch.  getreue  .Karte,  nicht  zn.Hathe  gezogen  wordee 
JiBgr;  'dftUn  wurde  doch  wenigßens  JEntUbueh  und  01h 
mmlde  nicht  durch  eine  weite  £bene  mit  einander  ae« 
4laiiiinenhäiigenV  da  wodiennwegfamfieuFeirenfchina- 
4e  und  fdiroffe  Granitrpitzenfaft  jede  Gemein  fehaft 
unmöglich  madien;  und  würde  wen igftens  der  Lauf 
der  zwey  Hauptthäler  der  Emmen  und  llfis  auch  eft* 
was  beftimmter  augegeben  feyn.  Im  Gau  zwifcheu 
AVillifan  und  Luzem  fehlt  der  Ort  Bufsweil^  der  Sitt 
«eines  Diftricts  und  Mittelpunct  von  bedeutenden  im 
J.  1799  ausgebfoäienen  Unruhen  eines  der  erften  Or- 
«^imCanton. 

^■'  ' '  Der  Canton  ^aden  hat  dem  Zeichner  nicht  viel 
jAIübe  gekoftet.  Berge  und  Thäier,  Hüj^el  and  £b- 
üen  find  baut  durch  einander  geworfen;  der  Lauf 
Hier  Limmat  und  Reufs  unrichtig  angefreben »  und  die 
-Siadt  Badeü  tt^fk  viel  zu  weitge^n  Norden  gefcho- 
ten. 

«  Hingegen  :änd- die  Thäler  and  Höhen  des  Can« 
tetis  ^ar^oboieift  nichtig  nndj^eittlich,  und  mit  Aus- 
*&v/  .    _  nähme 


tfULTieHeiclit  der  hefte  in  der  ^^«iiittif  Jlarte.^'  :/.  7/ 
.  :  -Der.-Cantoo  AB/^:#'.dfrdem  Heralisgdbcr  zanäddl 
«uteit  «den  AageA  lä«;';'  ift  vieUeicbk^^äddi^daram'eüt 
wae  genaaer  alemaocbier  audere;  jedocb  weit  vonieB 
Morrgaos  richtigen  DtxflßUung  entCeiilQU.  1  ov 

.  iji  .  AIleiD  Solotkum  gehört  jtoch  gailz.nlitet  die  -teA 
ftfnrchtbu  (jegeixleii.  •  Ich  darf  mich: bah  lo  weai|t«9t 
key.idiereii  kleioeo  Gantona  and.  hey^etsiyon-SrAtf^ 
ibar//^IaliHi«iUpa«  lYvdJ.  dce  biil^i^tigeiDk  Bcyfpiele  hii» 
yetdien  ,  di>d  Werth:  6der  Utiw^rth'^ey  beertheilteä 
Kellte.  bi*(iiMnieffi;ZAbkihaijeD.  Eaffcbeintnichtblorae»^ 
l99twjM&lC;zn  reyiA'-.dafa  ßeiobb^neioisa  «atheinatfr 
fche  Vorausfetz uo^en  gemacht  worden  ;  fondem ':A 
^\rofav^,  wahr  f€\ieia|  ich:»  flafa  nicht  einmahl  eine  Pro» 
^ectioos- Methode  dab^^y  gebraucht  worden. 

Von  allen  zu  Componirang  von  guten  Schwel« 
zer  Karten  vorhapdeD^n  und  allgemein  bekannten 
Hfilfsmitetn  ßudet  fich  bey  näherer  Prüfung,  dabder 
Zeichner  b^ofd  allein  dieherausgekommeuen  wenigen 
Blätter  der  /^y/^v'ifch  Afey<?r'fcbea  und  die  MalW*- 
fche  Karte  der  Wadt  beuutzt,  und  die  übrigen  alle 
nicht  gebraucht,  vielleicht  nicht  einmahl  gekannt 
hat.  Hätte  er  fie  wirklich  vor  fich  gehabt ;  fo  ntüGi» 
te  man  feine  grofae  Ungefchicklickkeit  im  Cöpieren 
bewundem.  Wäre  diefe  Karte  blobala  eine  neue  Kar« 
te  der  Scfuveiz  nach  ihrer  dermahligen  Eintheilung 
ana  Licht  getreten ,  und  um  einen  mäfsigen  Preis  ver- 
kauft worden ;  fo  hätte  fie  den  JVnlim  einer  fehrfchS* 
nen»  ja  fogar  öiner  vorzüglichen  Gelegenheitakarte 
verdient  und  erlangt.  Sie  kann  gewöhnlichen  Rei«> 
landen  und  Leuten,  welche  die  Qeographie  lernen» 
.   '-A  Y  }  ohne 


dhA  in  jBa|bl1yol«hiiindirhi^o ,« deUr  *fanilidliSt«\  'dbA 
wegen  ihtlv.deiitiictieD  nndCa^iiberii  Stichi:  iWirkUch 
Ubi'.taigooehBBihyiii  att^chtek  fiil  die  eineta "Wiie  die 
Ctodern  iTre>fiihten'  wird.  '•■  (Allein  Cobald  dieCe  Katte         !] 
KbliBJknfpTficha  macht ;"aud  für  eine  verbelTevte:^  aile         j 
Vorhergelieud£i.1ib8nreGfende,'  ndd  initBenotxaogder        ■ 
beftsa:.' Quellen  ^entworfene   DarfieUang  de»  Landet 
gelten  nnd  fich. dafür  bezahlen  .laffen  will:  fo'mttfil         " 
^n  Be,'  xarr^Woranng^für  lernbegierige  Lieblubw         ^ 
«nd  -prüfendb  Gefchäftsmäanto,. für  eine  Arbeit  ei^ 
Jilären ,  did  ihiAückficht  auf  Trebe  und  Genaoil^eil 
«eit  mitßr  dem '  Mihelmärsigen '  asniück '  bleibt  ,*j  «ad 
fiiKem  blendenden '  Titel  auf  keina«  Weiter  Oebftger  lei^ 
«Bl;.:;:....  '■    :  .irr.yv    :   .,.  ..  ,:,  ..     ..  .>  ;//  :- i   . 

-..»^    I  I  :.' .    .*     )  :  V  '       (Dh' Jparifttiunff ßdgfi^^»' 


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XXXI. 


ICXXSi  Glitte' vm.B^^  GärieU.        323 

.^i    l.V.l.r.     '    .■»■■■     VV\  ^i-¥W*^y^if      ■   ,  ..    '.1^:  ,.. 

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..  -^  _ , .' j;-  I   AAAl«'*  ■       ,        i 

Karte  des  Gdbletes ;  äei  Reichs  -  und  Hknfe -Stäkt 
Mrmetfy  wie  aucfi'äprjenigpn  Dörfer,  flerehljan- 
deshoheit  im  Jahre  1741  unter  Vcyb^haltverfcb|j^ 
deaer  Gerechtfame  an  Chur.-.Br^unrcbweig.abge-; 
treten  worden.  Nach  trigonometrifchen  Verme£» 
^^'     fungen  entworfen  von  C.  jrf.  Heineekm 


'XJle  voTÜegPude  Kartend' in  fnihcni  Heften  dlcfÄ 
ZWtfelirift *-)  tnehrttiahU'TähteHdh- Erwähnt  fmdda- 
her  d<*n  Lefern  nicht  unbekauut.  Wir  nahmeD  de 
mU  gröfser  Erwaftnng  in  die'Hibdei  ubd  wir  fan« 
den  uns  nicht  getäirfchr.  •  Eitre  Vifa^dßellte  fehr'ftreÄ^ 
ge  Prüfung  üf^erzengte'  uns  von  den  unTeikeriubarm 
Vorzügen  di6fcr  Karte.  Mit  wahrer  Freude  b*ß&tip 
gen  wii  das  vorhin  gefällte  günftige  ürlheil,  und  wi* 
kötinrent  ohne  dit;  Gerechtigkeit  211  verletzen,  der* 
reiben' unferen  vQilkoinmenen  Beifall  nicht  verbgen. 
Üie  Karte  dient  zuioiUchern  Beweife',  was  man  bef 
Vcrmeffungen  änstarichten  vennag,  wenn  fich  Saclu 
keantnirs  ,  Eifer  und  Fleifsvipr^inigen.  Je  feltoet 
inan  diefe ,  einem  Kartenzeichner  uneutbebi  liehe  Ei« 
iienfchaften'  anttifift,  um  fo  gröfsernDank  vei  dient 
der  Bürgermeifter  Heineckeji  für  das  dem  Publicum 
gemachte  Gefchenk,  welches  eine  Frucht  Teiuer  eben 

Y4  fo 

*^  ^.  G.  £.  IV  B.  8«  35|«    TU  a  in  B.  S.  583» 


g24       jMbfM^  Gmwfi.  Uoh  QCTOBEtL 

fo  edel^aU  i&ütXUcli  atisgeRUlmi  NHbraftiilidöA  Stt. 
Der  TleiG»  und  die  Tbätigkeit  des  Bürgermeiftera  be> 
fchämen  fehr  viele  föginanMe  Kuoftveißändige,  die 
ji^igßlexüet  ^UL.  hj^beo  glauben«,  wen  fienit  elmi^ 
den  Werkzeugen  vpd  nacb  noc^  elendern  Methoden 
gaiize"  Länder  aufnebmen  »  und  höcbß  fehlerhafte 
Hnbn' liefern.  UnwilTenheit  und  Eigendünkel  fehlt* 
dert  ihnen  ihr  Verfahren  als  das  nonplus  ukrafjt^ 
dätiffcber  Operationen^  .  Mathematifche  richtigeTheo^ 
rie  iß  ^|^eii  frem^«  uijd  fo  wie  nachdem  alten  Sprich- 
wort Unverfiändige  die,  Kunß  am  meißcn  haffetf,  fo 
blicken  ße  mit  Verachtung  auf  eioentiiche  Wiflen- 
fchaft  herab»  und  legen  fich  ddshätb'den  Namen  von 
Ifractffchen  Mebkünßlern  bey  ,  ^glpch  4*  wenn  ge- 
f<:bidue  Ausübung fphnq  gründlicho. Theorie  beftehoa 
könnte. 

'C...  M^Q  glaube  Qicht»  daCsi  man  die  Sach6  übertrei*' 
hfi^  iEs  iß  leide^r^!  i|ur  zu  wahr,  U4d  noch  kürzlich 
ift» uns.  vorgekommen«  dafs  ein  Mann,  delTen  Stand, 
Qeruf  und  nicht  unberühmter  Name  ein  gefünderes 
llriheil  erwartc^ifilleff  «To  wenig  mit  den  nenern  Werk- 
aeiig^n  bekannt  war»  dafs  er  nicht  nur  die  Genauig* 
fceit  und  Richtigkeit  der  Spiegel  •  Sp^i^taQten  in  Zweifel 
zog«,  {(andern  den  .Scepticismos  fogar  (o  weit  triebt 
•inem^  Untergebnen  die  Erforfchi^ig  unter  der  Hand 
aufzutragen»  .ob  es  wirklich  Sextaptien  gebe  und^au 
damit  mcffen  könne.  ^  «  •  Ein  anderer  erfindet  einen 
n0^n  MeCsitilbh .  will  damit  über  Berg  und  Thal  meflen, 
alle  Quadranten,  Sextanten,  Kreife  und  Theodoliten 
entbehrlich  mai;hen^  und  Tacht  deshalb  um  obrig" 
hatlicIiG  Patente  an.  •  •.  •  • 


,  ZSXL  JBiartervom  Bfemtr  ^bitL''.       ^^^ 

Es?vrJUr«  Tergobedtfi«  ilergbichen  Ziiveifl«v.|iodEr"C 
durch  JGiiiude  belfebr^a-zu  ¥roUeM»{i:4M'biebo' 
libbei»  OhreD'  predige»!.  Abei;  ^ffeiit^re..^^fi<dli9i;i 
feüteta.  ibben.  doch  eodlicb^u  JUchtiaufflecJbtat.aQd 
des  Nebel  der  UowiiTeuhea  zerftreaeM;  „../.. 
^  <'Bi"!kann'  überall  Dipht  mehr  die  -Fnni^  ^nvflbefi 
ÜBjn,.  ob.ilie  Spiegel*  Sexta&teozA  terreftr.kfdmMer- 
AuigeA.laagaD,  nachdeoi  ^.  Zackk^  Gc(iha.^.AiAi/«»i 
i«r^er  aikl  Ammarm  in  Schwaben«  u  r09(ki|r  io.iSQd« 
pmCteB  nud^t;.  i>  Coq  in  WeßpiMUeo.ihr^  AAWemduug 
gBseigti  haben.»  Bedarf t«"  iddefleo  eine:4iMgfi9echte 
Wjihrheit  noah  eine«  ne«eii  Beweiifeak  Jbr jf«ÜTi(4  thi^ 
die  TOrliegende  Karte  liefersu.  Sh  grünAe%6pb  näm^ 
lidi  aa£eiu  trigonometrifcbea  Netz  vpn.mehr  a)i  leo 
FttDCten,- weiches  der  Senator  Qildfmeßfierrmr^'SßiL''^ 
tanteo  AnfgeuommeQ,  uodjdadMrch  eioe^VertHtidiuig 
mit  den  Oldeuburgifchen.  DM^eckan.  ua;$t4|Hl^  ge^ 
fancht'hat '^  )•  .  Dab  dif^lei  VeKfahroo' eii^ei  ;felge  Ge- 
sMtigknt  gewähre,  beweift'.die.Erfabrang;  .f;f, wäre. 
mn  wün£chen«  dafa  man  et  b^-.  allen  KaKtjiii  ||e|(^lgte^ 
Dieficher  befiimmten  Paoctc;  dienen  dom,]Kto(|^ünftf 
1er.  si^m<  Leitfaden  und  Vrobierßein  Ceiiifc  Av^eit, 
wenn  er  lieh  mit  dem  Aufnehmen  ^ea-Det^la  be-  . 
Cchäftigt  •:  tind  er  JiLann  daflclbr  ohne;  Mühe  in.  da» 
Netz  eintragen.»  und  unvermeidliche  kieinArFehlev 
rerbederp.  ..  u        ; 

Wie  genau  übrigens  dei;  Sieioator  GUdemcißer  bey 
der:  Aafnabme  des  trigonomiMnlcheip  Netzet  ^n^Wer«» 
ko  gegangen  ift,  davon  haben  dip  Leier  CcfiW  ia  den 
wrigen  .Heftep  Beweife  erhalten  *.  * }•    Die  4ort  vor- 

Y  5  kom« 

*)  M.  C.  III  B.  9.  584^ 

»♦);iZ  C.  mB.8.591. 


3|28      JlfQMdL-iGom/f4  itw.  OCTOBEBl 

\  Wkrih^.^  Längemftrade  in  Miträs  wtdllhm- 

,*.    \     .».J/iitJ!:         ländifehm'  Frtfitk.  *:'-'  j^ 


•49; 

52 

'53' 


54 
55 
56 


Meu^ 


DiE 


«in 
140!? 


p6    '*^^ 

07097 


63955 
6 


■4.896^428' 


1430 
14.64 
1465 


1^40 


156 1 

\T  t 
I58I 

I60I 


Log.  ^i^t  Loe|UMiii< 


4»8888532j 
4>  88ogg79 


4.^63^8' 
4>  8646302 
4„85524P4 


►^  Ti.il 


4»:844o645l 
4» 8365583 
4>  8267031 


•5.  3^964:91 
5  i  39^9595 
5^53994? 


;5:'375746l 
,5,3671365 
5.358*346? 


5.i49i7,n 
513^96646 

5 .  3298094 


Füll 
H^S$l  t  o  I 


33^SJ  f  I 


2)3445 1»]^ 

llgiSo?  »  3 
213702  >  4 


261730-,  6 
^03697 , 7 
I9B5961O 


Diff«- 


44^f  S 
44*3** 


:s-4554<S 


4771^» 
4S04>ß 


#t^4 


5»32.9 


4.8164799     5.3t958ft^ 
4*8058745    5^>3o89808 
4>  794Stl43'Tr»  2979706 
Mit.deq  nMmlichen  Elementen  hat  mäb  fÜT  den 
miulern  Grad  des  AeqnaQors  in  Kheinländirchen  Scha- 
ben ausgedrucl^t  den  Log.  rr  59  5495176  nod  daher 
dea  beftändigeq  Log.  Q  r:  8,0067883. 

Hiermit;  die  Rechnntig  für  Fcr den.  "wieäetholt, 
bat  man- . 

•     log.  Q>  &9P<>7«a  log,  g    ./a,oo6788.^ 


log.  P    «t747573*=559.t     i<»ß-  "»      ^«.965a»40  =  913."» 
lofe,  cof.Y»,78o>r4a        , 

log.  4        3*^850998  =  «53».*4 
d  =  W'  3i.''4 

L  =    a6«  96'  4«* 


'p  —  S*  9'  »9/a 
B  .  53  q  50  • 
7      5^55'  30,*a 


log.  cor.  m    9,999993^ 

log,  fin.  y   9,9ci92cq  ^z:    26*52'  13/4  LH nge  von  fVrifi» 

'   ' '     Teobacht.  Lange  a6*  5a'  15"  Unterfcbied  i.'^ 
loR.  fin»  V    9i9oi^i^  =z  5a*»  55'  28" -Breite  von  Verätn^ 

Sie  wurde  beobachtet    sa^  55'  46*^  Unterfchiod  ^=  i^" 

♦)  MC.  HIB,  8.^.:  :.-..  i,.  .... 


JBSSCR  Id^e^^em  Bfemi^GiMmsiifi      1^2  f 


r.  fCBgä"*^)  ge^ebaen  Vergleich«DgB.]jogtf^thflleh  xwi- 
fcheo  dem  Mdtre  und  Kbieinl^diroheu  Schob.  Dia^ 
CcTf  T;6jgänthtnus  ift' aber  diiVchaus  Fairph'/' uptd  der 
Werdi  des  RbeinläDdirchY^n  Fufiies  in  Nletr^rin^'Sfircben 
jMa/iiii^ir'<?>*  nidht  "ür  313.18536  y/^ie  ihn '  Fega  gibt, 
foüdelro  zr  ^  18, 474*  uud,  de«  yergleichi^jwgt-  ^^* 
nthiDu^  i;;  ^,  5<?3Jiq$5'.n^»ö  man  uämlidi^den |^. 
finUif' MStre  'ZI  443.296  Lin,  uod  dBa  Abeiol.  Fah 
n  i30;iS35  Liri,  fetzt,    ',  i  '*-'        ,      - 

^  *>  Mit  j^efen  .veibeiTerteo  Elemeotiekl  ^  Ueliprn  Mir 
folgejqde  z^rey  Tafclp.fiir  die  Brei  tau  -  ^Qd.Xäc^en- 
iprade  vom  4^1319  56  Gi'ade^der  Brerto,  :  piV  ^(Qxfle  Co- 
lonipe  «athS^lt  den  Werth  dn  Grades  in  M^'tr^s  isach 
iS^r^ys  Aö^alie*  "*");' die  zWejte  den  ihi|i  jeetfof ecbeo- 
^epu^X^gtrithmus;  die  djritte  den  Lo($atrithmu8  •  d(^s 
W^riba  in  Rh<>iuläudifchen  Scbuhen.  upd^'itfe'  viecte 
aftfe  Gröfeefelbft,       ^      ^    -;  _      \*'";  -  T-    :    _ 

lättdifrjten  Fujstii,       ,   '  .  ?    • 


45 

JL 

I       ■ ' 

48 
49 
50 

51 
52 
53 


.J^^^tXflA 


biff. 


Ullis 
111136 
111153 

Uli?! 
IIII8S 
ZII205 


18 
17 


54 
55 
65 


XI1222 

111256 
II 1273 


Log,^M4tMf.  Log.Kheia, 
Fufie 


Ahttiairch; 
.Schuhe 


5 .  0457844  5.,  6488907  r3«i^>?->  ^ 
5,0458548  . 5, 54$96U  .333965.'« 
5,o45ft2i2    "5,549027^  354019 »S 

5*0459915     5,5490978 
5,0460580^    S.549164J 


5,0461244 


17 

17 
17 


1/1290  .  ^^ 
in 306  I 


3,046.^907 

5,04625711 
5,0463235. 


5 ,  549230? 


tJnter- 
CQl?i*^ 

r 
57.4 


5,549297? 
3 , 5493634 
5 , 5494298 


354077  »^3t 
3S4I3I ' 3 
354183 »5 


334239  »<S. 
354293.7 
35434*?.  9 


57.4» 
54.1» 
54*3" 


5 ,  0463898    5 ,  5494961 [ 354402 . o 
5.0464561     5.5495624  334456,1 

5 .  04651 87 1 5 » 5496250I 304507 '  ^ 

fVerthct 
^^^.aB.L8.47<>. 
**}  Conndiff.  des  tems  annie  XL  S«  Jffp,^  ' 


54.1 
54.1 
34*2 


54;.  I 
54.1 
54.  a 


039       jttmfl.  Gb^#.  rclai/iOCTOBEB: 

jseAen  BllUt^n  vermißhüen  Juhaks  •  ftf- toiF  aiefeii 
VkDftaod  ftöckticfat  g0iiORinieä';üda  es*  ani^abcr^biilier 
mviZditfluid  MafM  goBohU  htt;,t)ene  Riecbouiigen  za 
l^ntferfv  >inid'  su-  wiede? holtn  r  fe  müiTen.  wir  darnber 
'.•Drtr:.UKt]ieU  fufpendii^eiKT  ..  - 
.'i'.  i<i«l»ii£!  die  irrige^  Mittagflinie  affictn  nicfatliiitT 
alle  mit  dtelelbeo  angiß^hene  Winkel,  fom&rn  dt 
ftiich  feiM^dib- Abßänd«  von  ^em  Gompafs-Meridiin 
uregeii  häoEiger  Rechiiubga  -  .tmd  Druckfehler  tim^ 
Uch  «bricbUgzÜDd :  fo  Mafen  fich  hi«r  ^itie  Mtoge 
f|[Uia^  ;IrrtkiRner , ..  uud  auGsern  ^einen  -wöCeo4licheA 
Einflnfs  auf  die  aus  nn^ichtig^n  £lecnenteD  hiemele?- 
ittßu  L'impn  .^oä  Breiten^  i/:W»  begnügea  nbs  mit 
«inein  Be}ifpi«l  ton  z^ef  Örtern.  Folgendes  itliB 
die  iriclitigen  Abßäode-  vom  wahren  Okteabnif^kea 
Meridian  und  defen  Peipendikel  in  Rheinifchen 
Scbuken« 

J^cm  Meridian  t^om  Pierpendikel 

t^etmmhorß    8^841  30455 

ftüchtin^    "    X124B04  59870,15 

In  deki  vptoi  O.  L.  z\  2ach  gebrauchten  Slätttm 
^ertnilchten  Inhalts    ift 

Delmcuhorjfi    ZZ    886?t     .  .    J0898 

HuchUng  .r,.  k  %  .  112650  30682 

f  Braucht  man  die  verbelTerten  Angaben,  fo  ifi  diift 
Breite  von  3Jtelmejthorß  aus  d«n  BTemifchen-Drey* 
ecken  C:  53*"  5'  8*  «  aus  den  OldenboTgifchen  53* 
3'  %>"%  .Von  Mc/uing  aas.  beyden  ebenfalls  glmh 
grofs,  nämlich  ZZ  5j'  3'    12/5. 

Die  Lauge  Von  Dhimenhorß  ^ird  uäfch  den  Bre* 
mifdiea  .VeDOieirangen  :=:  26*"  16'  17/9»  ani  den 
.    ^',.x  Oldea. 


JäÜÜU»  Karte  mm  BrMtr  "GebiA         33.I 

•OidenKoirigiCcbeii  35"*  -f^'  >t7»^B  i  tmd  hey  Huehtmg 
^ebearsdie  fiittmilcheo  Drejeoke.  die  Läage-  ZS:  it6c 
Y2' *57«'5>f-die  Qldtobatgircfatti'z::  26**  22'  57**4* 
"^  BishoT  habea  wir  tms.  blob  mit  dem.  matliMM tili 
liehen  Theile  der  Karte»,  tuad  deiii  bej  ihrer rSnjtwew 
dFong  zam  Griinde:  gelegtes  trigoiiometKifcbea«:Netx 
bcTcfaä&igt.  Es  ill  ZeiL»  vdaCi  iwit.wn  4er>JKjHlB6  felbft 
«nd  ihrem  Detail  ^reden;  nnd  ea  itt  una^eikle^MnAnt 
Freude,  .dafs  wir  aach  hierbey  das  nämlicbe^günAigt 
Urtbeil  wie  vorhin  fällen  kooiieD.  ;■ 
-!'•  f  Man  wörde  fehr  irren*  iwenn  maa  daföcJuielte» 
dala  die  fiebere  Feßretznng  ^ewiller  Fuucti^  oder  Läor 
geii*.ond  Breiten  -  Beßiramungen  aüei»  über-^  Verf 
dienft  Qtt)eC"K0rte  eutfcbiedeii; .  Dem  KAmeralißeii^ 
dem  Soldaten  «.dem  Geographen«  detn  StatifiiKi^jE  jiad 
ielbft  dem  Reifenden  id  mit  einem  trocknet»  :Gcripp9 
von  trigonpmetrirch  beßimmien  VuncteA-  wenig  ger 
dieht.  ^  $ie.j  verlangen »  und -ftwar  mit  Recht.  »*  ei ue, 
treue  DarßeUung  der  Gegepd,  eine  g^^a^uetopogKat 
phifche,  Zeichnung «  om  dar^adi  ihr  Urtheil  über  Oper 
Nationen  aller  Art  einrichten  zu  können.  Dae.Metar 
ift  nur  Mittel,  die. lebendige  Darllellung  felbft  aber 
Zweck:,  nnd-  wenn  beyde  nicht  Hand  in>H^nd,wanr 
dein,  nicht  die  mathematifqben.  Operationen  .'mit  der 
geodätifch -toppgraphifchen  Aufnahme  vereint  find: 
(o  kann  anmöglich  eine  KaT,t^  auf  Yollkommmheit 
und  Brauchbarkeit  Anfpnruch  machen.  Wi?  kc^ineo 
daher  ^nfiiögUch  denjf^igef^  Mathematikern,  unfern 
Steyfall  g^j^en,.  i|ie  alle.  Kartenzeichuungen  fwd  das 
;Situationa« Detail  als  Nebenwerk  betrachten,,  ea  ver«. 
iuiphlaf%Bp  t,9i^r  :WoK  g?? .  w^ werfend  darüber  mr-v 
theileu»     Daa  Detail  iH.  uaA  bleibt  immfr-^es'fle» 

wefent- 


332        Mönaä.  Cornfp.  tgou  OCTOBER. 

nvefeoilichften  fieftandtheile  der  Karteo,  oncFei'gd^' 
^iun  4ahd  ricbtif;  in  zeichnen,  ei  ib  zn  fttichnen,  dib 
der  Kenner  fogleich  beym  erften  Anblick  in^derabge» 
Hbildeten  Gegend  xu  Hkufeift,  erfordert  eine  eigene 
OefchickHchkeit.  Diefi^  zu  erreichen  ^  ift  oidlt  jedeii 
gegeben  V  und  man  würde,  f^r  irren ,- 'wearn  man  fi6 
jedeinlTelifanefler  beylegen  wollte.  Das  ironiBiaeni  mm- 
ficfatsVollen ,  mii»  matheioatifcher  Theorie  vdrtlraatea 
Manne  aufgenoMimekie  ,  und  mit  militairifchem^Ange 
gezeichnete  topographikhe  Detail  ift;  wenn  wir  ona 
dea  Anadiracka  bedienen  dürfen ,  ein  Portrait  Ton  ei- 
nem van  Dyck  oder  Holhein  gemalt,  das  der*&eonä| 
hochachtet,  and  ihm  einen  vorzüglichen  Rang  iadav 
Galerie  ««nipSlumt,  indeflen  die  Zeichnhngeä  der  g0^ 
Vröhnlich'eii  FeldmelTer  den  WirthshaiisrchiUtom  glel. 
(eben,  aef  denen  man  die  abgebildeten  Berfotten  niit 
durch  den  darunter  gefetzten  Namen  erkennt;» 

Dafs  der  hixtgexmeihet  Heinecken  %VL'i[et  tfrfleil 
ClalTe  gehört,  wird  dem  Kenner  gleich  bej  dem  er» 
ften  flüchtigen  Anblick  der  Karte  einlenchten.  MiC 
welcher  Trene  lind  nicht  die  kleinßen  Gegtfnftänd^ 
dargeßellt!  Man  fühlt  fich  in  die  Gegend  felbß  Y€i^ 
fetzt,  Oberfchaat  ihre  Eigenheiten,  AbWechfelangefli 
tind  gabze  Lage.  Dies  ift  ftrenge  Wahrheit,  nnd  det  , 
Referent ,  der  durch  eine  grofse  Sammlung  von  Pia« 
iDen  kein  Fremdling  in«  dem  Bremifchen  Gebiet  iß, 
nnd  es  noch  körtlich  mit  der  Heijieeken^khnn  Karte 
in  dep  Hand  beieifet  hat«  kann  fein  Urtüeil  verbür* 
gen.  Und  doch  ift  das,  was  die  Karte  liefert,  nor 
ein  kleiner  Theil  von  dem ,  was  der  Bürgermeifter  I£ 
geleiftet  hat.  Der  größere  Theil  foinea  Vordienftet 
bleibt  dem  Pabiicam  verborgte. 

''  Mit 


.XXXI-    Kßrie  vom  Bremer  GAieL         333 

Mit  einer  ei^en  Gefckickliehkeit  aDd-feltneii 
ednld  und  Geoaiiigkeic  Aahin  der  Bürgermeifler  Hi 
it  der  Meiifel  qach  eihem  feht  gr  ofsen  Mafbfiab  die  ein* 
dnen  Gegenden  auf,  brachte  hernach  mehrere  Blät* 
r  nach  einem  verjüngten  MaCsßab  aaf  ein  einziges^ 
Qd 'zeichnete  ehdlich  aus  diefen  Blättern  die  Vorlia^ 
nide.lUrte.  .    : : 

Die  Sauberkeit,.  Genaaigkeit  nnd  Schönheit  der 
rouÜlons  -oDd-  gföfsern  Karten  haben  wir  bey  dem 

Gelegenheit  gehabt, 
hat  airo  derfelbe 

sC  Tonderh,  fu  wie  überhaupt  echter,  und  da- 
ir  leider  reltnef^atriotisnius  ihn  anfeuerte,  dieMüK* 
laueiteu  niqjit,  zu  achten,  To  hat  vorzüglich  feiuie 
Aterßaüt  einen '  Scfiatz  von  wahren  Cameral-  und 
Lurkairten  bekommen ,  die  zur  Abwendung  mancher 
treitigkeiten,'  und.  xur  insfühfung  mancher  nützU- 
leä ' Pro jecte  in 'der  Fotge  dienen,  und  dem  wurdi- 
en  BürsermcißQt  Heiuecken  den  Dank  feiner  fpäte* 
Qn  Mitbürger^  ervrerben  werden.  Willkommen  muf« 
iilem  Liebhaber'  das  fehr  elegante  Gewand  feyn , 
rorin  diefe  inuRerhafte  Karte  erfcheint  Stich  nncl 
lloraination  lind  deis  iunern  Gebalts  würdig»  ttndinti- 
heii  demi  Deutfehen  knnfiileifs  £hte; '  ' 


mUmmiäii 


Hon,  Corr.  Vf.  B.  idoii  i  -P^?^ 


^^'^        Män^  Correfp.  tSol.  OtTÖSCR. 

:;■'■  xxxn.  .:;■ 

' '      '  B  e  f  c  hr  e  i  b  u  n  g 

*t.::,  eines   neuen   Winjcelwieffefrs, 
von    dem  Schwedifchen    Ingenieur   Jon   Osverht^ 
•  ':    '  Mit  einer  Küpfer.illatte,^'.  .     .,. 


^pcbon  in  firuhero  Heften  machten  yfir  die  ijttetii 

JklonatL  Correfpondenz  auf  einen  öeü  erfundenen  m 

kelmelFer  des  Schwedifdien  Ingeni.rars  psverbötn'%% 

Inerktam,  and  verfprachen,*)  dl«  nns  Von  deioi^ 

ÄändUen  Secretair  der  königl.  Acad.  der  WilT.  Wik 

Mßlandcrhielm  überlandte  .Zeichnung    dleleJs    I|w 

nieats  tnitzntheilen.      -Manche  HinderniiTe  find  D 

fache  f  dab  wir  erß  jet^t  nnler  Verl^echen  erfuM 

können.  \    "1 

Die  ganzen  Kreife  nach  ^or^^lcher  Einrichtnu 

4>woI  mit  Spiegeln,  als  mit  zwey  Fernrohren ,  bi 

'iitzeo  bckauiatlich  d6u  Vorzag  «data  man  damit  dl 

^iidkel  vcri'ielfältigen ,  und  die  Mefinng  Cehr  fchu 

voroehmen  kann.     Dlefer  ihn^n  eigne  Vorthc^il  ifil 

einleuchteud,  dafs  fich  ihr  öehraucfa immer' melitySS 

breiten  wird,    unerachtet  fie   hey  trigODOmetrifch^ 

Meffungen  auf  der  Erde,  lo  wie  überhaupt  die  Refll 

xi6iis-Inftrumente  folgende  Unbequemlichkeit  habci 

Bey  trigonometrifchen Aufnahmen,  und bey Zeich 

nnng  d<sr  Karten  braucht  man  nur  die  anf  den  Hoti 

zont  reducirten  Winkel,  ßey  Gegenßänden,  dienichl 

in  einer  und  der  falben  Horizontalebene  liegen,  gebett 


335 

Ondirii 

Lieh  die 
*^  .ihreir 


M. 


% 


>      UD£t 

womit 
In  Wieb 
!t7/  auf 

(iftt  die 


jd  niAg 

durch 

i  WiQp 
ibh  ein 
tigiiiig 

tril  ttil 
J«r  Ii»* 

zu  ge* 
gen« 


Jftättcli 

Mehm 

fache 

köun 

I 

vorfll 
^mJei 
breite 


XJtXiL  .Ösverbom^s  Winkelmffefs  535 

ÜSK  ijsnetujftrumebte  oicht  den  Horizootal««  fondfr^ 
ea  fchiefeu  Winkel  ao»  Man  imifs  daher  ^uch'dl^ 
[öhep-  uod  Tiefen wipkel  meJTQf»  «  aud  mit.ihrer 
[0lfe  die  Hotizootal wiukel  berecbneo.  Bey  Anfciah- 
leo  weitläuftiger  Bezirke  verurfacht>dl«t08* Verfahr 
BO  fehr  viele  Mühe.     Man  katm-.-fie.  errparen »  wena 

aa  Ipftrument  die  Hovtzonulwiiikel'ttixiiiittalbaranr 
kbt.' .  * 

Eine  hierzu  dienende  fiinrichtnng  haben  dieEof; 
lAder  den  fogenaBnten  TheocloUten  gegeben  ,  nait 
ler  ber&hmie  GeoiheofiolU  des  G;enemls  Hoy^  womit 
ir..  die 'Verbindung  der  Sternwarten  sn  Green wick 
md  zu  Paria  beiverkftelligte «  war  von  Ramsden  auf 
liefe  Weife  verfeiftige.t.  Das  Fernrohr  ruht  nimlich 
if  zvrey  Zapfei;^;.  tcinß  Axe.  dreht  ßch«  und^hat  die 
iHa^liche  Bewegung »  wie  bey.  dem  bekannten  Faflkii 
goginftrument«  Der  -Geotlieodolkt  ^i^iA  tolihxn  untaM^» 
talbar-  deo  Horizontalwinkel  an «  der  Gegenßaud  miig 
IQ-d^m  Horizont I  oder  über»  oder  unter  demCrihcia 
fich  beßnden* 

,  ;*.  .  Allein  indem  di^  EngUfchen  Theodoliten  durch 
diefe  Einrichtung  der  UnbeqaeroUchkoit  der  Borda\ 
[eben  Kreife  abhelfen »  anddie  Re^uctioü  der  Win* 
1^1  auf  den  Horizont  erfptE7«S|l||4p|^||elit  zugleich  ein 
!|refentlicher  Vorzug  «  nämliCl^^^''«^Kf ',  ^tfältigong 
der  Winkel  ♦  verloreo*  ^•^'*^«3!   ß'Ji 

'  So  viel  wir  wilTefu  ♦  getieth  OW.  wA  ^l^rft  auf 
4tD  glücklichen  Gedanken »  die  Vors2|^e  b^eyder  In« 
ftratnente  in  einem  eintigdn  Werksengq  zu  VQreini* 
(an«  Imd  AemMbßu  eine  folehe-Eionchtungzu  ga- 
^n«  dabman  nicht  nur  damit  die  Horizontalwiukdt 
jeder  über.odei  tnttr  ^em  HodMnt  Uegendea  6#» 

%  t  gen« 


i* 


53$         MiSM:.'toirefpyiSoh   ÖCTO^ 

ff^9!l0it!äe  tndtiHtt^lbair  melIeD  ,^  fond^rti  '6e  auch'  ttadi 
Öfefrilfett  vön^ieifämg^Jö  kann.  ^  ■  ' 
i9^^  iÖ»5*rt)fc|]fgfefüg«r'^  Abbildung  Ä^gt'aen  von  Oitw* 
Abw^erfütotfenett^Winkelineirei*.  ^-  Not '  klagt  ci'  über 
d»Ö-Wfatfg€ft'>Bi«e^  g^fchickteo  Ate^b^nlkerfl  bey-dör 
AfwföhriÄJ|r:i  -IEi^'Wt  geü&Aigr,- •  Wy  feinem  ^flrt 
MttdelV«  felMl-JHätid  ati2cil6^tt ,'  ut^d  m«hr^e  TUile 
aus  Holz  zu  verfenigen,  die  eigentlich  aus  Metall 
beäflheii  fofh^Q.  &ey  der  Zeichdulbg  hafmiitt  fich 
tlArer  muige1c}eine  Abweichubgen  vo&  dem'Origint 
Cfrlanbt.  Sie  (letU  da«^  löftraVtieDt  in  feinet*  vollköiüm^ 
Äem-i&efUb  dar  j  'diii  Of«^r2^0m:4hai  -zu  geben  gedacht 
*tfi^  aber,  weit  es  ihm  an  der  Hiilf^«iBel»  gefchicktett 
X?äii(Hers  fuhhe^^ntcbt  geben  kotimef^ 
0*::  *Die  erfto  Figur  itellt  den  Otündi^Ci»  der  ^eTitottiu 
idimtf  Theil^v  Fig;  2  -den  Seitenaufrife '  des  f^Rrämentf, 
^Md  Fig.  '3  ^H  Dttrchfchnitt^'dee  Gentralzapfens  üM 
^T  daran  befelHgten  Theile  daV.  ßey  alletti  drey  Ff- 
tpvrtn  bezeidmen  die  nätnlicheu  Biiohftaben  i^^gleU 
eben  Theile  des  Inßruraents.  -i  ^j 

/  A  B'  find-  itwey:  gani^  ,'  d^kh  16  kleine  !Pfeiler 
^  c  r,  wie  die'  Trbughtcm' tchen* Sextanten ^  verbnn« 
-dene  Krclfe.  Der  obere  Kreis  ift  efo  blofser  getheil- 
9€t  ^Ring,  der  untere-  B  hitigög5»ö  Wird  durch  zehÄ 
Hj^^lchen^halteit.  - '  In  ihrem  ge^ieinfohaftlichen  Mit: 
telpunct  ift  «die  ftählerne  Axe  D  feft^efßhranbt.  - '  "''j 
-  iDife  Axe'ift  dö'ppelt,  und  bdteht  aus  zWeyäbge- 
•kififzten  Kegeln  V  deren  Gnandflä'chen  anf  einaib^eT'ft^ 
iktB  und  ztihtttwen  Vereinige  üqrI''' : Der  obeteKegel 
81  kürzer  ;  ^der^itftere  l^gero'^^hdigt  fich  hi  eitnp 
JBtebraube,  und  ti^^b  time^  ^eKfalban  iwey^Kfeuzifch 
ttnkev  ttQ4^it2<)liA^io«  aPiVi^tißJdatiflete  StfahiutA^.  ^ 
•  3  ^  '^  Diefer 


XKXJI.   0$verb(m"s  Wif^tttf^^ffffi  33 j 

"  .  Diefer  untere  Tbeilder  Axe  gel^t  darcJbi  zwej^ilf 
ebiauder  liegepde  MeEfmgplattep  JF^  G  un4  dprch  4^ 
bdlzeiDe.FufsgeßoU  i/.  Ad  demrelb^a^wlrd  er  dmrpil^ 
4lie  rupten  befindlich^  liappenfciiiau^e  /  feil  gc^ 
fcivaobt,  .     /        .  ,  .^:| 

:•  Auf  der  Axe  ßecken  ^tWj^y'qaniCc^.^eCclilLfi^f 
Hülfen  von  G  locken  fpjeife  K  L.  4P.  ^^^^.  l^^^fj^i 
wärts  die  bejden  .Qa^4^auten  M  i^pd  iV^,,'  und  n^tw 
die  AU^idaden  O  an4  P.  aogerchraubt,  pie  Bpgen  Af 
N  verbinden  die  Albidad^n  mit  dem.  obern  TheiledBJr 
Hüire,  und  üchern  ße.  vor  alleip  Verbiegen.  Bejip 
AUud^den  tragen  ^wey,  aus  zwej  Siüc;|ifD  zajammeii 
gefcbr^obte  Lager  p  und  ü*  E[ier^n  drehen  ßcb  die 
Axen  S  T  der  Fernröhre  J7 /^miit^ft.cwifcJ^prD 
pelzapfen».  Diefe  Bewegung  gefcbieht  mit  (anfterlV^ 
bungy  und  <>bne  aUen  Spielraum ,.  und,  4^^  Sc];iraiibea 
fi  a 9 T' &  dienen,  wenn  ße  angezogen ^ werden»  den 
Spielraum  gänzlich  aufzuheben«  .  .        ..{ 

Man  kann  die  bejden  Hülfen  K  undi  L  mit  ihrej(i 
Alhidaden  und  Fernröhren  auf  beyden  K-rei(en  bei;!* 
umdrehen  ,  und  auf  diefe  Weife  ihnen  mit  blo&er 
Hand  eine  fchnelle  und  gröbere  Bewegung  geben, 
Die.fanfte  Bewegung  gefchieht  mittel(icfl^  Schraube^ 
fV  X^  nachdem  zuvor  die  I(lemmfchraul;>ep  JT  <?,  apr 
g^ogen  worden,  \  ^ .: .  i.        .  \ 

AuH^er  diefen  beyden  ]ß6we)gunj|^  .fipdjst  noch 
eine  dritte  Statt,  wodurch  die^A^^e^  ,yj|^  mit  ihr  dj^ 
ganze  InftruraentheruoigedVeht  wird«      .    , 

'  Die  Schraube  phne  Ende  c  greift  n^mlicl^  in  das 
,J|jiprizpntale  Fnüsrad  F  ein  %  worii^  vc(rmittelft  eine$ 
4Qbteckigen  Zapfens  d[e  Axe,  Z)  feßftei:jkt.> .  Die  unte- 
re Fufsplatte  G  ift  etwas  gröfser  als  das  Kad » ,und  h^ 
.  !  ;  Z  s  "     drey 


Arej  T&tfpriAgeDAe  Stücke,  durch  welche  drcy  StdU 
Tchi^nbto  <r  tf  IT  Jüchen,  tti^  da^  lufirument  vetti<^l, 
tand  die  Krelfe  horizontal  za  ftell^D.  AoF  dJerer  oiw 
terfien  Platte  ift  die  Schraube  ohne  Ende  c  fo  befefti 
get,  dafa  man  ße  auslöfen,  und^aladann  dem  Inftru- 
teent  die  gröbere  nnd  fchnelle  Bewegung  geben  kann« 
Xtfat  man  fit  aber  wieder  eingreiCisn»  fo  ethäit  man 
0ti[tdb  fie  die  laufte  und  feinere  Bewegung. 

Bejde 'FuEspiatten  Fund  G  weiden  durdi  die 
'Matter  g  zufammengehälten  ,  und  die  beyden ,  auf 
den  Speichen  der  untern  Scheibe  angebrachten  Ni* 
'rea^x  Kl  (Flg.  i )  dienen  zur  hqrizontäleu  Stellung, 
'-'  Der  h^Hierne  Teiler /f  kann  fäle  oder  auch  be* 
^giiclie  FüffTe  haben,  nur  muffen  lie  fo  befchaffeu 
üjn  i  däfs  fle  dem  In  Ar  amen  te  einen  feßen  Stand  ge* 
. 'Wahren,  und  es  gegen  alles  Schwanken  lichern. 
^  '  Das  obere  oder  Winkelfemrohr  ü  nebft  feiner 
Hülfe  K  wird  durch  fein  eigenes  Gewicht  feft  auf  die 
Äxe  aagedrückr,  Bey  dem  untern  oder  dem  Veriiche- 
tun^afernrohr  L  wird  dif^fes  durch  die  Stahlfeder  h 
bewirkt,  die  es  an  die  Axe  drückt. 

'Die  Alhidade  des  oberü  Fernrohrs  Z7  hat  einen 
durchbrochenen  Veraier  i,  und  trägt  ein  Mikroskop* 
trelches  iudelTen  hier  nicht  abgebildet  ift,  um  die 
Zeichnung  nicht  zu  überladen. 

Um  die  geWieürenen  Horizontalwinkel  zu  verviel- 
faltigen ;  be'olbachtet  vüslu  folgendes  Verfahren ; 

Das  lulhrument  wird  mittelft  der  Stellfchranbro 
€  c  c  horizontal  gerichtet,  das  obere  Fernrohr  anf  o' 
gefetzt,  und  das  untere  Fernrohr  damit  VoUkommea 
parallel  geftellt ,  und  durch  feine  Klemmfcbraubeo 
befeftigt. 

Durch 


l^Xh^th  UtndrelMiHijg  de«  gai^isan  hküx^mm\§'i^chi 
tet  wan  beyda  Fernrohre  aaf  den  erftexi  Gegeiifta^»i 
^fßjlen  .Winkel  gemelTen  werde^r  Colt ,  nnd:  macht  ee   ' 
ffß.,.    .^         ...'.  .     ^.  . 

..  {Jon  löfet^BO^  das  obere  Fernrohr  nnd  bringt  an  « 
anf  den  zweytc^  Gegenitand  9  indelTen  das  untere  aa£ 
ijas  erfte  Object.^ointirt  ift.    Der  airp .gefundene. find  ' 
vom  Vernier  angegebene  Winkel  iR  der  einfache« 
A. ,    Um  ihn  dreifach  zu  I^ben  •   wird  das  feßge* 
Ichraubte  obere  Fernrrobr,    duorch   Umdrehung  des 
ipnzen  Inftruments»  auf  denerAenGegenßand  wieder 
zurückgeführt.      Nachdem    d^s  Inftrnment  befefilgt 
worden,  Idfet  man  das  untere  Fernrohr,  bringt  es  auf 
den  zWeyten  Gegenßand ,  und  befefiigt  es  mittelft  der 
Klemmfchraube  am  Limbus. 

Nun  wird  es  durch  Umdrehung  des  ganzen  In* 
firuments  auf  das  erße  Object  zurückgebracht ,  flas 
Winkelfernrohr  gelöfet,  und  damit  nach  dem  zwey- 
ten  Gegen  (lande  vilirt. 

Der  auf  diefe  Weife  gefundene  Winkel  ift  der 
dreyfache.  Unter  Fortfetzung  delFelben  Verfahrens 
kann  man  den  5,7,  pfachein  Winkel  u.  f.  w.meffen, 
und  erft  beym  SchluiTe  der  Operation  die  Zahl  able- 
fen ,  und  darch  Diviiion  den  verlangten  Winkel  mit 
grober  Schärfe  finden. 

Der  Erfinder  glaubte  fein  Werkzeug  auch  zu  H5- 
henmeiOTongen  brauchen  zu  können  9  wenn  man  di«  - 
Äxe  horizontal  und  die  Kreife  fenkrecht  ßellte ;  al- 
lein es  fcheint,  daC^  fich  diefer  Zweck  nicht  erreichen 
läüst  9  ohne  das  Stativ  fehr  complicirt  zu  machen« 
IVathfamer  wäre  es  ,  an  dem  Winkelf ernrobr  einen 
Gradbogen  und  ein  mit  der  Axe  des  Fernrohrs  paral- 

Z4   /  w 


344     'mMii-'^^fC  iioi.  Öt'^WR^ 

^cb  dkd  loßminiBi^t' itticb'zum>  {9ir<^Uh'eii'gebraticfae^^^ 
^-  Freilich  ift  m  Völi^ OsjHfrhom  ^yfübdfeniB^ihkelii 
m^lTer  zubipmepgefetzter ,  Ivie  die  ßorda'^cheu  Krel^ 
fi^i^f  JfWej  FiBniTöRT<in  V  und  erfäiOeft  eiDe'Mfon- 
dc»#e -Sorgfalt  bey  det  VerfertigUbg',  -datoit  nicht  das 
V0rfii£|#rQilg8Arph>Iir  durch  Teiu  eignes  G^vri^cht  di< 
Alhidade  biegt  ' 

JndeiTen  gbfibteii  wir ,  dlefeo  V/iDkelmefTer  zar 
WüTeofchaft  4^  pa(>lkufns  bringen  zn  müITeii,  nnd 
vielleicht  gelingt  es  einem  gefchicktto  Küüßler,  ihni 
i^anche  VerbefferaDgei^  ?ti  geben.  ' 


XXXIII. 


XXHin.   RmneWiDefmpfidefIfidoß.     ^41 


•  I     -f    » 


t)e[cx\p&on  hiftorique  et   g^ögraphique  de   17«- 

«lo^aiiy.par  ^ames Rennelt ,  Ingenieur  generaldans 

le  Bengale :  traduite  de  i'Anglais  par  ^.  i?.  Bouche^ 

fnchcy  für  la  feptieme  et  derniere  f  ditten,   i  la- 

^uelle  on  a  Joint  des  Melanges  d'hiftoire  et  de  ftai 

tiftique  für  Pinde,  traduits  par  J.Caßira.    Ornee 

Be  bnze'  Cartes.  A  Paris  de  Pimprim.  de  Poignee. 

An  Viri  (  1 800  )  3  Theile  in  8  von  XXXVIU  und 

302,  410  und  362  S.  und  I  Band  in  4,    der  40 

S*  Text  und  den  Atlas  ,  revidirt  von  Buache^    ^ 

Mitglied  des  Nation.  Inftituts, 

enthält. 


dLennelTs  Karten  von  Lidoßan  und  der  Commentar 
darüber  find  feit  ihrer  erÄen  Erfcheioung  im  jähre 
1783  mit  £6  Qogetheiitem  BeyfaU  und  einen^  faallge- 
meioeD  InterelTe  in  England  und  Indien  aufgenom- 
iiiep  worden ,  dafs  in'bejden  Ländern  der  lebbaftefte 
Wetteifer  rege  ivarde ,  den  Verfaffer  mit  einem  uncr- 
meblichen  Schatz  authentifchet ,  aq  Ort  und  Stelle 
gelamnielt^r  Nachrichten  ,  Berichtigqngep  und  Bej- 
träge,  und  noch  unbenutzter  handfcl^riftlicber  Karten 
pnd  Marfchrouten  zu  unterßützen.  Er  lalie  fich  da* 
4tti;cli  in  den  Stande  gefetzt ,  feinen  Coioiiiromr  und 
••  .  "  — Z  5  .....   4i« 


34»"     .^nmaÜ.' Correjp.'mh  .OCJOBÄ|f,,;< 

die  dazir  gohövigcn-  Kftf UMi  *  )"  xw  wiederhol iBiinab« 
len  gänzlich  umzuarbeiten  «  zu  berichtigen  und  zu 
erweitern,  und  ibnei^  dadurch  einen  Grad  von  Zii* 
verläQigkeit,  Genauigkeit  und  Voliftändigkeit  zu  ge- 
bend diis  Bewunderung^  und  Hochacht^D^  ffif^^  ^^ 
nnermüäeten  Fleifs  und  den  groben  critifchen  Scharf- 
finn  des  'Verf.  erwecken.  So  entftand  ein  wahrhaft 
claHifchea  Werk ,  dem  wit  kein  ähnliches  von  irgeod 
einem  and^K»  Lande  der  Welt  entgegen  cu  .Hellen  ha« 
ben  *^).    Die  Franzölifcben  Herausgeber  haben  Heb 

daher 

*')  Btr  grofimüthigen  Denkart  und  savorkommeiid« 
Freandrcbafc  des  VerfalTert»  der  die  Gate  gehabt  hat« 
mir  ein  prichtigea  Exemplar  feine»  Herodot  und  von  fei« 
JI94  lammtirchea  Karten  befondere  AbdröcKe  an  rereb* 
reo«  beaelge  ich  hier  6£FentUoU  meine  innigfte  Hochach- 
tung und  Dankbarkeit,  und  fchitse  mich  wegen  dea  Bey« 
falla^  wdmit  diefer  rortreffliche  critircfae  Geograph  nnfexQ 
Zeitfchrift  beehi^t^  befondert  glflcklicb/  v,  Z, 

*^')  Selbft  England  darf  ßch keiner  folchen See-  undKfiHen. 
karten  rahmen ,  ala  wir  gegenw&rtig  von  den  Kfiflen 
Bongalens  befit^en.  Indem  Rennell  die  auigeceichnetea 
Verdienfte  der  Ofiindifchen  Compagrie  um  die  Geo  •  und 
Hydrographie  von  Indien  rühmt ,  drflekt  er  fich  in  fei- 
ner» den  23  Nov.  1791  nnterseichneten  Vorrede»  mit  eben 
fo  i^rofaer  Fieymflthigkeit  alt  Wahrheitaliebe,  nach  der 
Fnnsößfebeo  Ueberletsung  folgeudermaffen  ana : ,  Qutlquß 
furprenoi^t  quö  cela  daive  ■parattre  ^  il  nen  pft  moins  vrai 
que  la  premier^  nation  maritima  du  nipnda  iCa  puß  de  honnes 
cartes  propres  ä  diriger  fes  flottes  für  fes  propres  cdtes  ;  ni 
mtme  un  guide  affure-,  ä  Vaide  duquel  U  pubtiQpuiffe  juger 
du  mirite  d^aucune  production  hydrographique»  CrohraU-  on 
qiCuu  moment  oh  feeris  nons  rCavons  pas  nne  tari»  pa/fdhU' 
'  men*- >dbiiH6  duvtnud  St.  Geürge,  et  que  nous^€Oiuudßgmi 
mieux  Us  mouiUagps  det.  eöüs  du  Bengale?  Q9U 


XXXm:  Ref^Ws  Defafipf.  ge  tlnüfi.     345^ 

d«h«T  etn  wahres  'Verdieoft-  ditrch'Ül>Br{ettong  der" 
neumüeußeMiUn  kuägahtf  ^^[mW^rks  um-  dte  Freund 
de  der  Geographie  ihres  Vaterlaodes«  in  wi^lchem  es 
bisher  s er  wenig  belurnnt  war,  genadit;,  4ind  da(*/ 
ditvcb  zugleich  für  eine  gröbere 'Verbreitang  ailch  ia 
andern  Undern  geforgt.     '  > 

'  Dä/MennälPs  Karte»  and  ihr  erlldteriider  Cott^ 
mentaar  aach  den  erßen  Ausgabeii,  'du^ch>  Nachfticli 
und  Überietzang,  in  Deutfcblaod  längft'Bekannt  unä 
mit  dem  äosgezeichnetßen  Beyfail  angenommen  Bndi 
to  haiteilrwir  es  für  den  Zweck  nufererZeiircbrift  für 
hinlänglich«   diejenigen  Qiifcrer'  Lefer^  die  nicht  im 
BeCtz  der  neoeften  £ugUfchen  ÄAisgabev^  oder  mit  der 
Spradie  des Origiuals nicht  vertraut  find,  auf  diefemit 
Kenntnifa  und  Fleifs  bearbeitete  Franzöfifche  ^a5ga« 
be  aufmerkfam  zu  machen.     Sie  verdient  fogar  felbft 
vor  der  Originalausgabe  em'^ßTohlen  zu  werden,  ds^  Cie 
mehrere  interelTaute  hiftorifche  und  flatiltifche  Bey« 
träge  zur  genauem  Kenntnifs  von  hidoßan  und  eini« 
gen  benachbarten  ,    noch  wenig  bekannten  Reichen 
enthält,    die  /.  Cafiera  aus  den  Afiatick  Rejearches     ' 
über  fetzt  und  entlehnt  hat:  nätolich  i)  Reeherehes  für 
les  Indiens  9   von  dem  grofsen  Gefchichtsforfcher  Sir 
TVm,  Jones  ^  ehemahligem  Präfidenteo  der  Gefellfchaft 
der  WilTenfchaften  in  Calcutta ;  z  )  Du  royaume  de  Ne* 
paul^  aus  den  Nachrichten  des  P,  Giufeppe^  Praefec« 
ten  der  IVfiffion  in  diefem  Lande»  rediglrt'  Von  Tohn 
Share,  Mitglied  der  Gefellfchaft  d^rWUTenrchafteo 
in  Qilcutta;  3)  De  la  riligiony  des  lols  et  des  moeurs 
de4  Qfcis,  ou  fmbilums  .des  moiUagn^s  dfi^  PRjf^>  ▼on 
'J.IUm>lm4l.A^)  lUJ€ripiWHd'AfiM;pmnMaJ^^mm        ^ 
C^t^m  i.'^anr  deoi  P^fifdmr  üUiifelil^rvte  Menry 


344:    :i9b^ii^'Cotri^^^^ 

-P^anßUßtti  .5)  BMatitm  3'un&  EntretnufmteeU  jeitnb 
iiom^'t  äi^  emem'Sdtfoitleodet  Lieutan^  Sami{ßl  lUmen 
9U  deo  GeoeialgaaTeTiieat  ^oir  Bengsl^ory « JohntMae^ 
Vh^rfam^  (l«ticr;Pt«n9  den  2;Mäi%  1784;  &)':Fhyägtau  " 
yiiibs^i.fyib\pm:.U  GoffioEfn  Poiirunget^n'^  ia  eisern 
Bericht  des  Lient.  <S.  Turner  an  den  Geueralg*  ^  M/us 
/y*^rj&7f»b6riatttaL-  dßti  6  f^ebr.  4789  *).    Wir*  tthlie. 
fteil  biehmtidiitffe  Anzeige  »^  und  verfpreciheiry  in  den 
folgenden!  jHftfteni  der  Af.  C.  einige  noch  .wenig  be* . 
JcanEnte  Länder ,:  z.  B.  iCafchmnir^   wovon  HennsU  in 
der  diAlten  Seaion  handelt,  und  Nepal  mud  ^f^rrt 
nach  den  JBbrichteii  YOm''Bf  Giujeppe  und  MokamaneJL 
'ijasikn^ g»j)beff Jim bepi   •.  • 


♦5  ^.  r«»:'*^'*'*  Account  0>fan  Emhajfy  to  thß  Court  of  th§ 
.  Jeshpo  J-duna  in  Tihet^i^  ift  feitilem  in  {.qh^oq  C.1800) 
^rfcbienen  und  in  der  /^  C,  igoo  II  B.  S.  277  — ^283» 
435  ^  4<i6  pnd  365  *-^  586  in  einem  gedringten  Autzage 
l>eki|iptgeinach|;  worden.  Obige  vorläiifige  Berichte  und 
|lriicl)(lQ(he^ia^  dah^r  muixnefar  tob  gtringem  Interefle 
lOr  4il^lMtma  4k  yoUAliiasgqi  S9f€hr«ibeng  diofisr  Gf 


yntaSiV^  l^Ahnmäig-von  2SkiimdKM$.      ^ 


TT 


_'  ^f'  •'  ■ 

Be  oh  skch  t.n  n g  e n    ; .  j       ,  _[, 


if't  ^' 


l)  Alexandrien^i'-den  to-Oct^jr^S^ 

»fiBftCmniDgen  des  hellen  fVflndetc^aiilfaAdtf 

.von  0:  Sagitiarii. 


•derühr 


—  7'  la* 


Obfervirtc 
Zeit 


7ü  09'  35' 

7     3a     o 


37    3i 
41    20 


WaÄreZeil 


7u  ai'  aj' 

7      a4   48 


I- 


ObfCTvirt« 
undwabre 
Entfernunff 


590     Ho' 

59"    a? 


Zu  der  Cotrectioii  ÖW  Ulif i 


30  o 

31  40 


orrect. 

des 

iftrnm. 

-  3'  o" 


Beob9cht. 

Zenith-Dift. 

voa«V 


■öS  »7-50 


Wahre  2«^ 
niih-Dift. 
von  OL  .V^ ' 


05*  57'  ?o' 

65    a?    -o; 


ObfeTVrrtQ 
Zeit 


7U   57'  41" 
8-    o     * 


.7 


\Yahre  5?eit 


7U  50'  ao" 


CoHrertto'ii 

..j^er.ühr- 


—  .7..*# 


Das  Mittel  aus  obigeii  vier  Beobachtungen  gibt 
e  Entfernung  des  helleu'-Kändes  des.Afliöadei  von 
Saeittarii59°  28'  55-  itP der wabiv Zeit  7:üi  zy/'jjsV 

•  ^^  AlexanäyreirräbW'iö  Oct.  rr6r: -'''■      »^  *  • 
Entfernung  des  heller^  Kändes  des'MWdW  *. 
.      von  a  Arietis. 

Obferyirte    ^ .    .-, 
Wahr*  Zeit   una-waftW  t  :.-l 
KntfernutiR 


-Oorrection. 
der  Uhr  ^ 


'^f* 


Obfcrvirtßi 
Zeit 


17   40 
19   40 


H      «4    50 


[I  u  la'    o*  11  u    4'  4S' 
II*    15    16  :  II        8 4 


10    28 
la    2» 


17    38    56     « 

-so     10  '  56  '    K 


r 


«7   3». 


i<J-  i» 
16.    .0. . 


o 


Zur 


Correct. 

des Inftru- 

ments 


—  s'»©* 


ßeöbacht. 

2<»iiith  Oifh 

von  u  y 


"  "Zdr  "tSöiWöflöBTTWif '  übt; 


•Wah., 
von  » 


::r?'i^' 


Si"  5*'  ^' 
5»  t-  45 
5«    3« 


Wahre  2eit 


nu  40' 

41 
46 


Correctioti 
der  Uhr 


II  u  33'  la' 
'»  3Ö  41 
II      39    la 


-7' 
--  7 
7 


Nach  diefi^n  Beobäd^üBgte  wÄ«=  «i^ 
xa  Alexandrien  die  wahre £DtferpoDg  des  hellen  Rao* 
des  dflis^ftjflj^^,  V^»i,*^rieti8  5«'  ,1  j/  .4J.Vf au  der 
wahreu  Zeit  ~  11.Ü  12^^x6!.. J^ 

StitfMiuai^^deft  wafilichAotlVtndtti  idwMatidas 
.1rott2OLS0»ittarxi. 


:«^S^7? 


^n, 


^7t   0» 


Obfertirte. 
Zeit      ' 


o; 


58    45 
3    2^1 


W^hre  Zeil 


lind  wahrä 
E)ttfrrtnitig 


5' 
56 


5.1 


Beoba^btuD||«D  zut  Gorrectioa  der  Uhr» 


fieebacbti. 

Ümtb-Dilti. 
von  tt  V 

s»   .4  10 : 


•1    «7    » 


Wahre  Ze- 
vohÄ  V 


$1.  f6  .  ao     10     56    as 


Zeit  der 
Uhf 


S      a6    44. 


Wahre  2eit 


8u  IT*  27' 
8    /'9    .43. 


10.     49    a6 


Correct, 
der  Uhr 


211 


—  6   59 


Entfer*, 
nuna  voln 
Meridian 


00«  54    10" 
66     20    10 

65**  Sö^ä? 


-1        Da#  Mittel  aus  diefen  B^bachtuogeo  gibt  am 

ilOdt;  1^61    KU  Alexandtie»,  die.  wahre  £otfernaog 

des  hellen  Randeades  Mondes  vpn  o-Sagitt^ü  ti:  72* 

sj'  i*oV  »«>  4?t  wahren Z^ijtiz:  7  U  5ä>V  $^, 

4)  Aleocanitien^^en  rr  Oi?i5:.  I75A 

Eiitfierliiidg  des  weftlichen  Randes  des  MTokif^s 

von  p  Capricorni> 

)  Wahre  l4nt- 
Wahre  Zeit      fernung 

^y^  54  so" 


Corn^ction 
der  Uhr 


.--/^o* 


Öbfervirte 
Z< 


8U   11'    16 


'»  15  30 

S     IS   40 


8  0     4'   »6" 
8;       6     4V 


Zi    40 


''»     SS     j? 


>«  56  50 

51    57    «o 


Alfo 


\  .1 

'*^  Alfo  am  lY.  Oüt.  ij&i  th  Alexaiidrito'' -ffib^wab» 
te  EDtferaang  des  hellefir  Randes  des -Moädoi^'  töft 
^  :g  rr  5^*  .55/  »55 'j^  1^4® '^. wahren  Zeit  ßiJ  7'  49\ 

Entfernung  de#  lAäWai'^mjildes  des  Mondes 


•  Arietis. 


•—Cofreetiott 
^  der  Ühr 


—  r 


OWenrirte 

Zeit  ■" 


J6     35.  -t3 

10     3?    ?iJ 


3S>.  >Ä. 
41     o 


-     ,WÄhfeßnt- 
Vifaht«  Zchl    fernuug 
([und* 


W  u  ttö'     o" 
.  .    «8    15    .  . 
"   .30.38 


ü-^^ 


10''  so'' 
.  9     o 
.  8     o 


:V' 


**   '  'ttiere^eo6achtungen'|^1^J9b'^^^ 
die  wahre  Elntfernung  de^häteh  Randes' äi^  V/l6]i9ifs 
von  «  Asi^tis  ir '44**   4^^  28*»  Wdar.  W^tiren  Zeit 

6;  JÜidähdrteri,  äerki^'dä:  i^6u 
EntfeihÄung  (des  we(iJicteü;:Ra!nd!es*  dei!^Mondes 
von -füÄi  el  haut«       


Coyrbction 
der  übr 

.Cbfcrtirte' 
Zeit 

V^ahreZeit; 

■  % 

Öbfervirtc' 
und  wahre 
Bijk^erflpuf 

12  u    8'  55* 
,  .  .  II.  30 

Itu.  0'  47" 

51*»  n'  20" 
.  .12    10 

-  S'  a4V 

....  13  56 

.  .  '.  lö  30; 

:::J?« 

.  .  '3    50 

.  .  15    30  , 

...  18    3Ö 

...  10   12 

.  .  lö    40 

Beotsächtuiigeti  tut  Correctiön  der  Uhr  d^if  bli(]fdeb 
'    vörnergeheüden  Beobacht«  a,  'iTailr]«  ':^ 


Beoliacht. 
^enith-Drft. 


41**  37' 

.  .     7 
40    4t 


Wahre  Ze- 
nltli^  Dift. 


4x    34'  50* 
4   50 
40    44    50 


Zeit  der 
Uht 


liU  23'  34' 
»5    53 

»7 


Wahre  Zeit 


la  u  15'    t 
♦  .    17    a^ 
19     5 


Correction 
derU^r 


-t-  8'  27« 
—  8    Äi 


Entfcr- 
[ig>  Vor. 
londe 


nuhr  Vom 
Mc 


4a®  36'  20* 

. .   o    40 

41    36   40 


Die  vorher  bemerkten  Beobachtungen  geben  am 
i3l  Oct«  i^öx  die  wahre  ^tfemtitig  des  \MLea  Randes 

-    des 


^0      ]fyii!UL,OHr^  QCTQ^^X 

4te»,;Mppd^  Ton  Fniii.el  hant  IT  5X*  »'c5**.  » 
/^iT  MrabreitZeit  12  Ü.5;.  jj;.  ,  -  ji::nu;. 


Correction 
der  Uhr 


•^    8'    M" 


ypAiAMebaraii»;, 

WaÄirfe'Zeit 


Zeit  der 

■Uhr^- 


I    4<>i 


.    .    .   50        Ol 


'  .  *  53    io 
«F  -SP   d». 


x»_:  58    3* 


Okfervhte 

und  wahre 
Entfernung 


bntffrnimg 
45*.  Ü'',»^ 


37    ?o 


Nach  diefeii  Beobachtüagen  wat  der  ößUcheRanJ. 
^l,M994<y  Toa  Ald^f^r  ijj;c48v:?f  den* 

fintferniiug  des  hellen  Randes  des  Mondev.  von  Aeiä 
.  . .  ^  weftl...Ra^de  der  Sonoe^^ 


-Correction. 
■  •■  berühr  ■ 


*:«'  95* 


Oljferyijrte 
Zeit'  * 

Wirlire  ielt 

u  u  44'  4»" 
...  53     <? 

11  u  31'    7" 

40     a 

i»       55     0 
...    59    41 

...     41     2.S 

.  .  .    46      Ö 

12         I     25 
I«         3      Ä 

...  47  50 
.      .   49    3« 

la        4   -50 
u       7:  •  0 

.  -  .  5»  »5 
...  53    aö 

Entfernung 


70- 


6'  20" 
a     Ol 


^9    5«    ao 
57    45 


10    30 

55    «4 


^tt^rpP^^^'^'^^^^^^^^  .4.^^.^^^^"  Randes  clerSoDüd 
2ur.  Correctioii  dcir  tlliir  hey  den*  vCffhkirge* 
heuden  ä^otiachtuugen. 


Vormittags 

Zeit  der 

Uhr 


I  pu  17'  aa* 
9     19    20 

.9 

9 

U'J' 


21      i 

«3    15 


Obere  Rand 
der  Sonne 
V.  Scheitelp. 


59»  36'  -36" 
59    16  ■  2%, 


5«    59    4C 

5»    37    10 


Nachmitt. 
Zeit  der  Uhr 


i  ü  9'-  ^'' 
3'    7    ^ 


5    50 
3    37 


Zeit  der  Uhr 
zu  Mittag 


la  u  13'   Ä5" 
'  .  '3      «5 


«3 
.13 


«5 
»5 


Nach 


XXXIV;" '  Beßimmung  vtm'AiuandriM. '     ^sf^. 

*"  Nach  diefefö  Beobächtnngfen' wat  fifc  xvahfe'EÄI^ 
FernnDg  des  hellen  RranBes  des  Mbndes  von  deii^*weft-* 
licheD  Rande  der  Sonne  rz  69°  59'  44*  zu  derwah-" 
ren' Zeit  am  ;2r  Oct. -2311  45'   5".  .     .     . 

9)  Ale%Q.iiärien^  den  23  Q^t^  X'föi. 

Lotfernung  des  btileäRapdes  desMoudes  i^ou  dem. 
welU.  Jlaade  der  Sonne.:.         •     '     >-. 


Correction 
der  Uhr-, 

übfervirte 
•     Zeit  •  • 

WÄhre  Zeit 

Obfervirte 
Entfernung 

, 

\^&ii*  30" 

uu    9'  6" 
11    5 

57*»    7'  25" 
.  .  .   6     0 

...  4    20 

^  13'  94"^ 

...  29     0 

...   15  ^6 
. *  .   18  4t 

...  4    10 
.  ...,  3    19 
•  .  •   a    45 

.  •  .  33.-50. 

•■■••tf 

* .  .  36    46 

,  ♦  .    2a  26 
..    .     21   21 

'.  ".  .  ci-ai 
...  23  a» 

...    I    20 
•  .   .    2     lO 
...  0    (ß 
57,     00 

CorrefpondirendeHöKfeh  des  oberh  Randes  der  Sonn^», 
-'''':  '  ttxr  Corfefciefon  der  Uhr  be/den  VörHer.  ^ 

H     ....  gehen'äen\BeobaGht^n]getti'  ''■■'. 


Vorttjittag»^ 

Zeit 
der  Uhr 


10  ü  23  27" 
...  25  4? 
.  .  3^    40 


Bjftfcrnang 

.vom"  Schei- 

tolpuHct. 


45>°  59'  40" 
■..■.■42  ^5 
...  6    39 


Nachnwttti^r(j&e  i  t'Äef  Uhr 
''  "  zu  Mittag 


Zeit 

.der  Uhr 

■  >■  ''  • 


o    40 
I    5.5    49 


1  ü  3'>^    O"      J^2_U    T3'    14" 

>3  .14 


'  •  '  Öa^der  Mond  öÜfet  gleichförtnig  gisht,  fo  dürfte 
e^  wöl  belTer  hyii\^jffeäsh'dik(e  zeht^  Beobachtungen 
ife -di?eyOfder  wenigOeiis  twey  %'ertheilt  würden ,  ,nfad" 
däian  ijusjeä^  helbnders  die  Längef  za  berechnend 
Tcfi  habe  das  Mittel  aur  allen  genommek] ,  und  finde 
die.  Entfernung  des  hellen  Mondraüdes  von  dem 
W<!ftlichen  Sonneürande  rr  57°  3'  13*  zu  d^  wah- 
ren Zeit  den  22  Oqtcrber  um  23  U  17'  12".  Die  vor- 
herbemerkten Beobathtungen  geben  nach  meiner  Be- 
r^chnong  di<^  Länget  rorx^/ilexartäritn ' 
Moa.  Carr.  lY.  B.  jßox.  Aa  jj6t 


350       JMbnetft.  Omrefp.  iSoi.   OCT(XB¥JEU  -^ 

x.7(S;pOct.io  .darch  Cund.tfH  .    ^    .    lüjo'-jt 

.    .    *    .    .    •    *    .  <t/ .  k.  a  V  4    *  ..,     I     ^i    41 
X7]S^l  Oct.  n   durch  d    .  ■.   «7  H  •    ,    *    i     50    47 

.     .    ;    .     k    .    .      5"«  '   i^  ^  •.  *     \  ^  5«>^  4» 

^ C    .  .    a  V  •     .     .  I  51  3(S 

176^  Öct.  t3   durcli  '(L~ .  .   Füm  elhaat  i  ji  31 

./Ti    .-  V   .   '.     k      €  .  .   AldebviAa  -  i  50  38 

1761  Oct.  22  durch  ([...©     \    »    w  i  52  51 

1761  Oct.; 23     k    k     C  .  .     0      »    •    V  i  .  ;i.  s? 

Mittel        1U51'  21/2 

fjDie  Fortfetz.  fbt^t.J 


mM» 


XKXV. 

•   ■     'i 
Memörtäs  da  .jJcaJemia  Real  das  fcienciM  dt  Lssbody 
tomo  L   desde  i^jt^o    ati  tySS.  ...j^sboa..     Na  ttjpo^ 
ßraphia  4ßjl<:iSkiemia  lypji    Co»  Ugenqa  de^ 
5i  Mc^eftade^    4to  J ff  Seiten    ' 

und  2  K.  '  \ 

■ii.i     I     ■  ■      II-    i)     1 

XJie  köfiigl.  Academie  za  Li'Habpha  hatÄch  entfchlof- 
fen ,  ihre  AbhandloDgen  i»  di^  HanptdaOen  zu  fhei-, 
l^n,  nämlich  Mathematik  undPlyifik;  2 )  ^Ö^oaomit. 
g)  fchöne  WüTeofchaftes ;  die  bejden  letztei)  find iä 
Octavfqrmat.  .  Bey  einem  in  Dentfchland  reltenen 
\yerke  wird.eamaLrernLefern  nicht  onaiigenefaiii feyii, 
dieÜberfchriftendei'  fämmtlichonAbhandlaogeQ,  wel- 
che diefer  Band  enthält,  zn  haben. 

I )  Aligemeine  Aufiöfung  von  Kepler^  Aufgabe 

über   daa  Vifiren  der  Fipen  und ,  Tonnen ;    ypp  /• 

K    .  ^  ,...•.  Monte* 


XXXVi.  benkfchtißen  der  LiJfab&n.Acaäemie.  $^t   ' 

Märüeirö  daRocha^y.  2)  Domimci  f^andelli  flotaeet 
fawiae  Ijufitaniae  fpecimeiu     3)  Idem  de  Fideaiio  Oli^ 
ßponnenß  et  Montis^  ErmiiüL    Die  Spniren  diefes  Älo- 
fchenen  Vdlk^ns  fangen  beym  nördl.  finde  der  Stadt 
St.  jöao  de  Bern  Cazados  und  Alcantarä  an  ;    fie  wer» 
3eü  aber  von  Kalkfleinhiigeln  nntorbrochen,  und  voa 
welfsen  Kalklieiuen,  welche  mit  verßeinerten  Fflan^    ^ 
zen  angefüllt  find  ;   hierauf  JFolgen  Kalkdeinhügei; 
welche  von  valkaoirchen  Schlacken  bedeckt  werden; 
^atauf  folgen  vnlkanirche    Hügel  Kft  bis   Pfico   Je 
Jrcos'zn  den  Ufiem  des  Tajp;  der^Verfaffer  hat  17 
imlkaiürche  Prodncte  gefundlsa.     4)  Über  die  Kraft 
des  Magnets  von  /.  A.  JDaUa  Bella.     Er  findet';- da& 
die  anziehende  Kraft  zwifchen  zwey  Magneten  im 
Verkehrten  V^rhältnifs  des  Quadrats  des  Ablland^s'ük 
Die  Kraft  beobachtet  dalTelbeGer^i!,  wenif  matiblöfc 
dbiim  Magnet  und  Eiren  braucht:    5  )  Über  die  wah^ 
fen  Gründe  der  Differ^nzialrechnung  von  F.  d.  S.  0i 
'Stockler;   ift  auch  befondets  abgedruckt.    6)  Zufatis 
^'ttr  R^el  Füfitäine'et    nm  die  Pk'oUeme  durch  N4- 
iieMng  aofxulöfen,  Vielehe  lieh  aüFQuadraturenbrin«^ 
^en  laflen ,  von  /.  Monteiro  da  Bocha;  fchnelleveCeii^ 
^ergtat  der  Reihe  dadurch ,  dafs  man  ftatt  x  andere 
töttfoche  Fujictionen-dierer  GröCsd^  fubfUttürt.    7)  Bo^; 
bbächtuiagen  vonlnpiters-Satellitenverfiußeriingen  find 
k&nigl.  Celleginm  von  Mafra  im  J.  i785,von  Ä  J; 
de  A.  Velho  {mgefiellt.    8)  Über  die  Gerchichte  dec 

Gereti>i 

'  ^^  Der  Vatüader  befehaftigt  fich  vönilglich  mit  dem  liU 
t     JMt  nicht  voller  Fftller,  mid  hat  feiaeL.Annähertuigi  r  F.or- 
Hielii.niit.iiiehierii  Yexfuchen  vergiicLea« 

Aas, 


55^    :.  Monatl.  Correfp.  iSou  OßXOÄERi       \ 

GeTetzgebung  uod  der  Cebräache  P-ortugaW  von  ä. 
.C.  do  AniaraL    9)  Vd^fchiedene  Bemerkungea  über 
.Cl^emi«  und  Natnrgerdiich ta  von  D,  FandeUi.    i  o  )  Be- 
X^etk^nügen  über,  ein  Pflanzen -Hygrometer  von  BaJH' 
J\ofa  (der  Verfalliqr  hat.  Geraniwn  mofchatum  und  Map 
y^oi^j gebraucht).    u^Phylifcfae  Beiperkangen  bejr 
Gelegenheit  der  fecbs  Blitzßrahlen ,  welche  in  ver« 
jQphiedenen  Jahren  auf  das  kbnigl.  Gebäude  nahe  bey 
der  Stadt  Mafra  gefallen  find. ,   Mafra  ift  nach  baro- 
inetrifcher  Beobachtung  68 1  Fnlk  über  dem  Meeres- 
^prizont  erha^n^     i^)  Über  Läi^geund  Breite  der 
Stadt  Liffabon  von  Q  &.  4^  Fillashoa,$i  durch  HeW% 
Methode;  Breite  desCoUegiums  ^ox^&r<?j  38''  ^z' 
.^B's  1  Länge  49-^$ ".    i^3)AftronDniirc;heBeo})achtttn- 
gWr-i^  Fort  dM*  ^i^tiRio  de  Jar^ärp^  zn^-Bertimmung 
4ex  Länge  und  Breite,  von  B.  6.  Por|/»',angeßeUt  mit 
einem  SilTonTchen  Quadranten  von  i  Fufs  im  Halb^ 
jnelTer  und  achromar.  Fernrohr  von  3  •§  Fub.    FoUuli'» 
lie  von  liio  Janeiro  22°  54'    13*  füdlich  und  45**  37' 
5d*  weftlich  von  Paris;  die  Hafenzeit  2|U  und  mittl^ 
xeFlutbhöbe  6. Palmen  3  Zoll  z^Awen.    14.)  M^i^ 
«ologiCche  Beobachtungen  zu  liio  Janeiro  von  DoKta» 
ty)  Über  die  UnCcherh^it  in  Rückficht  auf  d^  Ui;^ 
S^cang  des  M^rrhei?i-:Harze6  von  J.  de  Loureiro.  ■  i6) 
iSbox.  die  buko.lil!che  Di^tkunftder  Portugiefen  voi) 
/.  de  Foyos.     17)  Über  die  Natur  und  den  wahren 
Ujprpryng  des  Moe^Si{^pao   de  /Igiälo}  von  Loureiro^ 
1.8  )  AQronomirche  Beobachtungen  in  der  königlichen 
Buchdruckerey  des  Collegiaras  dos  Nühres  von  Fr. 
Ant,  Cierazvk^t^f^\x  (vom  J.  1770  bis  1783).     19)  Mc- 
teorologifche  BeobBchtnngen  zu  Mafra  im  J.  17^3^ von 
/^WÄo  angeüellh     20^ iJber  Fojitaiiie'B  Nähernngi^roe* 
r.  L^  :.  metho> 


XX5tVI.  tienkfchrißen  rf.  Liffabm/Academie.  353 

tbode ,  von  de  Maia.  21)  BeotttchtfiDgeD  der  Sonneti- 
Bofternira  von  1781»  17  Octbr.  sn  Cartageiia,  von 
On/fi.  Breite  37*  36'  36";  tptaleEmerfion  sU  26'  i6' 
wahre  Zelt.  22)  Beobachtungen  tu  liio  Janeiro  im 
Jihr  S782  TOn  Barbofn  angeftellr.  Jopiterstrabanten-^ 
and  MondfinOemifle.  23)  Hiftorifd»  Ixibrede  anf 
DaUmbert  vom  "Stockleri  .... 


■•    -xxxvi.  •  . 

JUemorias  de  Mathematica  et  Phtjfica  da  Academia  IL. 

das  fciencias  de  Lisboa,  Tomo  IL  tjpg,  $zo  S. 

und  44  S,  Anhang  in  ^. 


r)  jy^etvton's  Satz  über  die  Potenzen  der  Wurzeln  ei- 
ner^Ieichung,  bewiefen  von  ^tockler^  2  )  Über  ein 
verfteinertesThier  von  de  Loitreiro.  3  )  Phyfifche  und 
bidorifche  Unterfachung,  ob  es  verfcfaiedene  Gatmn«' 
genMenfchen  gibt  and  gelben  haf ,  von  de  Loureiro,' 
4)  Botanifche  Befchreibung  der-' Ctihehas  Medicinaes 
Vtm  di^feiben.  5  )  Phjfirche  und  botanifche  B^träch«' 
tiing  dir  Pflanze  AerMes,  welche  in  der  Luft  entßehf 
thWtfidiin  der  LnftnSbrt,  von'demrelben.  6)  No-* 
tfz%ber  verCchiedene  Arten  von  Bienen,  welche J^ä-' 
yi//<7z  Mgenthümlich  und  in  Earoj^a  nnbekafnnt  find«' 
7)  Meteorologifche  Beöbaicht.  zti  Mäfra  im  J.  178J 
und  '86  von  Felho  angeßeUt.  8)  Über  Spiegel-  In« 
ßmtiietite  von  /.  M.  Dantas  Pereira  (faß  ein  Aaszug 
aus  Borda's  Werk.)  9)  Succeflive  Sanonrirung  ver-' 
fchiedener  Aeihen ,  von  Pereira,    jo)  Befchreibung 

kusl  A  a  3  eines 


354,       ihntOl.QurreSp.  igoh  QCTOBBR.       '  ' 

eiiMS  meDrehlicheRMoulfarttma,  vop  Darta^   1 1 )  .ASxor. 
IKitoircheBeobftCht  xu  StJ Paulo  apgt&eUt,  von  X>or-» 
^ a . ( mit  I  fufeifi|#o  &ffoD.  Quadrin^en  ).  Polhöhe  23*. 
33-  10*.       Viele  /upit^iittabanteii-FkiAeniiiliDgeli«» 
2  U  30 '  o •  voi^'LiilalK)».     12)  Über  die  pediogang^i. 
glf^chfifi|;en  deicPÄfferenzialfaDCtiofiea,  Wienn  fie  voll- 
fiändig^Differenziale  find,  voi^  StockUr^    x3)BefcbTei^ 
baog  eines  monfirnöfen  men£ch]idieD  foetus^  von  Fr* 
Tafarez»     14)  Tjyxodrömm  äki  viia  humana  gu  Memo^ 
via  em  que  fe  irtoßra  quäl  Je  ja  a^arreira  da  noßra  eß 
jjecie  jjehs  ejpa^os  da  noßra  prefente  exißencia  por  Soa- 
res  de:,BarTOS^\  15)  Memoria  fobrdo^IieJlablecimeiUo 
*da  qumta  ordern  de  3Jarchci  alterada  por  kaver  alarga» 
do  o  vento  por  Maiioel  do  Mspirito  ßvito  Limpo,  betrifft 
!(lie  Marine.     16)  Aßtonomilcbe  and  meteorologifche 
Beobacht.  zu  Hiö  Janeiro  im  Jalir'^  1784  nnä  85  von 
JPpr/r/z  angeßellt;  <r-T  Viele  Trabanten» Verfiniteraiigeo. 
3^784  20  Febr.  5U  51'   14"  w.  Z.  ..  M&og  ^«r  Son- 
xfienfiofternirs;  allein  fehr  wenig genaip;  wegen  der  Nä- 
l^e  des  Horizonts.     JDorta  JTah  17S4  am  8  Januar  9  U 
einen  Cometen  mi^  blofsen  Aogen  zwifciien  y.  des 
Ffau   und  «  des  Tpucan  in  gleichem   Abftand  yon 
Ijieydei]^  Sternen^  er  lab  ihn  bii-xiiiii  2 f  Jaguar;  feill. 
Schweif  ^ingefähr.6r%     Dorta  befand  üch  12  Meilen 
yon  der  Stadt  ohne  Infirumeifitef:  fo  dab  er  i)fxk  p.va^ 
den  22»  25^   24»   35  Januar  beobachtete »  und  mit  p 
des  Wallfifches  vergleichen  l^>nnte.    Zo  lUo  Janeiro 
,  hat  man  ihn  fchon  am  i  Jauui^rgerehen.   Dorta  wird 
Jppine  Beobachtungei^  bej  einer  andern  Gelegenheit 
mittheilen.    Derfeibe  Comet  ward  zu  Paris  an^  24  Ißjx.; 
eindeckt ,  laj^  bis  zum  25  Maj  verfolgt. 


Ans 


■         '   XXXVI.  ßenkfeftr,  derLifJubon.  Acfademie.     35$ 

Aus  17  Inpiterstrabanten-VerfinrieraiigeD  hat  Ciera 
gefundeo  deo  MetridiaBünteTfchied  zwifchen  Liüabon 
nnd  Rio  Janeiro  2^- 16'  i^^'z...  17)  iSeftimm. der  Co- 
jiiet«nbaIuieD  von  Monteirä  da  Roclia,  Diefe  Abhand- 
lung vfard  ir ;  Jabr  1782  der  Academitf  vorgelegf.  Er 
hat  feine  Methode  mit  Erfolg  auf  die  (Dometen  von 
17^59.  and  1780  angewandt;  allein  man  hat  jetzt  kür- 
zere  Methoden.  Der  VerfalTer  handelt  ^m  Ende  von 
der  Beftimmang  der  elliptifchen  Bahnen.  18)  Über 
W^gfi  Eigeutchaften  der  BinomiaLGoefEicienten,  von 
lackier.  19)  Zwej  MondfinHermiTe  im  J.  1783  nnd 
1^787  zaMaß-a^  von  JP^elho  beobachtet.  2o)3eobacht; 
im.  Jahr  1^90  voa  Comesde  yiüasloas.^ 
^6  ]an.Emerfion  Kdjes  ^  7U  a'  2"  etwas  zweifelhaft;^ 
n^^Y  —  —  ß  ^  7  22  48  ebenf.  .  ^  ,  . 
die  tieyden  MondfinfiemilTe  finden  fich  hier. 

Im  Anhang  findet  man  AbhandlungjBj»  der.  CorreC» 
foodenten: 
m)  Verfnch  über  die  Brachyjlochronenroa  TraVaß 
tos.  z')  Drey  mediziniiche  Abhandlungen.  3)  Be* 
^hachtete  FinliernilTe  nnd  Bedeckungen  zu  Fekin 
fcit  1753^  bis  1795  von  Andreas  Jiodrigues  (luerbejr 
^^pDenfinßerniCs  vom  Jahr  173p.  von  Kegler^.  4)  Ca^ 
UaidrdK^  Beobacht.  der  MondfinRernirs  vom  I.  1787 
^n  JElom.  5,)  Aftronomifcbe  Beobachtungen  zu  St. 
Paulo  von  Barhofa  ^uge&eUt.  Coiiies  de  Villas-Boas 
findet  Meridianunterfchied  zwifchen  LiHabon  und  St^ 
PaiflQ  2U  30'  19,";  aus  X)<7r^a*s  Beobacht.  (Mauf.  «ij 
zV  3p'  0%  folgUimMitteUU  ^o'  lo''  Z^:  37'  3^'^ 


Aa4    ^  XXXVII, 


556    .  MfnaO,,  Comfp'.  iSou  ßeTOBER. 

■    •   ■'  * 


.  fünften  Potenzen  der  Excehtii^itäten 
auf  die   grof80 
'Störung'  Sa  tu  rns    und    Jupiters. 

von    /.    C,    JSurckharät. 


TUa  Place  hsLt  in  den  Mem.  de  Vacaä,  des  fciences  i'j^i 
S.  263  bemerkt/ däfs  der  EinFlnb  diefer  GröGsen  bU 
^tif  eine  halbe  Minute  gehen  könne.  Mir  fchien  es , 
dafs  diefer  EinäoCi  Vielleicht  noch  1)eträchtiicher  tejtk 
könne,»  wegen  der  Gröfse  der  Zahlen*  Coefficienten, 
linü  ich  ivagtei  es'  daher,  die  fehr  muhfamen  Rech- 
nungen,*) welcfte  die  Beftimmnng  diefer  Gröfsen  er- 
Torderte»  tu  unternehmen.  Ich  habe  hierbey  diefei- 
})e  Methode  befolgt,  welche  La  Place  in  feinen  frü* 
bem  Memoires  (^Mem.  1785)  gegeben  hat,  und  alle 
Theile  der  Rischnung  doppelt  gemacht,  fo  da£s  ich 
lllanbe ,  für  ihre  Richtigkeit  bürgen  zu  können.  Es  ift 
jedoch  möglich,  felbftzweyMahl  den felben  Fehler  bege- 
hen zu  können  :  ich  werde  daher  nach  Verflurs  einiger 
Zeit  die  ganze  Kechunng  zum  drittenmahl  vornehmen. 
Ich  bediene  mich  der  von  La  Place  gebraachten  Buch* 
fiaben  und  Zeichen ;  der  Werth  von  H  fey  alfo ; 

'^^  Allerdings  ifl  cliere  Kechnung  höchjft  mührain  und  lang. 
Zwisy  Formeln,  deren  jede  zwey  Foliöreiten  «inntmnic, 
find  da  ku  vergleichen  und  zu  combtniren.  Die  ^eioe 
Formel  hat  einen  al)g;emeinen  Bnchßaben  ,  "v^relchem  6 
verfchiedene  Werthe  tokommen-lKkinen.  Burckharth  hat' 
te  daher  mehr  als  faundentanfend  Glieder  zu  unterfncbea, 
ohne  die  Vorbeteitungs  -  Rechnungen ,  um.diefe  beydeo 
.      .  Fanneln  su  finden.  ,}j^  JL, 


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XXXVUv'f/e&or  4emEi^flHfs  d.  fünften  PoOitten.  357 

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wobey.icl|^:aiiir  der  Bequemlichkeit  des  Drnckee  wil« 

kn  überall  b  ftatt  °4  gefetzt  habe. 

"Dieüld  Wcfrth  von  H  fehlen  noch  die  xm  der 
Neigung  der  Bahn  abhängigen  Glieder;  nnd  ein  Glied » 
velcheil  Ita  M(0  hinzu  gefetzt  werden  mnb  •  wo- 
Ton  ich  Ihnen  nächßens  zu  fchreiben  die  Ehre  haben 
werde.    •  » 

Der  blofse  Anblick  diefer  Formeln  z^t ,  dafs  de« 
Emflnb  der  Glieder  der  5  Ordnung  fehr  beträchtlich 
ift«  wofem  lie  lieh  nicht  dnrch  Zufall  gegeqfeitig  auf- 
heben;- denn  iiiehrere  diefer  Glieder  betragen  den  3 
Theil  der  entfprechenden  Glieder  von  der  drittea 
Ordnung.  - 

XXXVIII. 

;r  über 

eine  Aufgabe  der  practifchen  Geomeh-ie, 

von    J.    C    Burckharät. 


JLIer  Gebrauch  der  practifchen  Geometrie  znr  Ver« 
beflerung  der  Geographie  würde  von  Liebhabern  wol 
öfters  verfacht  werden,   wenn,  nicht  die  Schwierig- 
keiten und  der  Kortecanfwahd ,  welche  das  Mcffea 
'  einer  Siandlinie  erfordern ,  von  dlefem  Untcrnehmea 
abfchreckten.    Die  Aufgabe,  einen Punct  dadurch  za 
beftimmen,  dafs  man  die  zwey  Winkel  mifet»  welche 
drey  bekannte  Gegenftände,  aus  diefem  Panct  geCe- 
hen,  bilden,    ift  daher  fchon  öfters  und  vorzügüA 
ronLoiiiltrt  iBeyträ^e  1  Tluü  JAhh^S  »<^>  •»«*•* 


358       MemÄ*.  Cw^.'i^«.  OCi'ÖÖJÖ^^ 


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y^XKYIUÜ^^ienEinflufsd^fik^  355^ 

wob«y  icj^yaia  der  BeqaenUichkeit  des  Drnc^  wil«^ 

len  überall  b  ftatt    4  gefetzt  habe. 

^Mm  Wdr^h  voii  n  feilte  Hoch  die  >ofi  det 
Kejgmig  4er  Bahn  abhängigen  Glieder ';  und  ein  Glied » 
weTclielS  Ita  ]Vf(<)  hinzu  gefetzt  werden' «mnfs',  wo- 
von ich  Ihneo  n^hßens  za  fchreiben  dfe  Ehre  IiabeA 
werde.    '  *    •  ' 

Der  blöfse  Anblick  diefer-Formeln  zdgt,  dafs  de« 
Einflafe  ider-  Glieder  der  5  Ordnung  fehr  höträchtlich 
iß«  wofern  fie  lieh  nicht  dnrch  Zufall  gegeqfeitig au& 
hiben;*  denn'  iiiebrere  dibfer  Cflieder  betragen  den  S 
Theil  der  entfprechenden  Glieder  von  der  drittea 
Ordnung.  ^    - 


XXXVIII, 

■.'■     -'    "  ■  über  ...  :^ 

eine  Aufgabe  der  practifchen  Geometrie, 
von    7.    C-   Burckhardtf. 


JLIer  Gebrauch  der  practifchen  Geometrie  znr  Vexr 
beifernng  d^er  Geographie  würde  von  Liebhabern  woi  ^ 
öfters  verfucht  werden,  wenu  nicht  die  Schwierigr 
keiten  und  der  Koftenanfwand ,  welche  daa  Meflea 
einer  Standlinie  erfordern  »von  diefem  Unternehmen, 
abfchreckten.  Die  Aufgabe,  einen Funct  dadurch  zu 
befilramen;'  dafs  man  die  zwey  Winkel  mifst,  welche 
drey  bekannte  Gegenftönde,  aus  diefem  Psnct  getei» 
hea,  bilden,  ift  daher  fchon  öfters  nnd  vorzüglich 
you Lofitten  ( Bey träge, i  Theil  JAhh^%  ie^>  mltern 


flicht  Mforden/  Eine  kteine  Abkürtnog  der.  fchSiien' 
Auflöfong  diefes  gro&en  Gepmetera^verdiciu  daher 
wo)  ekMsa;Etatx  ip  eüiei^  ätmtox^guie  dfc  Oepjgra- 
phie  gewidmeten  Zeitfchrift,  ^ 

.  £tfe)mi:.A,  B,  C  die  drej  bekaQQtea  Pfmete; 
man  bezeichne  iip  Dreyeck,  welches  fie  bilden  *  die 
Seiten  durch  a ,  b  ,  c  fo  dab  a  dem  Winkel  Ay 
b  dem  Winkel  B  und  c  dem-. Winkel  C  gegen  über« 
fteht,  pdßr  %  zz  BC  imd  b=  CA;  dar  vierte  zu 
bef^mmende-Panct  fey  D ,  ans  reichem  man  die 
Winkel  B  D  C :  and  CDA  gemelTen  hat ;  man  bezeich- 
ne den  erßefi  darch  »i  weil  er  der  Seite  a  gegen- 
überßeht;  den  zwejten  darch  ß,  weil  er  der  Seile  b 
gegen  übjer  fteht.    Man  fache  nun 

b.  An  a         j 

tang  y und  .    . 

a.  fin  ß    . 

tang^|(C-4-«-t-^)-»-S  Jrrtang  |  (C-»-«-#.ß) .  cot  C45-}-y) 

woraus  man  f8  Bndet,  welches  der  Winkel  an  der 
Spitte  B  im  -  Drejeck  B  C  D  ift.  Man  findet  dann 
den  Abßand  des  Puxicts  D  vom  Punct  C  nämlich: 

a.  fm  g\  ftrner  derAbfland  des  Puncts  D  vom  Punct  i 
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.ft  _cfin  (S-B).^ 
fin  («-^p) 

B  e  y J'p  i  el^ 

Lefranqais  und  ich  haben  mit  Borda*$  Kreis  aaC . 
dem  College  de  Fmn^r«?  gefunden  den  Winkel  zwifchen 
der  Pyramide  von  Montmartre  und  dem  Dome  de^ 
JnvaMffS;  6§'* ^iz'  u/q  —  «;  den  Wixikel  zwifchen 
.       ,  -       derfel» 


ImrCelbieai  Pyramide  fXfdA.iiexoi::E0i^Uon.r.fl0  rM^Jte^ 
Dame  36*  .16^.45"  .:^*P^  «rö.beyde  Wiiifctl.«ttf,<le» 
lAonz^ni^  reducirt  )ihh^»(  fißdr  N4111  ift  dte&age  4#K 
inj '  «c^ebwcp  f  unae .  «cgen  .die:  MUtfigilmier  ^dex 


^ome^s-ltwalider .  . -.  .^ -^bif  Jttweft. 
Tyramide  de  Mout  Martre  o ,  i  öfil. 
Tourätönde  Notre  Damf     ^71.»  z^ftj. 

,     ^,..  Toif.      Toif. 

folgl. )L\intchJ^yramidtJtliijp^GJDame 471 ,  o  u.  1976, o 

und  xwifch.  Pyramid.  nnd  Invalides    ^p/^^-^z  u.  1 864 ,  5 

Ferner  :  '      '  '"   und  '   ' 

ebeirfo:  '  ^Ünd' '  -  J     * 

^5ll  =  tang. 25°  5»'  as"  ■  - ' ■.;  r'g^^lC.?-.  ^J^ ;  log c  =3.316389- 

1864,3  ^  cof.  25°  g?.'  25" 

die  Summe  der  beyden  hier  gefundenen  Winkel  gibt 

C  n  39**   16'   50"    und 
\  (C  ^ot  ^'p)  rr  7o--:2ai'.:53.;5.;/.   -'./fj    ::•  -.;:  ^ 

Forner  log  a  -h  log  fin  f^  ~^  .,  .u jioßa^oöo? 

log  b-H  log.fin  «  zi'i  ;  .  V,  ^  .  '.  .'.  $i\6^yjj7* 
ihr  üntetfch..gibt; log  tang  y;z:  •  ..- .  .  »^^  0.1772717 
oder  yzZ'  56°  i«'  54;"4 

log  tang  i(C-4-.at^ß)  .  .  .  ^a^.'zz'js^.^s  =  -H-  04480047^ 
logcot45*'VHy.  .  .  •  .  lor  Z2  54,  4  zz  —  9-3038532 

ihreiSn^rae gibt       ;  '.  ■'•   »    . 

logtang[J(C-4-«H-ß)H-S]  ...•——  9-7518579* 
odefr  I  (C-h-aM-.p)-H  ö  :z::=i5o*  32'  39/5 
folglich  J5  IX  80^*  9'  46". 

Man.datf  ntirnacb  ünSS  fuchen \  mn  fog^eiicfa  diei 
Biftanz  C  D  zu  finden-,  wfiU  main  a  und  Da.  «  fchöi» 


562       MonaiLtof^ifp,  mt.  0C70SEtL 

So  den  vorhergehaädea  Reämiinged'  gebrattdit  hatil 
iBtMi  fifidft  fo  2 248,86  Toif.  für  den  Abfijmd  dar  CoU 
Uge'dfifrmcd  von  der  VyiüroAA»  ztt  Mmhmtmrm^  Die« 
l#Btf»bftcbtiingen  geben  den  Breitenamerrcftded  iwi- 
fchen  der  National*  Stemwaite -and  deifrjG)lUS«^.i2i» 
France  glfiph  44/62  J  u^ch  Femiquet"^  grofsemPlan 
von  Jitm  (ui  72* Blättern)  ift  dieler  ÜAÜrfchied 
gleict^^44,''8*     . 

"""'■■  ■'.■'   • -.••  XXXIX,  ;-  ••r, .•...■. 
*'  B*ortgefetzfe-  fTäclMcfefetf'^."'  "     ' 

Aber  den 

längfi:  vermutheteh  fleuen  Happt-P/aneteii 
unferes  Sonnen-Syftem«. 


(  Zum  Sept.  Heft  S.  283» ) 

Oegen  Ende  Angnßbia  zur  Mitte  de^  Septenibef 
liabeil  wir  viele  and  ^ancherlej  Verfache  gemacht  ^^ 
denib  fehnlich^  erwarteteb  netten  AnktStumling  'vd- 
den  Morgenduoden-aufzärachen.  Dieallgetneiiiherr- 
fchende  Tchlechte  Witterang  begünftigte  ans  nicht 
fonderlich  bey  dierem  GseCchäfte.  Zuerft  machte  das 
za  helle  Morgenroth  ,  nachher  der-  Mondenfcheinv 
endlich  Regenwetter,  Nebel  und  Dünfie^  alle  Aa& 
fuchung  unmöglich. 

Unfere  (ämmtlidien  auswärtigen  alhronomifcheii' 
treunde  und  Correspondenten ,  unfere  berühmte&en' 
Franzöfirchen  nnd  Deutfchen  Cometen* Späher»  die 
M^ßier^  Miehain  und  Bouvardi  üüJIeifikeli  Olbers/^ 

'  Sode 


XXXIX.  UebM  den  ntu^  Baüptplaneim:     ^6^ 

'Jßpßc^v^ä  Scliröter^  Yntti^u  m  üireii  NftdiOeUilkigen 
IpicJit  glücklicher  gewef^o«  Alle  ocfexe^  bUher  ein« 
gegangene  NacbiichteD  fUmcpen  dani#  iiberfliD' ,  dab 
•Ue  axigeßeUte  Vcrfuche  wegeo,  der  MgemAin  herrr 
fcheoden  rcblechten  WitteruDg  oh«Qie  Erfolg  gebiiebea^ 

find.  ;.:•  ;•.  ^  ' 

Indeffeii  erhält  Heb  bey  deti  neifien  A&roooma» 
glicht  i^nr  immeifori  die.  wohlgegTüudetd  Aleiomng, 
dafs  dleles  neu,  entdeckie  Geßirn  darcbaus  ^Umeten.^ 
arciger  Natar  fey,  foD^ci*^  die  ferneren.  BfiKcchnon« 
gen  und  Unterfuchungenbeftätijrtandiefo  Verilmtbang 
immer  mehr  upd  mehr. 

So  hat  Dr.  Olbers  z%B.  v6r facht,  ob  man  drey. 
toUfiändigeo  Beobaohtiit>gea  durch  parabölifche  Ele- 
mente würde  genug,  tbnu  können?*  Da8  Kefultat  fei« 
ner  Rechnungen  fiel  verneinind  aus.  Er  war  nicht 
im  Stande 9  mehr  aU  drey  Lßngen  VLndL"tnfey  Breiten, 
oder  TAvey  Längen  und  drey  Breiten  durch  eine  Fara^« 
bei  von  den  drey  stum  Griuide  der  Bechn|ing  geleg» 
ten  Beobachtungen  darzudellen^  -  Er. hat  feine  Rech-* 
nun^en  vervielfältiget*  und  damit  nnfereLeferJeh^n, 
wie  weilig  ßin6  Par.ajfelpafst  ^  fo.  ibtztsn  wir  hier  aur 
Probe  ein  Refultat  feines  Calculs  her.  -    :« 

Parabolifche  Elemente  für  das  Piatzi'fcke  öeßiiii, 
von  Dr.   Olbers  berechnet. 

Alisa  Länp,en  AusiLSncen 

■  uiiüir'^l^iLw  PtidaBreit. 

Länge  des  Knotens  Ji  .  »  2  Z19**  50'  ♦  .  .  2Z2i*    7' 

Neigung  der  Bahn  ......  10    58    •  <  •  ^  •    9    4g    . 

^  Länge  der  Sonnennähe  .  j     2^     24    •  ;  .  4    10      6 

Zeitd.  0Nähei8oiJnn.8. 16U16'   1801100.25.71138^' 

Ab&and  der  Sonnennähe    2153510  •  •  •  •  2^x3268 

Die- 


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364     ''BkmtM:  Correfp.  tgoi.OCtOBEtC  ^ 

' '  -  Diefe'P&Täbeln  Dähern  fich  auch  derjenigen«  wel« 
A%  Btwekharät  bereits  berechnet  hat,  üdd  die  wir 
im  IV,Baiide"der  M,G.  S. '60  mitgetheilt  haben.  Dr. 
Burekhöpäl  Ve9^chwX!6^^2LmM9  fchou,  und  wieder« 
holt  bey  Gelegenheit  der  Söldner^ icheii  Bahn^  *)  diefe 
Verficherung  nochniahls ,  dafs  er  fchwerlich  glaube; 
dab  ea  eine  andere  Parabel  ,  als  die  feinige  geben 
]k^nne»  weiche  den  Beobachtungen  nSher  Gnüge  lei« 
fien  wühfe.  Hieraus  folgt  im  Gänsen  der  -ziemlich 
AchereSchlufa,  dafsßeh  die  Piaz-zVfchen  Beobaeh- 
timgen  durvAaus  durch  keine  Parabel  erträglich  dar^ 
ßelleji  lajjen  9  und  dafs  iJu  ich  folglich  nur  eine  plmtetO' 
rifche  oder  eüipUfche  Bewegung  zukernmen  lidnne; 

.  Dr.  Oibens  war  demnaeh"  wirklith  itti  Begri£Fe» 
an»  der  vbllfiändigen ,  obgen^innten  verbefferten'Reiht 
der  FiazuKtxen  Beobachtungen  eine  neue  elliptifche 
Bahn  diefe»  plane  tarifchen  HinüraehkÖrpefrs  zu  berech- 
nen, da  er  ein  fehrgrofses  Zutrauen  zu  der  grofsen 
Genauigkeit  der  Beobachtungen  hegte  ,  wozu  ihn 
nicht  blofs  die  Angabe  in  Dedmalen  und  Hnudert* 
theilen  von iSecunden ,  fondern  FiazzVa  Name,  feine 
fonftervTielenegrofse  Genauigkeit,  und  feine  bekannt- 
lich fo  vortrefflichen  luftrumente  veranlafsten.  Allein 
fehr  bald  fah  Dr.  Olbers  eiu^  dafs  die,  angegebenen 
geraden  AufßeiguugemhiQx  und  da  beträchtliche  Fehler 
haben  muLsten;  zumTheil  fand  er  ans  den  laufenden 
Differenzen  diefelben  Irrthümer,  welche  wir  fchoo 
im  IV  Bande  der  M.  C.  S.  156  gerügt  und  angezeigt 
haben;  und  im  Februar  vermuthet  er  fogar  Fehler  von 
beynahe  20  Zeitfecundeu,  welche  fich  nicht  wohl  durch 
irgend  eine  wahifcheinliche  Coujectur  verbeflern  laf« 

♦)  MC  IVB.  8.  161. 


XXXIX.   üebn  den  neumHaiiiptptametm.     365 

JFär  eine  eben  To  aDdankbare  als  fiberflürfige  Arbeit» 
bafonders  da  anfer  Burchjiardt  hierin  fchod  all6a  ge- 
leiftet  hat,  was  man  leißeh  konnte.  Er  begnügte fich 
daher  zu  verruchen  ^  in  wie  ferne  diefe  neuen  Piozzi*- 
fclien  Beobachtungen  von  einer  Kreis- Hypothefe  ab wl* 
chen;  £r  fuchte  aifo  ^uerft  ans  den  Beobachtungea 
vom  i  Jan.  und  n  Febr.  einen  Kreis;  und  nachdem 
wirihin  unfere  im  vorigen  Hefte  S.  280  berechnete 
Tafbi  der  Pia:^'ichen  Beobachtungen  in  der  Hand- 
fchriftmitgetheilt;  hatten  ^^)  Verbeflerie  er  diefe  Kireis^ 
Elemente  folgendermafsen: 

HalbmelTerdeskreifes  ;;..;;..,;;..  2,730185 
Länge  des  auffteigenden  ß  ......  2Z  20*  23'  45* 

Neigung  der  Bahn ...••.••  11       3     36 

Heliocentrifche  EntfernuDg  vom  ß  1  ä         • 

inderBahni  indererßenBeobatht.  J    •  *  *'    ^     ^^'^ 

tJmlanfszeit  .  .  4 ;  .  .  ;  i647f  75  Tag4 

l*ägUche  heliocentrifche  Bewegung  ....  13 '  8/528 
Mit  diefen 'Kreis- Eiemisuten  ftimmcn  nun  diezwi^ 
fchen  liegenden  Beobachtungen  auf  folgende  Art: 


Berechnete 

•    •    LUnge 

berechnete 
Breite 

Fehler 

1801 

1 

d^r  Lauge 

der  Breite 

»9 
8> 

i  Z  «3**  12'  24«"3 
I     »3    aS    16,  2 
I     a4    40     5,  4 

a°  10'  28,"s 
I    53    11.  3 
i    10*  36.  4 

-i-    1'  46,  "7 
-H    a    17,  0 
-^    X    5«.  X 

—  0'  ao,*^ 

—  0   a6, 9 

—  0    IS."« 

Am 

*3  Bey  diefer  Gelegenbeit  theilte  unt  Dr.  Olhers  in  deü 
5.  2go  des  vorigen  Ileftos  abgedruckten  P/azzrCchen  Beob« 
«ciitiingen  folgenden  Drackfehler  mic,  welchen  wir  hiec 
sdr  VerbeflTeruiig'niltthdilen.  Die'Sotinea-  Länge  den  i§ 
Jan.  ift  um  eine  Minute  zu  grofs,  und  mafi  pZ  29*  1$' 
53/8  gelefen  Vrerdeiu 
iMoft«  Corr.  IV  B.  ißoi.  B  b 


:^66         MMiAi  CQftefp.  iSoh  OCTOBER     . 

.Ans  dieren  geringen Uoterfchieden  ton 'der  KreiS'Hy- 
pothere  zieht"  Dr.  Olbers  folgende  SchlüfTe: 

1 )  Das  PiazzPtche  GeAirn  iß  den  Beobachtungen 
tn  Folge  wirklick  ein  Pianet ,  und  bewegt  ficb  in  et- 
iler nicht  fehr  excdnttifchen  EUlipfe.  / 

2)  Es  ift  wahrrchelnlich  »  dafs  diefer  Planet  wäh« 
rind  den  Beobachtungen  nickt  weit  von  der  Apfiden- 
linie,  das  ift,  entweder  dem  PeriheliaRi»  ocWr  dem 
Apheliam  nahe  war. 

3^)  Elrfcheint  kaum  möglich ,  aus  fo  wenig  von  der 
Kreis-Hypothete  abweichenden  ,  unter  (ich  fo  nahen 
Beobachtungen  irgend  etwas  ficheres  über  die  Ahmet 
fangen  der  wirklichen  Ellipfe  fedzufetEen.  Und  wenn 
auch«  xvi^  ^ivrrAAarJ^ gefunden  hat«  and  wje  alle pa- 
Tabolifche  l£lemente  beftätigen  ,  der  Planet  während 
den  Beobathtungen  feine  heliocentrifche  Gefchwin- 
digkeit  etwas  vermehrt,  und  feinen  Abfiand  von  der 
Sonne  etwas  vermindert  hat:  fo  wird  es  doch  fehr 
tchwer  feyn «  für  einen  fo  kleinen  Bogen  (die  Kreis- 
Hjpothefe  gibt  ihn  8°  57'  )  und  eine  fo  wenig  excan* 
trifche  Ellipfe  mit  Gewifsheit  auszumachen,  ob  das 
Piazzi'fche  Geßirn  kurz  vor  dem  i  Januar  durch  fsiu 
Aphelium,  oder  nicht  lange  nach  dem  n  Febr.  durch 
feinPerihelium  gegangen  id.  Dr.  Olbers  gibt  zu«  dats 
£urchkardt  eine  fehr  gut  mit  den  Beobachtungen  har- 
monierende Ellipfe  gefunden  habe,  bey  der  das  Aphe- 
lium  auf  den  i  Januar  fällt;  allein  es  fcheint  ihm, 
man  mülle  eine  nicht  viel  fchlechter  ßimmende  Ellip-  , 
fe  finden  können«  wenn  man  das  Perihelhim  einige 
Tage  nach  dem  11  Februar  oder  vor  den  n  Februar 
fetzt. 

*   . 

4)Dto 


'  4>Die  Utigewiraheit,  oh  n^^WxAi  Fiaztt  iein  Ge* 
fiirn  in  der  Nähe  des  ApheHaiAs  oder  Perihdiams 
iieobachtet  hat,  hat  auf  die  künf^igCfQ  zarAuFTuchuBg 
def  Geftirns  im  voraus  aogegebeueb  Örter  Einflnb* 
War  der  neue  Plandt  vor  dem  i  Januar  durch  fein 
Apheli^um  gegangen,  fo' vermehrt  (ich  feine  hei locen« 
trifche  GefcWindigkeit  immer,  und  auch  feine  ged'> 
tentrifchen  Längen  mtilTen  im  Augull  und  Septem-j 
ber  "gröfser  feyn ,  als  nach-  der  Kreis-Hypothefe.  Ift  et 
«ber  im  Februar  durch  fein  Perihelium  gegangen ^  fo 
liat  fich  nachmahls  die  heliocen trifche  Gefchwin-> 
4igi(Leit  vermindert,  und  feine  gebcentrifchen  Län^ 
gen  mülfen  im  Augult  und  September  kleiner  feyn» 
nk  nach  der  Kreis- Hypothefe.  Weil  man  nun  nichC 
willen  kann,  welcher  von  beyden  Fällen  eintritt,  ta 
i&  es  zur  künftigen  Auffuchung  desGeßirns  ficherer» 
die  aus  der  Kreis  »Hypothefe  gefolgerten  Orter  zum 
Grande  zu  legen,  die  von  den  wahren  nicht  fe&r  ab-« 
weichen  können )  and  die  unter  beyden  möglichea 
Fällen  das  Mittel  halten.  n 

Von  den  Burckhürdt*tchidn  Weichen  diefa 
Örter  in  der  Lauge  nicht  übet ^zwey  Grade, ^  in  dot 
'Breite  nur  um  ein  Paar  Minuten  ab.  Man  wird  alfo 
den  neuen  Planeten  am  ficherften  wieder  finden ,  wena 
man  von  diefen  durch  die  Kreis  Hypothefebeftimmtea 
pibers'^chen  Puncten  ausgeht  ^  uud  ein  Paar  Gradd 
vorwärts  und  rückwärts  diefelben  Breiten  parallel 
dnrclifucht  ,  und  fich  alle  darauf  befindliche  kleine 
Sterne  bemerkt;  * 

Über  den  von  einigen  Aßronomen  gemachten  Ein* 
'Warf«  dab  die  gefundene  ftarke  Neigung  der  Baha 
dee  JPiäxxPkheu  Gellirna  einen  gegründeten  Zweifel 

•<  ß  b  a  '         gegptt 


gegea  den  PlaBeiismas  diefes  Geftirns  geben  könne, 
jerkläTt'Tich  Dr,  QUersfAlo:  '<Die  für  einen  Plaoeteii 
^[q.  .ungewöhnlich  gro£se  Inclination»  die  die  ellipt»- 
t;k(dien  Elemente  fiem  Pi4:;:zt^fcheu  Geßirn  geben t 
lyrcheint  mir  kein  Grund  zu  feyn,  am  delTen  Willen 
Kliman  es  nicht  mehr  glaablich  finden  follte,  daCs  dief 
«iGeßirn  ein  Planet  fey.  Wir  wilTen  ja  darchaua  kei- 
y^nen  phyüfchen  Grnnd  aq^^geben ,  waram  die  Plane- 
,,ten  eben  eine  fo  kleine  Inclinatiön  haben  müflen. 
^,SeJibft  die  Hypothefi^.des  grorsen  La  Place  ^  dars  die 
yyPlaneten  aus  der  üch  na(th  und  nach  zuCammenzie- 
b^henden  Sonnen-Atmo^phäre  abgefetzt  wären  ^  iß  nicht 
p^allein  Wenig  ^ahrfcheinlich ,  fondern  ich  glaube  fo- 
^^ar  fagen  zu  können  «  offenbar  falfch»  weil  die  Be- 
^ywegnngen,  nSmlich  die  Wurfgefchwindigkeiten  der 
^yPlaneten^  nicht  damit  übereinßimmen »  und  dies  ift 
^,doph,  fo  viel  ich  weifs,  £e/^(??2'f  Träilmerey  ausge- 
»^noromen^  die  einstige  Hypotbefe,  wodurch  man  von 
^den  geringen  luclinationen  der  Planetenbahnen  eine 
„phyfifche  Urfache  anzugeben  gefucht  hat.  Newton 
4,fand  bekanntlich  eben  in  diefeu  geringen  tnclinatio- 
'9»nen  einen  überzeugenden  Beweis  der  willkührli- 
^,chen  Anordnung  eines  allmächtigen  Schöpfers^  ^  'Im* 
^,mer  iß  es  alfo  gar  nicht  bewiefen ,  dafs  nicht  ein  Fla« 
««i^et  eine   Neigung  von   n    bis    12    Graden    haben 

«»könne'* • 

Unfere  Lefer  haben  fchon  aus  dem  Au^uQ- Hefte 
5.  159  gefehen,  dafs  felbß  La  Place  dielen  Einwurf 
geringe  uenot.  Aber  mehr,  und  mit  gröfserm  hech* 
ce  find  die  Meinungen  über  die  Vermuthung  getheilt, 
dafs  das  Piazzi^che  Geftirn  einerley  mit  dem  Come-. 
len  von  1770  feyn  könnte,  Dr..  £W£rj  finden  .es  durchr 
.  ..  attt 


XKXrS'^f^Aer  den  neuen  HauptptafiHen.    369 

äü  nicht  wabrfcheinlicb.    Er  fclireibt  uns  hierüber  T 
,;Äti  Tich  kann  ,wol  der  mit  einer  To  oDgeheuren  At- 
,,mofphäre  umgebene  Comet  von  1770  fi^h  nie  aUein 
9;dtl5rn  8  Gröfse  ohne  aUen  Nebel  zeigen.      Aber  die' 
,,Bahu  des  Coraieten  von  1770  mag  auch  darch  denJa^' 
,ipHer  verrückt  feyn ,  wie  lie  will,  fo  muft  fie  noch' 
^pmmer  iti  einem  Functe  der  Bahn  des  Jupiters  fehr 
f^inahe  feyn ,  folglich  kann  fie  durchaus  keine  DImen*' 
»jffiocen  annehmen»  die  mit  denen,  aus  den  Piazzr^ 
,;Tcheu  Beobachtungen  gefolgerten  ftimmen".     Der- 
ftlben  Meimmg^lft  auch  Prof.  Bode;  auch  diefer  Aftro- 
notn  drückt  üä's  feine  Zweifel  dagegen  mit  folgenden 
€riründen  aus ;  ^' Sollte  eine  fo  ungeheure  Umformung 
,,der  Geßalt  und  Lage  der  Bahn  eines  Cometen  durch 
„die  Anziehung  des  Jupiter  möglich Jeyn?     Den  Go-' 
„meten  von  1770  fah  ich  in  Hamburg  am  i  Julius  in 
„der  Leyer  mit  feinem  ihn  umgebenden  Nebeln  ia 
y^der  Tch6inbären  Gröfse  faß  des  Vollmondes ,    und 
/«vollkommen  rund« '    Sollte  diefer  Comet  dreymahl 
„weiter  entfernt,  als  die  Sonne,   ohne  allen  Nebel  * 
..crfcheinen  können  ?    Der  Comet  von  1729,  der  über 
„viermahl  weiter  als   die  Sonne  beobachtet  wurde, 
,^erfchien  durch  ein  16  füTsiges  Fernrohr  mit  TeinenL 
y;NebeI  Co  grofs  als  Jupiter,  durch  das  nämliche  Fernp 
,(f6hr  g^fehen.    Lieber  wollte  ich  anuehm'en,  derCo- 
„met  von  1770  zei^e  fich  nur  bey  einer  folchen  Än- 
.(iiSherung  ge^en  die  Erde,  als  damahls  in  einer  fo 
„flark  leuchtenden  Nebelhülle  ;  er  war  nach  Lam- 
iJbett'^  Berechnung  am  i  Jul.  nur  fiebenmahl  weiter 
fi'iids  der  Mond  von  uns'*.    ...... 

Wie  dem  auch  fey,  fo  werden  künftige  Beobach*^ 
lÄDLDgen  bald  und  ficfaer  üher  das  PiaxjxSk)iß  (jeßirn 

B  b  5  '  ent« 


ontfcheiden  ;  aber  was  den  Gameten  vop  1770  bi*; 
trifft,  fo  durfte  allem  AoCehen  riachübe»  diefeutr^i^' 
felbaften  WeUkc^rper  noch  lauge  ein  uDdurcbdringU- 
cjhes  Dunkel  Tchweben  »  bis  uos  etwa  e^n  glucKlld^es 
Ungefähr ,  durch  Zeit  und  Um(^ände  herbeigeführt, 
diefeß  Geftirn  wieder  :^a  Gefichte  bringt.  Prof.  Wurm 
j^r^gt  daher;  "  W^s  foll  am  Ende  aus  diefem  Gellirn 
„werden?  KinPlaiieto-Comet  ^  oder  ein  Mittelding 
„xwifchen  beyden"?  Vergebens  YerUeren  wir  uni 
in  Conjecturen  diefer  Art ;  allein  ^flicht  eines  Ge- 
fchichtrchreibera  ift  >  alle  Meinungen  nnd  Stimmen 
KU  fammeln  t  tind  getreu  zu  referirea;  da  wir  nun 
einmahl  diefe  Pflicht  übernommen  haben ,  fo  wollen 
y^ir  4erfelbeii  auch  gewülenbaft  nachkommen« 


Kurz  vor  dem  Abdruck  diefes  letzten  Bogeas 
V^nrde  uns  noch  den  zi  Septbr.  ein  febr  heitrer  Mor- 
gen zu  Theil.  Ich  hatte  das  Vergnügen»  diefe  Nacht 
in  Gcfellfchaft  des  königl.  Aftronomeü  und  Vorfte« 
Iiers  der  Prager  Sternwarte  Caoonicus  David,  und 
des  VroLBürgf  diejenige  Himmelsgegend,  in  deren 
Nachbarfchaft  der  vermuthete  Planet  lieh  g^enwär- 
,tig  aufhält  9  mit  einem  parallactifchen  Inßrumente, 
i  einem  3|ful6igen  DoUond,  nnd  einem  guten  Come« 
tedfucher  bis  zum  Anbruch  der  Morgendämmerung » 
einige  Grade  oft  -  nnd  weltwärts  um  den  zu  erwar« 
f  enden  Ort  herum ,  zu  durcbfuchen.  Allein  bis  jetzt 
haben  wir  keine  Veränderung  in  der  Stellang  eines 
eipzelnen  Sterns  gegen  benachbarte  bemerken  kön» 
sen,  und  Qben  fo  wenig  irgend  einen  jefjipden » der  fich 

durch 


XXXIX«  ÜJib^  den  neuen  tläiiiiptpUmeUn.     ^^i 

doTch  etwas  planeteuäbnlichet  auszeichnete.  -  Ich  be» 
forge,  dafs>  uns  die  Auffuchung  diefes  .Geftirns  noch 
viel  zu  fcha£Fen  machen,  und  manche  fchlaflofe Nacht 
koßea  dürfte  ,  denn  folgende  Betrachtung  fcheiol^ 
uns  aUe  Hoffnung  zu  rauben ,  diefen  nnanfehnlichenf 
Ank^ömmling  früher»  als  bis  zur  gänzlichen  Abwefen*r 
hteit  ailes  Tages*  oder  Monclenlichts  aufzufinden;  ^' 
.  Wir  haben  unfern  Lefern  weiter  oben  heue  £le« 
mente  einer  Kreisbahn  mitgetheilt,  welche  der  üner- 
Qiüdete  Aftronom  Dr.  Olbers  aus  der  ganzen  Reih0 
der  if/azzi'fcHen  Beobachtungen  berechnet  hat.  So 
ungewifs  diefelben  auch ,  der  Natur  der  Sache  n^ch^' 
ip  einigen  ihrer  Beßimmungetheile  fejn  mögen:  for 
folgt  doch  fo  viel  tnit  Gewifsfaeit  daraus,  dafs  dieCei^» 
neue  Wanderer  jetzt  im  September  ävfsezft  klein  «r-f 
fcheinen  mufs.  Den  i  Jenner  1801  am  Tage  feiner 
Entdeckung  glich  er  nach  Pi^zzPs  Schätzung  einem 
Stern  der  achten  oder  neunten  Gröfse.*)  Sein  Ab- 
fiand  von  der  Erde  wardamahls  1,968.'  Nun  ift  die- 
fer  Abftand  den  19  Aug.  nach  Olbers's  Elementen,  3*645 
und  den  7  Sept.  3,536*  das  ift,  beynahenocheiomahl 
^  fo  grofs,  als  zur  Zeit  feiner  Entdeckung;  und  da  be- 
kanntlich das  Licht,  oder  vielmehr,  die gefehene Hei* 
ligkeit  {Ciaritas  vijä)  noch  mehr,  als  im  umgekehr- 
ten quadratifchen  Verhältnifs  der  Entfernung  ,  ab- 
vimnit:  fo' läfst  fich  leicht  hieraus  berechnen,  von 
welchem  Glänze,  oder  beller  zu  reden ,  von  welcher 
Unfichtharkeit  diefer  Planet  gegenwärtig  feyn  muffe. 
Diefe  Betrachtung  ift  uns  fchbn  bey  der  erften 
Ankündigung  diefea  neuen  Gefiirns'*'*)  nicht  entgan- 

B  b  4  gen« 

^n  M.  C.  IIIBtnd,  S.  604. 


572        ttouaä.  Conejf.  tgoh  OCTOBEK, 

geoy.imd  icfaon  damahls  ^afse^teo  wir  diefelbe  'i$*' 
torgnifs ,  dafa-,  wenn  diefer  vermothete  planetaritclie 
Weltkörper  fich  in  feiner  Erdnälie  ala  einen  teleft- 
kopifchet)' Stern  zeigt,  er  wol  in  feiner  grörseni 
Eotfetnang  vbn  der  Erde  uns  ganz  verfckwifideii, 
und  unfern  ftärkfiten  Fernrohren  entrückt  werden 
dürfte«  Di^  gegenwärtige  Olbers'tche  Befechnnng 
fechtfertige^  nnnniehr  diefe  gehegte  Vermathnng. 

'  Wir  glauben  demnach^  dafs  die  Auffachung  die« 
tu  GeftirnyerA  dann  mit  einigem  Erfolg  wird  gefche- 
Jieii  kj5nnen«=  wenndelTen  Culmination  dureh  gute 
Mittagsfernröhre  zu  beobachten  möglich  fejn  Wird, 
W^Bl^hea  auch  mit  der  allerfchwächften  Beieuchtnug 
4er  Fäden «  nnd  nicht  leicht  vor  dem  Monat  Decem^ 
1^  geCcheben  dürfte. 


!:. 


•*■     ..<■•-.  -  ■ 


.Vji.»V     t,  ^   .1»:.  y.  '.  ^    '     »»** 


XL.    Schreiben  eines  l>ieyhiMäHäaifA       37  J 

Briefeines  NeuhoUändifciien  Wilden  Bänfiolong- 

oäet  Bennittong  von  Botamjbay,   (den  Cap.  Hunter 

mit  nach  London  gebracht  und  deflen  Bild  in  Cot' 

lins\s  Account  S.  439  fteht)  nach  feiner  Rück-    . 

kehr  in  feine.  Heimath.  *) 


To  Mr.  Phillips  f   SCewar^  tQ  Lord  Siäaey,  .- 

Sidney  New  South    PPales , 
Jugufi  29  27p^. 

Sir 

1  am  very  well.  I  hope  you  are  very  ui^ey.'  I  ilive 
at  the  GoverDour's,  I  have  dinner  there  every  day* 
I  have  not  my  wife.  Another  black  raaa  ,^ook  I^er 
away.  We  have  had  mnzty  doings.  tie  fpeard  me 
in  the  back»  but  I  better  uow.  Hi^' ttaniis  is  now 
Garroway.  All  my  fritods  alive  and  ürfelf.  Not  me 
go  to  EoglaDd  DO  more.  I  am  ät  home  now.  Ihope 
Sir  you   fend  rae  any  thiog  you  pleafe'Sir.     Hope 

B  b  5  all 

.    . .  .      .  (•'■.■■• 

*^  Diebn  io  jeder  RückBcbt  p(y^ologiliab:n}exkwardig«i 

Bpef  erhielten  wir  duroh  die  freund rckafdiche  Gfl^t^  ii^ 

Hofr.  fi/umtf/i&acA  in  Göttingen.    £•  find  die  .«rften  Schri^^ 

te  der  Aus  wandenin^^  Europäifcher  CuUar  su  unfein  As? 

tipoden,  und  wir  theilen  ihn  unfern  Lefern,   als  einen 

kleinen  Beytrag  sur  Völkerkunde  mit.'    Dies  fchreibc  ein 

wahrer  'Naturmenfch  ;  wer  findet  hier  aicht  Sparen  des 

^   Homerifchen  Ideengangef^Midldfr  CicerattkUf^itn  Epifie^ 

.kxform?    V.Z. 


374       Sbmad.  Correjp.  tgoh  OCTOBEIL 

ull  are-welT  m  Ebgland.  I  höpe  Mrs.  Phillips  ve^ 
ry  well.  Yoa  Durfe  me  Madam  wheo  I  fick.  Yoa 
Terj  good  Madam.  I  thaok  jpn  Madam ,  aod  hopa 
70U  remarober  me  Madam.  Not  forget.  )  ktiow 
yoa  verj  weil  Madam.  Ma^an^.  I  want  ftockiugs. 
Thank  jou  Madam.  Send  me  two  pair  of  ftockingi» 
Yöu  my  good  Madam.  Thank  you  Madam,  Sir 
yoa  girc  my  duty  to  LotdSidoey.  Thank  yoa  very 
good  ray  Loid,  very  good.  Hope  very  well  allFa* 
mily,  very  well.  Sir  fend  me  you  pleafe  fome  band« 
kerchiefs  for  pocket.  ^Tou  pleafe  Sir  fend  me  foma 
Ihoes.    Two  pair  yoa  pleaC», 

jBarmolong. 


Eine.'^et^eue  und  wörtliche  Ueherfettimg  lautet 
7ii  Deutfeh  alfo: 

Mein  Herr ! 

Ich  liin  recht  'Wohl.  Ich  ho£Fe  Sie  Tind  auch  recht 
wohl.  Ich.yfphxxehey  dem  Gouverneur  im  Haufe. 
Ich  habe  da  alle  Tage  mein  MittagelTeo.  Ich  habe 
nicht  meilt  y/eib.  Ein  anderer  Ich  warzer  Maqn  hat 
iie  weggenommen,  .  Wir  haben  viel  zu  fchaffeu  ge* 
habt.  £r  hat  mich  mit  einem  Spehr  in  den  Hückea 
Terwood^»'  ich' aber  jetzt  belTkr.  Sein  Name  iß  jezt 
Carroway,  Alle  meine  Freunde  am  Leben  und  wohl. 
Ich  nicht  mehr  nach  England  gehn.  Ich  bin  jetzt  zu 
Haufe.  Ich  hoffe,  mein  Herr »  Sie  fchicken  mir  etwas» 
Was  Ihnen  gefällig  ifi,  mein  Herr.  Ich  hoffe,  alle 
find  wohl  in  England.  Ich  hoffe  Frau  JPfulUps  irecht 
wohl,    Siiß  pflegen  auch  Madam ,  wenn  ich  krank. 

Sie 


XLI.   Aegypt.  Thierkreis.  3175 

Sie  eine  gute  Madam.  Ich  danke  Ihnen  Madam,  und 
hoffe,  Sie  gedenken  meiner /Madam.  Vergeflen  Sie 
nicht.  .Ich  kenne  Sie  recht  wohl ,  Madam.  Madam» 
ich  bfanche  Strümpfe.  Ich  4auke  Ihnen  Madam. 
Schicken  Sie  mir  zwey  Paar  Strümpfe.  Sie  meine 
gttte  Madam.  Ich  danke  Ihnen  Madam.  Mein  Herr, 
machen.  Sie  meine  Empfehlung  an  Lord  Sidney.  Ich 
danke  Ihnen  mein  fehr  guter  Mjlord.  Hoffe,  diegan* 
ze  Familie  recht  wohl ,  fehr  wohl/  Mein  Herr ,  fehl- 
oken  Sie  mir,  wenn  es  Ihnen  gefällig  iH,  einige  Sack* 
tücher.  Wenn  es  Ihnen  gefällig  ift,  mein  Herr,  fehl- 
Cken  Sie  mir  einige  Schuhe,  Zwey  Paar,  wenn  es 
Ihnen  gefällig  iß.  Bannolong. 

XLI. 

Einige  Bemerkungen  über  einen  handfchriftllch  uns 
mitgetlieiiten  Auffatz :  Das  Alter  der  in  den  zer- 
.   ßörten  Aegyptijchen  Tempeln  entdeckten 
Thierkreife   betreffend. 


(Siehe  M.Cr.IIBand  S.493  f.) 


ö. 


Per  ungenannte  Verfaffer  diefes  Auffatset  fchlieCit 
damit ,  dab  er  erkennt,  dafa  man  alle  Neben«mftän« 
de  wüTen  muCs ,  ehe  man  über  das  Alter  der  Aegypti« 
fchen  Tempel  entfcheiden  kann.  Hätte  er  alfo  nicht 
fieiTer  gethan ,  diefe  nähern  Nachrichten  abzuwarten  ? 
Pas  Fran^öCfche  National-Inßitut  hat  wenigfieng  die« 
.  Je  Hegel  der '  Vorficht  beobachtet ;  denn  als  JPrany  des 
Ingenieurs  C^raboeuf  Bixei.dßK  exEten  GaAe  TOjrlas, 

fo 


37^       Monatt.  Cbrr0.  fgot.  ÜCTQEER. 

lor  erhob  T^  fogleich  moleblKifter,  a>er  fdir  kurzer 
Widerfpriich,  weil  tBad  die  Bemerkirog  machte,  dab 
ipan  di^fen  Gefitetifiand  Dur  dann  wöMe  gründlich 
unterfachen  können  ,  wenn  maQ  die  tiittftäDdlichen 
Nachrichteo  ,  voriüglich  die  mit  georfietrifcker 
(jfgnäüigkeit  und  uiCh»  nach  blofseni  Äxsgeumab 
geiiommeneu  Abzeicbiiungen-  dtefer  Gfegenftände  er- 
halten hgb'en  würde.  .Öcr  Zeitraum  von  36525  Jahreii' 
ift  nicht,  wie  der -anotfyt*«  Verfaffer  fagt,  das  Pro- 
dttct  atift  den  banden  grofsen  Cjkelp  der  Sonne  und 
des^Mond^r  fondern.  bloß  des  Sonnencykels,  oä'mr 
lieh  365t  5  Aegyptifche  Jahre  (xu  365  Tagen)  find  gleich 
3 6 500  Julian] fchen  Jahren.  Diefs  ii\  üicht  der  einzige 
Fall,  wo  der  Verfaffer  a^u  prkennen  giebt-,  dafs  Aßro-. 
^omie nicht  fein  Hauptfach  ift;  lo  z.  B,  fpricht  er  von' 
^er  Schwierigkeit  der  Eintheilung  der  Ekliptik  in  12 
gleiche,  und  in  ebcp  fo  viele  Bilder/!  .  Die  Cklipti]^ 
aim  Himmel  ift  ja  nicht  wie  ein  Inftruraeut,  fonderp 
nur  in  Gedanked  eingetheilt,  und  die  Gleichheit  die« 
fer  Thcfiiungen  hat  gar  keine  Schvyierigkeit.  Der  Verf. 
tadelt,  dafs  die y^^o^y^i/cr  den  Hcliakal  Auf-  und  Un* 
tergang  der  Sterne  auTser  der  Ekliptik  zur  ßezeich«^ 
nung  der  Tage  und  Jahreszeiten  gewählt  hätten,  und 
findet  darin  ein  l^ennzeichen ,  dafs  die  Aegyptier  fil^ 
Vottheiltf  der  Ekliptik  zu  gleichem  Zweck  picfet  kann. 
te«>9  'Allein  ohne  In(lraniente,'nm  die  Sonnenhöhe 
^unehtpen,  kann  man  ja  nicht  finden,  in  welchen^ 
Fnnct  der  Ekliptik  die  Soiine  ift.  Der  Heliakal  Auf- 
lind  Untergang  der  Sterne  ift  das  einfachfte  Mittel, 
welches  der  blofse  Anblick  des  Himmels  (oh* 
|ie  Beobachtung  mit  Inftrumenten)  darbietet,  um  die 
^^rfchifdfnen  Jahrcezeiten  zu  erkennen ,    nnd  die 

fchoiin 


icböoSeB .Sterne  find  hierza  die  zw^ckmäßigften ;  die 
Sterne  dar  Ekliptik  haben  gar  keinen  Vortheii  aber 
die  übrigen. 

ihifmis  ^  der  berühmte  Verf.  des,  Origine  de  toiis 
ies  CuUes  hat  in  feinem  .  gr9£sen  Werke  den  Tbiefw 
kreis,  welchen  man  auf  einer  der  Thür«u  der^atho- 
'<äralkir'che  Notre  Dame  ztf  P,ari8  findet,  in  Knpf^er 
Sechen  lalTen;  die  Anordnung  der  Zeichen  dief es  Thier* 
Jireifes  iß  voUkoniinen  identijch  mit  einem  der  beyden  in 
jiegypttn  gefundenen  Thi'erflreife. 

Welche  fonderbare  Ubereinßimmnng  zweyer  in 
,  Üb  verfehiedenen  Zeiten  and  in  fo  groCseu  Entfern  na- 
gen erbauter  Denkmäler  !  Wir  ho£Pen  alfo,  dafs  der 
ungenannte  VerfalFer  fein  heaucoup  de  bruit  et  jjcü 
de  fruit  zurücknehmen  wird. 


XLIl. 

Aftronomifche    Beobachtungen 

aus  Nord -Amerika. 


Jjaltimore  in  Maryland.  Beobachtete  Austritte  des 
I  Jupiters  Trabanten.  Mit  achromat.  Fernrohr  und 
(omabiiger  VergTöfserting.  '  ' 

1788    2  Januar    gU  6'  23"  mittl.Zeit  1 

9      —      10      o    14.  — 

18      —        6    23    57  — 

25      —       "8     18    54  — 


Georgtoivn.  Diftr.  Columbia.  Breite  38*  55'. 
Ringförmige  Sonnenfiiifternifs  den  2  April  179 fi  An- 
fang unter  dem  Horizont; 


37.6       ]llbma.,Cörrefp.  iSot.  OCTÖiEtU/ 

Der  Ring^ift  vollkommen  gebildet    igU  ^g'   .  {»"^as^^iiltL^Zeil 
der  King  wird  gebrochen  .     .     ,     i%  .    43    1$,  25 
ISode  dec  Finfternift      »    »    .    .    19      55    3?*  ^"^5 

fVushington.'  Breite  58*   52'  40'.     B^deckoiig 
4m  Aldebarao  vom  Monde :  '      < 

i*f9ä  iijta.  JEiiitt.  7Ü  55'  49/5-  Auiir.  9O  as*  al/5w.Z» 

Neae  Breiten  •  BeftimmatigeD. 

Stadt  ^ie^  am  See  Etie    »    •    •    »    42*    V     14'  N* 
Natckez    «•.•..••••«    31    33      48^.  *• 


XLIH. 

Verbeir^rung     * 
aum  Auguft-Heft  der  jW.  C.  S.  134 


iS 


In  der  Note  Zeile  22    fiatt  mor.  annttu«  4S  9 
5/94  murs  feyn  4S  9**  23'  4, "86. 

Zu  den  Epochen,  wie  fie  S.  134  der  ^.  C.  ange* 
geben  find»  mullen  die  darunter  Gehenden  Secular* 
deichangen  noch  ihren  Zeichen  addirt  odet  vxm  ih* 
Den  fubtrahirt  werden  ;  die  Sunim&  oder  Different 
gibt  die  mittlere.LäDge/ wie  ße  aus  den  Beobachtun- 
gen folgt,  und  mub  immer  dielelbe  bleiben;  wollte 
man  andere  Secular-  Gleichungen  brauchen,  romüfs'' 
ten  auch  die  mittleren  Längen  geändert  werden ,  da* 
juit  nach  iVnwendung  der  Secular- Gleichungen  die 
HämUchen  Summen  zum  Vorfchein  kämen» 

III  nihil  II II  '  - 

XLIV. 


^W.'jtfiron,  Beöbacht  aus  Portt^aL       57a 


XLIV. 

Aftronohiirdie  Beobachtungen, 

asgeßellt  anf  der  k.  Sternwarte  der  Mariue  zu  Lif. 

Jabob  voö  Manoel  do  Espirito  Santo  Umpo ,  Fregat* 

•ton-Capitain  und  Director  der  Sternwarte. 


^  *  * 


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IN  HALT: 

XKIX»  EtietiM  Marchand^t  Keife  um  die  Welt  in  den  J. 
-■'  .  i'jpo^'^innd  ^2,    C Befehl,  z.  S.  208)  '     2%S 

"XXX.  -Aevifioa  <Ser  neueftita  Kasten  von  der  Schweiz» '  (fottr  . 

fetz.  SU  S.  239  D  3*1 

XXXI.  Kalte  des  Gebietet  der  Reicht  -  und  Hanfe-Stadt 
-    Bremen  u.  f.  w.     Nach  trigonora.  VermefTungen  enc- 
woffen  voif  C,  A,  Heinecken  1798  323 

XXXII  Befchreibung  einet  neuen  WinkelmelTert ,  iron  detn 
Schwedifcheii  Ingenieur  J.  Osverhom.  Q  Hierzu  ge|iÖrc 
dat  tili  Ende  des  He^tt  befindl.  Kupfer.  ^ ,    .  334 

XXXIir.  Defcription  hiftorique'et^eogr.  de  Pindoßan.  par 
/.  ^enhetl ,  Ine;enieur  general*  dant  le  Bengale : '  tra* 
dnSte  de  l'Atiglait  par  J,B,  Bouchefeiche  cet.  3  Theile 
in  8  und   1 B.  in  4,  ~       ,  341 

KXXIV.  Beobachtungen  ziir  Beßimmunß  der  Länge  von 
Alexnhdrien  in  Aegypten.  Von  C  Niehuhr  angeheilt 
und  berechnet.  "       '  .      •      .  <      345 

^XXV.  Metnoriat  da  Aoademia  Real  dat  fcienciat  de  Lit- 

bo*.  T.  I.  Lisboa  1797  .350 

XXXVI.  Mektioriat  de  Matbematica  et  Phjfica  da  Acadd- 

iiiiA  b.  dat  fcienciat  de  Lisboa    T.  II  1799  353 

XXXyil.  Ueber  den  Einfluftder  fünften  Potenzen  der  Ex« 
centrxpitäten  auf  die  grofte  Störung  Saturns  und  Jupi- 
..tert.     Von  J.  C.  Burckharät,  356 

XXXVIIIi  Ueber  eine  Aufgabe  der  practifchen Geometrie» 

.von  J.  C.  Burckhärdt»    ,  ,  359 

XXXIX.  Fortgefetzte  Nachrichten  über  den  Ungft  vermu* 
theten  neuen  Hauptplaneten  unferet  Sonnen. Syftemt. 
.       CZumBeptenib.  St.  S.  I83;)  352' 

XL.  Brief  eioet  Neühollandifchen  Wilden  von  ftStany- 
^      Äi^ti    nach  [einer  Rückkehr  in  feine  Heimath.  373 

.  XLI.  Einige  Benlerkungen  über  einen  handfchriftlichüiit- 
!        getbeiuen  Auffatz :   V  i)ät  Alter  der  \t^  den  zerftötten 
Aegy^tifchen  Teihpeln  entdeckten  Thierkreife  beüref- 
.         fenjd.  >     .  .  i'  375 

XLII.  AftronomifcheBeobachtahgen  in  Nord-Amerik<        377 
XLfll«  Verbefleruhg zum  Auguft.  Heft  der  M,  C,  S.  134;     837 
XLlV.  Aftronom.  Beobachtungen,  angeftellt  auf  der  kön. 
Sternwarte  der  IVIarine  zti  LilTiibon ,   von  IfTanoel  do 
Bspirito  Santo  JLimpo ,   Fregatten. Capit.  Und  Directof 
der  Stern  w^.  379' 

fii^tiidf  ^iA  Kupfer  zu  S.  334  f. 


MONATLICHE 

CORRESPONDENZ 

ZUR   BEFÖRDERUNO 

DER 

ERD-UND  HIMMELS. KUNDEi 


NOVEMBER,  1801. 

I 

XLV. 

Befchreibung  von  Kafchemir; 

Von 
D.  JöÄ*  Friedn  Hennickt  in  Gotha« 


lo  der  letzten  Häirte  des  27  Jahrhundetts  erhidU 
man  die  erften  «nverläffigen  Nachrichten  über  die 
'Lage  und  fiefchaffiDnheit  von  Kafchemir.  JBemiert 
4«ir  «anterrichtetfte  unter  den  Indifchen  Reifenden « 
iMiriit  caerft  unter  den  Earopäern  im  Jahr  1664  diefeft 
merkwürdige  Alpenland ,  im  Gefolge  des  Kaifers  AU' 
rmtg-Zeh^  als  Leibarat  des  Nabab  oder  Omrah  27a- 
neck  Mertd  Kam  oder  JDanish  Mitfid  Khan.  Der  nach« 
Ae  Europäer  nach  ihm ,  der  diefes  Land  durchreift 
vnd  befchrieben  hat»  ift  Oeorg  Forßer^  welcher  von 
Motu  Corr.  17  fi.  100/..  C  c  Ben- 


482      MonaiU  Correfp.  igoi.  NOI^EMBER. 

Bengalen  aus  im  'fsiar^TjSi  'dahin  *kam. '  Der  erß« 
Band  feiner  merkwürdigen  Reife,  welche  von  Co^ 
cutta  über  Benares,  Allahahad,  l.uchiow,  Ferrucka* 
had,  Ramponr,  Moradahad,  LalUZ)o7ig,  Bellaspour^ 
.Nourpour,  Jumho  bis  Dnrroo,,  der  erften  Stadt  in  Ka* 
fckernir,  ^eht,  er  fehlen  1790  zuCalcutta,  der  zweite» 
vrelclier  die  Befchreibijjag  der  Keile  von.  Kafckemk 
ZVL8  üheT  Eazaar ,  Paiskawur ,  Cahul^  Ghizni^  Canda^ 
har.  Her at n^ch  Bai f ms h  und  Meschidfirum  Csispi^chea 
Meere,  von  hier  aus  zu  SdiifTe  nach  Mirachan ^  und 
von  jisLiih^r  JlLoskmimich  Si\  Petersburg enilfkLit^  ^98 
in  London.  Sie  ill  durch  eine  forgfältlg  gearbeitete» 
mit  erläuternden  und  berichtigendem  Anmerkungen 
begleitete  Überfettung  des  Hofraths  C  Meiners  in 
Götting^n,  wovon  der  erlle  Band  1796,  der  zweyte 
1800  zu  Zürich  bey  Orell«  Gefsner,  Füfsli  u.  Comp, 
erfchienen  ift,  unter  uns  bekannt  geworden. 

Diefes  find  die  Hauptquellen ,  ans  denen  wir  m> 
fereKenntnifä  von  der  natürlichen  BefchafiPenheit  von 
Kafchemir  fchöpfen.  Die  genauere  geographifche  Be» 
ßimmung  der  Lage  diefes  Landes  verdanken  wir  aber 
dem  grofsen  critifchen  Geographen  J.  RennelL  Von 
Forßer'a  Reife  kennte  Reniiell  bey  der  fiebenten  Auf- 
gabe feiner  Befchreibuug  von  Indoßqn^  wovon  wir 
im  October  •  Heft  der  M,  C.  S.  34t  —  345  eine 
Franzöfifche  Überfetzung  augezeigt  haben,  nur  den 
erüen  Band  benutzen«  £r  war  aber  fp  glücklich, 
durch  den  Capitain  fT7Uiam  Kirkpatrick  nicht  nur 
eine  Überfetzung  verfchiedener  Reifen  nach  Kafchs- 
mir,  die  entweder  von  MongolifchejiKaitern  felbß, 
oder  auf  ihren  Befehl  und  auf  ihre  Veranftaltung  na; 
ternommen  worden 9  fondern  auch  eineB  erläutern- 
den 


:  3tLV*  SefchreibUfig  voH  Käfchmlr.         483 

den  Ck>nini6atar  über  dlefelbett  zu  erhalteo,  wodarch 
HemteU  vot  vielen  Irrthümern  bewahrt  worden  ift , 
in  die  er  Ibnft  nnvermeidlich ,  wie  er  felbftgefteht, 
gefallen  teyn  würde«  *  Es  wäre  fehr  za  wünfchen» 
62SB  Kirkpatrick  die  Cohätzbate  Sammlung  feiner ,  für 
die  Gerdiichte  and  Geographie  von  IndUn  ititerellan- 
ten  Materialien  in  einer  Europäirchen  Sprache  be^ 
kannt  machen  möchte. 

UameUf.Lage^    Gröjse  und  Gränzert,' 

Kafchemlr  (^Cachemire  ^  Cashmere^  Cashmeer)  hat 
gegenwärtig  mit  d^r  Hauptßadt  einen',  und  denfelbea 
Spanien*  Die  Ferfer  nennen  es  wegen  biner  Schöne 
hcitße^^azeer^  das  nn vergleichliche  Land;  in  Kirk» 
}ßatrick*B  handfchriFt).  Nachr.  von  den  Staataeiukünf'^ 
ten  delTcIben  wird  es  mit  dem  Namen  Jötme^r  Nuzeer^, 
dasheif&t,  die  paradiesähnllcae  Soubabie ,  bezeichnet«. 
Es  liegt  im  34  u«  35  "  nördl,  Br.  und  im  74'  n.  75  * 
Olll.L.  von  Grcenwich,  nordwärts  von  Lahore^  wo- 
von es  durch hoheGebirgsreihen  getreont  ift,  und  zieht 
ßchvon  Südod  nach  Nordw. «  nach  Forßet^Bkngahe^  ia 
einer  Länge  von  90  Eugl»  Meilen  (69;  auf  einen  Ae« 
qoatorsgrad)  oder  194  Deqtfche  Meilen  hin»  Voa 
Durrao  an  erweitert  e»  lieh  allmählich  gegen  Jslaa^ 
vuibüd^  wo  es  eine  Breite  von  4oEngl.  oder  Sl^Deut- 
fche  Meilen  hat.  Diefe  Breite  erhält  fich  mit  geria* 
gen  Veränderungen  bis  an  die  Stadt  Sampjre^  etwa 
25  Epglirche  Meilen  von  derHauptftadt  entferi^t,  von 
WO  aus  die  Gebirge  durch  eine  regelmäfsigefeugung 
gegen  VVeften  zu  lammen  ftofsen,  und  Kajchemir  voa 
dem  Gebiete  von  Muzznjfcrahad  treuueo^  Hennell 
fch^tzt  die  giö&te  Länge  des  Thals  nur  auf  74  bis  75» 

Co  a  dage^ 


484     ManatL  Cofrefp/igoi.  NOFEMßEIL 

^gegen  aber  die  Breite  von  Heerapour  bis  Lar  auf 
50  Engl.  Meilen.  Nach  einer  Marfchroute  des  Kaifers  ' 
Jekan  Guire  (iai  J.  i6i9)f  deren  Dißänzen  femeflan 
find,  beträgt  die  Länge  van  Kafchemir  ^6  ^  und  die 
Breite  27  CoC»  des  Kaifers  j^ebdr  (.29  |  auf  einen  Ae- 
qnatorsgrad) ,  oder  S4  und  60  Bjsgl.  Meilen.  Hier  ift 
aber  von  den  politifchen  Gränsen  des  Landes  an  gs« 
rechnet ,  wo  Bamiaul  oder  Baithäl  der  füdößlichße, 
nnd  Bholbas  der  füdWeftlicfafte  Gränzort  ift  ;  beyde 
Orte  liegen  nämlich  anberhalb  der  Gränzgebirge  in  ' 
Seitenthälern. 

'  Nach  Forßer's  Angabe  ift  Kafckemir  gegen  Ner^ 
deA  tind  Nordofien  von  den  lihetanifchen  Gebirgeo, 
gegen  Südoft  nnd  Süden  von  Kiskteiuar^  gegen  Süd« 
weften  nnd  Weften  von  Prounce ,  Muzaffferahad  oml 
einigen  andern  nnabhängigen  Ländchen  Afganifcber 
Fürften  umgeben,  Kstch  ^bid^FazU^  dem  VerEififer 
des  ^yin-Acbaree^  der  in  der  Gränzbeßimmnog  fehr 
gi^nau  ift  9  wird  Kafchemir  ge«;en  Weften  von  dem 
Diftricte  von  Puckholi,  gegen  Südweften  von- dem  Ge- 
biete der  Gkickers,  gegen  Sädoft  von  dem  Gebiete' 
renJummoo,   nnd  gegen  Often  vom  FluEe  CkunmA 

»  begränzt;  gegen  Nordoß  liegt  Groß-tihet^  und  gegen 
Nordweften  Klein '  Tibet.  Der'  anfcheinebde  Wider* 
fpruch  zwifchen  einigen  diefer  beiden  Angaben  ver« 
fchwindet ,  wenn  wir  bemerken,  dafs  dortNamen  U«^ 
nerer  Diftricte  angeführt  find ,  die  einen  Theil  der. 
hier  genannten  Länder  ausmachen;  der  Chmäub abetr 
virelchet  in  den  Gränzgebirgen  von  Kafchemir ,  lUftt 

.  tfnd  Kisktewar  entfpringt,  ift  ftatt  Kisktewar,  wel- 
ches Land  er  von  Nordoft  nach  Südwieften  darck- 
flromt»  Als  9ßli<^be  Gränze  geMimt« 

Ein- 


XLV.  Bijchfeibmg  von  Ktfehmir.        485 

/ 

Eintkeilung» 

Im  Jyin  Acharee  iß  Kafchemir  in  ivfrey  Theile : 
Mtraje  xuid'  Kamraje,  ödlich  und  weftlich ,  getheilt; 
YeDer  begrieift  die  öftlicheD »  füdöftlichen  aud  oord« 
öftlicfaeo  ;  diefer  die  nordvveftlichen  und  rüdwefiU« 
chen  Difincte, 

Gebirge ,  Flüjffe  und  Seeti^ 

Dia  Gebirge,  die  das  Thal  von  Kafchemir  auf  al* 
len  Seiten  nrngthen,  ragen  mit  ihten  fteilen  und  felfi- 
gen  Gipfeln  über  die  Region  der  Wolken  und  Nebel 
hoch  empor,  und  lind  einen  gro&en  Theil  des  Jahrs, 
Esibft  bis  tief  in  den  Sommer »  mie>Schnee  und  EU 
bedeckt.  Der  Weg ,  welcher  an  der  nördlichen  Seite 
Att  Bannaul  Gebirges  9  welches  l^r/br  paCGrte »  hin» 
abfilhrty  iß  ungefähr  anderthalb  Slnglifche  Meilen 
kürzer  •  als  an  der  füdlichen  Seite.  Diefer  Unter» 
Giiiied  entfpringt  nicht  allein  ans  der  Terfchiedenen 
Erhabehheit  der  Thäler  an  dem  nördlichen  und  füd» 
liehen  Fnfs  der  Gränzgebirge  ,  fondern  auch  ans  dem 
fimfiern  Abßdl  des  füdlichen  Abhanges.  Es  leuchtet 
Cdion  SOS  dem  föhneilen  Laufe  der  FlülTe  in  diefen 
Oefendeu  ein »  dafs  das  Thal  von  Kafehemir  beträchtK 
lieh  höher  liegt,  als  die  Panjah^  Ebenen.  Diefe  ho» 
lie  Lag# ,  noch  mehr  aber  die  hohen  ,  mit  Schnee  be« 
deckten'  .Gebirge  machen  die  Luft  diefes  Landes  fo 
kalt  oder  küU,  wie  fie  fonß  nach  den  Graden  def 
Breite»  unter  welchen  es  liegt,  nicht'  feyn  wfirde. 

Von  allen  diefen  Bergen  fiillen  uncfthllge  Bäche 

nndFlälTein  malerifdien  Wafferfiülen  hetab,  welche 

die  Bewohner  auf  ihre  fieisf eider,  und  durch  grofiie 

Erddamine  ielbll  auf  IhieHägrt  leiten«    Diefe  Bädie 

•ii;.  Cc  3  und 


486      AmofC  eeifrejjp.  igoh  UOVEWBEEL 

imd  FIüITe^  Tereioiii^D  lieh  TOn  allen  Seiten  in.  einen 
einzigen  StroqL'von  der  Gröfse  der  Sehte  ^   welcher 
{pinz  laugCani  das  Thal  von  Südoßen  nach  Nordwefies 
dnrcbnier&t^  darch  die  Hauptftadt  geht»  undaafdei 
'Wcüleiie  bey  Baranioule  zwifchen  fieilen  Teilen  hiß- 
darchdringt ,   und  in  einer  füdlichen  Richtong  nadl 
Zuhöre  oder  Panjah  hinab  fliefst ,    und ,    mit  dem 
CÄ//7za7/^  vereinigt ,   unterhalb  Moidtan  in  den  Jnius 
üch  ergiebt.    JDIcbr  grxiiaeFlurs  heirtt^if^^  oder/o- 
htm;  es  ih  iSier,  Hyddspes  der  Alten ^  über  weldien, 
fetwa  loo  Engl/ Meilen  unterhalb  Teinet  Anstrictesau 
dpn  Gebirgen  von  Kafchemir ,  Alexander  mit  feiner 
Armee  ging;  .Die  Tanfende-tvon  WalTerfällen  haben 
durch  diiB  £rd^«  welche  fieane  den  Gebirgen  raitlidi 
herabf ühnen  ii  daB.-Thal  von^Kafchemir  gebildet.    Sie 
machten  Jahrhunderte  lang  nur.  einen  einzigen  gro- 
fsen  LandCefe.  aua,  welcher  das  ganse  Bergthal  über« 
deckte,  bis  er  lieh  endlich  einen 'Ausweg  diirchdie 
hoben  und  bteiteir  Gebirge  von  ^aramozi/e  machte, 
nnd  diefes  fruchtbare  Thal  der  Thätigkeit  and  dem 
f leifse   eüler. glücklichen  MenCchenclalFe   überlieft. 
Erdbeben ,  denen  diere  Gegenden  hänßg  tmtexworfen 
iCttd»  habenixu  diefer,  wohlthätigen  Umbildung  mit- 
gewivkt,    I^ach  einer  Tradition  der  EingebOTnen,liat 
«in  Hejii;(eif«i  Salome   genannt,  durch  ein  Wunder, 
werk  die  F^elteü.  von  Baramoule  gefpalten »  «ind  dem 
grof0eä  Landfcüs  einen  Ausweg  gebahnt. 

Die.  vorn  den  höchtten  Grtazgebirgen  nach  der 
£bene'himb}a««f enden:  aad  fie  zonSchft  umgebenden 
fiei^e  find  von  jnlttlerisr.  Höhe  nnd  mit  fchönen  Wäl« 
^rn  und  gta^^^^n^d.blnmiml'eichen  Alpen  oderVieh« 
aRTieiden  btfdeckL  i^Dae^TblliBlbft.  ift:  iliii:  nnsäbligen 
Lu  •.  u  j  fracht- 


'  XJJV.  Befchreibung  ypfi  Kafcfamr^        487 

frachtbftrea  .{lügeln    und   aiedrigeo  Bergen/ über« 
läet.  " 

Der  Capit.  ,J^m.Kirkpatrick  befchreibt  drcy  Mar  fch- 
roates «  die  vcm  halipre  nach  Kafchcmir  führen  ;  G. 
Farßer  hat'eiue  vierte  angegeben.  Die  erfte  und  ge« 
radefte  derXelben  fiihrt  von  I^ahore  über  die  hohen 
nnd  Heilen  Gebirge  von  Bemher ,  und  über  drey ,  nä* 
)ier  um  Kafchenur  herum  laiU^ende  Bergketten,  üi/^* 
tun  •  Fimclud  „ .  Feer  Fintckal  und  N^iri  -  Birari ,  nach 
JSeerapow^  weiches  am  innem  Ausgange  in  das  Thal 
von  Kajchemir,\\egt.,  * 

Dia  zweyte  macht  ckieu  weiten  Umweg  über 
JIiißaniAhdalXIIuffun'Ahflah)  und  FuckhoU  längs 
dem- /ü/z/üu«  Flu fs  nach  liaramoule^ 

Die  dritte  geht  bey  T/tmi^h  (  Ihwia)  amFafs  des 
Qcbirges  RiUtwi^FtiudifU  *yQfk  dem  erften  Wege  ab 
AQrdweQ wärts :  n^.ch^  Pz^»c7AcA ,  u^  von^  da  über  die 
fiebirge  wdHyv^rts  von  Peer-  Piinclial^  nach  J^z^< 
dabad^  :J\4ydefahad,  Ouri  und  ßaramoule^ 
f  Die  viQi  ^,  jVIarfiihroata i(l  diejenige ,  auf  weichet 
iForßer -':TQii  liall' JDoug  ßus  über  Jmnbo  (^Jummoo^p 
XkauhcLulaht'  J^agrolah^  iMUeree^  Chiniianec^  JDumo* 
3Hunjee(I}iimonienJ€e)^  ]}fausrna?ij  Hulweiggiimvid  BaiZ" 
naul  odet,  ßanhai  nsLchDurroo  in  Kafchemirgelgp^t  ül. 
f^,  Der  oben  angeführte  Hauptflub  bricht  im  Füdöll- 
■liehen  Winkel  ron  Kafchemir ,  in  der  Nähe  von  U^air, 
^fp'etr  oder  f^eere  Naug ,  mit  grofser  Gewalt  ans  der 
Seiteeines  Bergea  hervor,  und  bildet  fogl^ch  einen 
beträchtlichen  Strom ,  der  mehrere  Namen  bat :  zu- 
jiächft  bey  feinem  Urfprunge  heiHst  er  fVair^  JVeeri 
'JBekutf  Behßdf  yheit ,  und  ha  der  Shanscrita  Sprache 
\yetvfLahi  y(m  lilaamaiad  a^n  ,  Chelunif,  Jalum,  Jhy 
-  :.  Cc  4  tum 


488      BToMtf.  Coni^  igöL  I^OVESIB&L 

tum.  '■  Von  der  Stadt  J^ldarhafmd  sn »  wo  er  240  Fnb 
breit  i(i,  hat  er  wegen  der  faufteo  Neigung  des  Bo* 
dens  eiDea  ruhi^eo ,  Milien  Laaf.  Bej  der  Haapt* 
ftadt  Kajchernir  ifi  er  durch  eineD  Gatial  mit  eiseni 
pahe  gelegenea  See  vef  eimget ,  Si^lcher  in  der  Lai^ 
desfprache  Dali  {Dhul^  Tal)  genannt  wird,  und 
wegen  feiner  malerifchen  Lage  and  wc^en  der  Ver- 
gnüo;in]seQ ,  die  er  den  Einwohnern  gewährt,  weit 
und  breit  berühmt  ift.  Diefer  See'dcbBt  fich  von 
denr  nordöftlichen  Ende  der  Stadt  in'^^einer  ovalen 
Geftalt  ans ,  und  hat  fünf  bis  fechs  iCngl.  Meilen  im 
Umfange.  Ungefähr  8  Meilen  weftl.  von  derHaopt« 
ftadt  nimmt  Aex.Jattim  eineÄ  kleinen  Fiofs  auf,  Chote 
oder  kleiner  Scind  genannt  «d^  *  wie  Forßer  von  ei« 
nem  Kafcbemirifchen  Pnndit  hörte-,  in  d«n- Gebirgen 
von  Übet  entfpring^/nnd  der  einzige  Flafs  ift,  wet 
eher  nicht  innerhalb  der  Gränzen  vim  Kafiehemir  US^ 
nen  Urfpmng  hat.  Etwa  10  Meilen  «rooi-'der  Haupte 
ftadt  bildet  der  Jabtm^  nebft  einigen  kteinera  nörd*> 
lichep  Flüflen ,  durch  die  Senkung  de»^  Timls  einen 
See,  der,  nach  Forßer*$  Angabe,  7  bis  8  Meilen  im 
Umfange ,  und  einen  lauften  Strom  ( Behut  oder  Ja- 
tum)  gegen  Süden  hat  Nach  RemteU  Uli  fein  Umo 
fang  wenigftens  53,  und  feine  gröfste  Breite  16  bis 
^7  Meilen  betragen,  und  fich  bis  an  die  Gr^nzgebirge 
von  Klein-,  Tibet  hinziehen.  Sein  Name  iß;  OulUHr 
oder  Kuller,  Nachdem  der  Jalum  aus  dieCem  See 
wieder  heraus  getreten  ift,  nimmt  er  feinen  Lftuf  füd> 
weftlich  MxsLchBaramojilef  nahe  bey  diefer  Stadt  bricht 
er  durch  die  Gebirge  und  erhält  hier'  wegen-  der  ftaiw 
ken  Abhängigkeit  des  Bodens  einen  fchnellem  Fall; 
Während  feinei  Durchgänge«  dorcb  diefes  breite  and 

hohe 


.      \x 


ITLV.  ^Eefchreiimg  vm  Kajcbemir.     ^    489 

liöhe  Gebirge  zertheiU  er  fich  in  verrchiedanie-  Ab» 
fiüTce,  nnd  wird  darch  eine  Menge  kleiner  FlüSe, 
die  von  beyden  Seiten  herabfklüony  aDfeiinlicIi  ver-i 
ßärkt. 

Ander  den  beyden  oben-  angeffihrten  Landfeeir 
{[ibt  es, nocb  einige  andere  kleinere  mitfcbönen,  zvun 
Theil  fcbwimmendeu,  Inleln.  ^mi^  befuchteaoch 
eToen  groftfen  See  im  Gebirge,  in  welchem  das  £10. 
den  Sommer  über  fich  erhält  DieWinde  reifsenHan« 
fen  delTeiben  nieder,  bringen  fie  wieder  zufanunea 
und  vereinigen  fie  von  neuen  zu  gröfsern  MaJFen; 
wie  in  einem  kleinen  Eismeere. 

Ueberhaupt  labt  lieh  nichts  fcböneres  nnd  m.aleri< 
fbberes  denken ,  als  das  romantirche  Thal  von  Kajche* 
mir  nnd  das  himmelhohe  Wallgebirge,  von  weldMU» 
man  es  überfchaut.  Die  leichrt  verzeihliche  Snpecfti« 
tion  fdinAr  Bewohner ,  die  VO0  der  ganzen  übrigen 
Welt  gewiflermafsen  getrennt  leben,  hat  dieKüiligeu«. 
der  Verehrung  des  Mahadeo^  ätt'BiJlieii  nnABn^m» 
geweibeten  Örter  fehr  vervielfältigt.  .  Das  galiztf 
Thal  ift  ihnen  ein  heiliges  Land ,  nnd  ülle  QuAUftl 
find  Wnnderbrnnnen.  Beniier^  der  nach  allen  SetteoT 
hin  das  Thal  durchwandert  hst ,  befnchte  niehrena 
diefer  heiligen  Quellen ,  und  Tucht  die  aufserofdeititi» 
Itdien  Erfcheinungen  derfelben  aus  natürlichen  Gtös* 
den  zu  erklären.  Wir  begnügen  uns«  nur  einen  die* 
hi  Wnnderbrunnen  als  Beyfpiel  anzuführen.  Er 
fliefst  wähHfind  des  May -Monats,  wenn  der  Schnee 
vMlig  fchmilzt,  -und  hält  drejmahl  des  Tagts.  reget 
nfirsig  inne  :  nämlich  'mit  Aufgang  der  Sonnb»  za 
Mittage«  und  beym  Untergange  der  Sonne;  er  fliefst 
4^  Viertel  Stunden  ordentlich^;  und  iß Aarfcfdnng.» 
•  \.  C  c  5  ein 


490       MamM.  Cohrafp.  tgou  KOVEVIWSSL 

•in  Tiet^ckiges  Behaltnirs  von  lo  bis  12  Fufii^Brebe 
nnd  eben  fo  vielTiefl^  zn  füUcD,  Diefes  danen  vier« 
zehn  T9ge  ,  worauf  lein  Lauf  unordentlicher  and 
fchwächer  wird,  and  gegen  das  £ude  dea  Monats  gar 
aufhört ;  worauf  er  dann  das  ganze  Jahr  fich  nicht 
wieder  zei^t,  aaber  bej  einem  groben  und  lauge  ao-^ 
haltenden  Regen ,  wo  er. ohne  Unterlafa  und  ohne 
'  Regel,  wie  andere  Quellen  ,  zu  laufen  anfängt.^  Der 
Name  diefer  Quelle  ift  Send  Brary -f^exrf  Gaffer  d§s 
Brary^  einet  Heiligen  ..welchem  am  Ufer  ein  kleiner 
Tempel  erbaut  ift  ;.  von  allen  Orten  kommen  Leat«« 
um  fich  in  einem  ^ValTer^zu  baden,  das  fie  ihrer  Meir 
BilB^aiach  heili^etLL  i 

•' '  Fünf  bis  fbche  Tage  befirebtejch  Bender ^  eine 
tusjhrfcheiDlichere  Erklärung  ,  aU.  die  Kafchemirier 
}Mii.]g|EÜ)en:«  von  der vwitoderbaren  Erfcheinung  aufi^ 
Inideni  :  Er  betr<iQbtoteLdie  L;\ge  des  Bergea  fehr  ge* 
XKi«4i!:fiiiEüg  mit  viej^  Mühe  auf  deifeu  Gipfel,  nnd 
^chtöißi'  feine  AaPmerkfamkeit  nach  -allen  Seiten« 
St  bemerkte,  daCs  Tich  derfelbe  deri  Länge  nach  von 
IAMa^  nach  Sü  I^ützi^ht ,  von  den  andern-  nahen 
Be^jew  abgefondert  ift,  zwey  abhängige  Seiten  hat» 
ditf^fieh-  oben  in  einer  Schärfe  zufammen  fchliefsen; 
däf^der  fehr  lange  Gipfel  nicht  mehr  als  100  Schritte 
in  der'grftfsten  Breite  .hat;  dafs  eine  feiner  Seitep». 
die  .nuv:n9it  Gras  und  Kräutern  bedeckt  ift,  der  aol^ 
gehenden  Sonne  .ausgefetzt  fteht,  andere  entgegen* 
fteheode  Berge  aber /ihre  Stralen  nur  gegen  8  Uhr  des 
Morgens  darauf.  &Uen.'laffeQ;  und  «ndUch,  dafs  die 
Abeudfeitevou  Bänmen  und  Gebüfchen  dicht  belchat-; 
«et  wird.'  Nach  formal tiger  Betrachtung  aller  dU^ 
Umfiämle  nrtheilte  ßemier  :   die»  >V^rine;der  Sonne, 

.♦  verlir* 


'  XIiV.  Befcfireiinmg  vcm  Kafihimiri^       49J. 

irerurfache  Bcy  der  befondcim  L?g6  ütidF  iunern  Ein« 
richtniig  des  Berges  diefes  fogeoaBiKe!  Wimder.    Diä 
Morgeoroane   fällt  nämlich   auf  dia'ihr  autgefetiM 
Seite,  erhitzt  und  fchmelzt  ein^n  Theil  des  gefrof^ 
tieD  Waflers »  das  d^n  Winter  über  unter  dem  Schn^A 
in  diedBrde  gedrungen  i(l.     Diefes  WaOidr  dringt  nach  . 
«od  nach  bis  an  gewifle  Fei fen •  Schichten  hinab,  did 
es  aufhalten   und  nach  dem  Brunnen  führen  ,    wo*  ' 
dardi   der  Mi ttagsfluis-har vorgebracht  wird.    Indem 
lieh  aber  die  Sonne  zu  Mittage  erhebt ,  und  diele  Sei» 
4e  verlftfst ,    die  ßch  nun  abkühlt ,  der  Gipfel  abec 
üenkvecht.  er  wärmt  wird:  fo  fchmilzt  wieder  gefror^ 
nasWalTeT,  das  fich  nach  und  nach  ebenfalls  bis  au 
jene  Felfeh-Schichten  hÜDabfenkt,  ^i^orsfus  der  Abend» 
flafs  entüeht.  <  Endlich  .erwäriiqt  •  diec^Satine  yanch  die 
itbendfeite,  wirkt  «fo  wie  vorher ,' und   verurfacht 
den  dritten  Flufs  des  Morgens  früh/  '.Erift  langfamei^ 
flls.die  beyden  andern;  entweder  well  .-dve  Abend  feite 
vom  der  Mqrgen reite!,  wo  fich  der  Quell  befindet; 
entfernt  ift;  oder  treil  fie 'fich  wegen  de^' Waldes,  wo- 
mit Ce  bedeckt  ift,  nicht  To  fchnell-trhiutv  vietteiclfl 
auch  wegen  der  Nachtkälte,  «   ♦ 

.      ..   i    ;■.  i'l  '     ;■■■    ;■  ■■'  ■.:  J    'I     ■    i. 

'       \    .  Clirna. 

,  D98  hochgelegene  Thal  von.Käßhendr  gleicht:^ 
joxß  mit  ^bul  Fazil  zu  redet» ,  eioeip  anmuthigen  Gar^ 
gfijaif  "Wjoxm  ein  ewiger  Frühling  herrfcht  i;;  ^un4  ffefr« 
^r  lagt: .  kei^  Ifandlija  der  Welt  hat  in  einem  fo  Jdeit 
,lji^:Pill(Ange  fp.vii^l.S^anheiten,  a\s  JKafchemir.  E$ 
yuffdjj^t^,i:f»tzvexikm^ifl  4lle  die^Gebirge'iltt-beherf• 
/aheB,:>^ip  es  n^mgdben,  bis  an^.die  Tb^tfr^^fundgan« 

fadgfi^  W^  4^ IvMS^iw* .  ZUfl  Maofokn pwx 
I  neu- 


492       MämOL  amjp.  igoL  NOVEMBEIL 

iMD  es  das  trdirche  Paradies  von  Indien.    Kailer  ^cttr 
(diefer  groGie  Kaibr  regierte  vom  Jahr  1^5^  bis  160$ 
Über  das  von   feioem  Grobvater  Baber  in  Indoflan 
gfßiftete  MoDgolifche  Reich)    wandte  we^en  reinst 
allgemein  gepriefenen  Schönheit  fo  viele  Mähe  an» 
diefes  Land  Ceineu  eingebornen  Königen  an  entrei* 
Xseu.      Jetum  Guire   (fein  Sühn  nnd  Nachfolger,  re- 
gierte von  160$  bis  1628)    fand  an  diefem  Lande  üs 
viel  Gefallen.,   dab   er  nicht. ans  demfidben  koasnen 
konnte«  undaft  verücherte,  der  Verloft  feiner  Krone 
,  würde  ihm  nicht  fo  empfindüch  fejn,   als  der  Vciw 
Inft  von  Kafehenur.    Als  wir  in  dem  Thale  angelangt 
waren,   bgt  Beriüer^  fo  b^Ilrebtfn  fich  alle  witaige 
Köpfe  nnter.denAfoff^o^,  die  Hettae  deffelben  dnrdi 
Jchöne  Gedichte  an  preifen «  die  fie  dem  Kaifer  Au'f 
r^Tigr-^'^^^  überreichten,  welcher  lie  dafür  grofsmäf 
^hig  belohnte.     Als  Bernier  über  die  Gebirge,  welche  * 
Kajchemlr  von  JLakore  fcheiden ,  in  das  Thal  von  K» 
Jehemir  hinabgefttegen  war :    fo  glaubte  er  fich  ans 
dem  heifseften  Indien  ^  wo  er  durch  die  verfengendea 
Spnnenftralen  fein  Leben  einzubüben  fürchtete,  aof 
einmahl  in  die  raildeften  Gegenden  Europa*%  verfetxt^ 
'  fo  frifch  und  erquickend  waren  die  kühlenden  Lüfte, 
die  ihm  entgegen  wehtlsn  :    und  fo  ähnlich  die  Pflan* 
zen ,  Bünme  nnd  Gewächle  Kafchemir^a  denen ,   wel« 
che  das   fruchtbare  nnd  malerifche  Aiwerpie  hervor^ 
bringt.    Die  Natur  umgab  Kafchemir  auf  allen  Seiten 
mit  den  höchüen,  Staunen  undfintfetcen  erregenden 
Schneegc^irgen ,  welche  nicht  nnr  ein  uüerfchtittefw 
liebes  Bollwerk  gegen  die  Flathen  periodtfcher  Re* 
f  en  bilden ,   welche  Jndim  überftrömen  ;  nnd  gegen 
die  erftidbonde  Hiiae  von  Lkhare,  fonderAtadig^ 

gen 


"  XLV.  iefehreihung  tm  Ktfchmir.         41^3 

I  iie  erftärreodeD  Kord  winde,  welche  Tibet  nntei; 
gleichen ,  und  felbd  rüdliebern  Breitengraden  einen 
fproCien  Theil  des  Jahrs  unter  Schnee  und  Eis  begra« 
bea.  Zur  Zeit  der  periodifchen  Regen  fallen  nur 
leichtere  Regen/i^riire;  fie  find  aber  dennoch  reichlich 
genug,  um  dem  Thale  Fruchtbarkeit,  und 'taufen dea 
von  Bächen,  die  Ach  von  allen  Seiten  der  Gebirgie 
in  maleTifcben  WalTeifätlen  hinahftürzen  ,  hinläng- 
lich WelFer  zu  geben. 

Fruchtbarkeit  und  Producte» 

Der  Boden  iß  der  reichße,  den  man  fich  nur  den« 
ken  kaun ,  und  feine  Producte  die  der  gemäfsigteii 
Zonen.  Städte,  Flecken  und  Dörfer  liegen  in  grober 
AnKahl,  von  fchönen  Bäumen  und  fruchtbaren  Gäcw 
ten  uihgeben ,  durch  das  Thal  zerftreut.  Wieren  and 
Felder,  mit  Reis,  der  gewöhnlichen  Nahrung  der 
£iowohner ,  n»it  Weizen ,  Gerfte  und  andern  Getrei« 
dearten,  mit  Häuf  und  Safihran  von  vorzüglicher  Gü« 
ter  und  mit  mancherlei  Hülfenfrüchtenbeflellt,  wech* 
f^in  mit  einander  ab,  und.  eine  Menge  Canäie  win» 
den  fich  nach  allen  Richtungen  durch  diefelben  hin« 
Ein  Europäer  erkennt  da  überall  untere  PfianzeUt 
Blomennnd  Bäume,  Äpfel •,  Birn-,  Kirrcheu-  und 
pfbumenbäume ,  Aprikofen  •  Pfirßch  -  und  Maul* 
beerbänme,  Nnfsbänme  und  Weinßöcke,  die  einen 
Tortrefflichen  Wein  geben ,  mit  ihren  Früchten  reich«- 
Uch  beladen.  Die  Gärten  find  voll  von  Melonen». 
Zackerwnrzeln ,  fchönen Rüben,  den meißen Küchen- 
krftutern  nnferer  Gärten,  und  einigen  andern,  die  in 
Europa  mangeln.  Beniier  fand  zwar  da  nicht  fo  viel 
Terftbiedene  Früchte,  wie  bey  une,   auch  nicht  fo 

gut; 


^ 


^94        JttonaO..  Carrefp.  iSf^t.    NOVEUBEIL 

got ;  er  fchreibt  diere9aber  Dicbt  dem  Erdreiche  ztt«.  Teil- 

^rn  bedaaert,  dab  die  BeAtzer  keine  befl!ere  Gärtner 

h^ben.     Forfler   fand  im  April  auf  dem  Wege  von 

f^etre  Naug  u^ch.  Iflaamabad  alle  Bäume  in  ihrer  gan* 

Eeo  FrühUiigspracht  mit  mannichfaltjgen  Blüten  mehr 

Jielaftet  als  überftreut.    Gebüfche  von  rothen  und  >vei* 

faen  Rofen  ^  womit  jene  autcrmifcht  waren  »   nebft 

einer  naräglicben  Mecge  von  andern  bluhendea  Ge- 

Ihäuchen  verfchafFteu  dem  Auge  einen  fo  frohen  und 

bantgemifchten  Anblick ,  dafs  keine  fehr  warme  Phan- 

tafie  dazu  erfordert  würde»  um  ßch  in  ein  Feen- Land 

verrctzt  in  fehen.    -^,     Au&er  dem  Maulbeerl)attm 

fcheint  Kafchemir  keine  audere  Früchte  von  Indpflmii 

«nd  nnv  wenige  Gartengewächfe  deilelben  hecvor  za 

btingen.      Der  morgenländifche  Platacus  ill.io  iui« 

fchemir  fehr  häufig,   und  Coli  in  dieCcm  L^gade  eine 

gröfsere   Vollkommenheit    als    irgendwo    erreichen» 

BiefcrBaam,  der  in  den  meiden  Gegenden  vonAfieü 

y     Chinaur  genannt  wird ,   wäch(t  bis   zut  GröFse  einer 

Eiche.     Sein  Stamm  ift  fchuurgerade,   die  Binde  fil« 

*i    berfarbig,  imd  fein  Blatt,  das  mit  einer  flachen  Hand 

eine  gewiHe  Ähnlichkeit  hat,  blafsgrün.     Wenn  det 

Baom  fein  volles  Laub  hat  ^  fo  gewährt  er  ein  berr« 

liebes  Anfetieu»   und  gibt  in  hcifsem  Wetter  einen 

kühlen  Schatten»    Den  Preis  unter  allen  Gewächfea 

der  Erde,  in  Kafckemir  verdient  aber  die  Bofe,  die 

W^en  des  Glanzes  ihret  Farbe  und  wegen  ihres  Wohl* 

\     geruchs  im  ganzen  Orient  berühmt  ift.     Das  Bofenöl 

y     oder  ÜUar^  was  man  aus  der  Bofe  von  Kafchemir  et* 

V    lifOt,  wird  allgemein  gefchätzt«      Die  Zeit,   wo  die 

l    Rofen  zu  blühen  anfangen,  wird  von  den  KafchemU 

.  liern  als  ein  Feß  gefeiert.    Sie  befachen  aUdann  hau* 

i  /  fen» 


.    SLyM/Befchnibung  von  Küfchemir:  ^     49§ 

fejaweife  die  beoachbarten  Gärteb  und  überbflcu  ßch 
^Uerley  Artcu  von  FiöUUchkcit  ,  die  audern  Aliati- 
fchtn  Natloueo  fremd  ilud.  Hier  legt  mau  die  den 
meiften  3ilahomeJajie7'?i  eigeoeErüßhaftigkeit  ab;  uuA 
felbft  die  Türken  i  Jraher  ued  Per  fei'  überlalTen  fich 
ihren  ßegierdeo  y  als  wenn  fic  des  feierlichen  ßetra* 
geos  ihre^  Nationen  auf  eiumahl  überdi üfölg  gewor« 
den  wären. 

In  den  Seen  wächftdie  Tf'affeniufs  o^er  Singerahf 
welche  einen  groCsen  Thell  der  Nahrang  der  gering 
gern  VolksclaHen  ausmacht ,  in  grofser  Menge.  Das 
IVIonopol ,  diefelbe  zu  verkaufen  ,  bringt  jährlich 
))eynahe  12000  Pf.  Sterl.  ein. 

Die  Plüile  und  Seen  lind  voll  Fifche,  befonders 
Aale,  und  mit  wilden  Gäufen».  Enten  und  andern 
Waflervögeln  bedeckt.  DieFlfcbe,  machen  daher  eind 
Hauptnahrung  des  Volks  aus.  Auf  den  Viehweiden 
fieht' man  allerley  Vieh,  als  Kühe,  Schafe,  von  de^ 
nen  eine  Art,  Hmidoo  genannt,  fo  wie  die  in  Peru, 
als  Laftthiere  gebraucht  werden;  Ziegen  und  Pferde; 
Bienen  find  in  ^rofscr  Menge,  bey  dem  grofsenRcich'» 
thum  von  Blumen  aller  Art,  vorhanden.  Unter  ver- 
fchiedenen  Arten  von  Wjldpret,  als  liebhÜDern /Ha* 
fön  und  Gazellen,  finden  Hch  auch  folche  Thiere,  die 
Mofchus  haben ;  aber,  was  iü  Indiejt  fehr  feiten  ift, 
fo  findet  man  in  dein  Umfange  von  Kafchcmir  weder 
Schlangen  noch  Tiegcr ,  Löwen  und  Bären.  Bernler 
Tagt  daher,  man  konnte  die  Berge  von  Kafckemir 
die  unfchuldigen  Berge,  auf  denen  Milch  und  Honig 
fliefst,  nennen.  In  denfelben  findet  man  auch  treff- 
liches Ei  fenerz,  woraus  &\t  Kafchtinirier  viele  Waa- 
ren-vetf^'rtigen. 

Fht. 


496       MonaH.  Correfp.  iSou  NOVEMBER. 
Einwohner^ 

Die  Kafchemirier  fiod  ein  ßarkes  und  wohlgebfl- 
detefl  Volk ,  von  heller  Farbe ,  in  Rütkficht  aoF  die 
Lage  ihres  Landes  (anter  dem  34  a.  3  5  Qrade  nördi,  fir.]« 
fo  dafs  ihre  Weiber  im  fädl.  Frankreich  und  Spanien 
für  Brünetten  gelten  würden.  Meißens  find  die  Kia» 
fcheinirier  fo  wohl  gebildet ,  als  die  Europäer  ,  ofani 
etwas  von  der  Tatarifchen  GefichtsbiJdQiig  and  der 
gequetfchtenNafe  und  den  kleinen  Seh weiasangeD  za 
haben  9  die  man  in  Kafchgar  nnd  Tibet  findet.  In 
Aüjckficht  der  Schönheit  der  Kafchenwierkmen  ßiniint 
l^orßer  mit  Bemier  nicht  überein  ;  diefer  verdient 
aber  mehr  Glauben  •  als  jener ,  weil  er  Gelegenheit 
hatte,  viel  mehr  .Kafchemirifche  Schönen  zu  lehen, 
als  For/Ier.  Das  Fraaenzimmer  in  Kafchemir^  lagt 
Bernier.  iß  Teincr  Schönheit  wegen  fo  berühmt »  däb 
äie  meiden  Fremden ,  die  in  Ihdoßan  anlangen  »  fidt 
Kafchemirierinnen  zu  verfchafiFen  fachen.  **  Wegen  der 
hohen  Begriffe,  fagt  dagegen For^Z^r ,  die  ich  von  ih« 
ren  Reitzen  mitgebracht  hatte  ,  wurde  ich  in  meinen 
Erwartungen  fehr  betrogen  ,  ungeachtet  ich  einige 
von  den  Tänzerinnen  fah,  welche  wegen. ihrer  Schön* 
heit  und  der  Macht  ihrer  Reitze  fehr  berühmt  Wa- 
ren. Sie  haben  etwas  plumpes  fowol  in  ihrer  Figari 
als  in  ihren  Zügen ;  und  ihre  Beine vfind  meiftens  et^ 
was  zu-  dick.  Die  Kajchemirierinnen  werden  unOrei^ 
tig  in  Rückficht  auf  feine  Bildung  und  Anmuth  der 
Züge  von  den  Bewohnerinnen  mehrerer  weftl.  Pro* 
vinzen  von  Indoftan  übertroffen.'*  Indefs  aufsert  Cch 
Forßer  bald  nachher,  Indem  er  von  der  veiminder^ea 
Anzahl  der  Curtifaneo  der  Hauptftadt  redet,  weniger 

ungün* 


XLV*  Befchreibung  v(Ai  Kafchmtr.        49^ 

iingünßig: ,  wenD  er  fagt :  die  wenigen ,  welche  ich 
ÜEih,  machten  mir  dorch  ihren  reitzenden  Tanz  and 
äire  meiodifchen  Stimmen  viel  Vergnügen.  An  ei- 
nem'andern  Orte  heiGst  es :  Kafchemirhsktie  9  nnd  hai 
vielleicht  auch  jetzt  noch  einen  Überflufs  an  fchöned 
Weibern ;  allein  man  nimmt  nur  wenige  derfelben 
tinter  den  CuTtirauen  wahr. 

Die  Kafchemirier  find  ein  fröhliches  nnd  leb« 
haftes  Volk,  das  einen  Harken  Hang  znm  Vergnܫ 
gen  befitzt.  Kein  Volk  in  Afien  ift  gewinofüchti» 
ger,  keins  erfinderifcher  in  den  Mitteln.  Reichthom 
za  erwerben  und  die  erworbenen  Reichthümer  zd 
allen  Arten  von  Vergnügungen  anzuwenden.  Wenn 
ein  Kafchemirier  von  der  niedrigften  Clafie  nur  2  bi^ 
3  Tbaler  befitzt,  fo  macht  er  gleich  eine  Partie  za 
Wäiier  (auf  einem  See)  und  ergötzt  fich  fo  lange,  bie 
fler  letzte  Heller  verzehrt  ifb.  Selbß  der  Defpotismni 
der  Af gürten^  die  Bedrückungen  und  Graufamkeiten, 
\i^elche  die  Statthalter  ausüben ,  können  die  Neigung 
der  Kafchemirier  zum  Vergnügen  nicht  ausrotten». 
iVTan  will  aber  doch  bemerkt  haben  ,  dafs  Teit  der 
Trennung  des  Landes  vom  Mougolijchen  Reiche  die 
Sitten  und  Lebensart  der  Einwohner  *eine  gröFsd 
Veränderung  erlitten  haben.  Unter  dem  milden 
Scepter  der  MongpUfchen  Kaifer  überlieben  fie  £idk 
ihrem  Genius.  Sie  ßolzierten  in  prftchtigen  Klei* 
dern »  bauten  koßbare  Gebäude  nnd  genoITen  befon* 
ders  die  Freuden  der  Tafel.  Die  Härte  der  Jfgih 
iien^  ihrer  Jetzigen  Beherrfcber,  hat  einen  groben 
Einflufs  auf  die  Gemüths-  und  Lebensart  AexKafche^ 
mirier  gehabt.  Si^  fcheuen  fich  9  nur  das  geringßd 
Zeidien  von  WohlSand  blicken  zu  lalTen ,  ans  Furcht^ 
Man.  Corr.  IV.  B.  m8oi.  J>  d  Ge* 


498         Mqnatk  Corr^p.  1801.  NOf^EÄBER. 

Gewaltthäti^^eiten  uad  ErpreHuDgeo  üch  aosge&tzt 
^u  fehen* 

Ein  Kaufmann  aus  Georgien,  der  lange  in  Kafchendt 
gewohut  hatte«  gab  Jbr^^r'n  diegenaotfteDNachridi' 
ten  über  diefas  Land.  Bey  feiner  erften  Reife »  die  er  da* 
hingemacht  hatte,  fand  er  das  Volkmnnter»  felbft  ans» 
fchweifecd  und  verfchwenderifch.  Seit  dem  letzten 
J^tatthalter  aber ,  einem  wilden  und  räoberifchen  jf 
'ga«e;z ,.  wären  die  Kafchcniirler  rautblos,  ihre  Art  20' 
leben  arinfeli«;,  ihre  Kleidung  fchlecht  und  plump 
geworden,  S<jlblt  ihre  Geictiwätzigkeit  habe  ßch  io 
pinc  ängftlicheVerfchwiegenhcit  verwandelt. 

Jfö/y/V  hatte  während  feines  Aufenthalts  in  Kajchi' 
fnir  Gelegenheit ,  mancherley  ßeweifeder  verdorbenea 
Gemüthsart  der  Einwohner  zu  fehen»  fo  dafs  er  oat 
wenig  Theil  an. ihrem  Unglück  nahm,  und  in  kunef 
iSeit  verfchwand  auch  diefer  geringe  Autheil  fo  fehr» 
dafs  er  ^e  fogar  ihres  Elendes  werth  hielt.  Der  Clia* 
racter  eines,  Kafchcmlrlers  zeigt  fich  am  deutlichßeDi 
Wenn  er  mit  Macht  und  Anfehen  bekleidet  iß..  Als- 
dann bietet  er  alle  Kräfte  fciues  Geiftes  auf,  die  Vor* 
theile  feiner  Stelle  und  Lage  für'  lieh  zu  nutzen.  Er 
greift  nach  jedem  Mittel,  um  üch  noch  weiter  empor 
zu  heben.  Er  ift  Tlijidu  oder ,  Maliomeäaner  ,  mid 
würde  felbli  ein  Qliriß  Werden ,  wenn  es  fein  Inter* 
^^e  mit  üch  brächte.  Er  wird  räuberifch  und  ftolii 
und  beweiÄ  in  allen  feinen  Handlungen  Trug,  Arg« 
iiß  und  die  raffinirte  Graulamkeit,  die  feigen  Meo* 
fchen  eigen  zu  feyn  pflegt.  Die  Kajchemivier  gehen 
leiten  in  den  KVieg,  vor  welchem  fie  einen  natürli* 
chen  Abtcheu  zu  haben  fcheinen.  Man  behauptet ^ 
dafs  der  Kafchemirier  ein  eben  fo  unbelländig«^ 
"     .    , »  Freund» 


:*'  XL  Vi'   ISeJltireibtmg  Von  Kaßhemit*        49a 

Fteund  ,  als  uaverrobnlicher  Feind  fey.  Sie  find 
auf  eine  (o  fei t fameAtt. neugierig «  däb,  wenn  man 
«iae  Frage  an  fie  richtet,  fie  (ich  mit  einer  ganzeu 
Reihe  vöii  Gegen  fragen  eiuftellen»  ehe  iie  einem, den 
gewtinfcfaten  Befcheid  geben,  Krämer  Tagen  leiten» 
gbCiB  eine  Waare  haben,  bis  fie  erforfcht  haben «  wie 
Tiel  man  davon  verlange. 

Wenn  man  über  die  Lage  dicfes  Volks  nach-^ 
denkt ,  fo  kann  man  Tielleicht  eine  der  gröftera 
Qoellen  entdecken  ,  aus  welcher  ihr  Sittenver» 
derbnib  gefloITen  iß.  Die  eigenthümliche  Lago 
-des  Landes,  feine  reichlichen  und  IrefFlichen Erzeug« 
sSHTe  und  das  glückliche  Clima  erwecken  einen  ßar« 
ken  Hacig  znm  ßtinlichen  Vergnügen.  Um  diefen  Ur* 
Aiäietk  entgegen  zu  wirken,  müfate  ein  Sjlleitl  voik 
ifcdigion  und  Sittenlehre  vorhandeii  feyn  ,  das  det , 
Xtigeud  beyderlej  Gefchlechts  früh  gute  Geßnnun* 
^b  tkndGruudfätze  einfiöfßte.  Leider  enthalten  aber 
die  Lehren  der  Religion  und  Moral  der  heutigen  Ata-^ 
Homedauef  nicht  die  geringfte  Anleitung  zur  Tugend 
lind  Menfchenliebe.  Im  Gegentheil  flöfst  ihnen  det 
Unterricht,  den  Cie  empfangen,  Abfcheu  ündHaTs  go* 
gen  di6  tugendhafteßeü  Meufchen  ein,  wenn  ße nicht 
der  Religion  ihres  Propheten  anhängen.  Da  nun  did 
Kafchenüricr  gleichraiü  an  der  Quelle  irdifcher  Freu» 
dm  tind  Güter  und«  and  weder  durch  Lehren  noch 
Beyfpiele  der  Tugend  zurückgehalten  werden  :  fo  id 
M  nicht  zu  verwundern 4  dafs  ße  ihren  Lüßen  und 
Bie^ierden  augehindert  den  Zug^l  fcbie&en  lalTen^ 

Diö  Fruchtbarkeit  der  Kajichemirierinnen  ift  aufser-* 
OlrdentUch  grofs.  Die  Regierung  mag  fo  drückend« 
das  Scbickfal  fo  ungüuftig  feyn ,   als  es  will  1  fo  be* 

D  d  3  inerkti 


5ÖO       Monaa.  Canefp.  iSoh  WVElttffER. 

merkt  man  Aärom  keine  nachtheiUge  Wirküogen  in 
der  FortpflanxaDg  des  Gejclilechu ,  die  ianoer  mit 
gleichem  Eifer  betriebea  wird.  Virileicht  liegt  die 
^yßfcbe  Ur lache  davon  im  Genale  der  Firche,  die 
eine  Ntauptnahrnng  des  Volks  ansmadien ,  indem» 
Wie  man  behauptet ,  der  Genufs  von  Firdien  einen 
Reitz  zur  Fortpflanzung  des  Gefchlechts  erzeugt«  - 
Spr  ache. 

Die  Kafchemirier  haben  eine  eigene  Sprache ,  die 
älter  als  die  Shanscrita  -  Sprache  fft.  Nach  Forfief^% 
Bemerkung  ift  jene  ein  Zweig  von  diefer.  Sie  hft  in 
Anfehung  des  Tons  die  meifte  Ähnlichkeit  mit  der 
Sprache  der  Maratten^  wiewol'lie  härter  alsdiefe  ilL 
Der  letzte  Umßand  ift  wahrrcheinlich  Ur  fache,  4aGi 
die  Kafchemirier^  welche  für  die'geiftreichften  und 
witzigßen  Indianer  gehalten  werden,  und  zur  Dichl- 
kunft  und  den'Wjflenfchaften  fo  viel  Neigung,  als 
die  Perfer,  haben  ,  ihre  Gefänge  in  der  Perßfehen 
Sprache  dichten  ,  oder  die  Gefänge  der  Perßfehen 
Dichter  annehmen.  Des  unangenehmen  Tods  der 
Spradie  ungeachtet,  wird  vielleicht  keiner  in  Kafche» 
mir'  gefunden ,  weder  Alt  noch  Jung ,  der  nicht  Ge* 
fchmack|an  der  Muilk  hätte. 

Religion. 

KvizhAie  Religion  der  Kafchemirier  fcheint  ihnen 
eigenthümlichy  und  von  der  der  Hindus  verfchied^n 
zu  feyn.  Die  Reyfhees^  fagt  ^bul  Fazil,  find  das  . 
achtungswürdigfte  Volk  diefes  Landes.  Ob  iie  gleich 
an  keine  Traditionen  glauben  und  dadurch  fich  fef- 
feln  laHen  :  fo  find  fie  doch  ohne  Widerrede  wahre 
Gottesverehrer. 

Klei- 


..  "KLY*  Befckreibung  von  Kafchmir»        501 

'  .-'  Kleidung. 

Die  Kleidung  dar  Kafchemirier  beßebt  ana  etDem 
grobeu  Turban  »  einer  langen  wollenen  Wefie,  oiet 
vielinehT  Rock»  mit  weiten  Ermein»  und  einem  weif^' 
ten  Mantel ,  der  in  mancheriej  Falten  um  den  Leib 
gefdilagen  wird.  Unter  dem  untern  Rock  tragen  die 
Reichen  ein  Pirahun  oder  Hemd ,  und  Beinkleider^ 
Die  A6rmern  haben  dergleichen  nicht,  und  denken 
nicht  einmahl  daran»  ihre  Lenden  zu  gürten.  Da 
Forßer  die  Kafchemirier  zuerft  in  ihrem  Lände.  fah> 
Co  glaubte  er  nach  ihrer  Tracht ,  ihren  langen  und 
emfthaften  Gelichtern »  und  dem  Schnitt  ihrer  Härter 
iiab  er  unter  eine  Nation  von  Juden  verfetzt  fey.  Ben> 
niir  kam  auf  denrelben  Gedanken »  und  fucht  mehr 
dofch  Dcheinbäre,  als  triftige  Gründe  darzuthun ,  data 
die  Kafchemirier  von  den  in  die  Bahylonifche  Gefan» 
geaC^iaft  fortgeführten  Jüdifc^en  Stämmen  entlpron- 
g«i  feyea.  Viele  Europäer  hatten  fchon  diefe  Ver* 
mathnng  gehabt »  und  auf  Thevenot*B  Anfuchen  üelltt 
Semier  viele Nachforfchungen  an»  um  zu  entdecken^' 
ob  ßch  in  dem  Inner  den  der  Berge  keine  Juden  ht^ 
fänden.  Ihm  fchienen  \xeyxxi  Eintritt  in  Kajchendt 
alle  Eii^wohner  in  den  erßen  Flecken»  ihrem  Anfe* 
hen  und  Betragen  nach»  Juden  zu  fejn.  Er  be* 
merkte ,  data  unter  den  Kafchemiriem  »  ob  ße 
gltkch.  Mahomedaner  find,  der  Name  Moufa  oder  Mo» 
Jis  bhr  gewöhnlich  iß  ;  fie  geben  auch  vor»  Salomt> 
fejr  in  ihr  Land  gekommen^  und  habe  den  Berg. 
Baramoulay  oder  Baramoule  getrennt»  um  dem  See 
Sutty-Sirr,  der  daa  ganze  Thal  vt>n  Kafchemir  be* 
deckte»  einen  Ausweg  zu  verfchaffen.  Moufa 
foU  auch  nadi  ihrer  Angabe  zu  Kafchemir  geßorben 

D  d  5  •  und 


5oa        mtpnatU  Correfp.  rgoi.  ,NOVMMBER. 

und  eine  Meile  vod  dlefer  Stadt  begraben  feyD ,  wo 
fie  fem  Orabmaht  zeigen.  Sie  verßcbeiin  aachl  das 
fahr  alte  Gebäude ,  das  man  von  der  Stadt  Kajchonär: 
iraa  auf  einem  hohen  Berge  fidit  /  fey  vom  JLönige 
Sälomo  erbaut;  iie  u/ennen  es  daher  Salomons  TJurcn; ' 

Die  Tracht  der  Weiber' ifl  nicht  .weniger  fonito» 
bar,  aU  die  der  Männer,  nnd  dient  gar  nicht  daz«v 
ihre  natürlichen  Reitze  zu  entfalten.  ,Das  äulaerd 
und  oft  einzige  Gewand  ifl  aus  einem  baomwoilenen 
Zenge  gemacht  und  gleicht  einem  langen  weiten  Hemc 
de.  Über  das  Haar,  welches  in  eine  einzige  Flechte 
^ufamroeu  gebunden  ift,  tragen  fie  eine  enge  Mutzet 
Itteißena  von  rothem  Tuche.  An  dem  Hintertheil 
der  JVIütze  iÜ  ein  dreyeckiget  Stuck  von  demfelben 
Tuche,  befefrigt»  welches  auf  den  Rücken  fällt  und 
einen  groUen  Theil  des  Haupthaars  bedeckt.  Um 
den  iintern  Rand  der  Mütze  oder  Kappe  iß  ein  fidum« 
1er  Tarbau  hergewickelt,  der  hinten  dnrch  eine  knr- 
%e  Schleife  zufamraen  gezogen  iß.  Dies  iß  aber  nur 
die  Tiatht  der  geriugern  Weiber,  welche  öffentlich 
erfcheiLteu ;  die  Weiber  der  hohem  ClalTen  kommen 
weder  jemahls  zum  Vorfchein ,  noch  erlauben  es  ö» 
Mahomcdauifchen  Sitten  ,  von  den  wetblidien  Mit» 
gliedern  einer  Familie  nur  zu  reden* 

J}ie ^tmeMxen  Küjchemiritr  tragen  im  Winter  mei^ 
fiens  ein  Volzetue»  renerhcckcn^  welches  amDickbein 
hingt»  und  der  Stelle,  welche  es  berührt,  ein  ge- 
fchundenes  Jinfehen  gibt.  Hieran  erkennt  man  einen 
f^jijchen*::  Ur ,  wenn  er  etwa  unerkannt  Militair* 
dien  de  nehmen  will.  Denn  bej  der  j^jzctnjchefi  Re* 
^ereng  iß  es  eine  hergebrachte  Regel,  k^nen  £0» 
J^vuri&r  iin(er  ihre  Treppen  sn&nneluoen.  die  us 

drey- 


XLV-    iBefcfifeibung  van  Kafchimir.         503 

dreytanfend  Mann  zn  Fufs  und  za  Pferde,  meif^ns 
jßfganen ,  beftehen.  Die  Schleuder,  welche  fie  got  zu 
brauchen  willen  ,  fcheint  ihre  LiebliilgswafiFe  »u  feyn, 
nfcid  £etzt  fie  in  Stand ,  einen  Feind  in  beträchtlicher 
Entfernung  und  von  fiebern  Stellen  ans  abzahalten. 
Sie  fuhren  auch  Streitäxte,  und  find  nicht  ganz  anbe- 
kannt mit  dem  Feuergewohr. 

KunßfertigkcU ,  Mawifactiu'ivaaren 
,    -^'  und  IlaiidcL 

-Die  Kafchemirier  find  ein  gefchickte«,  fieibiges 
«od  arbeitCamed  Volk.  Sie  verfertigen  Palekis ,  hölr 
z^me  Betten,  Cabinetter,  Schreibzeuge,  Kältchen» 
LöEel  und  verfchiedene  Arten  kleiner  Arbeiten  ,  di» 
Ütrar  Schönheit  wegen  durch  ganz  Indien  gefacht  wer« 
jbui«  Sie  tragen  einen  Firnifs  darauf,,  der  ihnen  ei- 
godi  ift.  Befonders  bewundert  man  ihre  Gefchicklich*^ 
^it,  eines  gewilTen  Holzes  fehr-fchöne  Adern  zu 
verfolgen  und  nachzuahmen ,  und  £e  niit  Goldfäden 
auszulegen.  Ihr  Papier  wird  für  das  befte  im  Orient 
f ehalten;  .es  machte  ebemahls,  fo  wie  die  lackirten 
und  EiCenwaaren ,  und  die  verfchiedenen:  Zackerwaa*' 
Xttkp  wozu  der  rohe  Zucker  aus  Pdtrjab  eingefuhrt* 
ifirdy  einen  wichtigen. Handelsartikel  aus^  Sie  ma-*^. 
ehcsi  6inen  Wein ,  der  mit  dem  Mädera-Wdin  Aehn«« 
Uchk^it  hat,  und  gewifs  eine  vorzügliche  Güte  erhal- 
ten würde.,  wenn  man  ihn  geCchickt  behai^delte» 
Man' bereitet  aus  den  Trauben  auch  noch  eine  Art 
iiranntwein\  der,  fo  wie  der  Wein',  von  allen  Volks» 
äalTen  ohne  Scheu  getrunken  wird«.  Den  gröfsten 
Iriieil,  feines  Ruhms  und  feines  Wohlßandes  hatte.aberN 
iafchpmir  von  j^her  den  MaunfagtAreu  .von  Schaals 
'^     ■  D  d  3  zn 


gpi^     Mofiatk  CorreSf.  iSoi.  NOVEMBEtL   ' 

'  q^n  danken  ^  die  npch  jetzt  unerreicht ,  und  heTnalta, 
kann  xnania^en,  ohne  Nebenbuhlerinnen  find,«  und 
^oinit  Ue  felblt  ihren  Kindern  Arbeit  verfchafiPeD«  £• 
find  Stücke  von  anderthalb  dien  in  d^  Länge  nnd 
eine  £lle  breit,  und  an  bcjden Enden  bordirt.  Bejda 
Qercblechter ,  fowol  unter  den  Mongolen  aU  Hindus i, 
tragen  lie  im  Winter  aaF  dem  Kopfe  und  lalTen  fie  wie. 
einen  Mäntel,  über  d^e  linke  Schulter  herabhängen. 
Man  macht  zwejerley  Arten :  eine  ans  ihländifcher 
Wolle,  die  feiner  und  zarter,  uls  dieSpanifcheift;  die 
«ndera  aus  einer  Wolle ,  oder  vielmehr  aus  Haaren, 
Xouz  genannt ,  die  man  von  der  Bruft  wUdler  Ziegen 
ifi  Groß'  Tibet  nimmt.      Diefe  find  viel  theurer,  als 

jtne.  JKein  Biberhaar  ift  fofain  und  weich,  als  die 
Haar  Tibetanifcher  Ziegen.  Aber  wenn  man  diefe 
Schaals  aus  Ziegenbaaren  nicht  befiändig  lüftet  tfnd 
in  Acht  nimmt,    fo  kommen  leicht  Motten  hinein« 

>  Die  Omrahs  tragen  folche ,  die  hundert  and  fünfzig 
Kupien  koßen.  Die  fchönften  aus  inländifcher  Wolle 
kommen  nie  über  fünfzig  Rupien.  Die  Arbeiter  in 
JPatna ,  ^gra  und  Lahore  können  ihnen  nie  fo  viel 
Schönheit  und  Zarte  geben,  als  die  in  Kafchemir, 
welchen  Unterfchied  man  dem  Wafler  znfchreibt. 
Sie  Wolle,  woraus  die  Schaals  gewebt  werden,  ift 
iirfprünglich  donkelgrau ,  *)    und  wird  durch  eine 

Zube- 

-  '^^  Öie  Farbe  diefer  Ziegen,  wovon  et  groCie  Hecrdea  auf 
den  Bergen  von  Tibet  gibt«  ift  verfchieden  ;  Qs  £nd 
fchwtr»,  weifi,  bläulicht»  und  fchattiren  su weilen  io 
die  Farbe  der  Hirrchkilber«  Sie  haben  gerade  Hörnar« 
und  find  nicht  fo  grofs ,  alt  die  kleinften  Schafe  'in  Eng- 
liftd.  Du  so  den  Sohaala  gehriachlteiM  Miterisl  ift  tos 
>    .     ..'  siser 


•'/XLV.  Befchreibung  v(mKafchemif.:\  ^  505 

Zobfsreituog  ans  Reiamehl  gebleicht ,  und  äu  Garn 
auf  mancherley  Art  gefärbt.  .  Der  Rand  oder  Saum  »  ' 
der  meißens  allerley  Figuren  oder  wenigßens.  Farben 
enthält ,  wird  an  die  fertigen  Schaals  angefetzt,  aber 
£0  fein,  dafs  man  die  Stelle»  wo  diefea  gefchehen  ift, 
nicht  erkennen  kann.  Der  Preis  ein^s  Schaals  von 
gewöhnlicher  Güte  iß  vom  Weberßuble  weg  acht 
Rupien.  £r  ßeigt  mit  zunehmender  Güte  der  Waa» 
re  zu  15^  20  bis  40 Rupien-;  die  Verzierungen  dei 
Sauma  .erhöhen  den  Preis  bis  zu  100  Rc^pien  und  dar- 
über. Die  Schaals  find  gewöhnlich  vp|i  drey  Sorten^ 
Zwej  derfelbefi,  die  langen  und  die  (chmalen  vier« 
eckigen,  werden  am  häufigßen  in  Jndoßan  getragen; 
die  langen  undfehr  Cchmalen ,  die  eine  ßarke  Mifchung 
von  fchwarzer  Farbe  haben ,  dienen  den  nördlichen 
jißaten  als  Gürtel.      Ein  Theil  der  Einkünfte  von 

Dd5  Ka^ 

einer  leichten,  feinen  Textur«  und  fitzt  inni^ft  auf  dei  . 
Haut.      Ueber  demfelben  wichft  eine  grobe  Bedeekang 
Toii  langen  Haaren-,  'Vielehe  die  Sanftheit  der  untern  Wol- 
le erfallt.    Das  Gerchöpf  fcheint  die  Wärme  und  Sanftheit 
feines  Fells  dem  Clima  des  Landes  an  danken  ^  weleh^  . 

,  daflelbe  bewohnt.     Bringt  man  2l9  in  die  heifse  Atmoi« ' 
phire  von  Bengalen:  fo  Texliei-en  fie  fchleunigftihrefchö« 

.  ne  Wolle ^  und  eine  Hautgetphwnlft  Mrftört  bejnalie  ihr 
ganies  FelL  Auch  mifsla^gen  alle  Verfoche  S,  Turner^ 
diefe  Ziegen  nach  England  zu  bringen.  Sie  konnten 
^weder  das  Clima  von  Bengalen  ausdäuern  ,  noch  die 
8ee  ectragen.    Denn  ungeachtet  einige  wenige -derfclbea 

.  Xo  lange  lebten ,  dafs  fie  noch  in  England  gelandet  wui» 
ddi;  fomraren  fie  doch  in  einem  fo  Icbwachea  Znftande« 
dafii  fie  bald  darauf  iUrben.  6.  Tarne  r't  Gtftmd^fchafts* 
r^fd  im  dentiof  dßs  Toikaa  -Ltfpw,  S.  399«  406  de*  Deutfch« 
U«berfetf.    Hamburg  bey  6.  G.  Hoffmann  xgoi. 


5o6~    MoMiU  Correfp.  igou    N0VEMB)SEL 

Kafchemir  wird  in  Schaäl^Waaren  nach  der  HauptRide 
'des  Af|e;a!tien-Reicb8  Übermacht. 

Die  Güte  der  Kafchemiiifchen  Waarcn  beweiß, 
dars,  w*nn  die  Einwt)hiier  von  einfichtsvoUen  imd 
f reygebigen  Fürften  regiert  würden ,  fie  fich  gewiti  in 
jeder  Art  voü  nützlichen  Küuften  hervorthun  wü^ 
den.  Allein  der  fchwere  Druck  der  Regierung  und 
die  Raubfuctt  der  Nachbaren ,  welche  fremde  Kauf- 
leute ohne  Schonung  überfallen,  und  oft  ganze  La* 
düngen  plündern,  haben  den  Handel  and  die  Gewer- 
be vop  Kafchemir  fehr  tief  herabgebracht.  Unter  der 
Regierung  der  Timuriden  ( von  Achar  an ,  der  JTo^ 
fcheniir  i^S6  eroberte,  bis  Mahomcd  Shah\  welcher 
1747  ftafb)  welche  160  Jahre  dauerte,  waren  vierzig 
taufend  Webörftühle  für  Schaals  vorhanden;  gegen* 
wärtig  ßnd  -kaum  fecbszehn  taufend  mehr  übrig,  Ei« 
nen  Theil  diefer  Vermihderung  kann  man  auch  dem 
Verfall  und  der  Verarmung  des  Perßfchen  und  In* 
äofiamfcheii  Reichs  zaTchreiben. 

In  ^ajchendr  halten  fich  indefs  noch  heut  zu  Ta- 
ge Kaufieute  und  Agenten  von  Kaufleuten  aus  den 
YO^uehmßen  Städten  des  nördlichen  Inäoßans^  der 
Tatar c^^  de«  Ferfifchen  und  Türkifchen  Reiche  auf. 
Münzen, 

Rupien  (zu  15  Gr.  nach  dem  20  Gulden  Fufs) 
ßnd  die  gewöhnliche  Silbermünze  in  Kafchemir; 
man  hat  halbe,  viertel  und  achtel^  Die  in  Mora* 
^ahad  * )  geprägten  werden  am  meiflen  gefchätzt. 
\  .     Dia 

^^  Moriiddbad  (^Meiraudabad  naoh  Rennell^  am  Flufi  üoin- 
gunga ,.  oft wärM  YOi:n  Ganges ,  10  Cofs  Yoa  Rampoar, 
und  ai  Cob  von  Chandpottr^  ehemahli  euMiSudt  von  B«- 


XLV.    'ßefofireibung  vpn  Kafchmir.  ^^      507 

Die  Kafdlieniirifchen  Rupien  verliereu  betr^htUcÜ 
vregen  ihres  fehl  echten- Gebalts.  Kleine  Kupfernüd«  ' 
%mn ,  die  den  Wetth  von  Half pennys  haben ,  uijdCow- 
jeys,  oder  die  in  Afien  weit  drcolireuden  kleinen 
Gneeimirclieln  >  q^^^^^"  ^^^  übrigen  curfirenden  Mtini^ 
(orten  in  Kofchemir  au9,  : 

JBsinkiniJ-te. 

XJfitpr  der  Regierung 'des  Kai fer«  Aureng  f^h^ 
yf'Q  die  Einkünfte  aller  Provinzen  feines  Reichs  grö- 
^r  ^aren^.als  fie  gegenwärtig  find,  fliegen  die  Ab« 
gaben  v<>Q  Kafcbemir  nur  auf  viertehalb  Lacks  Ru- 
pien, (LackR.  —  1 0000  Pfund  Sterling).  In  dfen 
jetzigen  :Z^ten  aber  ^^eht  der  Afgaiiifche  Slaltliaher 
nicht  )yeniger  als  zo  bis  3o.Lac}cA  aus  dj^pn  verarm« 
ten  Lande.  Von  dlefcn  kommen  nur  fieben  in  den 
Schatz  von  Timur  Shah. 

Der  jetzige  Subakdar oder  Statthalter,  ein  gebbrner 
jifgan\  beiföt  Azad  Khan.  Ungeachtet  iich  die*Xa» 
tchemirier  mit  Bitterkeit  über  die  Stattbalterfchaft  des 
Madj{  IQireem  Dad ,  feine^  Vaters ,  beklagen »  r.nd 
ihm  vorwerfen ,  dafs  (ein  Geiz  unerfchöpflich,  und 
feine  Graufamkeit  unmenfchlich  gewefen-rey;  dafs  er 
oft  um  kleiner  Vergehungen  willen  die  Einwohnes- 
liabe  zufammen  binden  und  in  den  Flub  werfen  laf- 
fisn;  dals  er  ihr  Vermögen  geraubt,  und  Weiber  aua 
gileo  Claflen  gefchändet  habe:   fo  übertrifft  ihn  doch 

fein 

deutaog.  Allein  nur  wenig  «ndere  Oerter  in  Indoft^n 
ßnd  fo  tief  gefallen ,  als  diefer.  Ehemakls  war  hiec  eine  be* 
~ ,  trichtliche  Mfinte,  worin  viele  Rupien  gepägt' wurden, 
ditt'noch  jetzt  einen  aüsgobr^iteten  Cours  tub^«'  Cr,  For* 
ßetHK.  xB.S.318,  9. 


5o8     MoimO.  Correjp^ifoL  NOVEnBEK. 

ibin^Soho  Ib  fehr,  daTs  fie  ihn  mitcdDem  PerfifdiAü 
Ansdxni^.ZauUm  Khan ^  einen  birnlofcfn  Tjtaimen« 
nennen.  In  einem  Alter  von  achtxehn  Jahren  (  FoT' 
Jier  war  1783  in  Kajehemk)  hatte  er  wenig  oder  gar 
keine  Fehler  der  Jugend«  £r  war  we^er  den  Vergnö* 
gangen  des  Harems «  noch  dem  Wein  ergeben.  Et 
raachte  nicht  eiumahl  feinen  Hookah.  Allein  feioa 
Graaramkeiten  überßeigen '  allen  Glaaben ,  und  ver- 
rätben  eine  fo' wilde  Gemüthsart,  wie  man  fie  nnr 
felttn  bey  einem  Menfchen  antrifft.  Schon  in  den 
erften  drey  Monaten  brachte ^odfXAaTi  einen  IblicheB 
Schrecken^ nnter  den  Kajehemiriem  hervor,  däb  felhS 
6ine  züfälligiB  ErCi^ähnong  feines  Namens  einen  on-^ 
willkührlichen  Schauder ,  und  eine  aageB&lickliche 
Anrufubg  det  Hülfe  des  Propheten  veranlabte. 

lopographie. 

Wir  kommen  endlich  zur  Befchreibnng  der  Städte 
nnd  der  kleinern  Orter  in  Kafchemir,  Die  Haupt* 
ßadt ,  welche  im  j^yin  Acharee  Siringnaghur  oder  SU 
rinagur  genannt  wird ,  jetzt  aber  den  Namen  des  Lau^ 
des  hat,  liegt,  n2Lc\i  RemieWs  Angabe  unter  34''  20' 
)o"  nördl.Br.  und73*'  44'  öftl.  L.  von  Greenwich, 
6 '  weßL  von  Lahore ,  und  breitet  lieh  drey  Engl.  Mei- 
len an  beyden  Ufern  des  JBe?uit  oder  Jalum  ans ,  über 
welchen  vier  bis  fünf  hölzerne  Brücken  gehen.  Die 
Breite  der  Stadt  iß  ungleich ,  beträgt  aber  doch  au  ei* 
»igen  Stellen  zwey  Engl.  Meilen.  Die  meiflen  Häu- 
fer  lind  von  Holz,  Ziegelfteinen  und  Mörtel  aufge- 
führt ,  aber  wohl  gebaut ;  manche  z wey  bis  drey  Stock- 
werke hoch.  Die  hölzernen  Dächer  werden  mit  ei- 
ner Schichte  von  feiner  Erde  bedeckt,  welche  die 

Gebäa- 


XLV.  Befckreibufig  von  KaJchemirJ '   .    509' 

Gebäude  gegen  den  häufigen  Schnee  im  Winter  fchüt* 
seil.  Diefe  Erdlage  verfchafft  im  Winter  eben  fo  viel 
^ärme,  als  erquickende  Kühlung  im  Sommer,  wo  die 
Dttcher  mit  mancherley  Blnmen  bepflanzt  werden ,  ^ 
and  in  einiger  Entfernung  da«  Anfehen  von  Blumen* 
beeten  haben.  Die  Häufer  am  FluITe  haben  meiflens 
•inen  kleinen  Garten  längs  dem  Ufer.  Dieles  Geht 
Cshr  fchön  aus  /  beConders  in  der  angenehmen  Jahrs- 
seit  ,  wo  man  auf  dem  Fluffe  fplatzieren  zu  fahren 
pflegt.  Auch  die,  welche  nicht  Co  angenehm  Hegen« 
haben  doch  ihren  Oarten,  und  verfchiedene  einen 
kleinen  Canal ,  der  aus  dem  See  bey  der  Stadt  abge. 
leitet  iß,  und  ein  kleines  Fahrzeug  zum  Spazieren* 
fiihren.  Die  Strafsen  find  fchmal  und  mit  dem  Schmutz 
der  Einwohner  angefüllt,  deren  Unreinlichkeit  zum 
Sprichwort  geworden  iß.  Die  Stadt  enthält  gar  kei* 
ne  merkwürdige  Gebäude,  wiewol  die^ Kajckemirier 
£ch  viel  auf  eine  hölzerne  Mofchee,  Jumah  MuJJid 
genannt,  (  fo  heifst  vorzugsweife  der  vornehmße  Bet* 
platz  in  Mahomedanifchen  Städten  )  zu  Gute  thnn. 

Der  Subakdar  oder  Statthalter  von  Kafchemir 
wohnt  in  einer  Feßung,  Shere  Gkur  genannt«  wel« 
che  im  füdößiichen  Theile  der  Stadt  liegt ,  und  zu- 
gleich die  meißen  Truppen  undOfficiere  dee  Statthal- 
ter» in  fich  fchliefst. 

Die  Vortheile ,  welche  die  Stadt  durch  eine  igDil- 
de  nnd  gefnnde  Luft ,  durch  einen  in  ihrer  Mitte 
diiTcbßrömeiDden  Flufs,  und  durch  manche  geräumi- 
ge and  bequeme  Gebäude  geniebt,  werden  durch  das 
enge  Zurammenhegen  der  Häufer  ,  und  durch  die 
ÜcbreckHche  Uufauberkeit  der  Einwohner  fehr  ver- 
fljiindext.  Die  bedeckten  fckwijnmenden  Bider,  wel- 
che 


^  5  lo      MonatL  CoVrefp.  igpi.    NOF£iff ffiBR* 

che  at»  beyden  Ufero  des  FlulTes  <  liefen  ,  Bnd  faß  AiM 
'  einzige  auiFalleude  Merkmahl  von  Ordnung  und  Be* 
queiDÜchl^eit« 

Die  Schönheit  des «  oben  S.  488  angeführten.  Seed 
Dali  wird  durch  eioe  Menge  kleiner  luTeln  vermehrt« 
die  allezeit  grtioeu'de  Gärten  bikien ,  ind^nü  üe  voll 
Oblthäume  und  mit  grorsblätterigen  Aspen  eibgefabt 
find;  von  diefen  kann  man  die  dickften  noch  uitlklaf'« 
fern  i  aber  alle  haben  eine  erOaunUche  Hohe  und  nar 
,  ^inen.  B^fch  Äfte  am  Gipfel,  wie  die  Palmen  Über 
4em  See  erblickt  man/ an  den  Abhängen  der  Berga 
nicht«  als  Lufthäufer  und  Gärten.  'Diefe  Gärten  fiiid 
voll  Quellen  und  Bäche.  Die  Luft  ift  dafelbft  alle 
Zeit  reiU)  und  man  hat  nach  allen  Seiten  hin  die  Aus* 
lacht  auf  den  See,  dielnfeln  und  die  Stadt.  DerfchöQ'' 
fie  diefer  Gärten  ift  der  Chalimar  oder  SkaUmar^  odet 
der  königliche;  von  Shah  Jehah^  dem  Vater  jiureng 
jZeh's,  augelegt.  Man  gelangt  in  den  fei  ben  vermit« 
telß:  eines  groföen  mit  Rafen  eingefafsten  Canals ,  det 
fich  fünfhundert  Schritte  weit  zwifchen  zvt^ey  fchö* 
nen  Alleen  von  Pappeln  hinzieht.  £r  führt  an  deü 
Fufs  eines  grofsen  Pavillons  oder  Gabinetts ,  das  fich 
in  der  IVXiite  des  Gavtena  befindet »  und  da  fängt  ein 
anderer  .viel  prächtigerer  Ganalan,  der  mit  grobea 
ßruchßeineu  gepfladert  ifb.  Seine  Ufer  find  mit  eben 
folchea  Steinen  eingefäfst  und  erheben  fich  fchief» 
In  der  Mitte  fieht  man,  von, fünfzehn  zu  funfzebü 
Schritten ,  eine  lange  Reihe  von  WalTerkünften  ^  oh- 
,  ne  vielfe  andere  mitzurechnen  ,  die  hier  und  da  in  irui^\ 
den  Wafierbehältnillen  »  mit  denen  er  eingefaP^t  ift^ 
rpringen.  Diefer  Canal  endigt  am  Fufse  eines  audetn, 
jenem  (ei^  ähAUchea  BaviUnaa«  fiojrdeJPavillons  ro- 
hen 


XLV»  Beßhreibung  von  Kafclmnirk-        5il% 

heu  aiif  Bogen  über  dem  Canal,  zwifchendeobeyden 
grofsen  Pappel  -Alleeo  ;  fie  haben  eine  Galerie,  die 
rliigsheram  gehty  und  vier  einander  gegen  über  ße« 
hende  Thüren.  Zwej  derfelben  führen  über  Brücken 
in  die  Alleen ;  die  beyden  andern  auf  die  Canäle.  Jen- 
aer Pavillon' befieht  aus  einem  grofsen  Saale,  in  der 
Mitte  Von  vier  Seitengemächern  ,  welche  die  vier 
Ecken  ausfüllen,  und  den  Hofleuten  und  SclaveU| 
welche  den  Scherbet ,  Kaifee  öder  Hookah  bereiten » 
tum  Aufenthalt  dienten.  Alles  ift  inwendig  gemalt 
und  vergoldet,  und  mit  Sprüchen  geziert,  die  mit 
groisen  Perßfchen  Bucbilabeu  gemalt  ßnd.  Die  Pfo^ 
ilen  der  vier  Haupt  thüren  ßnd  fehr  koßbar,  und  be* 
ftehen  ans '  grofsen  Stücken  eines  fchwarzen  gelbgo»  , 
ftreiften  Steins,  der  ein  feineres  Korn,  und  eine  leb» 
haftere  Politur  bat,  als  Marmor  und  Porphyr.  Man 
nahm  Tie,  wie  esheifst ,  aus  einem  lodiCchen  Tempel» 
den  K.  Shah  *Jeha7i  zcrRüren  liefs ,  und  legt  ihnen  ei« 
nen  grofsen  Werlh  bcy.  Der  ClialimariH  unter  den 
Anlagen  der  Tlmwiden  die  einzige,  welche  gut  unter- 
haltea  und 'von  den  Statthaltern,  im  Gefolge  ihrer 
Ofhctere  und  der  vornehmüen  Einwohner,  befucht 
^vird* 

üntet'  den  übrigen  Gärten  am  Sea  verdienen 
twey ,  die  der  Kegierung  gehören ,  wegen  ihrer  GrÖ- 
fise  und  Anitiuth,  noch  eine  befondere  Erwähnung; 
djor  Baugh-  Mujfecm  i  der  dem  Chalimar  gegen  Nord» 
weäen»  und  der  Baiigh  Nlshat^  der  demselben  ge« 
ge^  Nofdoßen  liegt. 

Andern  örtlichan  Anfange  des  See  lie^t  ein  ein^ 
telnter  tlügel ,  Tuchb  Sulimaun  genannt,  worauf  fich 
eint . Motchee  mit  ihrem  Garten»  und  ein  fehraltef 

•  Gebätt- 


*5i2      Monatl  Correfp.  igoi.  NOVEMBEtL 

Gebäude  befindet,  welches  wol  ein  Götzeotempei g0- 
wcCen  i£l;  die  Einwohner  halten  es  für  einen  dem  Sa- 
lomö  geheiligten  Tempel ,  und  nennen  es  Sdlomons' 
THron  (  Bernier  und  Forßer^.  Diefem  Hügel  gegen 
über  liegt  ein  anderer ,  niedrigerer ,  der  von  allen 
andern  abgefondert  iß,  und  Tehr  angenehm  anafieht, 
weil  am  Abhänge  delTelben  Gärten  mit  fchönen  Häit- 
.  fem  liegen ,  und  auf  dem  Gipfel  eine  Mofchee  and 
Einfiedeley,  von  vielen  prächtigen  Bänmen  nipgebefi« 
befindlich  iß.  Er  heifst  Haryperhet  (Ä)  oder  JBmej 
Purret  9  d.  h.  grüner  Hügel.  Die  Mofchee  ift  dem 
Muckdoom  Sahcb^  einem  der  vornehmfien  Heiligen 
in  Kafchtmir  ,  geweihet  ,  um  deflen  Beyftaod  die 
Mahomedaner  hey  jeder  Sache  von  einiger  fiedeutmig 
-bitten. 

Gegen  Morgen  nnd  Abend  find  die  nmliegei^den 
Gegenden  der  Stadt  mit  Gärten  der  Privatperfonen 
angefüllt »  in  welche  entweder  aus  dem  See  oder  ans 
dem  Jalum  Canäle  geleitet  ,  und  dadurch  liebliche 
Erqoickungsplätze  für  die  ßefitzer  bereitet  find. 

Die  zweyte  beträchtliche  Stadt,  Islaiiiahad  oder 
Sslaamabad ^  liegt  am  rechten  Ufer  ^t^  Jalum  ^  wel- 
cher hier  aus  den  Bergen  von  Soliman  hervorbricht, 
öder  die  Berge  in  geringen  Öffnungen  durchdringt , 
eine  hölzerne  Brücke  hat,  ungefähr  240  Fufs  breit 
Ift,  und  wegen  der  fanften  Neigung  des  Bodens  ei* 
Den  ßillen  Lauf  hat.  Sie  ift  5  bis  6  £ugl.  Meilen  von 
fVair  oder  TVeer  entfernt,  wo  der  Jalum  entfpringt. 

Zhirroo  oder  Surroo  (^Lurroo)  ein  kleines,  aber 
volkreiches  Städtchen  ,  fieben  Cofs  von  Islamabad 
und  eben  fo  weit  von  Bannaul  entfernt,  von  wo  aus 
ein  labyrinthifcher,  fechs  Engl.  Meilen  langer  Foii« 

ßeig 


Mmg'ühet  flu  ibdkJt  ^üdöOltche  Griittasgebirge   nach 

Xhitroa,  fährt  •   :  J  .  .1  . 

Auf  dem  Wegie  von.  Islamabad  nach  der  Haopl« 

•f^t'Kpßshemif^  liegt.  9  Cafii  von  jeper  Stadt  encfernt 

-Asa^iknrC  J3A}«»0>^twt3»   an  nötdlichen  Ufer  dea  J^ 

tum,       Forfter  ^oiaQbt«  von-  Islamabad,  ana  die  Reifis 

"iifitarrsti  Wv^Earrtimb  iTibUclUfi.gtofiBa  Dörfer  über  ein 

if^reitbe«   Thal   zerfireut.      In  der  NachbarkhaFt  i;»öh 

'^ShjfiiMpour  liageni  .^liia  Überbleibfei  eines  IiuUftbtn 

fp^äiifAsi  '  der  bey^  ^en  Zeidhen  .der  Verheeranf » 

welche  die  Zeit,,  juadnochmehr  die  zerfiöreodetiabd 

i^'MahoMtdaugr  augiiiiclitet  hftbMi ,  fehr  kenntliche 

"B^i&rd»  von  gutem  Gefichmack  and'ftrter^Sculptur  an 

4eh 'tragt;    ••Kafchemlr  war  eins  dcurieirften  Länder» 

•«Ml^6  id  diii>U&Qde  .der  Mahomedatut^&eienf  als  Oe 

-tHiV Aiifch  in  Jndofhän  errichteten«      £s  fühlte  dabsr 

•iMielKdcte- ^ttthenden;  Religionseifer  der  £robiever  in 

.ftitfet^^atixen  Kraft  i  durch  welchen  alleJi/roaunflieiUo 

-Ji6b>6e(chniack8  lind  des  alten  Oötzendtenftet  zertrum* 

-iMrtpder  deei  Bilden  gleich  geinacbt  wurden« 

<^fi^'lM\iAMx  *lUaihtihad  und  der  Hai]tpt(bidt  Sithm^ 

*«^  ^r  Käßkemiriiegen'dle  iM^den  Städte  PunJj^ 

-fii^V^  ^6er  FUhjdaf!eeaIi^  lind  J^in^iw  oderFoi*« 

ipatir-^    welche   fiebeiie  Coft  «nw  dervIfauptOadt  ent« 

^A^rtttifi. 

-^s-i'ii^Sämjfre  <^0f  Sofhpre  Ift  eine  Totkteidie  Stadt^äm 
tUl^Vfer  des  fahtin'^  tii^vin  CoU  von  Kafchemir  nord« 
^»t^eft^r t9.  Z^u  Cofs  von  Sompre  -^n  tf ernt  liegt  das 
4Aeioe  t^rt  Marköre,  uAd  drejr  Eiigl.  Meilen  v>^ 
dVr  t^eftlicbefiKjVSfize    ein    kleinea   l^ori   Hourree 

^2?ilnb. '      -''    ^  '- 

j»«-   '    »      I      ■  ^.1-  ■       ■  '  .  . 

xr>.i-«.  .1.  i  -^    •    '■***  ■■  t*  • 

\moa.  Corr,  IV  B.  i8ox.  E  e  Nt- 


;5i4     MütMkCiMjp.  iSt>u  NOfnEOSER. 

i*  *•  IQahe  berf  dim  Atilgsnge  dM  jbüum  i«f  KafcheMt^ 
Bordweßlich  voD  der  Haaptftadtt  liegt  dit  fitadt /^ota- 
'imulah^  Barehmookh  odkt  Baranumliy.'  ^'- 
:  ..'  Heet^f^iir^'  tfEjig\itche:Meü,M  Ridlidi  von  ddr 
•Hauptftadr/liegt'atä'fiUigAngerflBraeUrgfr,  ttbuwtf- 
nibedev  Wegnacii  Btniher'fikhtti'%ti^>')  ■    \ 

I  i    vL^r  liegt.  noiidößliili-;>TC»d«Tii8drptßadt  2^1!^ 
rKfche- Meilen'  entfernt ,    in  der  Nähe  des  Geblir^^ 
:,Kantel^^  der  gemeinrchaftiiaheaGränsovonKaCf^iefflir 
.«ndGroGs  Tibet,  .welches  von  29«/!dirrl' bef<diTM>en 
iifi^is  den  Lettres.Mdif.  V.  15  8^*90^    -  .     . 
t  1    Geyehamoön  am nord weQLUfec  dmSecM  fP^Uef.,, 
i)i>  .Noch  wisd.T.eii  Armier  eiDevStodt,  NameiMi  <?4ft* 
,eM»»  firwftbmmg.'^getfaaa,  die  rm*^  Meilen.  -  von  jÄot 
c2iMptft«cltt<uit£Br&t.iA^nÄdd4rob  Urdcbetdie  Ouflai«- 
iMtf  ans  JKafckgar  und  ^£Zsm « - Jcfait^JkaAieD.  . '  Aiif  4i9|- 
kff^i/'a  Karte  -der  LädOEder.  «^iCchsenJQtfiAi  nnd  ,C0MUh 
ttbmt   die  nach  dah  Materialieu  deslCapttains  fffin^ 
^iKirkpatricktüt^Yror^n^nod wonüBIua/fikemir  abgebü« 
det  iß,  litgt. jGueobdi'  anfserbalb  :ifar;iniaera  Gjr^^« 
•gj^fge  diäfea>'Läudda,'j[iordw^aUck  van  der.;Haupt* 
-ifladt  deüelben:^^  :dein  Wpgtviwi^f  naqh  -JS^H^ 
.fühtt.  H'Siemag.^bet  au  ßemml^ '^fiit^n  t^k  K^clß' 
.mir  gehöre  :hfil)QO*  jH»d  dei^  ^ä«b^e  Gt&nxort  g^gea 
Klein  Tibet  gewefea  feyn  :   eben  fo  wie  noch  jheat  %fL 
t!KsL^  da%.Th9i>ft»H  Bfi^ihixl  od«r  Vamtaul  zwar  aafser« 
-^Ib  der  füijli?ftUi<5jän*gebirg#  yim^KafeJtfimic  ^fff^^ 
'  cMbcx  denooc^h  ^ayon  abhäo^i^. ift.    /ladefs  lalTen  d^ 
lÄtjitthalter  vop  ^^ßj/f  <^//«i\ü  dipf^vftlicbtb^e  ,   ,zcta 
b^^  zwölf  Eqoi.^ftile»  ia«gߣ>T,!Brfaü«ang^attr,  da- 
mit  die  beuachbarten  Hiudu-Fürüen    darin    wed$r 
Schutz  noch  Lebensmittel  finden,  und  ihnen  dadurch     I 
•^'''^  "*  ^i  .    .-:  c-  .^  /'  .-^  >    .;  dir 


XLVt.  i^en  v.  d.  Schwjz.  515 

f^Jii^gmgin  dieumerfteD  PälTe  nach  Kafchemir  eiv 
Ifl^^wert  werde»  Auf  gleijche  Weife  wird  auch  BhoL 
hos  ^xi}  Äö/cAtfa?iV  .gp|f«I?^ßU  daa  i8|  CoCb  »des  K* 
^c>fir  fin^erhalb  BärxmouLe  in  dM  ei^en  Thaleliegtj^ 


Ci'Cf      .T  ■*.'•'     '  tr;irl«  :;      ...  '  ...         .,    ..  .;.   ..« 

i'/'^^eäliöfteh' Kjirten  Von  der  "SchweiÄ»-  "  - 

OaH:ä)gMraie.du  thdatrc  d6  lä  gnerr:ä  en  Italien :  PM^ 

B*dt*lkr  d^Albe,  i^hu:  lÜJraifoUXln  fo  Weit  fie  eiM* 

;'j  ::,   rDarOellailgder  Schweift  iqiitjiiillt.}  ;    y 


•  ( Fottffetz.  inm  Octcber  H.  S'eitef  gäa; )  :    ; ' m» 

r>Bt>fiMB  deb  ^erfchiedenen  Xiettän^'.  der  Schbeit  MMi 
If  ln^ebeud  ge widoieteii  ^  Karten  findet  lieh  diefes  Land' 
^  U^Ph»  nach  einem  tehr  grofsenMarefiabe  9  auf  dem  iii 
jQj^lättetn  von  Bacier  ^^^^i/^^'hetattsgbbenen  Kriegs««'  * 
th^ter  abgel]^ldet4  Jbiefes  Werk  *  irieHeicht  das  fchbO'Ä' 
He  and  yollftandigße  unter  allen  geographifchen  Ar- 
l]|jßiten:i.  die  ihr  Dafeyn  dem  jettigen  Kriege  tu  ver« 
4iink;^n  haben  ^  haf  auch  in  KücklTchf  auf  tnehr^rä' 
Theiie  der  Schweiz  ganz  befondere  Verdienfie» 

Ich  wetde  mir  nicht  anmafsen»   hier  eine  voll^ 
Händige  Anzeige  utid  Benrtheilung  diefes  Tortteffli«« 


*    '•  E  e  1  chea 


chen  Werks  xit  liefern  *);  Toüctetn^cfi  werjenircli' 
Einzig  auf  die  ächoeiz  befchräftlcM:    It  aDerkannt^ 
fein  Werthift»  iindl^je  ansgedehWter  tfnd  umfafTender'' 
das  Studiani^'iMfd  Vn6'Benatzcrng^'deBi>ibeii  w^fdenf- 
wird;  je  mehr  verdient  es  die  dngefltengtefte  BeK^A^* 
tuDg.    Eine  fcharfe  and  ganz  ins  Detail  gebende  Cri* 
tik  einer  folchen  ÄrT)3t  iff^def  %1I9B*(!^diä  vonDank* 
barkeit  nnd  Hocbacbtung  geg^B  ihren  Urhjsber.     Die 
Natur  und  die  Geringfi%i|iJtfeit  der  Gegenftända»  auf 
welche  der  Tadel  fällt ,  erbebt  die  Tadcllofigkeit  der-  * 
jenigeo»   die  die  Critik  nicbt  bettihrt^-und  das  Lob, 
welches  man  folchen  Werkenitfrbeilen  kann,  ift  dar- 
um nicht  mehr  ^ie  Wirkung  f^iupßt  übeviraCcbopden 
Anßaunens,   fondern  das  Uefdltat'^einer'lulten  und 
glsfcbärften  Pftifüng,' und  der  Ailsdniok  de^.  WlU^ 
m't.  die  )>det'  vi^tnklkbe  Künfttex  fu^ht,   und  JedeiT 
Wiflenfchaft  lieheHdd  Mann  zaRndeniberechtigt  üL 

Die  Schweiz  M  auf  den  Blättern  Nro.  2,  6,  7t 
und  ganz  kleine  Ecken  derfelben  auf  Nro.  n  nnd  iz 
abgebildet)^'  I>er  Werth  der  drey  Haoptblätter  iß  fehr 
ungleich.  Nro  2  ift  vielleicht  das  geringfte  unter  aU 
len  30  Blättern.  Nro.  6.  ift  better'und  Nro.  7  ißbe- 
fonders  in  Bückficht  auf  die  Jläliejiifche  SeJiwejz  nnd 
einige  Theile  des  Ilochgebirgs  9äs,  beute»  was  nocli 
über  dfefe  Gegei^deu  e^rfchienen  lÜ.  'Ip  dbm  n^rdlt* 
dien  Theile  des  Cäntons  JValBJlääißh  bis  übet' AN 
tprf  hinauf  in  den  Cantouen  jC^z/^em  und  OBeHmii' 
ift  der  VerfalTer  dieles  Blatts,  fo  zu  lägen,  Schfiftfür 

Schritt 

«*)  Die  erfteLicfarang  diefe&AtUs  ift  ia  den  A.  G.  E.  IV R 
fl.  135  —  138;  die  «weyta  iq.der  ^C.IB.  8,  507  —  529 
cmifchgeprafr  und  fowol  die  grofsen  Vorsage  eis  Mlngel 
derleibea  mit  Uopaiteyliohkeit  aogegebcn  wordeil.      H, 


fllckvitt  AtaWjfs-^  M^er' £ch»n  BÜittero  gefolgt,  und 
but  Heb  die  Voi^üge  und  Fehler  derfelbeu  tugo« 
tigofit*  und  nothwfk  PsLär^  veixe  Fthiet  hiuzvkgpCeiztf 
)a  Bütidt^p  don  Itay^mfehen  Canbouen^  deo  Dißric«' 
yn^4^4^r  Matjtinud\ältorf  hingegen  9  wo  er  keiuea 
für  filafQfchgehalteDe^  Vorgänger  liatte»  wo  vermuth-  , 
)icl|i  die  meißeu  Zeichnungea  Früchte  von  Localbe» 
^cbtigoBgenFräukifcberOfficiere«  und  vielleicht  von 
OMUtairifchen  Aufnahmen  waren ,  iß  die  Darßellung 
y^ekt  genaner  und  frejer  von  Irrthümern* 

Qie  blaugeipalten  Gletfcher  »  die  roth  ausgezo- 
genen Gränzen  von  Helvetien  •  pod  die  fiarke  kraft* 
yjQlle  und  .ganz  militairifche  characterißifche  Schatti*\ 
y^U)g  der  Berge  geben  diefem  Blatte  ein  lebhaftes  und 
fi^fi^llendes  AnCehen.  £s  wäre  zvx  wüofchen,  daCs. 
die  Landfeen,  um  ßch  belTer  herauszuheben ,  entwe- 
der* weifs  gelalTenoder  auch  mit  Farbe  bezeichnet  wor- 
(^n  wären;  man  findet  lie  nicht  leicht»  wenn  man 
die  Karte  in  einiger^ Entfernung  bettachtet. 
,  Pas  Blatt  fängt  ganz  oben  in  der  Ecke  linker  Hand 
bey  dem  Schlofs  Lmidslutt  an  der  Emmen  im  Canton 
j^niao,  ;D4S  ErmtieiiUial^  bisher  jaoch  nie  derSchau- 
pUU  irgend  einer,  militairifcben  Operation,  iß  nicht 
gfinsF  jepau  abgebildet;  es  ßimmt  auch  nicht  mit  dem 
efft-.KjirzlUh  erfchjiienenefi  6  Afcyer'fchen  Blatte  über^ 
esjD  9  1  und  n^fig  .vielleicht  aus  den  Handzeichnnngen  ^ 
TO»  ff^yfi»  o4^x  aus  luidern  handfcbriftlichen  HülfB« 
^icifllli  i^enommen  f^jD.  Die.  vielep.  verzeichneten 
Dorffchaften  be weifen  •  dafs  keine  frühere  Karten  co- 
fin^^  wosden  iiad|  ^wfeil  keine  von  allen  das  Enimeii' 
^hal  Co  vjpDß|i«dig«iForftelU. 

■  ■' :       4:   •        -i      ».    -vJ  •  -  •*.!  #  1      *»  t  ... 

,  .        ^  E  e  1  Ober» 


5l8      XomA  €»re)p.  igoh  NOKÜtfeEIL 

•  -  Oberhirg  Ifl:  gaiix 'nahe  aofder  EcmnÄi:  'tdioS 
ßak ,  Bäjersweil  und  Lauperswtii -find  nicht  auf  &Sk 
köbm,  fondem  im  Thal,  welclM'ih«ift  etwli^ib«i> 
ge  ift;  die  BergmalTe  zwifehen  der  EmmennM  A^m 
Omton  l2ttmrn  ift  cftwat  entdeUt.  Df's  J!iiz^  Wd  Mr 
JNapft  mwej  hohe  gekuppelte  Ber^lpitzen,  an  Avelclvo 
Bch  alle  gegen  die  Emmen  herabfeDkebdeBergrückeii 
anlehnen,  find  nicht  ganz  im  Canton  Bern;  Tondem 
Aie  Gränze  zwifehen  diefem  und  ^[«uzern  länft  zwk 
fcben  dem  J^pf  uvd  dem  Ertzi  durch'.  Die  meiffea 
I9ebenthäler  d^s  Emmenthals  find  alb  wei^  länger 
und  greifen  tiefer  in  das  Gebirge  hiheib.  Schupptuk 
iß  an  der  Brüdte  zwifehen  iJin^naa  ÄndSignan,  nicht 
}m  Beirge  oberhalb  Signa  u  i  vom  letzten  Ort  biegt-Bch 
4er  Strafae  nach  ein  Thal  gegen  Gr&fshöchßt^ten  «ml 
flümgen  hinunter. 

Viele  Namen  find  ganz  entflellt:  z.  B.  unter  vie« 
len andern  fiatt  Peterjehingen ,  lefeman  Bötterkhiden; 
flatt  GnoJßiigeH^  Kmolßngen;  fbttt  FrymiUmg^  Fnf^ 
Wattigen;  Rsiit  Bwgenßein ,  BUrgißein;  R^tt  lUejidorf^ 
UUendorJn 

Canton  Lvxjem^  Die  Berge  zwifehen  IstuumvsA 
S^mpach  find  viel  zu  Aark  fchraffirt.  Ee  find  alles 
^nur  hohe  Hügel  von  4  bis  500  FubHöhe  über  dem 
See;  der  böchfie  Ponct  ift  vm\{c\i»tk  Ntuevüdreh^  wet' 
chea  fchon  wieder  in  der  Ebene  liegt,  und  dein-Jl^ 
$heffiurger  Tohel.  Die  Gegend  smfchen  Luzi^muBd 
dem  Pilams  ift ,  fo  wie  in  der  Meyer^ttlxtaa  Harte  > 
fclfcb. 

Ungeachtet  die  W^iTerrcheidaiagliHnie  der  bejden 

^Mmmm  bey  p-fchlismatt  dnrdi^eher.;   tind  'man  alfo 

Iticht  eio  fortlaufende«  rbeydoWaifoirbekea  Tcheiden- 

^  des 


.  '^  .XnVK\SMtten  von  dffn  ßühweiss^^ .'      ^t^ 

decfGAIrgo  voraMfefteb  dirE^.iaiflrdochui  devNa-*' 
tar  die  Stralae  von  ^Schupfen  nach  Efchäsmatt  faft- 
fiäMB?>akea.  Sie  fUigt  unmerklich  ein  .«vetiig  *yon 
Schüpjen  hinan »  «nd  fällt  faiift  durch  MfckUsmdttm' 
daa« Gebiet d^  i^. hinunter.  ..  J^iefer  D^rchrchnitt 
io  der  Gebirgaftette  ift  faß  eiiie  halbe  Stunde  breit  »> 
vid  in  den  neiAeu  Karten  deutlich  angegeben.  Der. 
▼o«i,,der  BeucklAu  ausgehende,,. das  Dorf \£^Ai/j?fi^^ 
tragende  Rücken  fällt  a^fo  gan«  a^^s. 

.:  .Canton  fVtdd/iädten.  Der  ganze  nördl.  Tfaeil^»': 
(es  Cantoua,  nndderhier  ficbtbareTheil  des  Cantone 
liituh  .theilen  Ruhm  undTadel  mit iVfr^fr's  Blatt  No.-'Tr 
d#a  febr getreu  nach  feiner  zwejtten  Auflage  copirtift;' 
Vom  Slegn  ift  die  Karte  felbOftändig.  Die  hinterflen 
Theile  des  Mai^raner  (nicht  Mageraner)  Thais  und  die 
Lage  des  Rupplenntheils  ßnd  nicht  ganz  richtig;  Jni^ 
Jchllngen  foll  M^fehlingtn^  und  yalliugcni  Coli  fVat^ 
^i/fgr^/z  heifsen«  Das  £/r/;«r/i9^/t  hätte  wolpuchangedeu^ 
tet  werden  könne».  Urfertn  und  ^1/  der  Matt  find  nicht 
zwey  Örter,  fondern  der  Haiiptprt  des  tlrferenthala 
beiffit  An  d^r  Matt;  die  liodoiUer  Brücke  fehlt. 

Canton  /^iii^;r.:Diefer  ifi  hier  wol  am  vollßän* 
di^^n;  fogar  noch  etwas  reicher  an  Ortfchaft^  als 
auf  den  ü/^y^rTchen  Blättern  ^rgefteUt.  Es  iß  nicht 
zu  ^yr^ifeln »  ^afs  das  Hauptthal  uqd  verfchicdene  füd» 
liche.l^ebenthälerjcum  Behuf  diefer  Karte  aufgenom^ 
ven  worden  find,  weil  mir  keine  Vorgänger  bekannt 
find  j  die  der  VerfaHer  hätte  bemutzen  können*  Sind 
gleich  nodi  viele  kleine  Irrthümer;  fo  ißdochdiefe 
Abbildung  weit  die  befte  unter  allen  bisherigen.  Es 
wäre  unbillig»  hier  Fehler  aufzuffichen,  und  unmög- 
lich ,  ^  La^d  ;ganz  richtig  za  ))enr.theilen ,  in  wel« 
\.^  Ee4  ehern. 


|2a     MonaiL  Curr^.  tgou  NaFfUTBER. 

,  ch^fn,  meinef.  VVUTeiif:,    noch  iMioC'.eiozige  aftcAno^'i 
ifiirche  OrtsbeftioMbaog  f^enuicht  wordvD  ift.     '        ^-i 
€antoD  Betihaona:    Der  lMtde§  (TeffiMs  mtkd^m 
Eicfatuug  des  Liüemrthals  (Val  LeveMio«)  etfclMi» 
aftaftierio  einer '  ganz  oeaeoGdIfailu    AiiF  allen 'bit*- 
herigen  Karten  (ünr  aliein  die  iran' Mottet  autgeiMniiP' 
neu )  lief  dieret  fchööe  fmchtbar«  Bergtbal  gerade  Voa 
Norden  nach  Süden :  hier  läuft  et  voUkommeu  in  ei- 
ner füftönilichen  fchooTgeraden  RicUang  von  Aetp^ 
fiBiUhlhiM  FMeggio  hinunter»    Wenn  Tcbon  daa  frühe» 
xe  Syileai'4  welchem  von  Scheuchzer  an  Me  Karteir- 
ipach^r  .ununterfncht  folgten,  ga&z'ttbftreitig  friiler« 
l^aft  ift :  fo  ift  hingegen  aach  die  VerbelTerung  der  ne n* 
•ru  allzußark.     Die  Richtting  des  Thafe  ift  nicht  ge« 
»de;   Ton  AequaJpUal  bis  JirolO  ift  fieSüd-Oft  gen 
ÖUen ;  von  Airolo  bis  an  den  Monte  Piotino  Süd  -  SQd 
Oft;  ron  Monte  Piotino  bis  FaiüoSM  gen  Often ,  nod" 
endlich  von  Faido  bis  Foleggio  Süd*  Oft  gen  Snden. 
Die  HauptgflbirtfsmalTen  iind  vortrefflieb  ausgedruckt; 
aber  den  Nebenthälern  fehlt  BeftiAinitbeit.     Die  bey* 
den  wichtigen  Päffe  am  Flatijer  (^Monte  Piotino) ,  ei* 
nem  der  engften  fahrbaren  Beij^fdiliinde,  und  am  J^ 
tiijferflalden  {Gioniico)  find  nicht  deutlich  geling  an» 
gegeben.    Der  Weg  ans  dem  Pol^ftaerthal  (  Jf^al  Bieg* 
no')  nach  Santa  Maria  in  Bündten  ift  im  Verbältnib 
mit  der  .Öo^^ÄßrJ^j-nnd  Splügenßrajse  atteu  berg[ig 
^eteichnet.     Schon  länge  hielt  man  diefen  Wegfür 
einen  der  allerbeqnemften  AlpenpSffe,  i^nd  nur  du 
InterelTe  der  ^hemahligen  Stände^  Uri  und  Schweix 
hinderte,   dafs  diefcr  Weg  nicht  die  grofte  Comroe^ 
zialftrafse  nach  Irrflen  ward,    Bellinzoha  Mbft  bitte 
iicht'  wie  ein  öfffeäer  Ort,  fondem  -wl»  cino -wkWi* 

che 


.^  XÜ7L  'Xkitten  vön<*4iirSdtwäztiilfi     52  ^ 


dbenStvar-gczeithnet  wMl^iJbHeii:  ILtj'AiSwwr  hU 
eina  Eolch»  klein^i  aber.felDe'ii«iiKTliclie'  Cage».  feiim 
Qbrohoii«iich«Tiei  bedeateodeodreyOifteUe  lieben  diel 
fiem  One^  Mnen  Raog  dater  den  faftcn  Drtera  der 
Schlei» ^'uad:  gewähren  deiti''Aoge  eine  JMrtfiedehiite 
und  iinpdnieteude'Aoficbf.  Die  Stadt  füilt  dieicanze 
Breite  des  Thals  aus,  nDdihfe  Werke  fliebcfD^iefbey^ 
den  Seitengegen  die  fteilhlnab&Bkeudea*<7efairg€ «hin- 
an. '■.  ..-^    .  .  V  .^ ::.::.    ';...  :    •    ' 

In  deii  Bergen  -am-Pallitmind  verhähnibdiärsig 
-weit  weniger  Qrter  bIw  ttßP Uvenerthal  Tewifirlinet,'^ 
'Das  ThaL  gegen  Gravedana,  deilen  Name  in  der  Karte 
fehtt,.heif8t  f'^al  ßlarobia^xntd  der  dafiolb^Ton  bin^v 
ten  fchlieCsende  Berg  M(77/f#  Sm  G/c^ri.    -      !>•«  .■ -. 

Canton  Dtgano.  BelFer  als  anderswo  ift  hier  daa 
obere  Ende  des  Latigenjees  abgebildet.  Dif^Ebene  vt)» 
Magadino  iß  zu  fchmal ;  Tonftift  die  Küfte  Cshr  detxtlicb« 
Die  Tfaäler  CetitovaUe ,  Onfemone  (nicht  OfftmoH  )  und 
das  grofse  FalMaggia  find  dagegen  xiemlictt  dufftig;i 
nur  in  ihren  Hauptforinen  and  mit  fehr  wenigeta  Ort«i 
Cchaften  angegeben.  Aach  die  Gränzen  zti^iftheti  d^nlh 
Lavixzanie  und  dem  Piomonteß Cohen  J^rmazzathal 
find  nicht  richtig.  Zwar  Iregr  die  Oemeindis  B^fiot 
fchon  feit  undenklicher  Zeit  init  ein  Paar  angränzelic 
den  Gemeinden  über  das  Eigen thunsrecht  betrftchtli«« 
eher  Jkipen  in  Streit,  welche /je  nachdem  diefe  Zwi« 
fiigkeit  entfchieden  würde ,  auch  die  allgemeiner  Lan^ 
desgr^nae'  beftimmen  würde.'  '  Gefetzt  aber,'  daß  dte 
Anfprüche  von  Fußo  im  ansgtedehntefteil'  Sinn  ge-^ 
gründet  wfiren:  fo  wnrden-dendoch  <liie  i^er  und 
Jolgtich  die-Helvetirchen  Oratitetf  uiemarhls^^o  tief» 
wiü  hier -ib  .4er  Kotie,  iW'l^<^'iMicz^A^^o<4ü  dae' 
i    -  '  E  e  5  Fluft- 


5Z3     llbllaAi^Ofn^^tagfih-^K^ 

bingegett.  -die»  fl  i  ÜMWlf '^iWi  ^langenfee  bU  an  die  Tre«; 
/a^ '  mir  4n^*l)^<>i^/^Ui^'-^*oz'^^eio^*^Intbfiifa^;. 
vnd  eben'Cr)£deiidicl»iinidifCiicbhalti^tft>4iei!;Diftrict' 
▼OB '£iif|9iEnHL  '  'Diefer.On  ift  offenv^ittoin' obBe.Aiu< 
safanse  oder,  'ft^  bte «  vtilkretcbQtt  .Und.  -gebiidetfte  Ort 

Sil  der itidio^ircheb  SAweifci i.i- 

.      iD«r  Bsh  idifife  Btuttbeiliidg  ledigUd(f  aiiEdie  Hei« 
vetiTche  Republik  befchränkt:    fo  bllteD  eigeotlich. 
^•'  üiiri^Bä'  iB^defai-Yodii^MdenrBhjtte  äb^biUeten 
OopebdeniDit.Stillfdiwirigm überpojgibnsfieodeii«  Sie* 
find  aber'  sih  jßenaäünit  den  ^ehureiiArgräfiiEW  verbon^ 
deo»'abdafil:eioekiirxef  Attz^ig^  derfelben  dem  Haapu 
gegenftatide  diefea  Anflatzea  gxnz  fremd  wäre. 
c  '  V6h  noten  drängt -jich  daaf^/rA^/us/ tief  zwifcben 
die.GaniQM  JU/^aiiottüd  /IPW/ii  bis  nahe  ^n  xien  6o^M 
A<?rH^.huiaaFj    Dii»*  v^rfchied^neD  Bergwege  ios  Z^^*. 
fii^  ,r^lbft.  die»,  welche  nur.  ia  den  SommermonateDer-. 
fteiglich..  And«  finden  ßchmic  vieler  Genauigkeit  an*i 
gedeutet*     Das  Formazzatkal  iß  hier  zäm-erftenmabli 
xicbtig,   nnd  die  Strafae  über  den  Simplon  mit  ihren 
HaUptkrQmitiungen  deotlich  angegeben.  ,  Ganz  unge- 
zweifel^:  liegen  diefer.  Darfiellang  neue  Aufnahmen' 
xom  Grande.  Der  Landftricb  von  Luvino  bis  S.  Abow 
dio  hinaaf  ift  nicht  bergig  genug;  die  Felfen  fallen 
oft,  ndd  beCoadera  nördlich  youMucagno  fieii  inden 
See  hinab. 

Die  ganze  öftHche  Seite  des  Blatts  iß  durch  daa 
JDmitfchB  und  JtalUfii/c^  ßimdten  bedeckt.  Das  erße 
gehört  )iwar  theoretilcb.za  Ueivetien  ;  allein  es  hat 
^ochnie  eii;ien  Mfirli^^beii jintegrirenden Theil  dörren 
vointipairtea  Republik  auiigisjmdit..  U^ß  JtaUenifcho 
I    :  Hl   ;  ward 


ward  iin  frießm  vöiTC^Stßo'fofm^ 
nifchen  Republik  verein^'^ ^^Ifi  in  dem  Feldzuge  von 
,J799  nicht  wieder  2in  Biindten  f^f gehen  \  foDderD  voa 
'deu  Öllreichern  wie  ein  erbbei^es  Land  behandelt. 
Iql  4i^(<er  %2Lt%e  bei&eii  j^it  3  C4)»d^;:  G^pemta , 
Faltelina  nnd^  Bprmio    daß  Ilepartemept,  der  *  ^i<ia 
und  des  Ogliö^  vereint  mit' dem  ThACamonica'nnCL 
einem  Th'^il  der  votmaltU|:^nt3rafrchaft  Comi)^  ^ ' 
I  In  Bwidten'Cini  die^ kränzen  zwifchen  den  drex 

BtindeiL'gaQx  nnrichtig;;aafihl  fehlen 'die 'Naaion  fier  . 
drey  Abtheflängen»  nogeaqkM;t:die  Grlmdioien  fekif 
fcharf  ansgezogen  find,  ßhnir  und  die  Vieif  Dörfer  ge«< 
köran  zum  Gottoshaushund  v  hingegen  Mciai^rj »,  Miu. 
Ux  umdiChürwalden  zum  Geri^htabund»  Eimgü  wenU 
ge  Namen  im  Graumbund  iipd  unrichtig  :gefchtiebenl 
yied  Mßzoneimi  heiCst  gewöhnlich  Fal  Jkbfylqiaai^JMU  . 
faxeftihal},  '..".« 

,. .. :  Diefes  ganze  Blatt  ißt  zur  GtrdMchie^er'Feldzdge 
Ton  X799  adentbehrlicfa  npd  ganz  'rorzügliith  branclu 

bar,  -...  ..         ■  •    :■'■*}.  \ 

.  ;  .  ( Die  Fortfettf  fplgt.) 


-i.  "i^^r    |]r>rrr  /i>fj 


524      JbdWtf.  CorrtfrtüJgfii^.NOVEa^R. 

■•-■    -•■;*'•;  xiiv«»-.---^: 

•       grographifidie  Uüng^  von  Flcn-enz. 

Vpo  Fr.  Je  P.  Triesneckery 
Vorfi^n  d«r,  L.k.Sc^fnWarfe  in  Wiaiu 

WäkimiH  däfs ick  mich  nie  BtCBnunan^  geognphi^ 
Scher  Längieo  berchäftigte»  »od  bereits  faSerOber  bef- 
sähe  allis  Beobachtnngea  irou  ZUiverläffigkeit  bennnt 
hatte  f  Wttrde  ich  von  dem  Herausgeber  der  ManadU 
ehen  Obrrefpotidcnz  aufgefordert  *  ) ,  die  Länge  veh 
JPIorenz  zi»  ^loiiterruchen «  uod  fie  aufs  «leoe  xu  be- 
Hminanv  cwenn  mir  fithere  Beobachtttogen  xw^-HSik 
deu  kommen  follteu.  Bisher  war  die  von  Ximauk 
beflimiDte  fällige  der  grofsheraogUcheD  ReüdeDaßadt, 
'  iA*  54"  ^  ZeirTOD  Paris,  im  rnhij^en  Befiue;  uod 
hatte  (ich  ein  Cd  grobes  Zutrauen ,  ohne  Zweifel  doieb 
den  Kamen  des  Verfafrers",  erworben,  dafs  diefe  Lau- 
ge beynahe  in  alle  aftronomifche  Ephemeriden  aufge- 
nommen wurde. 

VeranlalTung,  an  diefer  Beftimmung  des  Ximenes 
zu  zweifeln ,  gab  die  neuefte  Karte  Italiens  von  Ba* 
der  d^AWe  **),  welcher  Florenz  beynahe  um  dsn 
vierten  Theil  eines  ganzen  Grades  ößlicher  fetzt,  als 
daflelbe  nach  Xiinenes  zu  liegen  kommen  foUte.  Er 
gibt  felbft  in  einer  Note  Rechen  fchaft  von  diefer  vor- 
genommenen Änderung.     Ximenes  ^   fagtert  hat  die 

Läuae 

OM.a  IB.  S.514. 
**>jm:g  IB.  8.613. 


■'ißLVII.  <feogr/  tongÄ  von  FtatMÜ        425 

T^topS^Viin  JRoi'wfe  ist  29*  43''  30*  fcßgfffotlit.  t)er 
Heransgf^ber  cHeCer  Kart«  gkiabt  fie«ttf  28'  $7'  30' 
tefeti'M'l^  niülfeb,  ab  welche  er  für  wek  ^geoaner 
•bftlt ,,  tind -Welche  die  bfefteir;  Gengraphen  asgenonü 
inen  habeä/  DieAftrMttoeBoVto  Mailand  baben  die- 
fen  wichtigen  Pnlict  unterrucht ,  nnd  die  Verglca^hnng 
mit  Bologfia  and  Pijä\  wo  xw^  Sternwarten  find:» 
lüit  bewfereii ,  dab  Ximenei^B  JBeobachtiug  fehlerhaft 
%ar.     ^       •     ■  ■   -'*•    ■  -  '^   ■    '■    ■        "  -  '■ 

Da  e$  fieh  b($y  d«i' Berichtigung  diefinr  geographt 
Kh^D^fM^^e  nni'  eidd  gnuxe  Zeitminute ,  wiei  man 
ieitht 'eitiiebi^n  kann ,  handelt:  fo  CoUtenian  d^ 
'fcen,  daß  es  eben  kiichr  viele  Mühe  koften  würde» 
-M  e*^.äaMMen ,  auf  w^l^^be^Stite  fich  der.Aaarchlag 
letiken  Ürefd«.  Hlet;!?«  wirdtrajrlich  mehiTnidhVe«^ 
IbrdeM;  'als 'dfffs- man  fidtf^a: fieobaobtungenr an  dar 
Hand;  habe,  nnd  fioh  d»i  4tfühe  ikicfat  :tM»rlelMin^ 
lalTe ;  afi" die  Berechnung)  flerlelben:  Hand '  anJmlifliifcL 
Ift  wandte  mich  alfo  ih  diefir  Abficht  an  dett  AOro- 
Itomen'itfPi/a;  fo  wie  aätib^n  den  zx^'Fädua^^  mit 
der  äitfe^  Wenn  ihneO' Beobachtungen ,  'weidah-äl 
fhrenz  geinacht  worden  ,  bekannt  wären,  mir  die- 
lelben  gütigil  mitzutheilen,^iudpnif  ich  fiqfaer  vmtavL* 
then  konnte,  dab  p  wenn  fc^on^keiqe  ordnpfiiche 
Sternwarte  zn  FlQrefiz.eTjriqhtet  w^i  .dfi^j^od^  man* 
che  Sotmenfinfternib  da relbft  beobachtet  worden  feyn 
möchte.  Von  dem  erftta  erhielt  ich  -nocb  keine  Ant^ 
wort  5  wov^oü  ohne  Zweifel  dreUrfache  in-deiadamah« 
ligeii  ktiegerircheu  Auftritten  in  Italien  za  fochen  ift. 
Der  zweyte  (chrieb  fogleich  zurück,  ihm  wSren  Iwar 
keine  «u  Florenz  gemachten  Beobachtongen  bekannt, 

«über 


^28       miimA-XkneSf^Uot^NüVEnn 

^duTcti'die^MittagsltniftBapciifeü  pflegtcui  .Au  däh 
4m  «cxheUat»..  wQlcbte)Srfd>d€r  Zuverlüffi|^idit4j«Be 
41fto^  vo^>jFilkirÄi2  vaiilt^iifi^--^«  -XwftrlM.aiia  .dnt 
■Baat«giitmig'J?<giigMBti'g  y  fdJofle  i.     [> 

c*f:  ':.'Allaifl£  JCw^n^  Asd  :iint0r  denvJBLefilUaketi.  am 
4te  dr^y.bugeführtfttiBeöbidaaDgeoJbiwcnigdLJhar. 
i&nftiniinBiig^^  dabcir'JlGk'bflch^aiuierii.imizttfcdk&niik 
;^ibig  efiMiliUia  Undvhicurzli  wjlUt^  tf  dei»  Vorn« 
-barganig :de»' Mercuf  »> wakhq^CT  s«.>i^ibihffiz  175:3  den 
4Si-9Ma7!btebachtet  JMtrfi » -  niid  VyelGbea  er^m  AinCBliiiiig 
jder  LäidigaiiheftiitiiKiniig  füte  weit  zaTer£iGl%e#^  hielt 
£r  (Mite  dre^eirlej  Verglmümngtn  an  ,•  zuarlL  mit  V^• 
JU6:r'd4Uiir'iiiit.  Boiogiia«i4io4fe  W 
^rhiek  jenflalReruUat.«  ^welcüdr^ficli  bn  «iif  ded  lieiiti- 
tgenrXag'4fflirtüiige^fit(it«^B)-halteii  hat.  .Die  Beob- 
«tifatang(i(D'i.f.welGhe\.er  Bioftäber  aiifiilKt;:.Juul  U- 
gendtt.tV. I.V. ......'  .:iJ..;  -      ■/ » . 

., .  ,.:,r: -.  ^:-  /r53>i#^  jS^iiifly.,  .  ,..,,,  .,,  . .  : 

JP«rwCHoJ5.4(RlugiKO  ipi^e^»^?^^         •  .^  *:  xoÜA%'  411 

'      "    "  latseta      .'  '.    .'    .    .    .    .  ^     if    ag 

• ....    '    '  J.^.  -..'       Mimlyunol  •«...»  *-p  -20     4) 

Ebenda/clhji.  innere  BerOhrung  » 10.  .  i  S    45 

■■''      '         Wsere ~     21     35 

-  »     . .  . ; f  1  : i */i  r> .   . 'MitCti^ttnct.  >   ..*    »    .    .    >  t—  ■  ao    iot 

Mittelpunet  xu  Flovens  10  '  54  53I 

•vjl  •   .;    ^eflVh  Ung^voa  Pari»  -^■'34  46I 

. ;    .  -   >   ^ .     Vflrbei]p^,  dorsh  die  Parallaxe  —  .  34  52! 

'ffologna    Xnnm  iexül^Ttin^  •   \    •    .    .'  •'    .     10    54  41 

—  :•    ,!  'A  '.-.^    M,-  «liiifie^fc"!  i"  ,  \    •     .■^•'.*    —  'OT  23 

..    .         .    Mitulpnnct  ^.o»   ^    •    ..h».  r-    54^  2 

'E^Tfiaye/^/l  idknere  BerflüriiDg  •     .    »    r  '•'  •     10    54  4^ 

-...1     '■.-!■■>   j-  :.  *'^     aiifiero'  '^.-'^    .»i  •-■  %■  •  jw    -^-'»57  gf 

.^.    :.,     ..  c.  :  WttotPWay..t  !N.f  ,>  y.,>,.:r.s6:,  8 

Mittel  .auf  bevdou'Mittelpunctea    Iq    56      5 

^    lin^HMliieifali,^  ■witaÜMtM  Ptor^Rs  u.  .Sid0^  — ::.,i     1 1| 

Die- 


'XtVn^  Gßogt.  Lange  vtm^Ftorenai^       §2^ 

'Dieter  LäägtratLnterkYded ^  ieizt  Ximeneshin^n^ 
beftätigt  ineine  Meinung«   dab  Florenz  von^ Bologna . 
weit  weßiichet  liege,  als  Bianckini  Sich  vorftellt,  und 
nmük  die fer  Beobachtung  können  wir  den  Unterfcfaijftd  , 
'Mmikhen  bejden  Meridianen  auf  i'   iiy  fefifetzen« 

.  .>Dar9  Bianchini  die  Länge  von  iTore?/^  ölllicher  luf 
hän  wollte »  bezeuget  Manfredi  in  der  Vorrede  zu  deC- 
fen Beobachtungen  aus  einem  im  Jabr  1726  gefchriebe- 
nen  Zettel ,  worin  es  heifst ,  dals  Florenz  vom  Meri« 
diaa  von  Bologna  3 1  Zeitfecunden  nach  Wellen  enU 

.*  (jcirnt  fey. 

'  ^Ximeties  bemüht  fich  zwar,  den  oben  geFuüdi^* 
fen  Länf^en-Unterfchied  zwifchen  Bologna  und  F/o^ 
rem  a^  der  von  Maire  und  Bofcovich  unternomme* 

'  iieii  GradmelTung  in  dem  Kiiichenßaate  zu  beßätigen. 
JDiefer  zu' Folge ,  (agt  er ,  findet  fich  der  Läogen  -  Un* 
U^rfcbied  zw^fchea  Rom  und  Bologna  4'  29  |:*  ia 
iZek,  und  er  kann  nicht  über  eine  Zeitfecunde  voa 
der  Wahrheit  abweichen.  Unten  aus  dem  Vorüber* 
gange  des  Mercur  findet  fich  Längen  -  Untertlhied 
zwifchen  Rom  und  Florenz  5'  36".  Der  Unterfchled 
zwischen  beyden  gibt  i'  6J*  zwiichen  Florenz  und 
Bologna  ^  nur  um  5^"  von  der  vorigen  Befiiramung 
"revfchieden.  Ja,  fetzt  Ximenes  hinzu,  wenn'  maa 
die  erfte  Beobachtung  zu  Bologna  allein  gelten  I^lTea 
•wollte,  fo  wüvde  fich  Meridian* Unlerfchied  zwifchea 
Florenz  und  Bologna  1'  Sj"  ergeben,  von  der  Grad* 
melTung  nur  um  27"  verfchieden.  Allein  wenn  maa 
die  Sache  im  Grunde  betrachtet,  fo  lieht  man  wohl ^ 
daCs  diefs  keine  Befiätigung  der  Länge  von  Florerc^ 
fey,  wol  aber,  daCs  fich  Gradmeffung  und  beobach- 
teter Vorübergang  zu  Rom  und  Bologna  gegenfeitig 
Mbif.  Corr.  IV.  B.  ißou   ^  t  f  feh« 


^<S      MonatL'Correfip.  igoi.  NOVEHBEK. 

fehr  nahe  beßätigen.  Man  kann  fich  davon  nicht  baf- 
fer überzeugen ,  als  wenn  man  die  Beobachtting  tu 
florenz  ändert.  Man  wird  zwar  eineki  andern  LId«> 
^en«- Unter fcbied  deflelben  Towol  Ton  Rom  als  von 
Bologna  erhalten  ;  allein  der  Gradmefljong  in  Anfe* 
Kting  des  Längen  •  Unterfchiedee  zwifchen  üomnnd 
Bologna  wird  man  genaa  eben  fo  nahe  kommen ,  alt 
vorhin. 


SeohaehteUr  Forühergang  des  g  zu  Rom  X753. 


AoaXxiudotMittelp.  P.P. /««Seur  ef/^ac^ttiffr  •    ,    liÜ     o'  35^{ 

P,  Audifredi  alla  Minervft     .    .    •    ♦    .     •    25  J 

P.  Maire  im  Irläad;  OoUeg.    ./..•'    35  | 

*^'  oder  belTet    •    •    \    •    •    »    31  f 

*■  P.  Bcscovich  im  ROmifclu  Colltg. .    .    ,    .    i|  f 

Miuel  .•••,»     II       o    27 
ßu  Fidreng      .    ^    ^  .  >     le    54    53  § 

Florens  van  Rom      •    •     .     •    •     5    33  { 
verbeflert  darch  die  Parallaxo    •     5    ^6 
m        Hi^rani  folgt  nun  Längen  an  terfchied  xwi* 
..  eben  Faris  und  Florenz  verglicben  mit  Paris       »    ^'    34  52,  5 
\  mit  Bologna      •    »    •    »    34  5o 

mit  Rom      .     >    ...    34  54 

Mittel       k 34  53*3 

Diefd  ftlmmt  bis  auf  2"  mit  jenem,  welcher  in 
den  Parifer  Ephemeriden  vorkommt. 

Was  ich  hier  am  meiden  bedauere«  ift,  dab  Jü- 
ments  von  feiner  Beobachtung  blofs  den  Aastritt  des 
Mittelpanctes  anführet.  £r  beziehet  fich  zwar  auf  ein 
FoglioJtaTnpato  in  Fircnze ,  e  indtolato :  TraitfUns  Met* 
ciirii  per  disciim  Solis;  wo  vielleicht  befondera  die  in» 
nere  und  äufscre  Berührung  angegeben  feyn  mag» 
Allein  dieCes  fliegende  BUtt  ift  mir  nicht  zu  GefichM 

gekojo- 


'  XLVIL  Geogr.  Lange  von  TtorefizJ        531 

|^(mifiieQ.  Wenn  er  deu  Mittelpaact  aas  beydeo 
Berührtuigei]  gefchloiTea  hat»  foifi  doch  nicht  zuver* 
aotheo «  dafs  jene  Zeitinomente  um  eine  ganze  Zeit** 
mioiK«  Irrig  beobachtet  fejn  Tollten ;  es  roülÜBte  niur 
felbft  in  der  ZeUbeftimmung  die  ganze  Unrichtigkeit 
Uegen«  Jedoch  genug  von  der  Unterfuchung»  wel- 
che Xlmenes  über  dl«  geographifche  Länge  von  JElo» 
rem  angedeilt  hat. 

1^,  :  Nun  haben  fich  noch  folgende  3eobachtungea 
vorgefunden  9  weiche  zur  Beftimmnng  diefer  Lang« 
berechnet  werden  könnten ,  wenn  iich  gleichzeitige 
auffinden  laflen  foUten.  j^  *)  Eine  Bedeckung  des  Mars 
1756  den  jo  iul.»  wovon  zn  Florenz  Eintritt  und  Aus- 
tritt beobachtet  wurde.  2)  In  ebeudeinfelben  Jahre 
4eo '7  Novbr.  der  Vorübergang  des  Metcur  vorder 
Soane.  3)  Der  Vorübergang  der  Venus  vor  der  Soa* 
ne  ifSt  den  6  Jun.  4)  Endlich  abertnahl  Vorüber« 
gang  des  $  1789  den  5  Novbr.  von  Slop  dem  älterü 
ftu  ^reitz  beobachtet.  Ungeachtet  Vorübergänge  für 
.Läpgenbeßimmungen  nicht  allezeit  befriedigende  Kei* 
fultate  zu  geben  pflegen  :  fo  habe  ich  mich  dennoch 
entrchlolTen «  die  zwey  letzten  zu  berechnen»  wie 
man  unten  fehen  wird.  Der  entrciieidendeAusFpruch 
überjdie  Länge  ton  FZör^^Ki  wird  ohne  Zweifei  künf- 
tigen Beobachtungen  vorbehalten  werden  müITen. 

Die  Bedeckung  des  Mars  1756»  welche  vielleichc 
über  diefen  Punct  den  richtigßen  Auslchlag  gebea  ' 
könnte,  woferne  es  mit  der  angegebenen  Beobach« 
tuug,  und  vorzüglich  mit  der  Zeitbeftimmung  feine 
Aichtigkeit  hat,  konnte  nicht  in  die  Rechnung  ge* 
BOmmen  werden^  weil  (ich  nirgends  eine  gleichzci« 
tige  Beobachtung  flnd^  iäfst«    Der  beobachtete  Vor«: 

F  f  3  übet- 


532       Mama.  Correfp.  tgou  NOVEMkEtL 

Übergang  aber  des  Mercar  1756  (innere  Berühriiiig 
'7U  58'  53*;  »üfsere  8U  i'  4")  trägt  offenbar  dal 
Gepräge  der  Unrichtigkeit  an  der  Stirn ;  denn  dieft 
innere  Berührang,  mit  Rom  verglicifen  »  wQfde  i&t 
den  Längen  Unterfchied  zwiHchen  beyden  Städten  nmr 
30*  geben :  .und  die  Parallaxe  kann  ^iefe  (Bröfse  nklit 
über,  4*^  ändern.  Dafs  aber  die  Röfnifche  Beobäch^ 
tnng  zaverläffig  fey,  beweift  der  Längen  unter  fchied 
zwifchen  Rom  und  Pekiji ,  >Velcheti  ich  ans  andern 
Beobachtungen  feftgefetzt  habe. 

BeobachteUr   Vorübergang  der  Fenus  l'jöl 
den  5  Jun^  .    . 


Innere  Berühr« 

Innerer  Berühr. 

Bcheinb^Zofai» 

Eintritt 

Aottutt 

nienkanft 

ü     .       .         ^ 

ü     .     . 

U     .        • 

Pkrit 

20  26  4f  m.Z. 

17  48  l4;3ili.a 

Peteriburg 

l6  24  a6,3m..Z. 

23   17     7 

19  40  27,9 

Florens 

—         —         — 

12     2  37 

18  23  37.<J 

Bologna 

Ingolftadt 

SchWätzing. 

— .        —        — 

21      2  43      ' 

18  23  4gs9 

—         —         — 

21    3     81 

18.2450,7 

—         —         — 

20  51  44       , 

18  13  28,0 

Tyrnau 

—        —        — 

21  27  18 

18  48  59.3 

Stockholm 

.^         .^         — 

21  28  I8§ 

18  51  29,0 

Laubach 

—         —         ^ 

21  16  24 

18  37  52,5 

Hieraus  Länge  von  Florenz: 

mit  Paris      . 35'  23»"3 

—  Peteriburg 35  i,  7 

—  Bologna 35  5o,  3 

—  Ingolfiadt 35  8.  o 

—  Schwetzingen     ....  35  5»  6 

—  Tyrnau 35  37»  3 

—  Stockholm      *    •    •    .    •  35  o.  3' 


Mittel      .    .    35     18.  1 

Da  gegenwärtige  IVefnltate  keine  groFse  Überein* 
ftimmung  gewähren,    fo  ift  onftreitig  zu  (chltersen^ 

dab 


,     '  XtVD[rvGf^ogr.  Lange  i)Q»  Florenz*         533 

^nfs  der  Grand  davon  in  jepep  Beobachtangen.  lie^e, 
mit  welchen  die  Vergieichüng  ift  vorgenommen  wor- 
tton. '  Mit  eben  diiefem  Rechte  aber  labt  ßch  von  der 
3eobaGhtang  von  Florenz  behaupten  l  dafs  auch  tie 
KBit  .irgend  einer  Unrichtigkeit  behaftet  feyn  könne» 
die  fich  hier  nicht  entdecken  läfst.  Übrigens  däucht 
mich^  dafs  Vorübergäoge  der  Venus  zu  Längenbellim« 
mungen  vreit  weniger  geeignet  ßnd  ,  als  Vorüber- 
gänge des  Mercur:  wiewol  auch  diefeden  Sonnenfin* 
fiernilTen  und  Sternbedeckungen  hierin  nachfiehen 
mülTen. 

J^oriibergang  des  Mercur  I']89  cien  J  Novhr. 

Diefer Vorübergang,  tm Florenz  beobachtet,  findet 
fich  in  der  Sammlung  der  Beobachtungen  lu  Fifa  von 
1786  bis  1790,  welche  Slop  ^der  jüngere  1795  heraus- 
gegeben hat.  Nachdem  er  bedauert  hatte ,  dafs  ihm 
der  ^  nngünßige  Himmel  diefe  Beobachtung  zu  Pipi 
verfaget  habe ,  fagt  er :  Mein  Vater ,  welcher  fich,  da«  *' 
mahls  auf  feiner  Rückreife  von  Tfient  zii  Florenz  auf- 
hielt, wiewol  auch  die  Sonne  wechfelsweife  in  Wol- 
ken gehüllet  war,  hatte  dennoch  zur  Zeit  des  Ein- ^ 
trittes,  da  fich  die  Wolken  zerfireuten ,  beyde  Berüh- 
rungen der  Ränder  weit  glücklicher ,  als  ich  beobach- 
tet; worauf  fich  aber  der  Himmel  abermalil  trübte, 
und  nicht  geßattete,  die  Beobachtung  diefes  Vorüber* 
gangee  weiter  fortzufetzen.  Die  äufsere  Berührung 
der  Ränder  gefchah  um  i  U  36'  38"  mittlere  Zeit  zn 
Florenz;  die  innere  um  i  U  38'  28*.  Die  Breite  der 
Sternwarte  an  dem  phyficalifchen  Mfifeam  viix\  43* 
46'  30*9  und  die  Länge  derfelben  z'  46"  gegen  Öften, 
ytou  der  3te^ii^arte  %u  Fifa  angegeben. 

F  f  3  Dicfo 


$34    Vlmak  eoff0  tsoh  JSüPEXVtOL 

Biete  Breite  ift  ebeo  diejenifre ;  welche  iiotJ^  B^ 
dnehmi^B  Beßimmangen  TorkömiDt.  'Der^aogefBiline 
Xiftiigenuntetfehied  zwirchen  Fifa  tisd  Ftorerm  fehätaüt 
'ficb  aal'  die  Floreotinirche  («änge  de^  Ximmüfs  »H  gvifaal- 
deo.  Die  Berechnnng  dieres  VorübergaD^ee  ipübtSoik 
giende  Beraltate;       .  '         :  .  •   ;  ■ 


Parit 

Wien 
Ofen 
MarreilU 
Florena 


Iaa«r«BeTAh* 


1  3  53.1  ; 
t  58  56.1 

2  9  32.5 
I  14  57.1 
I  38  28»o 


Sotuiflhaire- 
ZnCimniaBk. ' 


3  l<?  39.1 

4  12  5oa 
4  23  2&< 
3  2g  48,9 
3  S3  22,3 


Bieraas  ergibt  ficb  Läoge  von  HorewLi 

mii  ^arit »35'  il'% 

-r    Wien •    »    •    35    4^  ;i 

—    Qfea    •    •/  .    .    ,    ,    .    ...    J5    43.  7 

,—    Marfeill«     •    »    •    >    .    >    *    35    43,  4 

Mittel     35    43»  t 

,'  Diefe  Längenbeßimmung  von  Florenz 'kommt  ixx 
jBaoler  d^/4lbe  £chen  noch  am  nächßen  ;  und  ße  dürf* 
ie  allenfalls  aus  allen  Refultnfpn,  die  wir  bbher  gefe- 
iien  haben,  den  gröfsteu  Glauben  verdienen.  Jedoch 
/die  vollkommene Eotfcheidan^  darüber,  wieieh  obeia 
^efagthabe,  können  vv«ir  nnr  folchea  Beobachtungen 
4iberlaireu,  welche  ihrer  Natur  nach  zu  L&Dgeobe* 
jßimmungen  mehr  geeignet  und«  Und'  diefo  tnüffm 
wir  von  der  Zukunft  erwarten. 

Da  ich  diefen  Auffat/  bereits  gefchlolTen  hatte» 
erhielt  ich  von  f^ieentius  C/e/mi;^//o  aus'Padna  vom 
31  Dec.  igoo  ein  zwi^ytef  Schreiben ,  w^rin- er  isiiff 
NatUicht  ertheilet ,  dab  er  Cd»  km  Moaat-  AuguA  an 


.  .^  XLVH;,  'Geogr.  Länge  wn  Florenz.       535 

^ktgnoü  nacb  Modena  gewendet  habe /um  v(m  ihm 
die  Ao2ei|;e  eüier  SonnenfiofterDirs  xn erhalten,  wor- 
jine  er  einft  die  Läqge  von  Florenz  berechnet  ha;:- 
hetk  ibU.  Die  Antwort  kam  erft  mit  Anfange  des  De« 
cember  zurück,  w^che  mich ,  fchreibt  ChimmeUoi 
muf  4ie  Mdmoires  de  Paris  1782  S.  652  verwies,  wo- 
rin ein  Auffatz  von  MeJJier  enthalten  iß,  in  welchem 
er  mehrere  LäDgenbeItimii;iaDgen  aus  den  Sonnenfin- 
flernifs  1781  den  16  Octbr.  von  Cagnoli  berechnet » 
aufgenommen  hatte,  Dafelbft  findet  man,  dafs  Xime» 
fies  zu  MezLomonte  unter  der  Breite  von  43*  42'  53"» 
und  unter  dem  Meridian  von  Florenz  das  Ende  die- 
fer  Finßei^ils  um  21 U  15'  45'  beobachtet  habe: 
woraus  CÄ^7Zö/i  Längenunter fchied  von  Paris  35'  54* 
lierleitet  ^).  Es  ift  aber  zu  bemerken,  dafs  von  die* 
fcr  Sonncnfinfternifs  zweyerley  Parifer  Beobachtup« 
gen  bekannt  find ,  die  eine  von  Meffier  im  Colleginm 
Ijudwig*s  XIV,  2'  öftlicher  von  der  königl«  Sternwar- 
te, und  diefe  hat  Cagnoli  bey  feinen  Berechnungea 
xum  Grunde  gelegt;  die  andere  von  MSchain  unter 
der  Breite  von  48*  51'  46* ,  und  6Y  in  Zeit  oftlich 
•von  der  Parifer  Sternwarte  (aftron.  Jahrb.  1785  Seite 
229)9  nnd  nach  diefer  hatte  einft  ich  diefe  Finftemib 
berechnet  (^Eph.  Findoh.  1801  S.  356).  Bey  de  Pari* 
fer  Beobachtungen ,  wenn  man  fie  auch  auf  einerley 
Meridian  bringt,  find  noch  um  8  Zeitfecunden  ver- 
/chieden.  Ich  glaubte,  die  von  Mechain  auch  hier 
b^ behalten  au  mölFen  ;  theils  weil  fie  belTer  fowol 
mit;  Greenwich ,  als  mit  Mailand  ftimmt;  theils  wbll 
^  «D8  Mejjßer^s  Beobachtung  an  diefem  Tage  einen  Son- 

F  f  4  nen- 

»)jw;c.n.B.Si^ 


536       JUbfuitf;  CofteSf.  iSou  UOVEWStJEU 

Dendarchmeller  lidf er t «  welcher  mit  deio  jenigen ,  wd» 
dien  wir  heat  ia  Tage  kenj^eo »  fcetoetwegs  zaCun« 
neußimmt :  wodurch  aoch  feiue  gemelTeoeo  PhaÜBii» 
äiJb  Cagnoli  io  die  Rechnuug  geoomroeiii  einenge» 
irliTen  Orad  der  Za^eriäffi^keit  verlieren. 
^,,  '  Hier  folgen  die  Beobacbtangen ,  and  die  darasi 
gefolgerten  Aefuhate ; 


Sonnenfinßernjfs ,  den  i6(  OcL  Pj8^* 


Anfang 

Ende 

Zuramnnen* 
kunfc 

1f>aris(/lf<r/i.) 

Greetiwich 

Mailand 

Mezzomonte 

—   n 

ü    .    „ 
ao  33    1,0  w.  Z. 
20  ao  53,0    — 
31    4  57»o    — 
si  15  45.0    — 

u    .     „       ^ 
ai    4    6^1  m.  Z 
20  54  40,«    — 

i*  39  -iO»»    — 

L5neen-Ün* 
terfchied 
von  Paris 

9  '^0,0 
»7  «4.7 
35  41,» 


Hierdarch  wird  die  Länge  von  Hörern. ,  die  wir 
oben  aus  dem  Vorübergange  des  Mercnr  1789  gefun- 
den haben,  beftätiget,  wofern  es* ausgemacht  ift,  dafs 
M^zzomonte  und  Florenz  unter  einem  und  demfelben 
IMerjdian  liegen.  Und  da  diefe  Beobachtung  von  Xi* 
Plenen  iil,  fo  fcheint  er  dadurch  feine  eigene  Länge 
7U  widerlegen  •  die  er  oben  aus  dem  Vorübergauge 
des  Mercur  1753  von  Florenz  angegeben  hat,  *Da& 
Cagnoli  aus  der  gegenwärtigen  Sonnenfinfternifs  eine 
etwas  giöfsere  Länge  von  Mezzornonte  finde,  fcheint 
daher  zu  rühren  •  theils  weil  er  feine  IVechnungen 
^vii  MefjUr'^  Beobachtung»  wie  ich  oben  bemerkte» 
gebaut  bat;  theils  weil  ich  in  manchen  Elementen» 
welche  der  parallactifchen  Rechnung  ^VLX  Grundlage 
dienen »  von  Cagnoli  abweiche. 

Endlich  erhielt  ich  im  Monat  Junins  iSotVom 
FTe/heiru  v.  Zach  aus  Gotha  eine  beobachtete  Stern- 
bedeckung SU  Florcm^  die  kb  defto  begieriger  in  die 

JVecb^ 


/XLIKIL  Geogr.  I4ng9  iMnf^Fhrmii^       537 

llechnttog.  nahto  ,  f«  Tehnlidlier  ich  der  Erwattang 
entgegen  faha-,  auf  welche  Seite  fich  der  Aosfchlag 
deTiWagfcbale  hiDneigen  dürfte.  Den  30  März  d, 
^,  wnrdedie  Kornähre  in  der  Jungfrau  bedeckt,  und 
in  Florenz  von  Ciccolini^  zu  Paris  von  mehrem  Aftro« 
»omen,  und  tm  Mailand  von  Oriam  beobachtet,  wie 
j|U8  folgendem  zu  erfehen  iß. 

Bedeckung  des  a  tV  den  30  März.  iSoi* 


Fari»,  (Nat.  Sternwarte) 
Mailand 
Florenz 


Eintritt 


>4  la  19,9  m.  Z, 

14  5*  19.«    — 

15  5  42,1    — 


Austritt 


15  «t  33»o  ra.  Z. 

16  I  4a,i    — 

i6  14  50,0   — 


Zufammen- 
kunft 


14  45  5i,a  m.Z. 

15  äi  34.1    — 


Hieraus  ergibt  lieh  Längennnterfchied  zwifchen 
JFlorejiz  und  Paris 

aüi  der  Beobachtang  von  Paria        35'  42/9 
-r  —  ..—     vo«  Mailand    35    42,  5 


Mittel        —      '    35    42»  7 

Ich  mufs  aber  bemerken,  dafs  ich  fowol  zu  Pa^ 
TIS  •  als  zu  Florenz  aus  dem  Eintritte  die  Znfam* 
menkunfts  -  Zeit  um  22'  bis  23*  fpäter  erhielt ,  als 
aus  dem  Austritte  :  indefs  bey  Oriani  diefe  Zufam« 
menkunfts  Zeiten  aus  beyden  Zeitraomenten  bis  auf 
oY  llimmten.  Ich  glaubte  hier  die  Zufammenkunfts- 
Zeiten  aus  dem  Austritte  herfetzen  zu  müITen,  weil 
Yi\eT  Paris  undAfa/Za/z^zuEammenftimmen  ,  undBrei- 
tenäuderung  hier  gar  keinen  Einflub  hat.  lodeflea 
^tirde  man  eben  die  Länge  von  Florenz  durch  die  Pa« 
Tifer  Beobachtungen  erhalten ,  wenn  man  beydetfeite 
Eintritt  mit  Eintritt,  und  Austritt  mit  Austritt  ver« 
gleichen  wollte.  Bey  diefer  Beobachtung  maft  man 
4en  Umßaud  nicht  uube^ierkt  lalTen«  ^^Is  Tages  zu« 
^ox  dex  Vollmond  eingetreten  ifr,       .    ; ,  • 

J?  f  5  ./Hieiza 


538      Itbmaä.  Correfp.  igai.  NOVEBUBEtL 

Hterzu    kommt   noch   eine  andere  Bedeckang 
des  et  ttjf  beobachtet  den  24  May  iSoi  von  Ciecolim^ 


Mailand 

Wien 

F|oreriz 


Eintritt 


9  44  15,0  t^.Z, 
9  57;  7.1    — 


Austritt 


<o  ST  49t3  «»•  ^ 
11  II  ai,i    — 


Zurammen. 
kunft 


xo  30  13,6  m.Z* 
10  58  59»4    — 
10  38  a9»8  — 


Hieraus  abermahl  Längenanterfcbied  zwifchea 
Florenz  und  Paris 

aus  der  Beobachtung  von  Mailand  ...  35'  4.i»*2 
—  —  —  von   Wien      35    4.0,  4 

;  T\!ittel        —  35    46,  8 

Wir  haben  nun  aus  nenern  Beobachtungen  vis* 
xerley  Refultaie  *)  über  die  Länge  von  Florenz,  die 
ungemein  gut  zufammeußimmen : 

ans  demVorabergangdeB  $   1789 35'  43/1 

ans  der  Sonnenfinfternifs  den  i60ct,  i7St  •  •  .  35  41*  2 
aus  der  Bedeckang  dei  an)»  den  30  März  Ige  i"^"^^  .  35  42,7 
—        —  —  —  24  May     —    .    .     35    40i  8 

Das  Mittel  35'  42/0  •  folglich  geographifche  Län- 
ge vom  erßen  Meridian  28**  55'  30",  fcbeint  dem- 
nach der  Wahrheit  fehr  nahe  zu  kommen ,  woran 
Avir  uns  fo  lange  halten  werden ,  bis  man  uns  eine 
zuvcrläfiigere  Längeubeftimmung  von  Florenz  mit  aU 
len  ihren  Be weifen  vor  Aug^n  legen  wird. 

XLVIIL 


*")  Nimmt  man  biersa  noch  ein  fflnftet  Refultat,  virelche« 
Mechain  aui  der  Bedeckung  des  Mdeharan  im  Novb.  1773 
ber^}inet»  und  34'  48"  gefunden  hat  (^M.  Gl  II.  B.  S, 
90 ')  fo  ergibt  fich  die  Länge  von  Florenz  im  Mittel  35' 
43," i5»  welche  lieh  nicht  mehr  als  7"  von  der  Bacler'" 
Ichen  Interpolation  entfernt,    v.  Z»       ' 

«**)  Diefelbe  Bp^eckung  haben  auch  La  Lande  und  Henry  in 
Paris  berechnet;  jener  fUidec  die  Länge  35 '40*»  dieferas*' 

.  4af'5»   V.  Z.  >    1 


JKVnSL 


5; 


XLVIII. 

Beobachtungen 

zur  Beilinuniuig  der  Länge  der  Stadt  Kdhi 
in  Aegypten. 
Yon  Carfien  Niahnhr  angeftelit  und  benduif t» 


Ij  Kahira^  den  loDec,  jr6u 
Entferausgen  des  wefU.  Randes  des  Mondes 


von  a  U. 


Correc^lon 
der  Uhr 

Obfervirte 

Zeit 

Wahre  Zeit 

Rntfernunir 
C;  von  OL  n 

—  a6'  ip" 

II ü    14'  S«" 
II       16    34 

11      «I     10 

lOU   48'  33" 
10     50     5 
«o     53     9 
»0     54    5« 

41**  55'  y^" 
4.J  54  0 
41  5,1  1« 
43     5*     « 

JBeobaphtungen  des  Regulas  zur  Correctiou  der  U 
Correction  des  Quadranten  —  16*. 


Correcfion 
der  Uhr 


—  16'  aa* 

—  36    IH 

—  36    19 


Obfervirte 
Zeit 


t»      33     4 
**      35     I 


Walire  Zcir 


>a     S   4^ 


OhffTvIrtr 
Kiilfriii.  V. 
StihriiÄlj».^ 

M    M     " 

«4    M     •» 


Wnhr^Knt. 
In«,  vom 
jlii-hi  ttrl|>. 

S4    fttf      »• 


Das  Mittel  aiis  den  vier  nfiolmc;hlii"R"*^  tS^^^ 
Wftbre  Entfernung  des  wrlUlcilinii  I\snd«i  At%  M 
des  von  «  Gemiu.   i;:  4J*  n'  4ü'   *U  do»  ^•'^ 
'  Zeit  zu  xoU  51'  4o\ 


•) 


54P      MimtO.  CofV9@9i  itfoi;^  Nar£2BHBK. 

SjTKdhira '.  äifi'io'^Jiecemb.'VfSt. 

EatfernuDg  des  welllichen  Randes  des  Mondes 
von  ^AH  Zwillinge. 


Correction 
der  Uhr 


II  u  «3*    »2* 

•-  a6'    19"  |,ii     34    37 


Obfervirte 
Zeit 


I  Obfervirte 
und  wahre 
Entfernung 


10  u  56'  5^* 
10     59    57 


46»    04'   10» 
46     si    45 
40     39     o 


Hiernach  war  die,  wahre  Entfernung  des  weDK- 
chen  Randes  des  Mondes  von  ß  Gemin.  46*  22'  58'» 
XU  der  ^vähren  Zeit  rr  ioü  5B'  23". 

3)  Kdhira^   den  10  December  I'j6i^ 
Entfernung  des  weftlichen  Randes  des  Mondes 


von  «•  V 


CorrecHon 
der  Uhr 


•—  26'  19" 


Obfervirte 
Zeit 

Wahre  Zeit 

ti  ü  43'  »8" 
...  45     .5 
...  47      0. 
...  48    33 

1 1  V  17'    9" 
.  .  .  18    46 
...  «0   41 

...  23     II 

Entfernung 
([  von  a  V 

50'  3»'    o^ 
'  .39    xo 
.  .  40    10 
.  .  40   40 


Das  Mittel  aus  diefen  vier  Beobachtungen  gibt 
dte  wahre  Eutferoung  df^s.  weftlichen  Randes  des 
'Moodes  von  «  Arietis  ~  30*  39*  30%  zu  der  wah- 
ren Zeit  m  .11 U  19'  42". 


4^  Kdhira,  den  11  Decemb,  1^61. 

EntfernuDg  des  weßi«  Randes  des  Mondes 
von  «  V 


Correction 
der  Uhr 


—  a6'    18" 


Obfervirte 
Zeit 


la  ü  15'  21' 
.  .  .  lg  s6 
•  .  «  22    31 


Wahre  Zeit 


ii  u  49'  9' 
.  .  6»  14 
..    5Ö   19 


Obfervirte 
und  wahre  ' 
Entferimnff 


4.')*    a'  50" 

.  .   •  5     SO. 
.  .  .7      Q 


Beob- 


Beobachtüligeh  d«8  Aegülu's  znr'CorreGtlaii  der  Uhr. 
' '•  Gotrection  des  QiiadriDtenV— 36*;    '-' 


Correction     Obfervirfce 
der^hr/      -    Zeit       ^  Wahre  Zeit 


—  ä6   ^ 


xau 
12 


4'  17' 
4   26 


iiu  3ü'    6* 
ii     HO    13 


Obfervirtc 
Entfern  ung 
v.Sdheitelp. 


lo'*  39'    6' 
70    i>    55 


Wahre  Ent- 
fernung V« 
Scheitelp; 


Tc"    41'  lü" 
70     14     3 


Nach  4^Q  vorher  beiüerlcten  BeobacbtüDgen  war 
im  ii'Dec-  1761  zu  X^^^ra  die  EmfernuDg*  dea'wefl- 
lichöölRandBfidcsMondeft'  von  «  Arietia  —  45:-  vS'  ;j? 
ra  der  wahren  Zeit  ZZ  iiU  52'  34\  -     ,  -. .. 


^Jj^dhira,  den  12  ~  Januar  Xj62i 

Entfi^riHipg  des-  ödiichen   Randes^  des  Mordes 
von 


Correction 
der  Uhr 


—   4'    34" 


Obfefvirte 

.  Zeit  , 


141/  9'  o" 
..."  45 
...  13    ^5 

.  ...  15    35 


Wahte  2;«^ 


14  \i'  *^4;  "äfi"' 


Obfervirl? 
Entferijuug 


I»    30 
13     ö 


Wahre  Ertf^ 
^  f^mung 


g4''-io'  acT'  B4*    ^tf^~i? 


\  13 
.  »3 


o 
30 


AtctntTis  an  derOßTeite  des  Meridians.  = 
'  Correction  des  Quadr.  —  36". 

WfthfeEnti  ^ 


Correction 

dcrUh? 


—  4  •■3a' 
*—  4    30 


Obfervirte 
.  Zeit 


.  Wahre  Z^it , 


■15Ü  «7'  la" 
15      »9     6 


\^V  flfct'  40" 
£5      «4    3Ö 


Obfervirfe 
Entfernung 
V.  Sch'^l^p; 


41  >  4^   36 


ferpung  v, 
5öH§ite1p. 


A'i^tt-  i»»,i8»- 


41     46    54 


P^ocjon  an  der  WeHfeite  des  Meridians» 


.-^4  34 


15U  33'  ftt;' li^u  a8"  44"  157"  »»'  o*  15?'  13'  o" 
15  •  3*i    »4  •  15   30  38  57  3?  ^   57  37  o 
13  3Ö  50  »5   3»  ,16.157  56  40   '57  57  30 


Nach  den  vorhergehenden  Beobachtungen  war 
in  Kdhira  am  12  Jannär  1762  die  Entfernung  des  5A- 
liehen  Aandes  des  Mondes  von  Aldebarän  84""  12^  22'f 
voL  dtft  waEreh  iZeit  zz  14 U*  7'  55^  *    '       *    ' 


54«       Ufetiaitv  C^ffp.,  «fp«.  rNOVJ^mSEL 


6^  Kdhira%   den  12  J&nuOr  Jrf&k.  ^ 
Emferuuiig  de«  j^U^Q  I\a4kd«i  des  Mopdet 

voD  ß  n.      . 

CorrecHott     Obrervlrte  \  ObfervirteJ  Wahr^*  Ent- 

der  Uhr  Zeit        Wahre  Zeit  Entfernung  •   ,  fernung. 


..--4'  34" 


•4  U  S6'  I-' 
',4  .  37  55 
»4       39"  35 


14  u 

31' 

4t" 

U 

33. 

21. 

4 

35 

t 

40»  nj'  piof 


40 


»5    y   , 
10.^301' 


¥"  ^'  ■vJ' 
dp   ir;  Q 


Es  war  alfo  zo  Kdhira  am  izlanaatr  17^»  dleEnt« 
ferDiin^  des  beileu  Randes  des'  Mondes  iton:f.in  den 
Zwillinß;cn    ~.  40*    16'    7"  ,    iu.  der^wabren  Zeit 

=  14U  33'    2^\         ' 

7 )  Kdhira  ,  iitfTi  Tfi  Tättaat  Xj6s. 

Eotfernuug  des  Ößlicbeu  JVaDd'es  des 'Mondes 

von  Spida   Plrginis, 

WäHec  Eh«. 
fernung 


CotrtctitJtt 
der  ÜhT 

Obfervirte 
Zeit 

Wahre  2ett 

Obfetvirtfe 
Entrerming 

-  4'  34* 

istj  0'    8' 
15     a    35 
15      4    a« 
15      5    50 

14  u  35'  34" 
•4     58      I 

14  5^    54 

15  1    16 

50»  aa    3fc* 
50   21  ■  0 
50    ao    2o* 
5d    i^    90- 

50*  «4'  o" 
50  33  3a 
50'  ai  50 
50    so    ao 


Hiernach  war  die  wahre  Entfernung  des  hetlen 
Kandes  des  Mondes  von  SfHca  f^rgirds  m  50*  22'  25*, 
itii  der  wahren  Zeit  r!:  14 U  58'  4i*v 

Nach  mehiei'  Berecfanubg  geben  die  a&geFührten 
Beobaohtungen  die  Länge  der  Stdidt  KtUdra  von  Fa* 
Tis:  ^ 

176t  Jen  töDeib.  die  finlfem.  5   von  aö  .  .  .  .'ittSS*  So* 

•    ^    *    V    *    k    k    •    V    5>  t-On^il  .  v>v  i  54  48 

.**•*••.    fc    i     3  rön «  V  .  *  •  .   I  155  20 

w  \     J  von«  V  .  .  w    f  55  J 

>    .     ^  .voaAldebarän    k  55  U 

»    •,  ^  yonpn '.  >  »  .  t  54  57 

*    •    3  von  SpicA  .  ,  •  I  55  8 


den  iiDee.    » 
k7^2   d«n  lajtnmt 


XLIX 


V    ■  .-V .     •  II— «-i— 1—  — ;: 

XLIX. 

Geograph  ifche 

Beftimmungeri  am  Nieder-Rhein* 

Aiu  einem  Schreiben  ded  k.  Prears.   Oberßen  nnd 
General-Qaartiermeifters  v.  Lecoq. 


Potsdam  i   den  ^J  Sffpt,  iSot^ 
l  •  .  Jr ruber,  als  ich  es  geglaubt  hatte,  bin  ich  voa. 
meiner  nördifchen  Reife  turückgekommen ,  und  ich 
eile,  Ihnen  beiliegende  Tabelle  zur  Einrückung  in 
die  M.  C.  mitzütheilen.       Es  find  die  Längen   und 
firehen  einiger  Puncte  am  Nieder  -  Rhein  ^   wie  fich 
folche  lowol  aus  der  Franzör.  VermelTong  auf  den  Me- 
ridian von  Paris,    als  aus  meiner  VermelTung  nach 
dem  Meridian  von  Oldenburg  ergeben.     Die  -gerin- 
gen Unterfchiede  der  Breiten  zeigen  unwiderfprech- 
•lieh  die  Genauigkeit  Ahx  Arbeit  auf  bejden  Sdten. 
'Bey  Emmerich  i  wo  der  Unterfcfaied  "48*  am  gtöfs- 
ten  iß,,  getraue  ich  mir  die  meinige  als  die  richtigere 
Beßimmung  angeben  zu  können  ,  indem'  fic  fich  eben 
fowol  auf  die  aßronomifchen  Beßimmungen  von  OU 
denhurg9  als  auf  die  von  Ilees  und  /J/i^^A  gründet , 
.die  ich  felbß  mit  aller  Sorgfalt  gefunden,  und  £772« 
yinerich  aas  beyden  letzten  Puncten  durch  ein  einzi« 
jges  Dreyeck  berechnet  iß.     Bcj  den  übrigen  fieben 
Pancten  iß  der  Unterfchied  nur  von,  5  bis  auf  19". 
«Beyden  Längen  findet  fich  ein  Unterfchied  von  i' 
16'  bis  i\  54*.     Diefe  Unterfchiede  liegen  melir  an 
den  aßronomifchen  als  an  den  trigonom.etrifchen  Ar- 

bei- 


544       Ä^Äfl^t  Correfp.  tgoi.NOVt:MBEi& 

heUen,  Nehme  ich  aus  den  acht  Puocten  das  Mittelt 
fo  ergibt  ficl^  ein  Unterfchied  von  i'  39*  io  Gradea 
oder  beyuahe  7*  in  2^it,  um  wie  viel  die  aftronomi'* 
fche  Länge  von  Oldenburg {ehlerhtLh  wärei  etwas  koon-» 
te  davoö  anf  die  unvermeidlichen  Fehlender tri^o- 
siometr«  VermelTangea  und  auf  die  Formel,  nach 
ivclcher  aus  trigonoroetrirchen  Linien  die  Längen  be- 
rechnet werden»  zu  ziehen  [eyn*).  Ich  mufs  hier- 
bey  l^emcrken,  dafs »  ob  ich  gleich  meinen  Meridian 
durch  Oldenburg  gezogen  habe^  bey  der.  angenom* 
tnenen  Lage  von  Oldenburg  die  aßronomifchen  Be^ 
ftimmuDgen  von  Bremen  zum  Grunde  liegen.  Das 
Ganze  wird  Sie »  denke  ich ,  von  dem  was  ich  eben 
Jagte  überzeugen »  dafs  nämlich  beyde  trigonömetii« 
fche  VermelTnngen  Vertrauen  verdienen* 

■    Zä. 

*3  Allerdiogi  kommt  viel  darauf  an,  welcher  Befisehnaiigi« 
«rt  fich  die  gegenfeitigen  Geographen  aur  Befiimroang 
diefer  Längen  und  Breiten  bedient  haben »  bb  fie  diefel« 
,  ben  nach  der  Kugelgeftalt,  oder  in  einer  fphäroidircheA 
Abgeplatteten  Erdgellalt  geführt  haben.  Da  die  Entfer« 
nnng  vom  Parifer  Meridian  fiemlich  grofi  iftt  fo  dArfen 
die  FranTößfchen  Geographen  ihrer  Seiti  die  elliptifchi 
Crdgeftalt  nicht  vernachlafGgen.  Die  FehÜBr,  oder  vieW 
tnehr  die  Differenzen  nach  beyden  MelTungen  find  inde^ 
Jen  «iemlieh  eonftanc,  und  dürften  au»  einer  gemein fcbafl* 
liehen  Ur fache  ihr^- Urfprüng  nehmen  ä  uni^ch  d^hst 
jQOch  heben  lafTem'  £•  käme  darauf  an  zu  vriiTens  wei* 
che  aftronomifcbe  Beftimmaog  von  Oldejzl^rg.  der  Ober« 
\  fte  t^,  Leco^  zum  Grunde  gelegt  hat,  ob  die  in  der  JVL  C^ 
III.  B.  S.  222  angezeigte  k  mit  Rfickficht  auf  die  Veibeife« 
tungen ,  M,  C.  IV.  B.  S.  327  und  329.  Denn  wir  btbett 
«m  a.  O.  gezeigt  f  wie  die  ff'eJfeVtche  Längen  beftimmaog 
Yon  der  nnfrigen  um  a'  20*  abweicht«     v,Z,     . 


XLiX.  Öyisbefiimfn.  am  Nie<i^-^et^      54$ 

Zu  den  züreriärngen  Fra&zönfcheu  Beftiminaii» 
gen,  die  ich  Ihnen  hier  mittheile,  bin  ich  durch  di6 
6üte  ttnd  Bemühung  des  Brigadechefa  Durocgekom'», 
tuen»  den  ich  in  Petersburg  darum  erfuchte«  und  det 
mit  di^feiben  ans  dem  Bureau  de  la  guerre  s^us  Paris 
verrchaffte.*  £s  find  die  Refultate  der  letzten  Verlan* 
gerubg  det  Cafjßnrtclien  Dreyecke  bis   zum  Rhein »/ 
welche  vor  einigen  Jahren  auf  Befehl  des  Gb uverne* 
ttients  durch  Geographen  ausgeführt  worden«    lichhö^ 
re  eben^    dafs  Delambre  mit  einigen  Gehülfen  voa 
kieneki  damit  befchäftigt  ift  *)  ,    und  dafs  diefe  Ar-, 
beiten  ans  eine  gute  Karte  von^  Lande  ^wifcfaen  det 
Maab  nnd  dem  Rhein  in  der  Folge  verfchaffen  wer« 
den. 

Meine  trigonometrifchen  Arbeiten  lind  datch  die 
Hülfie  eines  gefchickten  Mannes  während  meiner  Ab« 
wefekiheit  fo  weit  vorgerückt,  dafs  ich  Ihnen  baM  die , 
Längen  und  Breiten  faß  alier  trigonometrifchen  Fanc«;. 
te  werdfT  überfchicken  können» 

Tafel 

*])  Üntetti  tieuefien  Naohriohten  stt  Folge  hat  Delaxrii>re  Ait^ 
fen  Auftrag  abgelehnt ,  da  er  noch  mit  der  VoUekidaiig 
'der  Berechnqng  der  Franzöfifchen  GradxneflTung ,  und  mit 
dem  Drucke  dei  darüber  erfcheinenden  Werkes  befchftC'* 

■  tigt  ift.  Man  bat  indeffen  Tranchot  dahin  gefchickt ,  Wel« 
eher  fchon  bey  mehreren  ähnlichen  {VlelTungen»  z.B.  ia 
Corjica  (^A.  G.  £.  I.  B.  S.  468)  und  auch  bey  der  lets^ 
ten  Gradmeltang  als  Gehülfe  Mechain'B  Q  ebendar.  S.  226) 
gearbeitet  hat.  Nachdem  Vorfchlage  des  Kriegt -Mini«^ 
ftert»  und  auf  Befehl  des  Ober-Gonfuls  Bonaparte  foU 

'  die  grofse  CaffinVic\xt  Karte  fortgeführt  werden »  und  au- 

fter  den  vier  vereinigten  Dentfchen  Departements  gan« 

MothCorr.lY.^.  ibou  Gg  Hol^ 


54^    AEsmKf.  Gm^f,  ijw.  NOVEMBEJL 


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fche  ^    die  Schweiz  und  Italien  swifiihtn  dem  Adige  und 
der  Adda  begreifen»    i/,  Z» 

t.  Übrt 


L%   ÜiAiir  dir  Lemheirger  SterHwärUi        ^M 

.... .^.^ — kl— a——i— aT-- — T-  •-  - 

übet 
die  Sternwarte  in  Lt'r^he^g. 

Aas  eineni   Schreiben  aus  Lemberg  in  Gaiizietl>   > 
den  16  Septbr.    i8oik 


>  . .  ••  Zic 


la  einer  Zeit,  Wo  die  Sternkunde  in  allen  tia« 
dern  Deue  Bercbützer  und  warme  Beförderer  erhält^ 
ift  es  zu  bedauern,  wenn  fchon  bedehende  Anwälten ^ 
Vielehe  diele  WUrenfchaft  befördern  können  ^  gans 
sn  Grunde  gehen  i^oder  vernachläniget  werden«  AI« 
iJer  Jeruitei*-  Orden  noch  exißirte,  war  mit  demXßTn- 
.  %er^er  Collegium  eine  Sternwarte  verbünden ,  v^elchd 
jBUt  verfchiedenen  aßronomifchenlnßruibenten  ziemw 
lieh  gut  verfehen  war.  Hey  der  attronomifch-trigo« 
kiometrircben  Landes -VermelTung  von  Galizien^  nu^ 
ter  der  Aufficht  des  Pater  JLiesgänig^  Wurden  alld 
i)reyecke^  weiche  der  Karte  zum  Netze  dienten»  au£ 
den  Meridian  diefer  Sternwarte  und  auf  deffen  ter- 
(»etidikel  reducitt.  Späterhin  wurde  diefer  aßröno^ 
mifche  Thurm  gänzlich  demolirt,  To  dafs  keine  Sfut 
davon  mehr  übrig  ift.  Man  fieht  nur  auf  der  öiOPent^i 
lici^en  Bibliothek  einen  grofsen  Verfchlag,  weichet 
einien  achtfüCsigen  Mau^r- Quadranten  enthält.  Nie^ 
isjand  konnte  mir  aber  eine  Auskunft  geben  ,  woheTj^ 
«ind  von  welchem  Meifter  verfertiget  diefes  Werkzeug 
fej.  Seit  vielen  Jahren  ift  diefer  Verfchlag  nicht  ge- 
OfEnet  worden«     Man  fieht  auch  auf  der  Bibliothek 

6g  2  eineii 


548     MtmaO.  Canefp.tgvu  NOrJ?ÄBEIL 

einen  dreyfüfsigen  und  einen  zweyfürsigen  bewegfl* 
Ghen  Quadranten  fiehen;  allein  feit  undenklichen Zei. 
ten   find  keine  Beobachtungen  damit  angeOellt  wor« 
den.  WahrfcheinUch  wird  a^er  P.  Liesganig  die  geo» 
graphiCche  Lage   der  Stadt  Lefnberg  damit  beßimmt 
haben  »    ob  mir  gleich  niemand  diefelbe  anzugeben 
vrufste.     Auch  fehlt  es  nicht  an  aßpqomifcEen  Pen- 
del-Uhren, worunter  eine  fchdneEnglifcfae  iroaGra« 
ham\  allein  ihr  Gang  wird  nicht  beobachtet »   und  fio 
dienen  zu  gar  keinem  aßronomifchen  Gebraocbe.  Die* 
Te  Uhren  find  unter  die  Terfchiedenen  FrofeiTorea 
zerßreuet  »  nnd  dienen  nur  zur  Zierde  ihrer  Zim' 
'  tner.  , 

Der  fei.  P.  Liesganig^  welchem  die  hiefigb  Bau- 
iDirection  anvertraut  war»  iß  mit  fo  vielen  Schreibe- 
Teyen  überhäuft  gewefen,  dafs  er,  feit  Beendigung 
der  Galizifcken  Karte,  welche  fein  letztes  Werk  war, 
keine  Zeit  auf  die  practifche  Sternkunde  verwenden 
konnte.  Sein  Nachfolger,  Palet  Gzj/^an,  ebenfalls 
ein  lefuit  ,  delTen  Gefchicklichkeit  und  weitläufig^ 
Kenntniflie  biDlänglich  bekannt  fiod  ,  und  welcher 
auch  Mitarbeiter  bey  der  Gälizirchen  VermelTang  war, 
iß  gleichfalls  wegen  feiner  vielfältigen  A.mt6gefchäft(i 
ganz  für  die  Aftronomie  verloren. 

Da  alfo  noch  fo  viele  gute  aßronomifche  Inßrtt« 
mente  und  Uhren  vorhanden  find :  fo  iß  es  Jammer^ 
fchade,  dafs  diefe  fo  ungebraucht  und  unbenutzt  in 
Kißen  und  Kafteu  verrofien  ,  und  von  Grünfpan 
aufgezehrt  werden ,  zumahl  da  fowol  bey  der  Uui- 
verlität  und  bey  der  Bibliothek,  als  auch  bey  dem 
ehemahligen  Jefuiter- Kloßer  und  gegenwärtigen  Di» 
caßerial-Hwife    noch  fehr  foUde  Thürme  exißiren, 

welche 


L*   Ueber  die  Lemberger  Sternwarte         549 

welche  mit  einem  fehr  geriDgen  koften  ^  Aufwand^ 
für  diefe  Werkzeuge ,  und  überhaupt  für  practirche 
SterokuDde   fehr   zweckmäfsig  eingerichtet  v^erden 

iLOUDteo.« 

.,;  Köontei)  Sie  iMcht  durch  Ihre  weit  verbreitete  Zeit* 
lichrift^  welche  auch  hier  geleren  wird,  dieAufmerk« 

^  lamkeit  auf  diefen  Gegenftand  lenken  und  erwecke^« 
und  der  hießgen  Stadt  und  Univerfität  zu  ihrer  ehe- 
mahligen  Sternwarte ^ wieder  verhelfen?  Könnten  Sie 
diefe  Wirkung  hervorbringen:  fo  würden  fich  hier 
fchon  Liebhaber  finden,  welche  zur  Herftellung  der 
Sternwarte  mit  vielem  Vergnügen  beitragen ,  und  fich 
ein  Verdieuft  daraus  machen  würden. 

.  Da  die  Öllerrekhifche  Monarchie  durch  die  Ein- 
verleibung von  Venedig  vielleicht  einmahl  in  die 
Reihe  der  See«Mächte  kommen  kann  ;  fo  wäre  es, 
iehr  nützlich,  wenn  dergleichen  Anßalcen,  befonders 
da  üe  mit  fo  geringem  Kofien- Aufwände  gefchehen 
können ,  auch  hier  angelegt  würden ,  welche  zur  Bit« 
düng  junger  Leute  für  die  Schiffahrt ,  Erdkunde  und 
practifche  Sternkunde  bejtragen  kömnten.  Dies  wür« 
de  auch  zur  Verbreitung  gemeinnütziger  KenutnüTe 
unter  die  Ingenieure,  Landmeifer,  Baumeißer  u.f.  w« 
dienen.  Diefs  wäre  bej  der  hießgen  Univerßtät  de* 
fto  nutzlicher ,  da  hier  die  ßudierende  Jugend  eigent- 
lich niiir  in  zwej  Clalfen  getheilt  werden  kann ;  näm- 
lich  in  folche,   welche  fich  der  Rechts geUhrfamkeit^ 

"und  in  folche,  welche  fich  der  Heilkunde  widmen; 
weil  nfir  diefe  bejden  Willenfchäften  Brod  geben  i' 
und  ein  reichliches  Auskommen  verfchaSen.  Demi 
hier  zu  Lande  übertreffen  die  Mediciner  und  Advo- 
cateikjfUe  übrige  Stände  an  Vermögen  und  Wphl- 
^^  Ggl  ßand 


1|50       Xmatl  Corrtfp.  tgoh  NOFJBABER, 

fbndjT  Mathematik  aber,  wekhe  dem  Stadierendeo 
iceine  fonderltch  anloökende  Aasficht  darbietet«  wird 
daher  nar  pro  forma  gelehrt  und  Freqöentirt.  Sollte 
für  diefe  Studien  nicht  bald  etwas  in  uuferera  Vs^tßTn 
lande  gefcheheu :  fo  dürften  auch  die  beyden  Stern* 
|>i]der  übeir  dem  Schätzen  am  geßimten  Himmel  991 
l^nfBreQ  Sternkarten  bald  aueg^richen  werden« 


Zußtze   des  Herausgebers, 

Ühet  4ie  Lemberger  Sternwarte»    über  die  Irigoao« 

metirifche  Aufnahme  von   GaLii,ien  xm^^L-odomerien 

und  die  darauf  gegründete  Karte  idiefer  Länder j^ 

und  über  die  geograpb,  BefUmomog 

von  Lemherg. 


Diefe  mir  wohl  bekannte,  nun  abgetragene  Lern' 
l^tfrg-er  Sternwarte,  auf  welcher  ich  vor  25  Jahren  felbft 
einige  Beobachtungen  angeftellt  habe,  bedand  ans  ei- 
nem, über  einem  Tborwege  erbauten  kleinen  acht^ 
fckigen  Thnrme,  welcher  mit  dem  lefuiter  •  CoUe« 
^inoi  vermittelt  einer  kleinen  Wendeltreppe  unmit« 
telbar  in  Verbindung  ßand.  Das  Ganze  beßand  aus 
einem  geräumigen  Salon  mit  hohen  FeHftern  nach  aV 
|en  Weltgegenden  ,  und  aus  einem  flachen  Dache, 
von  welchem  man  eine  ziemlich  frey«  Ansficht  hat- 
te, Diefe  Sternwarte  beftand  lange  fchon  vor  den 
Ößerreicbifchen  Befitznehmungvon  Galizien  undLo* 
4oiqerien  im'J.  1772,  ob  man  gleich  nicht  mehr  als 
eicfe  einzige  aftronomifche  Beobachtung  einer  Son« 
Dm^Filia«rm£i  l^eont,  weli^he  1764  den  1  Agp  da- 

felbft 


L.   Ueher  die  Lemberger  Siernwairiei  '■  '    g^% 

felbft  von  dem  lefuiter- Pater  Lyfogorykj  ift  beoback 
tet  niid  bekannt  gemacht xwor den,  wie  man  aus  deä 
Witner  aftr.  Ephemerlden  1765  S.  356.  und  aus  de» 
Parifer  Memoire  '1766  3.^6 o  erleben  kann,  wofelbft 
JPingre  diefe  Beobachtung  in  Rechnung  genotnmen 
hat.  P.  Lyfogorskj  War  ein  Schüler  des  P.  Hell  auf 
det  k,  k.  UniverfitSts- Sternwarte  (£ph.  aßr.  Vienn. 
J761  S.  17).  Auch  bey  P.  Liesgauig  auf  der  Stern* 
vrarte  des  Jefuiter  -  Collegiums  hielten  ßch  im  1. 1769 
xwcy  Jefuiten  ans  der  Polnischen  Provinz,  P.  Hes* 
zouski  und  P.  Juszernhovski  auf,  um  ßch  in  der  prac- 
tifchen  Sternkunde  zu  üben.  Es  fehlt  der  Pblnl« 
leben  Nation  gar  nicht  an  lehr  gefchickten  ond  auck 
berührat«u  Aßronomen  ,  un.d  wer  kennt  Bicht  ans 
den  Annaisn  der  Sternkunde  die  Namen  eines  Poc^ 
zohub  ^  Sbrzecki,  Bysztrizkij  Zehrowki^^  NafwoysZf 
Rogalinski^  Sioneß^  Roßan  irnd  Sräadeekt.  Diefev 
ktzte  ift  ein  vorzüglich  guter  Mathematiker  uail  «in 
fehr  genauer  Beobachter.  Er  hat  in  Göttingen  und 
Leyden  ßudiert,  iß  in  den  höhern  Galculs  ein  Schü» 
ler  des  berühmten  Coufin  in  Paris,  hat  Frankreich 
und  England  bereiß,   und  ift  gegenwärtig  ProfejTor 

)der  Aüronomie  auf  der  Univcriität  tvl  Kraliou^  wo» 
er  unermüdet  fortfährt,  die  Sternkunde  mit  feinen 

,  TOTtre£Elichen  Beobachtungen,  zu  bereichern ,  wovont 
xnebrere  in  nnferer  MonabU  Correfp. '  vorkommen«. 
Ala  P.  Uesganig  im  J.  1772  von  der  Regierung  deo 
Auftrag  erhielt,  eine  Karte  der  neuacquirirten  K&« 
nigreiche  Galizien  und  Lodomcrien  zu  verfertigen  f, 
Uef^  er  mehrere  aftronomifche  Inßrumente  von  der 
ebemahligen  Sternwarte  des  Wiener  Jefuiter- CoUer 
giuma  nacb  jMimberg  fchaffen ».  wo  er  eine  neue  Stern* 

G  g  4  warte 


5  §2      MofMl.  Canefp.^  iSoh  NOVEMBER. 

«rarte  eiDzurichten  Willeos  war.  Mao  fiodet  iriod 
Aozei|;e  äavou  io  Bemouüis  J^ouvelies  UtUraires  if 
divers  pays.  Berlin  1776.  /  Cahier  S.  J9,  wofebll'cf 
keifst :  Mr»  t  Abbe  Lies  ganig  qui  avqit  fon  obfervaUm 
4ßu  College  des  Jefüites  ä  Fiemie^  a  transporte  fes  JbiT 
firumenBs  ä  Lemberg^  ou  il  compte  de  s*etahUr  et  dt 
faire  conftruire  Un  nouvel  obfervatoire.  Die  vorztigt 
lichdeo  Werkzeuge ,  welche  Lies  ganig  02  ch  Lemberg 
bringen  liefs«  waren:  ein  zehofüfaiger  Zenith-Sec- 
tor,  ein  Quadrant  von  2^  Fufd,  und  eine  Graham*^ 
fcbe  Pendeluhr;  diefelben  Werkzeuge»  mit  welchen 
er  fefne  Oeßerreichifche  und  Hungarijche  Gradmef« 
long  in  den  Jahren  1762  -^  1769  vollbracht,  nndio 

V (einem  Werke;  JDimejifio  Gradtmm  Meridiard  flerh 
nerifis  et  Hungarici^  Vindobonae  i'j^o  S.^7  und  163 
nmßäodlich  befchrieben  hat.  Es  fcheint  demnach  ein 
Irrthum  zu  feyn,  wenn  unferm  Correfpoudenten  b&. 
flehtet  worden,  dafa  in  einem  der  Verfchläge  auf  der 
Bibliothek  ein  achtfüfeiger  Mauerquadrant  befindlich 
fey,  Liesganig  hatte  zwar  auf  feiner  Sternwarte  in 
Wien  zwej  Mauerquadranten,  einen  füdlichen  und 
•inen  nördlichen  ,  nach  Mariimonißher  Art ,  ^  wel« 
che  aber  unferes  WiHens  noch  dafelbß  exißireoi 
vnd  nicht  von  der  Art  find,  dafs  Re  io  leicht  trans« 
portin  werden  können.  Der  grofse  Verfchlag  auf 
der  Lemberger  Bibliothek ,  von  welchem  oben  die  He* 
de  iß,  enthält  alfo  wahr fchein lieh  den  zehnfübigen 

^  Zenith-Sector,  welcher  mehrere  Jahre  vor  der  Grad« 
meilnng  fchon  im  J.  1757,  auf  Antrieb  des  P.  Bose(h 
vichf  in  dem  Jefuiter-Klofter  felbfl,  von  den  Künlb 
lern  des  CoUeginms,  und  vorzuglich  von  einem  Fra^ 
Ur^  Jof^MatnspQe^kjf  (dergleichen  Gc^ülfen  im  Orden 
^  -        .    Ckutd- 


,    h»  üeber  die  Lewherger  Stemwaßrt§^         5  53 

Coadjutores  tempotqhts  genaDDt  ^u  werden  pflegten.]} 
Terfer^gt  worden»  wiewirdiefes  aus  den  vonP./L/w« 
ganig  auf  diefer  Sternwarte  gehalteneu  aftronomifchea 
Tagebüchern,  welche  fämmtlich  in  uufere  Hände  gei» 
koramen  lind ,  erfehen  haben.  Diefer  Sector  iH:  ia 
doppelter  Ruckficht  ein  merkwürdiges,  und  der  Auf- 
bewahrung werthes  Inßrument,  weil  es  nicht  nuc 
bey  der  GradmeiTnng  inr  Befiimmung  des  Himmels« 
Bogens  gebraucht ,  fondern  weil  es  auch  das  einzige 
Werkzeug  iß ,  womit  bisher  mit  Zuverläfßgkeit  die 
wahre  Polhöhe  von  fVien  im  J.  1*758  beftimmt  worden 
ifty  in  welchem  Jahre  Liesganig  mit  diefem  loftru- 
tnente  correspoudirende  Beobachtungen  mit  La  CailU 
im  ColUge  Mazarin  zu  Paris  angeßellt ,  und  die  Polhöhe 
der  Sternwarte  des  Jefniter»Colleg.  m  48'  iz'  34"^ 
beftimmt  hatte.  Caßuii  de  Thury  fand  fie  im  I.  1761 
nach  eigenen  Beobachtungen  48 "^  13'  30"  (^Rela^, 
Syn,  voyage  en  Allemagne,  Paris  1775  S,  10).  Diefa 
und  die  Maririnoni^ [che  find  die  einzigen  wirklich  beoh* 
achteten  Polhöhen  in  ff^en;  jene  der  k.  k.  Univerfi- 
täte -Sternwarte  iß  nur  übertragen,  nie  dafelbß  beob- 
achtet worden.  Und  da  die  k.  k,  Sternwarte  21  Wie« 
uer  Klafter  nördlicher  ,  als  die  vormahlige  Jefuiter« 
Sternwarte  liegt :  fo  wurde  daraus  die  Polhöhe  diefer 
erfleuattf43''  12'  36''  hergeleitet.  Es  dürfte  mit  der 
Zeit  wichtig  feyn  ,  den  Bogen  des  Liesganig'ichexk, 
Sectors  aufs  neue  zu  uuterfuchen.  Bekanntlich  bat. 
man  in  dem  Im  Caille' tchen  Sector  ein«n  Fehler  von 
ao  bis  <2  Secunden  vermuthet.  (La  Lande  Aßrono-. 
miei.  IIIEdit.  art.  2180.  2385.  Gönn,  des Monv.  celeß, 
1765  S«  196  )  •  Die  Auf  hänge-Puncte  des  Loths  an  bey« 
den  Sect  oren  waren  Nadeln ;  eine  nacUier  febr  fchlecht 
'  G  g  5  befua- 


354      iäbfWÄ.  Cotrrefp.  iSot.   N0VEMBE1L 

beFaudenc  Eiorlchtung,  bey  welcher  La  Lande  glanhU 
daFs  man  Och 'eines  Fehlers  von  lo  bis  12*  nicht  ret" 
Bchern  köunC.  Auch  föll  der  Uesganig' (che  Seetor 
den  Fehler  haben«  dafs  der  Grad- Bogen,  od'erTieU 
läiehr  die  Tangenten  -  Scala «  von  fehr  dünnem  MeC 
fing,  und  daher  beym  Umwenden  leicht  der  Gefahr 
einer  Beugung  ausgefetzt  fejn  könne.  In  JLernherg 
ift  diefer  Sector  nie  auFgeßellt  worden,  da  es  das  Lo- 
cale  der  Stei'n warte  nicht  erlaubte.  Von  den  ober« 
U'ähnten  beyden  Quadranten  war  der  eine  fchon  ans 
Tormahligen  Zeiten  vorhanden ,  und  wenn  ich  nicht 
irre,  ein  FranzöOfches  Fabrikat ,  von  Canivet  oder 
Langlols,  Andere  leichter  fortzubringende  Werk- 
zeuge, Fernrohre  und  Uhren,  follen  die  ^olnifchen 
Jefuiten  vor  ihrer  Aufhebung  bereits  weggefchafftha« 
ben.  Von'  Uhren  brachte  Liesganig  mehrere  aas 
Wien  mit,  eine  Grakarnkhe  ^'  an  welche  er  einen 
roflFörraigen  CompenPations-Irendel  hatte  anbringen 
lalTen;  eine  von  Platter ^  und  noch  andere  in  dem 
Wiener  Jeruiter*Collegium  verfertigte.  Wenn  mich 
mein  Gedächtuifs  nicht  trügt,  fo  war  bey  dem  phyli* 
kalifchen  Cabinette  auch  eine  Le  Paute^khe,  welche 
die  Secunde  durch  einen  Glockenfchlag  anzeigte. 

Die  Aufnahme  von  Galizien  gefchah  unter  Lies^ 
l^ani^^s  Leitung,  (nicht  ohne  Widerfpruch  von  eini« 
gen  vornehmen  Ignoranten  und  FeldmelTern)  nach 
der  bekannten,  einzig  wahren  aftronomifch- trigono« 
metrifchen  Methode.  An  drey  weit  Von  einander  ent- 
legenen Orten  wurden  mit  gehöriger  Sorgfalt  drey 
fehV  lange  Standlinien  mit  hölzernen  MeCsßangen  ge< 
melTeu.  Das  ganze  ,  ungefähr  1400  Quadratmeilea 
faxende  Land  wo^de  naobher  Äiittelft  fieben  kleine 

vor» 


t.  üebev'dU  Lemher^^r  Sternwarte^         5155 

rortreffUcher  aßroDomircher  Quadrantcben  yon    iz 
\m  7  Zoll  Halbineirer,  mit  mikrorkopifchen  ^ursern 
(ifikfotneterii  verfehen ,  welche  einen  Winkel  bis  auf 
^r  angaben«  in  eiii  Net:^  von  Dreyecken  gebracht, 
welphe  vermittelft  drey,  an  verfcbiedenen  Orten,  zn 
I^cmherg  9xii  der  Sternwarte»    anf  dem  Krakusherge 
Iftj  Krakaut    nnd  zu  Bzeszow  auf  dem  Thiirm  des 
fÜirdl.  Lohomirs^kykhen  Palais  ,    beobachteter  Son<t 
pen-ABimutlie  gehörig  orientirt,  und  auf  den  Meri- 
^n  und  Perpendikel  der  Lemberger  Sternwarte  re^ 
docirt  wurden.    Das  topographifcbe  Detail  ^urde  von 
mehrerep  dabey  angeßellten  Civil-  und  Militair-In-^ 
^nieqrs  ,1  mitteUi  des  Mefstifches  oder  des  Hän^^Com* 
paiTes,  pacli  einem  MafsHabe  von  4  Wiener  Duodeci- 
mal-Zoll  auf  eine  geographifche  Meile,  die  Meile' zu 
4000  Wiener  Klafter  gerechnet ,  aufgenommen,  und 
in  das  beßimmte  Netz  eingetragen.    Diefe  ganze  Auf- 
nahme wurde  nachher  zum  zweytenroahle  nacU .  der« 
felben  trigonometrifchen  Methode  von  dem  k.  k.,Ge* 
peralquartiermeifter- Stabe,   unter  der  Direction  des 
Oberßen  «S^ß^^r,  wiederholt,   und  das  Sit uations- De- 
tail railitairifch  aufgenommen,      Diefe  Karten  eyCAU 
Ten  wahrfcheinlich  im  Ärcl^iv  dea   k,  k*  Hofkriegs-» 
Katha  in  Wien, 

Im  J.  1786  wurde  die  grofse  Liesganig'kYit  9  aua 
c4BUttern  (jedes  zFufs  lang  i^nd  i^Fufs  breit)  be^ 
(l^heQde  Karte,  auf  Befehl  der  JVegierung,  von  dem 
Ingenieur  Joh>  v,  JJLchtenfiern ,  in  ein  kleineres  Fpr* 
inat  redacirt,  und  die  Meile  zu  einem  Wiener  Zoll 
dabejr  angenommen»  wodurch  diefe  Karte  |6mahl  klei- 
per  wiirde.  Gottfried  Frioaier  hat  fie  in  Wien  in 
Rnpf^r  geftocbeDi  wpiTelbß  düefe  K^rte  oua  «a  hab^n 

'      '  feyn 


556^        UwiatL  Cortejp.  tga.  mVBSUßXIL 

fcynfoll;  aödewi  NachHchtcn  xn  Folge,  foll  dieto 
Karte  nicht  mehr  käuflrch  feyn  ;  Mfir  befltten  ein 
Exemplar  davon.  Der  daran- angehängte  piftrict  def 
Bukowina  ift  aber  nicht  Tön  Lies  ganig  ^^  fondcrn  voa 
den  k.  k.  Hauptmann  des  Deutfch-Blinnatircheta  GrSnx- 
Regiments  Uora  von  Otzellowitz^  jedoch  nicht  nadi 
frigonometrifcher,  fondem  blofs  nach  gewöhnlicher 
FeldmelTer-Methode  aufgenommen  worden. 

Was  die  geographifche  Beftimmang  von  Lemberg 
betrifft,  fo  hat  Xiej^am^  die  Breite  aaf  49*  51'  42* 
die  Länge  auf  41"*  42'  30*  gefetzt.  Beobachtungen 
aber,  woraus  diefe  Bedimmang  hergeleitet  >yorden, 
werden  nirgends  angegeben.  Nur  beiläufig  erfährt 
m^n  aus  einer  1788  xii  Wien  von  P.  Franz  Güsmann 
herausgegebenen  kleiiieh  Schrift:  Nadhrichc  von  der 
Vorrichtung  bey  Fernrohren  z^r  Bewirkung  ungemeiner 
Vergröfserungen  S.  99  dafs  Liesganing  zu  Lemberg 
Jupiters  Trabanten  -  Verfinflerungen  beobachtet  habe. 
Allein  man  weifs  heut  zu  Tage,  dafs  eine  auf  folcbe 
Art  gefundene  Länge  ,  wenn  die  Beobachtungen 
nicht  in  fehr  grofser  Anzahl  find ,  höchßens  nur  für  * 
eine  Näherung  ,  keineswegs  aber  für  eine  genaue 
Längenbeftlmmung  gelten  könne. 

Fiugre,  der  im  J.  1765  die  Lyfogörshftche  Beob- 
achtung der  Sonnen- Finßernifs  in  Rechnung  nahm, 
fetzte  dabey  die  Breite  nach  Vosgien^s  Dictionnaire  de 
Geographie  zu  49'  52'  voraus:  alfo  der  Wahrheit 
ganz  nahe.  In  der  dreyzehnten  Auflage  dieres  Diction- 
nairs,  welches  1792  herauskam,  finden  wir  die  Brei*  ^ 
te  49''  51'  40',  die  Länge  41*  42'  30*  angegeben. 
Der  Juftizräth  Niehuhr  kam  auf  feiner  Rückieife  aus 
'    "  dem 


L»  ütber  die  Lemberger  Slemwarh.        gg^ 

de«  Orient  durch  Roth-Reursen;  er  beobachtete  4id 
Breite  von  Leniherg,  und  fand  fie  49*  Ji' '(Berlin* 
ttOr.  I.  B.  17^1  S.  171). 

Die  Länge  von  Lemherg  fcheint  nicht  {o  genau 
befiimmrz«  fejn.  -  Fingri  berechnete  fie  aus  der  Zy» 
fjgorskftcYkcti  Beobachtung  (a.  a.  O.)  41*  48'  45 *; 
X>u  Sijour  42*  22'  15"  {Recueil  des  Tables  aßr.  d6 
Berlin.  i*j'j6  Vol.  1  S.  66)  Die  erfte  iß-beynahe  um  ei- 
nen .ganzen  Grad  zn  klein  ,  die  zwey te  um  einen  hal^ 
ben  Grad  zu  frprs ,  ge|;en  die  Liesganig'khe  Beßini* 
muDg»  In  den  Wiener  aßronom.  Ephemeriden  wird 
feit  1788  die  Länge  von  Lemherg  auf  41"*  48'  45* 
angefettt,  und  fo  durch  alle  folgende  Jahrgänge  fort* 
geführt;  diefe  weicht  6'  15'  von  Z.zej«^öw/^'8  ßeßim* 
mung  ab.  Wir  wilTen  nicht,  wodurch  diefe  verän* 
derte  Angabe  begründet  wird.  Denn  in  den  ,  aas 
fiebzehn  Bänden  beßehenden,  und  in  unfern  Befit£ 
gekommenen  aßronomifchen  Tagebüchern  des  P^  Li^s»^ 
ganig  ^  find  blofs  die  auf  der  Jefuiter- Sternwarte  ia 
Wien  vom  Jahre  1755  bis  1-74  durch  19  Jahre  ange* 
Hellten  Beobachtungen  verzeichnet »  worunter  auch 
Beobachtungen  von  MaftaUer ,  Mitterpacher ,  Hoff^ 
ßätter  t  Rain^  Melzhurg^  GiiMnarm^  Taucher  u.  äi 
aber  keine  Lemberger  vorkommen. 

Wir  werden  von  diefcn  Beobachtungen  bey  ei* 
ner 'ändern  Gelegenheit  Gebrauch  machen: 

Wir  fchliefsen  hier  mit  dem  fehnlichßen  Wutt*' 
fcbe,  dafs  die  patriotifchen  und  wohlgemeinten  Vot^^ 
fchläge  unfetes  Correfpondenten  am  rechten  Orte  die 
gehoiFte  Wirkung  hervorbringen  idögen»  Das  Sobi* 
eszki*£che  Schild ,  und  der  Poniatowskrtche  Stier  kön- 
nen aus  Karten  wol »  aber  nie  iina  dem  geßirntea 

Hirn- 


558     ,11/hmtL  Cahrefp.  tgt>h   NOVEMBIXL 

Himmel ,.  und  kuB  dem  Hetttik  VemühEüger  imddaDlCi^ 
.  barer  W^feu  vertilgt  werden ,  fo  lange  ts  folche  und 
eine  Gefchichte  aaf  diefer  £rde  geben  witd^  Das  An- 
denken aa  grofse  Männer^  welche  ihre  Maeht»  iht 
Aufehen  uii^  ihre  Kräfte  mur  Verbreitniig:  der  wäh« 
ten  Vernunft  und  nützlicher  KenutnijQTe  angewradet 
Und  üch  folglich  um  die  Menfchheit  vetdieat  gemacht 
haben,  kann  nie  untergehen;  ihr  Name  fteht  in  an^ 
üusl^fchlichen  Feuerzüa;en  am  Himmel  gefchrieben» 


u 

^orlgefetzte  Nadir ichtetl 

über  ^n 

teiigß:  vermutheten  neuen  Hadpt^Plaaet^ 
'    tinferes  Sonnen-SyRema. 


( Zum  October  -  Heft  S.  37a. ) 


JDen  t^  Octbr«  erhielt  ich  über  Wien  ein  Schtl&ibeil 
auB  Parermö>  von  dem  Director  der  k.  Sicilianircheii 
Sternwarte  ^  D.  Giufeppe  Piaüzi^  vom  i  Septbr.  d.  J; 
\voriD  diefer  berühmte  Aftronoiti  mir  feine  kleine  Ab- 
handlung über  das  von  ihm  entdeckte  neue  Geßirü 
£u  überfeuden  die  Gewogenheit  hattev  Wit  wüfeu 
tiie  VVifsbegierde  unferer  aßronomitchen  ,  und  did 
Neugierde  unferer  iiicht-afironomifchen  Lefet  nicht 
beHter  tind  zweckmäbiger  lu  befriedigen^  als  wenii 
Wit  ihnen  hier  einen  kürten  und  kernhaften  Anazug 
ttti  dieter  kleinen  Italienifchea  Druckfchrift  initthei^ 

lebf 


LI.    Veber  den  neuen  Haupiptainetenk        55^ 

leo ,  welche  wnhrfcheiolich  nicht  fo  leicht  und  oichf 
fo  batd  iu  den  Deutrchen  Buchhandel  kommen  dürfte» 
piefe  zwey  Bogen  ßarke  Abhandlung  führt  den 
Titel :  Rifuhati  delle.  Ojfervazioni  della  iiitcva  Stella 
fcoperta  ildi^  i  Gewiajo  alC  Ojfervatorio  Reale  di  Pa^ 
lermo.  Da  Giufeppe  Piazzi  Ch.  Reg^*")  JDirettor6 
del  medeßmo^  Frefeiitati  alla  fuprema  generale  Di^ 
putazmte  degli  Studj.  In  Falemio  lSoi%  NeUa  Rea* 
le  Stamperia^ 

.  Seit  neun  Jahren  befcbäftigt  fich  Piazzi  mit  einet 
Berichtigung  unferer  vornehmften  Stern  •  Verzeich* 
niSß  ^*).  Den  i  Januar  d.  J. ,  als  er  des  Abends  ge- 
gen 9  Uhr,  nach  feiner  Gewohnheit »  unter  andern 
Sternen  auch  den  87  Stern  des  Stiers  nach  dem  Z.a 
Czi/ieTchen  VerzeichnilTe  an  feinem  Mittags-Femroht 
beobachten  wollte  ***),  erblickte  er  einen  andern 
kleinen  Stern »  der  diefem  vorl^erging^  £r  beobach* 
teteihn  daher ,  wie  er  zu  thnn  pflegte »  um  fo  mehr^ 
alt  diefer  kleine  Stern  feine  eigentliche  Torgefetztö 
Hanptbeobachtung  nicht  hinderte  f)^  Das  Licht  die* 
fes  kleinen  GeQirus  war  fchwach;  es  fehlen  ihm  von 
einer  Farbe  wie  Jupiter  zu  fejn ,  doch  kam  er  ihm 
wie  ein  gewöhnlicher  Siern  der  8  Grobe  Tor»  fodab. 

*)  Ciiiericd  rtgotafi^ 

'•'♦)  M.  C  Ili.  B.  8.  6lU 

*»*)M,  C.  IV.  B.  S.  i(to. 

t3  Diefer  La  Cäül^khe  Steril  gttig  hiilr  6t  tAlUtnüitm 
vor  dieiti  Flaneten  dnreh  ien  M^ridiab,  und  Wäi^  id'  19^ 
nördlicher  als  er.  ßeioa  fcheiDbare  genido  Aufdeigüihgf 
war  SU  diefer  Zeit  zz  sz"*  ^*  i" i  fohieiabar#  aöidliobe 
Abweichung  15*  53'  j% 


56o      Monatl.  Cahrefp.  tgoL  NOVEMBEti 

er  gar  keiDen  Argwohn  Tch'Öpftey  und  nicht«  von  bt* 
Der  Eigenheit  vermathete. 

Als  er  den  fo](;cnden.  Tag  diefelbe  Beobachtung 
wiederholte,  fand  er,  dafs  weder  die  Zeit  der  Cnlmi* 
üation,  noch  die  Abweichung  dieres  Sterns,  mitdet 
des  Abends  vorher  gemachten  Beobachtung  überein* 
fiimtnte.  Sein  erder  Verdacht  fiel  daher  auf  Teihe  er* 
fte  Beobachtung,  in  welcher  ßch  irgend  ein  Fehlet 
eingefchlichen  haben  könnte.  Indeflen  wandelte  1ha 
doch  eine  kleine  Ahnung  an »  dab  diefer  Stern  wdl 
tin  fremder  Gaß  fejn  könnte.  Den  dritten  Abend 
i^erwandelle  fich  feine  Veriuuthnng  in  Gewi&heitt 
indem  er  fich  verfichert  hielt,  dafs  diefea  kleine  6e» 
ftirn  kein  Fixftem  fey.  Ehe  er  aber  davon  fprach» 
Wartete  er  zu  mehrerer  Sicherheit  den  vierten  Abend 
fb,  an  welchem  er  das  Vergnügen  hatte  z«  erfahren, 
dafs  diefes  Geftirn  fich  nach  den  reiben  Oefetzen»  wie 
die  Tage  zuvor,  fortbewegt  hatte. 

Vom  4  bis  zum  9  Jan.  war  der  Himmel  bedeckt; 
Den  10  Abends  zeigte  fich  das  Geftirn  bej  der  Cttimi- 
iiation  zugleich  mit  vier  andern  Sterben  ,  nngefahf 
Von  derfelben  GröFse,  im  Felde  des  Mittags  -  Fern» 
rohrs.  üngewifs,  welcher  von  ihnen  der  neneWan- 
derer  fey ,  beobachtete  er  de  alle ,  und  nachdem  et 
lie  mit  denfelben  Beobachtungen  des  folgenden  Abends 
verglichen  hatte»  war  es  ihm  leicht,  fein  neues  Qe^ 
fiirn  aus  der  eigenen  Bewegung  wieder  zu  erkennen» 

Nun  wurde  auch  der  Wunfeh  in  ihm  rege,  die* 
fea  befondere  Geftirn  aufser  dem  Mittagskireife  mit 
ttiehrMufse  berehen  nud  unter fuchen  zu  können»  Mit 
foinem  ganzen  Kreife  wollte  er  es  nicht  verfolgen» 
weil  er  diefes  Werkzeng  nicht  aus  det  Mittagt  ^Flä« 

che 


LI.  üßher  den  ni^n  ^m^tplanefeH.         gj^i 

che  bringen ,  und  feide  aDgefaogetien  Meridiao-Beob* 
iachtuDgeu,  io  welchen  er  begriffen  vrar,  anterbre. 
chen  wollte.  Allein  ,  aller  möglichft  angewandtea 
Mfihe  nngeachtet,  konnte  weder  er,  -noch  fein  G9* 
hixlie  p.  'Niecola  Cacgiatore^  noch  D.  Niecola  Cartch 
itT,  Beneficial  an  der  k.  Kapelle^  obgleich  be'yde  ein 
fefar  fcharFes  Geficht  haben  ,  und  im  Sternhinitti^ 
ziemlich  bewandert  find,  weder  mit  einem  Cometen^ 
facher  noch  mit  einem  Achromat  ron  4  Zoll  Öffnün'g 
diefen  neuen  Ankömmling  aqffi^den »  und  von  dea 
übrigen »  mit  welchen  er  umgebtsn  war ,  unterfchei* 
den.  £r  muHste  fich  demnach  blofs  mit  der  Anficht 
begnügen )  die  ihm  feine  Meridian  •luftramente  wSh« 
ydSnd  des  kurzen  Zeitraums  von  2'  erlaubten,  welcho 
dMOeAirn  zubrachte»  um  das  Feld  diefer  Fernrohre  za 
durchlaufen,  "^enes  am  Kreis  vergröGsert  50  mahl,  mit 
3  Zoll  Öffnung,  das  Mittags -Fernrohr  80  mahl;  mit 
diefein  letzten  fchätzte  D.  Carioti  das  neue  Geßirit 
als  ^inen  Stern  zwifchen  7  und  8  Gröfse«  Um  voa 
dte  Beobachtungen  defto  licherer  zu  feyn ,  beobaclit^ 
tete  JPiazxi  das  Geßirn  an  feinem  ganzen  Kreife/ 
liiittlerwcile  D.  Carioti  die  Culmination  am  Mittags« 
Fernrohr  nahm.  Auf  diefe  Art  fetzten  £ie  ihre  Beob-^ 
achtnngen  bis  zum  11  Febr.  fort,  nach  welcher  Zelt 
'diefes  Geßirn  fich  fo  fehr  der  Sonne  genähert  hatte; 
dafs  es  nitht  mehr  möglich  war,  es  iiu  Mittagskreifo 
zu  fefaen.  Piazzi  hatte  fich  zwar  vorgenommen ,  die« 
Ten'  treuen  Stern  aufserhalb  der  Mittagsfläche  vermit^^ 
telft  der  Azimuthe  zu  verfolgen ;  allein  eine  fchwerd 
Krankheit  9  welche  ihn  den  13  Febr.  überfief ,  hin» 
derte  ihn  ,  diefes  Vorhaben  auszufahren  ,  und  fo 
konnte  ör  keine  fernete  Beobachtungen  mehr  anftel«. 
mn.CorrAY.B.i9ox,  Hb  len* 


562       MmoO.  Corvefp.  xSou  NOVEJI/lBEtL 

len.  IndelTen  iß  er  der  Meinang,  dafs  die  vorliaOf' 
deDen  Beobachumgeo  hinreichend  wären »  um  über 
die  Eigenfchaft  diefea  Geßirns  mit  einiger  Sicherheit 
0in  Urtheil  fällen  zu  können »  wie  er  in  dem  Verfolg 
feiner  Abhandlung  dargethan  zu  haben  glaubt. 

Da  Piazzi  fein  neaes  Geßirn,  wie  natürlich,  fät 
einen  Cometen  hielt:  fo  verfuchte  er  zuerß  die  Be^ 
xechnnng  einer  parabolifchen  Bahn,  bey  weicherer 
die  Beobachtung  vom  i  und  19  Jan.  und  n  Februar 
%nm  Grunde  legte.  Da  er  aber  £and,*  dab  dief«  £ie^ 
inente  den  übrigen  Beobachtungen  keineswegs  Genti^ 
ge  leißeten :  fo  verfuchte  er  mit  andern  Beobachtanr 
gen  eine  zwey  te  Parabel »  mit  welcher  er  nicht  glück» 
*licher  war ;  er  fand  immer  diefelbe  Schwierigkeit»  £# 
mit  den  übrigen  Beobachtungnn  in  Übefeinftimmung 
xu  bringen.  Bey  näherer  Betrachtung  fah  er  baU 
ein ,  dafs  fich  alle  Beobachtungen  durchaus  in  keine 
f  arabel  fügen ,  und  folglich  das  befchriebene  Stück 
^er  Bahn  diefes  Geßirns  ßch  durch  keinen  paraboH; 
Ichen  Bogen»  welchen  die  Cometen  zanächßbefchrei* 
ben  f  auf  eine  befriedigende  Art  darßellen  lieb.  Voi^ 
der  parabolifchen  Vorausfetzung  fchritt  er  zur  krei^ 
förmigen«  Er  fand  zwej  Halbmeßer  eines  Kreifes; 
den  einen  2 » 7067»  den  andern  2 ,  6S62 »  welche  beyde 
ungleich  beßer,  als  jede  aqdere  Parabel  fämmtlicbe 
Beobachtungen  darßellten. 

Eine  Kreisbahn  mufste  natürlich  auf  eine  elliptl« 
fche »  folglich  diele  auf  eine  planetarifche  Bahn  fiii^ 
Iren.  Allein  Piazzi  zog  vor  der  Hand  die  Kreisbalm 
vor,  weil  der  bis  jetzt  beobachtete  Bogen  viel  ztt 
klein  iß,  als  dafs  man  daraus  fehr  ßchere  elliptifche 
Elemente  foUte  erwarten  dürfen;  wenjgßen«  glaubt 


ei^^  dafs  fie  sieht  viel  ßcherer  ab  jetiefind»  wellte 
man  in  einer  Kreisbahn  BndeH  Würde. 

Den  10  Jan.  warde  das  Geftirn»  welchies  bishet 
Tückgängig  war»  recbtlänfrg/  Aas  der  Beobachlang 
diefes  «Images  berechnete  Fiazzi  die  Zeit  Teinea  Still» 
ftandes»  und  dataaa  die  Elopgation  4  Zeichen  4^» 
woraus  er  ferner  den  mittleren  HaibmelTer  eineib 
Kreisbahn  iri  2*9352  fand.  Der  Unter fchied  twt* 
fch^n  diiefem  und  jenem  HalbmelTer  «  der  aua  deii, 
läaobacfatnngen  vom  i  Jan.  bis  11  Febr.  folgt»  wür^ 
de  eine  fehr  grofse  Excentricität  der  elliptirchenBafaa. 
voraasfctzen ;  im  Gegentheil  fcheinen  ihm  dieBeob-^ 
Hiphtangen  felbft  nur  eine  fehr  kleine  anzazeigien» 
Allein  bekanntlich  kann  diefer  HalbmelTer  nie  mit: 
groÜser  Schärfe»  befonders  im  gegenwärtigen  Falle» 
ätis  der  E)ong^tion  eines  Planeten  tut  Zeit  fein6a 
Stillftandes  berechnet  werden »  wie  wir  diefes  bereite 
im  IV.  B.  der  M,  C.  S.  166  bemerkt  habeü^ 

Nach  gehörig  angebrachten  VerbelTerungen  fand 
jpiazzi  zuletzt  zum  Endrefultat  folgende  BeRimmnnga* 
tiiücke  einer  Kreisbahn  t 

iHalbmeiTer  der4tr^isbabii  -  *  k  >  •  .  •  ^  .  •  2,6Stii. 
Bewegungauf  der  Bahn  vom  ijfao.  bis  iiFebn  g"*  2'  29,*';^ 
%oche  i8ot  .  i  .  i  i  .  .  i  .  .  i  aZ  8*  4<J'  23/d 
BiBWegaog  in  icx>  Tagen  ••./••••  ö  22  (S  33«  1^ 
Länge  des  aafßeigendeh  Knötenl  •  •  i  '  •  2  20  46  4S>  O 
Neigting  der  Bahn  ..;...;••  ^  lö  51  i2>  O 
Mittlere  Entfernang  aüt  der  Zeit  des  Stillßandes  .  •  2,p352 
tTropifcbe  Revolution  aus  obiger  tnittl.  Entfernung  1 

nach  dem  Kepler^tchtn  Gefetiee  abgeleitet  J 

Siderifdie  Revolution  der  Beweg,  auf  der  Bahn  i62$,%7  ^^g^ 
S4dieinbareiDur€hmeirerinderniittl.£ntfernutigl  , 

4er*£rd9  von  d«tSonn9     ••••«••      j 

ä  h  I  W*i 


J\ 


564      Vbmad.  Corrsfy,  tgotl  NOVEMBEtL 

Körperlicher  Inhalt  (VoIanMn)  .    ••••'•    ifder&ds 
Gegenfcbein  1802  gegen  Anfing  dee  Ifirs. 

Den  Darchmefler  des  Geftiros  fand  Plazzi  aaf 
folgende  Art:  in  den  erßen  Beobachtnngen' brachte 
er  das  Geßirn  auf  den  Horizontal -Faden  feines  Fern- 
rohrs ,  und  es  wüirde  beynahe  ganz  davon  gedeckt« 
Da  diefer  Faden  dem  Auge  unter  einem  Winkel  ron 
6'  erfcheint :  fo  fchätzte  er  den  DnrchraeiTer  des  6e- 
Airns  etwas  gröfser,  nämlicH  7'.  In  den  letzten  Be- 
obachtnngen  konnte  er  wegen  des  ftets  neblichteu 
Zuftandes  des  Dunftkreifes  gar^kein  Urtheil  über  fei« 
oen  Durchmeller  fällen. 

Die  folgende  Tafel  enthält  feine  fämmtlichen 
rerbellerteu  Beobachtungen,  wie  wir  fie  fchon  zum 
Theil  im  IV.  B.  unferer  M.  C.  S.  280'niitgetheilt  ha» 
ben.  Sie  erfcheinen  aber  hier  nochmahlsrevidirt,  von 
dem •  Verf.  felbft  berechnet,  und  mit  feiner  obigen 
Kreisbahn  verglichen.  Die  Unterfchiede  der  Längen 
und  Breiten,  mit  ihren  Zeichen  an  die  beobachteten 
geocentrifchen  Längen  und  Breiten  angebracht,  geben 
die  aus  den  Elementen  berechneten.  Die  mit  zwey 
Puncten  (:)  bezeichneten  Beobachtungen  lind  etwas 
zweifelhaft;  die  mit  vier  Puncten  (::)  bezeichneten 
find  fehr  nngewifs.  Statt  diis  Beoblichtdngs-Zeit  in 
Decimalen  des  Tages  au  zu  fetzen,  wiejPw^z/ gethau 
bat,  haben  wir lie  in  Stunden ,  Minnteonnd  Secun« 
den  angegeben» 


Beob« 


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LL'  üebir  dm  neuen  Haiiptplanetin.         ^6^ 


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|66       Menaa.  Gwrßjf.  liohNÖVEMBESL 

Die  Übereinltiminaog'der  in  einer  Kreisbahn  be- 
f^chneteQ  mit  den  beobachteten  Längen  diefes  Geßims ; 
dieBewegapg  delTelben  im  Thierkreife»  von  welchem 
•sfichQQrin  feinen  gröFsten  Breitem  etwas  mehr  e|it« 
jfernt ;  feine  Lage  z wifcben  der  Jopiters  ^  o,  Mars-Bahn; 
^llesdiefafchien  D.  Pißzzi  anzuzeigen«  dafs diefes Ge- 
Uirn  ein  wahrer  Planet ,  und  zwar  derfelbe  fej ,  deo 
fchon  mehrere  Aftronoipen  vermuthet,  und  Prof.  Bade 
in  feinen  Schriften   feit  1772  angezeigt  hatte.    Aach 
JPiazzi  fchrelbt  es   der  aufsei^Qrdentlich   fcheinharen 
Jileinheit  diefes  Qcßirns,    und  feiner  grofsen  Breite 
9u,  dafs  es  jenen  Aftronometi  entgangen  iß,  welche 
iBcb  mit  Beobachtungen  der  Zodiacal- Sterne' hefchäf-* 
tiget  haben.      £r  findet  es  nicht  unwahrfcheinlich« 
.^a(a  fich  dalTelhe  Geftirn  irgend  in  den  zu  Paris  oder 
,Q5ttingen  aufbewahrten  Original- Beobachtungen  La 
K^aiüe^  oder  Tob.  Mayer*»  vorfinden  könnte.     Denn 
in  den  SternverzeichDilTeo  diefer  beyden  Aßronomen 
t>efinden  (ich  kleinere  Sterne,   welche  nur  einmahl 
waren  beobachjtet  worden ,  und  die  Piazzi  nie  wie« 
der  auffindeti  konnte,   ungeachtet  er  fie  zo  wieder* 
holtenmahlen ,  und  zu  verfchiedenen  Zeiten  amHim- 
•piel  aufgefacht  hatte.     In  feinem  gegenwärtig  unter 
der  Prelfe  befindlichen  Werke,    Pofuione  deile  Fiffe^ 
welches  bald  ericheinen  foil ,  wird  er  ein  ganzes  Ver- 
•wchaifs  folchcr  veripifster  5t9TMQ  geben,*)    wel- 

ches 

\  *')  Vevselehnifie  Cblcher  vermiftten  ,  und  9m  Himmel  f^h* 
l^nd^n  Sterne  findet  man  mehrere  in  verfchiedenen  J«br« 
gingen  des  Berlinei;  «Er.  Jahrbuchs;  Torsfiglich  findsc 
man  in  der  Conn.  d.  t.   annee  FlI  (1798*  '759  D  S»  355 

ein  YO«  läi  Xm4e  ge^bwd  Vnm<{h<ä(ii  tqh  ^6  Stec- 


LI.  Ü^>er  den  neuen  Hanptplaneten.         5^7 

clies  ^die  Nachfuchnng  des  neuen  Geflirns  ujogemeini 
erleichtern  wird.  Diefer  Fand  würde  allerdings  für 
die  Theorie  diefes  Planeten »  fo  wie  die  Flamßeed^» 
fche  und  May  ersiehe  Beobachtung  des  Uramis^  vom 
^ö&ten  Werthe  feyn.  *)     Piazzi  ift  nicht  angeneigt , 

H  h  4  der 

Ben,  welche  am  Himmel  fehlen  >  und  doch  in  den  Ver- 
seichniflen  von  Flamßeed,  üevelius^  LaCaille,  und  Toh» 
JUayer  vorkommen.  Auch  zeigt  er  S.  3do  eine  Menge 
Druckfehler  an,  welche  in  den  Stern -Catalogen  d^efet 
Aftronomen  vorkommen.  Viele  Sterne  werden  alt  ver» 
fchwunden  angegeben ,  welche  nie  am  Himmel  geftandett 
haben»  und  nur  durch  Schreib-,  Rechnungt«  oder  Druck« 
fehler  dahin  gekommen  find.  Voi^  dem  gröftten  Nutzen 
wird  daher  auch  Mift  Carolina  HerfcheH  Revilion  dac  ' 
Flamß  ff  Sit  (chen  Beobachtungen  und  Erraten  feyn ,  w^l^^ho 
im  J.  179g  auf  Befehl  und  KoHen  der  k.  Societät  der  W* 
in  London  sum  Drueke  befördert  wurden ,  und  gewils 
in  aller  Aftronomen  Händen  ift« 
^3  P^'of*  ^^^  hat  die  Vermuthung,  der  Nebelfleck  Cltf- 
fe  I  Nro.7,  den  Herfchet  den  23  Jan.  1784  )>eobachtet 
hatte»  aber  nachher  nicht  wieder  finden  konnte,  CBerl» 
afir.  J.B.  1791  S.  172)  fey  das  PiozziTche  Geftirn  gewf- 
Ten ;  es  muftta  damahb  am  nördlichen  Fldgel  der  Jung- 
frau fiehen ,  und  die  Länge  fiimmt  gans  gut»  nur  dia 
Sreite  will  nicht  harmonireo,  es  fey  denn,  dafs  Herfehei 
fich  verfchrieben  hat,  und  N.  ftatt  S.,  nördlich fiatt  ftld» 
lieh  bey  dem  Unterfchiede  der  Abweichung  hat  fetses 
wollen.  £o<J9  hat  defthalb  bereits  bey  Herfehei  tjngth^gU 
Aber  auch  dieler  UmBand  macht  die  Vermuthung  des 
Prot  Bod^  verdächtig»  weil  Herfckel  diefen  Nebelfleck 
merkwürdig  nennt,  und  in  die  I  Clalle  fetit;  auch  vec^ 
muthete  er,  dafs  derfelbe  ein  beträchtlicher  teleskopifchet 
Comet  gewefen  fey;  allein  ^as  Piaa^r fch^  Geftirn  kana 
wol  nir  iitvtU  mtboOr^^  Md  >h$irä^iUkberii9h€WMiiL 
trlßh^tinfii» 


568      MimatL  Carrefp.  igoi,  NOVEMBER. 

.der  Meinang  bcyzupflichten  ,  dafs  'es  wol  noch  mdi» 
tere,  diefem  ähnliche  Planeteu  im  Welträume  g^bea 
ikÖQDe.  Alleiu  da  Sterne  unter  der  ßebenten  Groß« 
nur  feiten  von  Aiironomen  beobachtet  zu  werden 
pflegen,  oder  wenn  dies  gefchieht,  fich höchftena. mit 
einer ,  oder  ein  Paar  Beobachtungen  begnügen :  fo  iS . 
es  faß  unmöglich,  fie  je  zu  entdecken.  Wenn  Piazzi 
es  ßch  nicht  zum  Gefetze  gemacht  hätte,  jeden  Stern 
4,  5,  ^mahl/und  auch  öfters  zu  beobachten ;  fozwei* 
Feit  er  feibft  daran,  ob  er  dies  neue  Geftirn  auch |e  ^ 
entdeckt  haben  würde.  Hätte  er»  wie  es  raanchmahl 
wohl  zu  gefchehen  pflegt ,  feine  Beobachtungen  die* 
t$s  Sterns  am  i  und  2  Januar  nicht  fogleich  unter* 
fncht ,  es  eine  geraume  Zeit  anflehen  laifen ,  und  nach 
der  Hand  erft  gefunden,  dafs  fie  nicht  ftimmen :  fo 
.  Syurde  er  ihn  freylich  an  demfelben  Orte  am  Hi.mmel 
aufgefucht  haben.  Da  er  ihn  aber,  (wie  es  auch  hät- 
te kommen  müHen,)  nicht  wieder  dafelbß  gefunden 
hätte ;  fo  würde  er  ihn  ohne  weiters  unter  die  zwei- 
felhaften Sterne  gefetzt  haben ,  und  folglich  nie  auf 
feine  Spur  gekommen  feyn ,  wie  diefes  ihpi  nur  zu 
oft  mit  andern  Sternen  ergangen  ift,  welche  er  we« 
genk  ungünßiger  Witterung  picht .  (ortgefetzt  verfol- 
gen konnte,  ^ 

Oriani^  Bode  upd  2;.  Zac^  hatten  kaum  die  Beob- 
achtnngen  vom  x  und  23  Januar  zu  Gefichte  bekom« 
men,  welche  ihnen  IHazzi  mit  dem  Umßande  bekannt 
gemacht  hatte,  dals  das  Geftirn  deil  10  Jan.  von  rück* 
gängig,  rechtläufig  geworden  war,  fo  verfielen  fie 
fogleich  auf  die  Venu uthuüg,  dafs' diefes  Geßirn  nichts 
anders  ,  als  ein  neuer  Flauet  fej,  Sie  berechneten 
ämu«  Mg!»f%;di«f9U}9a^  K^^^^^  welche 


I^[  Uebßy  (^  vmen\  H^xuptplaneUn*'.       569 

JPümi  auch  feiner  Seits  gefupd^  hatte.  Allein  da 
sach  dem  ^3  Jan.  daaGeiUro^aofing,  fahr  merklich  an 
Grobe  uq4  ?o  Licht  abiuDehmen ,  ungewifs  ob  er 
diefe  Erfcheinung  feiner  fchaeUen  Entfern uDg  von 
46r  Erde»  ^der  dem  dufteren,  ^Qd  immer  neblichten 
Zufiande  der  j^tmofphäre  znfchreiben  follte  ,  wurde 
JP.  in  feiner  erftgefafaten  Meinung  wankend  ;  ,er  fing 
an ,  an  delfen  planetenartiger  N^tur  zu  zweifein ,  und 
ihn  wahrscheinlicher  für  einen  Cometen,  als  für  ei* 
nen  Planeten  zu  halten.  Nur  die  Berechnung  feiner 
gefammten  Beobachtungen  in  einer  Kteis  -  Hypothiefe 
konnten  feinen  Zweifel  zerßreuen.  Allein  zu  der« 
felben  Zeit  war  er  wegen  anderer  dringender  Qe- 
fchäfte,  und  inlonderheit  wegen  feiner  fehr  fchlech- 
ten  Gefandheits - Umftände  aufser  Stande,  lieh  mit 
dergleichen  Berechnungen  zu  befchäftigen.  AU  er 
£ch  im  April  etwas  erholt  hatte,  and  diefe  Arbeit 
nun  vorzunehmen  gedachte ,  verfiel  er  zum  zwey ten- 
mahl  ib  eine  Krankheit,  wekhie  er  ßch  bey  der  Zie- 
hung einer  Mittagslinie  in  der  Haoptkirche  von  Pa* 
lermo  zugezogen  ,  und  welche  ihn  in  einen  noch  viel 
fchlimmern  Zuftaud,  als  der  vorige,  verletzt  hatte.  ' 
JUngewifs»  W|9un  er  diefe  Arbeit  wieder  werde  vor« 
nehmen  kdnnen,  und  von  einigen  feiner  Corxespoa- 
deuten  aufgefordert,  fchickte  er  feine  fämmtlichen 
Beobachtungen  an  JLa  Lande  9  Oriani  und  Bode.  Die^ 
(er  letzte  .antwortete  ihm,  dafs  ihn  die  nun  vollftän-  % 
dig  erj^ltenen  Beobachtungen  in  feiner  erfi  gefafsteo 
MeiiHipg  .iiber  den  Flanetismns  diefes  Geftirna  nur 
D0cl|4»ebr  beftärkten  ;  lieh  aber  daräljrer  wundei^e, 
iJafd  ii^^sd  feine  Meinung  ip  der  Folgß.  wieder  geän. 

u  r       '  H  h  5  te, 


57^      MmaiL  Camfp.  igoh  NOVEUBEIL 

te,  da  er  es  doch  in  feineai  erden  Brie^  An  Oriam 
för  einen  Planeten  zu  erkennen ,  geneigt  geweren 
wäre.  Allein  P.  glaubt ,  dafs ,  yrenn  Prof.  Bode  Toa 
der  fchnellen  Licht- Abnahme  diefea  Geftirns  gewnbt 
.  hätte,  er  vielleicht  zu  deofelben  Zweifeln  wurde  vnw 
anlaffit  worden  feyn.  ladelTen  befürchtet  anch  Piaz&t 
dafs,  wenn  es  uns  nicht  gelingen  foUte»  diefes  G^ 
ßirn  wieder  aufzufinden  ,  ßets  einiger  Zweifel  über 
delTen  Natur  übrig  bleibep  dürfte.  Das  Wiederaaf* 
finden  hält  er,  fovvol  wegen  der  Ungewifsheit,  mit 
welcher  die  Elemente  der  Bahn  beftimmt  und,  ah 
auch  infonderheit  wegen  deraufserordentlichen  Kleia- 
heit  diefes  Geftirns ,  für  keine  fo  ganz  leichte  Sache. 
£r  glaubt  nicht,  dafs  es  wegen  feiner  zu  grofsen  £dN 
fernnng  von  uns  möglich  fey,  ihn  in  den  Sommer- 
Monaten  zu  fehen.  Anfangs  November  wird  er  fchon 
leichter  zu  erkennen,  und  anfangs  März,  wo  er  in 
den  GegeuFchein  tritt,  am  heften,  nnd  mit  vorzüg- 
lichem  Nutzen  zu  beobachten  fejn.  Er  hofft,  dab 
lieh  diefer  Wanderer  alsdann  nicht  wohl  den  Nach* 
ßellungen  der  Aftrooomen  wird  entziehen  können. 
Sollte  demnach  diefes  Geflirn  von  ihm,  oder  von 
irgend  einem  andern  Agronomen  wieder  entdeckt 
werden :  fo  glaubt  Piazzi  nach  dem  Beyfpiele  eines 
Halley^  Hevelius^  Bode^  Herjchel^  welche  die  rnhm- 
würdigften  Namen,  eines  Karl  IL^  eines  Sohiesky^ 
eines  Friedrich  II, ,  eines  Georg  HL ,  als  Befchützer 
der  Sternkunde  an  den  Himmel  gefetat  haben,  ein 
gleiches ,  wo  nicht  üärkeres  Recht  zu  haben ,  den  Na- 
men feines  Rdoigs  und  Stifters  der  Palermer  Stern- 
warte dadurch  zu  verewigen»  dafs  er  diefen  neuen 
Ebneten  «tck  Uun  Or«f  AriKMweba  bmeMt#  wo- 

▼Oft 


LL  üeher  den  nmm  IJauptplanetiiu        571 

TOn  er  anch  alle  feine  Correfpondenten  fchon  benäch- 
vichiigt  bat ,  dafs  er  ßch  künftig  dief^r  Benennung 
:^a  Ehren  des  Königs  von  Neapel  bedienen  werde; 
er  fchKefst  daher  auch  feine  Abhandlung  mit  folgen* 
■den  zwey  Lateinifcben  Verfeo  des  Fiarißeu  MicK 

TeUuris  patriae  duotura  a  Principe  notüen 
Aftfaii^er  SieuUs  Julßt  ah  axe  Ceres ^ 

'    Auf  die  Piaza^Uhe  Abhandlung  folgt  ein  kleiner 
Anhang,  in  welchem  Piazzi  meldet,  dafs  ihm  Oriani 
Seine  und  anderer  Agronomen  Berechnung  über  dies 
Gefiirn  mitgetheilt  habe.     Er  führt  daher  fowol  die 
Oriani'lc\xe  Parabel  als  Burckhardi'a  parabolifche,  kreis- 
förmige und  elliptifche    Bahn  an;    ganz  diefelb^a, 
welche  bereits  im  Julius -Stück  der  M,  Q  S.  59,  60» 
61  vorkommen.     Sonderbar  fcheint  es  beym  erfiea 
Anblicke,  dafs  P.iazzi  den  Dr,  Burchhardt  als  Berech- 
laer  (einer  elliptifcben ,  aber  nicht  feiner  parabolifchea 
und  Kreia- Bahn  nennt,  welche  er  einem  andern,  ihm 
twbekannten  Agronomen  zuzufchtelben  fcheint,    AI* 
lein  dies  läGst  ßch  auf  folgende  Art  erklären,    JP.  ent- 
schuldigt ßch  felbft  damit,    dafs   er  den  Namen  des 
Autonomen,  der  die  parabolifche  und  die  Kreisbahn 
berechnet  hatte,  auszwey  ihm  von  Oriani  zugefchick* 
ten  Deutfchen  Blattern  nicht  habe  ausfindig  machen 
können.    Diefe  zwej  Deutrehen  Blätter  waren  keine 
anderen  als  S.  59  #  60 1  und  S.  61  und  6^  des  Julius  -  St. 
unferer  M.  C,     Auf  der  vorhergehenden  S,  58»  weK 
'   che  aber  Oriani  nicht  mitgefchickt  hatte,  kam  eigent* 
l^üipu  BwQlihardA'%  Name  vor;  auf  jenen«  w^^dio 

2%w- 


572      ttMoO.  Correjp.  iget.  NOVEBIBEJBL 

Piazzi  erhielt,  war  abegr  diefer  Name  bej  der  ellipti» 
fchen  BahD  erwähnt;  daher  kam  es,  dab  P.  niclu 
Wiffen  konnte ,  von  wem  die  Element«  dieGer  part- 
bohrchea  und  Kreisbahn  herrühren  •  weswegen  er 
auch  den.  Namen  diefes  Adronomcn  in  feiner  Abhandr 
lung  nur  durch  Puncte  angedeutet  hat. 

Aus  denfclbeu  Blättern  fah  Piazzi^  datfe  "D.  Burck* 
hardb  einige  Zweifel  über  die  Richtigkeit  der  AbFcbrift 
feiner  Beob£)chtungeu  hegte;,  und  dabej  einige  ein* 
gefchüchene  Fehler ^vcrmuthete.  Er  bekennt,  da6 
dies  wirklich  bey  der  erften  Abfchrift  der  Fall  war; 
allein  er  hat  in  der  Folge  verbefferte  Abfchriften  an 
La  Lande  ^  Oriani  und  J9^tf  gefchickt,  welche  mit 
jenen  vollkommen  gleichlautend  waren  *),  nach  wel* 
eben  er  alle  feine  Berechnungen  angeftellt,  nnd  die 
wir  in  den  IV,  B.  der  M,  C  S,  280  eingerückt  haben, 
Urn  indelTen  fo  viel,  als  in  feinen  Kräften  (lebt,  den 
VVünfcheu  derjenigen  Aßrouomen  zqvortukomraen, 
welche  einen  fo  grofsen  Autheil  an  diefer  feiner  Entde- 
ckung genommen  haben,  und  um  alle,  auch  die  ge* 
ringften  Zweifel  gegen  feine  Beobachtungen  zu  zer* 
ßreuen :  fo  hat  er  ihre  Beduction  ganz  von  neuen 
'wieder  vorgenommen.  Statt  einiger  minder  genau 
bedimmten  Vergleichungs -Sterne,  welche  er  anräng« 
lieh  gebraucht  hatte,  hat  er  bcITer  beftimnxte gewählt, 
rat  von  ihrer  eigenen  Bewegung  und  yop  der  Ab- 
weichung des  Inftruments^  Kechuung  getragen  ,  und 
überhaupt  diejenige  Sorgfalt  dabej  gebraucht ,  wel-« 
'che  man  anzuwenden  pflegt,   \yenn  man  die  änfserfte 

'Genauigkeit  erreichen  will,  DelTen  ungeachtet  crgabeta 
^  ücii 

*    *")  Bit' auf  dielftste  Beobachtung  vom  XxFobs;,  welck» 
«m  15'  vermiiideit  worden  ift» 


•  1^1.  Uebef  den  neuen  Hmptptanetem        ^'jf^ 

fidi  nor  fehr  UBbedeuiende  Unterfchicde  vOQ  den  to- 
rigeo  in  den  geraden  Apffteigungen  ,  welche  faß  gat 
keinen,  oder  nur  höcbft  geringen  Einflüfa  auf  die 
Berechnungen  der  Bahnen  haben  können,  we8^x^e• 
gen  er  auch  anfänglich  eine  aagftliche  Genauigkeit  in 
der  Hednction  der  Beobachtungen  für  überfhiffig 
hielt.  Zu  Folge  diefer  letzten  rigorofern  DnreKlitht. 
müfste  man ,  um  die  äufserfte  Schärfe  zu  erhalten^  Vor 
den  erften  vier  geraden  Auffteigunged  i/j  abgehen» 
und  eben  fo  viel  zu  jenen  vom  lo»  ii »  14V  19»  21 » 
23»  28«  30,  31  Jan.  und  i  Febr.*^ hinznretzep  ;  von  den 
geraden  Auftleigungen  des  3  und  8  Febr.  mtifste  inan 
}*  abziehen,  P.  hat  das  Geftirn  meid  an  feinen  Bejr* 
den  Inßrnmenten  »  an  dem  Mittags  -Fernrohr^  und 
an  ^em  Meridiankreis  beobachtet ;  er  hat  aber  imme^ 
das  Mittagsfernrohr  für  die  geraden  Aufßeignngen  vor^ 
gezogen,  wenn  er  die  Beobachtung vollßändig  an die<* 
fem  Inftrument  machen  konnte;  wenn  das  äb^  toiäUt 
der  Fall  war,  fo  hat  er  das  Mittel  zwifchen  den  Be« 
obachtungen  an  beyden  lußrumenten  genommen.  In^ 
deffen  ging  der  Uuterfchied  nie  über  o»*-i-  iii-2eiti 
den  19  Jan.  allein  ausgenommen,  an  welchem  iTaga 
er  am  Krcife  eine  Zeltfecunde  mehr,  als  ani  Xkirch« 
gangS".  Inftrument  fand.  V/as  die  beobachtetet  Ab« 
*weichungen  betrifft  ,  fo  hat  er  daran  gat  nithts  zU 
Teibeirern  gefunden.  ÜbrigetiSi  wenn  jemand  von 
feinen  Original -Beobachtungen  Einßcht  zu  nehmen 
wünfcht,  fo  fey  er  erbötig,  fie  ihm  auf  den  erfien 
Wink  mit  dem  grbfsten  Vergnügen  mitzutheilen» 
Diefeiben  Beobachtungen  werden  aber  nächitens  in 
dem  VI.  Bande  der  Palermer  Sternwarte  1  mit  feiben 

ttbri« 


574       MamO.  Correff.  iSoh   NOVEM^^R: 

übrigen  Bepbachtungeii  vom  Jahre  1794  im  Drattk« 
erfcheineDk 
I  Dies  iß  die  einzig  Wahre  nnd  aatheatifctie  £nt* 
deckuDgB  •  Gefchichte  dietes  iängft  vermutheten  ^  nim 
jpjirajiTfcfaQiiilich  eatdeckte«  Haap  tplaneten  unfere«  SoB'* 
»Qii-SyAems»  welche  wir  von  ihrem  Entdecker  felbft 
un$  Fälerm0  ^ugefchickt  erhalten^  andimfern  Lefem 
hier  iib  getreuen  Aaazuge  mitgetheiit  haben.  Es  find 
t,yßSLT  in  eiiiigcn  poiitifchen  Zeitungen  ganz  widen» 
fprechende  und  irre  führende  Nachrichten  erfchieneoi 
weiche  Zweifel  and  Mirsverftand  erregt »  und  dem 
Herausgeber  der  M.  <X  fehr  häufige »  mündliche  «hd 
EchriFtUche,.  Aof ragen  zugezogen  haben,  Daes  uoe 
nnmogüdi  wird>  jedem  Anfrager  fchriftlicb  zu  ant«< 
Worten  {  fo  finden  wir  uns  dpppelt  nodigedrungen» 
gegenwärtigen  ^fiEentlicheü  Weg  zn  wählen »  am  aU 
le  dtefe^  vor  das  gröbere  Pablicam  {;elaogte  mige» 
gründete  Gerüchte  za  zerfhreuenb 

lu  einigefei  Zeitttuagen  foll  geftanden  haben »  Prof« 
^^yJSß'^  4n  Göttingen  habe  ein  Schreiben  von  Puizd 
^v»Pal^mo  erhalten^  worin  diefer  ihm  melde,  dafs 
«r  dei»  neuen ,  von  ihm  entdeckten  Stern  >  wekhea 
fbr  bisher  für  einen  iPlaneten  gehalten^  nunmehr  wie» 
6et  für  einen  Coraeten  "erklärew  Allein  4  wer  obigd 
Entdeck» Dgs  -  Gefchichte  diefes  WandelSerns  unr  mit 
einiger  Aufmerkfamkeit  gelefen  bat^  (i^t  bald  ein^ 
dafs  alles  nur  auf  einem  Irrthum  in  Abficht  der  Zeit» 
Und  s^nt  einer  Verwechfeiung  des*^  Datums  berukef 
da  Pia^zi  fehr  wohl  zu  eioer  Zeit  diefe  Meinung  an 
den  Prof,  Seyffer  gefchrieben  haben  konnte ^  als  er 
Ue  noch  hatte,  der  Brief  aber,  wie  das  leicht  möf» 
Udl#  auf  der  Foft  verfpäteti  und  zu  einer  Zeit  ein- 

geiau- 


l^h  Ueher  den  neuen  Hauptplanetpk'        575 

gelaufen  ift,  als  Plazzi  feine  Meinnng  wieder  geän» 
derty  und  nach  angellellten  Berechnungen  zn  einet 
beltern  Erkenntnifs  gekommen  war  »  wie  er  diefes 
felbft  in  feiner  Abhandlung  erzählt.  Fiaszi*s  Brief  aa 
Prof.  Seyffer  beweift  höchftena  fo  viel,  dafs  das  Da- 
tiun  diefes  Briefes  (4  ^"g  )  entweder  verfchrieben » 
Qder  falfch  angegeben,  oder  dafs  diefer  Brief  ganzfey 
mifsirerftanden  worden.  Deijin  zu  diefer  Zeit  zwei;» 
feite  fchon  kein  Deatfcher  Afironom  mehr  an  dena 
Planetismns  diefes  Geßirns ;  man  hatte  die  Berech« 
nuugeu  parabolifcher  Bahnen  längft  aufgegeben»  fici^ 
nur  mit  Kreisbahnen  beCchäftigt  ^  Burckhardt  hatte 
fogar  fchon  eine.  elUptifcke  Bal^n  berechnet»  Dia 
I^achricht  aus  &eyßvr*s  Briefe  kam  daher  freylich  znt 
Unzeit  in  politifche  Zeitungen  ,  und  der  £infendeff 
mag  daher  nicht  fonderlich  mit  dem ,  was  in  derÄßrp« 
nomie  vorgeht,  und  mit  der  Gefchichte  diefes  merk^ 
würdigen  GeHirus  bekannt  gewefen  fejn»  fonft  wür4  ' 
de  er  diefe  Nachrichten  eines  hinkenden  Boten  nichc 
in  die  Zeitungen  haben  eiprücken  lafien »  wodurch  et, 
das  Publicum  nur  irre  geführt  hat» 

In  einer  andern  Zeitung  wird  diefer  Nachricht 
wid<erfprochen »  der  ganze  Brief  von  Fiazai  an  Seyffef 
in  Z^ifel  gezogen  1  und  für  apokryphifch  erklärt» 
Wir  unferea  Orts  bekennen .  offenherzig»  dafs  wit 
nicht  die  allergeringde  Urlache  linden  |  an  diefeitt, 
'  Briefe  a^n  zweifeln«  Denn ,  warum  lollVRPiäzzimtht 
eben  £0  gut  an  den  Nachfolger  eines  unferet  berühm* 
teßen-peutfchen  Allronomen »  Tobias  Mayer'n^  deA 
Prof.  d^r  Agronomie  einer  fo  weltberühmten  Univer* 
fität ,  wie  Göttingen ,  fchreiben ,  als  an  den  berühm« 
ten  Agronomen  der  k^  BetUner  Sternwarte  1  Es  ilt 
I  diefdt 


576       Mcfudk  Carrefp.  }goT.  NOVEMBEJL 

diefes  vielmehr  im  hohen  Grade  wahrrcbeiDlich ,  ii 
Tiazzi  in  feineir  Abhandlung  von  den  in  Göttingen 
aufbewahrten  Original -Beobachtungen  Tob.  Mayer'i 
rpricht,  und  vermuthet»  dafs  darunter  wol  eine  Be* 
obachtung  feines  neuen  Geftirns  befindlich  fejn  kön« 
BC,  fo  wie  fich  eine  des  Uranus  dafelbft  gefunden 
hat.  Es  ift  daher  fehr  natürlich  zu  glan))en ,  daÜB  et 
defshalb  an  der  erden  Quelle  kann  angefragt  haben. 
Es  mufs  daher  auch  manchem  Lefer  ein  L&oheln  ab^ 
locken^  wenn  er  in  derfelben  Zeitung  lieft ,  wie  auf 
^ine  kindifch- eitle  Art«  als  eine  allbekannte  Sache 
verfichert  wird,  Prof,  Bode  fey  unter  allen  Deatfchen 
Aßronomen  def  einzige  ^  welcher  im  ausfckliefslichen 
Briefw^chfel  mit  Pinzzi  Rehe.  Allein  wir  mtilTeü  die* 
ler  Nachricht  geradezu  widerfptechen ,  da  uns  zuver* 
läffig  bekannt  ift,  dafs  Plazzi  noch  mit  drey  andeni 
JDentfchen  Aftronomen  in  Brief wechfel  ft^eht.  Wirf 
kennen  daher  nicht  zugeben ,  dafs  man  lolche  lächer« 
liehe  und  ungegründete  Nachrichteb  von  unferenf 
'hochgefchätzten  Freunde  Bode  bekannt  niache ;  und! 
dem  Prof»  Bode  felbft  kann  es  auch  nicht  gleichgül^ 
tlgfeyn,  wenn  folche  unberufene  ^  di^nftfertige  Gei* 
der  dergleichen  Erbärmlichkeiten  auf  feinen  Njnoeiif 
in  üfiFetitliche  Blätter  fetzen  lafTeD/  welche  ein  £Wef» 
d^utigcs  und  falfchcs  Licht  auf  würdige  und  anfprudl« 
lofe  Gelehrte  werFen  können« 

in  derfeiben  Zeitung«  welche  d^n  Mifsverftani 
mit  Seyffer^s  Briefe  berichtigen  will,  kommen  felbS 
Tehr  fonderbare  Unrichtigkeiten  vor.  So  wird  zudi 
Beyfpiel  darin  verftchert^  die  Deutfchen  Aftronomeii 
hätten  diefem  benen  Planeten  den  Namen  tfera  her 
gelegt,    Allein»  welchem  uubr er  Lefer  ktnn  linbs* 

kaxmt 


lEtoDtieyDi  dab  dierwNameV  viele 'Jakre  vor  daif 
EötdeckuDg  diefei  Geßirna »  «ine  ^voA^-dbib  Herzog 
TOD  Gotha  vorgtfchlageiu  BeDetiiitiDg*4ftt!  Wir  'bmu^ 
chfin  uns  deshalb  nur  auf  ünfereerften  MaTcbrichtea 
fifaei^  diefen  vermuthiichen  Planeft^ft^iii^  nftifer^r  Af.  C» 
III  B.  S«  62  t  za  beraCeo.  Und  wenn  wir  uns  dieb^ 
Nameof  bedient  haben»  fo  gefchah  erfehr  Telten  uiidF 
Uofa  der  Abkürzung  wegen  ,  am  nicht  ibunerfort  diä? 
linge  Umfchreibung  ,  das  neu  Bntdecktt  P^effcho 
Gjfßim^  za  widerhoieBt  '  ■''  ^*'   ■    ' 

D«  Prof.  P^zti  nunmehr  MA'  eigenes  Kind  ^ 
tänft,   und  Ceres  FeriUnandtahßtxtoinvltaLt^  wozu  et 
di  erfter  Entdecker  dais  offenbare  Recht  liaf  ^  aach  al^^ 
It/.fisine  Correfpondenteb  zu  diefer  ßMennüng  Vchof 
ihm  .aufgefordert  Jündc  fo  unterfchreiben  wir  aucV 
«tferer  Seits  diefe  redit  fchicUiche  Bfeäeäming  mili 
yfULtßffL  und  defto  gtötserem  V^^rgnägen-,  weilideiilr 
Könige  von  Neapel  unftreitig  als  eifrigem  BeCchüfzcDr! 
Qnd. Beförderer  der  Sternkonde  ,   und  als  groIsin5> 
tkigem  Stifter  einer  neuen  ftattlicfaen  Stemurarte-,  uii^' 
lira  dankbarfte  Erkenntlichkeit  um*  tcf  difehr  gebührt,' 
da  ^t  eine  Sternwarte  zu  bauen  nicht  nur  än^ej-attgtit^ 
ffloämn  anch  vollendet  hat ;  nicht  Mols  dtoprächtigflteAr 
und  koßbarßen  EnglLCchen  Werkzeug^  angekauft  fi^f^ 
.  «nd  in  Kißen  und  Verfchlägeti  auf  Rtimpelkamipent' 
aufbewahrt ,  fondern » wohin fie  gehören;  fetzen läfstV 
diefe  TCHrtrefflichen  Inftrumente  nicht  nngefchickten* 
«ad  uafleifsigen  Händen »  fondern  einem  Gelehrten 
TOD  anerkannten  Verdienßen   und  Oefchicklichkeit 
wvvrtrant,  und  dielen  ein  für  allemähl  in  den  Stand 
fetzt 9  bine  Arbeiten  und  Beobachtungen  aof  k5niglA' 
Soften  zum  Druck  za  hefSrdern*  Daherdenn  att<9i  ift  ^ 
,Con.Vl^Jll%M8ou  I  i  fo 


^9     Mßiudk^GAffiifp.  itöuNOVEmEK 

tjf^j^urtAtyi^dHüijitiXichaitki  «nd  glänzeodften  Fküdi«^ 
UtAS^s  der-^lerfoes.Stepiwarte  beryorgegaogen»  die 
Mehrte  }Velti1lfAynkArw^h  Bftndeii  der  rchätzbarften 
^;fiobac)itm)8;eo;b«iGfe0pkt,  und  tiefer  Tempel  dec 
^icilianilTcfai^i^ .  Ut«»!«  durch .  ^e  •  merkwürdigfte  £ot< 
4f^iB|ng,nHt^4cMP»-4pÜQptUcheinUeteiideD  neaen  JabrJ 
^qdertv^  aafJfabrt^atende  mit  ihrem  Stifter  DDdPrie- 
^«Tt  ift  veremg«  wordeob  Mit  Recht  lagt  daher  Pioi* 
^,iq  feiner  Al^bAoUilDg».  da6  Ferdinand  /f^mit  grö-' 
fserm  Rechte  eine  Stelle  am.üUmiml,  ab  maochefli 
%lldqr^  JProtesiidf  (k^lSterokundtf  gebühre. 
2»  pWir'hafafP;fcyiM)n'in  anferm  vorhergehenden Hef- 
tj)^.  567  p^tpQlhrl  Gründe  ivpge^eigt«  Mrarnm  ^e  in 
i^,^JCr«ia-IJ^ath)eCe  berechneten  :Örter  dieCes  niea« 
^^eilir^a Ji^^Mf^li^b  das  Mittel  swUchen  .denjeni« 
ge«.  haJ^^en  ,wilR(lM«,:wekhe  w»T:iii  fi&ner  eUiptirche» 
^4hfi  berechne«  köiMUeu.  Dr«  Olbflrx  Vorrchhig^  dab 
ifj^  )fej  A^f^hiipgdiefe^Bjboen: 'Planeten  toq  den 
4^..Kreia-£ie9i(?Rte;^  ber^hnet^nPoncten  aoageheur' 
i}];id  diefelb^^fi^etiMi- Parallele  ein  Paar  Grade  vor-' 
ni^d  rückwärlf^r  d^r«eh(ii<;lien  folle»  £11  nnftreitig  dai^ 
ein^|[e\and  .b^Ile  V^fahien ,  weichet  man  bey  dierer 
]^c)iruohape^9irti^n  und  planmäbig  befolgen  kanaj 
Wjif;  I^l^n  upi  d^ipoach  entfchlolEen  ,  nach  obigen 
£m»'Ichen  Kdreie  -:  Elementen »  welche  mit  der  tgaa«k 
up'Reibe  reip.ef.3,eobachtungen  ziemlich  genanübei»»: 
efnftimmen ,  nachüehende  kleide  Ephemeride  deeLaii;« 
f^  diefea  Planeten: bis  zu  Ende  diefes  Jahres^ su  be^ 
rechnen,  und44dur'Cli  allen  Aßronomeannd  Liebhav 
bp^rn  der  Sternkunde  eilien  kJeinbu  Oienft  zn  erweb. 
fep^  jpio  AuETchrijFiQn  der  Coluvmen  geben  ihrfe^Gfrl 
hjüt  iaufa^  za  ettopaeo»;  Mo^  «her  diejenige,  .W9U 


die  die  AnFfdmftrfüAt'j   rttTtmUfs^^d^ft^efgheMm 

P'uKsxi  mxi^'Qgrikfli  habieii  »Wie  >iniCeTe  Lefer  i^bc« 

geTehtn  ^aben,  das  lichcidesneaeDWatidelflördSJui 

Anfang  feiner   ErfcheinuDg  nngefälur' Wie  da«  eineü 

Steriia^  der  7  -^  B    Grbbe.  gefchäfzt;*  Ja  der  Folge,. 

«nd  gegen  den,  n  Febr.  kainea  PUcsd  aocb  kleinei 

nnd  {apfebniidi  Tirenncndert«  vor',    wekHes  er   ztfui 

Theil  dem  duftem  und  nebKchtto  ZuftaUdo  des  Dupfl^ 

kreifes  zu  der  Takt  zufchreibl.  ;  Allein »  w^enn-  wir  dit 

Entfernung  dieles  PlanbtUn  von  .der  Erde  für  bejdb 

Epochen  in  der  Kreidsahn  bereehpejn^:  16  folgt»  dafa 

den  I  Januar  die  Entfernung  diefcs  Geftirns  von  uns 

ZZ  i,$i24fmpd  dwÜTOT^br.-n  'ri43«3'gewefeÄ  tm^ 

daa  iß:  .  in  den  letzten! '.Zeiten  beynahe  oni  ^  det  «tfC 

Ben  Dißanz  wj^tei*)  Tdn'*ima  entfernt^^i  DaS'Li'clic:!) « 

oder  Vielmebr.  did  gafehene  Klafheit  i  dkrf«i'We(tklift% 

pers,  mufs  demnach  auch  anJGel^plic)i  ]P«etiiiipd<qj<^wo<^ 

den  feyn.     Diefe  gefehene  Helligkeit  (^ctaritas  vija') 

mh  Weidher  wir  einen  nidht-  felbft'ßrahl6ndihi:plaue- 

tarifchen  Körper  fdicai^  iiängt:yen.d0r  i^ibhtmengi 

ab»   die  jeder  Planet  ron.dfer: Sonne ^m^9^^^,~-aO€l 

von  der  Lichtmehge,-: welche  er  tiba  zufcfdeÜ^i    Die 

erße  iß  im  gttraden^Verhältnibder  Jleleiiöktetiea  O&er^ 

flSche,  und'im  uni^ikiihiften  dav^^oadniti«  der  Cnt» 

fernung  von  deriSbnae^f'^üe^^we^fite'iß'imttmgeteh»^^ 

teo  Verhältntfs  dea  Qiiadrat«  d^'  AbOandea  von  det 

Krde.  -  .Wir  abßralüren  hi^r  voe  den^<MoilificationM( 

VFelchan  däa  anfikllende,  nnd  znrüekftrahteiide  Lickl 

unterworfen  feyn  kann ,.  |e  nadidemi'der  befonderi 

phylifche  Bau  der  Oberfläche  dea  Planeten  die  Licht- 

ßrahldn  verfchieden  aoffabt,  verfcblingt  pder  zurück- 

v*^'y;'0  '        1  i  z  wirft. 


56q       JH0im^'  C!brr^^^  üoh  NOVEMBEIL 

MixSu.  Untere  Abficht  ift  bloft  #  die  jetzige  gefeheBe 
iklligkeitdet  n^ueo  Phpeten  «bU  der  >damahU|;eD  m 
irergleichen  •  die  er'bey  binet  mfitn  ETfch/uniiiig  ge- 
iubt  hsLti  alt  PiasaU  ihn  lls  einen  Stcpm  7  «-  8  GrS:- 
ffie  beorthailt  hat. 

.  Es  fey  demnach  fiür  den  j  Jait.  1801  derDorchnitt 
fer  der  Ceres  Z2  O  ;  4eflen  Eötftrspi^  ^on  der  Son- 
ne. =r  S  ;  von  der  Erde  er  Il:;f£Bine  geCehene  Heilig^ 
keit  :z:  H.  DjeAg^eicIieh  -für  eine'  jede  andere  Epoche 
der  DurchmelTer  n  d ;  Entfern.:  von  der  0m;  von 
der  i  ZZ  ri    gefehene  Helligkeit  zzhi  fo  iß 

K   :  S*R*     .i?r»  •     • 

Setzen  wir  niuidie  grörsteUdligkeit^  welche  bis- 
her beobachtet  ift  worden  i  H  .rr  x :  Cd  Wird ,  da  wir 
dieDnrchtAelTerdea  Planeten  in  der  Kreis-Hypothefe 
gleich  «groGs  voraosfetzen  müflen,  das  Verhältuils  der 

ClarUas  vifa  teyn,   h  —  ^^  , 

s^    r* 

Nach  diefer  Formel  haben  wir  das  VerhSltnifs  der 
fcbeinenden  Helligkeit  berechnet.  Den  i  Jan.  war 
fiezr:'ifOoo»  den  n  Febr.  ZZ  0*62$.  Unfere  klei- 
ne £phtmeride  gibt  denmach  zu  erkennen «  däCs  wir 
difCelbe  Helligkeit,  wie  am  ii  Februar,  erft  gegen  den 
10  December  zu  erwarten  habe«  ;  dab  aber  zu  Ende 
dieCes ,  und  zu  Anfang  künftigen  Jahres  diefe  Heilig* 
keit  noch  lange  nicht  jener  bey kommen  wird ,  mit 
welcher  diefee  Oeftirn  zu  Anfang  feiner  Entdeckung 
l^gUnzt  hat;  welche  erft  gegen  Ende  des lannar  x8o2 
wieder  ganz  einCreten  wird,  - 


GiOM- 


0ooa8fanfe}unr  Stand,  der  C&res  Ft rdina ni e q  vom 


.i              1                 ■         ,   ■ 

1    .              1  Gt'o-  1                [  Afa-   i             1 

VcrhRlt- 

Geocen- 

trifche 

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A^iu 

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Etitfermms 
VOR  di^r  Eide 

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.  ;••    .  . 

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5    5    4 

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155  58 

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19  55 

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0.429 

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5    7    2 

•  8  22 

161  59 

16  43 

19  39 

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0,451 

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5     8  55 

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0,450653 

0,47^, 

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165  47 

15  58 

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3' 12  24 

9  56 

Ißt  32 

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18  51 
18  34 

Ol  41+905 

0.537 

iDdc. 

5  13  57 

15  28 

0,421706 

0,569 

7    - 

5   15   22 

10  i3 

170  41 

15     9 

18  lÖ 

O.39900S 

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13    - 

5  l6  38 

10  51 

112    4 

15  15 

17  58 

Q  3S4Sa3 

0.647 

19    - 

5  17  44 

11  ii 

»73  17 

15  16 

17  40 

0,3704  t  I 

0,693 

as    — 

S  J&19 

u  52 

174  ai 

IS  23 

17  20 

0,355698 

0,74t 

31    - 

5  19  21 

12  24. 

175  H 

15  3Ö 

17    0 

0,34<^855 

0,794 

Vom  19  bis  25  Novbr.  wird  dev  Planet.  Cebrvnaha 
bey  dem  Stern  Qsi  ßebeoi  zwifcheii  dem  25  und  31 
Decbr.  wird  er  jQcb  iü  der  Nähe  des  lehr  kenntlichen 
Sterns  p  fi  befinden  •  und  überhanpt  vom  x  Novbr. 
bis  31  December  fich  im  Parallel  obiger  Sterne,  nnd 
•y*   and  7*(n.  aufhalten. 

Dr.  JBz/r<?A^r£2^^s«lliptirche  Elemente  geben  ganz 
genau  diefelben  Pqfitionen  für  die  geoc^  Breite;  aber  . 
die  geoc,  Längen  geben  fie  von  2  bis  |  Grad  groß  fr 
ttn.  Man  wird  demnach  belTer  than»  und  viel  ficbOf' 
rer  zu  Werke  gehesi »  wenn  man  fich  genau  an  daf 
Bretter-parallel,  und  nichtan  das  des  AequatorshäU^ 
da  unfere  Infirumente  meifiens  nur  auf  dlefe  letztea 
eingerichtet  find.  Denn ,  wenn  ^ir  eines  IrrtfauAt 
ioder  eine  Ungewirsheit  von  2  Graden  in  der  geocctt^ 
trifchen  Länge  voransfetzen ;  fo  wird  diefe  die  be- 
rechnete Ahioeichung  (ehr  .ftark  aFfidreo  ;  z»  B.  den 
X  Novte;  wit^  Üe  c^  Abweich«kig4uv^*.:xx'.  verUi) 
i-.".^y  li  l  Ldern 


58+ 

---, —      ..."   .1  — PPPP"ififM— r 

INHALT. 


M0 

iSJV.  B«Kcbre^bnn|S  TOA  ktifchemir*    Voo  Df;  /,  K  Hm-    * 
mc^  in  Gotha.  4gt 

XLVI«  RevifiöKi  de«  iieiieft^,  Kama  von  Jw   «S^Au^^iiE» 
I  Cäria  ginirtdedu  iheätre*  de  ia  gJUerr^  en  halte*  Pu 

'  Bä^t^r  ftjÜbe,     aeoM  lürndfön.    (ForiL  muai  Ocüm; 
Hefts,  332  >  ;  5lJ 

XLyiL  Ueber  di«  geogr.  Lli^o  Toa  Rorm»,  Yoa  B-«  i» 
P.  Triesn^r.      .  .  524 

XL VIII*  Beobachtaagen  snr  Beflunnaag  der  I^loga  der 
Sudt  Kahira  ia  Aegypteiu  Voa  CL  .AS^baJb*  •■yl^Ht 
und  btreekoet.  ^ 

S9LIX^  Geograph.  BeftitaiiiaBgen  am  JMS^nfaf-llAeui.  Aai 
4^  Sdireibea  des  k«  Prenli.^  pbarlUa  uad  -Gecraral^aaiw 
tierm.  t^,  Lscotf.    JPotsdam  d>  2?  Sej^l»   igoi.  54} 

L>  Ueber  di«  Stornwaite  ia  Zjfntbärg,  .  Aaa  e»  Sciiteibeii 
Ana  Lambei'g  in  Galiziea  dk  11$  Sepc  igöi»  —  N«bft 
ZaKtsen  d.  Heraaig.  i  Geber  die  JJmherger  ttonwu* 
fi  über  d.  trigonoinetr.  Aufnahme  von  GaUüen  o» 
JjodoTMrien  und  die  darauf  gegrändeto  Karte  didbr 
Lindfr»  tt.  Ab.  die  geogr.  Beßitam.  r.  Lsrnberg^  ifl 

tl*  Fortget  NaehfichteA  überd.  längfi  vermatheieB  imuäi 
Haxpft  -  Statuten  unferes  Sonnen  *-  Syfiema,  (^  Zum  Oo- 
tober  -  Heft  S.  372)  55« 

LQ.  Übec  den  -Vorübergatag  ^  Moadea  dan^d.  PIe|adaih   $S> 


Berichtigung^ 

2u  Antang  .iSex  365  Seite  iH  folgende»  An  AnBiag  düf  er^ 
iUti  ;2eiie  atttgtkfloat  Er  ktek  defswagen  iih  •äqtkf^^nA' 


MN^  lir.4 


I  mtfmmmmmmmim 


^'  JJtfO*fATLtCHß 

CO K R E S P  O N D E N Z 

[/  ?Ü^,BEfÖRDERÜNO 

ERD-  UND  HIMMELS-KUNDK  , 


DECEMSERy   tSoi. 

'.  '■" 

•  ■•  . 

LIIL 

Befchreibüng  .voft  N^tpäl, 

Von 
D.  /.  F.  BtmUike  in  Gotha» 


X^cm  Verrprecheo  gemäb ,  welches  wir  im  Octöb* 
fleft  der  M.  C.  S.  344  gegeben  haben,  theilen  ^\t 
imfern  Lefern  hier  die  Befchreibang  eines  noch  we^ 
nig  bekannten  Landes  des  lädlichen  Afieiis  mit.  Did 
|Iaaptquelle^  aus  der  wir  Tchöpfen,  find  die  Nach« 
richten,  welche  det  P.  Gii/feppe,  Teit  1769  Italieoi- 
leher  Präfect  der  kathoL  Miffion  in  Mpdl,  lA  di^m 
Lande  geüamm^lr,  nnddi,eJb/tii^Ä(7>*e,  Mitglied  der  kön« 
Gefelirchaft  der  WilT.  2u  CSalcatta»  redigirt  hat.  Sic 
machen  einen  Theil  der  Müanges  hißoriques  ttßa* 
jUbii.  CöiT.  IV  B,  iQoU  K  k  '  ti[ti\ 


586      MonaÜ.  Coyfefp.,iSou    DECEMKER. 

tißiques  für  Vlndoßm^ita^ ,  wddife'Tön^T;  Qaßirä  an! 
dem  ^EDglifchen  überfetz^  und  7.  B,  BouchefeicheB 
Franzöf.  Überfetzung  von  J.  HerfhelL^s  Befchreibang 
von  Indoftan  angehängt  find.  Wir  verbinden  damit 
die  einzelnen  Data , .  >^e}cl^  th^L»  Z^em/^r  im  Jaht 
1652  während  leines  ÄalTenthalts  in  Patria  von  den 
^rayanen  erfalireii  hat ,  die  vpi^  ;dif  ff  r  ^rQ^^tSs^ 
Bengali  fchenHandelsfladt  aua  über  Gooracpmir  durch 
' Nipäl  nzichBüt'dti  und  Tihet  giügen  ;"ttieH8  in  51  Tut» 
fier'e  GeEandfchaFtsreire  ail  den  Hof  dea  Teflioo  La- 
ma vorkommen.         •  -  .'-  /      .       '7  "; 

Namin^  Lage,  Gröfs^  unä^^Tänzen, 

Die  Namen  des  Landes,  von  welchem  hier  ge^ 
redet  wird»  weichen  nicht  wefentUch  von  einander 
ab;  denn  ihre  Verfchiedenheit  beruht  blofs  auF  der 
Anafprache.  Sie  heiraen:  Nap^l,  JV(ipmtl,  JVepäl, 
JSf^paul^  Nipalt  Njipäl  und  NcdkphL'  '  I>ef  "Umfang 
und  die  Gränzen  deflelben  lalTen  fich  nicht  ganz  ge- 
nau angebeq;  nach.  IiennelV%  K^rte  yoi^  Indoftan  zu 
nrtheilen  liegt  es  unter  qem  2S  und  29  Grade  nörd- 
lieber  Br,  und  dem  S59  86  und  87  Grade  öftl.  Länge 
von  Greenwich,  oder  dem  103,  164,  105  Grade  öffl. 
Von  Ferro.  Um  vx>n  Patiia  aus  dahin  zu  gelangen» 
braucht  man  nach  Giiifeppe^s  Angabe  10  bis  n  Tage- 
teifen ;  der  gewöhnliche  Weg  geht  durch  die  -König«' 
reiche  Makwmipour^  Maquampour  oder  Moöaumpouft 
die  MiCQonarien  und  manche  ändere  Reifende  gehen 
über  BettHa  oder  Bettyah.  Bis  au^F  vier  Tagereifea 
von  Nipäl  ift  der  Weg  bequem  und  ftihrt  durch  Ebe» 
neu,  dann; über  Gebirge,  wo  er  enge,  befchwerlich 
und  felbft  gefährlich  wird.     Diefe  Gegend  ift  snt«( 


jiem  Namen  T^riatd  bekannt.  ,;  Vps  ^^ex  IVIitte  März 
^18.  Mitte  November  ift  die  dafigcnLuft  iehr-aiiget 
fand;  wer  iu  die fer.  Zeit  die  G^birrg^g^gend  dnrchr 
reUl)  wird  von  einer  Krankheit^l^^fallGQ,  ;di6  m«a 
^ui  nennt;  ein  Faul&ebcr ,  welqtifs  faß  allemahl dei^ 
yp,i  zur  Folge  bau  JMq  ebenep  Qeg^ndeu  ßnd  fray 
mm  dicfem  fchrocklicben  Übel.  Wenn  man* dep:  Gp^ 
JlirgB weg ,  auf  w^lohem  man  mjehn  ala  Funfugmahl 
ijil^ef  einen  Flafs  fetzen  mab,  zurückgelegt  und  dea 
letzten  Tbeil  des  Gebirges  erreicht  hat»  fo  bietet  fi(^|i 
f^me  fehr  angenehme  Ausßcht  dar.  .  ^^ipäl  ^rrch^ii^fi 
dann  als  ein  n|[^erme(sliches  Amphitheater.,  we)Ghe8.«nt) 
geßihr  200  £ngl.  Meilen  im  IJ^ifapg^  hat»  .uqd  mi(^ 
grpCsep  und  Kleinen  ilark  bcvölker^Q  Studien  üb^tA 
^ckt.Ift»  Diefß  Ebene  iß  etwas  unregelm^sig..-uoi| 
vqn  Gebirgen  omfchloiTen.  ...  ,:,„j,      .         »     .S; 

.;;,.  Den  reiben  Weg,,  welchen  wir  cj)eii  xiac^}  Gwfep^ 
pfß  Angabb  bercbueben ,  fcheiuea.^|ich.  die  Mi/üpMH 
r^en  genommen,  zu  haben  »  deren  Ae^fe  Gcorgi.jifi]^ 
ijphabet,  Xhibet.  berchreibt.  .D^cfe^gingen  nän^licbr 
gerade  nordwärts  .üb(^  J^^rriAu^z,  den  letzten  Grünzs 
9rt.Tpn  Indoßan»  nach^i7/2a727f/E»  einem  QorjEe  10 1^^«^ 
vr.^npour«  Auf  einer. Strecke  von  ^S  Italien.  M/eilea^ 
li^mcu  fic  durc|i  efaen .  einzigejfi  u^ifntcrbroviienftfis 
\y^ld  ,  der,  wie,  iie  n^achher  hörten.»  voB^WeAfH^ 
^^h  Ofien  iQo.lJt^eilen  lang  fich  fortziehen.  folU)  ^119^ 
jpait  uuzäbligen  £lephanten  t  RhinoceroHen ,  Tige^bC 
^üfTeln  und  and  cm,. Thieren  ^gefüllt  war.,  welch% 
man  die  Nacht  über  kaum  durch  Wachtfeuer,  Ttßjpf^ 
iQ^ln«  Gefchrey  uftd  (anderes  A^rkes  QeräufdiK.  «ent«' 
fernt  halten  ko^tnt^^    ..  ..      ;^  ,  .. 

Kka  '       '  Der 


'gSB      Vlmän,'tomjp^  tgüK ' McEiWB ER. 

■.i.  »*D*r  .Weg  dei*  Caravanenr,  Welchün  Täveniierht' 
fcbireibt,  weicht  fäbir  iji^eit  "weftlieh  vou  dem  aDgefühiw 
tta'^ab^;  er  dkderte  daher  auch  weit  lUoger.  Sic  bra«> 
%eti  mit  Ausgang  des  December  von  Fatna  auFond 

'  #rr^ikhtrii  =ar^  ^  ^-it^'  Gooracpoitr  ^  wo  fich  da«  Ge- 
Btei  Äes  gr.  Moguls  'txxf  dicfer  iieitc  endigt.  Von  hier 
blB'at)  das  höh^  Gebirge  hät'inciaa  S  bis  9  Tage  eine 
{ehr'hefchweriicHe  Reife,  indem  dtis  Land  mit  Wäl«- 
äefti  bedeckt  ift ,  die  voll  vrilder  Elephanten  find. 
Mnitiitt  dafs  die  Kanfiente  des  Ndchfs  tüfaen «  mdlT^n 
Ats-HKielnfehr  Wachehalten,  nnd'eiBett'Schnfs  näcÄ 
dMl 'andern  tEtin  ,' nm  fich  die  für'chtetlichen  Thiere 
Totti  Leibe  abzuhalten.  Weil  der  Elephaut  im  Ge» 
hbti  iAi6ht  deh  gerhigfien  Lärm  ver^Vracht :'  fo  kommt 
er '«den  Caravanen  nnverfehens  über  den  Hals;  er 
thnt  zwar  keinem  Menfchen  weiter  das  geringfte  Leid", 
nimmt  aber  alfe  Lebenstnittcl ,  di«  er  Rndet ,  mit  fich 

^  foi^t^-befonders  die  Reis-  und  Mehlfacke  ,  and  did 
B^testopfe,  wcmih  man  «fich  aliehiahl  reichlich  ver« 
Ärgt.  *—  FünF  bis  6  Meilen  von'  Gooracponr  nimmt 
dä^  Gebiet  des  Rttja  Nnpäl  feinen  Anfang  und  er-^ 
Areckt  fich  bis  an  das  Königreich  Bittait^  Der  Rajs 
ift^^in  Vafall  des  gr.  Mogoh  und  hat  feinen  Sitz  in  der 
Stadt  i^päl.  Sein  ganzes  Land* beßeht  aas  Waldun- 
ge»  und  Gebirgen.  Diefer  Befclireibung  zu  Folge  er- 
^ckie  fleh  alfo  damahls  A7/;3/-auf  der  Weftfeite  von 
Mühvanpottr  bis  an  die  nördl.  Gränzen  von  Indoßan 
Kerab»  und  war  nur  wenige  Meilen  von  Gooracpotar 
«Ätferht.  ' 

•^''  Gegen  Norden-und  NordoClen  gränzt  NipM  tn 
Tibet  ;  öfilich  an  Butan  ^  wovon  e»  durch  das  Gebiet 
des  Raja  von  Segwin  oder  Seccum  getrennt  iß; 
'-'^''  ■       ;-  gegeo 


LUh:Weßfireibtmg  vgn.fJi^      •  589 

I  gegen  Sfl4en  wird  est-OD  ßaharinni^  Qude  AnrcJbidxß 
Länder,  der  Ciratas  Amd^  darch<li(^  i$^(!^igraiche  2IrAz/^ 
Makwanpaur  und  BettHa  getTen.9|";  iBwifcben-^m 
(«aoide  dei-  Cirqtas  uf^A  Coch  ^Biftär  oder  Coos-ßeyit^ 
hur  liegen  einige.  Ktoigreiche  '}^\^gs,^^  nördlicheir 
GräDze  von  fndojlan , ,  und  fondern.^ieles  Land  VQm 
fiidliohen  Bulmi  ab^  :  JD^s  Land«  der  «CVra^oj^  fohe^ 
aber  alleiu  ,  uud  zwar  füdöIUicb.  .iVi()9«^*4  G/änzen  ;im% 
berühreD.  Die  weßlichen  GränzQn  find  wenig  be- 
kannt;,  man  weifis  blofa  fo  viel»  flab  auf  dieFer  Seiten 
von  Nipal  24  kleipe  Königreielie  Jiegen>  von  denfsu 
Xamjfi  zuiiächll  an  Gorcha^  t\ntn,  TheU.von  Nifäl^ 

Kintkeilung.n 

Ob  A^/);^Z  In  altern  Zeiten  uux  einen  ^nzigenBrr 
herrfcher  gehabt  habe«  läfst  (ich  nicht  beftimmen ,  da 
die  frühere  Gefchichte  deffelben  zu  wenig  bekannt 
iß,  .TaDermer  is^ennt  ?sWar  den  J^jfa^.I^äl^  -^  fei* 
nen  Sitz  in  der.Stadt  Nupäl  hatte»  einen  ValaUen  d0% 
groben  Mogolt.  Diefe  Abh^gigkeit  Icaheint  aberlic|i« 
nur  auf  den  Theji  von  Nipäl  zH,hezi.ebe9:»  welcher 
füdlich  von  den  NipaLxfGebirgen  ii^ 'der. Gegend  voki* 
Gooraepour  mit  Lidoßan  zufammengriteizt.  Über  di^. 
fe  hohen  Gebirge  inö^n.  wol  die  Inflpfiani£chen  Kait 
fer  ihre  Herrfchaft  nie: aasgedehn^ haben.  Vordem. 
Jahre  17691  in '^^elcbem  der  F.  (S^/^p/^e  diefes  I«aiMlr 
betrat ,  war  es  in  dx?y.lV^bh$ngig€i^önig.veiGhe;  Oi^V< 
hmdndu,  Lilit  -  J^aUan  und  JS'/t^^^an  getheilt »  ab^i:. 
n^ch  einem  vierjährigem  Kriege»  der  im  iL  l^6^ffi^' 
endigt  wurde , .  un4'^}W0von  wiir  weker  pniteli  dif# 
Hanptdata  anfuhren. iWoUen;,  unterwarf  ficb^diefelr? 
bendergraufam^.iWj»  ▼OP  Oore*bi^^W^iSl9fAtp,^rj^r:i 

K  k  3  Jmmi- 


590       MonaÄ'^torrefp,  iSoh  HEtEMBER. 

kwindray/lHf  b^piScbtigte  fich^i^raaF  auch  det  LaOi^^ 
flea  der  Giratar  fi'oi  aller  Köi/igte^  che  bis  an  dieGräki'^ 
^n  von  Coe'h'Btkäf  hiii«  Ihm- folgte  Tein  filteßer 
Söhn  PratapShikih  6et  Kf>i»i^riit)g ,  nnd  nach  deffear 
Tode ,  ^er  zwiy^Jbitafe  darauf  erfolgtiö, -wurde  Bahi» 
dar  SSk^  einer» XeJBer  Btüider,  der  bis  dahin  beyfei-* 
mra  Vater^b'rhder  jD^/r/?<rr/;f^  S^hlbBet^Ha  gelebt  hat* 
te  i  auf  den  ThrUia  -b^erufen. 

-  •*  Bcy  feiner  Thron bfefteiganfr  wurde  viel  Men- 
fehenblut  vergöITen ,  indem  die  Wittwe  des  K.  Pra* 
äSp  Sink  für  ihreii  Sohn  Anrprti^hd  auf  die  Regie-* 
irungsfol^e^iB^achie)  -^lle  iVeiche  fMtn'iNlpäl  üandeä 
alfo  in  den  ueueHen  Zeiten  unter  dem  Könige  jvon 
Gorc'ha ,   welches  Läüd  Vdr  dem "  Kriege  ein  Lehen 

- /  r^^^WKS^^.^^^^^  r^^^'Jf^*    ■ 

'^  Nicht  blofe  g^en  Tibet  und  Sittari^  auf  der  Nord- 
end No'rdoßceite/  and  lüdw^t'H  f^^en  31akwanpaur 
lAfid  /fi^i^r^^nd'höhe  Alpeigeliirgi,  föndern  eszie«. 
lien  fich  auch  tisehrere  Bergreihen  in  verfchiedenen 
Bichtnnjgen' Mht«h'das  Innere-von  JMpäl,  und  bilden 
ffiifser  dem  dbcrn' befchriebenen  Hauptrhale  mehrere 
gfoiae^Seitentbäler,'  deren  Umfang  und  Geftalt  nnbe. 
kannr  ift,  me  VcAtf  N6rdweft'^g6gen  Sädoft  auf  den 
Gt&nzeii  vön'^&^^-OBd  Vi/v/^a/Zhinabzieh^nden  Schnee- 
geWr^e  marh«n  einciti  Theil'des  .i^^'  oder  devITtm- 
TüäMi^  MtT^'liiftiiflo^ä'G^h\r^'''kusi  im  Norden 
▼t^ö  :  Cät'timändH-  I  i^^  J  die  ■  SimH  -  Gebirge.  Auf 
deuCelhe^  find  öra^möker  verrchiedeüer  Tibetanifcher 
Wtai3i-p«d  al]HÄW#r-Tlbet*T&fe«o<^tf  vornehmem  Ge- 
TcHlechf^J^iDieF^m^lefer  Grabmfiler  ift  von  verfchic* 
^v  V  .  \  -    ■  ,1  dencr 


itkkr  Art.    ZWey^er  drey  e#faebim  fich  ab  Fyrami^ 
^M>' die  aus  w6itcrr£titFemtio^  ficlitbar  und  mitriian- 
dierley  ZlerratheD  gefchttiückt  fiiQd.    Nahe  bej  den« 
Mben  find  mebreve  Grabdefitia'  nit^  vielen  Characte  • 
Tens  .  wodnrcb  wahrfcheinUch  diejenigen  Perronen,. 
deren   Afche  hier  ruht,   beteicknet  liiidv    Die  Nipa^ 
lefer  halten  das  Slmln »Gebirge  für  heilig,  und  glan^ 
bön  ,  68  werde  dnrch  ihre  Götzenbilder  btffcbützt. 
Sie  haben  ao6  diefem  Grunde  niemahls  daran  gedacht  9 
auf  demleiben  Trappen  zur  Vertbeidignng  aafztifteK* 
len ,  ob  ee  'gleich  Soften  von  grofser  Wichtigkeit  dar- 
bietet.    BloFs  in  dem  Kriego-zwifchen  PrWhwkidrd* 
fdn  tindG0m;c;r^jrax  retteten 'fich  die  Trappen  des  er« 
Aen  anf  diefea  Gebilde  und  warfen  ^n  ihrer  Verthei* 
digung  einige  Verfchanzungen  au£\  Beyxb  Anfwerfea^ 
der  Gräben  fand  man  in  der  Nähe  der  Grabmäler  vie- 
le Goldßüqke;   denn  die  vornehmen  Tibetaner  wer» 
den  immer, mit  einer  beträchtlichen  Anzahl  derfelben 
zur  Etde  beOattet.     S.  Giufeppe  gii^  nach  dem  Kri^ 
ge  auf  diefes  Gebirge,  um  dlf  Grabmonuraeute,  woi 
von  er  ans  eine  BefchreibungertheiU»  felbftin  Au'? 
genfchein  zu  nehmen.^ 

,  Eine  Menge  VlüSß  durcbßr&men  N^äl  von  Norf 
den  nach  Süden  ;.  aber  nur  wenige  find  dem  Namen 
nach  bekannt»  niafd  erft  dann,  v^nn  fie  den  IndoAa« 
nifcb^n  Boden  bembren.  Bfirqik,  d^aslnper.e  v4^  M^^ 
pät  lind  Makiüaupour  ßrömteinFlnfs  in  vielen.Krflmr 
mongen,  anfangs  kx^  einer  Bichtung  nach  Süden, 
dann  rüdoftwärt^jclf^i  Qanges)fXk*^:WELdtißxg\eiBi  fich  in 
denfelben.nnterhalb:Afi79g^^;  lein  Jifanie  iO;  Bogr^^nUf^ 
tf.  Ein  anderer  »f  mit  welchem-fidi'^aUe  wefiL  FlülTa 
rwix.JSväl  y^WMgen,,    und  4»^FlntmSfgl0Oi  ä^. 

Kk4  nut 


,9Q        moHatltorrefp.  iSoi.  DECS^^    > 

iwindrayin,   bfe^nSthtifjte  fich  hierauf  «^   ^g, 
lea  der  Giratar  fin6  alleTKöi/igre'chebia|,  ^ 
;«n  von  Coch  -  Bihäf^  hin.     Ihm  folg.^  ^  ^ 
>Obn  Pru^/Jjt;  S/wÄ  iö  der  Begieriiogii  ^  ^  % 
Tode,   der  zwfcy Jähi^c  darauf  erf<A  %^\,\     % 
iÄr  S*i%,  einer ^  f^ner  Brüder,  #  '^  %■%  ^  % 
i^mVaiershruAet  DebNerde,tS{^    ^   '^•^  ;|^   ^    ' 
«>  auf  den  Thrbo  berufcD.    4   fr     J^'- ^  "^ 


■    Bcy    feiner  Throribeiy|:  ^^    %r^    %%X 
fchenblut  vergöffen ,  i«dr<  |  |i   "?>"    ttf  r  % 
?<J/7  5i//Ä  für'ihreu   SoJ^^  |  f  ^       "^  %\ 
rungöfolj^e  iBÄ€h*e; -A^i  I  %  ^%^     ^g'  S   ^ 
lifo  in  den  ueueßefjj  |  j  ^  1"  "^      ^ 
Gorc'W.   welches  /|f  f.  |  ^     '  1 

rtaLilU.tawnjil  |;  |  ^  '  -i^ 

?  yiot/r  ^  "^^ßi^        ^ 

-    NlehtJ'  ^"'-  ^    ^^ 

B»d  «flW''  uaffenheit,  Größe  und  A^  ^f^^^  1^ 

Md  '^^  wie  nach  der  Bauart  der  öffi^^-^^^^  ^ 

äffini^JSr       ^  änd  infonderhelt  der  Teippe]     "    .^^^^"^ 

MA/    ^«bührl;  den  NtpaLefem  unter  deu  »  u  ^^  -<^^      ^ 

lüM  ^/iüBm  Aäena  nicht  der  letzte  Aan».      «r  '  ^^^  ^^-€^ 

p^jgftt  fich  aof  dem  Zußdnde  der  mecbanif^i^        ^^    ^^^ 

^iiii  novoriheilhafter  Schlafs  auf  ihr^  j^y^^.     .     "     ^  ^  ^  -* 

Äin^machtill.    Sie  würden  ^*^*"^ahrrcheifr^^^-^^^^ 

gröfscre  Fortfcbritte  gemacht  haben,   i^^^^  ^^^ 

wie  es  fcheittt .'  ihr  Land  darch'  innere  Ün     ,    .^^^  t^^^ ' 

Kriege  Ternittet  und  ihre  Ruhe  geftört  wo J[^  ^^^^^ 

\Vcn*»  die  Angaben  des  P,  Giujt^ii^  »m^t^^i'»^ ^^^ 

fowar  NvpaX  loi  einem  viel  blühendem  ^ZqQi  tläm^^m^  ^ 

ilj;«*-  W»  Tboil  von  Jndofian,    Alle  SiMi^  f^     * 


59»     XanatU,  Qm$Jf.  tSoh  DECESt^EH 

mit  dem  O^ger  Ikh*  varmircht,  baibt  Gun^iü/k.  Dei 
Cofa  o4er  OTo/y.ift  der  ^5bte  vo9  allen;  er  kommt 
aas  den  •  füdwärts  yoo  der.  Stadt  4ri4fong  gele^seneb 
libetan.  Alpen •■  d^rcbdringt  das  ^m^ia/eA»  Gebirge, 
ninimt  während  feinem  Uiiifes  rdn.  Nordweft  ge|;en 
Sfldoft  mehrere  klexitere  A7;>aj.  FliÜTe  aof ,  geht  in 
einiger  Entfernung.  "Ton  ^i7irr;;our  öftUch  and  Pur* 
Iteah  welU«  vorbej,  und  ergiebt  fichin  den  Ganges^ 
lo  paralleler  Richtung  mit  diefem  flieht  der  Yo  Saik 
poo  und  berührt  da»  wo  er  aua  dem  Hlmmaleh^Gthit'i 
ge  heraustritt,  die  öiUicbi^en  Grinzen  ron  Nipal^ 
flieCst  in  lüdößL  Richtung  durch  Butan ^  und  eilt, 
nachdem  er  üch  durch  die  breiten  Schneegebira:e  auf 
der  Grenze  von  Basalen  einen  Weg  gebaluit  hat »  ge- 
T^de  füdwäxts  ebea&lia  dem  Gattes  zu 

jLimvahrier;    Kwi/lfertigkei^  und  JBßiU«'^ 
derjelhen^ 

Nach  der  BefchalFenbeit ,  Gröfse  und  Anzahl  ih- 
rer Städte,  Ib  wie  nach  der  Bauart  der  öfiFentlicbeo 
Gebäude ,  und  inCotodethelt  der  Tempel  zu  urthei- 
]en  ,  gebührt  den  Nipälefem  unter  den  gebildetem 
^Völkern  Aßens  nicht  der  letzte  Rang.  WenigHeD« 
läfst  fich  aus  dem  Znftabde  der  mecbanifchen  Künfte 
kein  unvortheilhafter  Schlufs  auf  ihre  übrige  Ausbil- 
dung' machet).  Sie  vi^ürdisn  dsrin  wahrfcheinlich  noch 
gröfsere  Fortfcbritte  gemacht  habeü»  wenn  nrcht, 
wie  es  fcheint ,  ihr  Land  durch-  innere  Unruhen  uod 
Kriege  zerrüttet  utid*  ihre  Ruhe  geß&rt  worden  wäre. 
Wenti  die  Angabeä  des  P.  Giufeppe  gegründet  fin^r 
lo  war  Nipcd  ib-«inrem  viel  blühenden!  Zu ßande,  als 
flj«*  W»  Theii  vOö  i//io/?aii,  AHeStSdte,  fowol 
■  '  i  ,u  -  '  die 


\'\ *  JLIU:  Befchveibung  von  ISipäL  ^  593 

die  gtöG^era  als  kleinen,  find  gut  gebaut,  ihre  Häa? 
br  aoa^.gebranotan  Steinen  aufgeführt ,  ond^drey  bis 
vier  Stockwerke  hoch;  Thüren  aud  Feolier  reg^lmä^ 
jsig  und  felbft  mit  Eleganz  angelegt«  und  .die  Straj 
Isen  darfihaaa,  theils  mit  gebrannten«  th^ila  mit  an* 
0c^ru  $tein«n,gepf lauert  9  un4  dem  WalDer  iß  der  gehöv 
rige  Abz^  vjerGchafft.  Faß  inailen  Strafsen  der  Haupt^ 
^ädte  erbljLcI^man  Brunnen  and  Fontaineii  mitge* 
liauenen Steinen  eingefafst,  undCandle«  die  das  Wat 
Ter  napt&.allen  Orten  hi^leiten,  wo  es  nothwendigilL 
lede  Stadn  hajt.ihrp  Farandas  oder  Caravqnferais ^  Po» 
li  genannt»  die  gut  und  ins  Quadrat  gebaut  find;  auch 
»uberhalb  der  Städte  findet  man  folche«  Co  wie  gogra- 
bene  Brunnen ,  in  mejirereu  Gegenden.  Bey  einer 
jeden  groben  Stadt  find. geräumige,  viereckige,  mit 
gebrannte!)  .  Steinen  ausgemanerte  WalTerbehältniire 
angelegt «  in  welche  z«ir  Bequenalichkeit  der  Baden- 
den Stufen  hinabführen.  Das  fchöufie  und  gröbte  ift 
bey  Cal'hniwidü  ;  jede  Seite  deflelbexi  iü  gegen  2oq 
Fnfs  lang.      . 

Pie  Anzahl  der  Tempel  in  den  Nipalefifchen  Städ- 
ten ift  verhältnibmäbig  gröfser  ,  als  in.  den  bevöl- 
kertH^Q  ßtädten  von  Europa;  auch  in  den  befeßigten 
Schlaffem  find  Tempel.  Es  gibt  einige  derfelben,  an 
ivelchen  man  alle  Pracht  der  Indif^hen'  ArdiUectur 
bewundert  9  und  die  unermebliche  Summen  gekoftet 
baben:  fie  haben  vier  bis  fünf  Cuppelp  ( coupolea 
qoarrees),  von  denen  manche,,  fo  wie. die  Thüren 
und  Fenfter^  Verzierungen  aus  vergoldetem  Kupfer 
baben.  Per  Tempel  des  JBaghero  in  LeUt:'  F^tan  iß 
Cehr  reifib  mit,  Gold  ,  Silber  und  Edelgefteinen  ver- 
^rt;  Vm  Tie^e  von  df njkl^ineq  Teinpe;(a,  läuft  von 
. .     .  j  K  k  5  Äuben 


594         MantM.- Correfp.  igüL.   t)ECEMBEIL 

zutsen  eine  Treppe  hernin,  die  abisr  nur  Yo  breit  ift) 
.  äa&*eitt)ePetroD  aaFemmafilfaixtaaffieigen  kann.  Die* 
fe  kleinen' Tempel  find  entweder  Tiensddfi  odet acht- 
eckig rfieCeflefaen 'aus  2  bis  3  Stockwerken,'  welche 
äinf  Säcilen  ruhen ,   die  ztim  Theil  anspölirtent  Mar« 
kDor  beßehen ;    alle  VerzieruDgen  in  deiifelben  find 
Vergoldet  and  nach  dem  GeFcAmack  des  Liaiicles  fchön 
gearbeitet.     Die  meiden  Tempel  haben  ih  der  Mitte 
der  vier  Carrees,   in  die  fie  getheilt  fiiid,*  eine  groGie 
AeiDeiiae  Treppe»  an  deren  Ende  aaf  jeder  Sehe  eise 
Keihe  Tierlich  gearbeiteter    Steine   befiiiHBck  '  find. 
I^^ht  blofs  anfserhalb  an  den  Tempeln  hSngen  gro» 
ijfi>  Glocken  9  die  während  dem  Gebet  und  bey  andern 
feierlichen  Gelegenheiten  gelegen  werden,  Tondieni 
.  anch  im  Innern  der  meiften  Cnppeln   ßxtd  mehrere 
Glöckchen,   ungefähr  einen  Fitfs  weit  Tod  einander» 
an  Sehnaren  (Seilen)  befefiigt ,  welche;  wenn  fie 
vom  Winde  bewegt  werden ,  ein  ftarke^  Geläute  ma^ 
eben.    'Auch  in  den  Vörhöfeu  der  Tempel  findet  fich 
viele  Pracht;   in  einigen  find  Säulen  vo^i  20 'bis  30 
Fufs  Höhe,  aus  einem  einzigen  Stücke,  auf  welchen 
prächtig  vergoldete  Götzenbilder  liehen.  -  Gwjuppe 
tah  den  Vorhof  des  fchönen  Tempels  im  Schlofle  J^/xn* 
ga  mitblätilrchen  Marmorplaiten- ausgelegtf  usd  mit 
küuftlfcben  Blnmen  ans  Bronze  verziert.      > 

hx  dem  königl/  Garten  zu  CaChindiiäd  befindet 
fich  ein  Kunfiwerk  von  befonderer  Art.  Mitten  in 
einer  gtofsen  Fontaine  erblickt  man  das  Idol  des  i^^ 
Tay  an.  Es  hat  eine  Krone  auf  dem  Haupte -{"imd  lieg  V 
wie  eine'  fchlafende  Perfon,  auf  einem  Hahebette, 
welches  auf  dem  Waflet  tu  rchwimmen^fcbeint»  Da$ 
Idol  und  dasjBett  find  veior-UanemH^lein»  und  von 
7    '^  -v  colof- 


•  '■  Ufif.   BefchreibMg  iöo» '  t^paU  ''- ' '' ♦"=         5*95 

CoföDTilKcher  Gr5f6e  ;  das  Ganze  liat  wenigfltm  20' 
Fttfo  ihr  a«¥ 'I^bge  ,  bey  einer  verhältiiifsinäfwgcir 
BreiM» -und  ift  felfrfctiött  gearbeitet,  ^'^      •* 

Es  gibt  zwey  religio fe  Sccteo  in  NlpäL  Dle-Be- 
keuÄer  d^ff-SlVeAcu  nennen  lieh  Baryeful;  Ret^üea 
Äch  alle  Kopfhaare  aus  i  "kleiden  fich  in  gfobes  wol- 
lenes-Z^g^ö»  rother  Farbe  »nd  tragen' eine  Sfützer 
von  derfelben  BefchalTenheit.  ^  Sie  find  wie  -hiti^  AVt 
Mönche  zo  betrachten ;  denn  ße  können  ßch  eben  fo 
wenig,  wie  die  Isumas  von  Tibet,  weher  fich  ihre 
Beligioki  fdiVMbt,  verhöirath^n*;  doch  nhtiftrvirerfen 
fich  hiolit  alle-  diefem  firengen  Gefetze.  Siel)ei>tzen 
weitläuftigö  X/^/?tfr  ,  woriü  ein  jeder  feifie^gene 
€)elle  bewoWnt,  und  feiern  regelmäfsig  ^gewiffe» Felle: 
Das  präthtigflö  derfelben  heilst  l^^Vr^' , -welches ^inen 
Monat,  auch,  wennes  der  König  wiinfcht,  iioeUr 
Ifing^r  dauert;  Die  Feierlichkeit  diefes  Felles  beAefit 
däfin  :  iaiif  einem  grofsen,  -reich  verzierende  ufad  mitr 
▼ergolderem  Kopfer  überlegten  Wagen  wird  ein  Idol» 
weichet  X\x  Lelit*  Pattaü  Untdr  dem  Naden  I^hera 
bekannt  ift ,  be^um  gefühtt.*  •  Der  König  nnd  die  vor- 
nehinften  BarySfus  xitn^eben  das  Idol,  nni^  die *£in*' 
wobner:  ziehen  dien  Wagen  durch  dier  St#ifafs«ll  ^r 
Stadt.  Ein  grofser  Theil  d«r  BegleituAg  ift-milFihufr* 
califch«n  Inftromenten  verfehen ,  womit  eish  entleuti^ 
eher  Xiärm  gemacht  wird.  '  •'  ^   ......:....  j   . 

Die  andere  Secte',  welche  viel  ansgdlireifeter  ift ». 

ift  die  der  Brahminen,    Ihre  Gebräuche  kommen^-mit 

denen  der   Ind^ßanifehmi -Brahminen  übei^etn  ;  nnr 

hdben  diefe  irerlchiedene  iMia&öm#d(iii^Aei^Gdiiräachö^ 

^.  -  ange- 


596.        Manaß.  Comjp.  'igoh  D£C£jllB£R. 

anj|:enpBimen  und  find  weniger  ßrengiitdor  Baobach- 
tung  ihiar  alten  Gebräucl^e«  In  Nipiil  h^cigegen  hit 
lieh  die  Religion  der  [Hindus  in .  ihrer  fpuixon  Reiii- 
heit  erhalten ,  welches  daher  rührt »  dab,  anber  et- 
wa einzelnen  Kaufleaten,  keine  Mahomedaner  dit- 
fesrL^nd  betreten. 

£in  jeder  Monatstag.  führt  den  l^amen-  eines  Hei* 
ligen  ^.  ttnd  man  feiert  fie  in  den  Ten^peli»:  durch  Ge* 
het^.  und  Opfer ,  welche  xon  dem  Gefetzo  vorgefdirie^ 
ben  $ad.  - . 

Handel    und    Münzen^ 

Bey.  dem  geringen  Handels- Vermehr ^  virelches 
Nipid.  mit  Tihet  und  Bengalen  unterhält »  welches 
auch  auiserdem  noch  in  den  letzten  30  Jahren  zwey» 
mahl  theils  durch  einen  Innern  Kriege,  theils  durch 
einen  Einfall  in  T/^eA  .unterbrochen  worden  »  find 
dip  den  Handel  betreffenden  Nachrichten  fehr  dürf- 
tig nud  unbefriedigend.  .  V.p.n  Patnm  und  Beiiares  ans 
gejien. Ca r^ Käuen  durch  iVZ/^^nach  Tibet  ^  und  füh* 
i^e-u  Epglifche  Wßaren  »  als  Tücher  von  gelber  und 
Scharlach f4  V be  ,  Sehnupft^backsdofen  ,  ^  Riechfläfch- 
ch^n  ,  Mcffer  y  Scbeeren,  Aogeoglafer  und  die  Pro» 
ducte  ßje«ga}ei^s  •  ueb(^  einigen  Gewürzen  ,  dahin«; 
Vou  diftO' Waareu ,  welche  von  daher  zurückgebracht 
W0rdeo\  erhält  NipU  Steiufalz,  Tinkal  (Borax) und 
&}ld(lanb;  üus  Nlfjal  gebt  dagegen  nach  Tibet;  .Geld, 
grobes  wollenes  Tuch»  Gu^zie,  iVeis  und  Kupfer. 
(  2Ärwof?Sv.426)i  - 

j.  ..In  .iVf^ai  wird  nur  ^ine  einzige  Silbermünze^tiüi 
zwar  voU  geringeat  Gehalt ,  gefchlageo ;  fie  heifst  h* 
dvmullc09  ibat  einen  Weith  .von.«ngefähc  i  Rupiei 

und 


nod  ^ifdf  ^o  wie  es  das  ßediirfuifs  erfordert;  in 
»Wey,  drey  bis  Tier  Theile  lerfchDitten.  Siö  curlirt 
aach  in  Tibets  nod  dlieiit  überhaupt  zur  Anfchaffaog 
aller  Lebeftsbedürfniffe;  bey  grofsen  HaDdeligefchü^ 
teo  abet  Verden  Gold*  und  SilberklampeD ,  Taree^ 
was  9  gebraucht  y  deren  Werth  von  der  Reiuheit  uud 
dem  fpecifil^hen  Gewichte  des  Metalls  abhängt  (^Tur- 
ner S.  416), 

Staatsveränderwigen  und  Kriege^ 

Kipal  ift  ein  fehr  altes  Reich ,  welches  bir in  die 
Doueften  Zeiten,  nebft  feiner  Sprache ^  ^och  feine Un- 
ftbhäügigkeit  erhalten  hkt,  aber  in  der  letzte  .'Hälfte 
des  achtzehnten  Jahrhunderts  durch  innere  niid'Hnbe* 
re  Kriege  zerrüttet  worden  ift.  Die  Data  /  firelcbb  ans 
der  VJGkifcppe  von  demjenigen  Kriege  roittfaaltvwel« 
e&en  PfiVhwmdrdydn^  König  von  Gorc*hai  der  bia 
dahin  ein  Vafall  des  Königs  von  Lelit  FptUOn.^xve'^ 
fen  war,  mit  diefem  und  den  unabhängigen  Königta 
Von  Cat^hmdndü  und  B^lutlgin  vom  Jahr  1765  bis  1769 
g^fübttliat,  find  folgende :  Nach  dem  Tode  ihres  Kö« 
Bfigs  hatten  die  Vornehmen  in  LSUt'PaUan  zu  ihrem 
Könige  einen  der  angefehenften  Nipaififer^  Qainpri* 
jas^  gewählt;  nach  Verlauf  einiger  Jähre  aber  ftie*^ 
Tsen  fie  ihn^  vom  Thron  und  übergaben  ihn  dem  Kö- 
Bige  von  B'hdtgdju  Auch  diefer  wnrde  bald  nachher 
gezwungen,  ihn  wieder  zu  verlallen.  Der  nächfto 
König  hirch' diefem  wnrde  von  den  unruhigen  Vor«* 
siehmen  ermordet  und  dem  Raja  von  Oorc*hi;PrU** 
hwhidrdydji ,  der  damahls  fchon  die  Waffen  ei^riffcn 
fcatte ,  die  Regierung  angeboten.  Pril'hwindrdydrt 
Übertrag  einem  feiner  Brüder,  DelamrdcitSdhi  daii 

Oouver- 


598      Monade  Cörrejp.  ^ßi.  DESEMBEIL 

ßonvtSBemtnt.von  Lilit-PütUni;  dieb^ge^^aji  im  J« 
1769.  K6  vornehmen  Lilit- Pattaiier  ^  unfofricden 
über  den*  Von  Prit'ktbukdrßjßn  fortgefeit^Kten  /Krieg, 
lagten  (ich  von  ihm  los*  und  ernannten  zil  ihrem Ko« 
V  nige  JJßbnerden  Sah,  deü  dadai.qh  mit  feiiieiB  Bruder 
in"  Krieg  gerieth.  Er  wurd^  kdd  darauf  yop  denen, 
vrelcheiihiti  die  Krone  verliehen  h9i%ttn^'-9exytgp^^.uui 
ein  Abkömmling  der  alten  Könige,  welcher  arm  und 
unbekannt  in  Lelit^Pattan  lebte,  an  feinen  Platz  ge- 
wählt, liölmerden  Sah  floh  hierauf  nach  BeU'ia^ 
fvelcbes  tod*  Ni/ml  ditrch  "Makwanpour  getteAnt  ifi  und 
inneihcll)  ikr.  nördlichen  Glänzen  Be/igalens  liegt, 
ttm.direiWi,^lvie  es-Xcheint,  fein  Leben  in  der  Stille 
tu 'bef(ihlie6cn.    . . 

'       Her? König  von  B'hdtgän  hatte   Piit*kiwndrayan 
nitk  BeySaiKderfucht,  am  die  Könige  von  L.ilit^Pat'^ 
tanvinA  Cäfhniandu  mit  Krieg  zu  überuehen;  alleiiji 
^As  yf^Seogliick  .Prit'hu)iitArayan'a    veranlabte  ihn, 
feinen 'Angriffsplan  aufzugeben»  und  auf  ferne  eigene 
Vertheidigung  bedacht  zu  fcyn*     Prit*hwiiiintyan  be* 
,  nutzte  die  damahligcn  Umftände,  um  den  l^önig  G»^ 
iynfjrejar  9.  deUcn  Vafall  er  gewefen  war«   anzugreifep. 
Um  mehrere  Anführer«  die  in  den  Gebirgen  (landen, 
in  fein  Intereile  zu  ziehen,  gab  er  ihnen  dasVerfpre' 
chenv  fie  nicht  nur  im  Befitze  ihres  Gebietes  zu  ht* 
fcn ,  fondern  auch  ihre  Macht  und  ihre  Vorrechte  ztt 
erweitern  ;  zugleich  bemächtigte  er  fich  des  Eigeo* 
thnins  aliet  derjenigen,  die  feine  Fartey  verJaHen hat« 
«en  ,  fo  wie  er  fich  fchon^des  Gebiets  der  ^Prinzen  der 
ßlarecajis  bemeiClert  hatte ,    mit  denen  er  verwandt 
war.     Nachdem  Prit'hvinirayaii  alle  Gebirge »  welche 
die  Ebenen,  von  NipiL  umgeben,  inBefiu  g^^ooimeQ 

hat- 


}';  "tril.  Befchreibwig  von  Nipäl.    ../.        5001 

ha^e:  fpi  m^rfchirte  er  mit  einer  Armee  von  d^uhrGet 
birge  herab.,  um  die  Unter  werf  QDg  von  Mpßlfijivoh 
Ittuden,  £i  fand  aber  dabey  groraa  uod  uoerwartete 
Hindernü[e.  I^wejmahl  belagerte  er  Cirtipcnef  vyergebr 
lieh»  Während  der  erften  Belagerang  wurde:  e^yvos^ 
Qainprijas  angegrifFeu  und  ^l^^^  eine  g^uKÜche  Nie-t 
derUge;  einer  feiner  Brüder  y«rlor  dabey  :da9j(^^, 
und  ev  (elbüt  rettete  fich  mit  gebauer  Noth  iadi^  Ge- 
hijrg^  ...Majchdem  die-.zweyte  fcbon  mehrere  Mona  ta 
^gedau^^  baue«  foi  unternahm  er  einen.. allgemfdne^^ 
Smria  auf  die  Stadt,  wurde  aber  zurückgefcblage^^ 
HJud  ^^wi^ngen  ,  die  Belageruug  ^ufzithebcg^/  £|; 
marfdii^rt^  nun  .mit  feinpr  Armee  gegen  dea.  Köuig 
Vf^o.LümjL»'  lieferte  ih^im^hreVe  blutige  Schlacjaten; 
VM)4  ffiblofd  endlich  mit,  ihm  einen  Verglcidi.  {jiGr- 
»of  übertrug  f^  feinem  hrn^f^r. Snriiparat}^^  4^  bcy  d^r 
zweyi»» :  Belagerung  von  0:r^i/;ö£/r  verwttodet  uod 
VWQ  dai|i:IVUrüonar  MlofieL  4ikgelo  wieder  geheUt  wor- 
A^O  war  y  das  Commaado  dei;  A^mce .  ,um  diefo  Stadt 
VMkm  djrittenmahle  zu  belagern.  .Waürend  diefer  Be- 
lageriMig  kam  es  zwifckeu  einigen  Taiias  dca  Königes 
PrU'hwirnH:iiy/i/i  und  dec  Arm,ee  der  drey  YCirbündeten 
J^nige^,  d^reu  Hauptquartier  zu  Cat'/ünaiidd^war  ^  zvk 
verfchi^d^uco  Ge.fechtep,  wo.bey  diefe.deu  Kür^tern 
zQgen  t  ;Wieil  die  Armee  des  Königs  ruLViuiharayait 
durch  «viele  Edle«  die  den  König  Gainyrcjns  tödlich 
hafste».!  yerftärkt  worden  war»  Sechs  bis  7  Monate 
batte  diefe  dtittc  Belagerung  bereits  gedauert ,  ohne 
4ie  Stadt  einnehmen  z,u  können,  als  iie,.  ncbß  ihren 
Forts  dem  General  SurujmraUia  durch  Verrätherej 
überliefert  wurzle.  Auf  Befehl  feinem  Bruders^  der 
damahU  in  Navacüta  war»    übte  er  an  den  Einwoh« 

nern 


6oQ       MonM.  Correfy.  igoh  DECE3IBEFL 

H^ib^oK^  gruoraiofta  Räche  aus:  eiit  Th«a  der  Vor* 
seh'diftciiniiibte  über  dieKlinge  fprlugeD*,  allen  übr^ 
gerr'&FhWt)herD,  diä  Säuglinge  ntjd  eidlge  andere  i 
t^etdS^'  ßlääicftrumeDte  fpieleix  konnten «  allein  a«8* 
lieiYOtffitfeii »  wurden  Nafen  iHid  ^Lippen-^bgefchnit* 
teci  ^'d  diär  Natoe  der*  Stadt' in  Naskacapour^  d.  k 
«Ke  Stildtf  der.  abgefcbnittenen'  Nafen ,  omgeSndert. 
'"  Htbfinif  ttickfe  Frit^hwhiäiayan  gegen'  Lilk^Pat* 
^ct?t;  um  i^ar  zu  belagern.  ^Nacfadem  IkAi-did^^  Stadt  ei* 
i6e  kurze  2eit Vert heidig t  hatte,  befchlöITen  die  Ein« 
^ohnerikh  zu  ergeben.  Wozu  ihnen  nnr  ^^-TageBe« 
denkzeit  vergönnt  waren  »mit  der  DtOhüti|;i;  <to  bli* 
te  ihned^fe  wie  denen  iti  Cirtipour  ergehen »  und  an« 
berdem  noch  einem  jeden  die  rechte  Han^  abgehan* 
en  werden.  -^PnfhwinariyHn  brach  aber  luilrinriBatliat 
mit  der  Armee 'in  der  Nacht  aa(,  nm  den  Engländer 
totgegen  tu  gehen «  welche  Gainprijas  nm  Hülfe  br* 
facht  hatte »  und  die  unter  dem  Gpmmando  des  Gapi- 
taina Kinhch  ficli  fchon  der  wichtigen  Feftnng  6idiX 
ara  Pub  der  Nipalaiifcheu  Gebirge  bemächtigt  hatten» 
DaindebderCapit.  ICinloches  nicht  wagen  durfte »  mit 
feinen  wenigen  Truppen  iti  die  Oebirge  einzudrin- 
gen: fo  ging  Prit^kwinurayun  mit  feiner  Armee  zur ück| 
nm  Gat^hmAndii  zu  belagern»  wohin  GaütprSjas üdk 
zurückgezogen  hatte.  Diefc' Stadt  wurde  bald  darch 
Lift  der  Erttknihien ,  die  in  grofser  Anzahl  bey'  der  Ar« 
mee  Pri^hwinaruyan's  waren »'  eingenommen ,%  und Gtf» 
mpr&jos  hatte  kaum  Zeit,  fich  mit  300  Hindus»  dieio 
feinem  Dieofte  und  ihm  getreu  geblieben  waren»  nach 
Lelit  •  Pattan  zu  flüchten.  Diefs  gefchah  im  J.  176s» 
FriChtöinarayaii  wandte  fich  hierauf  mit  feiner  Armee 
gegen  UUt »  PaUan  »    bemftchiigte  lieh  diefer  Stadt 

durch 


Urch  Lift  und  Verfprechtiiigen ,  die  .^iowobner  mit: 
[114^  qnd  Schon. UQgzo.t^phandela»  ttberliefs  fie^ebpr^ 
n  Tage  feioes  feierlichen  Einzöge«  ^r'Pldndq^Uj;^ 
od  A^chfucht  feiner. Solilatfen  , . d^ .nut ,unerh^tet 
rauIaiDkeit  alle  Vprpehrp^n  ermordeten.,    walcb^/ 
ril-^iD  deinen  Schutz  begeben  hatten,    Blp(«,  Üie-Mif', 
gftaricH  and  diejenigen  Einwohner»  welche  fich  zor 
V:ffiiic/ißn  T\^ligLOu  bejkannten,  erhielten,  auf  drin^/j 
19^  :y4^rfiellangext  feines  Sohn8«%£rejeii  A]i>%ug.»  um . 
cb.i^ch.  J9en^ai<?7Z  in- die  Belitzungen  dei;  Engländer 
a^b^^e1;»fa«     Gaiinpr^jas  und  der  König  von  J^Jlk-^ 
!#££O0%  hatten  ri4t.y^r4fir  t^bergabis  der  St^dt  nfftih;, 
MP  |rc(9en  Aiihange  z^uj^^önige^yon  ^Vt^^pz/^ei^ 

lt.  .  ' '       '■.; 

,;Zii  Anfang  da«{.'>i%^:  ywriß.  Fri(;'hußiiii\(;iyati  aach 
[p^Gbeur  der  Stadt  .$;/zii^^^.  auf  ebau^fU^  iW^^<?«  wi<> 
:.Afjb..9d{ier  Städte  ^<|^-  FaUm  usid^Gahygnandil^  be;* 
i^^tigt  hatte.  Beypi  Einzüge  in  die-  Stacf^giog^  (^g 
prejas  mit  feinem  Gefolge,  d^i  ih(n.J<:eiii.q  andere 
^ffnung  zur  Rettang .  übrig  Uieb  t.c^jm  Siqger  ipu^^ 
p^  entgegen^  wurde  ab^r,  wcnigeSphntte  ynn  ^em«r 
D^en,  tödlich  verwandet,  und  fiarjb  ^^ige  Tage 
ifjuf.  Der  Könfg  yop;  •LiUt^Pattwyifxxdp  in  fv.et*- 
f^  S^^S^t  ^>3  ^^Q.*^.  I^T  his  an  feinen  Tacl^Ueb«.  und 
^r  K^nig  von  i?Vi«^^///i ,  ein  ehrwürdigen^  Gpj^ia».  er- 
iclt  die  ErlaubniCs,  fich  nach  Benares  za  begaben., 
fie  Matter  des  (Sainpryas^  eine  f ehr  alte  Frau,  die 
:^P|(ij  den  Gebrauch  ihrei;  i^gen  verloren  ha^te,  und 
le,  WiUwe  diefea  tapfern  >  aber  ungjijcjtljchen  4ijü- 
ig;6  erhielten  einige  Zeit  xlarauf  ebenfalJijQ  ihre  Frey- 
.eit  «r  Vff/i  zogen  nach  JPalf^ia.  ](n  dicfer^Stadf.  Iahe  der 
\^  Öfußppe  d^ef^  bqk}afi9|A\vikdigFj^l^^r^^^w^^^ 
Mbii»  Corr.  IV.  D.  jdoT.  LI  ihm 


^04    Mwcuk  JOflniifp.  m.,  DEßEffJ^EIL 

\fiif^\  um  V^xiqifcWl^g:  der  i5r'i«^r^^ff:, .Regierung 
m^ligeruqht;  .tt^d.<4ervC^pif^  KirJipfifri^ktrd^S^nrVM; 
ip.  dcF  BefchrGibuQg  y9^rM(iJ^/^^fßvr*eiuigefißih\^  rübait 
liehe  J^rwähnang  gei;haa  haben »  wurdet juim  Geüinfti 
^i^.cta^c^  M/'a/ ^esn^pot,  und  er  wiur  c^^ierft«  ypn 
d/ex,  Bi:üufc/ien  Nation  «r  der  jemahls^JD^d^ei  Jiandgtrii 
lÄfli»Ä.wur4e..  :  Die  y^rmittelunguaiefed  GpFw^M» 
blieb  ^\)ex  ohne  erwuurchteo  Erfolg.  JfißrJGü^eßßh^ 
Befehlghabcpr  hf^achust^^ie  Ver^^^ftugdftr  fytsUa^ 
der  mit  den  Nlpalefern  4n  '/oinoiii  Aihf  •Qtifgün&'gia 
ImifhiOf  und  er  folVeilDep  fehr  nachtheiligeB  JBericht 
darüber  a^  feinen-  (ipf^  e^n'erchi^l  -lUbed.  : '.Tl^aiU 
di§;.Weigflriii^g,  der  i^z^/ä7/^^r  .  di»  ß9»kß  d^  .Loifui 
tbätig  zd  uuterftutzcn  ,  tliieilB  »dA»  'Ähnlicb^^t  ^^r. 
AJpi^r  und  D^4[P^in.  sj^ifd^^  imXzhJipalßfer:mdi 
JßäitldßhmTy^V!9»^  er>i^ckteugroftm>tA(r^wohh:f«K 
gioa,  4v^  Engläipi^r  ^  'fo  daf8  die  Gf^ßr  kaiini^  gUiK 
ben  konntei^  ».^ffii  ße  ihren  Feip4l^n  -Ji^inen  Bejüanft 
g^leißet  hätten.      <     .;  /.    ;..,-./. 

oi  Die  Chineßis  YfixfQlgien  inj^b  -llitp  Vortheikl 
immer  mit  gleichem  (jlücke,.  und^wm^gen  die  Nifftr>f 
lefer  durch  Üb^rljBgei^^H.an  Mttth  undiiunft  2b  dm; 
verächtlichßen  ün^!  unterwtirügßea  l^itteu.  Sie. er-, 
hellen  Frieden. auf  die  Bedingung,  eines  jährlicheD: 
Trib^t3  an  C7u>ia  i  ^i.n4.  der  Zurückgabe  diles  deffen«. 
wa&  £eau6  dem  Klofter  leslioo  Looffttboo  geiraobt  hat?; 
ten.  Nachdem.  Geir«^D^geßellt.uDddie.BedingQDgeB' 
di^fes  Tr^ctaM  voWzogeu  waren ,  ging  die  OtiiießJ^ 
Armee[  .zuriick;..^do'cl)r  mit  Hin tefLdfang  mehrerer 
militairifcheu  Tofteu  längs  der  fiidlichen  (Tibet;,) Gvih^' 
ze.  Überhai^pt'fucUlen  die  Cläfieß?rbty  diefer  Gele- 
genheit  ;alie;  m^^MÜ^'^f^  V^nhoUft  «ttlbenutzei^;:  Jü) 
.1  c  '  «  dab 


( 


SfiäV^racti  '^i^ ^^itchm <  ^litm^d  *i9ipal 'liegetttTä 
Gebiet  des  l^^^tt^x^tiS^gwiji^öTt^f^^Stk^tüm^'dir'^aA 
den  Nf j^/iZr/^/iftüwcäleb  war  hBüi>J4ahfgtft'wörd€>i^  auf 
-ftiii  Äß«rbi«ti?rf,'  fich'CÄWÄ  zu  ^i«e# warfen,  'be^z^ 
»an;  Die  Chintfer  erricbteten  Aih^x  «ben  'tsilitalfii 
tdhkwVxyRen,^ der  iihitiitkelbara1»mrt  GisbietderGyii 
ifiäifcken  Comj^pirc  in  Bengalen  gränzt.  *  £if}e'n  ^fli 
äefD  ftatkunFoftöÄ* legten  fife^  b^^  P/z^ri  ^Pämfong) 
sAfiäer  Gränze  awirchen  JS^/^n/i  »nd  Ttbfit  atii  Elae 
für  die  Engländeffehr  öacftthtoilig«^  Folge  dieCfes  ifTie* 
ge^  war,  dafa  feitdem  dct  f^efm^äfeige  Verk^hr^zwi« 
fchdtt' den  Befiiiungen  der  Oßiiidifchen  Gempägnte 
xttiA  dorn  Gebiete  des  ißwa  «interbrö^heö  word^h'; 
ifideYO  die  Ckh*eßr  die  von  ihn^h  befetztta  PoMQ 
flbtt^ihrer  gewöhulichen  Eiferfucht  und  Behut&ttikU« 
^'  bewachen ,  lind  jedem  Freiüderf,  'felbft  den  Eicgeboti 
tktiii"'^(m'  Bengalen  und  Indoßan^  diö  AnnÜherang 
tf*fefig.nntef feigen;  vt  :  f  .  ■        ;  . :  ^  ,* 

•  ■■»•'  ■  ',  ■  ^    ..  .  .,. 

Topographie. 

]  in  der  Mitte  der  übrigen  Städte  ,^  wrfche  in  dem' 
grofsen  Thale  von  Kipul  liegen  »  eVh^beli  Geh 'die 
ätöy  vorzüglfchßen,  welche  fonftr  di«  ft^fidenzftäiltel 
der  drey  uiiabhäDgigen  Könige  tva^en.  *  Die'erftö'der- 
felten  l'regt  iiif  Norden  der  Ebene  utttf  h^ißst  ' 
^'^ ' Cat^rnand'd)'  Sieenih^t  ungefätr  achtzehntaufen<I 
H^dfer,  und  das  davon  abhängige  Llädd  hat  eine  Aus- 
itetinung  von  12  bis  ij  TageriBifen  von  Süden  gegen 
"Ä'oTden ,  wo  es  in  Tihet  angränzt^;"  nrid  erftreckt'  ffdC 
Äicht'viel  \^eniger  von  Oßen  gegen  Weßc«.  In  dem 
Kbbigl.  'Gar^n  ffeht  dasH)beä^lj^tcl^Ütti;ile'Idvn'd6^  ' 


6o6     MonaiL  Cenutfp.  iSoi.   D£€£tf BER. 

hfarayan.     Der  KiÖBig  deflelbeii  «otorhidt  UftUitfl 
€me  Armee  von  fiiirfkig  taoCeod-  Manti. 

Di«  zweite ,  LiU^  ',Pk$ttan  •  liegt  fadwefilick  rfm 
Cai^nubidü.  Der  P«  Giujeppe  wohnte  hier  Tier  Iah- 
rßl  er  gibt  4ie  tZiiHL  ihrer  HäuCer  %vl  oügefUir  vier 
und  zwanzig  taiafend  an.  In  derfelben  iß  der  prlch* 
tige  Tempel  de»  Baghero,  Reffen  oben  S«  595Erwahp 
nung  getban  iß.  Die  kränzen  diefea  Königreicha  find 
fiaf  vier  Tagereifeu  von  der  Haaptßadt  gegen  Süden 
entfernt,  wo  ea  |in  Mahva?^jour  .ünMht. 

Die  dritte. Hauptßadt,  B'hatg&n^  liegt  ößlich  von 
LilU'  Pattm.  Sie  enthält  ongefähr  zwölftaafendFa» 
inilien ,  und  ihr  Gebiet  erßreckt  fich  fünf  bis  fecha  Ta^ 
gereifipn  gegen  Oßen  nod  gränzt  an  das  Land  der  nn« 
abhängigen  Ciratas^  bey  denen  keine  Art  von  reli» 
giöfenjG.ebr&uchen  wahrgenommen  \nxA. 

Die  übrigen « ,  von  Gtufeppe  angeführten  Städto 
nnd  befeßigten  Plätze  find:  (jorr'Aä ,  delEen  Raja  PnV^ 
hwiuarayan  ganz  ^ipal  ßch  uuterwotfeu  hat.  Lamji 
weßlich  von  Gorc\hä.  .  Timi  und  Cipoli^  bcyde  be- 
feßigt  und  unabhängig,  fehr  bevölkert,  eine  jede  mit 
etwa  8000  Hau  fern.  Cirtipour  ^  eine  Feßung  auf  ei- 
nem Hügel,  mit  SoogHäufern,  eine  Meile  von  Cat'' 
Janatidu  etxiitjuu  Navacüta^  eine  Tagereife  von  O'r- 
lipour;  der  Name  diefes  Orts  bedeutet  Neues  Scklofs. 
Banga ,  ein  Schlofs  pebß  z wcj  Forts ,  drey  Meilen  wefi« 
lieh  von.  LelU'Pattaii  i  mit  einem  der  prächtigßeu 
Tempel »  deßen.  oben  S.  594  ErwähuuDg  ^efchehen  iß» 
Tolou,  etwa  drey  Meilen  ößlich  von  Cat'kmandü^  ne- 
tten eifern  von  den  Nipaleßm  für  heiliggehaltenen 
Floße;  die  Vornehmen  des  Landes  laflen  fich ,  wenn 
^  ihrem  Tode  nah^  z^  feyn  glauben»  hierher  brin- 
gen* 


f|in.^V  Der  dablbft  4befiikllicbe  TMipd|fJä>iiiiDt  ^ 
•Pracht  und  Reichtliiiiii  •den  ich:6n&ei^iu*Cat''hm!iffäd 
^eidh^  Coti  (^Kuti^  Kut)^  ein  vei»  5j'«lf«n2er  enge» 
«fibkflrt^  militairifcher  GräoEpoOeb  Regien  T^^^.  2wi» 
Jcbed  Ckt'bmaDdu  und  diefem  n5rd4icben  Gränzorle 
And  auf  7.  ii<?7i7ftf/ra  Karte  von  Indoftannoph  folgende 
Orte  angezeigt:  Sanku^  ßtpa^  Cioproi  Nogarcot,  Nejbfi, 
'jOiimiäf  Kanfa  und  C/»aÄa.       -  ■> 


XIV. 

Betrachtungen 

über  die 

hydrographifchen    Eintheilungeft 

und 

Benennungen  des  E^rdballs» 

nebft  .  : 

einem  Vörfchlage  zur  Berichtigung  derfelben«   * 
Vom  Staatarath  Qaret  Fleurieu^  ,    . 

Prifid.  dar  Seetion  des  Marine/ 


-X3a(a  die  frühern  Benennangen  der'ULnder,  Meer^ 
^Inrgennd  FlnlFe  nldit  ohne  eine  gründUchto  Ver- 
anlalFang  entßanden,  nnd  fehr  paffend  für  diefe  ZA 
ten  gewefen  feyen ,  fcheint  wol  keinem  Zweifel  na* 
terworfen  zn  fejn.  Da  fich  aber  mit  znnehmender 
fievölkernng  der  Erde  und  einem  atugebreitetera 
-Verkriir  unter  den  Menfchen  idie  Lage  der  Ding^  in 
,  £ehr  vielen  Stückes -verändert  kat|  fa  kokmteb  dea 
-  L  1  4  fpä- 


stpättsn  Nacjbl^Diiimeii  fdlfihd  »fieoeoouDgen'j;  w^hhf 
^TOO  localtn:  Befiehnngeo.  imdi  MesrhäUoilbn   htgä' 
nommen  üiid |.«icht.  anders»  tU  unfchicklich  ^Ttot^ei* 
-mo.      Diefetr'S^icfc&l  tiifft  TOr«figUcb  Um  NaflMn 
•dtr  v^rfchieddocteMeere ,  weiche,  ihren  Urf]pitiD|;^cpt 
iJKtdnt  ycibet».,:  Welche  zuerü.cultmrt  wordeo^Te«. 
,daDkeo».  oder  Seel^ahrerD  »  welche  auf.  diefe  Art  den 
Gaog  ihrer  Keife  bezeichoet  babQn«     Sq  hab^n  9^,  B« 
auch  die  Europäer  alles   ^jaf  Europa,    ab  auf  einen 
Mittelpnnct   bezogen ,   und  ein  Meer,   welches  den 
%  Amerikanern  öftlich  liegt ,   mit  dem  Namen  des  iveß- 
liehen  oder  Oceanus  cccidentaäs  belegt«     So  wie  üch 
in  der  Folge  die  Ettropäifche  Schiffahrt  weiter  nach 
Norden  hinauf  verbreitet  hat,   fing  man  an,    eben 
^efesjzwifcheci-  Europa,    Afrika,  ni^d  Amerika  gele- 
gene weftliche  Meer  in   das  fiidliche  and  nördliche 
abzutheilen ,  ohne  zu  bedenken ,   dafs  diefe  Einth'ei« 
lung»  au<:h  aaf  das  zwifchen  Alien  and  Amerika  be- 
findliche ungeheure  Weltmeer  mit  eben  dem  Hechte 
konnte  aasgedehut  werden.     Als  Magalhaens  nach  der 
Entdeckung  von  Amerika  durch  die  von  il^m  fo  be« 
nannte  StraTse  ging,    öffnete  fich  vor  feinen  Aogen 
von  einem  Pol.  zum  andern  ein  dreymabl  gr^fserer 
Oceau,  als  alle  biither  bekannte«      Diefer  Ocean  er- 
Jbielfdeat^faaieudes^^iicÄ^i  und  fiälm,    BejdeBe- 
«ennungeu  müffßja.uns  beut  zu,  Tage  auffall^ii,  wenn 
j8«  uns  aU:.übl?l  gewählt  isrfcheinen.      .Penii.xda  man 
.heym  GUn^rittin  die  fogeponnte<S.üdfee  gar  nicht  von 
•f9 Orden' he«  :jcA^mt,  fo^erp  die  Breite  gar  nicht  ver- 
fliiidert.  wird;] ;  fq  fcheiut  kc^in  Cjmnd  vorha^id^n»  wa- 
iTpm  d^efes  Meer  den  Namen  der  Südfee  mebv  verdie- 
iVi0.n:fo)jy(fjiila.di9Jäd;i«hell^Vf(<li  4ei  weftUchen  oder 
>   i  Jl  AtlaO" 


tJVl  •  Sydh)gfäphi  J^fUhlrikmgeuMä^.f^^       609 

6^ütihhen  Qoeifi8,.ans  wteUhebm&ii-rp«beiijeooniit. 
Diefes  lolste  erfcheint*  vielmehr  durch  diefeur  Gtgclif 
ibu.alr-eia  DördUchesiMeerji      £beu  fo^  anfchkkUch 
"  lipbeinfcidie-  Ekueonung  Ae^ßillen  Meers.     Man  foUte 
4Sie£er  BeodoDung  zo  Folge  vermutheb  »  dieCes  Meer 
it9»4;a»£-.vou  StürmeD  .foef? eyt ;    und  doch  veriichern 
^ilfo.WeUumfegler,   dafs  £e  mit  heftigea  Stürmen  4« 
kiitopfea  ^hatten.       Diere-^BeueonuDg^'rührt «  wie.  et , 
Cchoixit/  von  Spaniern  her«    welche- au fänglich  fich 
iMtr  an  die  Küßen  des  feOen  Landes  von  Mexico  und 
•fem  gehalten,   und  unter  den  zwifchep  den  VVende* 
•kreiien.  gelegenen   Breiten    von  anhaltenden  Wind- 
fiiUen  in  dem  Laufe  diefer  Schifahrt  .aufgehalten  war« 
iden.  Piefer  Beyfpiele  lief^en  fich«  wenn  es  anders  der 
IVaiiih  geftattete,  noch  fehr  viele  aDfübreö,  und  ohne 
41116  in  entfernte  Gegenden   zn  verlieren;»  brauchen 
vir,   wenn  wir  weitere  Beweife  verlan^uf«  foUten» 
«ur-an  nnfere  Nord*    und  Oflfee  zu  ^denjcen.      I^ 
Jcann  aber  erwarten^   dab  das  angefüirrte  zureichen 
jwerde,  um  bey  vielen  unferer  Lefer  den  Wunfch  eir 
lier  (ehicklichen   Ahänderuog  entftehen  zu    macheii; 
Diefem  Wunfch  und  Bednrfnifs  ift  derStaatarathi^^ei^- 
riV»  bdreits  zuvor  gekommen.    Im-fechften  Bande  v^ii 
Jli^c^>i<i*d: Keife  um  die  Welt  ßoden  wir  eipen ,  vo^ 
jJnn  zu  diefem  Ende  vortrefflich  bearbeiteten  Auffatz, 
pefoft  den  dazu  gehörigen  Vorfcblägen   und  neüerjk 
Benennungen,  und  zu  gleicher  Zeit  eine  eigeae  Wel> 
^artev  auf  .welcher  die  Meere  zwcckm^fsiger  einge* 
,^h^ih  und  benennt  werden.     Sollte  es  gefchehen ,  da(s 
.4ie  hier  vorgefchlagenen  Benennungen  in  di^  geögtiiF- 
f  Mfchen  Lehrbücher  aufgenommen ,  und  der  Jugend 
it^ym  .Vytenicht  beigebracht  würden.;  (o:  liefsq  fidi 
u  .  ,i.  .1*  1  5  etwas 


6iO    .  Monaik  Comjp.  igoh  DtlCElltBEtLi 

iatwtf  tu  ihrem  Vörtheil  hoffea.    Ei  wird  tb^r  deflflh 
iiDgMchtet  fdiwer  bilieo ,  einm  fo  gemeinodtzSgtti 
£titworf  za  retlifiren»  und  Mibbränche  in  Terdfip- 
geo  9  welche  der  LaaF  fo  mancher  Jahrhunderte  ga> 
heiligt  and  allgemein  verbreitet  hat.      Die  Jalonfie 
4er  Nationen,  und  die  Trägheit  der  Menrchen,  wel« 
che  (b  Tehr  am  gewöhnlichen  hängen  *  find  mächtigf 
HindernilTe ,  welche  diefem  gemeinnützigen  Vorfchhh 
ge  hartnäck:ig  entgegen  arbeiten  werden,  and  man  Wird 
fich  ohne  Zweifel,  am  weder  das  eine  noch  das  andere 
«inzngeßehen,  ftatt  des  wahren  Grandes  aller  bevoiw 
ileh^nden  Widerfetzlichkett,  aufdie  Verwirrungen  be* 
rufen.«  welche  dadurch  (dine  Noth  in  der  Gefchichte 
t^  altern  Erdbefchreibudg  entliehen  \i'flrden.    Mit 
folchen  und  ahnlichen  Scheingründen  hat  die  Tri^ 
heit  der  Menfchen  von  jeher  alle,  grofse  Neuerungi» 
Entwürfe  abgefertigt  und  zarückgeviriefen ,  nnd  wenn 
einer  derfelben  deflen  ungeachtet  aar  Ausführung  ge- 
kommen: fb  wurden  eigene  fehr  güoßige  mitwirken- 
de Umftände  oad  VeranlalTangen  erfordert.     Was  da- 
ker  aus  dem  vorliegenden  Entwürfe  werden ,  ob  er, 
was  er  fo  fehr  verdient ,  ein  helleres  Schickfal  erfah- 
ren werde  —  dies  alles  kann  allein  die  Zeit  lehreo» 
Wir  begnügen  uns  indelfen  damit,  diefen  neuen  Ent- 
warf in  einem  kurzen  Auszuge  bekannter  zu  machen^ 
und  es  fodann  Zeit  und  UmAänden  zu  überlaflen» 
was  daraus  werden  foll. 

Fleurieu  geht  von  dem  fehr  richtigen  Satze  aus, 
idafs  die -Geographie  weder  einem  Lande  noch  einem 
Welttheile  ausfchliefsenderweire  angehöre.  DerGeo« 
graph  müfle  ficli  fo  zu  fagen  über  die  Erdkugel  erhe- 
ben f  fie  unter  lieh  vorüber  weisen  laiFen»  nndio- 

dano 


fkaa  ledtfiti.Tlieile,  welcher  lieh  reinen  Aogen  dar* 
Hellt;  eiöo  Beoennnog  ertheklen,  welche  weder'will« 
k^hrUc^  noch  relativ  ift»  Ibndern  für  alle  Völker  «der 
txitpto  wie'sa  allen  Zeiten  gleich  palTend  iß«  -  In 
dieCirifiBficht:  findet  er  zwey  grofse  InCeln ,  welche 
iron  #iiimi  ifiüizigen  Meere  timfloiren  werden.    Die* 
lem'  MfMre  -gibt  er  den  allgemeinen  N^men  Octan^ 
vnd  es  koipnt  nor  darauf  an ,  den  Ocean  fchicklich 
•insntheilen  unii  diefe  Theile  zu  benennen.    FUiu 
fieu  niiqni.t  nur  swey  grobe  Abtheilongen  delTelbea 
iui:  [daa  Meer,  welche«  Europa«  Afia  und  Afrika» 
und  eii^  anderes,  welches  Amerika  von  Aßen  trennte 
IKefem  ertheilt  er  den  Namen  des  grofsen  Weltmeere' 
Qegrand  Ocean. )    Für  das  erße  wünfcht  er ,  d^fs  maa 
die  durch  das  Aherthum,  durch  alle  Gefchichtrchreir 
faer  und  Cosmographen  geheiligte ,  und  felbß  von  ei- 
nigen neuern  Erdbefchreibern  angenommene  Benen« 
pnng  des  Atlantifchen  Meeres  bejbehalten ,  und  die 
des  weßlichen  Oceans  gänzlich  vergeflen  möge.    Um 
diele  beyden  Hauptmeere  vernünftig  unterabzuthei« 
len,    gibt    es    wol    keinen    andern    Weg,   ala   fich 
durchgehends  an  die  Abtheilung  der  Erdkugel  zu  hal* 
ten..    Norden  upd  Süden  ßnd  Benennungen,  welche 
snehr  abfolutes  anzeigen ,  als  die  auf  der  ganzen  Erde 
herum  überall  und  nirgends   wirklich  vorhandenen 
I^amen,  Morgen  und  Abend.    Der  Nord-^  und  <SäA 
pol  9  mit  der  eben  fo  unveränderlichen  AeqidnoctiaU 
Unie  f  fcheinen  daher  der  fchicklichße  Standort  zu 
teyn ,  -  von  welchem  die  übrigen  Benennungen  aus- 
geben.   Der  Atlantifche  Ocean  fowol,   als  das  grofse 
TVeltmeer^  wird  .daher  in  du»  nördliche ,  füdUche,  und 
in  da^zwifchenden  WMd^rl^^lji»  oditi  A^quinoctialr 

Meer 


6i2        Monatk  Correjp.  ifoi.    DECEt^EtL' 

Aft^r.gecKeilt  %rerden  iftüfi«»:  Ditf^Heyä^o-MMre» 
U^elche  den  bejden  Polen  zfiiiäohftv  ^fci^->rSeliiiehT 
iwifcheo  dem  Pol  ^nd  den- Pol»mr[celn-lIegeD,  köiv^ 
nto  eine^  weitere  Un|erabth«ilang  tiS0ClMn\  ^nd^nit 
Räcbf'das  nördliche  oder  ßidliche ^' dks  aretififi&'  iäik 
antirctffühc  Emneer  h:eifMü,*'Aüt'4\9f^  Ant'  >^äfea 
Dun' kl  de¥'Hauptrache  ^Ue  Meere  ofafae  ^Aoraatilsto 
eingetheitt  und'  benannt.  'Da  ab^r  da»  Meer  nocll 
anfserdeiä  fich  oft  fehr  tief  landeinwärts  erAre^kt  ^ 
ttHd  adl^'djere  Art  fehr  viele  Mltielmefffl»,  Mec^rbufen 
und  'Buchten  bildet  ?';  Ib  werdeti  die*  obigen  Beneö^ 
nnngen-  allein  geROiäAi^n  zum  •BehüP'der  SaeFahrer 
t>ey  weiten  noch  xiiclit  careichen. ''Zu 'dieKm  Ende 
Inüffen  auch  diefe  mit  fcbicklichen  Nameü  V-erfehen 
werden.  Bey  diefer  Gelegenheit  werden'  die  Begriff 
fe  vön-Meer^  Go/fv,'  Bayn.  f.  w.  genrfner  beftimmt, 
Meere  heifsen  äfle  Theile  des  Öceans ,    welche 

.  entweder  vom  fetten  Lande,  oder  von  einer  Kette 
Voti  InCeln''umfchloiren  find,  und  ein  von'  der  gro- 
fsen  W^ffermaffo  abgefodderte? ,  leicht  zu"  unter fchei- 
flendes  Becken  bilden.  Sie  find  von-  zweifacher 
Art.  Entweder  folche,» 'weiche' nur  durch  einen  ein- 
zigen fchmalen  Ein-  od^b- Ausgang  'itiit  dem  Oceau 
zufammenhängen ,  und  im  eigentlichen' SJnne  MitteU 
meere  heifaen,  oder  fölche*,  wt?lche  irar  von  einer 
Seite  vom  feftcn  Lande  urarchlo/ren',  von  der  andern 
durch  eine  Reihe  von  In  fein  von  dergrofsen  Waffer- 
tnaffe  abgefchnitten  werden/  Von  diefer  letzten  Art 
5ft  das  Meer  der  Antillen  und  das  Chmeßfcfiie  Meer. 

Vertiefungen,   welche  nicht  fo  tief  und  eüHvärts  ge^. 

hen,  heifsen  entweder  Meerbr/feh  ^-^o^JS y' oder  Boy* 

en  (^Baie^^-  D«f  Me^/büfen  fflrb^ftfcer' Wandung 

der 


cblt  KfgehiMchi^bTeiJ^r^ali;  errief*  ift.  I^^'^BgeiHlBdl 
«(r|«fd«B^ai  ibref «Alitti^^brAiter  luid  0erättikii|eri\id9 

«m^jfc9ip#atj|^4ii:  reUMiia.V)^)egbdbHt«iib  Üildmiä 
ItfA^mmK  iMlnitOb  dleÜK  ^gd^^ie^e  VerMfuns  -eiDa 
^liolitiedtll^xinMeevbideQjbltte^  AUecb^tfch^ieMa 
gwrir9i>(<Ub»ltein  Spract^r49chLttnd  decfj£jrßdyrakt|f 

^n'.AIedrbitfwJ»ei(deUjkiälD.  Die  Bajon  wvrdeufer-r 
»fiV  ini^^^?>|p  «öd  gvfcktoff0i»ibitigsllhmlU\*  ZwAeüer^\ 
OcDtgäböfctoiii«  Qampßcbt^^  md-  die  Hondunar.^  Buy^ 
Ute  gefobk^neto  Bao^eorbabto  grobe  Äbdliohkeit  >fDit 
den  BuHieaj^Meeren  V  iidr;d4£8  ffie  dera  ümfanga-nacb 
U9igör'..Aod;^*- Von  diäferATC  find  z.  B.*Me'Baffifis^ 
naArJüs^finpA^  Bayj  -  Voäx  hleinere  Vertiefiiiigcb: 
l^iiddiBJi^<9t!tmd;i?£i^ik^c^^^Q*v^ieaiich  die:i{füifti2r& 
ffm  %ro&ar  fUITe v .  i^y^  deo)  fifigltodorn  i^/^Zi  ^ ;  weU 
che,  ilai^  Ullit  «inen  Eiu.--^  tubd^Ausgaoghtben';.  voa 
^QWsGaw'ilMm  o^ajL^traßch  mtfiJBiaeht  .Qiiter£cijiodetai 
werdeifii.  .  'iSu^Aliefen  gel^öAK  ii9iii\Ca7uä  zwifchcw^Mn^-* 
imtdiiind' Skofiixclch,  (La  idaudhe)  oder  dm-Can^l  vo» 
Shari^iu'iotiSk  Moh- Bi^ipäh  .iln-  der  Note  eit.&  2r 
Verden)  diersBenenihlcgeiSfc  ^nd  Tdr&hitfdepenl  Arten 
von  Hä{m>unA4kdid«nDt)ich  geiiauer .  logcgeben  und 

.  ^•  NafchdiEüm.deT  berühmte  Yierfairer  Höh  dttrdh  aieCe 
VoraubfcAMng^r'dien  Wegl  g^bafabt;  To  rerfixela  ^er 
non  die  wivkliicbiQ  Anwiecdanöf  auf  die  kldineten  Ab* 
tjieUuDged .  dar  /bey dejp  grofeeo\  Meere.  Die -raeiflea 
lUtüien  Moererf  *]|Ie^bit£BA:iuid  Ba^n  erhalten  in 

-r!  •.  i  dieler 


6i4     Monotf.  Comjp.  igoi.  DECEUBER. 

ffidbrnraeo  NomeDclatur  ihre  NamM  iroa  den  alH 
BKcbft felegeDCn  Laudeni  aod,  StädteiL  Deor  VerfolTer 
cif}f t  ^ejieo  die  Nameo ,  welche  von  den  Fäl1>en  her« 
genoiQUien  find«  und  will  zu  diefem  Ende  das  cwi^ 
fcfaen  d^  Halblnfel  CaliFornien  nnd  der  ««ftlichea 
Seite  von  liiexico  gp\eg&ä%  rothe  JUeen  idia  Mtfer  von 
CalifornUn  bei^bnt  wüffen;  Der  Räängeftattet  nichts 
^bjB':virir;  da  ea  doch  der  GegenAind-Mtdieerte«  ona 
In  ein- weiterea  Detail  einlalTen;  denn  dieb  könnttf 
nnmögUch  gefichehen  ,  ohne  die  gante  Abhandlong' 
wörtlich  za  über  fetzen.  Wir  fahren  «nr  «iioch  et  war 
in  .Betrefft  der  Terrchiedenen  Inreliiieere  (^  Arckipela" 
gus)  an «  und  bemerke»  dabey«  .dab  ▼irie^derfelben» 
welche  in  den  neuem  Zeiten  entdeckt  worden,  mit 
den  Namen  ihrer  Entdecker  beehrt  werde«»  um  an£ 
diefe  Art  das  Andenken  nnd  die  .Verdienße  dieler 
M&nner  zu  verewigen..  Um  hier  nach  den  Hegeln  der 
Gerechtigkeit  zu  verfahren,  wird  beyder  Benennung 
fo  viel  möglich  auf  die  erften  Entdecker  Rückficht 
genommen.  Um  der  durch  die  vervielfältigten  Be- 
nennungen eingeriilenen  Verwirrung^  zu  Heuern, 
verlangt  uufer  VerfalTer  mit  gleichem  Recht,  dafs  je- 
dem fpäter  entdeckten  Lande  auf  unfern  Karten  feine 
erße  Benennung,  d,  h.  die,  welche  ea  zur  Zeit  feinet 
Entdeckung  entweder  bey  den  Eingebornen  gehabt, 
oder  von  dem  erften  Entdecker  erhalten,  wieder  zn^ 
geftellt  und  in  Zukunft  beibehalten  werde.  Dieb  ift 
auch,  da  die  Nationaleitelkeit  bey  diefen  Entdecknn* 
gen  allgemein  im  Spiele  ift,  daa  einsige  Mittd,  um 
fich  in  der  Folge  den  Kopf  nicht  mit  einer  ganz  un- 
nützen Nomenclatur  zu  überladen.  Anfiierdem ,  dab 
ea  ungecfBcht  ift,  wenn  ffätere  Ankömoilinge  fich  die 

Rech- 


■  I 

IVacHte  ^eg  er߫D  Eistdeckers  anmaCmi:,  fo  j;ibtiis  dod^ 
flttCierdeiii.wahTltokiiDdtrefuid- reeller«  Wege«  pfa 
Aiw  IVithm  feinei  Vaterlatides  zu.  Teröw^eiitf  und  der- 
verntlvfti^re  Theii'der  Menfchen  bemerkt:  oicht  ob; 
.  ne  WebflMith ,  ^ie  rehir  oft  die  beßen  Sachen  leidea 
und  i|fiti5diigerw«Ue  erfchwert  werden  •-  fabald  difi 
Eitelkeit  £ch  einmircht^  und  Tordeti  übVie«n-Mitii 
Werbern: litinrordrängt» -;  _..    ^    .    :    .  .,.^..  ;; 


■  -       ■  -tv. 

V.     .1      .  ■ i       .    ■  i 

^•4  der-  .'■■""■ 

rietieften  Karten  von  der  Schweiz. 


'-i' 


fjorte  giniraU  du  thiafre  dc-la  guerre  .e^  Jtalie.    Par 
^ac,Ur  .d^Alhe.  gme  Uvrmjfm  (i|)  Tq.  weit  fieeinf 
.  ^:      .  OarAelluDg  der  Schweiz  epdi^t,) 


'  ■  <  Fortfete,  zum  Noveittber  H.  Seite^^^j.  ^      ;  * 

. .    .  *■  ■"*  '■    ■  ', ■'.  ■'■■  '  ■     r^'"*  "    '   '■■ 

1dl  bedanre  Tehr»  dem  Blatt  Nr.  2  welches  unmitt^h 
bar  oben  an  das  vorige  anftöbt,  nicht  Um  gleichen 
Lobfpratl^e  ertfaeilen  va  können.  Es  iH  mit  aaffiillen* 
der  Nachläßigkeit  im  Verhältnirs  gegen  die  librigen 
Blätter  bearbeitet.  Eine  nähere  Zefgliederang  wird 
diefes  Unheil  rechtfertigen.  Dieres  Blatt  erQreckt 
fich  über  das  ßrdliche  Schivaben  nad  die  nördliche 
Schveh.  Die  ganse  Tendenz  vnd.  der  vomehmfto 
Zweck  des  ganzen  Werks  iO^militärifdi.  Es  foU  da? 
her  berotideri  fiiir  den  Ofitcier  bmsfilibir  nud  lehr* 
'  reich 


W.  KaHen  Ml  4ft  Schwek.  ^i9j 

I  ^'"lltft'j6ebirg8reih6  ^EMrirchen  dem  Sekäß^ 
^tiA  Sulzifiheii  Klettgaü  voii    Oßerßngert 
'rt'gäfic  W6|rgelaireö  ^    lind  endlich  det 
'^  Fu  ts  hoth)  i   den  das  Schlofs  Hoker^  ' 
•=^^^_  Hiteinferkleio^eQ  ,  faöcht^  tonmerk« 

''^'^^.  Dg  abgefertigt     Zwifchön  dem 

^  T^.  hit  der  Kollfirß  (etwa  700 

^        ^^^iBi  .      "^^  •  bis  TrüUiken  binatif;  detf 

"^'^       '^        CJ  OD  Kiederßdrnmkeim  äti 

^^     ^     %.    ^  'ch  höhe  bis Cö?iy?fl«j^ 

"^^^^      -s^  1>  .lem  Blatte  an  4  bis 

^    "^  .initteu:  fein  Fehler^  dea 

.^it  einander   getnein  haben  ^ 
,at  alle  der  Undeutlichkeit  irgend 
oonung  zil  verdanken  haben.  Z^ifchetfe 
unddsr  Töß  fehlt  erftlich  der  Reite  Jrchet 
*^^^Äi  Berg  Und  Neßeiihach^  dann  die  Bergreih^ 
^*  ^^^ch^  längs  deir  TÄ//r  hinauf  bia  Fraueufeld  und 
^         dann  der  Sclianenhefg  (4000  Fufs  hoch  )  zWi* 
^    -^^igg  ündJK<?/iJ  dann  das  Hönidlj  (2SooF.hoch> 
"(^Jfchiiigcn.     Dagegen  ift  eine  Höhe  bey   ß^ifen^"^ 
i^^^t   gezeichnet,  wo  keine  ift »  Und  bey  Neft&nbäch 
t^>r«iter  in  die  Töfs  laufender  Flufs,  der  eigentlich' 
,^  ^in  kleiner  Bach  ifl:.      Itn  Canton   Thurgaü  fehlt 
'^^udets  det  hohd  Sonnenher g  K^h  Steitfurh^  tind  did 
fl^ltibeiUr  Hohe. 

5k  .  2witchen  der  Töfstxtkd  der  Glatt  fehlt  ^er  BIötia 
J^^g  (806  Fdfshoch)  Und  die  ganze  als  militairl^ 
^p  Stellung  bekannte  iBergreihe  hinter  der  Töfs  voik 
^fwi^in  bis  Kyburg  ;'  dersgleichen  die  unförmlichd 
BftgnialTev  zat  welcher  Jinßickm^  JflUberg,  ff^ald 
liäi^i  ü.  f.  Wi  iiegtoi .  2wifchen  der  Glalt  lind  Att 
lit^  Cörr.  i V«  B.  180/4  M  nl  Lim* 


6 16     »hntitL  Correfp:  ifyi.    DECEll/lBEIL :  [ 

iklch'-tey'nii  ':lu^  Aem  Ende  fiod  ille  antergfeordtoete 
G^geuftitodd  -tker  deutUcbeoiDftrßeHuDg  der.5tttutiaA 
SütgeöpHortrSo  ofl  fi«  dorfelbdo  fchadau  iJ^üffda-tDie« 
fer  GrumlbfcterrTchthexTio^ftechfiDdaa  diQP.  .aaeißea 
^derri  'Bt&ttjärji:  .oiir  -hiev  fdifeist  er  veii^lfen  sft 
f^Or  Dtfb  naancbe  .von  SckmabeTtiBvsiiigüAiiäi^^t . 
hm  v^rg^ffen  IMi  ift.febr  na^ütüeh.  OicCott  Ltad 
kann  ungeachtet  des  welleufürmiKea  Stsigcns  ntd. 
Fallen». r^ne«  Bodens  von  dcu  Feldherrn  bej  Anle* 
gung  und  von  den  önicieren  ncy^usTührnng  der 
krie^'crifchön  Entwürfe  irqinäkT  als  ein  ganz  ebenes 
Land  angefehen  werden.  ,  Jene  Weglaffuno;  bat  alfo 
weni^'er  zu  bedeuten  ^  ^enn  Vchcra  die  leichte  Anga- 
be der  Directionen  einiger-  Hiihen  intereflaut  geVKe« 
Ten  wÄrÄ-;.Wi«hl  fa  higgegc,p  iie-ikJrdlUfke  Scfyveiz, 
Sind  gleich  ihre  Berge  niabedeutend  in  Verhältnib 
des  Höchg^bVrges :  Fo  find  fle 'dorcb  bedentetid  gbjiti| 
für  den  AeitendeH'  und  deh  MiliKair.  Der-eifle  ionft 
fich  tu  oft  tim  Yie  hetumwindeii>  ' nnd  der  letzte  za 
Tehr  mit  ib  feine*  Berechnimgeo-fttifiiehmen ,  als  da(s 
der  Landkartebzeichner  iie  vergelTen  dürfte.  Majfe'^ 
iia's  berühmte  Stellungen  vor  Zürich  und  am  AI* 
b'is ,  Carl's  vofi  O^^jierr^ich  gelehrte ,  wabrfcheiplich 
dnrch  gebein»  Triebfedern,  ia:  ihren  fonft  uafehlba-» 
reo  Folgen  gcRkiöie  MaMcuvrcs  fprechenl^t  gjenug 
für  die  Widiligkeit  der  Situationen,  in  deii  Cantpi^en 
Zürichs  B^dettftnd  Li}ilh:  und  »doch  vern^Üfen  wit 
fie  auf  gegenwäriigem  Blatte ,  vermifljen  ganze  Berg: 
ketten  I  die  meii  wichtiger  find,  als  maniphe  in  Ober» 
Italien  forgfälfig-angedoutete  Hügel.  .^  Im  tanton 
Schaffhaufen  ift.  vorerft  der  hohe.  Randen  (apooFuft 
hoch)  fiüchtignod  unbaßimmt,  als  niedriger  Hügel 

hinge-  / 


LV.  KaHen  von  likt  Jffchiveit.  $t^ 

hitf^Worhn  -9  dfi^  6ebirgsreib6  ^Mrirchen  dem  SehdJ^ 
karißfiTeen   UDct   Sulzif^heii  Klettgqü  von    Oßerfiiigeti 
bis  Schaff hatifeti  '%a€it  ^eggtlaSen^    Und  fendlith  dtlr 
fVölkoi/iein  (  1 2ÖQ  Fu  ts  hofch)  *   den  das  Schlofs  Hoheit  * 
kiingeii  kröut  ^  bnr  iHiteibferkleio^eQ  ^  faöch(^  tiiiteerk* 
liiDhM  Üfer-SchrftfiFiei-aog  abgefertigt.    2wifchi9fi  dem 
AÄri/*  Uod  der    Thiir  fehlt  det  Kollfirß  (etwil  '/d^ 
Fuis  hoch)  voaFeuertkaleri  hie  TrüUiken  hinauf;  det 
Statnmheimer  Berg  tind  die  Voo  Kleäerßämmkcim  zxi 
Muititerbirochiiö  faft  durchaus  gleith  höhö  hxiCönßani 
fortiaufende  Bergkette  ift  auf  ünferem  Blatte  an  4  bi^l 
$  Orten  mit  Thälerb  dutchfchnitteu :  Isin  Fehler^  den 
iMehföre   benö  Karten  loit^  einander  getipeib  haben  ^ 
uud  deii  fie  vielleicht  alle  der  Ündeutlichkeit  irgend' 
Hnlsir  Handzeichnung  zu  verdanken  habeü.  2wifcheil» 
der  Thur  tinddsr  Töfs  fehlt  erftlich  der  Iteire  IrcHel 
iwitchen  Berg  und  Neßeiihach^  dann  die  fieirgreihd 
Voü  Flach  i  längs  det  Tirnr  hitiaiif  bis  Fraü&jifeld  und 
£lgg  9    dann  der  Sclianenbtrg  (4oööFufs  hoch)  zWi*' 
ichenEigg  iin^Zelli  dann  das  Hönidlj  (2  8oöF,hoch.^ 
isib  Fifchiiigcn.     Dagegen  Ift  eio^  Höhe  bcy   ff'ifen^ 
dtüigen  gezeichnet,  wo  keine  ift  ^  \Xnd  hey  Neßenbatfk 
t»n  breiter  iu  <^iö  Töfs  laufender  Flufs,  der  eigöntHchr 
mnt  ein  kleiner  Bach  ift.      Im  Canton  Thurgaü  fehlt* 
befoudets  der  hohd  Sortneiiberg  oh  Steußtrt^  tind  di^ 
tkiUii?eiler  Höhe.  * 

^wifchen  der  TöfsXihd  Aet  (Slatt  fehlt  i^er  JBiäUi 
^etg  (80Ö  JFüfshoch)  tind  die  ganze  als  militairli 
fche  Stellung  bekannte  Bergreihe  hinter  der  Töfs  Voitt 
,^ßffi^en  bis  KybUrg  ;'  defsgleichen  die  unförmlichd 
fittfgmalTev  Jäat  weichet  Jijifsicken  f  JViUber^i  /^ixfa 
Üthtn  tt.  t  Wi  Uegtoi .    2wifchen  der  GUut  nnd  dw 

.Cört.Vf.JLidoU  Min  tini^ 


JLimmat  fio^ep  wir,  «dßitt  dm  gtflben  StJm^ifrigtt 
f^aldes  ein  kle>D6t,  Hu^elwerk:  udcI  däB»Geländ  TM 
^adf9t  big  Eiidingm  hinnntar  4ft  4|ar  nicht  aogedaiit 
tat..    .  -      '.  •  .     : 

,  ^  -  <r«wif8  bat  Bader  JCAlbe  dtati^  Gegendeo  nie  f^ 
J^enigewib  ba<  er  Ae,  weil  lie  nicht  ZengeU:  jctfie( 
Grobtbaten  der  luUenifcben  Avisee  wMen,  dbna« 
feiiie  Blätter  bauptßlcUich  gewidmet  .find «  für  nnbar 
^\anteod  gehalten«  Aber  dann  hätte  er  ea  doch  wir 
xiigßeas  anzeigen  (ollen »  damk  niemand  die  gHeicfca 
Gonaoigke^t  erwarte» 

£8  ift  Schade,  da&  die  meiOfinü^aBen  auf  ein« 
lächerliche,  hier  und  da  faft  aof  eioe  nnkeantUchi 
"^eife  entflellt  find.  «Hier  einige,  wenige  Verb^fiaront 
genala.Pfobe:  Im  Can  ton  Zürich  Ubbifen^  foU  hiii 
Jaea  Z/hwiefen;  HaHCOrt,  HengarUni  BüUen^  BrU% 
leh;  Kemiken^  KleinikcHi  ff^^lUten^  J^mllifseUeni 
Milefehtikeu^  RüfchUken;  Mandorf^  Mänedorf;  Tm^ 
henüial^  Turheiithal  n.  f.  w.  Im  Cauton  Thnrgaai; 
fkigeiit  jDägenveilen ;  Egtlshaus^  EgolUhofen;  £r* 
jmfingen^  £rniatmg€n;  Reswjli  Ksjsweü;  Kimsdorff 
Kurzdorf,  u.  C  w«  •  Im  Canton  Sentis :  Qot^au ,  Gojfs^ 
au;  Uniachery  ümäfchen;  Sckwelbrugg,  Schweih 
irwm;  Arnßols  ^  am  Stofs  o.  f.  w.  i 

Auch  die  fouft  mit  fo  vielejr  Sorgfalt  angegebeoatt 
Heerftrafaen  find  hiev  oft  obenhin.  DiegroCse  Strab^ 
von  Conßanz  nach  Zürich  geht  von  Frauenfeld  auf 
Islicken,  welches  fehlt;  dann  .durch  Gwutetfchiveil 
^urch  auf  ff^iterthur;  von  da  mitten  durch  Tqfsi 
und  ^aun  ganz  in  füdoßlicher  Richtung  die  bekannte 
$teig  binan,  über,  das  Gebirg  auf  Baffoißerf,  Bm 
den,   welches  mangelt»    ff^^UißeUeH^  Sikwanienäim 


m- 


LVv  Sariek  «Qfi  Jer  SttivoeäL  \  <       6ia 

^fin^tukdi  Zur  ick.  ^pißßtXf^jkevOn.Ztiriph  Mack  Schaff'^' 
häufen  über  Eglifaü  .^e^et  nicht  aof  Käkh  VLiäk 
Safiiii  fojQdern  auf  Bafz^  Lottßetten^  JejfleUerty  Neü^ 
fyuifen^  tmd  Schaffhaufen.  Die  von  ff^fiterthür  aa^ 
$t.  Gauen  gehet  auJF  Rünücken  obd  Reterfchen  (\ieyi^ 
Inaogelu  (  dagegeo  QiUit  das  Qqbedeutetade  SchotH^ 
ckeny,  dann  auf  £/^k  Aadoxf^  Duttweüt  IVIunclU 
vaeü^  weit  neben  Ninachvotb^  ai\f  fVeH,  Öberbw» 
ren^  Qqfsau^  Bruggim^  Straubenzell ,  CweLcbea  man« 
gelt)  und  SK  Gallen:  alfo  nicht  auf  Öbermaveil^  pU^ 
weil  und  OberglaU.  Die  Nebenärafaep  find.gewöhn^ 
lieh  noch  fehlerhaf teiv  Die  mit  drey  Strichen  bezeich- 
neten StraCsen  durch  den  Hummelwaid  von  Ütznack 
bis  Uchtenßeig  ift  keine  Heerfirafse.  überhaupt  ij|  ^ 
die  ganze  Gegend  yoa  l/txnach  bi«  ^Eigg  fainontet 
taaiCslongen. 

..  Wenn  eine  id  Ruf  ftehende  Karte  einen  wichtig 
gen  Fehler  begeht:  fo  kann  man.  faß  ds^rauf  zählen^ 
dafs  länge  diefer  Fehler  von  lallen »  die  nicht  telbft  fer 
lien »,  \i^iederbolt  wi^rd.  £in  folches  Beyfpiel  iSt  auc& 
hier  wieder:  die  PPyfs'-  Meyer^che  Karte  Nröl  7  hat 
die  Gebend  von  PFald  und  Fifchenthal  auf  die  ei^ 
fcärmiichfle  Art  verpfufchu  t^un  iFinden.wir  dietiäm«' 
Gliche  Zeichnung  bey  Mechel  ^  Mallet  ,  Chauchard^ 
JI^Alhe;  vielleicht  noch  einigen  künftigen  Karten^ 
xeichnern.  Hier  ift  alfo  wieder  ein  hohes  Öebirg 
zwifchen  fj^ald  und  Fifchenthal^  wo  die  Natur  kei-^ 
oes  hinfießeilt  hat;  und  hingegen  die  mit  dem  HömJätj 
xula^m^Dhäogendet  die  Gränzlinie  zwifchen  Zürich 
.einer  und  dem  To^genhurg  anderfeits  beftimmendd 
Bergkette»  in  welcher  der  Gallenbrunn  3000 Fufs,  däB 
Sehneebelhom  1 200  Fol«  p  cjfe  Scheidegg  2  700  Fiib  9  ^«c 

Mm  j  *  Hufit 


(5iö       tHonatU  tbrrej'p.  ffof:   DJSCE2tfBER, 

TLöfsßock  'un(!h)e)ifere')ind^ere)ibt]fl»  Spitzen  ficli  äik»« 
zeichnen ,   Fehlt  gänzlich;     - 

So  lind  auch  die  Gränteii  deft  Cauton^  Unth  vn* 
Hchtig.  t)a8  ganze,  auf  dicfem  Blatte  fichtbare  Ufer 
des  Dberh  Züricher  Sees  bis  ^n  den  Bilßitfs  (nich^S/fc 
wad^  gehört  böch  Yü  L//z//z ,  Und  taicht  zu  fP'aUßät* 
ien^  ZwiTcheu  Slhnen  tind  Schnhelbach  ift  kein  Ge>' 
bir^e ,  toudern  der  )ina  Eictluts  der  Lioth  id  den  See 
liegende  Buchhßrg  ift  ifolirh  Die  Bergkette  ctes  JJhis 
Ift  zwar  Yi'chtig,  aber  bey  Weiten  taidht  l^ark  geoüg 
Ichraffirt^,  ti'ö  ift  Tehr  fteil  und  höher  ab  alle  lAi  Caö- 
tbu  Baden  feht  ftark  ausgedrückte  Betge.  ^Itßetten 
ift  ^anz  in  i^er  Eb&ne  am  uuterftfenEnde  des  GeUrges: 
JWlsrieäen  ift  am  öftllchen  FaTs  ^effelben}  Leirrtbaeh 
ä\n  linken  SUufer.  Dfer  Lauf  tiet  Limtnat  -,  Glatt 
tind  Ilciifs  ift  äufserft  taachlärfig.  Es  ift  Fehr  Schade, 
iJals  dieFe  tliircV z wey  HauptrchlachtenleideV To itocrk- 
Vürdig  gewordene  Gegend  nicht  beflet  dargeßellt 
iß. 

l)ie  weßlich  der  iVeuFs  gelegenen  Theile  der 
Schweiz  find  etwas  beffer.  Der  Jura  als  domlnirecde 
Bergkette  ift  gut  hierausgehöben ;  allein  Feine 'unmit- 
telbare Verbindunig  mit  deto  Ilorn  ob  ijebisdorfuuA 
dem  Lcigerherg]enhits  Baden  bis  Regenfperg  ^  ^ine Ver- 
bindung, welche  die  FlüITe  Aare  und  Limmat^Vitdk 
die  Gewalt  ihres  Stromes  fichtbaV  dürthbirothenv  tud 
lieh  ÖIFnungen hindurch  gebohrtbabeto^  difeFe  ifttoicM 
Bchtbar,  und  der  ei^eiilliche  AnFatigdes  Jurahey  M 
genfperg  gar  nicht  beÄierkt.  Man  meint  hier ,  tt  fiö- 
je  bey  Kll/ignaü  an.  Die  Berge  um  Bnt^g  lind  toich't 
richtig;  Königsfelden  Folltc  da  ßehen,  \9o  ein  Isioge* 
bildetes  Fö/znifü;/ verzeithbtefiftlii  t  \v.;  das  «bWgb 


j4r§au 


^egaHiü,  im  Qanzefi.  gtU^i  nur  gehört.  f^ia^-Gpränaf 
gegen  ^t'a  vicht  an*  dihMjodt  .biq^uf ,,  fopcUw  an  1% 
^ggei:  und,  folgt;.  ibrcn\I-^uf,,  Alte,  tictje  Ijiiarteii 
2:ia.b^a. d^e(eu  Fehler^  dQo\vol  i£zfj:,  alad^CjrftQHetr 
4W^bjei  der  neuen  Eitt^hcUung^,  ^qt.£eia,SüAd^nr«f 
gißtT  iieUmeu  m.ujs..  Der  Qrt  S(;rai^,lhack  ftefe^t  4o|i* 
peU^  ,.iii(?4ifi;  nich^  auf  der  St;rabfr.voA  SchöftUa^. 
jtflgicU,  J^ßerxm^  foudcru  in  eiaexxv  wir^ich,,aogezeig^Ml 
|äfibept;h^l  auf  der  Seite  voa  Kulm^  .1 

fseo.^      Da&  Baljiat^  und,  infond^rhelt;  die  ins  Bi(lhli4L 
^iljS^^fifÜbreud«  ÖiI«u»g;.be3E  /f/iifljc/u^ii'o/^c  ^nd  Gmok 
in{ime?t^  aittK  nördUchea  J^uCä  A^x  Jtlafc^natt y  lü^l^ht 
icerw^otreu  d^rgeßellt;,  fa  wia  üJberbaug|L,4Us.zahlrciK 
jÜi^Vk  Durchbrucbe  im.  J^trc^  meißena.  weggelaüjea  iinjl 
^aci.QpbirgQ  dafüi:  ^Iseinc;  uaumer.bi^a^h€lPQ.|i€;ttQdav^ 
^Aftdk  Oud^    I^^e  üärkrtea  diefer  Oar^bi:ik«l\0«  fi^ 
^Siajelcgg  hintci:  Kiklib^rg  bej  Af w«^  (Ut PftG| blf 
Gätisbrwnic7i^  VkuddßtJPa/j^vqiig^      .   ^  ......        i.  .,:> 

Der  Caiitoa  ^ö/öZ.  ift;  reichbaUig  an  Ortfchaften^ 
^nd,  bejQabe  etwaa  za  Xiberladeo^  AUza  viele  Na^s. 
pieu.  fcbaden  der  Deutlicbk^it  der  Sit;uaUona*ZeiclK 
riungv  To  wie  biugegea  allzu  wenige;  Nam^n.  der  VolK 
fländigke'tt  fchadcu^  iHier  nätteu  füglicK  mehrere  uii- 
bedquteude  I^amen  wegbleiben  und  dagegen  an  an«i 
4er a,  Ortea  ohna  Sct^adea  mehrere  wichtigere  hin^^ 
(etzt  w  erden  können« 

^Der  Schwarzwald  und  Oberfchwahen  nehmen  äi% 

gr5(^erei  Hälfte  diefea  Blattes  Nro.  ^  ein,    .  IcU.  nnter^ 

.  lalTe  um  fo  lieber  dict  vielea  Erii^perongen  ^  welch« 

auch  liier  zu  machen  wären  ^  weil  wir  bereits  mehrte 

TQ  lehr  guite  Blätter  einer  auf  genaue  Vermellttjpgen  ge^ 


<!22,     monM.  demfi.  iStn.  BECEMBEIL 

j^flndeteta  Oebetalkatte'  vra  Schwaben  erhaheo  wer« 
üteo',  diehöchn  wahrrcheinlich  alle  frühere  Abblldnn« 
gen  di'eßr  Länder  überflüfißg  tnachen  wird.  Am  öff- 
liehen  RaVide  des  Blatts  ift  noch  ein  Stück  des  Vor^ 
prlhergs^  worin  man  aber  die  O'egeoden  am  Fetdkireh 
,«nd  Bregenz  fchwerlich  erkennisn  kann.  Titer  AnicKt 
!hhÖne  aber  feltene  Karte  labt  an  Genau igkeit  fürdi&i 
fs'Vrovtnx  Mrenrg  zu  wüiiFchen  übrig.  Am  weftliche^ 
Aandeift  ein  ^anz  fchmaler  Strich  des  JElJbJfes  ^  der 
"liiGhts  alf  die  AbeinftraCse  yon  Bafel  nach  S^ra&bnrg 

«€igt  *      : 

Die  allgemeine  Anflcfht  diefes  Blattes  ift'  etWsf 
*«inFöTroig,  and  aach  der' Stich,  wenn  alles  Stich  ift« 
lUi^  nicWi  die'  Nadel*  za  Hülfe  gekommen  worden', 
Inlohl'COB  amore  gearbeitet    Wenn  die  jptilätierder 

Kzen  Karte  in  eins  zufammengeftofsen  würden :  fb 
rdd  mati  awlfehen  diefem  nnd  vielen  Blättern  der 
t»ftefi.  Ltefeadiig^  auch  in  Abficht  auf  die  Manier, 
finw  ?i^mUchen  Ck>ntraft  erblicken. 

.!  .  i  (HU  fortfe{fz.fol^äjf 


Ln 


k frV » il'ö öi^t^D h e   Ö e o b a c h t un g eü 


i..i  ^r 


V'^r- allen  IHngenli^böii  trir  es  Wr' imfere  Pflickl 
gelfifltdbvdie  ßnäAitKcheo  zu  Atexandrien  und  JR!iJI< 
#l^/M»Dg^ellfeett  €>r/|lriixN\B^^/srÄ^7i^tf»  des  k.  Dl^ 
Wf^h^tl  liißitratb»  ^^/^BtlÄ/';  mitTeinen  darüber  ge'; 
Xühft*^ij  ^ereehntttig^ ;  getreu  n'nd  nbverändert,'  fö 
^ie^^V'fie  ab^tii'itzufheüen  die  Güte' hatte,  abdtu^' 
*4cett"«a  (äffen, 'find  ilnfern  aftroöomifchebLerem'ztf 
Sicfficto  vor :fetile|^^  ^  welches  in  -drey  der  vorhergii^ 
llendenl  H^fte  de^f  Af.'€«  gefchehen  ift/  DaStlr  TtM 
d0nr;(isfti«rathB  Mg^lUgentlich.  dämi 'aufgefordert  Wth^' 
dieu  lind,'*')  feine  (ämmtlichen  Beobachtuögen  VirM» 
derbohlu  Reiihdav/g  zft  nehmen  J  und  wir  uns  zndie- 
fcni  Gefchtfte  niii  dem  gt&fsten  Vergnügen  änhei6:til| 
liemacht  haben :  for  folgt  gegentvtrtig  die  Erfüllung 
^liefes  gethanen  Veffprechens^»  '  '    •  '•  ':  ^  ' 

Ob  .wir  gleich  durch  unfere'geaanM,  innd  niaiih 
^eo  neneßen  üül^itf ein  gefahren  Rechntikigeii  aak 
llieGsn  Datii  keine  ?i«ae  Refill  täte  eüliälttobäbien ,  Toü^ 
dem  .vielmehr  die?  oft»/},  to»  'Niel^kr  felbft  berede 
«leten  auf  mmm  bewoadernswürdigb  Art  beftätiet  fiiü^ 
imk  r  welche»  xo»  Theil  einer  gegmlHtlgen  toakfii^ 

.^*Diw;  a  iy.  B.S.  24* 


^24      Mmt^  «onv^;  <;^V  DMCEmER, 

Ipe^tion  uDvermeidUcher  BeobacbtffttgsTchler,  iiiid  den 

iireTfchiedeiien  dabey  gehrs^ucfiteD  JVecbnnogs-Eleinea* 

teil  zozurciireiben  iß;   fo  ift  doch  picipapd  yerbuo- 

^en,  diefes  auf  unfer  bloCses  Wort  2<a  glauben;   viel- 

IpehT  fiqdeoi  wir  esaos  mehr  als  eiiie|D  Groikd^  poth? 

yfcpdig«    deo  uuuipOiikliQhea  BdWJei«  4^voa  picht 

fchnldig  zu   bleiheri  ^    d^   es  yieUeiebt  l^vtie  geb^Q 

](5nDte^  welche  ^in  In^erelfe  dar^q  fibdep  werden, 

diefe  Rerultate  iq  Zweifel  zui  ReH^D;"  Erftens  iß  e| 

fvr:  die  Gefcbichie  der  ACtropop^iet    dqr  Sohiffs^hTii- 

Kqude  pud  ihrer  Fortfcferiue  ^n^rk würdig »  *i^  erftfe-; 

xeq«  z£7ß(27i  und  i^'o  diQ  beffer«  4uHqraug0— Me^b<>464 

^r  (q  berührotcq.  Aufgabe  der  Länge  ^qr  See  iiperft 

üiigciw^qdt^     und-  iq  wirkJicb  braq^bare  Aofübung 

^^nin)Qn  toy,     Zweytens  ,  wel<cheq  Grad  Yon  Äa- 

verl«rä^k«!it  »ud  firaqqbbarkeit  die(e  ^eihod^a  d(i* 

«pabls  fchoQ  gew^brteu :  und  endlich «  welcben  l<7«t- 

feq  qnd  Gewjun,    nicht  nur  die  .SchiiFahrt,    Coqd^rn 

luich  dießrdkqude,  dqrch  di^t<Q  Ui0|eq  -  Beftimninn» 

^eu  erhalten  hat^ 

I)ieres,  zq  ergrterq  ,  (iqd  Jceine  Beobaqhtupgeta 

gefcfaick^er  und    qsehr  dazu  geeigOQt ,    als  die  Nie» 

^(/Är'fchen^     Wir  babeq  fchoq  im  IV.  Baqdei  der  M: 

C  S.  246  die  ppftreitige  Ehre»  nnd  das  grofse  Venr 

^eqll  für  d^q  JuIUzr^ih  JMehifvr  reclamirt  ,    der  ^r- 

;,  /Ze  Seob^bt^r  jre^^feq  ^q  feyn  ,  welcher  die  vor tr^Sy 

\.  liebe  Methode  ?ieik  Moqda  •  Abftande  *ur  Erfindaii|[ 

-^   df r  (.änge  ^nf  dpvck  fefleq  Laude  picht  nqr  v^rfneht^ 

\  ^^^^^^"  wirklicli  iui^eiUJtüftdc^  qnd  damit  Gebrgeuaqe  ogid 

^»ny^rl^CTige  Lllj^gmbl^f^ipimiUigdq  herausgebracht;,  hA 

jtier  ifteiqkqr^rAbriGi  voip  Gange  diefer  Erfindqng. 

t'-'.<.>  ■     .  .  . 

..  \. 


Jt,VL  NiOuhr's  aßron,  Beohacht,      -     6?5  , 

Jöhßwi  Wermr ,  eiq  Nörnb^rg^r ,  war  dcT  ^rße  * 
4er  in«  T.  15 14  in  feinen  AnmerkUDgeo  über  da«  I«  B, 
4er  Geographie  dea  Ptolemaem  die  ßepbacbtupgen 
der  Ab(|ände  der  Fi^Qeroe  vom  Mopde  zurCrfiuduog 
-der  Meere« -I4uge  Torfcliiug.  Peter  Bienmid^ii  (^Apia* 
7ms)^'%in  ISachfo,  brachte  dieselbe  Methode  im  Jabi 
I524ia  VorrcMag;  er  erklärt  (ehr  beftiinmtV  wie  xnan 
Abftäifde  des  Mqqde«  vod  folohei)  Sf^rnexr,  weicht 
in  der  Nähe  der  Ekliptik  liegen ,  «u  iMugeabeßim« 
moog^n  gebraqcheq  foUv  Qrontiu^  Finem  ^  Prof,  dec 
JMhlKiiq  Paris  ,  und  Gemmk  Frijius ,  eip;  ikn.\  in  An^« 
l^erpen,  kam^n  im  Jahr  1530  anf  denft^lbcq  Qedan^ 
i^en,  Petr^  Nunruz  (^Nomm)tVxoll^  zu  Coinibra,  und 
jD/m,  Sanibeck  aas  NiniwegeQ,  kanoten  dieCei'  Metho» 
49  im  i^  1560^  Kepler  emj^f^l  &e  \m  Jahr  1600.  und 
SoK  Morinus^  kxt%  und -Prpf.  der  Math,  iu  Paria« 
fchiug  fie  1633  diemCdijdmdli^liichelieu^  qnd  im  Jahr 
J645  dpin  Card«  Afoj^rifi  vor, 

.  .  Qegec)  diefe  Methode  fancl  m^^dam^hi^  nichts  an- 
^iera,  t^nd  mit  Gruufd,  ^ioiuwcodeni  als  diciUuvoIl« 
Jcanmenheiteo  der  Monda -Tafeln^  Hark  II,  f^öoig 
^opE^oglaud,  lief^  daher  im- Jdhr  i665:die  Qr^enwi«* 
fiier  S«?rpw«rte  erbauen ,  up«(.  gab  dem  berühmten 
JPU^m/ieed  und  atleq  (eiuev)  K[af^fafalgerq  ^r  6<;ft^llun{; 
liqC,  4i«  T»fela  der  Beweguilgen  Bll^r  (likdmeUkbr* 
per  ^*  und  die  («age  der  Fi^^Qevpe  auf  da«  aHcrg^naue« 
ße  za  berichtigen,  «m  die  fo  (ehr  gewnoCohtQ  £a(:he.^ 
iüie  lAng^  zur  See»  ix^  üqdQn-,  und  die  .Kuqft  der 
$Ghilpahrt  dadurch  zu  verbaHern,  Purchiiqlfediebr 
'^jRamß^ed'ldtken  Beobachtongeq  (chuf  Newton  feind 
^n(lerb)icbe  (Vlonds  ^  Theorie ;  dieC«  leg^e  d^n  <erftea 
-^JUttdß»!»  9tt  aUen  iMiohfbtgeqdM  Verbe|brimg«n , 

M  m  5  von 


^z6    MonaO.  CwreffL  ({o/.  DECEIXUBEJR. 

yon  :D*^älembert ,  Clairtmt,  La  Orange[  Euhh^ .T6B. 
MayerhiBMXktJLa  Place.  ' ,'     ;-    i   .'  r.:      ' 

r  .  ßktmpbsd^B  Nachfolger,  Edm,  HaUsy^  vcrrftariit* 
liicUta^  dieModd»*Tafelii  dof  ch  Beobachmsgen  mtd 
durch,  den  Cf  cl^'von  Saras  sn  berichtigt^  MdsöTer» 
b^flero.  Allein  es  fehlte  noch  an  Werkzeci§ei»t  vn>^ 
miK.dievMonds«  Abftäiide  aaf  IchwankendeiiiVSokiffQQ 
^er  See  ^^emelTeo  iwerden  «konntea«  -  J^ewtom  ^rboi 
cliefe»<'iaßaiUhfnJt  im  J.  1699»  welches  ^achlier  «ntei 
idemiNamen  Hadley^ichen  Se^cUaU^u  fo  all^faeii^ ■  be^ 
Itaönt  geworden.  Allein  Hadley ,  Hoghc  uildiirbitdfcjr 
«Dachen  auf  jdfleielbe.Erfiipdiitig  Anfprüeho^  ,So-;Tiel 
iftgewib»  daCB/diefes  .c^ptiCcbto  Werkzeii|(Miicht,TCff 
dem:!^  1^32 .'bekannt  uad  in  Gebrauch,  war.  £s  WII1^ 
Jde  in. der  Folg^  von^TkMiH^^^  liamsden.  Tol^.'Mofßr. 
JSprda  u.  .ä.fli;  fehr  ainfehnlick  verbelTeft«  nod  foi 
iktd  Gebravcbza  LändAi.«ind' :^un,Sbe  immer  i^weck« 
inäfbiger  und  brauchbarer  eiDgericllCet«    ...  r   . 

Im  J.  1750  pTiifte  And' unleyruchte  dei  Abbe  La 
Caille  diefe -Methode  a«ii(einer.  Reife  nach  dcmi  Vor* 
gebif^a  der  guten« Hn£b>aDg;.ida  er  aber  feine  Beob- 
«chtnn^n);Aur  mit  ;den;./:fiEi/%.Tchen  Jyionde- Tafeln 
TergVeiohen  jBonu4(e;i  Ib-wa^  keine  grofte  GenattigkoiC 
^u  erwteteuF..  In^  J«  iifi^^/übetigib  Ibb^  Maymr  feine 
erQen  Moiids^Tafelo  ii^sa^finiglifehw  AAbiralitlte- 
CoUeg|e«U|i  ndd . Capitain /(tiachherig*r'..Vice^ Adni« 
xtiy  C^wipieU  war-im-Jc  175*7«'  98«  uvtd  .i^9A4er  erfie 
Seefftbteip,  twelcber  ,mi«;«iki«m  ine0iigtpem.^1i%äl9y\ 
-fcfassn  fiextlaleoi  JVIoqdf  -  Abßäade  mit; Bieter ^^viriflen 
Genhuigkeil  bcobicbtAt.hAtte^  .^U^elche  C^  JBradley^ 
daäubligbr  k;-  AßrOf^qnii  rVKi  ßreLepwi^b^itJiiich  d» 
Jt^ffn*£ribea^ittondft*:'i;^fälii>4i^reQluie^4  lOA  dj«  e» 
.^  f^  ,  m  lu  wünlch- 


i^fircÜe  ÜbereinAtmiiiirng 'gefunde^^  lu  den- 

felbeo  Jahretfi ,  aU  man  diefe  Methodeo  ib  Etighnd 
tfnterftichle*  upd  prüfte»  XJ^^rJVZtffc/Aj'  M  ÖtJttlü^gen 
Viä'rch  feiiie9  grofseD  Lehrer  7b^;  Mayer  damit  fchoii 
|b  yortr^^uf  j^ertacht,  dafs  er»  bboe  irgend  eine  fVem- 
äfar^'B^jr^iilfe ,    die  Längen  äöa  feines  .Lelireffi  hafld« 
lläii^ftfchbn  Monds. Tafeln  felbß  beVeöhnen  konicit^ 
liVid'tctibb  /lii.  i^nfang  des  Jahres'  1761 '  iiergleicheä 
9ftö6bä'chtängeb.  nic^it  nar' felbft  zur  Seä'  npjg'eftMlt'il 
tönieitn  aach  felbft  ber^chDet ',   und'  SaVSioV  die  Lftfi(- 
gi^roiaÖip    Vincettt,    Cäp^Spartel ."ÖAi^äü'^K  Miilr^ 
jyHte  auf  eine  bevtruncfern^Würdig    j^enaue  .  A^^  ^^ 
geleitet  liat,  wie  wii?  ;diefe8  iq  einer  r^ole'ila  A^A 
**t>tifttber- Hefte  der  M  C/s;247 ,'24^'.  vbä^Werlegi 
llcfi  bewlefisn  haben.    £)i'etf  gefiihi^h'ip  deinfeiben')afa(- 
Vrf.^>tid  ibth    ehe  Bi.j'Mdfketpie,  j^tz?gtff  :t,■Aftra.. 
!pom,  balcH  der  tnrel  5f^  J^tffe/i^ii'a^ageTcliickt' wurde, 
den  Ddrchgäng  der  Venus  vor  dcrSontflän(Aldh)ei76i 
'^n  beobacliten,  und  6e;  diefer  Gtfreg^phÜC'dlc  Afay- 
Vr'tdiba  Monds-'Ta'^fii  nkid  die  [Vfethöde'deV  Monds- 
!Abßädde  zur  See  zu  prufeüi      Denh^wäbrend  ßjas» 
t^e/yn^'idi^fb'IVfethocie,   ulxcl  ii{re  Anw'e^nÄb'ari^eit  auf 
(l^oi  Wellmeer  unterfucfatf  i  übte  fieiV^^z/Är  auf  dem 
Slittelländircheii  Mf^re  f&hön  ^tis  i    nn<f  ipactiie  6k 
'j.ä'b^en'beftimmungeii  ^9 '  wißtchc  'gedapfo'üiid*  zuyer- 
YsKTii^r  aU'diejebigi^ii';^i(rc^^    'welcfie  dj/ätötbe«  inm 
^röMeVfiei^  dlene.n  fofltiete. '  Ja  er  m^achte  J^^ängei^bÄ 
"flinimvnsen  auf  4em  l^ftejti  l^ande ,  yftichb  40  Jaht^ 
''iiac!hh[er  von  eiqer  ganzen  GelTenfchaft'  PranzÖfiGchlfT 
*ji|ftrdn9in(pn  ,  inirdcln'bdft^n  Werkzeugen  *iitf4  Hüll^- 
'inuillo  a^^gerülljpt^  müii  wd^i'l  üoc^^TbeiTer  waren 

iciüilJfciworaea,   ^'^   • "''  •'* 


JViw. 


^2^       Uimafk  Cflrrdjf^  i^^  J3.£CJS4fi^£R* 

NiehiihrU  Atbcftca  W4ir^a  ^tier  ^m^hVi  wk\  fce* 
k^iNQU  .  Spij^  f-ehrer  *  7M^.  M^X'^r^ .  w^r  geßorbfo  t 
und  welche.]?  Aflrbnoiii  foUte  Cch  CeipeT  Bc^obachtuo^ 
^eix  aniiQhipen  ,  He  gehörig  uii^er(uch^Pt.  i^^^  ^9- 
(chwerlicti^  BerecUoung  j^bernehmeo  ^  ü^  t^f^h  Ye^r 
jAiepff;  WiirAigen  und  gelteud.,  machea  ?  Vi^Ufigbt 
God  auch  ,J\&>^«ÄrY  |I^ob^<^l;ixpgfeA  Uiec  uqd  d^  mdi( 
ia  aufgenomm^i^  UQc^  vk^uni  yi^prdea  ,  wiß  fio  e|t 
wohl  vei-dicp^o^  NieoiJ^4^  y^a|[;  (thaldig^  wC  fcfll 
b^oCBe»/V\(ftI:t^«^  glaubt^«^  Allem  folltea  d^paifjpi^. 
Reoba^^lf^ogev»  welche  Af<fyl?r>,  Wittv?«  ai)L  4>^^- 
.  Ji|fcb^.Cojn,^,j!p^OR  der  M^erf  ii«»  lUäpge,  pac^top^DR 
jjingefchijfitiÄa«  und  d^  ii^der  E^agliCph^jA  A^^«.^ 
g;^hß  JOI^  Ofayer'si  MoDdaVT4felRS\CXXyU  %um  B|^ 
iweia  der.  Qm\^  derfelbeq^^ljgedt^ijickiL  \f  Picden /uidüt 
keiu.giyi^ei^ .yprujribell^^ ,Ma^4iji  Au,fn[i(?cHjfemkeit 
irgenii^^iuea  Aft^öinQ!?^«^  und  Oieograpfa^ea  dprC^lbeo 
jieit  erregt  toben  ?  Da^  ifi;  uiibegteiflich  i  Sft  viel  ift 
gewifst  dafa.erft  im  J,  17^5;  dile: Methode  der  Monds-. 
Abftände  ?u^^  Erfipdupg  d^  JU.*g«^'iu  der Eug^lifchen 
Maiiue  aUgeoieia  eiqgefijbrt^  uud  verbreite;  ^  und 
flafs  crß:  inj^  J^  iSo;  di?  wrahre  Länget  vou.  Alexan* 
drien  und  Kdh'ra  btek^uq^^.^ewqrc^^n^  wie  Mfir  fi«i 
(cho^  vor.  40L  Jahreq  häViep- wiij[eii.kö.nnen^ 

Wir  lalfea^Mu^  hier  upferci  p.ereqbjpnngCA  in  der- 
JfiV^eu,  QjcdwttPg  folgep  ,  i^i^^^j^lcjher  ^yi^  iu  deq,  vori- 
Ij^eu  Hefteu  die  N«tf^wÄ^''fch(?a.Beobac.biniJgeft  ^uitein-. 
Hoder  habeaiülgeA  laufen.  Deif^  Ober  Appellationg^ 
IVaih  von  ü^ide  \xu^  P'of..,:ß/^^  habeq  ejB  (icht  ^pm 
V^rgpügep  geip^cht  fc  diefe  4;:i>^.(.  'P^^  "^"»^  ^Ä  jtheilep, 
yoT  aliea  l^ugeA  habis  j^ph  Js^ebuftrld,  Qrigipal^fieob« 
VchtuDgeAt  Ob^e^Ie  MckfichUuffe44^^e¥5iCl|Aaog, 


LVI.  Niehulir'i  Hftrön.  ^iobadht.  62^ 

g«'nz  v6&  Vorn  bacfe  tt WniiiS  üttfeftefi  S!öifli1^t±t8icte 
tailTe^  bod  biach  meinfen  SbÄ'bfeb-Tafdn  To  TofgHUigre^ 
dTiicift ,  als  weDh  Cjs  vörli^t  bie  getchehfen>w^^rc.  Auch 
Aie  ZeiVbißji^iüniigeh  h^bB  ich  tlurthaiis  beu  Ibfet^di^ 
liet  ,'üüd  blcht  das  geriiigltb  Rechtiübgsdatiitt  1(1  von 
IvÄjJwÄMBntlehlut  XVöfdeiJ.'  Ulli  iede^knäDki^  der  Lnft 
«fbä  BeVüf  hierzu  iixhli ,  lu  den  Stabd  ibTetziSD  ^  d?eTa 
Ilei(huünoen  ^ut)ri[ifenv  odetzu  Sviedl*i^6)eti>  Fetzen 
^ir  täßimtlithehechndngs  rEletobnWdabey.''  DiefiiB- 
Vechoüng  der  Polhöhbn  nud  det  Zeiten  hättjer  O..  Ai 
ftarÖi  V.  Mfiäe  toit  ^'ir  gfeflidih ^  die  idef 'ta'ngenlaüs 
üen  Mohda-Abfianden  hai  Vtöf.  ßürg  )aith  feinea 
leigebäb  haudrchriftiichftn  Monds  TaFefn,  welche  den 
doppietteh  Preis  in  IPätis  erhalten  habfed  ^  ^brgenom« 
•taen.  t^  hat  fich  die  Mühe  nich^  VieriJtiefseh  lalTeti^ 
jeden  von  Me^/^Zcr  heobäichbeten  Mbnds- Abfand  em- 
%e\rK  zu  herechnisn )  warum  er  iich  diefem  läugieren 
iind  mühevolleren  Verfahren  ubtelTzög'eh  Htäxi  \das  laF^ 
leii  W^  ihh  hifeV  felbß  Taj^nV 


^  Wenä  die  Länge  elneB  ÖrtM  Iti^  WoWhtetj^il 
li^Dtfernnngen  des  M^bdes  von  derSoboe^  Ibdervolo, 
.{Stterncö  hergeleittft  \v«örden  toll:  Ib  :begnügt  ibaH 
^«fich  gewöhnlich,  aus  hiehreren  follcKeu  E^btTetbUiin 
„gen'das  IVlitiel  tii'hehlDeo>  nbd  äda  dibfer  tnitUötcu 
^»Entferbubg  die  Länge  des  BeobächtungSottes  ^ü  Tu- 
^i'chen/  Da  di&AnWcnddng  diefet  ^tchbibbäitiäti  £tib 
«»ferUttogett  Von  Elemiiiteb  abhängt  1  diHiiafleifehtiäL 


630     JHoMtf.  Canejp.  üpi^  DECEMBEEL 

i^ZwUcbeoT^f^^o^  4^r  Zeit  Hpgleich  wachrefi  ^ .  oder 
f^aboehmeo:  So  kann  die  aogepommene  mittlere  JElit« 
^)ferooqg  «ich t  zogleicli:  dem' Mittel  aae  deu  BeoW 
,j|aciitpDgfizeiten  zugehören«  und  dierea  Vejfalii|^^ 
^nsufe  ip  dem  Rcfuhate  einen  fehler  hervorbriogeoi 
^^der  nach  &ercha£Feniieit  dpr  Umfiände  mehr  öder 
'  ^«««i^eniger  bettächtlich  feyn  wird»  .Bey  geviFöl\iilic)ien 
^Beobi^cbtun^en  diefer  Art  dürfte  indelTen  diefe  Uo* 
itgewiCsheit  feiten  fo  grof«  (eyn »  d^ra  fie  mit  den  Feb^ 
„lern  det  ISeob^chtuDgen  Telbß  in  einigem  Verbült- 
^nilte  Rande;  die  kleine  Änderung  in  dem  Ketuüati 
,^würde  die^  Z^it  nicht  ai^fwie^en,  die  man  aut  Be* 
^jechnang  der  einzelnen  Entfernungen  verwenden 
„mufa'»  ond  die  Fehler  in  den  Beobachtungen  felbfll 
.«lalbn  eine  grör^ere  Ungewifahcit  zurück »  ala  die*» 
,4enige  wari  die.  man  vermeiden  wollte.** 

**^\VeDn  ihau  aber  nach  dem  gewöhnliclien  Vert> 
»»Fahren  das  MiUel  aus  ^aben  beobachteten  Entfei» 
^^uuDgen  nimmt  ^  und  eine  öder  die  andere  JBeobach^ 
),tung  fehlerhaft  iß :  JTo  werden  die  übrigen  durch  die« 
„fe  verdorben,  nud  man  hat  kein  Mittel^  die  guten 
^•Beobachtungen  von  den  fchiechten  oder  mittelmäfsi* 
»,gen  zu  ünterfcheideo.  Aus  den  Unterfciiieden  det 
«>brobachteten  Eotfern'UngeB  läfat  Hch  wohl  bencthei« 
,^len  ^  ob  beträchtliche  Fehler  in  den  Beobachtungen 
^>felbft  liegen ; .  es  wird  lieh  aber  nicht  immer  anamitf 
i^teln  lalTen,  welche  Entfernung. fehlerhaft  fojr«  und 
»^folglich  aua  dem  Mittel  weggelaffen  werden  müITek^ 

„Die  Beobachtungen  >  welche  der  InftiKräth  Nie^ 
vfydvr  auf  feiuier  Heife  naih  Axabien  «u  AUxandtkn^ 

i.und 


I 

^i^AA^ahira  gcmachi  het:»  tfi^^^-  für  diai <jeo^T^phio  , 
^»von  Afgyptv^n  gew\ts  Cehr  wichtig«  Je  ffitAer  (olr 
^vCbeB^obachtuo^enriod,  mn  fo  mehr  muft  ipaaW'üa^ 
»«fchen,.  auch  4ie  kleipße  Uagewifsheit  ia/l  eotferocn^ 
„die  auf  die  Refultate  d^rfelben  Eioflurs  hal^n  kaoiif 
,  9,e6  fchieü  mir  daher  uützüch,  jede  Beobachtung  ein* 
»icelo  tu  bei^chncD.  ^  Da«  Prpblenti  die  boo^^cb te- 
ilten Dißapzeo  in  wahrt^  «u  verwandeln,  iftvpaCfo 
jp vielen  fiufgeJdd«  und  von  fo  verfchiedenen  Seiteü  ' 
,,betsachtet  worden »  dafs  map  es  für  errchöpft  anfe^ 
i,heo  nnft.  ^  ßerda^M  Verfahren  ift  i^nilreitig  daß  küt« 
„seße  ,  am  einzelne  Entfernungen  zu  .oreducireu ; 
«gkönimt  es  aber  darauf  aii|  viele  folche  Entfernuo« 
9^tu  la  Tergleichen:  fo  fcheint  mir  ein  Vei^fahren 
9»jenem  ähnlich»  daa  Ik(ayer  gebrauchte,  noch,  iijvaiet 
^»einigen  Zeitgewinn  zu  gewcihren,  wenn  man  die  In* 
Interpolation  zu^Hulfe  nimmt.  Da  in  der  Bo^dß'khen 
^»Formel  die  beobachtete.Entfcrnnpg  felbß  yP!>i^K$^°^H 
^fo  ift.ea  nicht  leicht,  oder  nicht  vorxl^eilhaft»  ^ie 
yjbiterpolation  auf  fie  anzuwendea«"  .  \  ^^ 

i^Anßatt  airo  die  beobachteten  Enti^ernuiigen  iia 
»pWajiTei  zu  verwandeln  ^  habe  ich  vorgezogen  ,  di€; 
^aiüs  den  Tafeln  berechneten.  Entfernungen ,  fo  wie 
^^Mayer  ^  fcheinbar  zu  machen.  Mayer  hat  zu  die- 
9»Ce«i. Endzwecke  lieh  der  Parallaxen  der  Länge  und 
»«Breite  bedient.  Da  die  Refraction  auf  dieEutfer|:iihCi^ 
»>gen  ebenfalls  Einflufs  hat:  fo  mufste  er  nicht  aÜiein  ^ 
»«dieHöhe  des  Mondes  und  des  Sterns,  oder  detSon- 
i,ne,  fondern  au^h  Hülfswinkel  recKiien ,  uhi  die  Wir^ 
p^kung  der  Refraction  aus  Länge  und  Breite  beßlm- 
^men  zu  können»     £a  fehlen  mir  einfacher ,  die  l^a- 

>.TaU 


632       MonaO.  Carrefp.  tSou    DECE^BETL 

9«TaI1exen  der>Höh6  uodde»  AzimuthsdnifcaweiklaUt 
;;die  tooch  Idchter  tiltf  die  der  Länge  tiVid  Breite  zabe- 
;;rech«en  find,  und  ich  gla«!je,  dab  di6  K^chnung 
t^dadVitCh^  nud  dorch  die  leicliie  Anwtendtittg  devRe« 
;,fnictioii  Tehtr  vereiüFacht  werde.^' 

u'ök  Man  ^uf  diefe  Art  tur  drfty  wHikühtlich  an- 
^«gebotaineüe  Zeikpüntte  die  fcheinbarett  EniferlinD- 
^«geu  a?ts  den  Tafeln  finden  kann :  fo  laflen  fich  dardi 
^«eine  Tehr  leichte  Interpolation  di^  £ntferbiiti|cett  fht 
;«aUedAiWirchenIie«:ekide  Beobachtdb^tsieiietl  finden; 
>,hat  man  diefe  Entfelrnntigen  Für  zwey  tfTpekheren 
^der  Laug«  des  Orit  der  Beobathtntag  i  fo  Ihrhilt  man 
«»dnrch  tinen  einfachen  Proportionältheil  die  LSngti 
^•wtlch)^  iüs  ledel-  einzelnen  Beobaditnng  folgt." 

\i%ej  to  venji*ickeiten  Rechnung^  fctieiiit  tt  mit 
,,eiÄ  wefekitlicher  Vorthteil  zu  rejn,  eine  Verification 
»»derfelben  t«  haben;  diefe  gewährt  das  angeluhrte 
^Verfahren  Offenbar.  Denn  da  man  drej  £ntfenian* 
,,«:en  Für  gleiche  Zwifchenzeiten  znm  Gründe  legt: 
«,fa  iSfst  fich  aus  den  Differenzen  beliriheilea  •  oh  ein 
^»Fehler  begangen  worden  fey.  Wäre  änch  die  Rech« 
^«tiong  u-eitlänftiger,  als  bej  Einern  andern  Verfidi» 
,«^n ,  fo  teochte  ich  doch  )ius  diefem  Grnndelet  jedem 
,« voTzieheA  ^  wo  man  die  Interpolation  taicht  UiWte« 
^den  kann."^ 


.  LVI*  ÜUMir'safirMi  tkehadiU 

t 


f3^ 


'  ßeobachtuftgefi  ÄuJP  ßfeftlittmung  dsf  t^oöicÄi 
von  Af^xandrienj 
berechnet  Ton  dem  Herauageben    - 


CVetgl.  Sept.  St.  S.  «54.) 


Pj6z  den  6  Octoher^  '^ 

CoUiittatloiis  -  Dehler  des  Quadranten»    littet  Mi 
6  VergleiÜiungeu  —  4*  57/00. 


B«obadit0t0 
SkerAe 


l  l^riaani 
8  Tauri 
«  Taurl 
Y  OrlonU 
cjQvioBM  . 
« Ociooit    . 
«Polaris  N 


Wahr»  Hö- 
llen 


48  13  6.1 
77  35  54.4 

«4^4  50,3 
«7  25  20,7 
66.  S  ii»9 

aa  ion2o»3 


Schsinbars  Ab* 


»o  34  58*65  S 
18  38    o>i4  N 

^6  .;.'4*^7ifN 

6  6  57»4tN 
i  22  12 »12   8 

7  2039.7?  N 
88  ,  I  52,30  J^ 


Ber«c)iiiete 
Polhöhs'  ' 


31  II  35>:tf 
12  .5, 74 
12  12, at 
12  7,rt 
i2  ^7, Ig 
12  27,8?. 
12  12>60 


Das  Mittel'  ans  alldn  dieteti  Beöbacbtntigeo  gibt 
dU^cAbötlä  vdö  JUötändrien  3i'  12'  12/if*  öderf 
in  rander  Zahl  ^t*  12'  I}^  Atta  JV{V5k/Ar's Berech* 
»Upg  foVa  ji*  ik'  «•  ^Septbn  St.  ^.  ^54)}  i^ii*  5* 
Terrchiedeit  NdUet^  AßtonOm  des  Natiotiat-' Infti* 
tQts  inAegy)^teii^  fand  lin  J.  179B  mit  eiMtn  Qnadrabi^ 
ten  von  iFofs^^ua '.sehn  Beobachtungen  diefe  Folh}}* 
fae  ji*  12'  t8*i  Die  ftmfseraen  Beobachtungen  mMi« 
¥cn  53*  verfohiedea.  Bey  JfüAuhr  ging.4ieler  Uli* 
terrcbied  nur  at^f  p%  :^nenöt  fiuid  mit  einem  Sp^e« 
geikreireaus  S&epSaobiungen  si""  t2'  8';  dergröfe« 
te  üptetfdued  lö"^*  i)aa Mittel  wird  auf  31'»  12'  13* 


63^      m(maa:''<^'^p.  iSou '  DJE^EÄBiR. 

gefetzt.  Für  das  Pavillon  du  Genie* ^.  Gerade  auf  die 
Secunde  dalTelbe  gibt  Niebuhf^s  Beobachtung;  er  Eaigt 
abeitiikht,  an  welchem  Orte  er  beobachtet  har.  Da 
der  Leuchttharifi  von  Alexandrien  i^^i^'^"  Metres 
nördlich  vom  Paväton  du' GSnie  fiegt:  fo  folgt  darauf 
Breite  des  Lteachtlhdtintf  (^Phatdiyx::!  31'  13'  5/5. 
Die  neaefte  Corm.  A  t,  jjour  VAnnie  XI  S.  201  gibt 
noch  imitter die araite Breite,  vonChatsMesiat  J.  1694 
beobachtet,  an  ZI  31*;  11/  28*  im  Hofpice  oder 
Couvenl;  des  Grecs.  Die  FraozöCfch^n  Ingenieurs« 
'welche  den  ^an  von  Alexandrien  aofgenöm'men  h«^ 
ben,  fanden  diefes  Griediifche  Klolfter  i'  8'  fadli* 
cfrer,  ils  den  Lebchtthnrti^ ;  däbdnr'l^redlte  Breite  des 
PJiäre  nach  Cffazetles  31"   12/   26".  ' 

jtX  Niehuhr'^  SeöBäcHuiirigen  Zur  Sk/^nmupg  4fiK  T^^ 
höhe  von  Kdhira^  berechnet  v^d.  Herauf^, 

(Vergl.  Sept.St.  S.äSsO  '        '^ 

^   -         J76J  den  20  J^ovemker.. 
Collimations  •  Fehler   d^d   Quadranten  ^ane   jo  Ver- 
^      gleichungen  —  3'  23/455,        . 


Beobachtete 

Wahre  Höbe 

1    Scheinbare 

Bfraciuiete 

Stertie 

1  Abweiöhniig 

Polhöbe 

,Fam-«l-haac 

0       '»           m 

29    4  33  >  3 

30    3  31*4 

a  PegaQ 

73  52  51,0 

13  55  44»o8  N 
2?W3«;t<?|« 

2  52,3 

tt  AmirbnieA.- 

»7  43  11,2 

3  27.Ö 

A  Ceti 
«PöUritU. 

40  39    5.J 
32     I  10,5 

«1^35.53  9 
il    2    9»56N 

3    Q.l. 
3  2ö,! 

«  P^rfei  N. 

71    3  2Ä,9 

4«  59  41  »58  N 

3.23»o 

«  Tauri          .      . 

75  57  39*2 
74  19  io>5 

i<J    0  4P>^  N 

3     i»^. 

^peiia  17.          ' 

45,45*5,08  N 

3  55.5 

M 

Stwl'>  V   .    . 

3o*  3'  3/» 

GröfocteOäiltrihiid 

. .  .•     * 

*)  A.  O.  E.  IVB,  S.  6a-   -MC.  la  s/a^i 


35' 


'    *  -jjöz  den.  4  Deeembsr.  "l 

Cplfiklattotis-Feläler  des  Quadranten  ana  2  Yetgtk«" 
*'     ■  cbungen  — '35,*8. 


"'Beobflcbteta,!' 
**         Steriie 

Wabreif öbe 

Scbeinbare 
'  Abw^eiittüg 

BerecbDcte 

«1  Peg«fi 
'  y  Pee'afi 

-    ^'Pe^eiN. 
«  Tawri 

73  $2  51 U 

73  48  36.i 
71    3  20,3 
75  57  3(»,<J 

74  1921,8 

13  55  43*r  28     30    2  51'  a.  - 
.135154.7s            2  58.4 
48  59  44.45            3    4.T 
11^  .6  40,90           5.  4>.i" 
45  43  3^,34            2  58,1 
Mittel    .    .    30**  l"*  59,  "i 

'  *  baf  Mittel  mshejäen  Tagen  gibt  für  die  Folhö« 
.fre  vdn  kahir^  In  dei"  Strafse  dei  Earopäer  in  Tundec 
^aft^o'  3'  2*..  piesRefultat  ift  nur  uni  2*  gröfsct, 
als  ^NiebiAr  aun  reiner  Berechnnng  gefanden  bat  Ii^ 
feiner  jß^ifehefchreihujig  nach  Arabien^  Origina}*Aaäf 
gäbe,  Kopenhagen  1774. 1.  B.  S.  112 ,  gibt  er  die  Pol* 
dS^^  'der  StraTse ,  in  welcher  die  Franzofen  wohnen » 
30'  2'  58"«  welches  alles  als  ein  und  daffeibe  Reful- 
tat  apgereh'en  werden  mag.  Die  Frauzölifchen  Aftrb«  ^ 
fiionien  in  Aegypten  beobachteten  die  Breite  im  Hao* 
te  dea  National  Inßituts  n  30'  3'  20*  *).  Nact 
Grober t^^  JDifcription  des  Pyramides  de  Ghize p  de  U^^ 
vilte  du  Kaire**')  S.  148  und  Planche  3 ,  war  das N^r 
tiöual-Inßitut  in  der  Vorftadt,  in  den  Häurern  def 
Kh^an  Bey^,  und  Hajfan' Kachef  etablirt.  Nicht 
weit  davon  hatten  die  Franzofen  eine  kleioeScbaqze 
angelegt »  Welches  das  Fort  de  tInßUut  genannt 
Ward. 

*3  M  a  IT.  B.  S.  49<J. 


»♦)iw;c.m.B.s.  23. 


Nu 


6^'     UfoML  Cmejf,i^i  BEOCanCfL 

Ip  dem  AnmMure  d^.t»  fUpublt^Cifran^ifi ^  eak 
C9{Iijipur  Iß  Meridi€fi,A^Cah:ey  PA^  J^d^  F.Mr^ßftigr. 
^aißl  Au  Caire  de  Plr^princrifi, nationale,  l^o.  p,66 
kqinipt  eipe  Tabelle .r^r.smf  weldberdie  Eptffnrmm- 
gen  ä&c  HaaptOTte  in  Aj^yptan '  rdfn  ^er  ic^p  und 
Perpen^el  von  Kdhira  m  FraDzöjl  MJtires  angege- 
bte  Tuid. '  Per  erfte  Meridian  ift  dmJBh  den  Jmi^/^^ 
r^  •  fhurrli  (Tour  des  Jojiiffaires y  gel^t.  Die(er 
Thurm  ift  im  Quartier  der  ^^amtfcbiuren »  waa  ^^Te« 
j^Är  daa  Caftell  nennt,  und  mit  B  in  feinem  Gmnd- 
ri(a  von  XAMra,  Tab  .*XII  bezeichnet.  In  GrobtrCt 
Planche  3,  kpmmt  dierea  Cjtßel .  im  Qmndrib  vor, 
nhd  der  Thnrm  ift  mit  T  bezeichnet,  piei  Franzo- 
fen haben  zn  ihren  trigonometrilTcben  ..Verm^Aingen 
ohne  Zweifel  diefen  Thnrm  gew^t ,  weQ  von 
^mCelben  die  weitefie  Auaßcht  beberrfdit  wird« 
denn  Uiehuhr  Tagt  (L  c»  S.  xt2,  Z14):  das  Quartier 
der  Janitfcharen  habe  eine  Mauer  mit  Thürmen,  und 
man  könne  die  Stadt  am  beßen  von  dem  Berge  Mo* 
kdUam,  und  im  Caßel  überfehen»  Nun  wird  in  dem 
oben  angezeigten  Aegyptifchen  Annuaire  angegeben» 
dafs  das  Haus  dea  Rational»  InfLituts  493  MetreanÖrd« 
lieh,  und  iSiS  Metrea  weßlich  vom  Meridian  dielfi 
Janittcharen-Thurms  liege;  dies  beträgt  16  Secan- 
den  9  Folglich  wäre  die  Polhöhe  des  Janitfcharen* 
Thnrms  "30**  3'  4*.  Das  Quartier  der  Europäer 
liegt  zwifchen  diefen  bejdeu  Puncten»  airo  die  Pol« 
höhe  deflelben  höchttens  30*  3'   10*  bis  12*. 

Die  neoefte  Corm^  ä.  t.  An  XTgihi  für  die  Breite 

ron  Kahira  die  alte  von    La  Caille  berechnete  Cha- 

ze/Zw'fche  ZT  30**   3'    12'  für  das  Franzöf.  Confulat 

Haus*).  Auf 

*^  Abm»  de  PAc»  de  Paris  17^1  p.  154, 


Aii8*aIIe»r3!e!Sm  Eann  rban  ^enlScElalB  ziehen » 
cUrst  da  die  Nie^uArTcben  «od  die  FranzÖfirchen  Be- 
obachtuDgen  fich  wechrelfeltig  fo  fchön  beßätigen: 
lo  kann  itfaa'lbitttf»  di^  fiOlb  Wq4-  d 
diefer  ßeobacbtangea  ^tj%  \^e^n  erkennen  nnd  fcbät- 
ten  lernfin; ,  aud|  fixe  ZnvetlätR&kdit  and  das  Zntrs^Ur 
en  den^nigds^  Beobachtungen  Niehuhrß  beßimnen, 
welche  er  an  JM^'n'  Of^teci  änj^efteUlf  hat,  wo  noch 
kein  Europäer  dergleichen  gemacht  hat,  auch  nicht 
fobald  welche  inachen  dürfte*). 


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'^'^^  ^boa  beym  ABlrtlel:'  Jim  g^igäiwlrtlgeii  Bogeni  Mdkal^ 

^'^''  ^  wir  Ten  d«i»  Jnftteath  ^TieBii^  «in  sweytet  Sohrel- 

V    i  bau,  lii  weldi«»'er  nnt  «iiraeib«'!«!!«  Beobachtwf 

thttloi  die,  GOto  haL 

Nnj   .  LVI% 


läpgft  vennutheten  neu^'  i^^-l? 


(Zum  November -UeC^S,^!.) 


Ml  -*.  ..*.  « 


3]]hl  die  fem  all|g0ta«ia  herrfc^^  fchlechte  Witte- 
Titng  bis  zum  eintretenden  Frofte»  und  bie  znr  Her*' 
enoahang  anhaltend  Tchöner  Wioternächte  allerwe^ 
gens,  infnnHftfh^jf;  [j  m^fp^fljj^arfüicheD  Theile  ron 
Deotfchlandt  die  Auffuchang  des  neuen  Piazxftchwi 
Geftirns  fehr  erfchweren  wird :  fo  mnts  noe  jede  Er^ 
leichterung  derfelben ,  und  jede  neue  HoflEoung  dop- 
pelt willkommen  feyn.  Was  die  Auffindung  diefei 
Geßims  in  gegenwärtiger  Jahrs  zeit  fo  fchwierig  macht, 
iß ,  dafs  man  weniger  auf  eine  anhaltende  Folge  von 
Beobachtungen  rechnen  kann*  welche  jedoch  erfoi^ 
dert  wird »  um  den  neuen  Wanderer  aus  feiner  eige» 
oen  Bewegung  zu  erkennen ,  da  er  fich  durch  nichts 
eigenthümiiches  vor  andern  teleskopifchen  Sternen 
auszeichnet.  Die  Beobachtungen  ködlien  in  unfern 
Gegenden  in  den  Wintermonaten  oft  8  «  14  und  mei»> 
jere  Tage  lang»  w,egen  dee  be4eekteQ  (liapy^ete,  an* 
terhrocheo  Werden,  welches  nichts  ungewöhnliches 
-ift.  Jede  Auffiicliuligift  daher  bey  •einer  langen  Uu« 
-«•fbf eohimg  gleichlaitf  VeA  rotii  wieder  anzufiuigen. 

*'     '  w  Eine 


LVn.  I7«^rfw,ij«iwfi(»ttp^^  )53^ 

'  Eine  gxotafi  HoSiuiiig  der  Hülfe  und  Erl^ichiii?- 
irmig,  gewähren  n,ns  d\e  uns  lÜD^fl:  mitgetheilteQ  Un- 
terfachuDgen  npd  BerechouDgendes  Dr.  Gaiiß  in 
Braun fchweig,  Sie  geben  uns  zugleich  einen  neu^a 
und  hohen  Grad  der  Wahl  fcheinlichkeit,  dafs  dasyoq 
Pißzii  entdeckte  neue  Geftirn  ein  wirklich  planetari- 
fcbejr  Wcltkörper  fey ,  welcher  0ch  nach  Kepler' [chei^ 
Gefetzen  zwifchen  der  Mars-  und  Jupiters  Bahn  fort* 
bewegt. 

Wir  eilen  mit^der  Mittheiinng  reiner  Berechnui^ 
gen  um  To  mehr,  da  feine  neue  eiriptifcüe  Bahn  voj^ 
der  .eXViftitdiken  Aet  T^u ,  Biirckhardt  ^  und  von  den 
^w.<>y.  Kreis  -  Bahp^qn  des  Dr,  Olbers  yn^A  V.Piazzi^ 
Yejche  wir  in  unfprejQ  vorigen  Heften,  mithier^i^ 
ijm,  voraus  bered^neten  Orten  des^  Flai^eteii  «  rpitg^- 
jthj^ilt  haben j  beträchtlich  yerfclueden  i(t:,  und  ihre 
«Abweichung  V  in  gegenwärtigem  Mpa^t ,  von  ^e^ 
Gaufs^klieQ  Pofitionen  fich  auf  6  bis,7  Qrad.e  io£^^- 
.Cjpptrifcher  Länge  erßrecken  kann.  £^  iß  dj^^r  vo^ 
Richtigkeit ,  diefe  Bemerkungen  den  practifchep  Ail^ 
^j(>u\en« bald  möglichen] itzutheilen,  weil.lie  dadorc^ 
erfahren.,  dafs  fie  n  o  thjv endig Jipn  -^^ajjim  am  ^\Vf^ 
l^el», worin  fie  die^s  neue,  und  (b  fchy^r  zmii^d^ii^* 
g^  Qeftirn  aufjtaf^cheq  haben  »,  um  ^  ^is  7  Grade  lyei« 
:1er  nach  Oßen  ausdehnen  ^lüITcn.  Dehn  i )  Uegep 
x^acl^  .Pr.  Quuji%  Rechnung  die  Pfaz^rfchen  Beob^cil^- 
taugen ,  wie  Oj.  Burckhardt  und  X!)lbers  voranßg|- 
X^^zt^ben,  weder  nähe  am  Feri^elinm,.  np.ch  nahe 
^^m .  Apheiiivip  ,'  fqpder n .  |^ft ^^lijf tgj^^'  ifj^ifcten  \i€gf- 

...  2 )  IK^ieExG^ntriciiät  der  Bahn  pacjt feiner ,K^(^- 

..^    '  ^'    N  n  4' glaiibt. 


646     mtonaü.-  (lorrefp.  igof.  ÜEC^MBEtL 

•  ■  •■.'■-  ' ' 

'jglniibt,  daher  denn  die  nach  Feined  elliptifchen  Ele« 

vieoten  im  vöraas  berechneteo  Längen  von  den 
iiacli  Krei's-Hjpotüefen  berech'tteten  id  gegen würclf 
fem  Monat  leicht  ukn  7  Grade  verfcbied^n  feyn  kön« 
©en,  '    I  . 

3)  Rechtfertigen  die  6az//!rTchen  Elemente  dla 
^iazzrtchen  Beobachtungep  vollkommen,  und  be- 
frejeu  üe  gatiz  von  dem  Verdachte  ^inet  Mangels  iq 
Genani«:keit  wi^  Doctor  Burckhardt  und  Oß^rs 
bey  der  PrüFqug  durch  Di£Ferenzeii  Tannutbet  bat- 

V  Alles  diefes  beweift  die  (;tf7//>nfcbeniip^^^  "Wel- 
Uies- Vertrauen'  fie  daher  eirwefcken  inura  «  werdeö 
Afirouomen  tfaa  der  Genauigkeit  erkennen ,  niltwel; 
eher  fie  die  Mmmtlichen  PiazzfWii^ik  Beobachtaogeü 
Äarßellt,  Dr.  Oaufs  ift  zu  dieEon  Berechnosgendarcb 
lelhige  Unterfucbangen  über  phyfifche  Aftronomie 
▼eranlarat  worden,  welche  ihn  auf  einige  nicht  an- 
•rhebiiche  Zuüitze  zur  Theorie  der  Beftimmung  der 
Himmelskörper' in  Kegel fchnitteo  jeder  Art  gefühlt 
liat ,  und  wovon  er  uns  einiges  mitzätheilen  (b  ^tlg 
tVär,  Wir  hbi^Fen  unTere  ailronomifchen  Lefer  ein  ai^ 
Vermähl  djimit  zu  unterhalten»  da  uns  diefe  Ansein- 
anderretzung  hier  zu  weit  von  nnrerm  GegenfUndd 
ablenken  würde;'  wir  Tchräbken  uns  daher  blofs  aaJF 
'das  ein,  was  unmittelbar  auf  die  Unterfucbang  der 
Bahn  der  Ceres  Ferdinandea  Bezug  hat* 

Znerft'  wlhlte  Dr.  Gmifs  ^nr  JBeßimmnng  der 
Bahn  die  dre^  Beobachtungen  vom  z'/uiid  sr^an.  wdA 
▼om  I  j  Febr.,  wobey  er  diefe  Data  gan^  foangenom- 
iftleu  hat,  wie  fie  in  dem  Septbr:  St.  der  M.  C.  S^  ^80 
gegeben  find.    Nach  einem  eigendiünülchen  V«rfiK- 

reo 


'*EtIi*  'Udfif  An  i^diitn ^  xniwi|f fjMMfJMk       6^1 


nMni#  r, 


ren  Eind  .^  üdF ort  beym  ▼ieiten  Verfuch  FoIgesideEle- 

Hienut  fs^tr 

kalbe  jgn  Am  =  2.7422(5    :: 
fiderifcb^  UmUuCsi^  :fz-  ^65*8  3 

tiglichtf^fidarirdie  toi^tltfre B«* 


JJ  .^  •   -.  .;:  8f      8    50 
)7e%.  dlBa)tfi  10'  32     19 
XjogMriduniiii  dar  halb,  groft^ 
'   Ani  =:',.«    0,43^105^8 
^xcentrlöillt^    ;'    .*  o.o832?36 
*3^>p^e  s  31  p^a  1800  imrautl 

Mittag  sn-Palermo 
jAit^er^heliöce^uifch«  UUagib: 

Dlere  Elemente  ßellen  Jile.hejäen  äurs^ra  "Bfifilbr 
achtuDgei^  gehaa>  die  täittlere  mit  ^*  Febleir  Sd  Län« 
•ge  vnd  Breite  dar.  '  Auf  Aberra^ioii.'  and  Präceffioo 
Ift  gehörig  iVückticfaf  genoitfineti  /O^otdeD.^    - .  >    " 

,  Nach  diefem  erften :  glüql^Upben  V^fmdif; unter* 
^ahiAlPr.  Qmtß  eine  zweite  QerechnuQg  dfefer^ahii. 
*£r  lieb  di^  Beobachtungefi.i^Qin  j  und^a.  Ji^  Tl^g> 
i«nd  wähUe.  apQatt  derCelben  die  yom  i  undz;  Un^» 
:in  V^bindang  mit  der.  vom  n  Febr.,  weichet.  efni((l^t 
^egUITen  wollte»  damit  die  Zwirqbctnxe^f  (0  f^rob  ajüi 
.j05glicb!.bliebe.  Piere  Hephnning  hat  jbm^  W  4^' 
.vierten  Hj^potbere ,  folgendiD.  Eleqienta ,  gegeben ;     ^ 

HiecaiM  folget     ^ir 


"tfeueeiifenie    330"*  33'  äo'' 
•ß.    .'  V    .-  81      a    SS* 
,Iireig:a&'Bahiii''io    36^  :3P 
^£«g^§Gf.A|e«    Q.4370335; 

Epophp  yiriepben  76*  2»/ 14/27 


greitt»  MittflpoectftOleiobnitt 

'8*  f  19"     ••  1'.  :.:. :  jf 

halbe  gr,  Ar«  s;  2/73Ut . 
UgyMpv.  mitaB^w.,  784;*jif 


Nach  diefen  Elementen  ftiromen  läqMftlHj^pip 

September -Hefte  S.  280  augeführte  Piau^rähe  Beob* 

ncUfunsen  folgendermaßen : 
.    r    "^         "^  Nn  s  1801 


54?      lXfm!^yC(mrfp.,^S^l.,,pECEUBJ^^ 


. , 

■   /  "^  ''Beweinet*--'    '■•.■ 

'  ^ySiii^'aM''  '  ' 

igoi 

Län^a 

Rreite 

LlDge 

fi^äte 

Jan.    I 

fr  i?*  f8/42 

3'     6*  42  /69 

-H    a/iäf '"i-^-'br/dl 

■  ...  -a  ■ 

f3    1^    37V02 

3  .    :*^  23.  71 

^  lin 

r-.l.I» 

••:  3 

^3    i<?*43»<^7 

2  ;;8     6.70 

^  '*• » 

-.;  3. » 

4 

53     14    14.03 

•2     ?3     5»>  ^6 

--=    i.4? 

-   -4'.  44 

::  lö 

^3  "  7   54.  f' 

2    28  73.  »3 

-    4.19 

.-iij-,v4ir 

13 

«...SP.:  ^81.  77 
53    11    SS>  2S 

2     16    48.  78 

—  18.  83 

—  10»  9» 

•14 

2     12     fl.  23 

z'.:^ 

-r;..5.4? 

19 

S3    36      0,  37 

I    53.  34.  19 

-'4.01 

..v..-a(. 

fl    34    33,  68 

l    4Ö      5,98 

-4-    1 ,  38 

—     0,  02 

22 

53    39      7»  88 

I     42     75,  06 

rH       d.D8 

-r    3.04 

23 

f3    44    15.74 

C    38    4^>  2f 

-H     0,  04 

£5:8 

28 

f4    if    20,  88 

1     21.     4,07 

■+-    5,,i8f 

30 

U    30     14.  2f 

I    14    13.  73 

-H    f,  H 

-*•     2,  27 

^^ 

54    38    II  >  2f 

I     10    5JL,  99 

-+-    3.9^ 

—      2,61 

::M>.i 

54    4<5    28,  37 

i     7    32,09 

-H     9.07 

H-^     1 ,  19 

.   •  2  ; 

54^:55  ;     5,09 

I.    4.    14^iHf 

-h    0,  8^ 

-*-    3.75 

.-••/. 

5;j  22  5o,2f 

0    54    32,  88 

-t-    3,98 

« 

5?  ^3^23.  15 

b    45      "9,20 

—    5,  38 

H^     4,» 

11 

56    26    Z9>97 

O^f       3:r:90, 

—    ,o,f>3 

-«-0,00 

■\  '  'Sd'TÖttrefflich  diere  Übtereinftimmaag  ift  ,  fo 
haites  i)K'  S/»i/t  doch-felfaft  Fär  fehr  mdglich,  daCi 
"faiDe  Efemeute  fich  TÖD-defa  waÜren  betr&chtlicb  mehr 
entferbeh'lcötiDeii,  als  ii8  nhtiftr  fich  abWeicheD »  da 
^der  dürchlaiifeDe  Theil  der  Bahn  To  klein  iflr,  und 
TOn  der  erffen  bis  zar  letzten  Beobachtung  nur  9* 
'15'  35*  benagt.  •  IndelTen  da  diefe  Bahb  dodi  mög' 
Uch\  vröniAt  köch/lwakrfeheinUcki&:  fo  haben  ptac» 
tifche  ^Aftibnoman  doppelt  Urlache,  auf  dielelbe  btf 
'Anffachang  ^ie£e6  Gefiirna  Riickficht  zu  pe^men, 
und  fie  zu  ihrem  vorzüglichden. Leitfaden.»!  wählen» 
da  von  allen  bisher  verfuchten  und  l>ereelineten  Bah- 
nen keine  eine  folche  nahe  und  genaue  Vereinigang 
aller  Beobachtungen  darßelit/  als  eben  diefe  Gaujh 
Cche  Ellipfe. 


Übri. 


lb^'i|U^^dic^C^D  BerechnuDgeo  fowol  auf 'dctp  im  Oc- 
^i^V^'?  ^'  365.  aogez^tV  DruckfefiJ^^^yon  ei- 
«wriaijuuii;  in  dem  Orte  Aer^S^OPer^aü  auch  a«f  ej- 
iien  z^«;t;^xi.  bejm  i^Jao.,  eheofalls  bej;  der  Länge 
^av»  $axi^e  vorgefallenen»  RüdMicht  genommep ,'  und 
di«lb4euie^.9Z  23"  13/  1.3»!^  voraaegefetzl  habe» 
,  .  ,§0  5^eit  Yj^r  Pr.  (^ou^ia leinen  Bere<^Dpngea 
(lur  Bahn; der  CS^r^^  F/sräimmd^  gfkjpmineK^^  %h^,ex  C^ 
pifB  mitzutheilen  to  gütig  ;war«-  -  Wir  hauen  iodelTeii. 
die  Piazzi'tche  Abhandlang  ^  nebft  feine«)  verbelteK«» 
ten  ßeobachtnngep  erhalten,,  wovon  yifir  im  No- 
vember Hefte  einen  getrauen  Aaszpg  mitget&^t  ha» 
ben.  So  gering  aber  aach  diefe  Veränderungen ,.  wor- 
unter die  nm  15'  verminderte  gerßde  AüEßeigung 
.vom  II  Febr.. die  heträchtUcbße  iß,  und  wodurch djo 
vorigen  Elemente'nur  wenig  geändert  werde«:  ,folia- 
ben  ßch  doch  hier  und  da  einige  bedeutendere  Druck.«^ 
find  Reohnungsfehler  bey  der  Reduction  .dieffpr^ep))- 
üchtungen  elDgefchlichen ;  und  da  fich  üiefe  Fehler 
leicht  wegfchaffen ,  und  die  Elemente  hiernaoh  bald 
VerbelTeTn  lieben :  fo  theilten  wir  dem  Dr.  'Gofifs  die 
•filmmtlichen  Piaz^Tfchen  Beobachtungen  in  der  Ita- 
lieniüchen  Originalfchrift  zu  diefem  Bchufe  mit.  Al- 
leid ehe-  er  noch  unfere  Zufchrift  erhielt,;  hatte  er 
liereita  den  Anfang  mit  der  Berechnung  iiner  neue^ 
BahiQ  gemacht.  So  gering  auch  die  Ahweichuogöi 
feiner. zwejten  Elemente  von  den, Beöbachtuogea. 
fcben  waren :  fö  hatten  Ge  doch  noch  eiiie  felbr  auf* 
fidl^de  Kegularität 9  woraus  fich  mit  Gewißheit  vor-, 
beleben  lieCst  dafs  man  die  Fehler  noch  biettächtlf« 
eher  vermindern  könne,  £r  machte  den;yerfacb^ 
•  ■■.:  "■'    ■     uml 


fej4      ■    Mcmtt.  Correfp.  mi. '  DECEJll8£iL 


'und  da  er  beym  Empfang  der  ihni'  zugercbidtto  Tet^ 
"^elTeft^  Beobachtongeo,  fo  wie  I19  Äävii  teWlttt* 
Oucirt'aod  berechoet  hatte»  diefe  Arbeit  fchaD  grob- 
*teDtheiU  M  Ende  gebrabfat  hatte';   fo  hielt  er  «a  fiSf 
jgat  •  He  erß  gaaz  zn  vallendeii ,  trm  Tö'  in#hr,  da  et 
voraus  wufste,  dafs  die  Län^e  nach' den 'dAien  Ele^ 
ibenten  für  den   n  Febr.  um  6"  kleioer  «laEüIeir; 
Vind  'lieh'  alfo  der  beiichägteo ,  ihm  bia  dahin  natür- 
lich unbeicannten  Angabe  der'  Beobachtung  rchonvoA 
'feibft  'fad  nin  die  Hälfte  nSlbern  würde,    Aöf  diefeArt 
"fadd  ef  folgende /^-z>^6  £lemebte: 

Diefe  Elemente  ftellen  die  von  nna  re- 
ducirteo,  unfl  im  September- Hefte *S."28q 


^  '  1^  .  s*  angeführten  ViaasxiiAen  Beobachtangen 


e. 


^■W,'-  '.  «  .  folgendermaßen  dar  ; 


ST         CM 
qo  O  O  •-■♦^  O 


1»>I 


Ot 


"5  ^fftS* 
f"2.?  ä 


&*^  SL  w  •     3 
o  ?.  2  8 

*•  g»  f  |:  ?  Fehrf  i 

-£  3  3  fij  M 


Byephni 


eta 


"«86 


f3  33  ^o* 
f3  19  41,24 
f3  16  48»oj 
*"3  14  18,47 
53  7  S^S7 
fS  lo  2i,(k) 
f3  II  S7»To 
SS  26  Q,f9 
34  2f,9f 
39    ^'»^9 


Breite 


6  43.^3 
2  2f>6S 
f8    «,97 


S3  f3.' 

28  57» 
16  52,89 
12  fi*36 
f3  33>oi 
4<J  9.53 
4^  38.*f 


Fehler  der 


l^Pge 


5 

fS  44  »4^8  I  38  49>4i 
I  21  5,91 
r  14  I5j 
I  10  52>8> 
t  7  32,^4 
'  4  l4'3o 
o  H  3  072 
o  4f    6,6f 


f4  if  17t" 

i4  30  9,76 
54  58  6,44 
U  4<J  23.22 
54  54  59»7" 
f5  22  44.30 
5f  53  l%oi 
56  3^  ^4*^0 


Breite 


4.04 

—  3.06 

— 10-35 

2>97 

—  0,73 
— ltf,oo 

J—  3.fo 
».39 
0,69 
4^9 

—  1,62 

I>4» 
0,75 

—  Q,86 
3»92 
i>S« 
0,90 

-12,45^ 


-»-1,53 

-0,93 
-3.45 

—0,19 
-+-3.53 
-*-o»35 

6$ 
-0,99 

-0,8$ 

-1.79 

-»-3.S© 
-*-2,82 


o  55  58'9^l—  S»9o\-^9i 


DiB 


.  Die  KOn  Fid^zi  augeceigtep.  Feblor  ujidf  .Vcjrticire* 
vongm  gftbeu  onumfl^riplge^daAbänder^Qgei]^:  W#^ 
gen  der  um  £'5  * ,  vcrmiudetten  geradtn  Auffieigoug  voni^ 
xr  Febn  wird»  mit  23*  z^'  ig"  ScliieCt  der  Ekliptik, 
die  fÄuge  .56'  ^26'  zö/i,  di«  Breite  J5' ;59>''7-  »Ifo. 
Fehler  dearLtoge-H  8t '^t  Fehler  der  Breite  -t-  o»'74«, 
Bejrm  Nachrecl^ueu  der  Hednction  der  geraden  Auf«; 
ßeignog  ondAbweichuDg  bej  decjenigen  Beobachtung 
gen,  wo  Fiazzi^B  Angaben  beträchtlich  yon  dennDfe-,, 
rigen  abweichen .  fand  Dr.  Gaufs  die  Läoge  am  8  Febr» 
5S"  53'  jf,*'7folgUchiß  der  Fehler  -:;0."7.*X  Dai^ 
iibrige,  tind  auch  felbft  die  bey.  Piazs^  fo  ftark  abwei-^ 
Ebenda XHngf  am  13  Januar  findet  Dr.  Oaufs^  wie  bey 
ttni«r  .  Da  d^eCo  Beobachtung  fowel  von  diefen  letzten 
,al8  auch  von  den  vorigen  Elementen  gerade  am  meir 
tan, abweicht«  und  fich  nichf  genau  darfieUen  Übt, 
Qhnß  degk  jibvigen  Beobachtungen  Zwang  anzif thun  i 
fo  vermuthet  Dr.  Oqujs^  dafs  irgend  dabey  ein  kleL^ 
net  Verrehen.  vorgefallen  fej.  Übrigens  ßel^t  man 
leicht»  dab  die  übrigen  von  P/nz;:i angegebene^ kle}*, 
ven  Verbeileruogen  (Novbn  St.  S»  573)  die  Genau* 
igkfit,  .womit  4ie  Beobachtungen  durch  dieCB  letzten, 
]|^amantQ  dargeftellt  werden ,  wenig  än^er,c  ^ 

;  So 

"^^  ta  den  Pu^tiiAen  original.  AeobAchtUHg^ll  5.  ^6^;  def 
Nolreinbex  -  ätackt  (ind  dio  Längen  der  S6nne  aiü  13  Ji* 
ttütir  und  g  iPeb^.  um  eind  Mhiuto  zu  gtötii;  allogeocfh* 
ttifche  Breiten  gegou  16"  zu  klein,  welche!  obiie  Zwti' 
IbI  daher  koftamti  ^ats  Piatü  bey  der  Kedutiioo  feine* 
Beobachtungen  ■'fioh  einer  andern  Schiefe  fl et  .Ekliptik  ^ 
und  wahrtbbeinliqh  jefi^r  .imi.  dfi  C^nt^  4^JtW^  ^Imt^eJX^ 
»u  23*  28'  1*  bedient  hat. 


^46"      WßmiLCM^Jp.  iSn.*  DECEMBEEi 

96  geriDft  indeflen  alle  Fehler  ßnd,^  fo  hat  Dr. 
Öaujräacli  •noch  einen  t^ierten  Verfocb  geoiacht  •  di# 
Oetiaäljjkeit  noch  etwaarxa  vergröGierii.   Di^  Ltaf^M« 
fehler  find  bef  diefen  letzten  Elementeo  in  Febraar 
fiimiDtlich  poGtiv*,  wenü  man  die  kleioeii  .V^teib» 
mngen  TOd  Piazti  noelt  in  ^AetrachtiiDf^ Ai;   a«d» 
.  die  Breiteilfehler  neigen- ficil  ^geu  datf  fiHd^-foiieilH 
lieh  dach  ^iner  Seite.    Dr:  thaifshtkt  dali^  iftaae  El»^ 
nienttB  f^fbcht,  woVilach  die  berechneten  LS^genoiid 
Breiten  im'  Pebmaf  etwas  kleiner  wei'def»,  ibdemdie 
übrigen  dngefähr  diefetbe  Orörte  behalteiK      Ob  tr 
gleich  dieFe  Element^  mit  den  rdmmilichen  Beobadi- 
tungen  "nicht  vei^lichen-bat  ^  wekhea^siM  Thetfausb 
ganznberfiüflig  ift:  fo  glaubt  er  doch  im  voraaa  rer« 
fichexh  tn  können ,  dafs  fie  zwifchen  -dM  fieobadi» 
tangta«  roViel  fich  than  läfst^  das  Mittel  halten,  aotf 
d^rs  die  FiBliler  bey  kttner  Beobachtung  (dj#  vom  ^ 
und  13  Januar  ausgenommen)  über  5*  in  Länge  und 
Breite  gehen «  gar  keine  Regularität  mehr  haben ,  fon« 
dem  eine  ganz  irreguläre  Abwechfelnng  der  Zeichen 
geben.    Dr.  Gaujs  zweifelt  nicht  ohne  Grand  ,  ob 
man  ^&f  eben  den  Datu  eine  merklieh  gröfsere  Über- 
•inftimmung  bey  andern   Elementen   finden  könne» 
womit  er  indelTen  durchaus  nicht  (agen  oder  verftan* 
den  willen  will ,  daf»  andere  erheblich  verfchiedeoe 
Elemente  eine  ähnliche  Übereinftiromung  nicht  ge- 
währen konnten ;  zumabl  wenn  bey  dlefer  delicaten 
KechnuQg«.  wo  wenige  Secunden  fchon  eineo  meri^- 
liehen  Ausfchlag geben,, etwas  andere  Befijmmungen 
TOn  der  Sonne  gebraucht  würden»    So  iß  die  Uog(\ 
d6r  Sonne  bey  Piazziim  Februar  von  der. an frigen 
am  eirie  halbe  Minute  verfohieaen ',    wiewol  gerade 

'.   •  "^  '  hier 


rWr. 


^üeBir  aen  < 


647 


hierin  der  Nähe  der  Quadrfftur  der  Eioflal^  derSon«, 
iiea-LäDge  .getiilger  ill,  al^*  in  andern  Lagen.  Dr. 
Gaafs  £laub^\d»her ,  dafs  eäs  nicht  undidnlichj  jWäre^ 
^weno  Äan  die  Fehler  der  Sonnen tafeliT  aus  fehr-ge^ 
Danen ;Peobachtiiingen  für  dMe  Zeiten  b^immt'e,  und 


die  Öfter  def  Sonne  hiernach  ▼erhelTerte'. 
^i  Elelmente  find  min  folgende  : 


Piete 


vier*. 


feniiüi^rne  .^ .    3"j6''i7'  38" 
Sl'  .'  .    .    .      %l      o    44 
Maigiing      •    •      10    36 .  sj 
Log;  halb.  ^,  Axe   .  o^ü^on? 
ExMuiuiciHt  '-^ .    •    o.o$lfoi7 
igotkt  1 8oö3M>eo.  77'  3^'  3*" 


girörateMittelp.  Gier      ^ 

ctang  .   ..  ■:   ;'p*;a7''4t* 
tl^l.  mif  derd  hütiop. 
r4i:ojpifche.Bftfr^.  .  ?7o/yi4 


Aas  ditfen  Elementen  hat  Dr.  6^//} 'folgeiidi 
Orter  der  Geres  Feiräinanäia  im  voratfs  CerecUnet; 
IXe  Zät  ist  mittlere  für  Miu^rdadit  ih  Fal^mt&.    .    ^ 


1801 


KoV. 
See. 


13 
25 


G^ocen- 
tfiiche 
Länge 


^    20    16 

i;  22  15 


w  24    7 


c^-ntri- 
fch«  ■ 
Breite 
JilirciL, 


'desAb-  ' 
von  der  5 


o»  42181 
o»  40940 

10  12  O.  39645 

o»  3,8"2^ 
Ot  36902 
o,  3*5468 
o,  34000 


10  37 

11  4 
ii  32 

12  1 


Lfl^arith. 
de«  Ab- 
itandes 
von  der  Q 


VerhKlt- 
nifs  •.  v^ 
^er  ger«<k 
. henen 
^FfelliRlr. 


0,40468^ 
o»  40472 
o,  40479 


09  6IOI 
Ot  6459 
<i,'68j5 


o.  4048 8j|0,  72  jio 


Of  40499 
o« 40512 
0,40528 


o,  7770 
o.»  829.5 
6, 8869 


5i  25  51 

5  27  27 

5  28  55 

3146    o  10 

Sollte  min  den  Ort  des  Planeten  hach  diefenEle* 
meiKen  genauer,  oder  auf  eine  längere  Zeit  berech» 
nen'^wollen:  .fo  fetzen  wir  zu  diefem  Behufe  n^ch 
folgdbde  Formeln  hierher : 


\:i 


j)  2nir 


Wir  berchlierseii  diefe  Nachricht  läit  eiber  B^ 
merkung  des  Dr.  Ganß  über  die  Neiguog  der  Baiia 
der  Ceres  f  welche  wegen  ihrer  Gröfse  vielen  Aftro« 
tiokneu  fö  auffialleud  war.  Ob  et  gteich  mit  dem  Ur* 
theil  einiger  Aßronomen  ganz  einverftanden  ift^  daf# 
wit  darch  keinen  pbjürchen  G^qod. berechtigt  wer- 
dei3»  bejr  allen  Weltkörpern  anferes  Sonnen  -  Sjftem^ 
äie  ^ine  kreisähnliche  Bahn  haben,  auch  eine  gerin* 
ge  Nfeigüng  gegien  die  Ekliptik  zu  erwarten:  fa 
itcheint  ^hm  doch »  dab  das  JParadoxe  davon  beträch^ 
Uth  vetknindert  Werde»  und  die  Analogie  fich  docii 
eiDigiftrtnarsen  tetten  lalle»  wetin  kban  nur  diefe  Plä^ 
lieteti-Bahn^  'wie  Lü  ^ce  bej  deta  Bahnen  der  Ufa-' 
iufl. Trabanten  gethafa  hat  (J.  G.  E.  IIB.  S.  259)auif 
färi  eigentliche  £ben<s ,  äof  Welche  nhatt  fie  bezieheil 
fnars^  nämlich  ääf  den  Sdnüen-Aeejüator,  bezogen 
hkhiti  U^iVd.  Wenn  wit  die  Ebenl^n  der  I^mhitlicheif' 
Hftnidteü  übtet  einander  vetgleithen  ^  fo  zeigt  ficli^ 
dB^d^nn,  dars  dild  Bahn  det  Cerefge^en  die  Bahhkei* 
ir>8  kiiHtlgeü  äbdem  Planeten  to  grots  ift«  al6  gegeik* 
iii  Elrdbahn.  T'ergleichto  wilr  atfö  die  Bähü  der  Ce^' 
a^T'ttiit  det  firdbätitl,  fo  vetgteichen  Wir  get^de  dld' 
ti^jdeii  Ektreitie  unTetes  Sonueti  -  SyAetkis^  Denkt 
ttUb  ßch  aber  dn'e  Ebene»  die  zv^^ifehdu  dien  Ebläii^i|[ 
nifiimtlicher^r^A^  Planeten -Bähnefci  ttbgefähr  ili  de^ 
ftitte  liegt  i  fo  find  die  N^igüngi^n  gegen  diefeltre  ati* 
fe' klein  gentig.  Es  Scheint  Tehr  läetkwürdig^  daQf 
^rade  der  Sonnen  -  Ae^uatot  ungefäht  Hnä  tblchd 
Lüge  bat;  nnt  mir  der  Einrchränktkog^  dafä  dife  fialltt 
Akt  Orts  nebft  denen  der  Veniia  nnd'deis  Mercüf  ätf 
t^eDigften,  etVtra'  3  bis  4  Grade,  die  Bahn  deir  Efde 
lingegeu  gerade  am  üieifieU  dagegen  geneigt  ift< 
Mm:  Corr.  174  B.  ißeti  O  O  XaVÜl 


^50     MomoL  Correfp.  üou  DECEmBERt 

.r  .  '  ■ 

LVIIL 

R  e  i  f  e  a  h  e  n  t  h  e  u  e  r 

litraaigegebta 

\  von  Chr.  Aug.  Fifcher.  ' 

Zweytet  BäodcheD.    Dresden  hey  H.  Gerladi»  1801! 
XIV  und  231  Seiten  kl.  8. 


p)dem  wir  unt  auf  ^nfer  güqftig^  Unheil  über  daf 
^neßändchen»  im  Auguft  Hefc3«  17;  t»  beziehen , 
inachen  wir  die  Lijebhaber  luiterhaltender  Reibbe? 
nerkupgen  an£  das  fo  eben  erCcbfenepe  zweyte  und 
letzte  Bändchen  anfmerkram.  ^it  theilnehmendeo^ 
Inter^ITe  werden  fie  den  Ver&Her  auf  leinen  Wande- 
rungen und  Fahrten  zu  WaiTer  bejgleiien.  Die  Aeibi 
[^eht  von  Badajoz  über  Sevilla  *  San  Lucar  de  Barrar 
neda  und  Puerto  de  Santa  Maria  nach  Cadiz;  von 
da  2u  Lande  nach  Malaga »  Valenzia  und  Barcelona» 
wo  Cch  der  Verfafler  nach  Genua  einrchiflFt,  abei; 
Schiffbruch  leidet  und  fich  auf  eine  der  Hierifcfaen 
^feln  rettet;  von  hier  gelangt  er  endlich  auf  elneni| 
FrapzöGfchen  Kaper  nach  Genua.  Der  Verfifler  be^ 
lind  fich  feit  jenem  Unglück  in  dem  beklagenswür^ 
di^ßen  Znfiande,  den  nur  eine  Fhilofophie,  wie  dif 
feinige»  erträglich  finden  kann;  er  eilt  daher  aufdeiki 
^üczeßen  Wege  über  Novi,  Novar^nnd  Arona  durch 
Qberitalien,  und  über  Beltinzona,  den  kleinen  St» 
Bernhard  und  Splßgen  nach  Andeer  im  Scbamfertha- 
le ,  wo  der  wackere  Conradi  fich  dfs§  armen  Wan- 
derers ij^reandUch  annimmt  und  ihn  auf  den  W41 


S:.  -UW[^  BMfeäbäHthmtr  IL  B.     /      (j^ 

iitt€biS^0' geleitet.  O  -*«  ^,  ein  MsttVToti  eitteiK*; 
Sisn^  irttüet  ihiriiier  mit  allen  ßedarluiiTeD  9iirRütk-< 
kebr  in  Xein  Vaterland  aas«,  ' 

.:/  MaleriGche  Anficihten  von  Gegenden  ,  Bef^hrel*» 
ttiiiigeik'  fottcbtbaret  Tkaler«  CharacteiifiTung  der  ft^br 
i^ner,  -  ihrer  Sitten  nnd  Eigeothümiichkeitenv 
fcharffinnige  Bemerkangen  über  den  Einflul«  deaCU^ 
fldaff^iinif^der  Fracbtbarkeit  auf  die  Bewohner,  tiefe 
Bttdfcb'toidaa  menfckliche  Herz  anterbrechen  den  Fe« 
dM  dcrfirxählung  dielbr  fönderbaren  Reife«  für  deCit 
tefVerfaffer  mit  jedem  Blatte  4io  Theünahme  einen 
«flftpfitodenden  Herxeaa  wächft. 


\\,^^rj  [   Jni  on    P  igafetia^s 
ibfithr^ibüng  der  rcn  Magellau  ui^ternommen«tf 

^ .  Atta  dem  )?*raqz5rifchen.    Mit  Karten.    Gotha  i 
^        ^  .     hßj  J.  Perthes  t   1801  LXX   upd 
206  S.  in  8. 


Xlf^te»  «US  einer  Hapdfchrlft  der  Ambrofiantfchea 
fiibliotbekaa  Mailand  von  Dr.  C,.9(^^r0/^*3(um  er« 
Aenmahl  unter  dem  Titel :  Primo  f^iaggiq  mtomo  a^ 
Globo  Terracqueo  u.  T.  w.  herausgegebene  merkwärdin 
fe  Reife  ift  im  II  B.  S.  335  —  347  der  Äf/d  enge» 
xeigt,  und  aas  der  Franzöüfchen  »  gleichfalls  von 
Amoretti  beforgten  Ausgabe  ein  gedrängter  Auszug 
ilm  HIB.  S.  515  «*-  542 .(^^  ^-  C.  unfern  Lefern  mit« 

O  o  2  getheilt 


6§i,     ManatU  C&rrefp.  iSOu.HEgEMVESL 

ipiflieilt ' motimtk. '  Da.  viellcioht  .weder  die  Ifalieni^ 
feile  noch  die  Frantbüfche  Aaigtbe-  iuiachem  iderfel- 
ben  XU  Oeiicht  gekommen  ifts  fojnacb^a  «wir  fie  mU 
obiKit  Heiriift  bearbeiteten  Detftftheo'ÜberretMiog, 
wekhe  von  deu  Herauagebern  •  G'  PK  Jahohs  uiui 
F^KfM  iu  Gotha«  mit  irerfchiedeii«ii  rchützbareo-Aa* 
^trkangiu  begleitet  iß,  bckaunf.  :  \ 

t  Der  FraMaöAroben  Ausgabe  ift'  von  Mwrr\  4ipltt. 
wMiJefw  Oifokiolitc  Martin  DtkoMt*^*  »acbeuMir.Üben 
fttiun);  von  .hujtn^  augcbüugto  Voadiebcßeldbifihn 
ü  ift  voa  dem  Veil^r  obiger  rKJberrcCMDg.eikift  m^mß 
vnd  vermehrte  Ausgabe»  fowol  in . FtamfifiGdMer  a)a 
DeallUier  Sprache,  Für  die  Liebhaber  der  kiftocifidi- 
gtographitcheu  Literatur,  TeranfCiltet  woran,  micr 
dem  Titel:  Vir'^^m^^^ifcke  Gefckichle  der  i\:vteei^. 
ltkmhH-;;ikHi:tft  Iii:urs  Aiartirißfhaims.  Aus  CV%8xa2» 
urAimJrif.  Kylk  Chr.  GK>TlUeb  von  31utt^  ^mm- 
%r^  Mir  v«nii«  Aii$^bo«  Mit  einer  Kn^itattL  n^% 
in  demrelNcn  Fornut«  wie  FUmfcu£%  KcUt 
Lh^bbaber  lie  au  «iiefeibe  anbinden  laAli 
AnO^t  einer  ^>&esi  Ratte»  Kit  der  AnSckrlfrr  ^.b^ 
IJivN  .Virr.C'ir    .^\  T:  O   -s  JrÄ-:üt»  BAxLor  JEjnia 

^t^  MajyHan^lkfcwn  Ebnere  in  Aie  nox^  ikei»  ^^Tiinm. 
lftt;5Mi£i4;erkHMK:ji*<*>cri£!if.  uibteüriun: 
n^r^tt  4J^$^^<diba»Aer  ^cr^crj 


LX. 


^    •  ■  .JW  I'SMM 


Berichtigung  einer  Stelle  im  October-Heft 
1801  S.  360. ' 


üie  dort  gegebenen  Formeln  bat  Delkmbre  fchoa 
vor  17  Jahren  gefunden«  und  tbeils  in  CagmW^  Irif 
ßoitometrle  ,  theils  in  feioer  DSiermination  3^un  arcdu 
meridien^  fehr  volißäodig  aus  einander  gefetzt.  «Dia« 
Ter  Gedächtnifsfehler  läfst  fich  nur  dadurch  begrei* 
fen ,  dafs  ich  anfangs ,  um  das  Nachfchlagen  zu  er- 
fparen,  keine  directe,  fondern  die  indirecte  Metho- 
de gebraucht  hatte,  deren  Anwendung  mir  hier  .vor« 
xiiglich  leicht  fchien ,  weil  La  Lande  fchbn  früh^ 
diefeiben  Dreyecke  aas  andern  Datis  berechnet  hatte » 
-^ö  dafs  ich  alle  Seiten  und  Winkel  feht  nahe  kannt«. 
:Al8  ich  aber  einen  ziemlich  bettächtlichen  Unterfchied 
zwifchen  meinem  und  La  Lande* s  RefuUat  fand» 
welches  fich  auf  keine  V/eife  aus  den  Datis  felbft  er- 
klären liefs,  die  fehr  gut  übereinßimmten:  fo  ent* 
fchlofs  ich  mich  zom  Gebranch  einer  directen  MethQ* 
de  •  nni  mein  ziierß  gefundenes  Refultat  au  beftätl« 
gen.  Die  Lamberfiche  Anflöfung  bot  fich  meinem 
Gedächtnifs  zuerft  dar  ;  ich  bemerkte  .  fogleich  die 
fehr  kleine  Abkürzung,  welche  fich  durch  Einfüh- 
rung eines  Hülfswlnkels  bej  ihr  anbringen  liefs.  Da 
€s  ganz  und  gar  nicht  mein  Plan  war,  diefs  Problem 
voUßändig  zu  unterfuchen  ^  fo  vergafs*  ich  auch  am 
Ende  litterarifcbe  Nachfnchungen »  da  mir  ichosk  die» 
'::*..   i  r  O  0  j  £i 


|e  RachnuDg  weR'ifaclir  Zelt  gAadiänren  ÜatM^  als  Ich 
darauf  zn  verwenden  gedacht  hatte.  BmrehhartU, 


INHALT. 


Lltl.  Befehreibaac  Ton  NIpkL     Von  Dr.  J.  Fm  B&tmich    - 
,       ip  Gotha      •*  *"  5W 

Liy.  Becraohtongeii  flb«r  die  bvdrogirapli.  IBintheiloBfien 
Ufid  Ben^onmigeh  des  Brobtllt,  nebft  einem  yot' 
tchUg^  Mir  Benobtigung  «letreiben.  Vom  SUttsrath 
Qaret  Fleurieu  ^  do7 

'tiV*  'Revifion  der  neveften  Karten  Ton  d«r  SSnoeiz.  Cta^ 
te  generale  du  ihiatra  de  la  guerre  «n  ludm.  Par  Bae» 
ler  d'^Albe.      ßme  livraijon  ^FoxtC  s-  Not. Heft  S« 

.Lyi.  Ueber  dei  k.  Diu.  Joft.  Ratbs  Cmrfien  Nielmhr  aOro» 

noni.  Beobachtungen  in  Aegypten  d33 

m.  (L  iiiehuhr't  Beobachtungen  «nr  Beftimmnng  det 
Poihdbe  von  Mexandrlen ,  berechnet  v.  d«  Heraoa- 
geber.  '  ^33 

h,  C.  ^e  BeobaebtoB||;en  aar  BeftittmHH^  der  Polhöhe 
von  Kdhira ,    berecbo.  von  dein  Heransgeber  634 

"LVTT.  Fortgeleti^te  Nachrichten  über  den  neuen  Haoptpla- 

neten   anreret  Sonnen  fyfteme.  6^1 

LVin  Heifeabentheoer',  heraufgegeben  Ton  Chm»  Jug, 
Fifcher.  Zweytea  BAndch. ,  Dretden ,  b.  H.  Gdrlach 
igoi  (^^0 

XJX  Jnt.  Pigafetta\  Befchreibung  der  Ton  MageUan  bn- 
ternommenen  erften  Reife  um  die  Weh.  Ans  dem 
FranaöGfchon     Gotha ,  b.  J.  PcTtheii  i So !•  <(5I 

LX  Berichtigung  einer  Stelle  im  Octob  Heft  S«  360  TOB 
J,  C  Bwrchhardt.  d53 


^giftet  das  IV  Btalei« 
AwMlge  tiDiger  DnicUehlar  im  IV  B.  d«  M.  C. 


^-  KEGISTER. 


«5^ 


REGISTER. 


A. 


Aaie  Flub  6m 

Abul-Fazü  484.  491»  509 

Acbar ,    Mongol.  Kaifar   484» 
492.  506 

Aegyptier,  alte,  über  den  Zu* 
Stand  des  Ackerbauet  und  ei- 
niger andern  KAolle  der  er 
fien  Nothwendigkeit  derfel« 
ben  Ton   Goftas  3  f.   69  £ 
ihre     Menfebenopfer    4    f 
Werkteuga     det    Feldbaues 
beym  Ackern,  Säen,  Ernd 
ten  a  Drefchen  und  Sichten 
10  —  14.  69  —  71      Lein 
•rndte  71 ,  73     Weinlere  72 
'Firchfang  73    Vogelfang  73, 
74    Gewichte  74 ,  75  Schif 
fahrt  75  *   76    Gemälde  77, 
78  .  79   Thieikreifo  375  — 

377 
Aef^uafpital  520 
Affry  318 
Alanen  497,  503 


AgM  S04 

Aguilar,  Martin  $2 

Airolo  520 

Alarson,  Franc.  80 

Alaska. 'Halbintel  83,  84 

Albis  B.  238.  620 

Albisrieden  620 

Alcantar^  351 

Aleuten  Inf«  $3  r  ^ 

Alexander's  üebergang  üb« 
den  Flurs  Hydaspes  486    .      - 

Alexandrien  i^  Aegypten.,  geo- 
gTaph.Br«a5o.  254*  ^33*  ^34 
geograph.  Länge  251 »  34^  ^«'■ 

AUababad  482 

4ltftetten  620 

Amanuh  587  j 

Amaral,  A.   C.  do.  flbet  ^i^ 
Gefchichte  der  Gefetagei^iuigf 
n.  f.  w.   Portugals  351 »  35>» 

Anaerika,  nordweftlicheKüftn»»^ 
Ueber ficht  derEntdeckungjOiir 
an  derf.  80  —  85  um  ^i 
Bay  Ton  Guadalu|Mi  286  <r- 

300.306,307 

O  o  4  Amtf« 


H6 


lR,egiß  er. 


Anerpoor  59?      "     "^^  '" 

Ammanii  375 

Ameretti,  D.C.  6Sl 

Amofif ,  König  in  Aegyptmi  5 

Amfoldingen  2361 

An  der  Matt  517,  5 19 

Ang^lot,  Mich.  ^  QÜif^on^r  w 
Nipkl  599     -'•     ^    ''" 

Anian,  Meerenge  go 

Anieh*s ,  Per.  /  Karte  voa  Vor- 
arlberg er22 

Annnaife  de  la  Republique 
frau^aife^.  calcql^.  poar    U 

^  Meridien  du  Caire.  TAq  IX 
de  TEre  ffan^.  An  Caire 
^*  .  {'Iipprimer^p    iiatipfiale 


riut  ssi 
AnfoQ^s    N4chr.    Ton    Tiaia« 

308 
ApolUoopolis  in  Oh«r^  A«gyp« 

■ten  4 
Arberg  31^ 
Aitdf^dg  5512 
Afam ,  defoription  d*  343 
Ailantifchet  Meer ,    wie  et  mit 

der  Sadfee  zu  yerhiniUp  wa< 

"  310;  3»! 
Audifredi  J30         ^   -  •    •' 

Aureng -Zeb  481.  4^i,  fa^ 
Ay«l«i.Ja»n.  de  83 
Ayin-Actiaree  484,   485,  Sfii 
AiadlCban  j;q7,   50$ 


B. 


Baber ,  Stifter  d.  Mongolifchon 
keichs  in  Indoftan  492 

Basier  d'Albe,  Carte  generale 
da  tbeatre  de  la .  guerre  en 
Italie.  rcc.  515  f.  5^4,  iJi^f. 

Pagdad  233 

Baghero  593.  595.  606 

Babädar  Sab  55^ 

Bahar  ,  s'i^ 

Baierna  316 

Balfrüfh  am  Cafp.  M,  482 

Balftal    62\ 

Balzac  $ 

Hange  594*  606 

Pffniial  od«  9«n|iaal  484,  487» 
§1^.  ^^ 


Bannaul  -  Gebirge  4.8^  /  SiV, 

ßaonolong  oder  Beaillong  TOn 
Botanybay  373 

Baramoule  48(f ,  487,  488.  5QI, 
514.  515 

ßarbofa  ühit  Pflancen  - Hygrt)- 
meter  352     deß.  aftron.  Be>/ 
obachtnngen  xu  Rio  Janeito 
353    «u  St.  Pftulo  555 

Barkcr  2lE3  ^ 

ßdrfihua  587 

ßarrot  t   Soaret  de,    Loxodro* 
niia  da  vita   bumana   354 

BaiyeCu,  Ir^IigiÖfe  5^te  in  Nir 

ykl  593  ; 

'   '       'Bit 


B^egißen 


«5» 


BaflWftorr   6i% 
.Baftide,  Ai^nin  doU,  Memoi* 

X9  tat  luinoovcau  palTagf  4t 

la  mev  du  noxd  a  .U  xnav  da 

fad  310 
Baogh  ,  Mafl^nmi    in   Katcbe 

mir  511 

•^  -  Nithat  -r-  -^511 
Baamaim  Xin  Göttingen ")  ^44 
Baax^.in  Marreilio  86,  S7*  88 

—  Ififal  ;to8 
Basaair.  482 
Boaaohimp  25z 
Bacbin ,  '^gr.  Lioge  u.  Br.  22 
Befaut»  Behat.  Vheit  oder  Ve- 
.  toftah  ;^Cbeiain,  Jalam  oder 

Ihyla«  ,   FL   in  Kafchemir 

496,  487»  488  t  «08  •  5x2. 

513»  5I4>  51S 
Balla,  Dalla,  J.  A ,  flhov  die 

Kraft  de«  Magnets  3^1 
Beilatpour  482 
Bellintona  3I4.52Q»  Sfll 
Belp  31p 

Bomber  487*  5X4 
Braares  482,  S9^ 
B«.Na«««r  483        '    ^ 
Bengalen». 4e^en  KAftitiktrteii 

342   Haadelsverbiadttn^  mit 

Berg  in  d.  Scbwfis  617 

BeffbampoQt«r  fl»  6p^ 

Bering  83 

Bernier  481«  489  t  490.  49)t 
493t  ^9S»  496»  $Qli  5x2, 
§H  :',  :   •'- 


BeinooUri  noayaUaa ;  littecai« 
jcea  d^  direr.i  paya  .552 

Bfit'ia  oder  BettyaU  58^  t  S%S^ 
590 .  5p8 

Beochlen,  Flafii«  5^     . 

Beaottt   II fi  '  j 

a*bargäo  589»  597«  ^8f  ^1« 

ßbolbaa ,  484»  51^  * 

Bbyt6epour/5(3- 

Bianchini  52,6^  527^528  »Sip. 
534 

Bienewitz,  P.  (Apianiu^  423 

iBiroD*a  Reife  206«  308 

Bifben«  Verebrang  defl^  in  Ka- 
fcbemic  489 

BUaenberg  61 7 

Bloaiy  318 

Bode  in  Berlin  sSg  57.  I2ß, 
156.  157.  •X58t  160,  idi, 
164,  165  •  3^9.  566,  5Ö7,' 
568.  569,  57^;  ^«^  voll« 
ftind.  Sternveraeiehnifi  sa  f« 
Aotgabe  des  Fiamfteed'fcbea 
Himmels -AtUt  161  deftn 
Himmels  -  Karten  161*,  $^ 

Bogdanicb  31»  32  '; 

Bogmntty  Fl.  591 

Böbmen,  googr.  BaBtmmnog 
der  fadl.  Qrfnse  a,  Gege«d 
delT.  15  L  . 

Bobwenbfltrger  325    - 

Borda's,  ;Cb.  Tablea  trigono« 
metriqaes  decimalea  oa  Ta- 
ble des  Logaritbmes.  des 
8w>l  n  ^W^m  ff  J^pnU% 
0  O  5         \  ^9U 


6$9 


Rigißilr^ 


pobIMi  ptr  J.  B.  J.  Delim- 
•  bro    I09»    HO,    tu,    113 

▼flrbelTeTt«  g«&s0  Krtif«  343 
.  '334.336 
Botdovich  161.  539»  530*  553 
BMMhelttche;  J..B.»  341 
B^tatefkindan  L  d.  SchwMi  51S 
BoaTardabft  dt«kbittl«MB  Se 

weguDgtrt  dift  Mond«t   133 
.  Aber  die '  Secakc  •  UsglciolK 

lieiun  dtr  mittliren  Liag« 
;..4«t.Apog«anis  o.  d.  KvoüM 

124     defll  Baftimmang   der 
.  GletclNiagieir  ,  die  tob  de« 

Excentricitfiten  d.  Veaae ,  d, 

Mars  und  dea  Jupiter abhta- 
^     gen  130,  131     vannuNaehp 
.  .'Tic^t.  179»  180 
Biadley  252 ,  626 
BrageL.  B,   313 
Brahminen  in  Nipal   595«  596 

in  Indien  4,  5»  595.  59^ 
Braroa,  Verehrnng  deiT.  in  Ka 

Cekemir  489 
Braaiien  353  , 

Breitengrade ,45 bis 56,  Wet tb 

darf,  in  M^tree  nnd  BJieioif. 

Fafien  337 
Brientser .  See  317 
Brittnau  320 
Broggim  619    '. 
von  Brabi ,  Graf  143 


Brfltten  618'      • ' 

Bnobberg  629 

Bttdweie »  geogr«  Brdlc«  31 

Bogge  137 

Biüie  318 

sandten  335 1  53a  f  523 

Burokbardt,  J.  C  litlenr.  and 
biograpb.  NMkticbten  tob 
demlelbeB  38  L  f  40!*  3i4 1 
Tennifcbte  Naeh«.  5^»  58« 
155,  158  t  161,  Id3.  170- 
174.  309!:  357.  va»  3^»t 
1Ä3.  571.  572.  ^•ft»  ^» 
trait  sam  Jnliat-H«ft,d«rSf* 
G.  Uebfr  die  cHgonom.  Li« 
nien  fOr  Sanune«  tob  Win- 
keln mittelft  com  binatorifcb. 
Analytik  143  Oeb«rdaa£ia- 
flaff  der  ffinften  Potenaend. 
£xeeBtricititen  aaf  d.  grofiei 
Störung  Satama  a.  Japitera 
356  —  359  Uelier  e.  Aufgabe 
d.  praot.  Geometrie  359^363 
Berxcbtignng  an  S.  360.  653 

Barg,  aber  Csine  Tecbeflerten 
Monds-Tafeln  114,  115,  120 
f*  252. 583  Verniifobto Nach- 
richt. V.  demC  349 ,  251 .  585. 
583  •  <^28  f. 

Porgdorf  319 

BArgiaeln  51g 

Butan  58^*  588.  599»  59^  ^ 

Byiatriaki  551 


.    .  ..  c.  . 

CtbriUo»  Bp^ignm  da  fp     fCabal  482 


Cio- 


/. 


R'tgtft-ir. 


^59 


fiii^cattaffi.  D.Ni0ooIa  5tfi 
CäcktmixB»  Crtiimtre.  Cuh- 
.'   iniMr  S.fttfehetnic 
CHfÄoli  535 .53^ 
Cilio,  geogr.Br.    25o»  355 — 
Vi%6ut  geOgcUng«  539 

Obadrdlii  355 
Oilotttti  4t2 

Oill«t  39*  III  delt  lo^ritbm. 
■  T«f«Ui,  Dffaek&hUt  dti(«lb. 

in,  113 
C^nj^hai  251  •  626 
Onddliar  4.g2 
CairiMTei  554 
Cap  del  flDganao-  285 
C.  Hofa^  Ig),  205 
C  Meadocino  go 
^.  8m  Juan  rg2 
C  St. Vincent,  geogr.  Uage 

248 

Carioti,  D.  Niibcoli»  561,  579 
Orntkiii  Aegy]^ra  6»  9 
Cart«  dd  b  BanaieEe  de  Bien 

ne  1797;  ^35 

Carte  de  U  SuilTe  cet.  fomiaiit 
aedielleitteat  la  Republiqa« 
helvetiqne  ane  et  indmß 
ble  cet.  bey  Clrriu  Toa  Me 
chel  234  f.  reo. 

Cm««  generale  dn  tbeatra  de 
la  gaerre  en  Iralie.  Pat  Bal>' 
1er  d'Albe  5i5  f.  5x5  f« 

Catpari,  P.,  548 

CaCfiiiiCx694)  526 


CallfisiV  Ko^  ipsB  Frattkreielu 
Ervreiterang  deiC  biaaadea 
Rhew  a.  t  w.  545*  54S     ' 

Ca/fini  de  Ttmiy  553 

Caftera.  J..  341*343.  58^ 

Gat'hinindu  589.  $90»  S9ti 
594*  59?*  598.  5^»  6004 
601,  5o5*  5o5,  567 

CauriUi  S24        . 

Caaim ,  Mohaanmad ,  343 

Ceeile  75 

Oentovalle  521    ' 

Cmt«  Ferdinandaa,  KamA  dät 
oeaen  Planevui .  570»    571  • 

577 
Ceruti ,    de(r.    Beobacht  dec- 
SoniitofifiAeni,  d.  17  Octbr*  / 

178 1-  353 
Chalimac   od.  Shalhuar    510» 

511 

Obanal,  Profper  87 1  91»  i8T* 
190,    191,    193,    194,    199, 
200,  202»  287,  299,  305 
—    Inf.  20g 

Chandpour  506 

Charlotten  •  infeln   300  ~  3o€ 

Chakeilet  634»  ^35 

Obelum  Fl.  f.  Behut. 

Chexbref   317 

Chimbora^o  30g 

Chiminello,  Vic ,  534,  535 

China;  alle  Einfuhr  TOn  Peli« 
werk  ift  in  den  ffidl.  Hifen 
deflr.  verboten  309;  neuer« 
cinsbare  Linder  d^tf»  664» 

«'S-   '  -V 

Chi. 


66b 


RVgißir. 


Ghinaiur  oijmoffflälUkd.  Fla- 

4  .uoot  '494 

Cbtoef^r,,  Krieg  iexL  mit  den 
Nipilef^cn  602  1 

Cbi(Biuin^y4g7 

Cfairat  ?2      .       . 

Ciiot«  oder  kleiner  Scind,  FL, 
488 

Chunaub,  Fl.,  4840  48^ 

ChurwaldjBti^39  • 

Chaska  (07 

Cieoolini  537     -- ' 

Gierig  Ff.  Ant»  deflen  aftcon 
Beobacbtan^n  im  CoUegto 
dot  Nobret    35^     Beftimm. 

-.  d.  iVS^vidianfintefifeh.  ^w.  Lif* 

.  fabon  mid  RÄo  Janeiro  355  , 

Ciopra  607 
^Opoli  606 

Ciratas  589,  590»  606 

Circum*  MeridiAnböben     der 

.  Sonne,  Vffrtbeil  b.  Boreeh 
nung  derr.  25  ^  Reductions- 
Metbode  derf.  auf  die  wahre 
Mittagshöhe  s  aaokDeLam 

,  bie  27  L 

Ciitipour  599»  doQi  666 

Claiiaut  ^76 

Clariden,    die  313 

Glavigero's  Gefchichte  von  Me 

/    xico  30^ 

qioak.Bay  301,  3q5 

Cocb.Bihkr  oder  Coos  -  Beyhar 

.   589  •  590 
Colorado  FL  3^ 


Comet   vom   Jahr  1729  ^   S^yfGoafiii  ^1 


▼1  Jahr  1759  Ug.rwmhM 
'1770«  Preitrehrift  üftcdieB» 
ftimmaag  f.  Btha  149 1  364 
f.  ob  er^iaerleynaitd.Pia«» 
^^Cchen  Geftirn  (ej  aSi  >  383b 
368«  3^9*  370—  im  Januar 
1784  taRjo  Janeiro  lO.  Paris 
beo1>acht.  354  ansgefemtt 
Freie  für  Aaffiadvng  e.  Q 
bis  Ende  igol  ^,  tf 8  Ent- 
deck, delt  179 ,  igo 

Cometenbahti,  origonom^  üls» 
thode  «ar  geniherttti  Be&im* 
mang  d.  Elemente  4er Ci  rtm 
J.  G  Burkhardt  209  t  Aab 
merkang  n.ZaCtts  ir.D.  01^ 
bera  21«  *-  2i9r* 

Gonftans  238.  61I  ^  6i9 

Gook  ,  Jam.,  84*  ^S^t  I84t' 
185»  186,  187»  »8P.  191. 
193»  193.  199»  200,  20&. 
2o5 

Gooli'a  River   84 

Gornidea,  de01  Vertl^idigung 
der  hiAor.  Glaabvrtfrdigkeit 
des  Anonymus  BcUe  Regia 
Notarius  $$ 

Gbronado,  Frane/Veaques  go 

Gortereal ,  Gaipar  de,   go-. 

Corte«  go/3o(S 

Gola  od.  Goofy,   FL,  593 

Gofs  des  Kaifers  Acbar  484    . 

Goflbnsy  317 

GoBa»  $ 

Coti  QCut,  Cuti;)  603.  Ä>7 


Cl9i 


Re  gifttf* 


66i 


Cff«Velt »  geogr»  Länge  and  Br. 

Caeii^  de  k  reltgion ,  des  loix 
'  «t  äUt  moeuri  des  343 
Ctilly  317 


Ca{>tdo«  ▼(HrgffdlU|Me   Bm«. 

das  neuen  Pltne^n  fi^ 
Gybele,  Toigeleyagfne  Benta« 

nang  des  CJxeaat «  46      . 


Digerweilen   61% 

"tbii  OilBerg,  Cöadjuto«  irön 

Meynt,  141,   142 
DMembett,  Lobtede  auf  den* 

Wben  35^  ' 

Daleweil  313  1 

Dali  oder  Dlial  , .  See  in  Ka 

fobemir  48g,  510,  511 
ßallickeb  337 
Damiette  76 
iHnifcbe  Conattkifßon  der  Mee> 

sei  *>  Länge   in  Kopeabigeis 

27+        -'    •  ■  ■■  '     ' 

Dft^ds  Afoy«,  deflen  geogt. 

Ortibeftimmoni^n.  d.  ^tifu 
-^lAtenfnrt  und  IVlühlhaafen 

u   L  w.  toö.  15  f.    370 
X>e  U  Caillt'e.  Zodiaoal  •  Stetti ' 
'    Verseichnifs  161  ;    353  »559 

De  Hi  Lande^SSt.  45.   4<^*  ä^. 
58,  (J7,  122,  t45.  144.145, 
I4«i    147*   i<^'=>#    «<^»   2Ä|i 
566,  567»  56p  "     • 

««      —    Mifch«  le  FraDi|au 

14^.  257«  360 

—      —  .iMadame  21» 


De  Lambre  ,   de(f.'1lhthodn 
analytiqnet  pbdr '  h  '  Ddt^* 
ikiination  d'&tt  A#ö  d\i  M^i- 
dien:  27 ,    1^     Aber  genaue 
Zeitbeflimmang4>it«    C    tr. 
93  f.    Verxb'irehteNacbrieht/ 
Toti  demC  56,  373 ;  545 .  (f5* 
^e  laP(sr(mferf4',«'86/.3oi       * 
be  la  Place  $6,  158»  1595 i^. 
170.   257»  258.  259«    (>39# 
t  für  leg  equau^  flculaireft  des 
mouvemens  de  la  Luoe,  dd 
Ton  Apogee  d|j}e'(W  K(Ml«lR 
113    aber  die   Theolrie  de«^ 
Monde»   113  —  135^* 
SDelmenhorft  ,  ^^^>^«    LlvM- 
undBrelle  35ÖV    \ll  -^f 

Deimecden  9^  ^90-,  597,  5^8 
Denderah. 7.9*9  ■  t' >.;  .:X 

pofideri  514  ^ 

Deutfche  Geographen  ,    Gpift- 

derfelben   246  ( 
Diarbekir  253  :  * 

Diftaoaen»   iBorrefp.  1    mit  ei^^^-' 
}    nem  Abfehen' beobachtet ,  d«^ 
nicht    im    Metidiin   Aehe^^- 
Correciioni 'Tafel  für  dief. 
It6t  Jö7- 


:66a 


Re  giftet. 


J>ixbn'>2$6yi^U  301  •  303»  305 
DoUond  M    .    . 

546         .    . 
"Doru«»  B.  8.,  geoßr.  Beftiin- 
mang  Ton  Rio  Janeiro    352 
»«reorolog.    Beobachtun|;en 
M,  353     Befchroibang  einet 
aneaCcMiiilwpMonfifmn»  354 
, .  «ftroaotti.  -  Baobacht.    xa  St. 
.  Paulq  35^     «ftroQ«  asd  n^e- 
taoroL  Bfnobadbib  »t  Rio  Ja- 
aeiro   354 
Drake  •  Fninm  tl »  92 
X)a0  -  la  •  Cbapelie  g$ ,   1 32 
Doiaburg,  geoy.JUii§««u  fir« 
«4« 


Oamononjca  4^7 \  ; 

Dantia  do7  .    - 

DootbaaUh  4^7       .      ,  } 

Dupuif  Origine  datona  Intal- 

'••  377 
Daxoc  545 
öarfoo482,  483,   487,  5x2, 

513 
Da  Sejoar,  Dioiw- 151«*  ifar 

P^e^ocli  gaogcJUlag^QBi 

Br.546 
Dattweil  619       ^  ^  .  .     * 

pauweilar  Höhe  kij    .^^. 
DoTal  47 


BAtnkadabad  4Sf 
SdfoQ  4 
Eslifau  619 
BgoHibofea  6lg     ' 
Ekliptik,  9ecalar- Abnahmt d 

Schiefe  darf.  137,  13g 
Bleiihiat  in  Thebaif ,  über  die 

Ueberbieibfai  davC  3  t  69 1 
Bleits  4 
Elgg  617»  619 
•1  Kabe ,  St.  4 
Bmmen.FL  319,  32q.  f  17,518 
Bmmemhal  5i7»  5i8 
Emmerich,  gaogr.  Längt  n.  Bt. 

543 »  54^ 
Ton  £ndt  177,  178»  249,  628 


EadiügtB  5i8 

von  Engel .  Chrn.  35 

EttgUnd»  dtCr.  Set- «I.  jrtft»>. 

Karten  34s 
EagUrcfatOftindafdbt  Gomp^ 

nie  öoo,  604.  60% 
Eatlibttoh  319,  320 
Bnii,  B.  aig 
Erdftrahlenbrechoag,  Stnfhifl 

dert  auf  die  ^itbtftimnumg 

95»   XOPa   lOI»   X03 

Brie,  Su  am  Stt  £rit,  gaogr. 

Br.  378 
Ermatingen  618 
Efcbenz  238 
efthlianaa  iig »  519 


Regiß$K 


663 


EteoTiUeat 

Eflta.  gtogr, 
54^ 


31s 


Liag»  «•  Btmu 


Pcrehthal  532 

Eoler,  L.  11^,   169    deiTJil«. 
thod«  I.  ZaithiftiiMfc  <faii 

CoOMMQtMlIui  209  . '.  .^ 


Faido  5I0 

FaUmftein.tfit  ' 

Fafr«giii«r  318 

Fmt  333  dein  KanadmRUia 
thalt  ia  d.  Seh  weis  311 

Fudinand  IV  König;  ▼;N«iip«l 
eifriger  B«(ckflis«r  n.  Befor 
dwer  d.-  S^^takandfi  57?i  S78 

FenucktbAd  482 

Feafnlu)Ai  617 

Figueroft  i|3»  igtf 

Finauf ,  Oroiit,  62$ 

FifohMtka^lp.: 

Fircher.Cho.  Aag.  175.i76.dfo 
MendoM't  UrtMl  Ab.  delC 
ßtmildftiTaft  CmU«  177 

FifchiogeD  617 

Flach  617 

Flam^Md  66T»  taS 

Flaweii  619  < 

Fleoriea,  Clartt  89*  90«  91, 

eofit 

Ctoveps:,    Ahar  die  geograpfa 

Lingad^m  524—538 
Fonuine't  Regal  •  die  Pfobletoa 

durch  NihaniBg  aobulöfeii 

351 
Formauathal  315»  521»  522 
Forftai  ,  G.   Cook't  Bagleitar 


bay  CswaycanEiildfokaagt* 
MÜ0  184*  185 1  I8f»  It9i 
191 '  193»  194»  IfS^t  200^ 

202 

Foxfter'f  Georg»  Kalla« ToaCak» 
catu  aber  Benac«  ;:Sii£Bhtt# 
mir,  Candihar,  'AftkMdudi  ! 
»aäi  Petenbiirg«  49t.,  481^ 
aelTvi  N^chriohÜaoV.  Kafoha- 
>n2rr  483>  484«  '«8m''  W>  «fW» 
492  #.49^.  497  n^i^»  SOli 
506 f  5o7f  508.  512,  5Z3 

FovAef .  RAhIi;  191  ) 

föiächf  ,62$    .5  .*,  ^•.  .. 

Foyoa  ,    J.  da^  .  flbar   bakoL 
mehikunft  dai  BPftngiaCMi^  . 
3^  •  ..  '.  ^  -^  ..:  *■...      ..f 

frauenfeld  237/  618 

Frarea,  las  daux;  tttL   208^'    > 

fr«*iaiahafka-f«^  204^  20^    ' 

Frayibattigaa  518 

Prtbergr..  giog«:  ;LltgiL  u.  Br. 

20 
Frifiät ;-  Otmmm  '62$\ 
Fnca.  Juan  de  81*  82 
Faente,  Bartolom.  da82'  '       * 
Fafio  521 
Fufa  iüL  te  FaiiialMiB  I5lr^ 


664 


Regißtt* 


G. 


OMbiiiiig'illt' 
GainpveJ4tv69l>  59?i  S^S»  ^99» 

6qö,  6oi 
Galisien,  ädronöm*  irigcnom 

.VermelTung  deC  s%^1,  54S, 

i(5^i^i»S    ■  -^ 

Ginget  5iH     591 

Gebitdotl  1SJ9  .«^'; 

4&alia4  »  B.  *  ^tt 

Ceogra]^».  si)il  welcher  Sofg" 

^•ogra{*bif  ,.1%  ;*.  Ungaro, 

Geometri«  >  :|^itctir^e  ,  «*  V#r 
bedferang  d,  Geograpkie  «n- 

Georgcowif^  g«»gr«.Br,k  3?t 
GeotheüioUc   d.  G^nenli  Roy 

'335  ■    r-. 

Getvenfed  31$ 

Ge^Küc^ta,  diploTäät  )L  Potiu 

gUfir,    Ritteri    M.  B^liniini 

.-  Vondatfitaph  Gaitl  y>  Morr 

GercHrcliBGr«*i«f«iA  i^s«  iö^i 

204,  205 
Goyehamoon  514 


GiUrakat,  gfOgfk  tibigft«;  a4i 
Gila,  FL  306 
{^JldeinejÜer  325  ,  326 
Giörnici  520 
Giiwoil    313  *- 

Giufeppe,  P.,  Udr  58&*  SÜt 
5S7-   B^9»   S9S^  99%  •.  5H« 

GUUi  Fl,,  ölt 

Goliui    134         N  ..        .  .        •' 

Gooracpour  5glf.-5i$0  &%9 

606  .        ■       • 

GofiTtu  31 1,  312,  €iSk  4Jif  ' 
Gouhardtiftraric  314.   ..  '' 

GrAdmelTiing  in  OdbinJab» 

Dngarn  SS^ 
GraVedocia  S^t   • 
GraEon  .  gflogra|^  tÜMg*  O^d 

Breiifs  21  . .  • 

Groifenree  238        .       *  * 
Grorshdchäettbn  Skpt5it 
Grünin^en    23a 
Graycrt  318 
Guailaliipa ,  Baj  an  dat  Ifoid' 

GutidMfchvT-eil   ^iTlg* 
Gunduok,  Fl,  t  593'   ' 
Gurttbe  oder  G  dich  oh  ^x4 
Guinufiai  Frans,  556,  55^ 


R 


«^ 


Htat»  Verftttiger 

Schweiierlufirle  41t  ' 
Hidji  KatMiti  Dt4  itfj 
HM§if9    Tifrbtllbtvr  <Oeiaiit 
241  -r  SexUBt,  Erfind»  dfeH 
626    UMtj'kkm  '^€3tUuWu 

•  tt.CifopnittiiiMuüiObW 
Haken,  B.  313 
MftBey»  Bdm.  42tf 
miAHtniiiMr  3^ 
HaWns»  in  Liimihal  3to  f. 
flfaif^fbia»  Graf  BrOlllf»  Smn. 

:  Win»  dall  143 
Hktyi^eHiet  od^ff  Bini«y-Pttr- 

•ttdiMBaatt  f^Sff   .'  '  ^i 

UftUir'a  Vbrafbaklfi  tik^iiner 

233.234         ■  .'   •      *  ^• 
Haralilafed  3<tf        '^      "P 
ItonpMMdL  484y»#k7f'*5«4'  •  ' 
Hagi  237 

Heiliganftadt,  geogr.Br.  178 
Heineeken'a ,   G.  A.  Karte  dea 

OebiflCaa  d«  R«  q.  Hanfe^udi 

•  ^«MftH^  d.  CV.  ^Z^i^zi 
Haliopolia  5>  7 

HeBnieke«I>r«l. 

Hi8bit4S4' 
Heriraa  ztt 
Herfeliel  144 

•MbiLCorr.J?,B.i8Ar. 


'mf. 


d.  Flanftaed'teliai 

a.  Ertaiea  5(^ 
Heveliua  sd?  '-* 

HildethMii,  geog  Br.  177. 17t 
HimmalA.  oder  HlaBälo^ft-e^ 

birg«  590*  S92  '    '^ 

Hindaa  504  ^1  .^'L 

Haben  «4 'Udei^  iSictaUk 

Tafeln  109,  no  .■  '* 

HoflFftitter  ^.  '  i        I 

Hohtofnrc«    geogi;- 

deff.  isfi   • 
Hohmbliii^  ^f  17 
Hood'a  Int  ^viM  der  Mb^«^hi. 

Hooke  tf3d 
Hörn  B..l62^:^  . 
Hörndlj.  a  dit,  dt9 
Hoapital  31^^^^^ 
Hoaaonaki»  P.,  j5l'    -^ 
ÜoftsMi^Ollte  SU  ' 
^nehttng »  geogiv  Uift-tii 

Breite  33a»  33K 
Hnl5freiggin  487 
HntiinidifMd  tft^ 
Hnndoo»    eine  fteUT 

HOiiigini  itS' 
flnllan-  Abdel  4(7 
Hydaapea.  f£;  4$^ 
Hydros;raf  h.  EintheikllMi  '«£ 
.  BM^ttliiiii^Ub'dei  IC^dbaiJl^ 
<   nebft  e.  Vorfcbla^  ittt'^e« 

^disiUi^deH^  «M  ttäi? 

Flenriea  607  t  ^^   ""^ 

^9 


..  l  .! 


:*i 


V.,M 


^ 


.Äi^i^^i^l«. 


jAcqaier  530  rf :  ii'»Mn'=t  .«/ 
Jakobt,  C.  W.  dfirj  j»;/!"?-! 

Jbn  Janit  I24f.-^  ^oqö  •^"<' 
Jetarat  583  ^^-^  ^'"^'• 

484 >  492  ^;:.   ,  v-^l   niAf'y 
Jennflt  Ntiseer  4f^,  ?3.*:tj^?s  n 

Ilfii,  Fl.    320,  SiSP^i-    T.2i 
nithyia.  Ae|jptiCfr(G«Ailifaf,  4 
iM«!  TAffbitgo»5^  .>l 
JndenniUee .  Nipal.  ItfJy^rpiB- 

«•  59^.  597  dCrt  "'  i' 

Indoftan,  ^89,  ^90«v59il  f^ 
Indut.  ^^  4g<?  .«  ,i:hi 
Jonet,  Wm. ,   343^;;    ■ 
Irchel  B.   6;7  .  *f  ,'rh\o: 
Itlaamabad  48a«  4i?^4M,i4^ 


ItnilTorftalifqp  -5;|d 

Juden. ^  ümi^m:$uimnnm 
-dfinMikflaiirttr  £i^«.flon 

487  :..  i-'» 

Jupitera  .  AMÜnd^^TDip.-lMQll 

da  »a  Liflgüi-  .imdtBl^iAai^ 

BdUviMBii0*h :  «.iSM.^itflr 

^1%^  «rr9«i;'<  a74  -^   SHtUü 

tenyarfiafteTiiBgM^  baob«^* 
ttt.iptiAAari^v3Sii  teBiaiH 
ueiiro  353  —  Stdnuigfp^Jiea 
bttaehnot  ▼01, J/C>>wA» 

^MjD«:>liMibft  273r:L  • 
Jan  B.  620 ,  621 
JoraOiu.  B.,  3i7»  3;i8 


ftii2«gA|J    -V^Msg    ,;■!*•  ;ii2->;;l; 


•       •'•=  K, 


mpeCiiiGäHv»gW»,i:;H4 


Sampe 


Kamraje  ,    ein  ^lyaijl  ^Ql^.  JPt:  )Klrtcben »  afiroaoip.^  ü)per<di|t 


Kander.  Fl.  317)^     ,,,,,  . 


C^r^  C^ebii)g6  ^^^  XjtP^V»^  j    Baftandtheile  iui4  Ei^i 


^  ^^  i  T^i^  «0;..   , 

4'i 


6-15^ 


Lauf  4.  neuen.  p|aQ^f|i^|Nif| 

karten,  geograpj^ .  wefionididlf 
intabafr 


Sjurten: 


m 


Hiat»  VerfiHtIgMr 

$eliweiierkiftrle«:li  ' 
HAilji  KatiMm  Dil  fhf! 

242  -r  Sextant ,  Erfinde  ^H 

.  li.CicoupnnteiiitelidbMI  - 
Baken ,  B.  313 
flftfleyi  ISdttu  410$  ^ 
¥lMft  Henmier  3i  »    -  ' 

Ha^üngi  ULiltathetito  f. 
OarAlifeld»  Graf  BfttÜt  Stiitn. 
':'Wiftn  diC  143  ' 
HlurypIailMt  ode«  Wteef-Ftr- 
*»-w«"5i;r  •■  ■•»■'  ■-  '.:v    /••-.• 
'•fiar«iBMttJK2i:'V  ::-.:.■  t  ^\ 
iltliUr't  Ybraclleitttk  sd'ifaier 

'233.  234     -'^-  .•  '-  -'"*  -" 
Hafalüaiid  3J6      .  *J    <'»n- 

Hegi  237 

Heiligen  ftadt,  geogr.Br.  17$ 
He ineeken't ,   C  ▲•  Karte  dei, 
Gebietet  d«  E.  lu  Hanfc^^ttdt 


Heliopolit  5,  7  *'*' ' 

»UfelrttJÄ^ftf^'^  ^  ^'-'^ 

Hennicke,l>jf;>.  #?'#gt«'ttiir. 

H«te4«i"    ^- '■■■••'•;"  ;■*■ 

Herirm  3tt  <--     '  "' 

Herfchel  144  "^ 

«JMBii.Cofr.I?.B.i8ar« 


d.  Flaaifteed*(eliäi 

n.  Eftaien  5(^ 
Hevelins  Sdf" 
HildeehÜlii,^;aog  Bn  Iff.  irfl 
HimnalAf  od«  HlMld^»JOi^ 

birg«  590,  S9>    '      "  '  '  'i 
Hindof  S04  7i:l^I 

Habeilt  mi^nildai/^-  iSkitttfk 

Tafeln  XC9,  iio  '    =    .-T*   - 
HotfOltter  ^^  '  :.      T. 

Hobenftirc,    geogik'  fiiftfainil 

deff;  15  fr-.  -  ••  ^       ''r 

HQhiMbliügeii'flf  ^  .  - 
Hood'8laf:<iiM  der  Üb^iMiDii. 

Hooke  tfa#  ?,.  .»^.r  tt' 

Hörn  BU:1520:7  •  "'  i-- *i-.»l 
Hörndlj,  a  «It,  aif  cti.b.l 
Hoapitil  SI^.U  '  '  .  •  •»'•I 
Hoanotttki»  P.»  5jM>    •««  ^<^>^l 

^mdtting »  geogn  Udgt^Mi 

Breite  33»»  ajt 
Sttlweiggin  4$7 
Hotmnelfhdd  tftp 


^kMfcd;CWrW?3si^3^!Handoo»    ein«  ^tf  ^  J^tt  i£ 


*Ä5 

Atftii^lnl  5TS  "  .-.*■•-* 

Haifiin-  Abdel  0'       '    "" 
Hydaapei.  Fff;  4S«f       '  "*  *^^ 

^iftillrtin|bi^  de»  lärdba^ 
neba  e.  Vorfchlag;«  stot'lSa« 

Fleoriea  Äo?  A  ^^   "*' 


im 


Re  gifter. 


Jjk  Grtngi,  P.'»'  Tomialiliger 

MiiUiid.  AAfonoiiii  264»  ^5 

X^hore  483«  48^*.  487»  492. 

504 
Lall-Dong  482,  48? 
Lambert  359      ipfün  Formel 
sar  Beftimmnng  einer  Co* 
^meteabthn  TOn .  BnreUunrdk 

▼erbeflert  215*   2l6«  217 
Lamji  SS9»  S99»  ^06 
Lindthut  in  der  Seh  weil    517 
LftngenbeobachtABgen  eor  9ee 
nach  Tob»  ^Mayer'e  Methode 
mn  machen   242»  247    Aber 
Bereohnung  derfeibe»  629  — 
632 
tAnjengrade«  45b]f56,Werth 
aoitfl«  in  M^tret  und  Rlieiiii 
Foften  328 
^  Langenlee  315 
Luigloit  554 
Luignaa  319 
L«r  484»  514 
Iiaffii  do2 
Letopolit  4 
Xjuiilerfee  315 
>  Lenpertweil  548 
Ijiuienne  317 
Laviuarne   521 
LebentbefehreUmngen  ttochle» 
bender  Gelehrten  in  der  mo> 
satl.Correfpoadens»  Zwock 
derf.  39  t  4o.  41 
Ton  Le  Coq  325»  543  f* 
Ifecaa  621 
LeimbaGh  620 


Lclic-Plittaiir  589*  59<»'''^» 
595r  59^ w  699»   600  •  601» 

606    r'•^    'vV'    .::   -  - 

Lemberg  »-iMMiwerte:  d«(el)ift 

[  547^f.;556f.?igeogr.  XJtage 
mmirBß4]t9  5S6,  557  . 

Lengleft  DubtUkOf  $  - 

Le  Senir  530  ... 

I^eatell.  rsOf  1^1  •  1^2  •  i6p» 
2tf7i  268.  281 

Lichtenfte^  619 

▼on£iflhie«aera,  Joh.«  555 

Li«ß«aig  547.  548»  5Sx  •  553^ 
55i>.554.^  555»  55^.  STf 
deßen  .Oimenfio  Gimdttvm 
Mwndiaiji  TiewMniketHkni- 
gariei  552  deOl  Kan»  ▼<» 
Galkän  o«  iod<»nieKiiB  555» 
^56 

Ummku  FK«  tfi8*  620     . 

limpo  ,. : Manoel  do.Eipirito 
Sapto  354  deflC  eftros.  £e- 
obaehtnagea.  enf  ider  8teni- 
Wirte. d.  Marine  xaliflabon 
379     •      ••    .      . 

Lins,  geo^n  Länge  luiA Brei- 
te 18  •   19 

Li^errchinreil  239  . 

▼on  Lipssky.   36 

LilTabon  ,  geogr«  Länge  ul 
Breite  3p 

Livüi«r.<MlerLiyeafnkil3i5;    ^ 

520     ■ 
Lotigoa  314 

ILottftetten  619 
£«oitreirO|  J.dOt  &Wr  depiücw 


\ 


R  *^  ijle  *: 


^ 


^pniBg4et  MjndieD«H«rsM 

352  —  flbtr.dii«  Natur  u, 
f.  ff»  das  AloM  352  Aber 
M  TerftelMitet  Thier  353 
ftbtr  d,  ▼<rfcbied,.Meofcli«i» 
fjattangeo  353  ^9S%a  Be- 
lebMib.  dbr  Cobcibat  aiadio. 

353  deiTen  B«araciitangder 
FflaoM -Aflridet    353. 

.  «Stadl.  4 


I 
M. 


Liiekaöw>482^.\       '     .    1 
Lugano  3X4,  3I5»  '31^»^  S3i; 

LfltfcbMMa«  nia(f».3l?     .. 
Lattara«  ^f\  o..  i 

LaTiBO  <929  '  ^ 

Luxor  6.y  ^i.    .vi 

Ulselflal^;5i8  -         ' 

Lyfogonkj.  P.  55X*  55^.557 


Maea^o  522      ' 

Bflaeao  309 ,  310 

Maoon  in  Fraokreicb  2^4 

Sfadairaner  Thal  3^4,  51p 

lffatni'352 

iBAadao,  Vefehmiig  delE  in 

'■  Xafcftmlr  489 

Habomed  Shib  506 

BSfüi.di,  flib«  Fontafkia't  NIp 

berangametbode  352,  353 
Madre  529;  53o 
MtkWanpour,  Maqnaknpoat  od. 

Mocautnponr  5S6,  588«  589* 

590»  591.598.  öod  * 
Maladeff  523 
Malerpina  85    ^ 
Matts  523 
Mallet't  Karte  Ton  d.  86bwt!a 

238*314    TömFayädeVaad 

3i7- 
Minedorr  ^iJB 
Ifanetbo  % 

Manfred! ,  Eoft«^  827»  529 
Manddt  52« 


iMantceB*8pr^ebe  S06 
tVfarchand«  Enenne .    Voylig^ 
autoar  danionde  pendäkitlee 
anneea  1790»  91  et  92    ceiw 
Par  C  P.  CUret  Fleuife«  8^ 
f.  I8i  f.  285  t 
Miarchand,  Inf.  206*  2o7»  2oS 
Marecajit  598 
Marinnoni  552»  553 

Stfarkorb'  5t3  ,; "J 

IVIarqüefUde  MendoM.  183  t 

300   ■  •  •  •• 

l\f art  •  StOrtmgen  257  —  2tf3-*« 
Tafein /nene  257*  258 

Marfeille/geogr.  Liagc  248 

Matkeljne  627 

OAafon«  Oilgereebdgkeita.lHi^ 
dank^gagen  denf.'  13a  defll 
Moads-TafeM  X14.  X2^*  ijo^ 
132*  135.  136*  137   ' 

Mafle*  Pieire  87  ^ 

Made  InL  20S 

aOeftaliersS?  ^ 

Matbeniki(bfa«'WiflM4nft« 
Fp3  Ei»> 


4^0 


RegifirVs 


Binflaff  derf,  «[rVMba4 

iUy«.  r,  5$d,  ^67.  575  t  57^. 
583 ,.  ^6.  dM  .VfNboiU;  di« 
iJlfigesaf  See  i^'^ftinnieo 
342  ,    347  Ctfon^Ufelii 

114.  121*  128»  I3'>*  131 1 
I3>.   135.  241,   54^»   243. 

.■.U7»  251   .      '    ;-'-■;.. 

Mepbiun  56,  57i   17p  •    180 

535 
Ton  Meohel,  Chrn.  334 
M«dioer    Hb«bo^    i^  >I«dt««l 

.Hang  dfivr,  ^u.l.     ,    ,. . 

Meinen  C.  CJeberCejtt«r  von  G. 

eutt«  nach  Patertburg  48:} 
MeitfcbUngen  515^ 
Melanderhielin's    Vermutbun 
-gen  »Ibe*.  ,<4^.'^U;>i'f^be  Ge 

Äirn  281,   282;  334 

^•Ivn^e«^  bilio^^Ufi  et  ftatifti- 

qut»  für  Hnii)if%p  585«  586 

M^morU«  da    Ac4inn\uk    Real 

M  Scienciat  de  Litbon  T.  I 

..3$Qtr^  353    ; ^^-  HAtk^muw 

'.  «f.  f'byßc«  d^  4^4^01141   R. 

.  d^l  ScienpUf  d'f'^bö«,  T«  il 

""'353-   355  ;      ^        .    .  . 

Memphis  13    7o,,)geogr.  I4b* 

ße  u.  Br.  7p 
Mendanni  183,   1S4.  ^g^  i8p. 

'  ;:3 


— -  y  Riot,  Jot  de  177  : 
HafldotA^Inl;  »83   t  S<»    ^  ' 
VI«ndrit  oder  (Awdrifio   Sitf 
Vleofchmi- Opfer  ia  AegjpMi 

4.'*.^-;  7»  8 

Mtnj«,  AW  Tbffl  ▼.  Kafdi«« 
Ir  48S 

Mercur.  8ohi>öc«r'k  bmmh  B«- 
obaohtoDgen  üYmt  ^dk^nUibm 
220  >-  330  Routiootperiode 
deC  291  f>  dunkler  Streifen 
in  den^r.  221  L  .  delbn  Vor* 
Übergang  ^ror  d.  Sonne  d  6 
May  1753  -ma  Parb «  Florenf 
u.  fiologiMT,  bfob.  528.  m 
Rom  5?o  d  5  Not.  17^9  «• 
;P«r|f .  Wien  ,  Ofen  »  BiMw 
feille  o.  Florenz  baob*  533  • 

534 
VleridUn-Abfehen«  kanftltebti 

97»  98    . 
VltiTifcbwanden  236  .: 

ia  84e(4,   eine  der  Sandwiohf« 

Inf.  307 
vletchidüjr  «m  Gafp,  M.  482 
Vleffier  179,  igo,  535,  ^^6    - 

^««uburg  557 

M.*xieaner,  WanderongeQ  deiL 

Mexico,  grolife  Verfchiedenheit 

d.  Sprachen  in  demf«  307 
Meyentbal  314,  315  ■ 
Mtiasomonte  535 ,  535    ' 
Mi(b:(ertbal  $23 
Mitterptbber  557    ^        .;. 

Moeiin 


•Ke  jf'f^S'fe?« 


S^v 


MÜMi,'  jgdogtv  Bri^ ^'Bi, 

Moia«a  FL  üMut  a«(t.  y^, 

.r.  •    .  .  -•       .,  ■ 
•■'W-'  •■  ■  •    '  :   ■      ■"■ 

Mond,    aber  dM.TIieiSHSi'^efl: 

Bflrg  275^*  Wiferre'ÜTladbe 
"bin»  SecnLür .  GleldfthY^ 
116  •  Il7*i  lig  tobu^  Üe 
reohouog  feioMr'B^enlUr  «Gtri 
eBaogcfn  ron  1«  FlAeJ''i*iS7 
123»  124,  125.  27174  M6'B<is 
beobacbtangeii  ▼.  Ffamfteed, 
Maiicelyne  und  Bradley «  ver' 
fcbiedene  Refalute  Aeit  123 
Beftiinmuog  «we)rer  Glei 
chaogen  d.M..  welche  von 
der  Abplattung  det  Erde  ab- 
-hingen  .125  i  125, >  «37  Ta- 
fel der  Tormahl,  und'  jetzi 
gesi^  Breitenfehler  7,26  •  Co* 
effiiien«  der  l4tigfnr  Glei 
chung  ,  welobe  Tom  Sinui 
des  Abüandet  dee  .  Moodei 
von  der  Sonne  «ibbäng^ ,  127 
Mondt  -  ParalUxe  1^7^»  128 
r  Form  der  neuen  Mpnda*  Ta- 
feln i2g,.U9  Qleicbung, 
die  vom  Sinut  der  DUtanz 
det  IVIondee  vo;m;^  ^ppgeum 
abhängt  129  Ungleichheiten, 
wdche  Mayer  in  fein.  Theo« 
rienichtangege|p«iili^t  J3i  f. 
Elemente,  welche  |3^g.,aui 
feinen  neue%n  Qsuer(u9b«n 


gen  annimM  iiiPi''4ifi  3^ 
HalbmelTeff ü  Mond-'V.  Wrg 
beftimmt '  135  tJngleieU^n 
der  Aidaitdi^Bdwegiifig. -ailtf 
^on^Sinili^^  mbretrUAf^ 
e«r  %»%a«iaet^lbhingc^H^^ 
Neigung  dei'Mdiidff^  ^fcn 

auf  di^^^BkHptii  iSB  rdfi 

aber^ang  Hht.  i^tAi  irMV^ 
JAdea  ir23'Oct.  i^or  «ttl 
dai^  SAebAi^^  H^nrti  WarttrbUF 
obachtet  58-2 1  58*3  "*  "  *  /^ 
Mondf'Diftansen  yötl  Fhtftcira? 
far  Längen^eßimaiitlg.'  ati^ 
dem  feften  Landen r.  C.'Nitf- 

C.  Njebahr  in  Aegypten  ba* 

"^obAchtet  345  —  350,  539  — 

542    Gefchichte  i^var  jEiffiif 

düng  u.   AnweftduDg '  625  ft 

Fin^ernilTo»    btey.CcK 

'o.  977»  978  w>\d979  .^M 
aehtet   124  '  25  «ndefaiTM 

Finßerniffe  :  ^I7j8♦^f^^d 

1787  zu^afra.beobachtitt35S 
vom  Jahr  1787  »tt  Roai!355 
^, ;  T«^  .«3  ,^  414  *;.JLif 

120  f.  278  ,-   .: 

Mongolen  594  .  ^'.\r^^ii.'.■' 
loa  IVIonjea,  Sp^niCche  SaiMUif 
??*»^§W.*Gwp#  3<>1V: 
Mont  Saint- EUe  84  ...  yii'.VT 
Montblanc  308  pi  •*.;*.« .>u»'I 
P  p  4.  *   Monte- 


^^' 


JUp-j^ilfie^ 


j'fi? 


ypiijb|S»Giori4f9i*<Tif7i 

^4e((  Bieftisinpag'.^jGoiBe 

Upiiti»;Micli,  Ao^.  jSTj^.    _ 

Mortat«  31$-  ,':j,.  ... 

ilQu4iui3ig  ^  .,_,..  .  ..,  . 

S^ouCa  od.  A^C<^«,ii«e6j|f^lin 
^..liflbwcyiirotUyafrh^fiirgo: 


Schief«  a;  Ekliptik  im  Jf.8i5S 

..|w.©»M»;U»a    :•;  ■  -. ^    • 

MowM«Roa,  eintr  der  IiQdi* 
üen  Berge  4  W^#  ••<  O' 

Mi^kdoom.^fli«)^^  ainHiili« 
g«r  ifi  ]bKgbe>»Jur  512      .. 

SüAOlill^iV^e«  jn  Bdhmeii,  geogr, 
Befliin^jpiufg/ielL  |^&       ■ 

Mai^ir:eii:<{^ :., 

LMydeUlud  487 
üdyam«  ^Uy^SU 


»ifoifc  J13'    ='^'-'  '^  - 

VngiroUh  487     f  ■*    ."  >  - 
Ktkhßjp  -    *: 

Kepf,B.  518  •"^*^   —  • 

Ntfayun  $94,  fei^'      - 
Nari-Hirari  »    Gebif|;e  Ja  In. 
-dolle«  487       •" 
KartToyts  531 
Kaa katapour  tfoo 
Kacdiet  ilBiN.  Amftrika",  fi«^« 

Bt.  378  ■'• 

Nauaman  infiäroftaä  487   ' 
Navaeuu  5P9*  <o0 
X^efteabkoh  617 
NijMal«  da  toyävimr  ^^343 
NoRy  (k>7 
N«ii«Mgg3X9  -.  --^ 


Nteealiroh  ia  d.  Sehweit  518 

Ntfabanfen  619 

NeohoiUnd.  Wilder»  Brief  d. 
%wK  M*:  PUHipa   373  —  375 

New  Albioo  81 

Newton*a  Methode  s.  Beßiin* 
niiiiig  e.  Cometetib.  309  -^ 
S«ts  aber  die  PoteDien  der 
Warseltf  ein.  Gleichong  353 
Hypothefe  Aber  d.  Planeten 
368  ^       Mondatheorie  62$ 

Nicander  38^ 

Nioaragoe-See   310 

Neibuhr  »    C.  •   Vorbereitnni; 

aad  'AoarAftung  delE  eü  fei* 

iner  Reife  nach  dem  Orient 

240  £  637    deff.  Beobaoht. 

Bor 


.  mr  .Btftiflunnig  dn  Folh6- 
Im  von  AUxuidri«B  in  A» 

'  gypt.  250',  254.  633  -»-  bt- 
Mdin.  ▼.  4.  Hf rantg.  ^33»  ^34 
s.  Beftimmaog  dtr  Polböhe 
Ton  Caiio  255  —  257  •  be- 
racha.  ▼.  d»  Harantgeb»  634  f. 
»ox  B#ftimiiiiiii|>  der  Lange 

.  Ton  Alexandrien  345  —  35o 
^r  Baftiaimong  der  Länge 
▼OQ  Kahira  519  —  542  flb. 
die  Lingenbeojbacbt«  in  Ae- 

..gyptan  623  f.  ^ß^ö,  55?  M. 
Lingenbe|Ummangen  ▼•„.€. 
Vincent,  C.  Spartal >  Gi)>ri^l; 
UT  nnd  MarfatUe  248»  6^1 

.  afiron.  Baobacbt.  im  Griecb. 
Arcbi|i^6^7 


Jteßifiiti  J73 

Nieder  •  Rbeia » ,  fipegcinhiTclM 
Befiimneinng..^i4mf^  543.75 

64^  V  ./..::. 

Niedarftaninilieim  5l?  <         ^ 

1       •    -         •   "/TT 

Nieder  Wangen  319  . .  .  <  ^ 
Ninach  $19 

Nipal,  Be(chreib.  deff.  5S5— ^ 
flogarcojK  Cp7.  .  ,  ,  „ 
NootkaSand.  84»  294»  3op  .^ 
Nord*  Amerika,  aftronom*  B«? 

obaebtnngendar.  377,  3«^  ^ 
Noifplk  -.Bay  an  d.  JNordwe^ 

k(lfie.TOfi  Amirilui  28^  .'    ^. 
Noaet  79 


Noaroour  482  

Nonnei',  Pctr.  (%xiSm)  629  \ 


I 


ö. 


OborbOfieiri^tsf   '  * 
Oberborg  31$.  (Sfff    ^ 
Cfber-Snfmelitlul  319 
Oberglatr  ((19' 
Oberoiwetl-  619 
Oberfeftigen   236 
Qberwint«rthmf  237    ^ 
Obwaldia  -ato^- 


OMenbttigMr'<S0npift;tim-  , 

W*  33»^5>l»'      '* 

0«fiMrddft9    52t  «*««A-|   ,'mf'^i 
priani  58vfov  U^*l^v>iif8f 

i6o,    X65«    257«   258k<3d2, 
263.  537«  568,rS^V-i9i7 

572  T:3  -"i....:! 


aongdein   iog^t 

Olbara,  0fwhi  Bremto  53t  ^ 

.55>   185 V'X^,  x62«  362^^ 

578    de£  Mfibodll  lor  Be- 

'  ftinnvng  t« 


Oöeavi-  £kicbtiL  und  BfB«ii-||Orieac»  Aber lAngen  ^aöbMhl 

tangaii  in  dem(L'  inS  &  >Nia< 
btthr  240  t  ;>    '     i 

prt>n:3i8 e..i.■;t^M  ..^^.A 

Dftflrfifegan:.5i7:i:  .   '> 
Oiiretbom:  282'   ^d«ISiA  JMRMt 
fSaMflowAr'  S84.£  /. 
Fp  J  Ötit 


«74 


Mig'i'ß'tr. 


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:*:/ 


Otürr;  VäA  RoKWftl  aol  'Jb- 

fcheznir  494 
Ton  OuelUWiu»  Hon  555 
Onde  589   '  ' 


fchemir  488,  514' 
Odri  487'     •    ■     •  -  -      ■     . 


P. 


P^o  de  Aiooi'ia  Fdrtogal  551 
FA^shAwQ^  483 

Tßhn  619 

Kniper  ödtf'P«mpoor  513 

Fanjati/dä'^tfll  V.  Indollan 

503  ;. 

FtnubrEbeaeii  485  •'  48^ 

^■*>  ■■  • . . *.»■  -.•'  i'  .  ..       -i» -i .  ./■ 

Paft¥^i0g.6'2t  * 

V^tna  504,  586»  588  >  591  »59^^ 

laPas  83 

P«er-Pttochal*  Gebirge  io  lii* 

dofian  487 


t  Baobadtiitl^ii  des  neoea 
Planeten  279»  28o  delfea 
Reful^ti  delle' OirerVaAiotii 
della  nupva  StoHä  oet.  SS9  f« 
deir.  Pofitionre  deltoPlie  5l^6 
deit  Schreiben  än^'P.  SeyAc 
in.  GÄtifngeii,|s7i;  '^75";  ^^ 

PlelaC  206" 

Pieliincha  3q8      '"    "  ' 

rtgafelta^a,  AnC  Befdireib.  der 
▼.  Magellan.  mteitocMn.  Rei- 
(eomd.Welc  6fl»  652 

5iogre  151.  2(^7,556,557 


Pereira  ,   J«  M.  Dantat  ,  Aber  Pid »  geogr«  Länge  u,  Br.  533 

-;AfdiigeDIi(ftruiDeM!f»S((^  M^i  Pitt  InCandera^rdweaLKaft» 
fen    fanpeCGure    SonniiiMig      von  Amerika ,  286 
v^rrdiiedener  Reihen  353      ^  Planet  i^Cchen  Dilarf  o.  Japi- 

Perfien,  Karte  dee  wellLjMb      ter»  fortgeretste  ^aohrichtea 

•  'Btaaphiipp'«  Baftimmqngeo 
340 ,  ■'  :.   ,  ,  :^ 

\ 


Pfangen  617 

Plfv^StStf  if:;i.-. .'  .t  •-  ■'". 

Pliari  (^llnidfiwg^  6Ö5'    * 
Phile  6  -i 

Piasii,  Giateppe  D.  54»  S^  57. 

58,  60.  61.  62.  I39t  155;  l5tf. 
i  JUT*  lA»'<6o>:j6i*  x63»i6& 

958  f.  Am)ynitifehtAblidtoift 


fiberdenC  53  f*  Z55'C^  279  f. 
362  f.  558  i'  638  ^  Element» 
einer  Kr  eil  bahn  de(C  bereeh- 
net  von  D.  OljMra  -54,  55» 
'3^5  &  39ii  578iä3P  T.D.Barck- 
hardt58f59^  Von  Piazai  563. 
5^4%  578  Pro4ptfni>  Mei- 
nang  ab.  d^e  |[reiabiibn  deff» 
t^6 »  f  57  Beftimmmig  einer 
Parabel  deft  Ten  j^aiokhardt 
60,  61.  161  •  Z^^^^t,  Ton 
Söldner 


.BAei^n^tiL 


«7» 


bert  363  "JE^^ini^iDiiiig'iBitter 
f  £llipl^d«ai  TOA  ßorcUiardt 

58l>   639t.  roa  Döot.  OaaU 

64.0  f.    Angabe  (Bioea  LaoA 

▼om  17  Jul.  bis  rgSaptflmb. 

-^miT  3rlliitaning«tn«tiiftr€p.' 

r  JCiiicheni,  .63  ^  Tafal  Mmr 

liehen  AJac^eifliuiBg  voü'po 
Jan.  bit  g  Nov.  64.  vorj^e- 
fchla^ene  Namen  delT.  65 ,  66t 

67,  570.  571.  57<J.  577  '  über 


liTohaii  9fotadbiQif|db  ro« 
neuen reridin  564^  5i(5::Btfl 

Nachrichten  o.  Milf fiirfti^ 
nilTe  in  Anf^||fin||:ilö  mmaaM 

:4?iim«if  n  a^ -rf  579 :  £|^*« 

.  üMtaiU  A  (ea«fi,-inEl0 1,  NdW 
.  hü  31.OM.  I9DI«  «78  T^cflSi 
Aber  d.  Verhaltnila  feiner  g«« 
(eh«it«  HelUgkiiM^  «iHcitae  Wl 
^^  57i^»  :580v.  Bpirffcbiitag 
d  0er ter  des  n.4Hi  »fMD<a)l 

mein  s^BerMhcdt^i;^  AÜT. 
638    Neig.  f.  Bahn  649 


Piu£«i't  Beobachtungen  delT*  J^laoeten ,  lateinifche  Oed&cht* 
60,  61,   I3J.  1551^156,  157*      nifirerfeüberdief.JJ7 

163.  sü  Stfsi  sv^^veJb^ry  ^/'^^^-€ii*niA^;öyfo\li^^^ 

te  Abrchrift  derf.  279  £355.      Aber  Entfiehung  VIeff.  3^8' -^ 
572.  573»  639  f.  üb.  d  Plane,  ble  Plate  2o5 
tiimuf  des  Piaszi'fchen  Ge' rlatifer,  oder  Monte  Fiotino 
ftiftM;)5&  159»  l6o.  f^tOiti      520  p  .?j  T ••  r 

282  ,  363  i  ,  366 , .  äSÄ •  -^«  ,  Plcjaden ,    Beobachtofg;  41#ife 


-  569^  S^'ö.  639  ZYwlel>d#g#g. 
.    l55 .-a6<^  aT3*  367<r368r^9. 

'  ckarg  l66^  559  IVlit«|l:tor 
WiedMttffindiiiig  Alir.«i64 
J65 » $71^  ISdSvüieiri^lLeiB  dlirr 

.   37l*-37^^«7d    A«hnlidikeii 

.niit  d;  Cptdeten  Tx>na.  J..1770 

169,  170-174.  ?7«  .Ewn- 

nerungi^  :^<^M*  381».  282  i 

368 »  369     AoiÄUg  aot  Pi»«- 

/  3D  «  ^lbl^4nUii«gAb«r4^.9U^ 
Beten  559  f*    ^«f«^  ^«><P^* 


bey  ^eivi  ,\nvflf>9i§fmgf  4m 

Mondea  c^^  2^,  Qc^,  ig«ir 

auf  der  8eebergerS|ei|iweKs<i 

te  583  f  683.  :Tiife|,4wr  geR*i 

den  Auffteigaagen^deiiL  58#: 

Pocsobat  551     :;..:.         ;  » 

PodnM«if»hy».99k^«<ni«  31^ 

32        «.  ■■  /••  .        'X 

Poin^et  DeSnri 66  ..        .  .r' 

PoLüireli«  AftronQk9e«c55l    : 
EkN9t  JI9^AIarlai{ie.jg^_ 
Porleszo   316  ,^ 

Port 


6^6 


Rt  gitße^fk^ 


fort  ief  irnu^  $4 


bte  344 

Vtatib  Sisli  5fO  '  ^ 

It  Fräya  laf  S.  Ytgo   igi^  H2 

15P7»  m»iW»  ^oo»  ö«i« 
Ftol«iiu^tefai  3Ii»ilatir«ki  '4m 


Toyigt  an  Tki-[lPa0fio  de  k  madi«  i^  Diof 
>R3»  iS4t  aox«  302.  aos 
F«fijb«Earf  otet  PmiehiiMih 

Panoach  4S7 
PanMdi'592 

PyiMiide  Toigi  lf«np]iii,  Am^ 
i   bmCiw^  dwL  7f     Mif  d«n 
-ainibt  6«bire»  swiÜBiup  1114 
-pd  «nd  TUM  Sf  X 


QirnaqXCmakpk'A^BST*^^^  iS5«  in#  fSP*   xpi* 


R. 


Rats  6x9 

Ramgaaga;  Flaft ,  SoiT 

Rampofiv  4S2«   5ö(?' 

Ramtden  335,  626 

Ranifpoek»  Job.»  543 

Raodea,'B.  tfi6 

Rawlint »  InCel»  343 

R*checdliM  falrlaf  IimUmis  343 

Regenfperg  237,  620 

ReimariM  im  KMnbarg  6S 

Reifeabenthemr'«  liataiisgege- 
beA  voaXh.  AngnA  Fifohar 
f.axTS  —  177  lUBLtffo, 
6$% 


RMUteira/Jainet,  I>^foriptiott 
itiftoriqoe  et  g^ogiapfa.  de 
rindöftan»  uadoiie  de  VAq« 
gleit  per  J.  B.  BoaoheCeicbe, 
for  la  C^ieme-erdemiHe 
MltioD,  alaqoelle  011  e  Joint 
d^  M^langee  d'kifbir»  et 
de  ftadftiqoe  fär -rinde,  tn- 
dkitt  par  J«  |Caftdre.  xec, 
34»  —  344.  4S2i  W3,488» 
So%,  SU 

Relolationi  &17  193    , 

RefeerfeEen  tfxp  '     <   r. 

R^olasiaM-InMi,'2o6«  207; 
^08" '"  •>    •"     "'  •  ■• .  '    ■  • 
i» 


Re^^ifleK 


Bqj 


4a  Iot;lU7«,  FlaCi,  «2 
Reyfheet  in  KAfclumir  50Q 
Rieden  618  , 

iUoltfNAf6.  ^eognLfaie«  w^ 

Breite  352 
Riva  316 

Riviera-Tiuil  3I5  - 

RolMcifon'f  JBlenMtttt  i>f  atri 

f;ation  248 
Roblet  pz  •   189  •  Ipor*»  .193» 

X94>   I9^>  202«  299*  304t 
•/JOS    '■   '      •  ■      ...  - 

Rodrigoet,  Andreu»  defllaftr^ 

Beobuicliningea  in  P^ktn  lett 

1753  —  1795  355 
Rodt,  Fluif».   621 
Rogdiniky  551 
RoggiweiB  92 


Rarotniboiai- '  2lf '  5i  <  -^ 
^ofatte  16  .. 
Loftan  j^r  >  ..^-  .'. 
RocheobaigeK  T^Mr^tf 
Hoy>  General  it  339  ><;  . 
ROdertweii  6tf\  ■?^^.'.: 
Rtttd  6%i    .  .  ^.  ■  J;-i[ 

Rupie    =    15    GMUiaB  rdo4 

Lack  Ropie  =:<^x< 

Sterling,  ^p?- 
Rnpplenntlifltt-  si^ 

Rflfchlikea  ^18   .:  ,.vu    .>   ; 
RttftilientfxT-.  •*:,-•    , '     :  .  .«J 
Rufe  weil  320 

Ractan-Panchal  »^  QMat§^hl. 
Indoftan«  4Q'  •  '.»4 


■r::e 


S. 


Saint  HeUna »  InFel ,  ^27 


Saloniio  ,  ein  'Heiliger  in  Ka-  Sana  Gallen  619"* 

' !Ss 


fchemir  486,  5of  >  fo2«  5121 
Salomona  Thron  jro2,  :;i2 
Strispre  oder  Sompre  4S3 »  5x3 
San  Aboadio  f  22 

—  Diego   83 
**  Joao  de  Bern  CaM^os  in 

P6irttigar3$'x 

—  Juan,  FluCi  3to       . 

—  Lazaro  Archipel  82*   ^4 

—  Paulo  in  Brafi^en »  geogTi 
Unge  und  Breite  3^4,  3;^ 

—  Pedro  oder  O  •  Niteio «  ei« 
ne  der  Martfaelat  -  lafeUi  1 83 
184 


San  Yago,  Infel»  x8l 


—  Johann  '31 
Sandwich -Inul^  ijsf ' 
;Sanka  (fo?       J      V'"  '^ 
Santa  Chriftinc    oder  WaÜ^a-f^ 

ho  183.  18^  tioi^  203  '    ■ 

—  Dominica  oäer  O  -HiTji*' 
^  183.  t84*  iSf 

— ^  Madaleaa  184,  x8^ 

—  Maria  j  20 
Santbeck»  Dan«,  £2^ 
Saroi  626 
Satttnil'<-AblUiidd ''ix>m  Moiu' 

de  fflr  Längen  •    ttiid  jftrei«^^ 

teil  •  BeftiniBiangfai  mat-M' 

wich* 


.«i 


^8 


Reg:4^ß§*n 


wichtig  273*:  aTf-N- 

ges  neu  berechnet  to»  X  (f 
Bäcokhirdt  273.  Sfi  l  -^7^ 
|eliittdiir0»XflB[i)Mi:  373 
Sohafinuare«;4[i9-'  .     ?'»  - 
86haaeiib«rg   ^7:     •-v     ••: 
Ton  Sohediut.Ladvrig 
achtöibcn.aotQeift  d.5iftpnl 

Schlau  •»   J.  Rt^   Kam  #bD 
^   I^Wt  undelMMtraatf.  au 

dei  Levioertll^il  314 
Schligl.  geogr.  I^tage  il^Bi^. 
19^20 

Sehneebelborn  ^$Kj^    ..  ^ 


Segwm  oder  ffikcvamy^^,  edf 
SeiAutr  iH<^eft  3«        ' 
Semptch  fig  /    '-        ^ 

taHl^^pliUy"  pdir   VMftr  4# 

Bury  489,  490  V  ■ 
Seoa    237  ^ 

Serenffttb«!  312.  ä«J'"-  ■^'  ~    ' 
Sinnel't  Kmw  to.  4..S0iiw«i 

238  fi  •   ••^-• 

$Aati«lraB7<  .^  . 
8#yffec57*.^'^»  *W 
3  bah   Jeban  »    MongoL  Kfliler 

ilMoüniB  •  Spradi*  foo' 

Shere  Ghuf  509  . '    -     • 
Shoie,  Jobo  343,  f)f'  -  ■ 

Stbnen  620        ;       ■  * 


320 
Schneifinger  Wald  61  g 
Schöftlan«^    621  ,    . 
SchotukcD  619    ' 
Schröter  ,  in  Lilienthäl'  220 


Schneider'9 Karte  r*d.  Sdkwtak  ßidnii  600 

5ignaa   319 
Silflufs  620 

Sirobi,  Gebirge,  5*99,  ^S9l      ■  • 
.  Siipon*e  Schick/kle .  im  Oriesi 


ISimplon 


Störangen  25'^  -?  263 
Sedflipfen  Jji9  ,   ^ 
Soihojppa^b  Sli[  . 
Schwamend[^ngen  618, 
Seh  weil,  KeVibpn  d.  neiieften 

Karten  TOii  deiL  231  ^^  ^H^- 

Schwellbrunn  61S 
Seeberger,  Steril WAKto    X44. 
Se'e^er  /ff 


2f3 
B   522. 


Schubelb|ph  ^^;,/   i  ,  ,  .  , 

Schubert;  T.T.'  fib.  die  Mari-  JSingerah  oder  Waflmiolii  49J; 


SSoneft  SSI 
ßipa  607 

Siringnaghnr    oder    Sirinagar 
[   508,  S09,  sio,    512,   513 
jSlop,  d.  ilcere.531. 
-  d.  jflngiro    533        , 
Bniadecki  ^5^2 
Soldner  in  fierltn  t|(i 
SoUman,  Berge  i  K,a('chemir  512 
BopderthaafeB«    j^cc|[^t.  JBreitf 
24.  25  .  ■'■.■■■■" 

SOB« 


Ä/»»^«^* 


^ 


ftooneDfiofterBift  dw  IJ  Oct 
178 X  SU  Cartigen«  bcob.  3^ 
den  20  Feb&.    17 §4  «u  Bio 

..  .J§99kf :dML  vom-  J-  J73<^w 
Pekin  355  ##|i  ^  Apfil  IJJJi 
mu  Georgtowa  äii  N»  Ami^^W 
*•  377.  378  den  j6  OctJ)^ 
178 1  SU  Färb  i,r^r<fo wich  ^ 
MaiUnd  n.  Mez^omoDtfi  $^6 
ParallAxe,  ▼.  Barg  belli  mini 
127—  Tafeln,  oöthigeV^r 
bein  derf.  130,  131  naac, 
,  Ton  De  L^mbi:«  und  Henry 

.13.1  ^^^    ,,  o  ,      ' 

fipiiB^tilreh^räiiT.  Kbj«Tiiio- 
dellirt  und  %a  tlngen  «'  Ee 
obaohtungeigi    Torgerehlaii||i 

Spiegel-  oder  Refkxioni-Itrei? 

.fo243  ^ 

8pi'(^el -Sc^uViteii  xü  tGtredr: 
'  M^lTaiigvn  aä^ewao^t  "3^^ 

St«d'si237^  ""^   '^  '    ';_/ 
Sufelcgg    d2l. 


i 


ä^aiiui^iinf  23  s 

Stammne&nVS  .B,   £17 

Steckbofii  *23*8*  ** " 

Steig  618  '  I 

ftteine,  fo  oft  ab  mt^gUcb  u^;;^ 
tßt  einander  und  mit  d,  Efon- 
ne  BU  vergleicben ,  von  ^  I^a 
Placi  VofgefcHläg^n  £  1^8, 1151 

Sterne  •  Terimrite  ,  Verittcb- 


4 1    o,iiD««  z?^ 


r; 


Siei^bedectaiigiWt^.,.^.., ;    .3 
H  ^  d.  26  Jan.  ^f9^S(M<k 

-^^. den  a?.  Ma|:*7»>.  W»  IK 

jv^^gv  iS und   2r;j^^^iA|ril^28t 
,Z  fiit  JVftUii»preijiKaiyl;^37 

^  dllldebkrait  d  7i:J^t«^3 
^  '«ku  WaiblngCdii^ilirK.l^MN»- 


r^t^^d^  38  Marc  U.5  Occ 
■  **iitiabon  >/3  ^^^••'»  »^'«^^ 

yntt  d-  2f  Jan,  a*  Ij*  Mir 

Metcofd*  7  May 
j'  £^  und  f^  :f!^  d.  iSttpta 
bec  l^gg  ebenjlai.  37^^ 

Not, 


X 


T 

da^  37? 
aft^  d.  30  IWrK  itnt  m  Bit» 
m.  Malliod  uwlFlotffiML* 

f37d.  24Maj  iSoi- sm  iXUft* 
L^  liiidi.  .Ww  ttndi;j£li)MMr 


98d 


R€^4ß<e^. 


Stoc|iler,F.d.aG.  flIM 
.   sitlfechnmiff  3f  i  *  ^ 
*  Cm  SsW^it  e.  N«wioa^6at. 

■.■i<l:Jrili«lioa«i    3f4:.-#bt 


'  dtiC'Lob-  Stttty 


B»  Syoath 


Stoff  6t8  *    ' 

in-  '  ••■ 

ttiM'59^'    ' 
'Scrt'» '^ehMiliL  Sie 
KAfcliiÄtr  yet     V 
flhraiibng  2|i    ' 


Reife  nech   Celle  ^    Bremen 


X  Mi  eiset  ThAr  der  KaklUdfal» 
kirche  Nocre  Prne.  in  ftanm 
377    Tl^iefkrdle ,  Aegypd- 

ipiier.oW.,  '^  ; 

:Ttittaeli  kl  Indo^  4g7 
ilfifleii  IteCdhrei-  \riiiuMr*See  317 
Thur.  FL,  ix7 

^9<i  W.  Äa;;  «»3.^» 
607  • 

{Tibeunifblie  Gebitge  4J4  ^  51^' 

*  ^92    Ziegeo/f(»j^,''^of 
jrierra  auftral  del  fiipiritiipSiBl 

*  to   igj 
Timi  60^ 

Timuc  Shäh  fiff     . 
Tiporiden  ia  iadoStMi  o.  Ke« 

fchemir  fOÄ,.  jfli.  513 
JKfi^  iVleidtis  66| 
Ttoiaii.  Inf.,  30!^,  30j|^ 

tirkui  58J     *     

Toeia 


Mmä  LiUtntlul  u.  L  w.  21  f. 
Ti|$erweiien'2ä8,  339      ^ 
Taidy.  Infel .    i^i.  193  .*  W . 

203 >  204 
TaraT«e>  Fr. 

boi)g.f.  mcaftTtmenroliIicIiCD 

Taucl^et  557 

TaTefinWrSStf«  ^88»  <8i»' 
TchinkitUi^  eit*  d«r  ^täW^- 

kafte  von  Amefcik't   2)6 1 
Te1eU>Grafi:didiri./3f 
Teriani  f  87    " 
7M>§o^£&t»bo^  «>2  >   <Q3 

604. 

TfaeWa  ?»•  *-. 

11tebeiFiik.iüegy{>tea  ^i   10 
ütheidhoUtiUBgas  Tiaiafal  33 
Thevenot  foi  ..-r 

Sbittkreia  »     mnkwAidig«, 

-V.  .1« 


Rt  giß«^. 


68^ 


Toggenburg    312»  619       >  ' 
Töfi  jiäp  „  Flaf»  Ö17.  5l8 
Töftftbck  (J20  .... 

Tons  odecTilMMii.2i%onl)A«T 

Trii4«t  ap».  233 

Tnwchot  S4f 

TraTaCToft  flb.  )kadiyftoclM»ivn 

Trief  nacker.  Fr.  d«  P.»  137, 
2  5:7  Ob.  d.  giogr.  JtAnga  t. 
Floren«   524.  f.       , 

Tttu^toD  a43    .  . 


Ttüllikffii  61t'''    ' 

Trchirikow    gj.    • 

Tucht  Suliinan.  f  ii  ^  '51a 

TucbeniJhal   339i'-6>g  ' 

Turnen  318 

Taraav^,  Sain/ipelation  d'ua^ 
entrerae  ave<i  le  jenne  Lima 
344.  Aoeoant  öf  an  Embaf- 
fy  to  tbe  couit  of  tha  Te» 
fhoo  JLaaia'«  4nt  Tibet  344 
Deattcho-Uaberfec«.  derf'Jbf» 
■585         *■■•• 

Tycho  de  Brahe  i^f 

I Typbon  ,  Ty^honifclio  M«(- 
fohen  f 


■  ^-  -  '    '■  •   u. 

Uhr  mit  e.  electrifdben  Lampe  Uinäfchen  6t% 
32,   33  ürnerboden  314 

Uhwiefen   618  ^   .    •  Urnerloch  f  19   , 

Ungarn»  Termifchta  Nacbrich-  CJrrerentb^  519.. 
t^n  31  f.  ,  üfter  238 

Unnas  160»  161     yer^biede  (Jucken  24^. 


BUS  160»  161     yerqpbiede   Uucken  24^. 
ne  Benennungen,  delTelb.    66|Uttendorf  51g 
,.TOn  Flamfteed  u,  TobuM^^M^^Q^ch  tfij. 


«r 


baoBacbtet  567 


V. 


.//  • 


Vd  Blegofr.  f  2P 
>r 'Letraadai^  f 20        >"   - 
-r  Maggia  3lf  •  f2l 
'^^.IMirobia  jai  -^ 

—  :9delbkina   ^23;        i^^- 

—  Verzatca  315: 
■•^JlABt  Cwr.  IVB.  i5w. 


Valyi  Migyar'tyrrfijfgnaklai^. 
fa  od«  Befchrcfb«  dea  Ünig» 
WHoh«  üngafta  ^3,'  34  deff. 
perfpect.  AbriCTe  der  Sti^l^ 
und  FleckÄ  Ungarne    34' 

Vandellif  Idoknin; « «^flora«  #c 

Q4  IftUIMt 


o» 


»•li*;i#r. 


ZSl  —  Ab.  CMmM  ««A  Ma- 

tuffdUh  ^Z 
V«o£tlar|,  U$mj  M*  3^ 
T«uras  318 

^   garitJuii9t«wi(obe»(UaiMe- 
.  tre  unfX 

..327 

l^llllio^  D.  Jr4.  A.»  a«ff  «Ir. 

meteoroL  Beobaclu.  ebai^aC 
353.  3f$      '       '* 

VorflbMTg^og  vor  i'^Sömif 
i.  S  Jnn«  X751  sn  P«rU »  Pd- 
tertboig,  Flortns,  Bologna, 
Iiigoiftadt.    SohwaciingMi 


bMbVaeU    f33 
Vflrd«»,  QUgu  Ltajp  «üd  Br. 

338»  3^ 

ViU,  ViMSU»  83 

VUUsboM.  L.  &  4#/  Ac^ 
LiB^«  oad  Brtto  te  Bttat 
"fiWlKMt  :3tl  «aro*.  -  B«>b- 
•eht.  SU  Mafn  3ff  Bflft&m- 
taung  dec  Usg«  ^.  flt  #^«to 
iff       ..       .    .    ^   —    •-, 

ViMTM»  SübiftJ   «S 

Vötwr  f54 

Voloan  ,  TorgaCobUig.  BüNlf 
nung  doB  aeiMa  Plaoatea  (Sf 

fTalcMitttOlißpoiiaaiifit  ctmoa* 
eil  Ermiiiii  3f  i 


w. 


Wahleran  319 


Wair ,  Weer  odtt  VW«  Naog  Weiningan  3^^ 


Weil  619 


487»  494.  fi2 
Wald  io  dar  Schwvis  338*  619 
Walea  ,    Afkron^m  auf  Gook'a 

sweycar      EatiadllMpfatf« 

184    188.   189 

Waltiken  ^17 

Wallia  52^ 

Wallia,  Capit,  308.  309 

WaUiraeilm  61$. 
^•Qgei^  3W 
'Waditiigum   in  N.  Anurika» 

;     g^g'*  B«f-  37s 
'^Wactattwail  3l|^  . . 
.Wattimipi^iy  ^ 


Waitalingeii  239 
W^tc^aoroht  621 
War  aar»  Joh.«  <2f 
W«ral;  gaöf r.  Lto(f  uad  Br. 

J4^ 

Wiea,  gaogr.  Bratta  si^ 
•  Wigger,  Fl.,   320,   621 

Wildbarg  239.  6l^ 

WinkelfnalTer ,  aaMB  WMi  }• 
OaTarbom«  ttalaUnili»  daC 
334  -^Uo,  diedtfa  gab6- 
viga  Kapteplaaaa  bafiadac 
Aob  baym  Ooiobtc*Hifit 


.^'i   . 


Watar 


Re  gißer. 


683 


6igf  619 
Wifencbu^M  ia  d«  Sehwtis 

237.  J39.  ^17 
Wolk«ftiinS.  617 


mioil   Ctulogat  z6o 
Wann,  Prot,  137,  2$T»  3(5« 
Wyb  -Meyw'fch«  Karte  ▼.  d. 

Sehwdii  234,  23S;  3i3i3iÄ  '• 


XimeMt  132,   f24,  fif.  526,1    534i  SIS»  53« 
537.   538.  539.   530.  531 .1 

Y. 

YixH,  nUgiöfM  F«ft  in  Nipd|¥a  Stnfoo»  FL.  S92 
S9S  I 


Z. 


Zebrowky  fff 

Zeitbtftimmuiig»  genao««  ans 
oorrefp.  9oniiaD  •  Diftansan 
n.  f.  w.  T.  D^  Lambra  93  t 
nach  D.  Olbait   Methode, 


Beiiierkaagen  dacflber    Tö« 

Da  Lambre  98  f« 
Zell  617 
Zflrich  618  •  «19 
ZOrioher  See  620 


Druckfehler  im  IV  Bande  der  lli.  C. 


8.  30  Z,  6  voo  uotea  venrindero  ft.  vermm^an ; 

8.  41  Z.  6  von  oate«  1773  ft.   1773; 

8.  f  8  Zi  19  IhaeB  ftati  ihnen  ; 

S.  60  Z.  9  la  Anfang  den  ft.  dam  i 

8.  2f9  Z,  II  Ton  oben  Halbmeffer  ft.  MtJbmaffers 

8.  f  20  Z«  9  von  .unten  Polenaerthal  ft..  Palenzerthali 

8.  523  Z.  8  von  unten  Ootaoahauabund  ft.  Got^thtm^nmis 

S.  53s.  Z.  13  TOn  unten  öftlidier  ft.  öftUchi 

8.  573  Z.  8  ▼<»  oben  tov  ft;  «on. 


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